Macron und die Folgen

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Alpha Centauri
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Alpha Centauri » Di 5. Jun 2018, 23:02

Senexx hat geschrieben:(05 Jun 2018, 23:46)

Sie verstehen das Problem nicht.



Doch sogar sehr gut das Problem heißt Merkel,Polen, Urban, Salvini, Kurz und nicht Macron .
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Di 5. Jun 2018, 23:14

LiberalKonservativ hat geschrieben:(05 Jun 2018, 23:31)

Na, dann verlinken Sie mir doch mal bitte wo ich bei Ihrem "Gespräc mit den Unionsbürgern" teilnehmen kann. Ich bni mir nämlich ziemlich sicher, dass mein Link genau das ist. Und da finden die Werbeveranstaltungen und kein Dialog zu 80% in Schulen statt.

Das werde ich Ihnen gern verlinken, wenn es einen abgestimmten Plan D&F gibt, der in der EU mit den EU-Bürgern besprochen werden kann. Sie erklären hier eine ganz andere Veranstaltung zu diesem geplanten Dialog. Abenteuerlich!
Ich mache niemanden etwas madig, sondern zeige nur auf, weshalb eine Zwangsharmonisierung nicht sonderlich sinnvoll ist.

Sie beschreiben ein unsinniges Vorgehen, um das grundsätzliche Vorgehen als Unsinn dar zu stellen. Die Harmonisierung auf allen Gebieten ist notwendig und sinnvoll. Sie muß aber in sorgfältig angelegten Trippelschritten angesteuert werden.
Habe ich Ihnen letztens schon verlinkt. Wenn Sie meine QUellen nicht lesen, kann ich auch nichts dafür. Das war die gemeinsame Erklärung von Deutschland und Frankreich zum Brexit und oh Wunder, Macrons Visionen ist nur eine etwas konkretisierte Form davon. Sie sind es gerade, der/die sich zu sehr Macron als Held malt.
https://www.auswaertiges-amt.de/de/auss ... -st/281698

Da steht ja alles mögliche; nur der konkrete Handlungsvorschlag fehlt. Eine typische Sonntagsrede. Auch ist Präsident Hollande nicht mit europäischen Plänen in den französischen Wahlkampf eingestiegen, wohl aber der Außenseiter Macron. Und der hat sehr eindrucksvoll zweimal in Folge gewonnen, ganz ohne Zutun des Kanzleramts. Der Mann ist ein Held; da gibt es nichts aus zu malen.
Wenn Sie meinen. Sagen Sie aber dann nicht, es hätte Sie keiner gewarnt, dass eine Transferunion ein reiner Sprengsatz ist. Reicht Ihnen eigentlich Katalonien noch nicht als Warnschuss?


Vieles ist in Europa schon einmal angesprochen worden; so weit richtig. Nur ein verbindliches Wahlprogramm mit Maßnahmen und Vorschlägen hat niemand aus seinen Vorstellungen gemacht. Und sich erfrecht, diese Vorstellungen in Europa umsetzen zu wollen. Da war und ist Präsident Macron einsam hervorgetreten. Seine Rede an der Sorbonne vor der jungen Generation Frankreichs ist bisher einzigartig. Herr Schultz hat sich nicht getraut, einen solchen Wahlkampf zu führen, und Frau Merkel hat in etwa gesagt: "Sie kennen mich!" Nach der Klatsche in den Bundestagswahlen haben wir eine Koalition des Kleinmuts und des Weiterwurstelns in europäischen Fragen.

So sehe ich unsere deutsche Rolle in der EU.
Zuletzt geändert von H2O am Di 5. Jun 2018, 23:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Di 5. Jun 2018, 23:16

LiberalKonservativ hat geschrieben:(06 Jun 2018, 00:08)Es sind allerdings die von Ihnen implizit in Schutz genommen (Juncker, Verhofstadt, Macron, Schulz), die über die Bürger hinweg entscheiden wollen und "mehr Europa"=United States of Europe über das Knie brechen wollen.

Diesen Akteuren geht das Verständnis für Demokratie völlig ab, und es fehlt ihnen an Respekt für die von ihnen Beherrschten.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon nyan cat » Mi 6. Jun 2018, 05:05

Macron ist ein Guter. Bester Präsi, den die Franzosen seit langem hatten.
Unsere Bundesmutti Merkel wird auch oft unterschätzt.

Spitzenpolitiker werden doch immer gehasst. Egal was sie tun.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Orbiter1 » Mi 6. Jun 2018, 06:10

Mit einer französischen Präsidentin Le Pen wäre mein erwartetes Szenario vom Ende des Euro und der EU wie wir sie heute kennen sicher schneller erreicht. Dann würde es in den bevölkerungsreichen EU-Staaten ja wie folgt aussehen.

UK: Bereits auf dem Weg nach draußen
Frankreich: Rechtspopulisten, Euro-feindlich
Italien: Populistenregierung, Euro-skeptisch
Spanien: Wackelige Sozialistenregierung, Sezessionsbestrebungen
Polen: Auf dem Weg in die Autokratie

Mit Macron statt Le Pen und einem aggressiven Russland, China sowie einer USA, die man nicht mehr zum Kreis der Verbündeten zählen kann, hat sich nochmal eine Chance für ein Europa eröffnet das zusammensteht. Aber ich denke die Egoismen und der auch von außen geschürte Nationalismus und Populismus werden sich am Ende durchsetzen. Macron wird mein Szenario nur verzögern, aber nicht verhindern.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mi 6. Jun 2018, 06:23

Orbiter1 hat geschrieben:(06 Jun 2018, 07:10)

Mit einer französischen Präsidentin Le Pen wäre mein erwartetes Szenario vom Ende des Euro und der EU wie wir sie heute kennen sicher schneller erreicht. Dann würde es in den bevölkerungsreichen EU-Staaten ja wie folgt aussehen.

UK: Bereits auf dem Weg nach draußen
Frankreich: Rechtspopulisten, Euro-feindlich
Italien: Populistenregierung, Euro-skeptisch
Spanien: Wackelige Sozialistenregierung, Sezessionsbestrebungen
Polen: Auf dem Weg in die Autokratie

Mit Macron statt Le Pen und einem aggressiven Russland, China sowie einer USA, die man nicht mehr zum Kreis der Verbündeten zählen kann, hat sich nochmal eine Chance für ein Europa eröffnet das zusammensteht. Aber ich denke die Egoismen und der auch von außen geschürte Nationalismus und Populismus werden sich am Ende durchsetzen. Macron wird mein Szenario nur verzögern, aber nicht verhindern.


Da ist etwas dran, wenn auch arg kleinmütig. Es liegt an uns Europäern, unseren Gesprächspartnern dieses drohende Ende immer wieder zu verdeutlichen, damit wenigstens in unserem Wirkungsbereich Klarheit herrscht, wohin die Reise im Schlafwagen geht, wenn die beauftragten Weichensteller nicht endlich tätig werden. Macron ist ein Glücksfall für Europa!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon LiberalKonservativ » Mi 6. Jun 2018, 06:43

Orbiter1 hat geschrieben:(06 Jun 2018, 07:10)

Mit einer französischen Präsidentin Le Pen wäre mein erwartetes Szenario vom Ende des Euro und der EU wie wir sie heute kennen sicher schneller erreicht. Dann würde es in den bevölkerungsreichen EU-Staaten ja wie folgt aussehen.

UK: Bereits auf dem Weg nach draußen
Frankreich: Rechtspopulisten, Euro-feindlich
Italien: Populistenregierung, Euro-skeptisch
Spanien: Wackelige Sozialistenregierung, Sezessionsbestrebungen
Polen: Auf dem Weg in die Autokratie

Mit Macron statt Le Pen und einem aggressiven Russland, China sowie einer USA, die man nicht mehr zum Kreis der Verbündeten zählen kann, hat sich nochmal eine Chance für ein Europa eröffnet das zusammensteht. Aber ich denke die Egoismen und der auch von außen geschürte Nationalismus und Populismus werden sich am Ende durchsetzen. Macron wird mein Szenario nur verzögern, aber nicht verhindern.


Was ist an einem Europa Nationalismus und Populismus eigentlich so viel besser als bei dem Kleinstaaten Nationalismus? Wofür braucht Europa eine INTERVENTIONSTRUPPE? Wir reden nicht von einer Verteidigungs sondern ganz offen und klar von internatonal offensiv einsetzbaren Interventionseinheiten? Will man ein Empire schaffen?

Und Leute wie Macron, Juncker und H20 sind es ja gerade, die mit ihrer antidemokratischen Zwangsintegration ein gerüttelt Maß an Verantwortung dafür tragen, dass es scheitern wird. In 20 Jahren lachen uns die Briten vermutlich aus, das schon ein paar Jahrzehnte früher gesehen zu haben.
Warum zum Teufel kann man nicht einfach beim Binnenmarkt und einer reinen Verteidigungsunion bleiben? Warum muss man unbedingt einen Bundes bzw. eher einen Zentralstaat anstreben?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Orbiter1 » Mi 6. Jun 2018, 08:20

LiberalKonservativ hat geschrieben:(06 Jun 2018, 07:43)

Was ist an einem Europa Nationalismus und Populismus eigentlich so viel besser als bei dem Kleinstaaten Nationalismus?
Das ist kein Europa Nationalismus oder Populismus, sondern ein geeint auftretendes Europa. Und wozu das gebraucht wird habe ich bereits geschrieben. Wir leben in einer Welt des zunehmenden Egoismus, in der das Recht des Stärkeren gilt. Selbst die USA nehmen dieses Recht inzwischen gegenüber den ehemaligen Verbündeten in Anspruch. Wenn für sie die die über jeden Zweifel erhabene Form der Demokratie (die Volksabstimmung) die höchste Priorität hat werden die Staaten Europas untergehen, bei Volksabstimmungen in 27 Ländern würde es nie zu einer gemeinsamen Ausrichtung kommen. Wenn das ihre Position ist, meinetwegen. Der großen Mehrheit reicht aber die parlamentarische Demokratie als Legitimation aus.
Wofür braucht Europa eine INTERVENTIONSTRUPPE? Wir reden nicht von einer Verteidigungs sondern ganz offen und klar von internatonal offensiv einsetzbaren Interventionseinheiten? Will man ein Empire schaffen?
Nein, aber Macron möchte in der Lage sein innerhalb weniger Stunden zu intervenieren, falls das erforderlich ist. Was wäre z.B. gewesen wenn eine EU-Interventionstruppe gleich zu Beginn des Bürgerkriegs in Syrien (und nach den Giftgasangriffen) eingegriffen hätte? Vielleicht hätte man sich die Mio an Flüchtlingen ersparen können. Diese Fähigkeit muß man haben wenn man im Kreis der Großen (USA, China, Russland, zunehmend auch Indien) ernst genommen werden will. Eine Interventionstruppe wird es aber mit Merkel sowieso nicht geben.
Und Leute wie Macron, Juncker und H20 sind es ja gerade, die mit ihrer antidemokratischen Zwangsintegration ein gerüttelt Maß an Verantwortung dafür tragen, dass es scheitern wird.
Keine Ahnung warum sie sich der Realität verweigern. Der Prozess über die zukünftige Gestaltung der EU hat doch gerade erst begonnen. Und von den dreien die sie genannt haben hat nur Macron was mitzubestimmen, als einer von 27.
In 20 Jahren lachen uns die Briten vermutlich aus, das schon ein paar Jahrzehnte früher gesehen zu haben.
Da bin ich mal gespannt wie es den Briten ergehen wird. Bisher haben sich sämtliche Erwartungen und Versprechungen der Brexit-Befürworter als Märchengeschichten und Lügen herausgestellt.
Warum zum Teufel kann man nicht einfach beim Binnenmarkt und einer reinen Verteidigungsunion bleiben?
Was für eine Verteidigungsunion? Zurück zum Binnenmarkt ist ja eines der 5 Szenarien. Kann nicht erkennen dass es dafür eine Mehrheit gibt.
Warum muss man unbedingt einen Bundes bzw. eher einen Zentralstaat anstreben?
Dafür sehe ich auch keine Mehrheit. Es bleibt beim aktuellen Status mit dem Lissabon-Protokoll.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Brainiac » Mi 6. Jun 2018, 08:47

[MOD] Aufräumpause. Hinweis auch für andere Stränge in diesem Unterforum, personenbezogener Spam und Unterstellungen sind zu unterlassen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Brainiac » Mi 6. Jun 2018, 18:16

[MOD] Etwas aufgeräumt, wieder auf.
Persönliche Unterstellungen sind, wie gesagt, zu unterlassen. Das gilt auch für Neuuser in diesem Forum.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon TheManFromDownUnder » Do 7. Jun 2018, 05:24

Bleibtreu hat geschrieben:(05 Jun 2018, 22:56)

Macron ist das Beste, was Frankreich und der EU passieren konnte. Mit wahrer Freude im Herzen war ich zur Wahl gegangen! :) Die unakzeptablen Alternativen waeren Madame PengPeng oder der unsaegliche LinksPopulist Mélenchon gewesen. Beides ausgewiesene EU Gegner und Extremisten. :dead:

Natuerlich ist Macron Vielen unbequem, weil er anpackt, was angepackt werden muss - in Frankreich, wie in der EU. Wer Zukunft nicht aktiv mitgestaltet, dem wird sie von anderen gestaltet.


Stimmt. Macron ist wie ein frischer Wind. Europa braucht Frauen und Maenner mit Courage und Visionen fuer mehr Europa und weniger Nationalstaat,fuer mehr Individualismus und weniger Kollektivismus. Politiker muessen nicht bequem sein und die Vorurteile der Waehler zu ihrem Wahlprogramm machen sondern das tun was langfristig zum Nutzen der Menschen ist.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Do 7. Jun 2018, 06:11

Macron ist nicht frischer Wind, sondern alter Wein in neuen Schläuchen. Seine "Initiativen" werfen Europa im besten Falle um Jahrzehnte zurück, wenn sie es nicht ganz zerstören. Macron ist ein ENArch, mit der DNA und der Hybris der Kaste der französischen Herrscherelite. Mit der ganzen Arroganz und Menschenverachtung, die sie schon immer auszeichnet.

Seine Partei ist das Musterbeispiel eines antidemokratischen Herrschaftsinstruments, eine klassische Führerpartei.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Do 7. Jun 2018, 06:35

Senexx hat geschrieben:(07 Jun 2018, 07:11)

Macron ist nicht frischer Wind, sondern alter Wein in neuen Schläuchen. Seine "Initiativen" werfen Europa im besten Falle um Jahrzehnte zurück, wenn sie es nicht ganz zerstören. Macron ist ein ENArch, mit der DNA und der Hybris der Kaste der französischen Herrscherelite. Mit der ganzen Arroganz und Menschenverachtung, die sie schon immer auszeichnet.

Seine Partei ist das Musterbeispiel eines antidemokratischen Herrschaftsinstruments, eine klassische Führerpartei.


Präsident Macron heimst nun die Lorbeeren ein, die er mit seinem einsamen Kampf einer gegen alle aus dem Nichts heraus im Kampf um die französische Präsidentschaft errungen hat. Hilft ja alles nichts: Ehre, wem Ehre gebührt.

Beckmesser aller Schattierungen arbeiten sich an ihm ab... nicht etwa an seiner Politik. Auch das ist gut so, dann kann er wenigstens in Ruhe sein Programm durchziehen, das er in einzigartiger Weise zum Beginn seiner Bewerbung vorgestellt und damit seine Wettbewerber in den Boden gestampft hat, die nichts dergleichen an zu bieten hatten.

Für die EU ist der Mann ein Glücksfall, weil er wieder mit einem klar umrissenen Programm die EU weiter entwickeln will. Gemeinsam mit seinen französischen und deutschen KollegInnen wird ihm diese Herzensangelegenheit durch Lösungsansätze auch gelingen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon DagDag » Do 7. Jun 2018, 06:40

H2O hat geschrieben:(07 Jun 2018, 07:35)

Präsident Macron heimst nun die Lorbeeren ein, die er mit seinem einsamen Kampf einer gegen alle aus dem Nichts heraus im Kampf um die französische Präsidentschaft errungen hat. Hilft ja alles nichts: Ehre, wem Ehre gebührt.

Beckmesser aller Schattierungen arbeiten sich an ihm ab... nicht etwa an seiner Politik. Auch das ist gut so, dann kann er wenigstens in Ruhe sein Programm durchziehen, das er in einzigartiger Weise zum Beginn seiner Bewerbung vorgestellt und damit seine Wettbewerber in den Boden gestampft hat, die nichts dergleichen an zu bieten hatten.

Für die EU ist der Mann ein Glücksfall, weil er wieder mit einem klar umrissenen Programm die EU weiter entwickeln will. Gemeinsam mit seinen französischen und deutschen KollegInnen wird ihm diese Herzensangelegenheit durch Lösungsansätze auch gelingen.

Richtig, da können wir Deutschen uns ne Scheibe abschauen. Hier schaut man nur während andere sinnbefreit rumbrüllen und selbst nicht wissen was sie wollen.

Im übrigen hast du dich glaube ich verschrieben: nicht Beckmesser, sondern Bettnässer muß das wohl heißen..? Oder? :eek:
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Do 7. Jun 2018, 06:44

DagDag hat geschrieben:(07 Jun 2018, 07:40)

Richtig, da können wir Deutschen uns ne Scheibe abschauen. Hier schaut man nur während andere sinnbefreit rumbrüllen und selbst nicht wissen was sie wollen.

Im übrigen hast du dich glaube ich verschrieben: nicht Beckmesser, sondern Bettnässer muß das wohl heißen..? Oder? :eek:


Als Teil der älteren Generation mag ich daran gar nicht denken; dann doch lieber Beckmesser aus den Meistersingern, der Lichtgestalt mit der quietschenden Kreide vor seiner großen Tafel. :p
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Do 7. Jun 2018, 06:49

H2O hat geschrieben:(07 Jun 2018, 07:35)

Präsident Macron heimst nun die Lorbeeren ein, die er mit seinem einsamen Kampf einer gegen alle aus dem Nichts heraus im Kampf um die französische Präsidentschaft errungen hat. Hilft ja alles nichts: Ehre, wem Ehre gebührt.

Beckmesser aller Schattierungen arbeiten sich an ihm ab... nicht etwa an seiner Politik. Auch das ist gut so, dann kann er wenigstens in Ruhe sein Programm durchziehen, das er in einzigartiger Weise zum Beginn seiner Bewerbung vorgestellt und damit seine Wettbewerber in den Boden gestampft hat, die nichts dergleichen an zu bieten hatten.

Für die EU ist der Mann ein Glücksfall, weil er wieder mit einem klar umrissenen Programm die EU weiter entwickeln will. Gemeinsam mit seinen französischen und deutschen KollegInnen wird ihm diese Herzensangelegenheit durch Lösungsansätze auch gelingen.

Diese Lobhudelei ist kaum zu ertragen und sachlich völlig daneben.

Macron macht nichts weiter als französische Interessenpolitik. Brutale Interessenpolitik.

Das Medianeinkommen der Franzosen liegt um mehrere Tausend Euro über dem der Deutschen. Das Pro-Kopf-Vermögen ist deutlich höher, um ein Drittel oder 60000 Euro, die Franzosen gehen mit 62 und früher in Rente.

Um das weiter zu finanzieren, braucht er Zugriff auf das Geld der Deutschen. Er will die Interessen der Franzosen verteidigen und die Deutschen weiter pauperisieren.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Do 7. Jun 2018, 06:55

Senexx hat geschrieben:(07 Jun 2018, 07:49)

Diese Lobhudelei ist kaum zu ertragen und sachlich völlig daneben.

Macron macht nichts weiter als französische Interessenpolitik. Brutale Interessenpolitik.

Das Medianeinkommen der Franzosen liegt um mehrere Tausend Euro über dem der Deutschen. Das Pro-Kopf-Vermögen ist deutlich höher, die Franzosen gehen mit 62 und früher in Rente.

Um das weiter zu finanzieren, braucht er Zugriff auf das Geld der Deutschen. Er will die Interessen der Franzosen verteidigen und die Deutschen weiter pauperisieren.


Mag ja sein, daß Sie vor lauter Mißgunst hinter jedem Busch 1.000 kriegslüsterne Indianer befürchten. Uns Deutschen geht es gut; wenn die französischen Freunde mit offenen Armen auf uns zu gehen, dann ist das nur erfreulich. Die wollen etwas von uns; wir sollten uns nicht verweigern, sondern Europa gemeinsam voran bringen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Do 7. Jun 2018, 07:35

H2O hat geschrieben:(07 Jun 2018, 07:55)

Mag ja sein, daß Sie vor lauter Mißgunst hinter jedem Busch 1.000 kriegslüsterne Indianer befürchten. Uns Deutschen geht es gut; wenn die französischen Freunde mit offenen Armen auf uns zu gehen, dann ist das nur erfreulich. Die wollen etwas von uns; wir sollten uns nicht verweigern, sondern Europa gemeinsam voran bringen.

Warum bleiben Sie denn nicht bei den Fakten? Ich habe sie oben benannt.

Und warum versuchen Sie mich wieder einmal zu verunglimpfen? Weil Ihnen die Argumente fehlen?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Do 7. Jun 2018, 08:05

Grundeinkommen soll erprobt werden

Der Sozialist Benoît Hamon hatte im Wahlkampf ein BGE propagiert. Wie wir wissen, wurde er vernichtend geschlagen. Nun wollen, wie Le Monde heute berichtet, 13 sozialistisch regierte Departments eben diese BGE erproben. Es soll die Sozialhilfe ersetzen, auch erstmals die 18-21jährigen einbeziehen und ohne weitere Prüfung gewährt werden, aber mit steigendem Einkommen abgeschmolzen werden. Man will unter anderen die Sozialgerichtsstreitigkeiten damit eindämmen. National gesehen würde die Einführung des Modells 25,7 Milliarden Euro kosten.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Do 7. Jun 2018, 08:14

Senexx hat geschrieben:(07 Jun 2018, 08:35)

Warum bleiben Sie denn nicht bei den Fakten? Ich habe sie oben benannt.

Und warum versuchen Sie mich wieder einmal zu verunglimpfen? Weil Ihnen die Argumente fehlen?


Das sind aber Ihre Fakten, nicht meine. Und die lehne ich als feindseliges Gerede so ab, wie ich das hier zum Ausdruck gebracht habe... immerhin noch freundlich.

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