Das falsche Vorbild Deutschland

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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Sozialdemokrat » Do 11. Mai 2017, 20:13

Adam Smith hat geschrieben:(11 May 2017, 21:02)

Ansonsten müssten die Strompreise sehr stark steigen, weil die Kosten der Entsorgung finanziert sein müssen. Und das gilt es zu verhindern. Und in Frankreich ist die Situation weitaus schlimmer.

Ich dachte, man kann den günstigsten Strom kaufen. Wegen der Marktwirtschaft.
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Adam Smith » Do 11. Mai 2017, 20:16

Sozialdemokrat hat geschrieben:(11 May 2017, 21:13)

Ich dachte, man kann den günstigsten Strom kaufen. Wegen der Marktwirtschaft.

Das ginge, wenn RWE, E.ON usw. pleite gehen. Und dann finanziert wieder der Staat die Entsorgung. Gewonnen wäre dadurch nichts.
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Sozialdemokrat » Do 11. Mai 2017, 20:21

Adam Smith hat geschrieben:(11 May 2017, 21:16)

Das ginge, wenn RWE, E.ON usw. pleite gehen. Und dann finanziert wieder der Staat die Entsorgung. Gewonnen wäre dadurch nichts.

Mist. Da kann man ja glatt den Glauben an die Freie Marktwirtschaft verlieren.
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Teeernte » Do 11. Mai 2017, 20:29

relativ hat geschrieben:(11 May 2017, 16:19)

Hat die Atomenergie sich etwa aus dem Markt entwickelt? :D


Jeppp..... Aus dem AtomBombenMarkt. Cold War. Waffenmarkt.

https://de.statista.com/statistik/daten ... rausgaben/
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Teeernte » Do 11. Mai 2017, 20:31

Sozialdemokrat hat geschrieben:(11 May 2017, 20:38)

Der Staat trägt das unternehmerische Risiko. Was ist daran richtig?


Wer BESTIMMT - zahlt....

(Früher als gebaut wurde....waren die Dinger ALLE Staats/Landesbetriebe...)
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Teeernte » Do 11. Mai 2017, 20:38

H2O hat geschrieben:(11 May 2017, 19:59)

Damit haben Sie in einem Teilbereich Recht; aber "Energiewende" ist keine Einzelmaßnahme. Ihre Überlegung erfaßt herkömmliche Bauweise mit ihrem Energieverbrauch, vielleicht auch noch die Installation in einem herkömmlichen Niedrig-Energie-Haus mit Zwangsbelüftung gegen Schimmelbildung.

Ich halte dieses Konzept inzwischen für einen Irrweg, obwohl es sich aufgrund der Kostenrechnung weitgehend durchgesetzt hat. Man kann tatsächlich auch ohne geregelte Zusatzheizung (Gas, Pellets, Kohle) in diffusionsoffener Bauweise gut die kalte Jahreszeit überleben. Der Wärmespeicher wird gelegentlich aufgeladen, wie auch immer mit einem Ofen, und dann wird der Puffer (1 bis 2 m³) tagelang für Warmwasser und Wandheizung gemächlich entleert. Funktioniert garantiert!


Muss man WIRKLICH die ganze Wohnung beheizen ? Die Energiewende ....war falsch angefangen.

Die CO2 Zertifikate hätte man an den Verbraucher geben MÜSSEN - der dann FREIWILLIG entscheiden kann - welche Zukunftsenergie ....und wieviel davon er haben will.

In der Einsparung liegt die Zukunft. Wer ist der Meinung dass der Strom//Energie für Privatleute billiger wird....??

....egal ob Akku....Kupferplatte...Solar für Cents....
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 11. Mai 2017, 20:48

H2O hat geschrieben:(11 May 2017, 19:59)

Damit haben Sie in einem Teilbereich Recht; aber "Energiewende" ist keine Einzelmaßnahme. Ihre Überlegung erfaßt herkömmliche Bauweise mit ihrem Energieverbrauch, vielleicht auch noch die Installation in einem herkömmlichen Niedrig-Energie-Haus mit Zwangsbelüftung gegen Schimmelbildung.

Ich halte dieses Konzept inzwischen für einen Irrweg, obwohl es sich aufgrund der Kostenrechnung weitgehend durchgesetzt hat.


Das konnte mir bis jetzt noch keiner plausibel vorrechnen ....
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon H2O » Do 11. Mai 2017, 21:05

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(11 May 2017, 21:48)

Das konnte mir bis jetzt noch keiner plausibel vorrechnen ....


Was genau hätten Sie denn gern vorgerechnet bekommen?
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 11. Mai 2017, 21:19

H2O hat geschrieben:(11 May 2017, 22:05)

Was genau hätten Sie denn gern vorgerechnet bekommen?


Das sich eine Wärmepumpe (trotz Förderung) gegenüber einer konventionellen Gastherme mit Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung rechnet, also günstiger ist.
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon H2O » Do 11. Mai 2017, 21:32

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(11 May 2017, 22:19)

Das sich eine Wärmepumpe (trotz Förderung) gegenüber einer konventionellen Gastherme mit Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung rechnet, also günstiger ist.


Das müßte ja ein Rechenkünstler sein! Aber wenn die Pumpe mit Gas betrieben werden könnte... gibt es das überhaupt?

Nein, ich schwärme Ihnen von einer Solarheizung vor, mit der ein großer (1 m³ bis 2 m³) Kessel auf bis zu 90 °C aufgeheizt wird, und diese Wärme dann langsam verbraucht wird für Heizung und Warmwasser im Durchlauf. Der elektrische Energieeinsatz dabei liegt bei 20 W für die Umwälzpumpe im Solarbereich und bei noch einmal 20 W für die Heizkreise im Winter. Verhandelt werden da aber viele kWH Energie. Billig im Aufbau ist das alles nicht, aber im Betrieb schon sehr günstig. Ich bin jedenfalls begeistert!
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 11. Mai 2017, 21:38

H2O hat geschrieben:(11 May 2017, 22:32)

Das müßte ja ein Rechenkünstler sein! Aber wenn die Pumpe mit Gas betrieben werden könnte... gibt es das überhaupt?

Nein, ich schwärme Ihnen von einer Solarheizung vor, mit der ein großer (1 m³ bis 2 m³) Kessel auf bis zu 90 °C aufgeheizt wird, und diese Wärme dann langsam verbraucht wird für Heizung und Warmwasser im Durchlauf. Der elektrische Energieeinsatz dabei liegt bei 20 W für die Umwälzpumpe im Solarbereich und bei noch einmal 20 W für die Heizkreise im Winter. Verhandelt werden da aber viele kWH Energie. Billig im Aufbau ist das alles nicht, aber im Betrieb schon sehr günstig. Ich bin jedenfalls begeistert!


Das ist ja die Krux. Bei den aktuellen Baustandards bzgl. Wärmedämmung sind ja auch die Betriebskosten einer Gasheizung relativ gering. Daher wird auch die Einsparung bei zusätzlichem Investitionsaufwand immer geringer. Letztendlich kann man soviel gar nicht mehr einsparen, dass sich der zusätzliche Investionsaufwand in einem überschaubaren Zeitraum von sagen wir mal 20 Jahren rechnet. Vielleicht nach 40 Jahren ...
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Teeernte » Do 11. Mai 2017, 21:50

H2O hat geschrieben:(11 May 2017, 22:32)

Das müßte ja ein Rechenkünstler sein! Aber wenn die Pumpe mit Gas betrieben werden könnte... gibt es das überhaupt?

Nein, ich schwärme Ihnen von einer Solarheizung vor, mit der ein großer (1 m³ bis 2 m³) Kessel auf bis zu 90 °C aufgeheizt wird, und diese Wärme dann langsam verbraucht wird für Heizung und Warmwasser im Durchlauf. Der elektrische Energieeinsatz dabei liegt bei 20 W für die Umwälzpumpe im Solarbereich und bei noch einmal 20 W für die Heizkreise im Winter. Verhandelt werden da aber viele kWH Energie. Billig im Aufbau ist das alles nicht, aber im Betrieb schon sehr günstig. Ich bin jedenfalls begeistert!


Echte Betriebszahlen währen schön - Quadratmeter Wohnfläche Zimmertemperatur...Personen... Energieausgabe Gas/Strom im Jahr bei Preis x zu Investitionskosten...
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Adam Smith » Do 11. Mai 2017, 21:51

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(11 May 2017, 22:38)

Das ist ja die Krux. Bei den aktuellen Baustandards bzgl. Wärmedämmung sind ja auch die Betriebskosten einer Gasheizung relativ gering. Daher wird auch die Einsparung bei zusätzlichem Investitionsaufwand immer geringer. Letztendlich kann man soviel gar nicht mehr einsparen, dass sich der zusätzliche Investionsaufwand in einem überschaubaren Zeitraum von sagen wir mal 20 Jahren rechnet. Vielleicht nach 40 Jahren ...

Wenn man rein betriebswirtschaftlich denkt lohnt es sich nicht. Aber z.B. beim Autokauf gibt es ja auch noch mehr Gründe, weshalb man sich für einen Wagen entscheidet.
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Teeernte » Do 11. Mai 2017, 21:56

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(11 May 2017, 22:38)

Das ist ja die Krux. Bei den aktuellen Baustandards bzgl. Wärmedämmung sind ja auch die Betriebskosten einer Gasheizung relativ gering. Daher wird auch die Einsparung bei zusätzlichem Investitionsaufwand immer geringer. Letztendlich kann man soviel gar nicht mehr einsparen, dass sich der zusätzliche Investionsaufwand in einem überschaubaren Zeitraum von sagen wir mal 20 Jahren rechnet. Vielleicht nach 40 Jahren ...


..."hällt" die Zusatzinvestition überhaupt so lange ? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

(Mehr Invest - mehr Wartung/Instandhaltung/Reinvest) Mehr Teile - höhere Ausfallwahrscheinlichkeit...?
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Ger9374 » Fr 12. Mai 2017, 03:29

Adam Smith hat geschrieben:(11 May 2017, 22:51)

Wenn man rein betriebswirtschaftlich denkt lohnt es sich nicht. Aber z.B. beim Autokauf gibt es ja auch noch mehr Gründe, weshalb man sich für einen Wagen entscheidet.


Hatte mir vor 3 Jahren Beratung für mein Haus geholt. Stadtbetriebe Berater und Fachfirmen.
Alle einig rechnet sich für mich nicht!
Offene und ehrliche Antworten.Also nur neue Gastherme für Lau, statt doppelt und dreifach so teuer. Trotz Förderung durch Stadtbetriebe!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Senexx » Fr 12. Mai 2017, 06:22

Für so etwas hat Vater Staat auch Lösungen parat: Man schreibt es einfach vor.
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon H2O » Fr 12. Mai 2017, 06:34

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(11 May 2017, 22:38)

Das ist ja die Krux. Bei den aktuellen Baustandards bzgl. Wärmedämmung sind ja auch die Betriebskosten einer Gasheizung relativ gering. Daher wird auch die Einsparung bei zusätzlichem Investitionsaufwand immer geringer. Letztendlich kann man soviel gar nicht mehr einsparen, dass sich der zusätzliche Investionsaufwand in einem überschaubaren Zeitraum von sagen wir mal 20 Jahren rechnet. Vielleicht nach 40 Jahren ...


Ja, genau so sehe ich diese Sache unter Kostengesichtspunkten auch. Wenn ich aber an die Umweltbelastung durch meinen Lebensstil denke, dann habe ich doch ein ganz gutes Gewissen. in meinem Bau ist die diffusionsoffene Isolation so wirksam, daß eine Gasheizung nicht weit weg vom Blödsinn läge. Ich habe festgestellt, daß im harten Winter etwa 1 kW Heizleistung ausreicht, um sowohl Warmwasser als auch hinreichend Heizung (20 °C) für 100 m² Wohnfläche bereit zu stellen. Gibt es überhaupt derart kleine Gasöfchen für die Kesselheizung? Oder bei Intervallschaltung: Was wäre das kleinste Gasöfchen zur Wassererwärmung des Pufferspeichers? Derzeit betreibe ich einen Hackschnitzelofen, den ich im Abstand von 2 Tagen einmal 2 bis 3 Stunden anfeuern muß. In Großstädten sicher keine besonders gute Lösung; aber ich wohne mitten in der Pusta, also keine Belästigung von Mitmenschen.

Mit Ausnahme der sehr geringen Kosten für den Strom für Umwälzpumpen und Reparaturkosten durch denkbare technische Schäden also keine Kosten für den Heizungsbetrieb... und voller Komfort! Aber noch einmal: Billig ist so etwas nicht, weil der gesamte Bau darauf eingerichtet werden muß. Nachrüstung im Altbau nicht zu empfehlen.

Dennoch meine ich, daß der Weg zum umweltschonenden Wohnen genau dahin gehen muß. Ich bin schon einmal voraus gegangen, und ich kann Hoffnung verbreiten: Die Sonne reicht weitgehend in unseren Breiten, um gemütlich wohnen zu können. Da kann mich ein Beitrag unter der Überschrift: "Das falsche Vorbild Deutschland" überhaupt nicht beirren.
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon H2O » Fr 12. Mai 2017, 07:09

Ger9374 hat geschrieben:(12 May 2017, 04:29)

Hatte mir vor 3 Jahren Beratung für mein Haus geholt. Stadtbetriebe Berater und Fachfirmen.
Alle einig rechnet sich für mich nicht!
Offene und ehrliche Antworten.Also nur neue Gastherme für Lau, statt doppelt und dreifach so teuer. Trotz Förderung durch Stadtbetriebe!


Diese Erfahrung kann ich bestätigen. Bei Gebäuden der klassischen Stadtbauweise bleeibt rein wirtschaftlich wohl nur der optimierte Gasofen mit getrennt beheiztem Warmwasserspeicher (so war das vor 30 Jahren jedenfalls). Was man auch noch machen könnte: Das Dach gut isolieren und die Außenwände. Das geht aber meist nur von innen mit Dampfsperren gegen Kondenswasserbildung. Und dann müssen Sie den Altbau mehrfach täglich kurz und kräftig lüften, damit die Innenluft nicht so viel Feuchtigkeit enthält. Neuere Bauten dieser Art haben einen Wärmetauscher mit Zwangsbelüftung. Eine Quelle für Staub und Keime, wenn die Lüftung nicht gut gepflegt wird.

Ich habe mir die Innendämmung mitsamt besser wärmegedämmten Fenstern seinerzeit gegönnt; ein teurer Spaß, de sich aber heiztechnisch lohnte. Meine Heizkosten (Fernheizung) konnte ich auf weniger als 50% senken, wenn ich mit meinen Nachbarn vergleiche. Aber lüften und Bäder nach Benutzung trocken reiben, in der Küche eine kräftige Dunstabzugshaube im Kochbetrieb einschalten, das muß man durch preußischen Drill einüben und darf das niemals vergessen. Es gab einigen häuslichen Streit, bis das saß! Ich vermute, daß deshalb die Nachrüstung einer Innendämmung in einen schlechten Ruf geraten ist: Wer nicht höllisch genau lüften will (am besten gleich quer durch die Wohnung mehrfach täglich jeweils 5 min), der wird irgendwann Schimmel an den Mauern und der Dachverschalung haben, wo sich Kondenswasser bildet.

Aber mit dieser Sorgfalt klappt das auch... bei mir inzwischen seit 15 Jahren. Vermieten würde ich ein solches Haus nie und nimmer, weil man mit so viel Fanatismus beim Lüften gar nicht rechnen darf. Dann lieber verkaufen und den Käufer gleich im Kaufvertrag auf diese Notwendigkeit hinweisen!
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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon frems » So 28. Mai 2017, 21:21

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Re: Das falsche Vorbild Deutschland

Beitragvon Ger9374 » Mo 29. Mai 2017, 11:03

Mehr Forschung statt Förderung von erneuerbaren Energien? Hm...
Wie sollen wir dann das Klimaziel erreichen?
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