Macron und die Folgen

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frems
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » Mi 1. Nov 2017, 20:46

Dieter Winter hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:44)

Darauf würde ich nicht wetten, wenn er so weitermacht.

Ich hatte es gar nicht politisch gemeint, sondern dass er selbst mit Konsequenzen in 30, 40 Jahren noch leben muss. Das trifft auf einen Schäuble -- man möge ihm nicht zu nahetreten -- wohl eher nicht zu.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Nomen Nescio
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 1. Nov 2017, 20:59

H2O hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:22)

So schnell schießen die Preußen auch hier nicht. Aber Ihre Erwartung muß ich noch viele Jahrzehnte enttäuschen, daß in einem Forum dieser Art "jeder Europäer" in seiner Lieblingssprache bedient werden kann. Bis zum massenhaften Einsatz von hochwertigen automatischen Übersetzungsprogrammen dürfte noch sehr viel Wasser den Rhein hinab fließen. Schade, eigentlich!

vermutlich ist es weil sowohl belgien wie NL ein kleines land ist. in flandern jedenfalls und bei uns bekommen die schüler die ein einfaches programm gefolgt haben 2 jahre französisch und deutsch. englisch alle jahre.
wer weiter studieren will, muß bis zu abitur französisch, englisch und deutsch lernen, obwohl er z.z. F oder D in den letzten jahren fallen lassen darf. darum werden bei uns »fremde« ausdrücke regelmäßig verwendet.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Do 2. Nov 2017, 10:02

frems hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:33)

Man bremst doch nicht nur zur Zeit, sondern seit Jahren. Das war unter Schwarz-Rot und Schwarz-Gelb nicht nennenswert anders. Und dieses Wahlkampfgesabbel von "deutschen Kassen" bzw. "deutschem Geld" ist doch auch mal abgedroschen. Wie oft müssen andere Staats- und Regierungschefs denn noch mitteilen, dass es in ihrem Leben auch noch andere Dinge gibt als die armen Deutschen finanziell auszuquetschen? Bei mir weckt sowas immer sehr unangenehme Assoziationen aus. Erst recht, wenn es z.B. darum geht, Kosten für alle zu senken, bspw. durch bessere Abstimmungen bei Rüstungsprojekten, einem gemeinsamen Geheimdienst oder einem effizienteren Grenzschutz. Und da ist Frankreich selbst einer der größten Nettozahler, genau wie Italien.


Ich rege mich ja nur deshalb auf, weil dieser Zugriff auf das Geld der anderen ein Dauerthema ist. "Abgedroschen" ist das passende Wort dazu. So wie Sie sich aufregen, daß die stetige Abwehr von deutscher Seite diesen Dränglern allmählich auf die Nerven geht.

Na, niemand wird sich aufregen, wenn wir gemeinsam Geld einsparen können, indem wir unsere Anstrengungen zusammen fassen. Auch da gilt es hellwach zu sein, denn unsere Partner haben durchweg gut aufgestellte Betriebe der Rüstungswirtschaft... und schon geht es darum, den Löwenanteil der Gemeinschaftsbeiträge auf die eigenen Mühlen zu leiten. Politiker sind diese Leute nämlich auch, und Wahlen finden immer wieder statt.

In der Zeit, in der die neue Bundesregierung noch nicht handeln kann, müssen Fragen behandelt werden, die keine deutsche Finanzleistung voraussetzen. Davon gibt es wahrlich genügend viele im Bereich der Regelbrüche. Die faßt aber niemand wirklich an, weil man dann auch mit sich selbst ins Gericht gehen müßte.

Allerdings erwarte ich auch nach Beschlußfähigkeit der Bundesregierung Druck und Schwung im Verein mit den französischen Partnern. Wesentlich ist dabei, daß das europäische Projekt voran kommt. Dann, aber nur dann, ist deutsches Geld gut angelegtes Geld!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Alpha Centauri » Do 2. Nov 2017, 10:11

H2O hat geschrieben:(02 Nov 2017, 10:02)

Ich rege mich ja nur deshalb auf, weil dieser Zugriff auf das Geld der anderen ein Dauerthema ist. "Abgedroschen" ist das passende Wort dazu. So wie Sie sich aufregen, daß die stetige Abwehr von deutscher Seite diesen Dränglern allmählich auf die Nerven geht.

Na, niemand wird sich aufregen, wenn wir gemeinsam Geld einsparen können, indem wir unsere Anstrengungen zusammen fassen. Auch da gilt es hellwach zu sein, denn unsere Partner haben durchweg gut aufgestellte Betriebe der Rüstungswirtschaft... und schon geht es darum, den Löwenanteil der Gemeinschaftsbeiträge auf die eigenen Mühlen zu leiten. Politiker sind diese Leute nämlich auch, und Wahlen finden immer wieder statt.

In der Zeit, in der die neue Bundesregierung noch nicht handeln kann, müssen Fragen behandelt werden, die keine deutsche Finanzleistung voraussetzen. Davon gibt es wahrlich genügend viele im Bereich der Regelbrüche. Die faßt aber niemand wirklich an, weil man dann auch mit sich selbst ins Gericht gehen müßte.

Allerdings erwarte ich auch nach Beschlußfähigkeit der Bundesregierung Druck und Schwung im Verein mit den französischen Partnern. Wesentlich ist dabei, daß das europäische Projekt voran kommt. Dann, aber nur dann, ist deutsches Geld gut angelegtes Geld!



Hier wird immer so getan als finanziere ein Land alleine die gesamte EU (Stichwort:Zahlmeister Alemania) völliger Schwachsinn.

Es braucht längst einen gemeinsamen EU Haushalt inklusive Finanzminister, Außenpolitik,Steuerpolitik, kurz die Vertiefung der EU politisch.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Do 2. Nov 2017, 10:30

Alpha Centauri hat geschrieben:(02 Nov 2017, 10:11)

Hier wird immer so getan als finanziere ein Land alleine die gesamte EU (Stichwort:Zahlmeister Alemania) völliger Schwachsinn.

Es braucht längst einen gemeinsamen EU Haushalt inklusive Finanzminister, Außenpolitik,Steuerpolitik, kurz die Vertiefung der EU politisch.


Genau so ist es! Wäre die EU das, was Sie hier ausbreiten.... ich wäre glücklich, dieses Projekt auch unter Entbehrungen fördern zu können. So wie wir Deutschen unsere Wiedervereinigung gefördert haben und fördern werden... so muß auch das europäische Projekt gefördert werden... die vertiefte Zusammenarbeit auf allen Gebieten.

Und nun sehen Sie sich das Treiben der Nationalstaaten in der EU an, und welche Dinge mit (auch!) deutschem Geld gefördert werden. Da halte ich zähe Zurückhaltung für das Gebot der Stunde.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mo 1. Jan 2018, 10:15

Der französische Staatspräsident hat seinen ersten Jahreswechsel im Amt erlebt. Ganz offenbar hat er viel von dem umgesetzt, was er seinen Landsleuten im Wahlkampf um die Präsidentschaft versprochen hatte. Daher gehen seine Zustimmungswerte nun wieder nach oben, nachdem sich zeitweise viele seiner Landsleute wegen der sozialen Zumutungen von ihm verärgert abgewandt hatten. Für 2018 hat er sich eine Reform im Gesundheitswesen und ein Programm zur Unterbringung Obdachloser vorgenommen. Drücken wir ihm nachbarlich die Daumen.

http://www.epochtimes.de/politik/europa ... 09254.html

Leider sind wir Deutschen noch immer in eigenem Klein-Klein einer Regierungsbildung gefangen... mit der schlimmsten Aussicht auf Neuwahlen ohne Fortschritt für eine stabile Regierung! Aber Präsident Macron baut auf seine deutschen Freunde und Partner, um das europäische Projekt wieder voran bringen zu können. Allein kann Frankreich das so wenig bewerkstelligen wie Deutschland. "Einigkeit macht stark!" ist der Leitspruch der bulgarischen EU-Präsidentschaft. Das gilt in besonderer Weise für das Wunder der deutsch-französischen Freundschaft, die auch schon einmal einen konstruktiven Streit verkraften kann. Aber nun wird es höchste Zeit, daß unser Land wieder Tritt faßt und seinen Beitrag zum europäischen Projekt leistet.

Auf jeden Fall sind wir Europäer dem französischen Präsidenten Macron zu Dank verpflichtet, weil er als einziger europäischer Politiker von Rang das europäische Projekt wieder auf die Tagesordnung gesetzt hat und das europäische Projekt hoffentlich bald auch mit seinen deutschen Partnern wieder in Schwung bringt. Meine Hoffnungen und guten Wünsche sind mit Präsident Macron und unseren französischen Nachbarn!
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Mo 1. Jan 2018, 11:15

H2O hat geschrieben:(01 Jan 2018, 10:15)

Der französische Staatspräsident hat seinen ersten Jahreswechsel im Amt erlebt. Ganz offenbar hat er viel von dem umgesetzt, was er seinen Landsleuten im Wahlkampf um die Präsidentschaft versprochen hatte. Daher gehen seine Zustimmungswerte nun wieder nach oben, nachdem sich zeitweise viele seiner Landsleute wegen der sozialen Zumutungen von ihm verärgert abgewandt hatten.

Mal wieder nur die halbe Wahrheit, wie so oft.

Seine Popularität ist um 6 Prozentpunkte gestiegen, auf 50%, nachdem er vorher Tiefenrekord aufgestellt hatte. Und warum? Weil 73% glauben, dass er die egoistischen Interessen der Franzosen im Ausland gut vertritt. Gleichzeitig meinen 57%, dass ihm die wirklichen Sorgen der Franzosen einen feuchten Kehrricht scheren.

Auf einen Nenner gebracht: Präsident der Reichen und der auf der Sonnenseite, aber immerhin versucht er wenigstens weiter an das Geld der Deutschen zu kommen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mo 1. Jan 2018, 11:22

Senexx hat geschrieben:(01 Jan 2018, 11:15)

Mal wieder nur die halbe Wahrheit, wie so oft.

Seine Popularität ist um 6 Prozentpunkte gestiegen, auf 50%, nachdem er vorher Tiefenrekord aufgestellt hatte. Und warum? Weil 73% glauben, dass er die egoistischen Interessen der Franzosen im Ausland gut vertritt. Gleichzeitig meinen 57%, dass ihm die wirklichen Sorgen der Franzosen einen feuchten Kehrricht scheren.

Auf einen Nenner gebracht: Präsident der Reichen und der auf der Sonnenseite, aber immerhin versucht er wenigstens weiter an das Geld der Deutschen zu kommen.


Na, jetzt muß ich Sie einmal ein wenig loben: Immerhin sagen Sie, was Ihrer Ansicht nach Sache ist. Folgen Sie damit einem guten Vorsatz für das Neue Jahr? Geht doch! :)
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Di 2. Jan 2018, 08:35

Macron treibt sein Projekt der Zentralisierung Frankreichs entschlossen weiter voran. Er will nun die bereits für 2018 reduzierte "Taxe d'habitation" (Wohnungssteuer) ganz abschaffen. Diese Steuer im Umfang von 21 Milliarden Euro ist eine wesentliche Finanzquelle der Gebietskörperschaften, die er ja mit der Abschaffung der Finanzausgleichszahlungen im letzten Jahr schon stranguliert hat.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon pikant » Di 2. Jan 2018, 09:44

Senexx hat geschrieben:(02 Jan 2018, 08:35)

Macron treibt sein Projekt der Zentralisierung Frankreichs entschlossen weiter voran. Er will nun die bereits für 2018 reduzierte "Taxe d'habitation" (Wohnungssteuer) ganz abschaffen. Diese Steuer im Umfang von 21 Milliarden Euro ist eine wesentliche Finanzquelle der Gebietskörperschaften, die er ja mit der Abschaffung der Finanzausgleichszahlungen im letzten Jahr schon stranguliert hat.


diese Abschaffung wird aber in Frankreich bfuerwortet und entlastet die Hauseigentuemer und wird zu geringeren Miegen fuehren :)
gegen dieses Vorhaben geht kein Buerger auf die Strasse :)
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Di 2. Jan 2018, 09:48

pikant hat geschrieben:(02 Jan 2018, 09:44)

diese Abschaffung wird aber in Frankreich bfuerwortet und entlastet die Hauseigentuemer und wird zu geringeren Miegen fuehren :)
gegen dieses Vorhaben geht kein Buerger auf die Strasse :)


Sie meinen, die 21 Milliarden wurden bisher in den Sparstrumpf gelegt, so dass man sie einfach wegfallen lassen kann? Oder was hat man damit gemacht?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon pikant » Di 2. Jan 2018, 09:50

Senexx hat geschrieben:(02 Jan 2018, 09:48)

Sie meinen, die 21 Milliarden wurden bisher in den Sparstrumpf gelegt, so dass man sie einfach wegfallen lassen kann? Oder was hat man damit gemacht?


ist ne sinnvolle Massnahme von Macron und entlastet Buerger!
mehr netto - gut :thumbup:
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Di 2. Jan 2018, 09:54

Das ist keine Antwort auf meine Frage.

Was glauben Sie, wäre bei uns los, wenn man den Gebietskörperschaften einfach 21 Milliarden streichen würde?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Di 2. Jan 2018, 09:59

Meine Vermutung: Diese Steuerentlastung ist Teil einer Zurücknahme der öffentlichen Verwaltungen, denen so die Steuermittel entzogen werden. Das eingesparte Geld wird so Handwerkern und Kaufleuten zufließen. Ein Strukturwandel von mehr Staat zu mehr Privatwirtschaft.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon pikant » Di 2. Jan 2018, 10:01

Senexx hat geschrieben:(02 Jan 2018, 09:54)

Das ist keine Antwort auf meine Frage.

Was glauben Sie, wäre bei uns los, wenn man den Gebietskörperschaften einfach 21 Milliarden streichen würde?


man streicht nichts, sondern die Nationalversammlung schafft eine Steuer ab, die Hauseigentuemer und Mieder entlastet.
Hoffentlich fuehrt man dafuer nicht eine neue Steuer ein und das wird in Frankreich beim Buerger diskutiert und nicht die Ausnahmeeinfaelle der Gemeinden.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon pikant » Di 2. Jan 2018, 10:02

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2018, 09:59)

Meine Vermutung: Diese Steuerentlastung ist Teil einer Zurücknahme der öffentlichen Verwaltungen, denen so die Steuermittel entzogen werden. Das eingesparte Geld wird so Handwerkern und Kaufleuten zufließen. Ein Strukturwandel von mehr Staat zu mehr Privatwirtschaft.


das wird vom Buerger in der riesengrossen Mehrheit befuerwortet und sowas ist begruessenswert und mutig.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Di 2. Jan 2018, 10:03

Senexx hat geschrieben:(02 Jan 2018, 09:54)

Das ist keine Antwort auf meine Frage.

Was glauben Sie, wäre bei uns los, wenn man den Gebietskörperschaften einfach 21 Milliarden streichen würde?


Kann ich nicht beurteilen; aber der französische Zentralstaat ist nun einmal ganz anders aufgebaut als unsere gemütliche Bundesrepublik Deutschland. Da sind solche Vergleiche nicht besonders sinnvoll.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Senexx » Di 2. Jan 2018, 10:06

H2O hat geschrieben:(02 Jan 2018, 09:59)

Meine Vermutung: Diese Steuerentlastung ist Teil einer Zurücknahme der öffentlichen Verwaltungen, denen so die Steuermittel entzogen werden. Das eingesparte Geld wird so Handwerkern und Kaufleuten zufließen. Ein Strukturwandel von mehr Staat zu mehr Privatwirtschaft.

Das Geld bleibt zunächst mal in den Taschen der Entlasteten. Wohin es fließt, ist ungewiss.

Aber auch vorher wurde das Geld schon ausgegeben.

Das ganze Projekt ist ein Angriff auf die Subsidiarität und eine Stärkung des Zentralismus. Genau das, was Macron mit seiner EU-Reform bezweckt. Eine Stärkung der Brüsseler Bürokratie, selbstverständlich unter französischer Führung. Jeder echte Demokrat muss diese Vorstellungen entschieden zurückweisen.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon pikant » Di 2. Jan 2018, 10:08

Senexx hat geschrieben:(02 Jan 2018, 10:06)

Jeder echte Demokrat muss diese Vorstellungen entschieden zurückweisen.


Wollen Sie damit sagen, dass die Parlamentarier in der Nationalversammlung keine echte Demokraten sind, wenn Sie dieser Steuer das Aus bereiten?
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Di 2. Jan 2018, 10:23

Senexx hat geschrieben:(02 Jan 2018, 10:06)

Das Geld bleibt zunächst mal in den Taschen der Entlasteten. Wohin es fließt, ist ungewiss.

Aber auch vorher wurde das Geld schon ausgegeben.

Das ganze Projekt ist ein Angriff auf die Subsidiarität und eine Stärkung des Zentralismus. Genau das, was Macron mit seiner EU-Reform bezweckt. Eine Stärkung der Brüsseler Bürokratie, selbstverständlich unter französischer Führung. Jeder echte Demokrat muss diese Vorstellungen entschieden zurückweisen.


Da haben Sie vermutlich teilweise Recht. Natürlich bleibt das Geld erst einmal in den Taschen der Hauseigentümer. Die werden sich dann überlegen, wohin mit dem Geld. Ansparen für größere Investitionen, ausgeben für kleinere Reparaturen und Schönheitsreparaturen, für Modernisierungen. So habe ich das immer gemacht, als ich "Großgrundbesitzer" war. Viel blieb dabei nicht übrig, aber das Eigentum war tiptop gepflegt, zur Freude der Menschen, die darin wohnten. Ich vermute einmal, daß Franzosen das so viel anders auch nicht machen werden.

Sie haben nun einmal ein anderes Verständnis vom Staat und vom Aufbau der EU. Ich sehe das Bestreben des französischen Präsidenten mit viel Wohlwollen. Die EU ist in einem schlechten Zustand, und seit langer Zeit tritt nun endlich wieder einmal ein politischer Führer auf, der einen Plan für sein Land und zugleich für die EU vorlegt. Wo sonst gibt es das denn?

Was soll ein französischer Präsident denn anderes anstreben als eine französische Führung der EU? Wo sind denn die übrigen Wettbewerber um diese politische Führung? "Neee, so nicht!": Davon haben wir reichlich zu bieten. Deshalb ist die EU auch im freien Fall begriffen. Hoffentlich hält der Mann durch, bis endlich wieder eine deutsche Ergänzung den Ausgleich schafft!

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