Macron und die Folgen

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Massive soziale Einschnitte zum 1. November

Beitragvon Senexx » Mi 1. Nov 2017, 05:44

Eine Reihe von ärztlichen Konsultationen (ca. 30) verteuern sich von 25 auf 46 Euro, wovon die versicherten 30% selbst zahlen müssen. Ein besonderes Geschenk für die Ärzteschaft.

Das Alter für den Bezug des verlängerten Arbeitslosengeldes wird von 50 auf 55 angehoben.

Die Frist für Zwangsräumungen von Wohnungen, bei denen Personen von Gerichtsvollziehern einfach auf die Straße geworfen werden, wird verkürzt. 2016 sind nach Angaben von Sozialverbänden knapp 35000 Personen von Gerichtsvollzieher zwangsgeräumt worden. Darunter viele alte Menschen und Familien mit Kindern. Die Zahl dieser Fälle hat dich in den letzten drei Jahren verdreifacht.
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Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon Senexx » Mi 1. Nov 2017, 05:59

Ergebnisse von Betriebsversammlungen und Abstimmungen müssen nun dem Arbeitgeber unter Nennung des Abstimmungsverhaltens der einzelnen Beteiligten mitgeteilt werden. Die Gewerkschaften laufen Sturm. So etwas sei noch nie dagewesen.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon H2O » Mi 1. Nov 2017, 09:07

Senexx hat geschrieben:(01 Nov 2017, 05:59)

Ergebnisse von Betriebsversammlungen und Abstimmungen müssen nun dem Arbeitgeber unter Nennung des Abstimmungsverhaltens der einzelnen Beteiligten mitgeteilt werden. Die Gewerkschaften laufen Sturm. So etwas sei noch nie dagewesen.


Richtig; so etwas war noch nie da... und deshalb vermutlich eine Ente! Dazu wäre eine Quellenangabe sinnvoll; aber bitte das Gesetz, das dieses Verfahren festlegt, nicht irgendein Flugblatt! Auch wäre die Mitarbeiterzahl von "Kleinbetrieben" wichtig.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon Senexx » Mi 1. Nov 2017, 09:13

H2O hat geschrieben:(01 Nov 2017, 09:07)

Richtig; so etwas war noch nie da... und deshalb vermutlich eine Ente! Dazu wäre eine Quellenangabe sinnvoll; aber bitte das Gesetz, das dieses Verfahren festlegt, nicht irgendein Flugblatt! Auch wäre die Mitarbeiterzahl von "Kleinbetrieben" wichtig.

Sie können das in einer großen französischen Zeitung nachlesen. Wenn ich einen Link setze, werde ich sanktioniert. Bitte sehen Sie künftig davon ab, mich zu bedrängen.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon H2O » Mi 1. Nov 2017, 09:21

Senexx hat geschrieben:(01 Nov 2017, 09:13)

Sie können das in einer großen französischen Zeitung nachlesen. Wenn ich einen Link setze, werde ich sanktioniert. Bitte sehen Sie künftig davon ab, mich zu bedrängen.


Nein, davon werde ich ganz sicher nicht ablassen, wenn mir eine Aussage "spanisch" vorkommt. Also bitte: Wo ist der Text des Gesetzes nach zu lesen? Und bitte keine Zeitung, sondern der Gesetzestext. Dafür gibt es in einem Politikforum nur Lob und ganz bestimmt keinen Tadel.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon Wähler » Mi 1. Nov 2017, 10:49

Senexx hat geschrieben:(01 Nov 2017, 09:13)
Sie können das in einer großen französischen Zeitung nachlesen. Wenn ich einen Link setze, werde ich sanktioniert. Bitte sehen Sie künftig davon ab, mich zu bedrängen.

H2O hat geschrieben:(01 Nov 2017, 09:21)
Nein, davon werde ich ganz sicher nicht ablassen, wenn mir eine Aussage "spanisch" vorkommt. Also bitte: Wo ist der Text des Gesetzes nach zu lesen? Und bitte keine Zeitung, sondern der Gesetzestext. Dafür gibt es in einem Politikforum nur Lob und ganz bestimmt keinen Tadel.

Soweit ich es mitverfolgt habe, sind Links auf fremdsprachige Seiten, deren Sprachkenntnis nicht vorausgesetzt werden kann, nicht erlaubt.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 1. Nov 2017, 14:05

Senexx hat geschrieben:(01 Nov 2017, 09:13)

Sie können das in einer großen französischen Zeitung nachlesen. Wenn ich einen Link setze, werde ich sanktioniert. Bitte sehen Sie künftig davon ab, mich zu bedrängen.

wenn du noch den namen der zeitung nennst, ist es in ordnung. kein link sondern namen und datum ist gut. z.b. »in zeitung A d.d. 01.01.2000« steht...
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon H2O » Mi 1. Nov 2017, 14:31

Wähler hat geschrieben:(01 Nov 2017, 10:49)

Soweit ich es mitverfolgt habe, sind Links auf fremdsprachige Seiten, deren Sprachkenntnis nicht vorausgesetzt werden kann, nicht erlaubt.


Dann wäre ich ein Kandidat für eine Ermahnung/Verwarnung/Sperre, weil ich hin und wieder auf Artikel in der polnischen Rzeczpospolita verweise. Ich schreibe dann aber immer ganz brav in deutscher Sprache das, was ich davon verstanden habe... na, und wer's nicht glauben mag, der muß die Sache dort nachlesen.

Natürlich ist es sinnvoll, die Sprachvielfalt in einem Diskussionsforum zu begrenzen. Ich darf hier also keine Beiträge in Italienisch, Französisch oder Polnisch schreiben und hoffen, daß jemand so etwas liest. Aber noch armseliger wäre es wohl, wenn man hier nur das ansprechen dürfte, was in der englischen oder deutschen Presse verhandelt wird.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 1. Nov 2017, 15:43

H2O hat geschrieben:(01 Nov 2017, 14:31)

Natürlich ist es sinnvoll, die Sprachvielfalt in einem Diskussionsforum zu begrenzen. Ich darf hier also keine Beiträge in Italienisch, Französisch oder Polnisch schreiben und hoffen, daß jemand so etwas liest. Aber noch armseliger wäre es wohl, wenn man hier nur das ansprechen dürfte, was in der englischen oder deutschen Presse verhandelt wird.

außerdem frage ich mich ob es auch probleme gibt wenn man standardsprüche/zitate einstellt. wie z.b. »l'état c'est moi« oder »après moi le déluge«.
bei facebook sehe ich daß solche »standardsprüche« ruhig durch amerikaner benützt wird. ich sah sogar »va-et-vient«, was ich nie erwartet hatte.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » Mi 1. Nov 2017, 15:46

Senexx hat geschrieben:(31 Oct 2017, 21:24)
Von Frankreich? Da lachen ja die Hühner.

Es geht nicht um das, was vor etlichen Jahren war, sondern wo man in einigen Jahren sein möchte. Macron ist noch relativ jung (für einen Politiker) und hat viel Zukunft vor sich. Da ist es logisch, dass er eher ein Futureshaper ist als die Generation Neuland alias Bildungskatastrophe.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » Mi 1. Nov 2017, 15:47

H2O hat geschrieben:(31 Oct 2017, 20:21)
Im übrigen haben Sie natürlich Recht, daß wir den Schwung nutzen sollten, der von Dritten entfaltet wird. Tja, schade, daß es nicht unser eigener Schwung ist!

Derzeit ist man wieder mal lieber der Bremsklotz. Der Elan Merkels war halt nur Wahlkampfgelaber, um überzeugte Europäer zur CDU zu locken. Beispiel:

Inmitten von Populismus und Separatismus plädiert Emmanuel Macron mutig für Reformen. In Berlin jedoch findet sein europäischer Enthusiasmus keinen Widerhall.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... rmen-5vor8
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon H2O » Mi 1. Nov 2017, 19:28

@frems:

Die deutsche Seite befindet sich mitten in schwierigen Verhandlungen, um überhaupt eine Regierung für 82 Mio Menschen auf die Beine stellen zu können. Da verbietet sich mit Blick auf die Kanzlerin jede verbindliche Festlegung auf Dinge, die von außerhalb dieser Verhandlungsrunde eingespeist werden. Das muß zwingend in der Verhandlungsrunde abgeglichen werden. Wir haben nun einmal keine Regierungspartei mit absoluter Mehrheit und einen Staatspräsidenten mit weitgehenden Vollmachten. Wenn dann einmal die Regierungsbildung abgeschlossen sein wird, dann erwarte ich auch neuen Schwung in Richtung Europa.

Mich stört am französischen Vorpreschen, daß nun immer wieder Themen auf der Tagesordnung stehen, die in irgendeiner Weise zu Zahlungen aus deutschen Kassen führen. Wir alle wissen, daß große Projekte nicht ohne erhebliche Mittel eingeleitet werden können. Dennoch würde ich mir wünschen, daß Präsident Macron sehr gezielt jene auf den Nägeln brennenden EU-Themen heraus greift, die ganz ohne Geld bewegt werden könnten. Das darf er aus meiner Sicht sogar sehr klar sagen. An diesen Themen besteht gar kein Mangel.

Als langgedienter Europäer und auch Deutscher würde ich erwarten, daß mit zusätzlichem deutschem Geld das europäische Projekt voran kommt. Wenn im Zuge dieses Vorankommens dann auch die wirtschaftlichen Probleme einiger Euro-Partner erleichtert werden, dann um so besser. Bitte, wo sind diese Ausblicke auf das europäische Projekt? Aber, wie zuvor gesagt: Es gibt genügend viele unerträgliche Schieflagen, die ganz ohne deutsches Geld geklärt werden müssen.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon H2O » Mi 1. Nov 2017, 19:41

Nomen Nescio hat geschrieben:(01 Nov 2017, 15:43)

außerdem frage ich mich ob es auch probleme gibt wenn man standardsprüche/zitate einstellt. wie z.b. »l'état c'est moi« oder »après moi le déluge«.
bei facebook sehe ich daß solche »standardsprüche« ruhig durch amerikaner benützt wird. ich sah sogar »va-et-vient«, was ich nie erwartet hatte.


Sehe ich grundsätzlich auch so. Nur widerstrebt es mir, ohne Not oder Witz den Hochgebildeten heraus hängen zu lassen. So habe ich mich Jahrzehnte lang über die abgehobene Fachsprache von Soziologen und Politologen in öffentlichen Vorträgen geärgert... die Otto Normalverbraucher von jeder inhaltlichen Beteiligung an Tagesthemen ausschloß. Deshalb befleißige ich mich sehr bewußt, in meinen Beiträgen möglichst gar keine überflüssigen Fremdworte ein zu setzen.

Damit hier niemand etwas in den falschen Hals bekommt: Im Fachgespräch sind erweiterte Terminologien notwendig und sinnvoll. Da sollten sie dann aber auch verweilen.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 1. Nov 2017, 19:53

Nomen Nescio hat geschrieben:(01 Nov 2017, 15:43)

außerdem frage ich mich ob es auch probleme gibt wenn man standardsprüche/zitate einstellt. wie z.b. »l'état c'est moi« oder »après moi le déluge«.
bei facebook sehe ich daß solche »standardsprüche« ruhig durch amerikaner benützt wird. ich sah sogar »va-et-vient«, was ich nie erwartet hatte.

Wenn der Spruch als allgemein bekannt gelten kann, lässt man ihn halt stehen. In der EU sollte ohnehin jeder in seiner Sprache bedient werden können. Die Technik schreitet ja voran.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon H2O » Mi 1. Nov 2017, 20:22

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 Nov 2017, 19:53)

Wenn der Spruch als allgemein bekannt gelten kann, lässt man ihn halt stehen. In der EU sollte ohnehin jeder in seiner Sprache bedient werden können. Die Technik schreitet ja voran.


So schnell schießen die Preußen auch hier nicht. Aber Ihre Erwartung muß ich noch viele Jahrzehnte enttäuschen, daß in einem Forum dieser Art "jeder Europäer" in seiner Lieblingssprache bedient werden kann. Bis zum massenhaften Einsatz von hochwertigen automatischen Übersetzungsprogrammen dürfte noch sehr viel Wasser den Rhein hinab fließen. Schade, eigentlich!
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 1. Nov 2017, 20:25

H2O hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:22)

So schnell schießen die Preußen auch hier nicht. Aber Ihre Erwartung muß ich noch viele Jahrzehnte enttäuschen, daß in einem Forum dieser Art "jeder Europäer" in seiner Lieblingssprache bedient werden kann. Bis zum massenhaften Einsatz von hochwertigen automatischen Übersetzungsprogrammen dürfte noch sehr viel Wasser den Rhein hinab fließen. Schade, eigentlich!

Nicht in so einem Forum. Außer, es fusioniert mit anderen solchen Foren. Aber bei allem, was Staat ist, sollte das bald machbar sein. Und gar nicht so teuer.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon H2O » Mi 1. Nov 2017, 20:31

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:25)

Nicht in so einem Forum. Außer, es fusioniert mit anderen solchen Foren. Aber bei allem, was Staat ist, sollte das bald machbar sein. Und gar nicht so teuer.


Ich hoffe ehrlich, daß Sie hier den besseren Riecher haben. Meine Hoffnung geht dahin, daß ich einen Artikel anwähle, und schon steht er in "meiner" Sprache zur Verfügung. Ich antworte in meiner Sprache, die sofort umgesetzt wird in die Ausgangssprache des Beitrags... so daß also ein Gedankenaustausch in guter Qualität möglich ist.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon frems » Mi 1. Nov 2017, 20:33

H2O hat geschrieben:(01 Nov 2017, 19:28)

@frems:

Die deutsche Seite befindet sich mitten in schwierigen Verhandlungen, um überhaupt eine Regierung für 82 Mio Menschen auf die Beine stellen zu können. Da verbietet sich mit Blick auf die Kanzlerin jede verbindliche Festlegung auf Dinge, die von außerhalb dieser Verhandlungsrunde eingespeist werden. Das muß zwingend in der Verhandlungsrunde abgeglichen werden. Wir haben nun einmal keine Regierungspartei mit absoluter Mehrheit und einen Staatspräsidenten mit weitgehenden Vollmachten. Wenn dann einmal die Regierungsbildung abgeschlossen sein wird, dann erwarte ich auch neuen Schwung in Richtung Europa.

Mich stört am französischen Vorpreschen, daß nun immer wieder Themen auf der Tagesordnung stehen, die in irgendeiner Weise zu Zahlungen aus deutschen Kassen führen. Wir alle wissen, daß große Projekte nicht ohne erhebliche Mittel eingeleitet werden können. Dennoch würde ich mir wünschen, daß Präsident Macron sehr gezielt jene auf den Nägeln brennenden EU-Themen heraus greift, die ganz ohne Geld bewegt werden könnten. Das darf er aus meiner Sicht sogar sehr klar sagen. An diesen Themen besteht gar kein Mangel.

Als langgedienter Europäer und auch Deutscher würde ich erwarten, daß mit zusätzlichem deutschem Geld das europäische Projekt voran kommt. Wenn im Zuge dieses Vorankommens dann auch die wirtschaftlichen Probleme einiger Euro-Partner erleichtert werden, dann um so besser. Bitte, wo sind diese Ausblicke auf das europäische Projekt? Aber, wie zuvor gesagt: Es gibt genügend viele unerträgliche Schieflagen, die ganz ohne deutsches Geld geklärt werden müssen.

Man bremst doch nicht nur zur Zeit, sondern seit Jahren. Das war unter Schwarz-Rot und Schwarz-Gelb nicht nennenswert anders. Und dieses Wahlkampfgesabbel von "deutschen Kassen" bzw. "deutschem Geld" ist doch auch mal abgedroschen. Wie oft müssen andere Staats- und Regierungschefs denn noch mitteilen, dass es in ihrem Leben auch noch andere Dinge gibt als die armen Deutschen finanziell auszuquetschen? Bei mir weckt sowas immer sehr unangenehme Assoziationen aus. Erst recht, wenn es z.B. darum geht, Kosten für alle zu senken, bspw. durch bessere Abstimmungen bei Rüstungsprojekten, einem gemeinsamen Geheimdienst oder einem effizienteren Grenzschutz. Und da ist Frankreich selbst einer der größten Nettozahler, genau wie Italien.
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Re: Massive Einschränkungen von Arbeitnehmerrechten in Kleinbetrieben

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 1. Nov 2017, 20:37

H2O hat geschrieben:(01 Nov 2017, 20:31)

Ich hoffe ehrlich, daß Sie hier den besseren Riecher haben. Meine Hoffnung geht dahin, daß ich einen Artikel anwähle, und schon steht er in "meiner" Sprache zur Verfügung. Ich antworte in meiner Sprache, die sofort umgesetzt wird in die Ausgangssprache des Beitrags... so daß also ein Gedankenaustausch in guter Qualität möglich ist.

Na, dahingehend gibt es erste Experimente. Nicht von x nach y, aber von und nach englisch aus ausgewählten Sprachen. Deutlich über google-niveau, aber insgesamt noch nicht marktreif. Für die Behörden reicht ja meist eine Formularübersetzung. Nur die Freitexte müssten dann noch verarbeitet werden.
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Re: Macron und die Folgen

Beitragvon Dieter Winter » Mi 1. Nov 2017, 20:44

frems hat geschrieben:(01 Nov 2017, 15:46)

Macron ist noch relativ jung (für einen Politiker) und hat viel Zukunft vor sich.


Darauf würde ich nicht wetten, wenn er so weitermacht.

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