Annäherung an Frankreich

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Kael
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Kael » Do 11. Mai 2017, 14:32

Weil Englisch eine Sprache ist die rein durch Gewalt in der Welt verteilt wurde und deswegen schlicht und ergreifend symbolisch unpraktisch ist.
Englisch wird in vielen Staaten als Unterdrückersprache gewertet.
Englisch steht nicht für Freiheit, sondern für reinen Imperialismus und genau so wurde sie auch als Sprache etabliert, durch reinen Imperialismus.


Ich finde diese Utopien immer sehr amüsant. Es muss Schritt für Schritt gehen.
Wenn man Europa zu einem Land macht, müssen sich erst 2 zusammenschließen, dann kommt eines dazu, dann noch eins, dann noch eins.
Es geht nicht wie das aktuelle Europa funktioniert.
Eine 'entfesselung der Märkte-Politik' anstatt eine Soziale Marktwirtschaft - wobei letztere bei weitem das beste ist, was einem Menschen passieren kann.

Die Institute, Gesellschaften und Co , sprechen auch nur Englisch - weil Amerika im Moment die dominanteste Macht in der Welt ist. Denkst du, Chinesen oder Japaner sprechen gern Englisch, obwohl Mandarin die am meisten gesprochenste Sprache ist?

Habe ich geschrieben - weil a) leicht zu erlernen und b) weltweit einsetzbar und etabliert ! Einerseits Grenzen in der EU verwischen und andererseits Europa gegenüber der Welt isolieren wollen - Sinn macht das wiedermal wenig!

Isolieren? China wird einen Teufel tun und gegen eine europäische Einigung sein, so etwas würde ihre Wirtschaft nur stärken.
Diejenigen die keine Einigung und keinen europäischen Nationalstolz wollen sind Russen und Amerikaner. Und warum? Weil wir damit ihre "Stärke" beschneiden würden und ihre Dominanz Europa gegenüber.
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Merkel_Unser » Do 11. Mai 2017, 14:41

Kael hat geschrieben:(11 May 2017, 15:32)

Weil Englisch eine Sprache ist die rein durch Gewalt in der Welt verteilt wurde und deswegen schlicht und ergreifend symbolisch unpraktisch ist.
Englisch wird in vielen Staaten als Unterdrückersprache gewertet.
Englisch steht nicht für Freiheit, sondern für reinen Imperialismus und genau so wurde sie auch als Sprache etabliert, durch reinen Imperialismus.


Ich finde diese Utopien immer sehr amüsant. Es muss Schritt für Schritt gehen.
Wenn man Europa zu einem Land macht, müssen sich erst 2 zusammenschließen, dann kommt eines dazu, dann noch eins, dann noch eins.
Es geht nicht wie das aktuelle Europa funktioniert.
Eine 'entfesselung der Märkte-Politik' anstatt eine Soziale Marktwirtschaft - wobei letztere bei weitem das beste ist, was einem Menschen passieren kann.

Die Institute, Gesellschaften und Co , sprechen auch nur Englisch - weil Amerika im Moment die dominanteste Macht in der Welt ist. Denkst du, Chinesen oder Japaner sprechen gern Englisch, obwohl Mandarin die am meisten gesprochenste Sprache ist?


Isolieren? China wird einen Teufel tun und gegen eine europäische Einigung sein, so etwas würde ihre Wirtschaft nur stärken.
Diejenigen die keine Einigung und keinen europäischen Nationalstolz wollen sind Russen und Amerikaner. Und warum? Weil wir damit ihre "Stärke" beschneiden würden und ihre Dominanz Europa gegenüber.


Ach daher weht der Wind - aus deinem eigenen subjektivem Missempfinden gegenüber der englischen Sprache. Wichtig ist primär die Möglichkeit global ohne Probleme zu kommunizieren und der einzige Anspruch der sich dafür ergibt ist eine möglichst einfache Sprache die schon möglichst weit verbreitet ist. Und genau das haben wir schon mit Englisch. Als nächstes können wir dann ja das Christentum abschaffen weil es irgendwann mal durch Gewalt verbreitet wurde :rolleyes:
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Quatschki » Do 11. Mai 2017, 16:54

Vielleicht können wir noch ein paar Jahrzehnte warten, bis sich beiderseits des Rheins arabisch durchgesetzt hat. Dann löst es sich quasi von selbst.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon ebi80 » Do 11. Mai 2017, 17:01

Vor allem apropos Sprache. Wenn ganz Europa irgendwann zu einem Staat verschmelzen würde und alle ihre Sprache mit einbringen wollen/müssen, bliebe für Mathe und Co. Zum lernen kein Platz mehr. Englisch wäre die logische Konsequenz, da sie eh fast jeder kann.
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon ebi80 » Do 11. Mai 2017, 17:02

Quatschki hat geschrieben:(11 May 2017, 17:54)

Vielleicht können wir noch ein paar Jahrzehnte warten, bis sich beiderseits des Rheins arabisch durchgesetzt hat. Dann löst es sich quasi von selbst.

Das erste was ich von dir höre dem ich voll zustimmen würde. Das wäre auch ne klasse Idee. :thumbup:
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon hafenwirt » Do 11. Mai 2017, 17:06

Interessant, das Thema unter "Innenpolitik" zu eröffnen.

Soll Frankreich einverleibt werden, wie damals in der guten alten Zeit? :?:
...
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon frems » Do 11. Mai 2017, 17:18

Moses hat geschrieben:(11 May 2017, 15:21)

Warum sollte in einem Europa, in welchem keine Land Englisch als Muttersprache hat - Englisch erste Fremdsprache sein? das erschließt sich nicht!

Naja, Malta und Irland schon. Davon aber mal abgesehen: da Englisch die globale lingua franca ist, hat sich dies in vielen Staaten niedergeschlagen, bspw. in Namibia. Da gibt's so gut wie keine Muttersprachler, aber man entschied sich sogar für Englisch als einzige Amtssprache, damit niemand bevor- bzw. benachteiligt wird.
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H2O
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon H2O » So 14. Mai 2017, 21:52

Kael hat geschrieben:(11 May 2017, 14:24)

Mir persönlich würde eine stärkere Annäherung an Frankreich gefallen. Die Westgrenze größtenteils auflösen, Schulden aufeinander verteilen, eine Deutsch-Französische Verfassung erschaffen und Deutschland + Frankreich als "die ersten großen Staaten Europas" bilden. Französisch bei uns, und Deutsch bei ihnen als erste Fremdsprache einführen und Englisch als zweite.

Irgendwann ist eben der Punkt wann Europa enger zusammenrücken muss und die Grenzen innerhalb der Eurozone auflöst. Ich sehe Macron als eine Person, welche uns die Möglichkeit bietet etwas wahrzunehmen, was bisher keine andere französische Regierung so vorgeschlagen hat.


Vermutlich werden rein praktische Gründe schon dafür sprechen, daß wir das europäische Projekt zuerst im Tandem D & F erproben. Wenn ich gut genug aufgepaßt habe, dann brauchen beide Partner einander, weil Deutschland allein nicht die Euro-Zone steuern kann, und weil Frankreich etliche wirtschaftliche Probleme lösen muß, wobei nach Lage der Dinge nur Deutschland einen ausreichenden Beitrag leisten kann.

Es hat also zunächst gar keinen Sinn, die große Vereinigungswelle lostreten zu wollen, weil D dies allein nicht gelingen kann ohne F, F aber erkennbar in vielen Klemmen steckt. Bringen wir erst einmal unser Tandem zum Fliegen. Wenn das überzeugend genug gelungen ist, dann werden andere Partner sicher auf diesen europäischen Zug aufspringen. Dazu könnte man die Institutionen des Tandems so anlegen, daß ihre Funktion zur größeren Gemeinschaft paßt.

Das Sprachenproblem sehe ich ähnlich verzwickt wie andere hier auch. Wenn es bei dem Tandem bliebe, dann wäre Deutsch in Frankreich und Französisch in Deutschland natürlich die "erste Bürgerpflicht" für den binationalen Staat. Das Hauen und Stechen geht los, wenn man diese Zweisamkeit in eine Union vieler anderer Sprachgruppen einbauen will. Dann wird es schon aus praktischen Gründen eine Fremdsprache geben müssen, die zu Gunsten der anderen zurück treten müßte. Stellen wir uns also vor, man wollte Deutsch dazu erheben... ein Aufschrei jenseits des Rheins wäre doch die Folge. Denken wir nur an die "offiziellen" Sprachen der EU... da sind wir inzwischen bei um und bei 20 angekommen. Da zeigt sich endlich einmal Nationalstolz: "Meine Sprache ist auch offizielle Sprache der EU" :)

Von daher wäre Englisch als Weltsprache sicher leicht als DIE Amtssprache neben den vielen Nationalsprachen verbindlich vor zu schreiben. Da kocht niemandes Blut, daß er nun zu kurz gekommen sein könnte. Wenn man es besonders gut mit seinen Nachbarn meint, dann erlernt man eben deren Sprache... aber bei vier oder fünf Sprachen sind die Fähigkeiten der ganz großen Mehrheit der Europäer wohl an ihrem Ende angekommen. Außerdem haben wir beruflich ganz überwiegend ganz andere Sorgen, als uns zeitgleich in 5 Sprachen zu verständigen.

Der Istzustand zeigt doch, daß die meisten Europäer sich in anderen Sprachgebieten mit Englisch durchschlagen. Warum jetzt also einen völlig unproduktiven Sprachenstreit vom Zaune brechen?

Aber die Überlegung für das Tandem D & F ist erst einmal gut; und dazu sollten wir unsere Muttersprachen wechselseitig einigermaßen beherrschen. Danach darf nur noch Englisch als 1. Fremdsprache zugelassen werden... in D & F ausnahmsweise als 2. Fremdsprache Englisch.
Vielleicht bleibt es am Ende ja bei dem Tandem... :eek:
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Zinnamon
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Zinnamon » Do 18. Mai 2017, 09:10

Moses hat geschrieben:(11 May 2017, 15:21)

Warum sollte in einem Europa, in welchem keine Land Englisch als Muttersprache hat - Englisch erste Fremdsprache sein? das erschließt sich nicht!


Geringster Aufwand bei grösstem Nutzen für die Lernenden. Da sollte die Entscheidung nicht allzu schwer fallen. Für Englisch natürlich.
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Zinnamon » Do 18. Mai 2017, 09:20

Kael hat geschrieben:(11 May 2017, 15:32)

Weil Englisch eine Sprache ist die rein durch Gewalt in der Welt verteilt wurde und deswegen schlicht und ergreifend symbolisch unpraktisch ist.
Englisch wird in vielen Staaten als Unterdrückersprache gewertet.
Englisch steht nicht für Freiheit, sondern für reinen Imperialismus und genau so wurde sie auch als Sprache etabliert, durch reinen Imperialismus.
(...)


Für jemand, der unverhohlen die westliche militärische und wirtschaftliche pure Gewalt propagiert, wirkt diese Argumentation doch etwas widersprüchlich.

Die westliche Welt hat sich mit Gewalt immer durchgesetzt. Aber es wirkt als hätten wir unsere Zähne verloren


Militärische und Wirtschaftliche pure Gewalt.

UNd ja - Wir im Westen HABEN uns damit durchgesetzt und wenn wir damit aufhören, werden wir auf Dauer verlieren

viewtopic.php?f=20&t=62786&hilit=gewalt&start=160#p3817291

Vllt haben ja die anwesenden Englisch-Gegener einfach nur Probleme damit, das englische th sachgerecht zu intonieren. Aber auch Französisch kann mit gewissen Hürden für den deutschen Sprachgaumen aufwarten, von Rechtschreibung und Grammatik ganz zu schweigen.

:x
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 18. Mai 2017, 09:31

Moses hat geschrieben:(11 May 2017, 15:21)

Warum sollte in einem Europa, in welchem keine Land Englisch als Muttersprache hat - Englisch erste Fremdsprache sein? das erschließt sich nicht!


Weil wir halt auch weiter als nur bis Europa denken. Und Englisch ja nicht nur in Europa 1. Fremdsprache ist sondern auch in anderen Teilen Welt. Daher ergibt es ja durchaus Sinn, dass man sich eben weltweit auf eine Sprache einigt. Englisch ist da auch nicht die schlechteste Wahl, da relativ einfach erlernbar im Vergleich zu Deutsch z.B. oder Französisch.

Abgesehen davon gibt es in Europa natürlich Ländern in denen Englisch die Muttersprache ist. Großbritannien und Irland.
„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.“ (Karl Valentin)
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Kael » Do 18. Mai 2017, 17:24

Also Irland. England ist kein Teil der EU mehr.
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon H2O » Do 18. Mai 2017, 20:37

Kael hat geschrieben:(18 May 2017, 18:24)

Also Irland. England ist kein Teil der EU mehr.


Nein, eben nicht Irland. Irgendwo habe ich aufgeschnappt, daß Irland sich für Gälisch als offizielle EU-Sprache entschieden hatte, weil Englisch ja von GB her längst anerkannt war. :D

Aber ich denke natürlich auch, daß in der EU Englisch als offizielle Amtssprache in allen Partnerstaaten zugelassen werden sollte, neben der Landessprache. Wenn Deutsche und Franzosen besonders nett miteinander umgehen wollen... dann lernen sie eben die Sprachen, die am Rhein auf einander treffen. Französisch ist doch erlernbar, und Deutsch sollte auch zu packen sein... wo wir schon unseren Flüchtlingen unsere Sprache zumuten wollen.
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Ger9374 » Do 18. Mai 2017, 21:01

Natürlich würde Englisch sich anbieten,
man sollte es mit den Ressentiments gegen GB
auch nicht übertreiben.
In einem D+F Verbund die gegenseitigen Ländersprachen.
An sich alles unspektakulär, aber meilenschritte für Europa, wenn das realisiert würde.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon H2O » Fr 19. Mai 2017, 03:51

Ger9374 hat geschrieben:(18 May 2017, 22:01)

Natürlich würde Englisch sich anbieten,
man sollte es mit den Ressentiments gegen GB
auch nicht übertreiben.
In einem D+F Verbund die gegenseitigen Ländersprachen.
An sich alles unspektakulär, aber meilenschritte für Europa, wenn das realisiert würde.


Dazu fällt mir jetzt noch ein: Wenn in D & F die Sprachbarriere fallen würde, dann hätten unser jungen Leute überhaupt keine Nöte, ihre Berufsausbildung oder Ihr Studium oder große Teile davon überall zwischen Oder und Biskaya erfolgreich zu beginnen. Mit der weiter vergrößerten Möglichkeit, interessante Arbeitsplätze zu finden und von Abfang an nicht mehr als Außenseiter zu gelten.

Vielleicht müßten die Ausbildungsgänge angepaßt werden, damit die Abschlüsse dann auch völlig gleichwertig sind. Auf dem Hochschulgebiet wurde dieser Ansatz doch schon durchgesetzt. Ach, könnte ich meine Lebensuhr noch einmal 60 Jahre zurück drehen!
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Vizegott » Fr 19. Mai 2017, 05:58

Kael hat geschrieben:(11 May 2017, 14:24)

Mir persönlich würde eine stärkere Annäherung an Frankreich gefallen. Die Westgrenze größtenteils auflösen, Schulden aufeinander verteilen, eine Deutsch-Französische Verfassung erschaffen und Deutschland + Frankreich als "die ersten großen Staaten Europas" bilden. Französisch bei uns, und Deutsch bei ihnen als erste Fremdsprache einführen und Englisch als zweite.

Irgendwann ist eben der Punkt wann Europa enger zusammenrücken muss und die Grenzen innerhalb der Eurozone auflöst. Ich sehe Macron als eine Person, welche uns die Möglichkeit bietet etwas wahrzunehmen, was bisher keine andere französische Regierung so vorgeschlagen hat.



Wie wollen sie Deutsch als fremdsprache in frankreich durchsetzen?

Bevor wir mit frankreich eine einheit bilden sollten wir es erst mit Österreich oder Holland versuchen.
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Wähler » Fr 19. Mai 2017, 06:10

H2O hat geschrieben:(19 May 2017, 04:51)
Dazu fällt mir jetzt noch ein: Wenn in D & F die Sprachbarriere fallen würde, dann hätten unser jungen Leute überhaupt keine Nöte, ihre Berufsausbildung oder Ihr Studium oder große Teile davon überall zwischen Oder und Biskaya erfolgreich zu beginnen. Mit der weiter vergrößerten Möglichkeit, interessante Arbeitsplätze zu finden und von Abfang an nicht mehr als Außenseiter zu gelten.
Vielleicht müßten die Ausbildungsgänge angepaßt werden, damit die Abschlüsse dann auch völlig gleichwertig sind. Auf dem Hochschulgebiet wurde dieser Ansatz doch schon durchgesetzt. Ach, könnte ich meine Lebensuhr noch einmal 60 Jahre zurück drehen!

Muttersprachliche Barrieren fallen nicht, sie werden sich in Generationen durch binationale Paarbildungen und mehrsprachigen Schulunterricht in allen Fächern auswachsen. Englisch ist jetzt schon in großen transnationalen Unternehmen Business-Sprache. Ob Englisch auch zur zweiten Amtssprache in allen EU-Ländern wird, muss sich zeigen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo ... el_id=1232 (Zugang auch bundesweit)
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon H2O » Fr 19. Mai 2017, 06:12

Vizegott hat geschrieben:(19 May 2017, 06:58)

Wie wollen sie Deutsch als fremdsprache in frankreich durchsetzen?

Bevor wir mit frankreich eine einheit bilden sollten wir es erst mit Österreich oder Holland versuchen.


Wenn die genannten Partner konstruktives Interesse zeigen sollten, dann wäre das doch eine ganz wunderbare Entwicklung. Vergessen wir bitte nicht, daß Präsident Macron mit dem Gedanken einer vertieften Zusammenarbeit in Berlin geworben hat.

Deutsch als Fremdsprache ist in Frankreich durchsetzbar, wenn sie in Frankreich als die Sprache eines beständigen Partners auf Augenhöhe beworben wird. Und wenn nicht, dann eben nicht. Wäre aber schade! Dann hätten wir Deutschen eben bessere Möglichkeiten in dieser Verbindung, weil wir unsere Scheuklappen abgelegt haben.
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon Senexx » Fr 19. Mai 2017, 06:18

Scheuklappen abgelegt? Wir?

Wie wenig Deutsche von Frankreich verstehen, demonstrieren Sie ja exemplarisch in ihren Beiträgen.
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Re: Annäherung an Frankreich

Beitragvon H2O » Fr 19. Mai 2017, 06:21

Wähler hat geschrieben:(19 May 2017, 07:10)

Muttersprachliche Barrieren fallen nicht, sie werden sich in Generationen durch binationale Paarbildungen und mehrsprachigen Schulunterricht in allen Fächern auswachsen. Englisch ist jetzt schon in großen transnationalen Unternehmen Business-Sprache. Ob Englisch auch zur zweiten Amtssprache in allen EU-Ländern wird, muss sich zeigen.


Unter gewöhnlichen Umständen hätten Sie damit völlig Recht; allerdings bin ich der Meinung, daß man durch ein ausdauernd geplantes Vorgehen (Belohnung der Tüchtigen) diese Entwicklung beschleunigen könnte. Die Zahl binationaler Paarbildungen hängt auch von planvollem Miteinander ab; wenn man sich nicht freundlich öffnet, dann sind es am Ende einfach nur wenige Paare. Für die Liebe gibt es zu wenige Ansatzpunkte. Binationale Paarbildung auf Kommando... das käme mir dann auch wieder etwas zu planvoll vor! :eek:

Ähnlich sehe ich die Sache mit Englisch. Wenn tatsächlich in transnationalen Unternehmen Englisch als interne Verständigungsgrundlage dient, dann wird am längeren Ende die Landessprache zur Fremdsprache! Von da bis zur 2. Amtssprache ist es dann nicht so besonders weit.

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