Macron und die Folgen

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Ger9374
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Ger9374 » Mi 17. Mai 2017, 12:53

Qualifikation durch Leistung steht auch an Elite
Schulen an erster Stelle. Auch wenn es Fälle von grosszügigen Spenden gegeben haben soll um
Aufnahmen auch in schwierigen Fällen zu gewährleisten. Wo gehobelt wird fallen späne!
Das ist aber weltweit ein Problem.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
pikant
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon pikant » Mi 17. Mai 2017, 14:39

die neue Regierung steht!

Bruno Le Maire ist der neue Wirtschaftsminister - Konservativer und hat auch das deutsche Verdienstkreuz erster Klasse wegen deutsch.frans.Ausbau der Partnerschaft 2015 erhalten
war schon Minister unter Sarkozy, unterstuetzte Fillion bis zur seiner Affaere im Wahlkampf und wandte sich dann von ihm ab weger der Scheinbeschaeftigung seiner Familie
Sozialist Yan Yves le Drian ist Aussenminister, war vorher 5 Jahre lang unter Hollande Verteidigungsminister und Nicolas Hulot Staatsminister, Umwelt- und Solidaritaetsminister, der wohl bekannteste Umweltschuetzer in Frankreich und das Macron den ueberzuegen konnte in die Regierung einzutreten ist gigantisch, denn bisher hatte Hulot jedes Regierungsamt bei den Sozialisten abgelehnt.
Baryou von Modom auch in der Regierung

Laura Flessel, die erfolgreichste Olympiateilnehmerin der Fransosen mit 2 Goldmedaillen und weiter 3 andere Medaillien im Fechten uebernimmt das Sportministerium - eine Sensation

gemischte Truppe aus Konservativen , Sozialisten , En Marche und Parteilosen.
reichlich politische Erfahrung auch drin bei den wichtigen Posten.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon pikant » Mi 17. Mai 2017, 14:48

22 Minister ingesamt und 11 Frauen darunter - Paritaet wie im Wahlkampf versprochen
Wort gehalten Macron :thumbup:

es wuerde mich schon schwer wundern, wenn En Marche mit dieser Truppe nicht die Parlamentswahlen gewinnt - man hat fast alles im demokratischen Spektrum mit Ministerposten abgedeckt.
Erstmals in Frankreich Regierung mit Sozialisten, Gruenen, Konservativen und Mitte Modom und En Marche.
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ebi80
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon ebi80 » Mi 17. Mai 2017, 14:58

pikant hat geschrieben:(17 May 2017, 15:48)

22 Minister ingesamt und 11 Frauen darunter - Paritaet wie im Wahlkampf versprochen
Wort gehalten Macron :thumbup:

es wuerde mich schon schwer wundern, wenn En Marche mit dieser Truppe nicht die Parlamentswahlen gewinnt - man hat fast alles im demokratischen Spektrum mit Ministerposten abgedeckt.
Erstmals in Frankreich Regierung mit Sozialisten, Gruenen, Konservativen und Mitte Modom und En Marche.

Die Frage ist nun, ob das lange funktioniert. In Deutschland CDU, FDP, SPD, Linke und Grüne unter einem Dach gäbe Mord und Totschlag. Aber wenn alle ihren Bereich gut abdecken, könnte es auch funktionieren. Das sollte im Interesse aller sein ausser Le Penne.
Fight for a living Planet!
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Adam Smith
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Adam Smith » Mi 17. Mai 2017, 15:02

Gibt es denn nun ein Partei mit dem Namen "En Marche" oder verfügt Macron wie Trump auch, über keine Partei?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Mi 17. Mai 2017, 15:03

Aha. Einen ehemaligen Agrarminister zum Wirtschaftsminister gemacht. Der weiß, wie man Subventionstöpfe bildet, verwaltet und aussaugt. Die Stoßrichtung ist klar: Deutsche Subventionen für Frankreich.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 17. Mai 2017, 16:16

Adam Smith hat geschrieben:(17 May 2017, 16:02)

Gibt es denn nun ein Partei mit dem Namen "En Marche" oder verfügt Macron wie Trump auch, über keine Partei?

macron hat menschen aus mehrere parteien genommen. darunter einer, der schon einige male gefragt war minister zu werden. jetzt hat er zugestimmt.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Adam Smith » Mi 17. Mai 2017, 16:18

Nomen Nescio hat geschrieben:(17 May 2017, 17:16)

macron hat menschen aus mehrere parteien genommen. darunter einer, der schon einige male gefragt war minister zu werden. jetzt hat er zugestimmt.

Die jetzt aber für seine Partei antreten. Oder etwa nicht?
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Nomen Nescio
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 17. Mai 2017, 16:23

pikant hat geschrieben:(17 May 2017, 15:39)

Sozialist Yan Yves le Drian ist Aussenminister, war vorher 5 Jahre lang unter Hollande Verteidigungsminister und Nicolas Hulot Staatsminister, Umwelt- und Solidaritaetsminister, der wohl bekannteste Umweltschuetzer in Frankreich und das Macron den ueberzuegen konnte in die Regierung einzutreten ist gigantisch, denn bisher hatte Hulot jedes Regierungsamt bei den Sozialisten abgelehnt.

daß hulot akzeptierte, sagt mir viel. ich habe mit meinem früheren mündel in F mailkontakt. seine meinung (er ist kein sozialist) über le drian ist daß der man durchs ganze politische spektrum sehr respektiert wird.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 17. Mai 2017, 16:24

Adam Smith hat geschrieben:(17 May 2017, 17:18)

Die jetzt aber für seine Partei antreten. Oder etwa nicht?

da überfragst du mich. ich vermute, daß dies eher eine nationale regierung genannt werden kann.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mi 17. Mai 2017, 16:42

Senexx hat geschrieben:(17 May 2017, 13:38)

Das hat niemand behauptet.

Und von "hoher Bildung" kann man bei den ENArchen sowieso nicht sprechen. Bestenfalls von Hybris.


Kombiniere: Sie haben die ENA oder Science Po oder die École Polytechnique nicht absolviert. Aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Eingangsvoraussetzungen nicht erarbeitet. Dann kommt man wie von allein auf solche Wertungen.

    Es ist eines der härtesten Schulprogramme der Welt. Für Zehntausende Abiturienten in Frankreich beginnt am 1. September der Unterricht von Neuem – auf einem Niveau, das viele mit hartem militärischen Drill vergleichen.

https://www.welt.de/wirtschaft/karriere ... orgen.html

Wobei ich hier nicht etwa sage, daß der Charakter der Absolventen sich deutlich vom Rest der Bevölkerung unterscheidet. Um auch das klar zu stellen. Aber vor dem angesammelten Wissen ziehe ich meinen Hut: Das sind Eliten der Wissenschaften.
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H2O
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mi 17. Mai 2017, 16:52

Adam Smith hat geschrieben:(17 May 2017, 17:18)

Die jetzt aber für seine Partei antreten. Oder etwa nicht?


Ich habe verstanden, daß die Minister nicht unbedingt der neuen Partei "La république en marche" angehören müssen. Vielmehr soll ihre Auswahl ganz überwiegend nach Eignung ablaufen. So scheinen nur Leute von den Rändern rechts konservativ und links sozialistisch wenig Aussicht zu haben, einer sich sozial-liberal gebenden Regierung an zu gehören. Natürlich ist die Parteizughörigkeit zu REM kein Ausschlußkriterium! So wird keine der bestehenden "bürgerlichen" Parteien systematisch gedemütigt. Das halte ich für klug vorausschauend. Alle politischen Talente werden gebraucht für Frankreichs Neubesinnung!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Mi 17. Mai 2017, 16:57

H2O hat geschrieben:(17 May 2017, 17:42)
Aber vor dem angesammelten Wissen ziehe ich meinen Hut: Das sind Eliten der Wissenschaften.

Die ENA vermittelt keine wissenschaftliche Ausbildung.

Wer die ENA absolviert hat, kann damit keine Karriere in der Wissenschaft starten.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mi 17. Mai 2017, 17:53

Senexx hat geschrieben:(17 May 2017, 17:57)

Die ENA vermittelt keine wissenschaftliche Ausbildung.

Wer die ENA absolviert hat, kann damit keine Karriere in der Wissenschaft starten.


Na, das ist eine Verwaltungshochschule. Denen traue ich solide Kenntnisse in den Rechtswissenschaften zu, vermutlich auch in den Wirtschaftswissenschaften und den politischen Wissenschaften. Wer dort ausgebildet wurde, der muß mindestens 10 Jahre in der französischen Staatsverwaltung arbeiten.

Klar erregt diese Karrierebindung den Neid der Besitzlosen, aber so ist die Verwaltungshochschule eben von Charles deGaulle gegründet worden. Hinein in dieses Vergnügen kommt man aber nur über eine sehr harte Aufnahmeprüfung, siehe weiter oben. Ist also nix für jeden, der Lust dazu hat.

Wer einmal drin ist und die Prüfungen besteht, der hat einen sicheren Posten bei Vater Staat. Und Vater Staat hält pi mal Daumen nur so viele Studienplätze vor, wie er nachher verfügbare Planstellen hat. Das gefällt vielen Neidern eben nicht.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Mi 17. Mai 2017, 18:16

Die ENA wurde von einem Kommunisten initiiert.

Die wirtchaftswissenschaflichen Kenntnisse, die sie vermuten, sehen wir am Beispiel Hollandes, der als 6.-bester seiner Promotion "Voltaire" abgeschlossen hat.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » Mi 17. Mai 2017, 19:37

Senexx hat geschrieben:(17 May 2017, 16:03)

Aha. Einen ehemaligen Agrarminister zum Wirtschaftsminister gemacht. Der weiß, wie man Subventionstöpfe bildet, verwaltet und aussaugt. Die Stoßrichtung ist klar: Deutsche Subventionen für Frankreich.

Wieder mal alternative Fakten. :p Ganz zu schweigen davon, dass Frankreich mehr in den EU-Haushalt, über den Agrarsubventionen finanziert werden, einzahlt als es zurückbekommt. Immer dieser Wechsel zwischen Größen- und Verfolgungswahn.

Deutschland-Freund für das Wirtschaftsministerium
Bruno Le Maire soll die Wirtschaftsreformen von Präsident Macron umsetzen. Am Montag will er mit Wolfgang Schäuble in Berlin schon über die neuesten Europa-Reformen reden.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 20906.html

Aber klar, alle Nichtdeutschen sind natürlich super böse und haben in ihrem ganzen politischen Dasein nichts im Sinne außer Deutschland auszurauben. Und die selben Freaks sehen drei Tage später eine deutsche Kolonie namens Frankreich.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon elmore » Mi 17. Mai 2017, 23:42

Irgendwie erinnert mich der Macron-Hype an die Anfänge von Barack Obama als US-Präsident.

Der neue Heilsbringer ward geboren und ganz Deutschland, oder sagen wir, fast ganz Deutschland
geriet aus dem Häuschen. Die spätere Ernüchterung indes war groß… ein Satz mit "X" …

Warten wir erstmal die Parlamentswahl ab und was an verifizierbaren Reformen und
en detail vom neuen Franz. Präsidenten Macron und seiner schillernden Ministerriege
tatsächlich ins Werk gesetzt wird. In F selbern und auch, was er wie in der EU tatsächlich ändern will…

Ich gönne dem neuen Präsidenten die Sympathiebekundungen und die Liebeserklärungen, die
er in F als auch aus Deutschland bekommt. Er soll es genießen. Die Landung auf dem Boden
der politischen Realitäten mit all ihren hässlichen Fallstricken und Widerborstigkeiten wird
ihn noch früh genug einholen. Und hoffentlich nicht genauso überrollen wie seinen Vorgänger…

In diesem Sinne, wünsche ich dem neuen EU-Jesus, dem franz. Präsidenten Emmanuel Macron viel Glück!
(Und natürlich auch allen Französinnen und -osen)
Ein Fröschlein sitzt auf dem Kopf von Erdogan.
"Fröschlein, wie geht es dir?" - "Bis auf das Geschwür an meinem Arsch ganz gut", erwiderte dieses.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Do 18. Mai 2017, 00:00

:thumbup:
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Do 18. Mai 2017, 06:22

Eine Beruhigungspille hat Macron immerhin verabreicht: Zwar sind die Hälfte der Ressorts von Frauen besetzt, wohl um dem neumodischen Genderwahn zu huldigen, aber, wie die Welt heute anerkennend schreibt, werden alle wichtigen Ressorts von Männern geführt.

Was nicht ganz stimmt, denn das Verteigungsministerium wird von einer Frau geführt. Wozu das führt sehen wir am Fall von der Lesen.

Schlimm ist auch, dass er einen Bekannten Umweltschützer, Nicolas Hulot, zum Umweltminister gemacht hat.

Das könnte für reichlich Konfliktstoff sorgen, denn der Premier ist ja ein Vertreter der Atomindustrie.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Adam Smith » Do 18. Mai 2017, 06:43

Senexx hat geschrieben:(18 May 2017, 07:22)
Schlimm ist auch, dass er einen Bekannten Umweltschützer, Nicolas Hulot, zum Umweltminister gemacht hat.

Das könnte für reichlich Konfliktstoff sorgen, denn der Premier ist ja ein Vertreter der Atomindustrie.

Der Anteil der Atomenergie soll bis zum Jahr 2025 von 75% auf 50% sinken. Wobei vermutlich der Markt dafür sorgen wird, dass der Anteil stärker sinken wird. Ausser es gibt Verbote um Atomkraftwerke zu schützen.

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