Macron und die Folgen

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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » So 14. Jan 2018, 19:12

Senexx hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:06)

Ja, ja. So was schreiben deutsche Medien.

Wenn renommierte Wissenschaftler zitiert werden, ist es recht unerheblich, ob es in der deutschen, britischen oder französischen Presse abgedrückt wird. Aber wenn jemand sich wie Du erst ein Feindbild aussucht und danach bei allem, was nicht ins Weltbild passt, in Erklärungsnot gerät, kann man sich natürlich mit Pressebashing begnügen statt eigene Argumente zu haben. Das sind die Relikte der Generation Bildungskatastrophe. Aber freut mich, dass ich, der in mehreren Ländern lebte und die Landessprachen noch beherrsche, vorgeworfen kriege, keine Fremdsprachen zu beherrschen, weil ich als Deutscher überwiegend in der deutschen Presselandschaft unterwegs bin. Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber so kennt man es von Antieuropäern. Wenig Wissen mit Vorurteilen füllen und dies dann zu Fakten erklären.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » So 14. Jan 2018, 19:16

H2O hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:09)

In den Berichten über durchgeführte Reformen findet man fast nebenbei, daß Präsident Macron sich zuvor sehr gründlich mit den maßgeblichen Gewerkschaften abgestimmt hatte. Immerhin konnte er auch auf ein umfassendes Wahlprogramm zurück greifen, in dem er die französischen Übel beim Namen genannt hatte und auch die Abhilfen beschrieb. So überraschend kommen also diese Abläufe gar nicht. Die politische Mehrheit steht dahinter.

Sicher, aber die Gewerkschaften in Frankreich sollte man nicht überbewerten, auch wenn das hierzulande gerne getan wird. In kaum einem OECD-Land sind so wenige Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert wie in Frankreich. Die Gewerkschaften dort haben eher etwas von sektiererischen Trotzkisten- bzw. Nostalgievereinen. Proteste kommen da meist aus der Politik oder direkt den Konzernen, was bei letzterem auch an der Gesetzgebung liegt, da es bei Problemen keine Anlaufstellen gibt wie bei uns z.B. die Arbeitsgerichte. Wird der Lohn nicht ausgezahlt, wird der Chef halt mal eingesperrt. Und sein Reformprogramm wurde ja nicht nur von den Linken (Melenchon etc.) heftig kritisiert, sondern auch von den Rechten, die "glücklicherweise" derzeit mehr mit sich selbst beschäftigt sind und ihren Höhenflug dankenswerterweise beenden wollen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » So 14. Jan 2018, 19:22

frems hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:16)

Sicher, aber die Gewerkschaften in Frankreich sollte man nicht überbewerten, auch wenn das hierzulande gerne getan wird. In kaum einem OECD-Land sind so wenige Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert wie in Frankreich. Die Gewerkschaften dort haben eher etwas von sektiererischen Trotzkisten- bzw. Nostalgievereinen. Proteste kommen da meist aus der Politik oder direkt den Konzernen, was bei letzterem auch an der Gesetzgebung liegt, da es bei Problemen keine Anlaufstellen gibt wie bei uns z.B. die Arbeitsgerichte. Wird der Lohn nicht ausgezahlt, wird der Chef halt mal eingesperrt. Und sein Reformprogramm wurde ja nicht nur von den Linken (Melenchon etc.) heftig kritisiert, sondern auch von den Rechten, die "glücklicherweise" derzeit mehr mit sich selbst beschäftigt sind und ihren Höhenflug dankenswerterweise beenden wollen.


Die genannten sozialpolitischen Umstände sind sicher irgendwann Gegenstand des Harmonisierungsprogramms in der deutsch-französischen Planung für die Weiterentwicklung der EU. Wenn die GroKo am Ende Fahrt aufnimmt, dann gibt es endlich auch Bewegung in der EU in Richtung vertiefter Zusammenarbeit, zuerst mit Frankreich, und danach in der Gemeinschaft der Willigen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » So 14. Jan 2018, 19:27

H2O hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:22)

Die genannten sozialpolitischen Umstände sind sicher irgendwann Gegenstand des Harmonisierungsprogramms in der deutsch-französischen Planung für die Weiterentwicklung der EU. Wenn die GroKo am Ende Fahrt aufnimmt, dann gibt es endlich auch Bewegung in der EU in Richtung vertiefter Zusammenarbeit, zuerst mit Frankreich, und danach in der Gemeinschaft der Willigen.

Mich hat's ja positiv überrascht, dass Europa bei den Sondierungspapieren symbolisch gleich an die erste Stelle gesetzt wurde und die nationalen Themen erst im Anschluss. Aber ich glaube noch nicht so recht daran, dass es mit der GroKo klappt. Die SPD-Mitglieder wirken nicht sonderlich überzeugt und das jüngste Gepolter der CSU gegen Kritiker der CSU [edit: also in der SPD] ("Zwergenaufstand beenden") war auch nicht sonderlich produktiv, um eine Mehrheit zu bekommen. Sollte es aber eine Minderheitsregierung der CDU geben, bin ich ganz zuversichtlich, dass sich die SPD proeuropäischen Initiativen nicht verschließen wird, sondern mit Druck konstruktiv begleitet. Bei Jamaika fand ich es enttäuschend, dass die FDP mit platten, populistischen Sprüchen auftrat und das Märchen vom Franzosen, der unser schönes Geld klauen will, anstimmte. Ärgerlich wären Neuwahlen, weil sie wertvolle Zeit für die europäische Integration vertrödeln würden.
Zuletzt geändert von frems am So 14. Jan 2018, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » So 14. Jan 2018, 19:32

frems hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:27)

Mich hat's ja positiv überrascht, dass Europa bei den Sondierungspapieren symbolisch gleich an die erste Stelle gesetzt wurde und die nationalen Themen erst im Anschluss. Aber ich glaube noch nicht so recht daran, dass es mit der GroKo klappt. Die SPD-Mitglieder wirken nicht sonderlich überzeugt und das jüngste Gepolter der CSU gegen Kritiker der CSU ("Zwergenaufstand beenden") war auch nicht sonderlich produktiv, um eine Mehrheit zu bekommen. Sollte es aber eine Minderheitsregierung der CDU geben, bin ich ganz zuversichtlich, dass sich die SPD proeuropäischen Initiativen nicht verschließen wird, sondern mit Druck konstruktiv begleitet. Bei Jamaika fand ich es enttäuschend, dass die FDP mit platten, populistischen Sprüchen auftrat und das Märchen vom Franzosen, der unser schönes Geld klauen will, anstimmte. Ärgerlich wären Neuwahlen, weil sie wertvolle Zeit für die europäische Integration vertrödeln würden.


Hoffen wir, daß sich die Vernunft in allen Parteien Bahn bricht. Weiter vertrödelte Zeit tut nicht nur Ihnen weh!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » So 14. Jan 2018, 19:36

frems hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:12)

Wenn renommierte Wissenschaftler zitiert werden, ist es recht unerheblich, ob es in der deutschen, britischen oder französischen Presse abgedrückt wird.

Sie meinen, wenn "Wissenschaftler" ihre unmaßgebliche Meinung abgeben, hat das Relevanz?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » So 14. Jan 2018, 19:40

H2O hat geschrieben:(06 Jan 2018, 09:55)

Mit guten Spanisch- und Italienischkenntnissen können Sie sich mit etwas eigener Anstrengung sehr rasch auch in das Französische hinein arbeiten. Ich war von frühen Zeiten an immer im Französischen gut unterwegs. Dann mußte ich unbedingt Italienisch beherrschen... und siehe da, mit einer geduldigen Lehrerin klappte das nach etwa 1 Jahr (4 Wochenstunden Privatunterricht)... und zwar umfassend. Für Italienisch gibt es auch sehr gute Übungsmittel des Klett-Verlags, die man morgens bei der Anfahrt zur Arbeitsstelle gut abhören konnte... Vokabeln und Redewendungen im Alltag. Ich bin fast sicher, daß es die auch für Französisch gibt. Und ansonsten: Lesen, lesen, lesen...

Solche Hilfsmittel vermisse ich für Polnisch, zumal die Sprache eine ziemlich verzwickte Grammatik vorlegt. Das war deshalb sehr mühselig!

Sie behaupten also, passable Französisch- und Italienisch-Kenntnisse zu besitzen und die Nützlichkeit von Spanisch-Kenntnissen beurteilen zu können?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » So 14. Jan 2018, 19:41

Senexx hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:36)

Sie meinen, wenn "Wissenschaftler" ihre unmaßgebliche Meinung abgeben, hat das Relevanz?

Nein, natürlich nicht. Vor gebildeten Menschen muss man sich in Acht nehmen. Besser sind die verstaubten Parolen der Stammtische, die seit Jahrzehnten die gleich sind. Ökonomische Indikatoren und Fakten sind ganz schrecklich, wenn man sich darauf verständigt hat, dass alles, was Macron sagt oder tut, "falsch" ist. :thumbup:
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » So 14. Jan 2018, 19:45

Senexx hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:40)

Sie behaupten also, passable Französisch- und Italienisch-Kenntnisse zu besitzen und die Nützlichkeit von Spanisch-Kenntnissen beurteilen zu können?


Dieser Meinung bin ich durchaus, schon weil ich diese Kenntnisse beruflich brauchte. Ich finde aber Ihre Fragestellung äußerst anmaßend... wie schon öfter hier in diesem Forum.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » So 14. Jan 2018, 20:35

H2O hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:45)

Dieser Meinung bin ich durchaus, schon weil ich diese Kenntnisse beruflich brauchte. Ich finde aber Ihre Fragestellung äußerst anmaßend... wie schon öfter hier in diesem Forum.

Anmaßend? Sie finden Fragen anmaßend?

Fragen signalisieren doch erst einmal Interesse.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » So 14. Jan 2018, 21:10

Senexx hat geschrieben:(14 Jan 2018, 20:35)

Anmaßend? Sie finden Fragen anmaßend?

Fragen signalisieren doch erst einmal Interesse.


Die Form der Fragestellung signalisiert erst einmal Unglauben und Mißtrauen. Was berechtigt Sie dazu?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » So 14. Jan 2018, 21:15

Interessant jedenfalls, welche Stile die fundamentalistischen Frankreichgegner so auspacken. Erst kommen die platten Sprüche aus der Napoleon-Zeit, wonach man die Deutschen kulturell unterwerfen will, gepaart mit Parolen, Franzosen würden alle keine Fremdsprachen mögen und dies habe irgendwas zu bedeuten. Kommen ein paar wissenschaftliche Aussagen, echauffiert man sich populistisch über die "deutsche Presse" und wirft anschließend Usern vor, sie hätten keine Fremdsprachkenntnisse, was man wiederum auch nicht wissen kann. Setzt man dies in Bezug auf sonstige Sprüche, die vor allem Bildungsdefizite über EU-Strukturen offenbarten, ist das schon etwas skurril. Fakten oder zumindest ein paar sachliche verbal-argumentative Einwände sucht man vergeblich.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » So 14. Jan 2018, 21:44

H2O hat geschrieben:(14 Jan 2018, 21:10)

Die Form der Fragestellung signalisiert erst einmal Unglauben und Mißtrauen. Was berechtigt Sie dazu?

Mich hat eher Ihr Beitrag überrascht.

Aber ich begrüße natürlich grundsätzlich Fremdsprachenkenntnisse. Vielleicht bringt uns das ja auch im Forum weiter.

Nachdem Sie es ja bis in die Moderatorenränge geschafft haben, könnten Sie sich doch anheischig machen, für das Forum französisch- und italienischsprachige Links zu prüfen. So dass zumindest für Französisch und Italienisch die unselige Beschränkung auf deutsch- und englischsprachige Links aufgehoben werden könnte. Das wäre ein wirklicher Fortschritt.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » So 14. Jan 2018, 22:15

Senexx hat geschrieben:(14 Jan 2018, 21:44)

Mich hat eher Ihr Beitrag überrascht.

Aber ich begrüße natürlich grundsätzlich Fremdsprachenkenntnisse. Vielleicht bringt uns das ja auch im Forum weiter.

Nachdem Sie es ja bis in die Moderatorenränge geschafft haben, könnten Sie sich doch anheischig machen, für das Forum französisch- und italienischsprachige Links zu prüfen. So dass zumindest für Französisch und Italienisch die unselige Beschränkung auf deutsch- und englischsprachige Links aufgehoben werden könnte. Das wäre ein wirklicher Fortschritt.


Na gut, ich regele meinen Zorn herunter. Natürlich könnte ich italienische und französische (übrigens auch polnische) Quellen prüfen. Wenn ich solche ausnahmsweise nenne, dann fasse ich auch den Inhalt davon in meinem Beitrag zusammen... und damit habe ich bisher noch keinen Ärger bekommen. Aber das Forum hat sicher nicht zum Ziel, die Vielsprachigkeit seiner Nutzer auf die Probe zu stellen, oder weniger sprachbegabte Teilnehmer praktisch von einer sinnvollen Teilnahme aus zu schließen. Geben wir uns also mit Englisch als zugelassener Sprache auch für Beiträge zufrieden.

Es ist doch fast verrückt: Englischsprachige Quellen nutze ich so gut wie nie, oder ich merke das überhaupt nicht. Ach, Wichtigkeit!
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Weitere Gute Nachrichten aus Frankreich

Beitragvon Senexx » So 14. Jan 2018, 23:11

30 Abgeordnete von Macrons LRM haben sich unter der Führung der ehemaligen Sozialistin und derzeitigen Vorsitzenden des Sozialausschusses im Parlament, Brigitte Bourguignon, zu einem Bündnis zusammengeschlossen, weil sie meinen, dass Sozialfragen von der LRM-Mehrheit "erstickt" würden.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » So 14. Jan 2018, 23:26

Senexx hat geschrieben:(14 Jan 2018, 23:11)

30 Abgeordnete von Macrons LRM haben sich unter der Führung der ehemaligen Sozialistin und derzeitigen Vorsitzenden des Sozialausschusses im Parlament, Brigitte Bourguignon, zu einem Bündnis zusammengeschlossen, weil sie meinen, dass Sozialfragen von der LRM-Mehrheit "erstickt" würden.


Überzeugung, gekränkte Eitelkeit der zu kurz Gekommenen... wer will das mit Sicherheit sagen?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 15. Jan 2018, 21:19

H2O hat geschrieben:(14 Jan 2018, 19:22)

Die genannten sozialpolitischen Umstände sind sicher irgendwann Gegenstand des Harmonisierungsprogramms in der deutsch-französischen Planung für die Weiterentwicklung der EU. Wenn die GroKo am Ende Fahrt aufnimmt, dann gibt es endlich auch Bewegung in der EU in Richtung vertiefter Zusammenarbeit, zuerst mit Frankreich, und danach in der Gemeinschaft der Willigen.



Richtig, die Vorschläge Macrons bezüglich einer grundlegenden Reform der EU.gehen jedenfalls in die richtige und längst notwendige Richtung.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Mo 15. Jan 2018, 21:28

Alpha Centauri hat geschrieben:(15 Jan 2018, 21:19)

Richtig, die Vorschläge Macrons bezüglich einer grundlegenden Reform der EU.gehen jedenfalls in die richtige und längst notwendige Richtung.


Selbst die EU-Kommission hat die Vorschläge längst abgelehnt.

Sie wären sowieso an der notwendigen Einstimmigkeit gescheitert.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mo 15. Jan 2018, 21:30

Alpha Centauri hat geschrieben:(15 Jan 2018, 21:19)

Richtig, die Vorschläge Macrons bezüglich einer grundlegenden Reform der EU.gehen jedenfalls in die richtige und längst notwendige Richtung.


Ich meine inzwischen auch, daß Präsident Macron seinen triumphalen Doppelsieg seiner sehr klaren Haltung zur EU verdankt. Da stach ja der Gegensatz zu Frau LePen besonders hervor: Sie hätte das Ende des europäischen Projekts herbei geführt.

Dieses Vertrauen hat Präsident Macron mit der "Ode an die Freude" beantwortet. Ach, manchmal wünsche ich mir auch etwas mehr Glanz in unserem ansonsten so soliden Eigenheim! Mal sehen, was unsere neue Bundesregierung inszenieren wird: Das wäre doch einmal etwas!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 15. Jan 2018, 21:36

Tja hier gibt es eben keinen Macron. Er braucht aber auch verlässliche Partner um seine Reform Pläne auch um setzen zu können. Nur bei einer stock konservativ gestimmten CSU mit ihrem teils rückwärts gewandten Provinzlertum im der Regierung wäre ich mir da nicht so sicher.

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