EU 3.0

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Ger9374
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Re: EU 3.0

Beitragvon Ger9374 » Mi 31. Mai 2017, 20:57

H2O hat geschrieben:(31 May 2017, 20:23)

Das sehen Sie ganz richtig so. Nur muß eben einige Kraft auch darauf verwandt werden, unsere "willigen" kleineren Partner immer wieder mit in die geminsamen Planungen ein zu binden. Bei weitreichenden Entscheidungen und grundsätzlicher Zustimmung sehe ich nicht, daß am Ende über das Gelingen des Vorhabens das Regionalparlament der Wallonie oder das niederländische Parlament entscheidet, weil eine Landesverfassung das so vorsieht. Da stimmt etwas mit den Entscheidungsebenen nicht. Dann sollen die Jungs und Mädels ihren Traum von Freiheit und Mitwirkung allein verwirklichen.



Ihre D+F Union sollte funktionierend der Baustein für weitere Entwicklungen in der E.U sein.
Ein solides Fundament für das Haus Europa.
Noch weiß keiner wer in dieses Haus einzieht.
Zimmer sind frei. Doch ist es wahrscheinlich das
die Nachfrage schnell steigt weil die Lage gut ist.
Ich denke das gerade die Benelux Staaten und Österreich zügig einsteigen werden. Es wird eine Sogwirkung geben.Kern werden D+F bilden.
vielleicht noch +Staat x. Kommt auf die Lage in so manchem Staat an.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
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Re: EU 3.0

Beitragvon unity in diversity » Fr 2. Jun 2017, 02:18

Europa hat drei potenzielle Hegemonialmächte.
Deutschland, Frankreich und Rußland.
Dem Selbstlauf überlassen, kümmert sich Rußland um den Balkan und Südosteuropa.
Deutschland würde Nordeuropa dominieren und Frankreich den westlichen Mittelmeerraum.
Das dividiert sie insgesamt auseinander, sogar wenn man Rußland raushält.
Man muß nach Wegen suchen, bei denen jedes Mitglied gleich wichtig und berechtigt ist, sogar Regionen dürfen nicht einfach in den Skat gedrückt werden.
Sie müssen sich beeilen, um alles weit vor 2025 fertig zu haben.
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Re: EU 3.0

Beitragvon H2O » Fr 2. Jun 2017, 05:37

unity in diversity hat geschrieben:(02 Jun 2017, 03:18)

Europa hat drei potenzielle Hegemonialmächte.
Deutschland, Frankreich und Rußland.
Dem Selbstlauf überlassen, kümmert sich Rußland um den Balkan und Südosteuropa.
Deutschland würde Nordeuropa dominieren und Frankreich den westlichen Mittelmeerraum.
Das dividiert sie insgesamt auseinander, sogar wenn man Rußland raushält.
Man muß nach Wegen suchen, bei denen jedes Mitglied gleich wichtig und berechtigt ist, sogar Regionen dürfen nicht einfach in den Skat gedrückt werden.
Sie müssen sich beeilen, um alles weit vor 2025 fertig zu haben.


So sehr viel Phantasie gehört jetzt aber nicht dazu, daß aus der deutsch-französischen Gemeinsamkeit derzeit etwas ganz Neues entstehen kann. Wir sind Zeitzeugen einer Umgestaltung Europas mit einem fränkischen Reich von Spanien und Sizilien bis zur Oder.

Viel wird von der Europabegeisterung des neu gewählten französischen Präsidenten abhängen; das Mißtrauen sitzt natürlich tief, daß letztendlich nur jemand gesucht wird, der die Zeche bezahlt... und sonst alles beim nationalen Klein-Klein bleibt. Ob nun der etwas mehr nach außen gekehrte Martin Schulz oder unsere eher stille Kanzlerin ab September die Richtlinien der Politik bestimmen werden... europa-politisch ist Deutschland bereit, sehr eng bis zur Fusion mit Frankreich zusammen zu arbeiten, um in Europa einen harten und nicht zu knackenden Kern zu bilden. Hoffen wir auf offene freundschaftliche Gespräche mit diesem Ergebnis! Damit könnte man wegen der schon vorentschiedenen deutschen Haltung gleich nach den französischen Parlamentswahlen beginnen.

An diesen harten Kern Europas sollte gleichsam wie beim Kristallwachstum der Rest Europas mitgestaltend anwachsen. Wer von unseren EU-Partnern auf dieser Grundlage mitwirken will, der soll sich möglichst früh verfügbar machen, damit der Vorgang harmonisch ablaufen kann.

Rußland hat in diesem Ablauf keinen Platz, es sei denn, daß es sein Herrschaftssystem europäisiert. Ich nehme an, daß auf mittlere Sicht so etwas geschehen wird, wenn die EU 3.0 sich den Hoffnungen der Europäer entsprechend entwickelt. Dann sollte ein Sog entstehen, dem sich auch Rußland nicht entziehen kann. Am Ende hätten wir das Europa, das wir zu Beginn des 19. Jahrhunderts schon einmal vor Augen hatten, damals auf der Grundlage von Fürstenherrschaft. Das Europa des Geistes und der Wissenschaften war zweifellos der damaligen Politik weit voraus. Der Versuch, nun die demokratische Vereinigung des Kontinents nach zu ziehen, wird hoffentlich gelingen.
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Re: EU 3.0

Beitragvon Ger9374 » Fr 2. Jun 2017, 17:02

Eine derart Tiefe Veränderung des russischen
Pseudo Demokratischen Systems in einen kompatiblen Demokratischen Staat der in die E.U
passt sehe ich nicht auf absehbare Zeit.
Die Russischen Tendenzen zur Hegemonialmacht
zu werden stehen allem anderen im weg.
Das Tiefe Misstrauen der Europäer gegen die Russen ein weiterer Grund.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: EU 3.0

Beitragvon unity in diversity » Fr 2. Jun 2017, 17:26

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jun 2017, 18:02)

Eine derart Tiefe Veränderung des russischen
Pseudo Demokratischen Systems in einen kompatiblen Demokratischen Staat der in die E.U
passt sehe ich nicht auf absehbare Zeit.
Die Russischen Tendenzen zur Hegemonialmacht
zu werden stehen allem anderen im weg.
Das Tiefe Misstrauen der Europäer gegen die Russen ein weiterer Grund.

Das wird eine Gradwanderung, mit ungewissem Ausgang, es sei denn, man nutzt auf Seiten der EU, den Wunsch der russischen Mehrheit, nach Rechtsstaatlichkeit, Frieden und Wohlstand.
Putin kann das nicht garantieren.
Die NATO wird von den Russen als Bedrohung empfunden, deshalb geht es nur ohne störendes Säbelgerassel.
Es gibt eine Opposition und von der Geschicklichkeit, oder Plumpheit des Westens hängt es ab, ob Leute wie Dugin, oder Girkin die Nachfolger von Putin werden, oder ob die westorientierte Zivilgesellschaft gewinnt.
Die westliche Rüstungslobby, würde Dugin und Girkin wählen.
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Re: EU 3.0

Beitragvon ebi80 » Fr 2. Jun 2017, 17:42

unity in diversity hat geschrieben:(02 Jun 2017, 18:26)

Das wird eine Gradwanderung, mit ungewissem Ausgang, es sei denn, man nutzt auf Seiten der EU, den Wunsch der russischen Mehrheit, nach Rechtsstaatlichkeit, Frieden und Wohlstand.
Putin kann das nicht garantieren.
Die NATO wird von den Russen als Bedrohung empfunden, deshalb geht es nur ohne störendes Säbelgerassel.
Es gibt eine Opposition und von der Geschicklichkeit, oder Plumpheit des Westens hängt es ab, ob Leute wie Dugin, oder Girkin die Nachfolger von Putin werden, oder ob die westorientierte Zivilgesellschaft gewinnt.
Die westliche Rüstungslobby, würde Dugin und Girkin wählen.

Naja, Putin ist noch relativ jung. Mit dem müssen wir noch viele Jahre auskommen. Ausser eine schwere Krankheit setzt ihn Schach matt
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Re: EU 3.0

Beitragvon unity in diversity » Fr 2. Jun 2017, 17:54

ebi80 hat geschrieben:(02 Jun 2017, 18:42)

Naja, Putin ist noch relativ jung. Mit dem müssen wir noch viele Jahre auskommen. Ausser eine schwere Krankheit setzt ihn Schach matt

Im allgemeinen entziehen sich solche Posts einer rationalen Bewertung.
Aber vielleicht steht dein Wunsch dahinter, Girkin und Dugin mögen vom Kellner des Weltalls vor Putin abgetragen werden.
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Re: EU 3.0

Beitragvon ebi80 » Fr 2. Jun 2017, 18:07

unity in diversity hat geschrieben:(02 Jun 2017, 18:54)

Im allgemeinen entziehen sich solche Posts einer rationalen Bewertung.
Aber vielleicht steht dein Wunsch dahinter, Girkin und Dugin mögen vom Kellner des Weltalls vor Putin abgetragen werden.

Wer ist Dugin und Girkin? Wir wissen alle das Putin im Kreml sterben wird. Die Wahlen in Russland sind nur Show. Von daher braucht man nicht wissen wer diese anderen 2 sind.
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Re: EU 3.0

Beitragvon H2O » So 4. Jun 2017, 00:39

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jun 2017, 18:02)

Eine derart Tiefe Veränderung des russischen
Pseudo Demokratischen Systems in einen kompatiblen Demokratischen Staat der in die E.U
passt sehe ich nicht auf absehbare Zeit.
Die Russischen Tendenzen zur Hegemonialmacht
zu werden stehen allem anderen im weg.
Das Tiefe Misstrauen der Europäer gegen die Russen ein weiterer Grund.


Wenn das europäische Projekt tatsächlich gelingen sollte, dann war es das mit einer Hegemonialmacht Rußland. Deshalb versucht Rußland die EU zu sprengen, indem es EU-feindliche Kräfte fördert. Denn das ist ja der alte russische Traum: Als bei weitem volkreichster Staat in Europa mit zerstrittenen Zwergen umgehen zu können. Am Ende sind es wir Europäer, die wir unser Schicksal in die Hand zu nehmen haben... global ohnehin und vorrangig, aber auch in diesem an sich dummen europäischen Klein-Klein. Geostrategisch ist die russische Politik ziemlicher Schwachsinn. Mit den neuen Weltmächten wird dieses Riesenland noch viel Freunde haben. Putin ist blind!

Das tiefe Mißtrauen der Europäer gegen Rußland ist doch nur allzu begründet, wie der Umgang Rußlands mit seinen schwächeren unmittelbaren Nachbarn zeigt.
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Re: EU 3.0

Beitragvon unity in diversity » So 4. Jun 2017, 09:45

Rußland verfügt über alle Rohstoffe, die fortgeschrittene Ökonomien am Laufen halten können.
Energieträger, Erze und sogar die Lebensmittelindustrie ist auf Wachstumskurs.
Getreidedampfer, aus den USA, gehören der Vergangenheit an.
Nur seltene Erden haben die Russen nicht im Angebot, aber China hat reichlich davon.
Es kommt darauf an, daß Europa seinen, noch vorhandenen, Wissens- und Technologievorsprung teilt, damit die Zukunft nicht allein in Asien entschieden wird.
Wenn Trump eingeimpfte Vorurteile ignoriert, gibt es eine amerikanisch/asiatische Zusammenarbeit, auf Kosten Europas.
Europa hat keine nennenswerten Rohstoffe mehr, wird also zunehmend uninteressant.
Es sei denn, es bringt Wissen in die Weltwirtschaft ein.
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Re: EU 3.0

Beitragvon H2O » So 4. Jun 2017, 17:22

unity in diversity hat geschrieben:(04 Jun 2017, 10:45)

Rußland verfügt über alle Rohstoffe, die fortgeschrittene Ökonomien am Laufen halten können.
Energieträger, Erze und sogar die Lebensmittelindustrie ist auf Wachstumskurs.
Getreidedampfer, aus den USA, gehören der Vergangenheit an.
Nur seltene Erden haben die Russen nicht im Angebot, aber China hat reichlich davon.
Es kommt darauf an, daß Europa seinen, noch vorhandenen, Wissens- und Technologievorsprung teilt, damit die Zukunft nicht allein in Asien entschieden wird.
Wenn Trump eingeimpfte Vorurteile ignoriert, gibt es eine amerikanisch/asiatische Zusammenarbeit, auf Kosten Europas.
Europa hat keine nennenswerten Rohstoffe mehr, wird also zunehmend uninteressant.
Es sei denn, es bringt Wissen in die Weltwirtschaft ein.


Diese Feststellungen treffen sämtlich zu, sind aber sehr oberflächlich. Mit etwas Hintersinn kann man fragen, ob der Reichtum Rußlands an begehrten Rohstoffen auch seinen volkreichen Nachbarn aufgefallen ist. Und ob es nicht eine gute Idee ist, sich mit den artverwandten Nachbarn gemeinsam unangreifbar zu machen. Mehr silbernes Tablett geht fast nicht mehr.
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Re: EU 3.0

Beitragvon unity in diversity » So 4. Jun 2017, 17:28

H2O hat geschrieben:(04 Jun 2017, 18:22)

Diese Feststellungen treffen sämtlich zu, sind aber sehr oberflächlich. Mit etwas Hintersinn kann man fragen, ob der Reichtum Rußlands an begehrten Rohstoffen auch seinen volkreichen Nachbarn aufgefallen ist. Und ob es nicht eine gute Idee ist, sich mit den artverwandten Nachbarn gemeinsam unangreifbar zu machen. Mehr silbernes Tablett geht fast nicht mehr.

Man sollte die Russen nicht mit allzu bornierter Rede, von einer Zusammenarbeit abschrecken.
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Re: EU 3.0

Beitragvon H2O » So 4. Jun 2017, 17:31

unity in diversity hat geschrieben:(04 Jun 2017, 18:28)

Man sollte die Russen nicht mit allzu bornierter Rede, von einer Zusammenarbeit abschrecken.


Ich bin davon überzeugt, daß in Rußland auch kluge Menschen leben, die ihre Lage sehr gut einschätzen können. Auf diese Menschen sollte man bauen.
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Re: EU 3.0

Beitragvon Ger9374 » Mi 7. Jun 2017, 06:26

Die Russische Seele sucht immer wieder Bestätigung nach Alter sowjetischer Größe.
Schwer scheint der Verlust des Supermacht
Statusses und der Demütigungen durch den Westen. Es ist einfach der E.U im Moment nicht
möglich mit einer so unberechenbaren Grossmacht in Gespräche über eine Zukunft zu
treten, das Ukraine Desaster wirkt nach.
Auch würde die E.U damit unglaubwürdig erscheinen, laufen doch noch Sanktionen!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: EU 3.0

Beitragvon H2O » Mi 7. Jun 2017, 10:21

Ger9374 hat geschrieben:(07 Jun 2017, 07:26)

Die Russische Seele sucht immer wieder Bestätigung nach Alter sowjetischer Größe.
Schwer scheint der Verlust des Supermacht
Statusses und der Demütigungen durch den Westen. Es ist einfach der E.U im Moment nicht
möglich mit einer so unberechenbaren Grossmacht in Gespräche über eine Zukunft zu
treten, das Ukraine Desaster wirkt nach.
Auch würde die E.U damit unglaubwürdig erscheinen, laufen doch noch Sanktionen!


Die EU [oder richtiger wohl: Wir Europäer] kann als sanfte Gewalt immer wieder durchblicken lassen, daß wir gegen keines unserer europäischen Völker innere Vorbehalte pflegen. Wir suchen die Gemeinschaft der Gutwilligen und Gebildeten... wohl wissend, daß leider auch in unserem Lande und anderswo zerstörerische Kräfte lauern. Meist so dumm wie Kinder in der Sandkiste, die einander ihre Sandkuchen zertreten oder Spielzeug rauben. Mit zunehmendem Alter werden diese Bösewichte immer gerissener. Natürlich halten wir uns diese Bösewichte vom Halse.

Deshalb rufe ich hier und anderswo immer wieder dazu auf, unsere innere und äußere Sicherheit durch Wehrhaftigkeit so zu entwickeln, daß wir äußeren Bedrohungen nicht als leichte Beute erscheinen. Eigentlich ziemlich dumm, daß man dafür so viel Geld aufbringen muß! Aber dort sparen, das wird noch teurer. :(
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Re: EU 3.0

Beitragvon H2O » Do 8. Jun 2017, 16:13

Hier eine erfreuliche Nachricht auf dem Wege zur EU 3.0:

http://www.t-online.de/nachrichten/ausl ... uropa.html

Dieser Beschluß war möglich, weil das Prinzip des "Europas der unterschiedlichen Geschwindigkeiten" genutzt wurde. 20 EU-Partner waren spontan mit von der Partie:

    Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, (Italien prüft noch), Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, Slowenien, die Slowakei, Spanien, Tschechien und Zypern.

    Ebenfalls bemerkenswert: Die Skandinavier fehlen, warum? Irland fehlt... da schwant mir etwas..., Luxemburg fehlt, Niederlande und Österreich fehlen. Die bekannten Verdächtigen... und Polen, Ungarn bocken wohl. Da entsteht ein ganz neues Bild Europas!

    Das neue Bild ist überhaupt nicht auf die Eurozone beschränkt; aber diese Partner wollen so bald als technisch möglich den Euro als Gemeinschaftswährung einführen.
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Re: EU 3.0

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Jun 2017, 08:02

Luxemburg und Niederlande, das habe ich nicht erwartet. Österreich schon eher, sowie Polen und Ungarn. Skandinavien tut mir da auch weh, sehe ich aber noch mit Hoffnung auf Veränderung.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: EU 3.0

Beitragvon H2O » Fr 9. Jun 2017, 14:17

Ger9374 hat geschrieben:(09 Jun 2017, 09:02)

Luxemburg und Niederlande, das habe ich nicht erwartet. Österreich schon eher, sowie Polen und Ungarn. Skandinavien tut mir da auch weh, sehe ich aber noch mit Hoffnung auf Veränderung.


Nun, das Geschäft ist ja nicht beendet. Aber Antreiber dieses Projekts sind die fehlenden Partner wahrlich nicht.
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Re: EU 3.0

Beitragvon Adam Smith » Fr 9. Jun 2017, 14:55

H2O hat geschrieben:(09 Jun 2017, 15:17)

Nun, das Geschäft ist ja nicht beendet. Aber Antreiber dieses Projekts sind die fehlenden Partner wahrlich nicht.


Das dürfte Frankreich sein. Wobei es merkwürdig wäre, wenn die Niederländer nicht dabei wären. Historisch gesehen waren sie es ja immer. Nach den Parlamentswahlen in Frankreich dürfte Macron der stärkste Präsident von Frankreich seit Charles de Gaulle sein.

Bei den Parlamentswahlen in Frankreich steuert die Partei von Präsident Emmanuel Macron auf einen Erdrutschsieg zu. Letzte Umfragen sagen eine Mehrheit für La République en Marche voraus, wie es sie seit den Zeiten von Charles de Gaulle nicht mehr gegeben hat.


Laut der am Dienstag veröffentlichten Umfrage von Ipsos Sopra-Steria könnte sich Macrons La République en Marche (LREM) im zweiten Wahlgang am 18. Juni bis zu 415 von 577 Sitzen sichern. Damit würde der 39-jährige französische Präsident die größte Mehrheit in der Nationalversammlung seit 1968 auf seiner Seite wissen. Die Parlamentswahlen in Frankreich finden in zwei Runden statt. Das erste Mal sind die Franzosen am kommenden Sonntag, dem 11. Juni, zur Wahl aufgerufen. Die zweite entscheidende Runde findet eine Woche später, am 18. Juni statt.

Das bisher erfolgreichste Abschneiden bei Parlamentswahlen verbuchten Präsident Charles de Gaulle und seine "Gaullisten" im Jahr 1968 mit einer Ausbeute von 358 der möglichen 487 Sitze. Sollten sich die Umfragen bestätigen und die Wahlen Macron eine ähnlich hohe Zahl von Sitzen einbringen, könnte er so eine große Mehrheit für die Durchsetzung seiner geplanten Wirtschaftsreformen nutzen. Ganz oben auf der Agenda stehen, mit einem Blick auf den Nachbarn in Deutschland, Änderungen an den vergleichsweise unflexiblen Arbeitsgesetzen.


https://deutsch.rt.com/international/51 ... ntswahlen/

Auch in den Beziehungen zu Deutschland setzte Macron umgehend Akzente. Dass er seine Forderungen nach massiven Investitionen der Europäischen Union und tiefgreifenden strukturellen Veränderungen wie der Schaffung eines Euro-Finanzministers und eines eigenen Budgets für den Euro-Raum auch bei seinem Antrittsbesuch in Berlin offensiv vertrat, verschaffte ihm zu Hause Respekt.


http://www.t-online.de/nachrichten/ausl ... -coup.html
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Re: EU 3.0

Beitragvon H2O » Fr 9. Jun 2017, 15:39

Adam Smith hat geschrieben:(09 Jun 2017, 15:55)

Das dürfte Frankreich sein. Wobei es merkwürdig wäre, wenn die Niederländer nicht dabei wären. Historisch gesehen waren sie es ja immer. Nach den Parlamentswahlen in Frankreich dürfte Macron der stärkste Präsident von Frankreich seit Charles de Gaulle sein.

https://deutsch.rt.com/international/51 ... ntswahlen/

http://www.t-online.de/nachrichten/ausl ... -coup.html


Die Niederländer kämpfen derzeit wohl um eine funktionsfähige Landesregierung; das mag der Grund sein, weshalb sie den Stapellauf verpaßt haben.

Wer auch immer den ersten Anstoß zur EU-Staatsanwaltschaft gegeben haben sollte: Mein Beifall ist ihm / ihr gewiß! Man stelle sich vor: Offene Grenzen, Niederlassungsfreiheit, Freiheit von Kapitalverkehr, Freiheit der Unternehmensgründung... das ist doch zugleich eine Einladung an Mafia und Co., es nun besonders toll zu treiben in der begründeten Hoffnung, daß niemand sich für das zuständig sieht, was diese Wirtschaftstrickser und Geldwäscher andernorts treiben. Wenn sich Partner davon ausschließen, dann sollten die Grenzen dorthin weniger durchlässig gestaltet werden... dann wird das schon!

Nun fehlt noch eine oberste EU-Fahndungsbehörde, die in sämtlichen Teilnahmestaaten Zugriff auf Unternehmen und Privatleute hat, um etwa internationale Räuberbanden und Einbrecherbanden das Fürchten zu lehren.

Nicht zu vergessen der gemeinsame Grenzschutz an den Außengrenzen dieses Bündnisses.

Präsident Macron verdient unsere selbstlose Unterstützung bei seinen Vorhaben, so lange zu erkennen ist, daß die Vorhaben im wohlverstandenen Interesse der Gemeinschaft sind, auch wenn sie zunächst Frankreich neu aufstellen. Wir alle wollen doch ein handlungsfähiges Frankreich an unserer Seite haben und keinen bedauernswerten Pflegefall! Und wenn unsere beiden Völker dabei sehr eng zusammen rücken, dann um so besser! Damit meine ich eine Harmonisierung der Finanz- und Sozialpolitik, um unter vergleichbaren Bedingungen wirtschaften zu können. Verflixt noch einmal, das muß doch möglich sein!

Ich habe im Wahlprogramm der REM nichts gefunden, was mir Unbehagen bereitete. Vor allem keine Taschenspielertricks von der Art "genieße sofort und zahle später".

Da sind hier zu Lande ganz andere Ansichten von Gerechtigkeit im Schwange. Aber die Deutschen sind in der Hinsicht doch hellwach, so scheint es.

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