Macron und die Folgen

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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon MoOderSo » Mo 16. Jul 2018, 09:38

Alpha Centauri hat geschrieben:(16 Jul 2018, 10:21)

Der Macron ist ja gestern ausgerastet und dann mit der Präsidentin Kroatiens , zusammen im.Regen , ein netter Herr Schirmherr dieser Putin

Die Zwei haben jeden nassen Menschen auf dem Platz abgeknuddelt.
Das Letzte was die gebraucht haben war ein Schirm. :D
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Mo 16. Jul 2018, 09:52

H2O hat geschrieben:(16 Jul 2018, 09:56)

Darf man hinzufügen: Die meisten dieser Verkehrsunfälle im Suff?

Elendsalkoholismus.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mo 16. Jul 2018, 11:07

Senexx hat geschrieben:(16 Jul 2018, 10:52)

Elendsalkoholismus.


Alkoholismus ist immer ein Elend. Rauschgift. Ist aber doch bekannt!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 16. Jul 2018, 11:34

Senexx hat geschrieben:(16 Jul 2018, 10:52)

Elendsalkoholismus.


Ich glaube da sind die Osteuropäer ( speziell die Russen) erfahrener drin sich die Wirklichkeit schön zu saufen. Sind eher immer unter den Top Ten der Trinkernationen
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 16. Jul 2018, 13:13

Senexx hat geschrieben:(16 Jul 2018, 09:31)

Siegesfeiern nach WM lassen die Verwerfungen der französischen Gesellschaft zu Tage treten

Die Siegesfeiern waren von massiven Ausschreitungen ud Plünderungen begleitet. Die Polizei musste vielerorts Tränengas einsetzen, um die wütende Menge in Zaum zu halten. In Paris, auf den Champs-Elysées haben Jugendliche aus den heruntergekommenen Vorstädten Läden geplündert und sich Champagner verschafft. Auf dem Luxus-Boulevard wurde ihnen die Zweiteilung der Gesellschaft, hie Luxus - dort Elend - besonders krass vor Augen geführt.

Ein weiteres Fanal für Macron, den "Präsidenten der Reichen".

Die Feierlichkeiten waren auch, wie Le Monde berichtet, von mehren Toten begleitet. Meist Verkehrsunfälle.


Darf man Hinzufügen: Champagnerplünderungen sind Kavaliersdelikte im Vergleich zu den Plünderungen an der Gesellschaft, die von Spitzenspielern, vom Profifußballl und seinen Verbänden betrieben werden.

Wenn am Freitag das erste Topspiel der Weltmeisterschaft stattfindet, treffen mit Portugal und Spanien zwei Mannschaften aufeinander, in deren Heimatländern Dutzende Polizisten, Steuerfahnder und Richter nichts anderes mehr tun, als sich mit den korrupten und trüben Geldflüssen rund um den Spitzenfußball zu beschäftigen. Ich habe im Zuge unserer "Football Leaks"-Recherchen einen tiefen Einblick gewinnen können, wie schmutzig, wie rücksichtslos das Fußballgeschäft ist.

Wir haben aufgedeckt, dass Cristiano Ronaldo, einer der möglichen Helden dieser WM, im wahren Leben nur wenig heldenhaft ist. Er spielt für Real Madrid in Spanien, einem Land mit rund 40 Prozent Jugendarbeitslosigkeit und großen finanziellen Problemen. Das hielt Ronaldo und seine Berater nicht davon ab, eine Steuerrutsche zu bauen, mit der er auf rund 150 Millionen Euro lediglich schnuckelige vier Prozent Steuern zahlen musste. Die Staatsanwaltschaft hat ihn mittlerweile angeklagt, ihm drohen sieben Jahre Haft. Und Ronaldo war keine Ausnahme.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/fussball-und-die-steuern-die-schmutzigen-geschaefte-der.1005.de.html?dram:article_id=420388
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Julian » Sa 4. Aug 2018, 18:18

H2O hat geschrieben:(05 Jul 2018, 21:08)
Da schließt sich doch der Kreis zur Gegenwart: Wenn Deutsche und Franzosen gemeinsam anpacken, dann wird es das Europa geben, von dem die Kriegsgeneration nach vollbrachten Greueln träumte. Präsident Macron ist in der Hinsicht für uns Europäer ein Hoffnungsträger; gesucht wird sein deutsches Gegenstück!


Deutschland hat sich lange genug von Frankreich über den Tisch ziehen lassen. Es muss endlich wieder die Erkenntnis einziehen, dass die Interessen Frankreichs und Deutschland nicht identisch, sondern sehr verschieden sind. So war es in der Geschichte, und so ist es auch heute.

Es kann nicht mehr angehen, dass wir Frankreich alles in den Rachen werfen im Namen einer sogenannten Freundschaft, die es zwischen Staaten ohnehin nicht gibt. Die Franzosen, und mit ihnen Macron an der Spitze, sind nur auf ihre Interessen aus, alles andere dient lediglich der Propaganda, um den deutschen Michel einzulullen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » So 5. Aug 2018, 06:44

Julian hat geschrieben:(04 Aug 2018, 19:18)

Deutschland hat sich lange genug von Frankreich über den Tisch ziehen lassen. Es muss endlich wieder die Erkenntnis einziehen, dass die Interessen Frankreichs und Deutschland nicht identisch, sondern sehr verschieden sind. So war es in der Geschichte, und so ist es auch heute.

Es kann nicht mehr angehen, dass wir Frankreich alles in den Rachen werfen im Namen einer sogenannten Freundschaft, die es zwischen Staaten ohnehin nicht gibt. Die Franzosen, und mit ihnen Macron an der Spitze, sind nur auf ihre Interessen aus, alles andere dient lediglich der Propaganda, um den deutschen Michel einzulullen.


Hätten Sie denn außer den aus den preußischen Befreiungskriegen übernommenen
Latrinenparolen einen sachlichen Beispielsfall, über den man sich dann wenigstens gemeinsam aufregen könnte? Mir ist völlig klar, daß ein Politiker nicht dort Geschenke macht, wo er keine Gegengeschenke erwarten kann.

Zur Regel erhoben nennt sich so etwas gedeihliche Zusammenarbeit im gegenseitigen Interesse. Weder Deutschland noch Frankreich haben die Kraft, den anderen Partner wirtschaftlich zu unterwerfen. Versuchen wir es deshalb mit gedeihlicher Zusammenarbeit dort, wo beide gemeinsame Interessen verfolgen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Julian » So 5. Aug 2018, 09:45

H2O hat geschrieben:(05 Aug 2018, 07:44)

Hätten Sie denn außer den aus den preußischen Befreiungskriegen übernommenen
Latrinenparolen einen sachlichen Beispielsfall, über den man sich dann wenigstens gemeinsam aufregen könnte? Mir ist völlig klar, daß ein Politiker nicht dort Geschenke macht, wo er keine Gegengeschenke erwarten kann.

Zur Regel erhoben nennt sich so etwas gedeihliche Zusammenarbeit im gegenseitigen Interesse. Weder Deutschland noch Frankreich haben die Kraft, den anderen Partner wirtschaftlich zu unterwerfen. Versuchen wir es deshalb mit gedeihlicher Zusammenarbeit dort, wo beide gemeinsame Interessen verfolgen.


Es war beispielsweise ein großer Fehler, sich von den Franzosen im Hinblick auf die Währungsunion erpressen zu lassen und ihnen den Wunsch, die Bundesbank zu entmachten und die D-Mark abzuschaffen, zu erfüllen. Und nun geht es weiter: l'Allemagne paiera! Wir sollen für alle europäischen Schulden haften, u.a., damit sich die Franzosen weiter ihre Vorstellung von grandeur leisten können.

Man beachte, wie sich die TARGET2-Salden von Deutschland und Frankreich voneinander unterscheiden: Deutschland hat ein Risiko von einer Billion; Frankreichs Bilanz ist fast ausgeglichen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ein weiteres Beispiel ist die Sprachpolitik. Frankreich tut alles, die eigene Sprache zu fördern und der deutschen Sprache zu schaden. Warum befinden sich denn alle europäischen Institutionen außer der Zentralbank (in der ohnehin Englisch gesprochen wird) in Ländern mit Französisch als Amtssprache? Warum wird im Elsass aktiv dafür gekämpft, die letzten Reste der deutschen Sprache zu tilgen? Warum heuchelt man trotzdem etwas von Straßburg als der europäischen Hauptstadt und Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung, wenn doch genau dort vor Augen geführt wird, wie man deutsche Sprache und Kultur zerstört?

Warum sollten nun auch plötzlich geopolitische Realitäten nicht mehr gelten, die über Jahrhunderte gegolten haben, von der Réunions-Politik Ludwig XIV. mit ihren rechtswidrigen, berechnenden Annexionen und verheerenden Feldzügen, über Napoleon, der halb Europa mit Krieg überzogen hat, über die Rheinkrise, die Weltkriege bis hin zur Wiedervereinigung, die Frankreich mit allen Mitteln zu hintertreiben versuchte.

Nein, Deutschland und Frankreich sind keine Freunde, und ihre Interessen unterscheiden sich fundamental voneinander. Deutschland sollte eng mit Großbritannien und den Ländern Mittel- und Osteuropas zusammenarbeiten, um ein Gegengewicht zu Macrons Frankreich und seinem mediterranen Klub zu bilden.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » So 5. Aug 2018, 10:43

Julian hat geschrieben:(05 Aug 2018, 10:45)

Es war beispielsweise ein großer Fehler, sich von den Franzosen im Hinblick auf die Währungsunion erpressen zu lassen und ihnen den Wunsch, die Bundesbank zu entmachten und die D-Mark abzuschaffen, zu erfüllen. Und nun geht es weiter: l'Allemagne paiera! Wir sollen für alle europäischen Schulden haften, u.a., damit sich die Franzosen weiter ihre Vorstellung von grandeur leisten können.

Na ja, man wird überlegen müssen, welche Möglichkeiten der europäischen Kursbestimmung sich durch diese Währungsunion und bisher gar nicht vorgesehene Ausgleichszahlungen eröffnen. Daß derzeit neben Frankreich weitere 18 Partner an diesem Knochen nagen, ist schon Teil der Kursbestimmung. Ich stimme für mehr europäischen Ausgleich auf allen Ebenen mit Aufgabe nationaler Verfügung über Finanzen und Wirtschaft, Sicherheitsstrukturen und Grenzen. Darin sind Sie anderer Meinung, und deshalb scheuen Sie schon den ersten Schritt.
Man beachte, wie sich die TARGET2-Salden von Deutschland und Frankreich voneinander unterscheiden: Deutschland hat ein Risiko von einer Billion; Frankreichs Bilanz ist fast ausgeglichen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ich denke daran, daß wir Deutschen eine Wiedervereinigung so halbwegs konfliktfrei gestemmt haben, mit erneuerter Infrastruktur in den sogenannten Neuen Bundesländern. Weiterhin denke ich daran, daß wir Deutschen sehr maßgeblich den Wirtschaftsaufschwung in den östlichen EU-Ländern vom Baltikum bis Bulgarien durch Investitionen angeschoben haben, mit ganz erheblichen Chancen für die deutsche Wirtschaft, auch dort Wohlstand und Zukunft zu ermöglichen... sprich: Spannungen vor zu beugen.
Ein weiteres Beispiel ist die Sprachpolitik. Frankreich tut alles, die eigene Sprache zu fördern und der deutschen Sprache zu schaden. Warum befinden sich denn alle europäischen Institutionen außer der Zentralbank (in der ohnehin Englisch gesprochen wird) in Ländern mit Französisch als Amtssprache? Warum wird im Elsass aktiv dafür gekämpft, die letzten Reste der deutschen Sprache zu tilgen? Warum heuchelt man trotzdem etwas von Straßburg als der europäischen Hauptstadt und Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung, wenn doch genau dort vor Augen geführt wird, wie man deutsche Sprache und Kultur zerstört?

Ihnen ist aber überhaupt nicht aufgefallen, daß sich die wesentlichen Politiker Europas in Englisch verständigen, obwohl GB derzeit die EU verläßt? Eine Eigenheit von Zentralstaaten ist immer wieder, die Lebensart und natürlich die Sprache der Hauptstadt bis in fernste Provinzen aus zu dehnen. Die Provinzen wollen aber auch etwas Eigenes, Typisches behalten. Dazu gehört dann auch der örtliche Dialekt, der sehr betont gepflegt wird, selbst wenn M. le Préfet sich hauptstädtisch aufführt. Habe ich so in Reichenweiher/Riquewihr hautnah erlebt. Großes Volksfest mit allem Brimborium. Viele Gäste, die nur Französisch beherrschten. Kein Problem, können wir auch. Tja, und wie unterhielten sich dann die Leute in den Buden und an den Schaltstellen in den Festzelten? Bester Elsässer Dialekt des Alemannischen. M. le Préfet hätte seine Freude daran gehabt... Kannit verstaan... ;) Ruhe bewahren, weiter arbeiten!
Warum sollten nun auch plötzlich geopolitische Realitäten nicht mehr gelten, die über Jahrhunderte gegolten haben, von der Réunions-Politik Ludwig XIV. mit ihren rechtswidrigen, berechnenden Annexionen und verheerenden Feldzügen, über Napoleon, der halb Europa mit Krieg überzogen hat, über die Rheinkrise, die Weltkriege bis hin zur Wiedervereinigung, die Frankreich mit allen Mitteln zu hintertreiben versuchte.

Na, Sie sind aber nachtragend! Übrigens waren Briten, Italiener in gleicher Weise arg gehemmt, der deutschen Wiedervereinigung zu zu stimmen. Das ist keine französische Besonderheit, und sie hat zu tun mit furchtbaren Erfahrungen, die alle drei mit einem übermächtigen Deutschland gemacht haben. Hat ihnen nicht geholfen, wir haben die Wiedervereinigung, sollten aber alle unsere Kraft darauf verwenden, daß unser Land seine Kraft in die europäische Einigung steckt und nicht wieder in die Unterwerfung aller Welschen und Westslawen. Mit Ihrem haßerfüllten Gerede arbeiten Sie schon an unserer nächsten Totalen Kapitulation.
Nein, Deutschland und Frankreich sind keine Freunde, und ihre Interessen unterscheiden sich fundamental voneinander. Deutschland sollte eng mit Großbritannien und den Ländern Mittel- und Osteuropas zusammenarbeiten, um ein Gegengewicht zu Macrons Frankreich und seinem mediterranen Klub zu bilden.

Ja, was ich im vorangehenden Text schon angeprangert hatte; Sie arbeiten mit Ihrem Gerede auf verschärfte Gegensätze zu, anstatt auf Gemeinsamkeit und Verständigung hin zu arbeiten. Ich halte dieses Gerede für unverantwortlich. Auch die Staaten des EU-Mittelmeerraums wissen, in welchem Umfang sie vom Gedeihen der EU abhängen. Wenn jetzt mit Präsident Macron eine pro-europäische Stimme hörbar wird, dann ist das das Gegenteil von den Gesängen, die Sie hier anstimmen. Deutschland und Bundesregierungen werden keinen unsinnigen Streit vom Zaun brechen, sondern gemeinsam mit Präsident Macron das bessere Europa anstreben. Daß dabei in der Sache freundschaftlich gestritten werden wird, das liegt doch an den verzwickten wirtschaftlichen, politischen, geschichtlichen und sprachlichen Randbedingungen unserer europäischen Partner. Dennoch: Da geht's entlang; Franzosen und Deutsche schaffen dafür die Möglichkeiten/Voraussetzungen als durchzugsstarkes Doppel. Allein für sich sind beide verlorene und auch unbedeutende Kleinstaaten am Rande der Globalisierung!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Julian » So 5. Aug 2018, 12:49

H2O hat geschrieben:(05 Aug 2018, 11:43)

Na ja, man wird überlegen müssen, welche Möglichkeiten der europäischen Kursbestimmung sich durch diese Währungsunion und bisher gar nicht vorgesehene Ausgleichszahlungen eröffnen. Daß derzeit neben Frankreich weitere 18 Partner an diesem Knochen nagen, ist schon Teil der Kursbestimmung. Ich stimme für mehr europäischen Ausgleich auf allen Ebenen mit Aufgabe nationaler Verfügung über Finanzen und Wirtschaft, Sicherheitsstrukturen und Grenzen. Darin sind Sie anderer Meinung, und deshalb scheuen Sie schon den ersten Schritt.


Die Währungsunion funktioniert nicht. Das wird derzeit nur dadurch kaschiert, dass ein massiver Geldtransfer von Deutschland in die Südstaaten, insbesondere Italien und Spanien, erfolgt. Und dies in Form von Krediten ohne jegliche Sicherheiten, siehe dazu heute auch wieder Herr Sinn in der FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/e ... 23567.html

H2O hat geschrieben:(05 Aug 2018, 11:43)
Ich denke daran, daß wir Deutschen eine Wiedervereinigung so halbwegs konfliktfrei gestemmt haben, mit erneuerter Infrastruktur in den sogenannten Neuen Bundesländern. Weiterhin denke ich daran, daß wir Deutschen sehr maßgeblich den Wirtschaftsaufschwung in den östlichen EU-Ländern vom Baltikum bis Bulgarien durch Investitionen angeschoben haben, mit ganz erheblichen Chancen für die deutsche Wirtschaft, auch dort Wohlstand und Zukunft zu ermöglichen... sprich: Spannungen vor zu beugen.


Es sind amerikanische Soldaten und Atombomben, die Spannungen vorbeugen, nicht VW-Werke in Tschechien.

H2O hat geschrieben:(05 Aug 2018, 11:43)
Ihnen ist aber überhaupt nicht aufgefallen, daß sich die wesentlichen Politiker Europas in Englisch verständigen, obwohl GB derzeit die EU verläßt?


Die Arbeitssprache im Gerichtshof ist weiterhin Französisch. Das Kalkül der Franzosen ist, dass alle Mitarbeiter der europäischen Institutionen wohl oder übel Französisch lernen müssen, wenn sie in Städten arbeiten, in denen Französisch die Amtssprache und die nach außen dominierende Umgangssprache ist, sei das nun Straßburg, Luxemburg oder Brüssel. Gleichzeitig hilft es, diese Städte weiter zu französisieren und das Deutsche und Niederländische zurückzudrängen.

Aber selbstverständlich bin ich auch gegen Englisch als alleinige oder auch nur dominierende Amts- oder Arbeitssprache. Ich kann es nicht dulden, dass das Deutsche zu einer Art von Dialekt ohne offizielle Funktion heruntergestuft wird, unabhängig davon, ob das zugunsten des Französischen oder Englischen geschieht.

H2O hat geschrieben:(05 Aug 2018, 11:43)
Eine Eigenheit von Zentralstaaten ist immer wieder, die Lebensart und natürlich die Sprache der Hauptstadt bis in fernste Provinzen aus zu dehnen. Die Provinzen wollen aber auch etwas Eigenes, Typisches behalten. Dazu gehört dann auch der örtliche Dialekt, der sehr betont gepflegt wird, selbst wenn M. le Préfet sich hauptstädtisch aufführt. Habe ich so in Reichenweiher/Riquewihr hautnah erlebt. Großes Volksfest mit allem Brimborium. Viele Gäste, die nur Französisch beherrschten. Kein Problem, können wir auch. Tja, und wie unterhielten sich dann die Leute in den Buden und an den Schaltstellen in den Festzelten? Bester Elsässer Dialekt des Alemannischen. M. le Préfet hätte seine Freude daran gehabt... Kannit verstaan... ;) Ruhe bewahren, weiter arbeiten!


Die deutsche Sprache im Elsass ist ohnehin tot, nachdem sie jahrzehntelang zu einem Bauerndialekt degradiert worden war. Sie wird allenfalls noch in der Generation 60+ auf immer eingeschränktere Weise und nur auf dem Land gesprochen - und wird bald verschwunden sein, wenn die Sprecher weggestorben sein werden. Die Transmission auf die nächste Generation liegt bei wenigen Prozent.

Und dies ist gewollt und geschieht absichtlich, ausgedacht und durchgeführt von einem französischen Staat, der geschickt auf der Klaviatur der psychologischen Verfassung der Elsässer spielt ("Il est chic de parler français"). Inzwischen verachten die Elsässer mehrheitlich ihren als rückständig empfundenen "Dialekt" ohnehin schon selbst; der Gnadenstoß wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Ändern lässt sich das ohnehin nicht mehr, aber ich finde es absurd, dass eine solche Region den Anspruch erhebt, zwischen zwei Kulturen zu vermitteln, oder ein Symbol für eine Aussöhnung zu sein. Straßburg - die Stadt, in der die erste deutschsprachige Zeitung gedruckt wurde - hat keine europäische Institution verdient, es ist eine rein französische Stadt und Symbol für die Auslöschung des Deutschen.

H2O hat geschrieben:(05 Aug 2018, 11:43)
Na, Sie sind aber nachtragend! Übrigens waren Briten, Italiener in gleicher Weise arg gehemmt, der deutschen Wiedervereinigung zu zu stimmen. Das ist keine französische Besonderheit, und sie hat zu tun mit furchtbaren Erfahrungen, die alle drei mit einem übermächtigen Deutschland gemacht haben. Hat ihnen nicht geholfen, wir haben die Wiedervereinigung, sollten aber alle unsere Kraft darauf verwenden, daß unser Land seine Kraft in die europäische Einigung steckt und nicht wieder in die Unterwerfung aller Welschen und Westslawen. Mit Ihrem haßerfüllten Gerede arbeiten Sie schon an unserer nächsten Totalen Kapitulation.


Es geht um geopolitische Grundtatsachen, die auch heute noch gelten. Macron handelt auch ganz in der Logik der französischen Politik der letzten Jahrhunderte, wenn auch mit anderen Mitteln als früher.

Frankreich hat Deutschland über Jahrhunderte mit Kriegen überzogen, spätestens vom 17. Jahrhundert an. Schauen Sie sich doch die Ostgrenze Frankreichs an, die immer weiter nach Westen verschoben wurde. Deutschland war die meiste Zeit ein friedliches Land und ist erst durch die wiederholten französischen Aggressionen selbst zu einem aggressiven Akteur geworden, der präventiv Sicherheit herstellen wollte.

Es ist durchaus richtig, dass Großbritannien unter Thatcher und Italien auch gegen die Wiedervereinigung waren, genauso wie Polen. Deutschland kann sich eben in Europa auf niemanden verlassen. Es gibt keine Freunde unter Staaten.

Deswegen muss man nach nationalen Interessen handeln und sehen, in welchem Bündnis sich diese am besten verwirklichen lassen. Das geht dann aber nicht durch eine Nibelungentreue zu Frankreich, sondern durch wechselnde, flexible Bündnisse, die solange bestehen, wie beide Seiten davon Nutzen haben.

H2O hat geschrieben:(05 Aug 2018, 11:43)
Ja, was ich im vorangehenden Text schon angeprangert hatte; Sie arbeiten mit Ihrem Gerede auf verschärfte Gegensätze zu, anstatt auf Gemeinsamkeit und Verständigung hin zu arbeiten. Ich halte dieses Gerede für unverantwortlich. Auch die Staaten des EU-Mittelmeerraums wissen, in welchem Umfang sie vom Gedeihen der EU abhängen. Wenn jetzt mit Präsident Macron eine pro-europäische Stimme hörbar wird, dann ist das das Gegenteil von den Gesängen, die Sie hier anstimmen. Deutschland und Bundesregierungen werden keinen unsinnigen Streit vom Zaun brechen, sondern gemeinsam mit Präsident Macron das bessere Europa anstreben. Daß dabei in der Sache freundschaftlich gestritten werden wird, das liegt doch an den verzwickten wirtschaftlichen, politischen, geschichtlichen und sprachlichen Randbedingungen unserer europäischen Partner. Dennoch: Da geht's entlang; Franzosen und Deutsche schaffen dafür die Möglichkeiten/Voraussetzungen als durchzugsstarkes Doppel. Allein für sich sind beide verlorene und auch unbedeutende Kleinstaaten am Rande der Globalisierung!


Deutschland ist stark genug, selbständig Bündnisse einzugehen. Man muss sich nicht an einen unbeweglichen Klotz wie die EU binden und auf kindische Art und Weise auf Liebe hoffen. Die anderen europäischen Länder würden Deutschland doch wie eine heiße Kartoffel fallen lassen, wenn der stetige Geldfluss aus Deutschland versiegen würde.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » So 5. Aug 2018, 17:32

Julian hat geschrieben:(05 Aug 2018, 13:49)

...
...
...
Deutschland ist stark genug, selbständig Bündnisse einzugehen. Man muss sich nicht an einen unbeweglichen Klotz wie die EU binden und auf kindische Art und Weise auf Liebe hoffen. Die anderen europäischen Länder würden Deutschland doch wie eine heiße Kartoffel fallen lassen, wenn der stetige Geldfluss aus Deutschland versiegen würde.


Das Notwendige habe ich gesagt. Es ist wirklich ermüdend, immer wieder auf die altbackenen nationalistischen Nabelschauen ein zu gehen, ausgelatschten Holzwegen wieder folgen zu sollen. Ich bin Deutscher und Europäer; diese Linie habe ich durch eigenes Erleben und Mitwirken gezogen, und davon bringt mich in diesem Leben so rasch nichts mehr ab.

Europa ist keine Frage der Liebe, sondern eine Frage der Vernunft. Mag sein, daß Leute ihr Vaterland lieben... das braucht auch keine Vernunft, obwohl sie ihm gut anstände. Wir Deutschen haben das Bündnis mit Europa freiwillig und gern geschlossen. Wir bemühen uns, ein guter Partner zu sein. Und der deutsch-französische Vertrag ist ein Schatz, den wir hegen und pflegen sollten. Das ist deutsche Staatsraison, die auf der gleichen Ebene wie die Unterstützung des Lebensrechts Israels liegt. Ich würde beidem Verfassungsrang einräumen, damit Ewiggestrige gehindert werden, daran etwas ändern zu wollen. Sie wollen das offenbar mit Blick auf Frankreich, und diesem Bestreben trete ich ganz entschieden entgegen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » So 5. Aug 2018, 18:15

Julian hat geschrieben:(05 Aug 2018, 13:49)
Frankreich hat Deutschland über Jahrhunderte mit Kriegen überzogen, spätestens vom 17. Jahrhundert an. Schauen Sie sich doch die Ostgrenze Frankreichs an, die immer weiter nach Westen verschoben wurde. Deutschland war die meiste Zeit ein friedliches Land und ist erst durch die wiederholten französischen Aggressionen selbst zu einem aggressiven Akteur geworden, der präventiv Sicherheit herstellen wollte.

Diese historisch unbestreitbare Tatsache kann man nicht oft genug wiederholen.

In Heidelberg steht das Symbol des französischen Wütens in Deutschland und eine gescheiterten Versuchs, die Ostgrenze Frankreichs noch weiter nach Osten zu schieben. Das Heidelberger Schloss, das zerstörte Heidelberge Schloss, ist eines der Symbole des brutalsten Versuchs, Deutschland weiter zu zerstückeln.

Die Politik Macrons steht in dieser Tradition. Es geht darum, Deutschland weiter und stärker unter französisches Kuratel zu stellen. Die Politik De Gaulles, der Ausschluss Britanniens von der Aufnahme in die EU, war der letzte große Versuch, französische Hegemonie in Europa zu errichten. Nachdem man widerwillig dann später zustimmen musste, hat man es geschafft, England wieder hinauszudrängen.

Jetzt ill man die Transferunion, um sich weiterhin einen exzessiven Sozialstaat leisten zu können, der nicht auf eigenem Erwirtschafteten beruht.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Orbiter1 » So 5. Aug 2018, 19:51

Julian hat geschrieben:(05 Aug 2018, 10:45)

Nein, Deutschland und Frankreich sind keine Freunde, und ihre Interessen unterscheiden sich fundamental voneinander.
Deutschland und Frankreich haben ihre jahrhundertelange Feindschaft endlich überwunden und bilden ein Kerneuropa das mit Zuversicht in die Zukunft blicken kann. Mein Großvater hat seine drei Brüder im 1. Weltkrieg verloren. Zwei in Verdun, nur wenige Tage nachdem sie eingezogen worden sind. Ich engagiere mich beim deutsch-französischen Jugendaustausch u.a. damit sich eine Konfrontation zwischen unseren Nationen nicht mehr wiederholt. Die unbelehrbaren, nationalistischen Vollidioten soll alle der Teufel holen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Wähler » Mo 6. Aug 2018, 05:11

Julian hat geschrieben:(05 Aug 2018, 10:45)
Nein, Deutschland und Frankreich sind keine Freunde, und ihre Interessen unterscheiden sich fundamental voneinander. Deutschland sollte eng mit Großbritannien und den Ländern Mittel- und Osteuropas zusammenarbeiten, um ein Gegengewicht zu Macrons Frankreich und seinem mediterranen Klub zu bilden.

Was die Finanzpolitik betrifft, gibt es doch schon einen Allianz der Nordstaaten gegen eine Vertiefung der Eurozone. Deutschland braucht Frankreich für eine EU-weite Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Die persönlich in Familie und Berufsausbildung erlebte Freundschaft mit Frankreich lasse ich mir von jemanden wie Dir nicht schlecht reden.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mo 6. Aug 2018, 08:36

Wähler hat geschrieben:(06 Aug 2018, 06:11)

Was die Finanzpolitik betrifft, gibt es doch schon einen Allianz der Nordstaaten gegen eine Vertiefung der Eurozone. Deutschland braucht Frankreich für eine EU-weite Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Die persönlich in Familie und Berufsausbildung erlebte Freundschaft mit Frankreich lasse ich mir von jemanden wie Dir nicht schlecht reden.


Mit den Nordstaaten wird man reden müssen, wie weit sie mitgehen werden, wenn man die Gemeinschaftswährung mehr und mehr als Staatswährung einsetzen will. Ist doch völlig klar, daß die nicht vorbehaltlos begeistert zustimmen, wenn man mit ihnen darüber noch gar nicht gesprochen hat. Auch die Nordstaaten hatten den Vertrag von Lissabon mit gestaltet und ratifiziert! Vorher hat die EU aber einige sehr gefährliche Baustellen auf zu räumen. Vertragsverletzungen, Wortbrüchigkeit und Mitbestimmung in der EU schließen sich gegenseitig aus.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 6. Aug 2018, 09:01

Der Begriff "Freund" passt einfach nicht auf Gebilde wie Staaten oder Nationen. Nur konkrete Menschen, natürlich auch solche aus zwei verschiednenen Nationen, können irgendwie "Freunde" sein.

Eine ganz andere Geschichte ist, dass ein politisch stabiles Zentraleuropa unerlässlich für politische Stabilität in Europa überhaupt ist. Mittel- und langfristig kann das nur dieses "Weimarer Dreieck", also Polen, Deutschland, Frankreich sein. Diese drei Länder müssen politisch wenigstens einen MInimalkonsens zustande bringen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Orbiter1 » Mo 6. Aug 2018, 09:06

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Aug 2018, 10:01)

Der Begriff "Freund" passt einfach nicht auf Gebilde wie Staaten oder Nationen. Nur konkrete Menschen, natürlich auch solche aus zwei verschiednenen Nationen, können irgendwie "Freunde" sein.

Eine ganz andere Geschichte ist, dass ein politisch stabiles Zentraleuropa unerlässlich für politische Stabilität in Europa überhaupt ist. Mittel- und langfristig kann das nur dieses "Weimarer Dreieck", also Polen, Deutschland, Frankreich sein. Diese drei Länder müssen politisch wenigstens einen MInimalkonsens zustande bringen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Kritikaster » Mo 6. Aug 2018, 09:43

Orbiter1 hat geschrieben:(05 Aug 2018, 20:51)

Deutschland und Frankreich haben ihre jahrhundertelange Feindschaft endlich überwunden und bilden ein Kerneuropa das mit Zuversicht in die Zukunft blicken kann. Mein Großvater hat seine drei Brüder im 1. Weltkrieg verloren. Zwei in Verdun, nur wenige Tage nachdem sie eingezogen worden sind. Ich engagiere mich beim deutsch-französischen Jugendaustausch u.a. damit sich eine Konfrontation zwischen unseren Nationen nicht mehr wiederholt. Die unbelehrbaren, nationalistischen Vollidioten soll alle der Teufel holen.

Recht hast Du.

Natürlich ist eine möglichst enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarn für die Fortentwicklung des großen und erfolgreichen Projektes EU-ROPA fundamental. Die Vernunft, die dem Kontinent eine Ära des Wohlstandes und friedlichen Zusammenlebens beschert hat wie nie zuvor, steht den Interessen all derer im Wege, die ihr politisches Süppchen auf der für sie wesentlichen Zutat des Spaltpilzes kochen und führt bei denen zwangsläufig zu ständigem Aufwärmen längst überkommener Ereignisse.

Den meisten Deutschen und Franzosen ist es, neben vielen anderen, gelungen, aus der Geschichte die richtigen Lehren zu ziehen. Weshalb das gerade denen nicht gelingt, die so ausserordentlich stolz auf die Historie der Gemetzel der vorangegangenen tausend Jahre sind, wissen wohl nur deren Götter.
Der am höchsten entwickelte Sinn ist der Unsinn. (Peter E. Schumacher)
Wo der Sinn aufhört, beginnt der Wahnsinn. (Erhard Horst Bellermann)
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schokoschendrezki
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 6. Aug 2018, 10:04

Orbiter1 hat geschrieben:(06 Aug 2018, 10:06)

Deutschland und Frankreich reichen für ein stabiles Zentraleuropa aus. Polen ist bedeutungslos.

Das ist schlicht und einfach politischer Unfug. Dann verstehst du weder die wirtschafltichen Zusammenhänge noch die politische Großraumlage in Richtung Russland, Ukraine, Türkei, Naher Osten, Osteuropa. Und schon gar nicht die historischen Zusammenhänge. Paris und Warschau, das sind die Pflichtantrittsbesuchsstätten deutscher Politik. Zurecht.
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Orbiter1
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Orbiter1 » Mo 6. Aug 2018, 10:31

schokoschendrezki hat geschrieben:(06 Aug 2018, 11:04)

Das ist schlicht und einfach politischer Unfug. Dann verstehst du weder die wirtschafltichen Zusammenhänge noch die politische Großraumlage in Richtung Russland, Ukraine, Türkei, Naher Osten, Osteuropa.
Es geht um ein stabiles Zentraleuropa und nicht um die Regionen die du hier aufführst.
Und schon gar nicht die historischen Zusammenhänge. Paris und Warschau, das sind die Pflichtantrittsbesuchsstätten deutscher Politik. Zurecht.
Die aktuelle polnische Regierung ist ganz sicher nicht Teil eines stabilen Zentraleuropas. Die will überhaupt kein Zentraleuropa sondern ein nationalistisches Polen sowie das Geld der EU und verbittet sich ansonsten jegliche Einmischung in ihre Flüchtlingshasser- und EU-Werte-feindlichen Politik.

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