Macron und die Folgen

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Sa 10. Mär 2018, 22:40

H2O hat geschrieben:(10 Mar 2018, 22:35)

Oha, lieber Senexx, wenn ich Ihre Geschichte von der Kraft lese, die stets das Böse will und doch das Gute schafft, dann sollten wir Präsident Macron den Roten Teppich ausrollen, damit er uns Deutsche einmal so richtig einseifen kann. Aber Sie haben schon recht: Deutsche haben Ohren, manche aber auch Verstand.

Man wird mit Präsident Macron sehr freundlich reden und ihn nach den vorhersehbaren Folgen seiner Änderungswünsche fragen, wird ihm Änderungen vorschlagen, die nachteilige Folgen verhindern. Mit etwas Glück haben wir am Ende eine beispielhaft freundschaftliche deutsch-französische Zusammenarbeit.

Nun, Geschichte entwickelt sich oft anders, als von den Akteuren gedacht. Es waren glückliche Umstände, die die Europäischen Gemeinschaften zu einer relativen Erfolgsgeschichte werden ließen. Aber es gab auch Fehlentwicklungen. Und diese müssen nun korrigiert werden. Derzeit ist das aus verschiedenen Gründen sehr schwierig. Eines der negativen Begleiterscheinungen der EG und später EU ist, dass sie einigen Staaten Zeit verschafft hat, in der sie nötige Reformen hinausschieben konnten. Die Franzosen hielten es z.B. nie für nötig, ein vernünftiges Berufsbildungsbildungssystem zu schaffen. Sie verstehen noch nicht einmal, was das ist.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 10. Mär 2018, 23:03

Senexx hat geschrieben:(10 Mar 2018, 22:40)
...Eines der negativen Begleiterscheinungen der EG und später EU ist, dass sie einigen Staaten Zeit verschafft hat, in der sie nötige Reformen hinausschieben konnten. Die Franzosen hielten es z.B. nie für nötig, ein vernünftiges Berufsbildungsbildungssystem zu schaffen. Sie verstehen noch nicht einmal, was das ist.


Wir wollten doch aber erreichen, daß es keine harten Übergange gibt, sondern die Abläufe sozialverträglich gestaltet werden. Es ist natürlich mißlich, wenn diese gute Absicht in der Wohlfühlecke vertan wurde, oder zur Ausgestaltung immer neuer Wohltaten mißbraucht wurde. Dann muß es jetzt leider etwas flotter zur Sache gehen.

Präsident Macron ist sicher ein hochgebildeter Mann, dem man erklären kann, was der Vorzug einer
dualen Berufsausbildung ist. Dann kann er immer noch mit seinen Ministern und Mitarbeitern prüfen, ob das auch etwas für sein Land sein könnte. Und man kann ihm Mithilfe beim Aufbau dieser für Frankreich neuen Ausbildungsform anbieten.

Ganz bestimmt gibt es auch Dinge, die Frankreich besser macht als wir Deutschen. Da wäre doch französischer Rat und französische Tat willkommen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Sa 10. Mär 2018, 23:09

H2O hat geschrieben:(10 Mar 2018, 23:03)

Ganz bestimmt gibt es auch Dinge, die Frankreich besser macht als wir Deutschen. Da wäre doch französischer Rat und französische Tat willkommen.

Selbstverständlich. Frankreich ist zum Beispiel besser in der Verfolgung seiner Interessen und in der Okkupierung und Prägung europäischer Institutionen. Die französischen Eliten sind darin geschult. Und bekommen das auch zu Hause honoriert. Bei uns galt früher: "Hast du einen Opa, schick ihn nach Europa".
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 10. Mär 2018, 23:18

Senexx hat geschrieben:(10 Mar 2018, 23:09)

Selbstverständlich. Frankreich ist zum Beispiel besser in der Verfolgung seiner Interessen und in der Okkupierung und Prägung europäischer Institutionen. Die französischen Eliten sind darin geschult. Und bekommen das auch zu Hause honoriert. Bei uns galt früher: "Hast du einen Opa, schick ihn nach Europa".


Das hat für uns aber auch Vorteile: Dann stehen mehr fähige Leute für den Betrieb unserer Wirtschaft zur Verfügung. :) Weiterhin schützt uns das Ungleichgewicht davor, als über alle Maßen
die EU beherrschend gebrandmarkt zu werden. Das ist doch schon so schlimm genug!

Aber Scherz beiseite: Vor Jahren wurde anteilig eine deutliche Mehrheit deutscher Beamter und Angestellter bei der EU festgestellt. Ich bekomme das jetzt nicht mehr zusammen, ob das in der Führungsebene der Beamten oder in der zweiten Reihe war. Auf jeden Fall gab es deshalb Gemecker. Ist aber lange her! Das wäre aber nachprüfbar.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » So 11. Mär 2018, 00:33

H2O hat geschrieben:(10 Mar 2018, 23:18)
...
Aber Scherz beiseite: Vor Jahren wurde anteilig eine deutliche Mehrheit deutscher Beamter und Angestellter bei der EU festgestellt. Ich bekomme das jetzt nicht mehr zusammen, ob das in der Führungsebene der Beamten oder in der zweiten Reihe war. Auf jeden Fall gab es deshalb Gemecker. Ist aber lange her! Das wäre aber nachprüfbar.

also bei airbus werden die deutschen seit jahrzehnten von den franzosen rausgemobbt und seit ein paar jahren hat man sich darauf verlegt auch die deutschen mittelständischen zulieferer rauszumobben, sehr zum nachteil der firma airbus, aber das is den froschfressern egal, das is reiner chauvinismus und rassismus...- :p
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » So 11. Mär 2018, 00:54

H2O hat geschrieben:(10 Mar 2018, 23:18)

Das hat für uns aber auch Vorteile: Dann stehen mehr fähige Leute für den Betrieb unserer Wirtschaft zur Verfügung. :) Weiterhin schützt uns das Ungleichgewicht davor, als über alle Maßen
die EU beherrschend gebrandmarkt zu werden. Das ist doch schon so schlimm genug!

Aber Scherz beiseite: Vor Jahren wurde anteilig eine deutliche Mehrheit deutscher Beamter und Angestellter bei der EU festgestellt. Ich bekomme das jetzt nicht mehr zusammen, ob das in der Führungsebene der Beamten oder in der zweiten Reihe war. Auf jeden Fall gab es deshalb Gemecker. Ist aber lange her! Das wäre aber nachprüfbar.

Nun, die Beamtenstellen werden nach Bevölkerungsproporz vergeben, folglich steht Deutschland der größte Anteil zu. Es geht um Führungspositionen. Und da ist Frankreich deutlich überrepräsentiert. Symbolisch wird das deutlich an den verschiedenen Chefs der verschiedenen EGs. Nur einmal war mit Hallstein ein Deutscher am Ruder, ein sehr schwacher übrigens, mehrfach hingegen Franzosen. Die EZB war bisher überwiegend in der Hand von Meridionalen. Sollte tatsächlich demnächst ein Deutscher Chef werden, wird Merkel uns wieder einen hohen Preis zahlen lassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » So 11. Mär 2018, 01:08

Senexx hat geschrieben:(11 Mar 2018, 00:54)

Nun, die Beamtenstellen werden nach Bevölkerungsproporz vergeben, folglich steht Deutschland der größte Anteil zu. Es geht um Führungspositionen. Und da ist Frankreich deutlich überrepräsentiert. Symbolisch wird das deutlich an den verschiedenen Chefs der verschiedenen EGs. Nur einmal war mit Hallstein ein Deutscher am Ruder, ein sehr schwacher übrigens, mehrfach hingegen Franzosen. Die EZB war bisher überwiegend in der Hand von Meridionalen. Sollte tatsächlich demnächst ein Deutscher Chef werden, wird Merkel uns wieder einen hohen Preis zahlen lassen.


den franzosen muss dringend bescheid gestoßen werden, dass das so ned geht...- :mad2:
schlimm genug, dass sie uns über den euro ihre schulden aufhalsen und so auf unsere kosten ihren feudalismus finanzieren wie in bester kolonialzeit...- :mad2:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 08:25

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(11 Mar 2018, 00:33)

also bei airbus werden die deutschen seit jahrzehnten von den franzosen rausgemobbt und seit ein paar jahren hat man sich darauf verlegt auch die deutschen mittelständischen zulieferer rauszumobben, sehr zum nachteil der firma airbus, aber das is den froschfressern egal, das is reiner chauvinismus und rassismus...- :p


Für derart schwere Anschuldigungen sollten Sie Beweise bringen; sollte ja nicht allzu schwer sein, wenn das so schrecklich ist. Ansonsten halte ich solche Beiträge für bösartige Hetze.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 11. Mär 2018, 08:31

Senexx hat geschrieben:(11 Mar 2018, 00:54)

Nun, die Beamtenstellen werden nach Bevölkerungsproporz vergeben, folglich steht Deutschland der größte Anteil zu. Es geht um Führungspositionen. Und da ist Frankreich deutlich überrepräsentiert. Symbolisch wird das deutlich an den verschiedenen Chefs der verschiedenen EGs. Nur einmal war mit Hallstein ein Deutscher am Ruder, ein sehr schwacher übrigens, mehrfach hingegen Franzosen. Die EZB war bisher überwiegend in der Hand von Meridionalen. Sollte tatsächlich demnächst ein Deutscher Chef werden, wird Merkel uns wieder einen hohen Preis zahlen lassen.


Auch wenn's lange her ist: Als ich die Aufschlüsselung der EU-Beamten nach Herkunft zur Kenntnis genommen hatte, waren deutsche Mitarbeiter in der EU-Kommission weit überproportional vertreten. Deshalb gab es ziemliches Gemeckere. Das kann sich inzwischen geändert haben. Dann hilft auch nur, diese Zahlen erneut zu ermitteln, denn nur mit ein paar Worten läßt sich ein solcher Vorhalt nicht gut vertreten.

Nicht so furchtbar lange her ist der Ausspruch eines politischen Esels: "In der EU wird jetzt Deutsch gesprochen!" Dazu muß es ja einen Grund gegeben haben.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon garfield336 » Mo 12. Mär 2018, 17:23

Was will Lepen eigentlich mit ihrem neuen Parteinamen "Rassemblemennt National" aussagen. (Entschuldigung für Fremdsprache)

Hintergrund: Rassemblement National Populaire nannte sich im zweiten Weltkrieg eine faschistische nationalsozialistische Organisation im Vichy-Frankreich.......
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Mo 12. Mär 2018, 21:17

garfield336 hat geschrieben:(12 Mar 2018, 17:23)

Was will Lepen eigentlich mit ihrem neuen Parteinamen "Rassemblemennt National" aussagen. (Entschuldigung für Fremdsprache)

Hintergrund: Rassemblement National Populaire nannte sich im zweiten Weltkrieg eine faschistische nationalsozialistische Organisation im Vichy-Frankreich.......

Die Gaullisten nannten sich zeitweise RPR - Rassemblemet pour la Republique. So what?

Echte Faschisten waren vorher fast immer mal Sozialisten. Le Pen nicht.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon garfield336 » Di 13. Mär 2018, 10:12

Senexx hat geschrieben:(12 Mar 2018, 21:17)

Die Gaullisten nannten sich zeitweise RPR - Rassemblemet pour la Republique. So what?

Echte Faschisten waren vorher fast immer mal Sozialisten. Le Pen nicht.


Rassemblement pour la republique ist ja doch was ganz anders..... Ein Bekenntnis zur Republik ist ja nicht schlecht. :)
Der Zusatz "national" ist dann doch schon etwas anderes. Zumal einige sich wohl die Menschen nach Ethnie trennen wollen.

Gut es ist ja auch normal dass diese Kritik von allen andern kommt, die den FN sowieso schon immer in der Faschistischen Ecke vermuteten.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Di 13. Mär 2018, 11:34

Wie soll sich die Nation nicht sammeln dürfen?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » Di 13. Mär 2018, 12:56

garfield336 hat geschrieben:(12 Mar 2018, 17:23)

Was will Lepen eigentlich mit ihrem neuen Parteinamen "Rassemblemennt National" aussagen. (Entschuldigung für Fremdsprache)

Hintergrund: Rassemblement National Populaire nannte sich im zweiten Weltkrieg eine faschistische nationalsozialistische Organisation im Vichy-Frankreich.......

Passt doch wie die Faust aufs Auge. Wirtschaftspolitisch ist der FN bzw. RN ja eh gerne mal links der Sozialisten, auch wenn das wohl einige Deutsche noch nicht gewusst haben. Ich würde es aber auch nicht direkt als Folge von Macron sehen, sondern nur der "übliche" Streitkampf im Lager der Antieuropäer. Lö Peng hat ja einige Mitstreiter schon verloren ("Die Patrioten") und will nun schauen, wie sie sich ausrichtet bzw. sich ideologisch flexibel anpasst, um nicht im Nirwana zu versinken.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon tabernakel » Di 13. Mär 2018, 14:27

Senexx hat geschrieben:(12 Mar 2018, 21:17) Echte Faschisten waren vorher fast immer mal Sozialisten. Le Pen nicht.

Das ist zwar nicht ganz falsch, aber bei weitem nicht der Punkt. Der Punkt ist dass Radikale jeder Coleur gerne mal die Lager wechseln, von links nach rechts nach religiös und hin und her. Warum? Weil sich all diese Lager in wichtigen kulturellen Kernpunkten einig sind: Ablehnung der Presse die immer so furchtbar böse zu ihnen ist (außer natürlich die eigenen Parteiorgane, die sind super und vor allem objektiv), Wunsch nach Ablösung des "Systems" durch was auch immer (was genau ist gar nicht so wichtig, Hauptsache erst mal weg mit dem bestehenden), und natürlich auch Wunsch bei diesem Umbruch möglichst als Berufsrevoluzzer auszusorgen, sind ja nicht blöde die Schergen. Von daher ist "echte Faschisten waren vorher fast immer mal Sozialisten" irreführend. Richtiger ist wohl dass viele Faschisten vorher mal Sozialisten waren, genauso wie anders herum, und dass einige von denen sich in Zukunft durchaus auch religiös oder sonstwie radikalisieren können. Details wie "internationale" vs "national" werden eher zu unbedeutendem Kleinkram wenn die aktuelle Partnerin oder der Partner aus dem Radikalenmilieu das partou anders sieht. So besehen heisst das bei Le Pen nicht viel, außer vielleicht dass sie sich ihre Lebenspartner aus dem engeren Umfeld gefischt hat ...
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 17. Mär 2018, 23:20

Senexx hat geschrieben:(10 Mar 2018, 23:09)

Selbstverständlich. Frankreich ist zum Beispiel besser in der Verfolgung seiner Interessen und in der Okkupierung und Prägung europäischer Institutionen. Die französischen Eliten sind darin geschult. Und bekommen das auch zu Hause honoriert. Bei uns galt früher: "Hast du einen Opa, schick ihn nach Europa".



Frankreich hat eine reichere Esskultur als D, und die Betreuung von Kindern ist da auch besser. Zudem ist Frankreich mit Abstand das Land was weltweit am meisten Touristen lockt .
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 18. Mär 2018, 10:40

Alpha Centauri hat geschrieben:(17 Mar 2018, 23:20)

Frankreich hat eine reichere Esskultur als D, und die Betreuung von Kindern ist da auch besser. Zudem ist Frankreich mit Abstand das Land was weltweit am meisten Touristen lockt .


Ja, das erzählt man sich; und wenn man danach sucht, dann findet man genau das: Gutes Essen, guten Wein und wohlerzogene junge Leute. Man muß nur aufpassen, daß man beim Suchen nicht dahin kommt, wo Frankreich gruselig sein kann... Stichworte: Silos für Nordafrikaner und Frittenküchen zum Preis des Meisterkochs Bocuse und schaurigen Rot- und Weißwein im Supermarkt. Das gibt es dort auch, leider.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 19. Mär 2018, 12:48

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(11 Mar 2018, 01:08)

den franzosen muss dringend bescheid gestoßen werden, dass das so ned geht...- :mad2:
schlimm genug, dass sie uns über den euro ihre schulden aufhalsen und so auf unsere kosten ihren feudalismus finanzieren wie in bester kolonialzeit...- :mad2:


So ein Quatsch,hast du für deine Behauptungen denn auch Beweise?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Do 22. Mär 2018, 07:06

Streik im öffentlichen Dienst und bei der Bahn

Bei der Bahn Einheitsfront aller Gewerkschaften. Im öffentlichen Dienst nehmen zwei Gewerkschaften, CFDT und UNSA nicht Teil, weil sie den Streik für voreilig halten, in der Sache aber mit den anderen konform gehen.

Es geht um Macrons Plan, seine Ankündigung aus dem Wahlkampf umzusetzen, 120000 Stelen im ÖD abzubauen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » Mo 26. Mär 2018, 19:33

In Frankreich war es für viele Nachrichtensender die Nachricht des Tages. Immerhin hat die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone zum ersten Mal seit 2007 wieder die Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozent eingehalten.

Vor allem aber ist das Haushaltsdefizit Frankreichs mit 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) laut einer Schätzung des Statistikamtes Insee besser ausgefallen als die offizielle Prognose der Regierung von Präsident Emmanuel Macron. Sie war von 2,9 Prozent ausgegangen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... n-ein.html

Vermutlich werden sich die üblichen Verdächtigen nun über die Prognose, die 0,3 Punkte daneben lag, echauffieren :?
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