anschläge/aktivitäten von terroristen

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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Sozialdemokrat » So 9. Apr 2017, 23:22

Schweden will künftig konsequenter abschieben.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon H2O » Mo 10. Apr 2017, 00:01

DarkLightbringer hat geschrieben:(10 Apr 2017, 00:10)

Die Vorbeugehaft ist ein "Anschlag auf das Recht", wie die >>Zeit<< 1968 (!) schrieb. Aber gundsätzlich ohnehin auch unzulässig. Normalerweise wird niemand "vorsorglich" interniert oder sicherungsverwahrt.


Das verstehe ich sofort; nur werden "normalerweise" auch keine Menschen wahllos im Takt weniger Wochen aus weltanschaulichen Gründen ermordet. Darauf muß ein Staat oder eine Gesellschaft wohl eine Antwort finden. Fragen wir also lieber nicht danach, was nicht geht, sondern danach, was dann geht. Bisher geht jedenfalls nicht besonders viel, denn sonst gäbe es diese Kette von Anschlägen doch nicht... mit sich wiederholenden Vorgeschichten der Täter.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 10. Apr 2017, 07:20

H2O hat geschrieben:(10 Apr 2017, 01:01)

Das verstehe ich sofort; nur werden "normalerweise" auch keine Menschen wahllos im Takt weniger Wochen aus weltanschaulichen Gründen ermordet. Darauf muß ein Staat oder eine Gesellschaft wohl eine Antwort finden. Fragen wir also lieber nicht danach, was nicht geht, sondern danach, was dann geht. Bisher geht jedenfalls nicht besonders viel, denn sonst gäbe es diese Kette von Anschlägen doch nicht... mit sich wiederholenden Vorgeschichten der Täter.

Eine sofortige Abschiebehaft wäre wohl möglich, die Aussetzung des Rechtsstaates eher nicht. Eine Haft ohne Haftgrund ist problematisch, gelinde gesagt. Wie wir in Ägypten sehen, kann selbst der Polizeistaat keine Anschläge verhindern.

Die Vorgeschichte hier in diesem Fall ist, wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe, der Asylantrag wurde abgelehnt, der usbekische Staatsbürger tauchte unter und radikalisierte sich just in dieser Zeit.

Zusätzliche Vorschläge: 1. Anti-Terror-Plakate und TV-Spots im Rahmen der Prävention. 2. Stärkung der Koalitionsstreitkräfte zur Bekämpfung jeder Form von Terrorismus (einschließlich Hisbollah & Assad-Barbarei). 3. Sicherheitspartnerschaft mit Tunesien und Libyen.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Sozialdemokrat » Mo 10. Apr 2017, 07:39

DarkLightbringer hat geschrieben:(10 Apr 2017, 08:20)


Die Vorgeschichte hier in diesem Fall ist, wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe, der Asylantrag wurde abgelehnt, der usbekische Staatsbürger tauchte unter und radikalisierte sich just in dieser Zeit.


Man gab ihm 4 Wochen Zeit, das Land freiwillig zu verlassen und deshalb hatte er die Gelegenheit unterzutauchen und das Verbrechen zu begehen.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 10. Apr 2017, 07:47

Sozialdemokrat hat geschrieben:(10 Apr 2017, 08:39)

Man gab ihm 4 Wochen Zeit, das Land freiwillig zu verlassen und deshalb hatte er die Gelegenheit unterzutauchen und das Verbrechen zu begehen.

Die sofortige Abschiebehaft kann ja erwogen werden.
Daneben stellt sich doch die Frage, warum sich Tätertypen wie dieser Usbeke oder Anis Amri erst im Zielland radikalisieren, nicht aber bereits radikalisiert einreisen.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Keoma » Mo 10. Apr 2017, 07:52

DarkLightbringer hat geschrieben:(10 Apr 2017, 08:47)

Die sofortige Abschiebehaft kann ja erwogen werden.
Daneben stellt sich doch die Frage, warum sich Tätertypen wie dieser Usbeke oder Anis Amri erst im Zielland radikalisieren, nicht aber bereits radikalisiert einreisen.


Weil sie frustriert sind.
Natürlich ist vermutlich schon länger etwas defekt im Hirn, aber das letzte Tüpfelchen werden wohl unerfüllte Erwartungen gewesen sein.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 10. Apr 2017, 08:11

Keoma hat geschrieben:(10 Apr 2017, 08:52)

Weil sie frustriert sind.
Natürlich ist vermutlich schon länger etwas defekt im Hirn, aber das letzte Tüpfelchen werden wohl unerfüllte Erwartungen gewesen sein.

Genau. Biographische Brüche und Enttäuschungen dürften typisch sein für den "Lonely Wolf". Entsprechend ist dieser Typus anfällig für Radikalisierungsprogramme, die hinreichend präsent und werbend sind.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Kibuka » Mo 10. Apr 2017, 08:15

Täter war abgelehnter Asylbewerber.

Schweden scheint ja eine ähnlich effiziente Asyl- und Einwanderungspolitik zu haben, wie Deutschland.

Hier werden die Flüchtlinge auch nicht mehr außer Landes geschafft.

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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Sozialdemokrat » Mo 10. Apr 2017, 08:15

DarkLightbringer hat geschrieben:(10 Apr 2017, 08:47)

Die sofortige Abschiebehaft kann ja erwogen werden.
Daneben stellt sich doch die Frage, warum sich Tätertypen wie dieser Usbeke oder Anis Amri erst im Zielland radikalisieren, nicht aber bereits radikalisiert einreisen.

Warum hat sich kein muslimischer Flüchtling aus Bosnien in den 90ern in Schweden oder Deutschland "radikalisiert"?
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Kibuka » Mo 10. Apr 2017, 08:23

Sozialdemokrat hat geschrieben:(10 Apr 2017, 09:15)

Warum hat sich kein muslimischer Flüchtling aus Bosnien in den 90ern in Schweden oder Deutschland "radikalisiert"?


Weil Bosnien ein Land in Europa ist. Diese Leute waren Muslime, hatten aber Kultur. Das waren Leute, die ihren Arsch hochbekamen und sich selbst versuchten zu integrieren.

Die Asylanten heute, stammen aus Ländern und Kulturen, die völlig inkompatibel mit Europa sind. Außerdem kommen viel zu viele. Soviele kann Schweden nicht integrieren.

Das ist einfach die Logik der Zahlen!
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Sozialdemokrat » Mo 10. Apr 2017, 08:33

Kibuka hat geschrieben:(10 Apr 2017, 09:23)

Weil Bosnien ein Land in Europa ist. Diese Leute waren Muslime, hatten aber Kultur. Das waren Leute, die ihren Arsch hochbekamen und sich selbst versuchten zu integrieren.

Die Asylanten heute, stammen aus Ländern und Kulturen, die völlig inkompatibel mit Europa sind. Außerdem kommen viel zu viele. Soviele kann Schweden nicht integrieren.

Das ist einfach die Logik der Zahlen!

Sie waren aber auch ECHTE Bürgerkriegsflüchtlinge. Echte Flüchtlinge sind froh, wenn man ihnen hilft und sie erstmal in Sicherheit sind.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 10. Apr 2017, 08:34

Sozialdemokrat hat geschrieben:(10 Apr 2017, 09:15)

Warum hat sich kein muslimischer Flüchtling aus Bosnien in den 90ern in Schweden oder Deutschland "radikalisiert"?

Da gab es den IS noch nicht. Der Radikalisierungsbereite braucht ja auch ein Reflexionsschild.
Zum Vergleich - bevor Lutz Bachmann die ultra-rechte Politik für sich als Betätigungsfeld entdeckte, war er ein gewöhnlicher Berufskrimineller.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Sozialdemokrat » Mo 10. Apr 2017, 08:36

DarkLightbringer hat geschrieben:(10 Apr 2017, 09:34)

Da gab es den IS noch nicht. Der Radikalisierungsbereite braucht ja auch ein Reflexionsschild.
Zum Vergleich - bevor Lutz Bachmann die ultra-rechte Politik für sich als Betätigungsfeld entdeckte, war er ein gewöhnlicher Berufskrimineller.

Den IS nicht, aber schon damals gab es viele ausländische Dschihadisten in Bosnien, die ihren Spass daran hatten unschuldigen Zivilisten den Hals durchzuschneiden.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 10. Apr 2017, 09:00

Sozialdemokrat hat geschrieben:(10 Apr 2017, 09:36)

Den IS nicht, aber schon damals gab es viele ausländische Dschihadisten in Bosnien, die ihren Spass daran hatten unschuldigen Zivilisten den Hals durchzuschneiden.

Beispiel KFOR und UNMIK - auf Basis einer UN-Resolution konnte eine Übergangsverwaltungsmission installiert werden, die ein sicheres Umfeld schafft und so auch die Rückkehr von Flüchtlingen ermöglichte. Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man ein sicheres Umfeld schaffen kann, Terrorismus bekämpfen und Fluchtursachen mindern.

Anschläge wie die in Schweden werden sich dennoch nie zur Gänze ausschließen lassen. Es bedeutet jedoch nicht, dass es nichts zu tun gäbe.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 10. Apr 2017, 09:08

Kibuka hat geschrieben:(10 Apr 2017, 09:23)

Weil Bosnien ein Land in Europa ist. Diese Leute waren Muslime, hatten aber Kultur. Das waren Leute, die ihren Arsch hochbekamen und sich selbst versuchten zu integrieren.

Die Asylanten heute, stammen aus Ländern und Kulturen, die völlig inkompatibel mit Europa sind. Außerdem kommen viel zu viele. Soviele kann Schweden nicht integrieren.

Das ist einfach die Logik der Zahlen!

Nach dieser Logik wären einheimische Norweger kulturell nicht kompatibel zu sich selbst und es gäbe einfach zu viele Norweger - wegen Breivik. Breivik war kulturell und religiös einer von vielen, aber doch anders.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Sozialdemokrat » Mo 10. Apr 2017, 09:09

DarkLightbringer hat geschrieben:(10 Apr 2017, 10:00)

...... Es bedeutet jedoch nicht, dass es nichts zu tun gäbe.

Man könnte ja damit anfangen, Personenkontrollen an den Grenzen zu Schweiz, Frankreich, Benelux durchzuführen. Mittlerweile muss doch jedem aufgefallen sein, dass zwar die Balkanländer die EU-Aussengrenzen wirksam schützen, das ganze aber durch die Italien-Route kompensiert wird......Abschiebehaft bei abgelehntem Asylantrag ist meiner Ansicht nach ein Muss.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon Adam Smith » Mo 10. Apr 2017, 09:19

DarkLightbringer hat geschrieben:(10 Apr 2017, 10:08)

Nach dieser Logik wären einheimische Norweger kulturell nicht kompatibel zu sich selbst und es gäbe einfach zu viele Norweger - wegen Breivik. Breivik war kulturell und religiös einer von vielen, aber doch anders.

Norwegen gilt als sicheres Land. Demnach ist alles in Ordnung.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon H2O » Mo 10. Apr 2017, 09:44

DarkLightbringer hat geschrieben:(10 Apr 2017, 08:20)

Eine sofortige Abschiebehaft wäre wohl möglich, die Aussetzung des Rechtsstaates eher nicht. Eine Haft ohne Haftgrund ist problematisch, gelinde gesagt. Wie wir in Ägypten sehen, kann selbst der Polizeistaat keine Anschläge verhindern.

Die Vorgeschichte hier in diesem Fall ist, wenn ich das jetzt richtig im Kopf habe, der Asylantrag wurde abgelehnt, der usbekische Staatsbürger tauchte unter und radikalisierte sich just in dieser Zeit.

Zusätzliche Vorschläge: 1. Anti-Terror-Plakate und TV-Spots im Rahmen der Prävention. 2. Stärkung der Koalitionsstreitkräfte zur Bekämpfung jeder Form von Terrorismus (einschließlich Hisbollah & Assad-Barbarei). 3. Sicherheitspartnerschaft mit Tunesien und Libyen.


Ja, diese Liste finde ich konstruktiv und vernünftig.

Vielleicht einige Anmerkungen:

Ein Polizeistaat ist das Letzte, was man sich wünschen sollte. Dennoch: Welche anderen Möglichkeit hätte Ägypten denn, die Machtübernahme durch eine nach unserem Verständnis fanatisierte und organisierte Moslembruderschaft zu verhindern? Aus meiner Sicht hat das Land in letzter Sekunde die Notbremse gezogen. Die Gewalttaten, die sich jetzt dort abspielen, dürften einen Hinweis darauf liefern, was dort dann täglich unter der Führung de Moslembrüder zu erwarten ist. So, wie der IS in seiner Grausamkeit und Menschenverachtung kaum noch zu überbieten ist.

Auf europäische Bedingungen übertragen, wäre ein Polizeistaat hier gar nicht erforderlich, um den Deckel auf dem vergleichsweise kleinen Topf zu halten. Wohl aber ein verantwortungsvoller Umgang mit weiter reichenden Vollmachten... unter politischer Kontrolle, versteht sich.

Das Bild des Stockholmer Täters bekommt neue, wohlbekannte Züge: Der Täter pflegte Umgang mit islamistischen/salafistischen Kreisen... siehe t-online-Nachrichten. Wenn dann nicht alle Alarmglocken schrillen, dann ist den Sicherheitsdiensten und der Justiz auch nicht mehr zu helfen.

Natürlich sollte längst diese fiktive Täterbeschreibung überall bekannt gemacht worden sein. So weit stimme ich mit Ihrem Punkt 1 überein! Mit Punkt 2 tue ich mich schwer. Da würde ich meine Anstrengungen mehr im Inneren unseres Lande und in engster Verbindung mit unseren Partnern in der EU und befreundeten Staaten sehen. Auf jeden Fall gebe ich Ihnen Recht damit, daß man nicht weit ab vom Schuß das Wüten des IS verurteilen kann, um dann irgendwelchen besonders tatkräftigen Verbündeten allein den Kampf gegen diese Mörderbande zu überlassen. Aber ich finde den Ansatz Deutschlands strategisch geschickter, die Menschen vor Ort so weit zu ertüchtigen, daß sie ihre Heimat selbst von solchen Strolchen befreien können. Das Verfahren würde Ihren Punkt 3 enthalten.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 10. Apr 2017, 09:52

Sozialdemokrat hat geschrieben:(10 Apr 2017, 10:09)

Man könnte ja damit anfangen, Personenkontrollen an den Grenzen zu Schweiz, Frankreich, Benelux durchzuführen. Mittlerweile muss doch jedem aufgefallen sein, dass zwar die Balkanländer die EU-Aussengrenzen wirksam schützen, das ganze aber durch die Italien-Route kompensiert wird......Abschiebehaft bei abgelehntem Asylantrag ist meiner Ansicht nach ein Muss.

Innenpolitisch muss man sich gegen Trittbrettfahrer verwahren und außenpolitisch die Fluchtursachen angehen bzw. Terrorismus bekämpfen - je nachdem, um was es eigentlich geht. Destabilisierte Zonen rings um Europa herum sind jedenfalls so oder so ungünstig.
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Re: Anschlag in Schweden

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 10. Apr 2017, 09:57

Adam Smith hat geschrieben:(10 Apr 2017, 10:19)

Norwegen gilt als sicheres Land. Demnach ist alles in Ordnung.

Wenn man Radikalisierungen vorab verhindern oder Täter vor der Tat erfassen will, kann man nicht auf eine Situation warten. Der adressierte Vorredner hob auf kulturelle Hintergründe ab, weshalb darauf hinzuweisen war, dass niemand einen Breivik vorherzusagen vermochte.
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