Rückbau der EU

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Re: Rückbau der EU

Beitragvon H2O » So 25. Feb 2018, 09:27

Nomen Nescio hat geschrieben:(24 Feb 2018, 22:19)

wenn ich daran denke daß ich juncker vor noch keinen 2 monaten reden hörte über ausbreitung der EU, dann denke ich daß brüssel tatsächlich AUCH schuld hat: megalomanie.


Mein Urteil fällt ähnlich aus, aber nicht gleich: Vermutlich verkennen wir Europäer die Beweggründe zu einem EU-Beitritt, weil wir glauben, daß die doch überall in Europa gleich sein müssen. Den Glauben daran habe ich nach den Visegrad-Umtrieben und dem griechischen Abenteuer verloren. Lieber kleiner, aber aus Überzeugung einig.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon immernoch_ratlos » So 25. Feb 2018, 11:08

Tja, die "Welt" wird es "uns" schon wissen lassen was man dort von der hiesigen Kleinstaaterei hält.

Wieder mal wird die Welt neu verteilt - "wir" sind inzwischen allenfalls der "Kuchen" - die "Kuchenschaufel" wird längst von anderen geführt. "Nationen" mögen in unseren Köpfen noch immer eine bedeutende Rolle spielen - das inzwischen Größe, wirtschaftliche Stärke und nicht zuletzt auch militärisches "Vermögen" sind inzwischen gänzlich anders verteilt.

Wie viel der "Europa AG" ist noch wirklich in europäischer Hand ? Der "Tante Emma Laden" Europa wird Schritt für Schritt aufgekauft.

Hier nur ein Ausschnitt - eine Beispiel Quelle : FAZ (30.11.2017) "Industrie 4.0 : Das Ausland kauft Deutschlands digitale Industrie" :? Da haben "wir" Europäer nahezu keinerlei eigene Rohstoffe - da verkaufen wir unserer einzigen Ressourcen "meistbietend".

Neuste Erwerbung - "wir" teilen ja gerne : Quelle : SPON (24.02.2018) "Neuer Daimler-Großaktionär Li Shufu | Da geht's lang, Herr Zetsche" :?

Hier die "Situation" musikalisch und im übertragbarem Sinn : Otto Reutter - Der Überzieher ( 1926 )
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Alpha Centauri » So 25. Feb 2018, 12:32

immernoch_ratlos hat geschrieben:(25 Feb 2018, 11:08)

Tja, die "Welt" wird es "uns" schon wissen lassen was man dort von der hiesigen Kleinstaaterei hält.

Wieder mal wird die Welt neu verteilt - "wir" sind inzwischen allenfalls der "Kuchen" - die "Kuchenschaufel" wird längst von anderen geführt. "Nationen" mögen in unseren Köpfen noch immer eine bedeutende Rolle spielen - das inzwischen Größe, wirtschaftliche Stärke und nicht zuletzt auch militärisches "Vermögen" sind inzwischen gänzlich anders verteilt.

Wie viel der "Europa AG" ist noch wirklich in europäischer Hand ? Der "Tante Emma Laden" Europa wird Schritt für Schritt aufgekauft.

Hier nur ein Ausschnitt - eine Beispiel Quelle : FAZ (30.11.2017) "Industrie 4.0 : Das Ausland kauft Deutschlands digitale Industrie" :? Da haben "wir" Europäer nahezu keinerlei eigene Rohstoffe - da verkaufen wir unserer einzigen Ressourcen "meistbietend".

Neuste Erwerbung - "wir" teilen ja gerne : Quelle : SPON (24.02.2018) "Neuer Daimler-Großaktionär Li Shufu | Da geht's lang, Herr Zetsche" :?

Hier die "Situation" musikalisch und im übertragbarem Sinn : Otto Reutter - Der Überzieher ( 1926 )


Von jener durch nostalgische "PATRIOTEN" beschworenen kitschig begrenzten Kleinstaaterei ist nichts zu halten weil durch technologischen Fortschritt ein Auslaufmodell.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Ger9374 » Di 27. Feb 2018, 06:14

Grenzenloses erweitern der E.U. bevor in der bestehenden E.U nicht mal gleiche Standards
im Sozialen Bereich,Verteidigung bestehen ist höchst fragwürdig. Dazu ist das Vertrauen vieler Bürger nicht gross genug.Schrittweise über 2 Länder grenzen hinweg wäre da logischer.
D+F etwa. Das könnte eine Sogwirkung haben.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon H2O » Di 27. Feb 2018, 10:57

Ger9374 hat geschrieben:(27 Feb 2018, 06:14)

Grenzenloses erweitern der E.U. bevor in der bestehenden E.U nicht mal gleiche Standards
im Sozialen Bereich,Verteidigung bestehen ist höchst fragwürdig. Dazu ist das Vertrauen vieler Bürger nicht gross genug.Schrittweise über 2 Länder grenzen hinweg wäre da logischer.
D+F etwa. Das könnte eine Sogwirkung haben.


Da war ich auch schon angelangt: Etwas wirklich Funktionierendes auf die Beine stellen und die Nachbarn einladen, sich zu den funktionierenden Bedingungen ein zu bringen. Aber heute muß dieser Gedanke eine letzte Rückfallposition sein, bevor alles Erreichte zu Bruch geht. Jetzt sollten wir erst einmal der Bundesregierung eine Gelegenheit geben, sich mit der Reparatur der EU gründlich zu befassen, natürlich untergehakt mit den französischen Nachbarn und allen Kräften, die eine stetig sich vertiefende Zusammenarbeit in der EU anstreben.

Seinen Ansprachen zufolge sieht Präsident Macron dort auch die französische Zukunft!
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Nomen Nescio » Di 27. Feb 2018, 20:59

hm, da bin ich pessimistischer. F wird alles auf allem setzen um zugang und liebst beherrschung über gelder anderer länder zu bekommen. denn damit werden die benötigen revisionen in frankreicht wieder aufgeschoben.

und so wird aufgeschoben eigentlich aufgehoben.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon H2O » Di 27. Feb 2018, 22:09

Nomen Nescio hat geschrieben:(27 Feb 2018, 20:59)

hm, da bin ich pessimistischer. F wird alles auf allem setzen um zugang und liebst beherrschung über gelder anderer länder zu bekommen. denn damit werden die benötigen revisionen in frankreicht wieder aufgeschoben.

und so wird aufgeschoben eigentlich aufgehoben.


Na ja, deutsche Politiker sind sicher nicht ständig in Geberlaune.;) Die werden den Braten schon riechen und ihre Vorstellungen vertreten. Ich kenne Franzosen in Verhandlungen so, daß sie auch anderer Leute Standpunkte verstehen und teilen, wenn die Sache nicht zu schmerzhaft angelegt ist. Vielleicht ist es wirklich besser, zunächst Deutsche und Franzosen allein zu lassen, bevor Dritte an dem Spiel beteiligt sind?

Unser Zeitfenster beträgt vielleicht noch 15 Jahre, bevor wir Europäer ganz zur Seite geschoben werden, weil wir es nicht verstanden haben, unsere Interessen ab zu gleichen und gemeinsame Interessen mit gemeinsamen Kräften zu vertreten.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon Senexx » Do 21. Jun 2018, 04:35

Der Rückbau der EU kommt endlich in Gang: Bilaterale Verträge statt EU-Regelungen durch Brüssel.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/e ... 14129.html

Die Realität zwingt sie, das zu tun, was sie bisher nie tun wollten. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon garfield336 » Do 21. Jun 2018, 09:33

Senexx hat geschrieben:(11 May 2017, 01:35)
ins ferne, gefräßige, fette Brüssel.


Brüssel ist doch nicht fern. knappe 2stündige Autofahrt. :)
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon sünnerklaas » Do 21. Jun 2018, 09:44

Senexx hat geschrieben:(21 Jun 2018, 05:35)

Der Rückbau der EU kommt endlich in Gang: Bilaterale Verträge statt EU-Regelungen durch Brüssel.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/e ... 14129.html

Die Realität zwingt sie, das zu tun, was sie bisher nie tun wollten. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.


Die Folge: sämtliche Verträge müssten einzeln ausgehandelt und beschlossen werden. Dauer von Verhandlungsbeginn bis Ratifizierung: 5 bis 10 Jahre.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon sünnerklaas » Do 21. Jun 2018, 09:49

H2O hat geschrieben:(27 Feb 2018, 10:57)

Da war ich auch schon angelangt: Etwas wirklich Funktionierendes auf die Beine stellen und die Nachbarn einladen, sich zu den funktionierenden Bedingungen ein zu bringen. Aber heute muß dieser Gedanke eine letzte Rückfallposition sein, bevor alles Erreichte zu Bruch geht. Jetzt sollten wir erst einmal der Bundesregierung eine Gelegenheit geben, sich mit der Reparatur der EU gründlich zu befassen, natürlich untergehakt mit den französischen Nachbarn und allen Kräften, die eine stetig sich vertiefende Zusammenarbeit in der EU anstreben.

Seinen Ansprachen zufolge sieht Präsident Macron dort auch die französische Zukunft!


Eine vertiefende Zusammenarbeit wird es maximal zwischen D, F und den Benelux-Staaten geben. Der Rest wird sich - teilweise aus Wut - verabschieden. um dann wütend an den Grenzzäunen und -toren rütteln und zu brüllen und zu jammern, warum man sie nicht mehr mitmachen ließe. Für Ost- und Südeuropa dürften dann sehr harte Zeiten anbrechen.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon H2O » Do 21. Jun 2018, 10:00

sünnerklaas hat geschrieben:(21 Jun 2018, 10:49)

Eine vertiefende Zusammenarbeit wird es maximal zwischen D, F und den Benelux-Staaten geben. Der Rest wird sich - teilweise aus Wut - verabschieden. um dann wütend an den Grenzzäunen und -toren rütteln und zu brüllen und zu jammern, warum man sie nicht mehr mitmachen ließe. Für Ost- und Südeuropa dürften dann sehr harte Zeiten anbrechen.


Ich glaube schon, daß sehr schnell die Einsicht reifen wird, es mit dem Chauvinismus zu weit getrieben zu haben. Natürlich sollen alle einsichtigen Partner mitmachen, was denn sonst? Aber die Bedingungen müssen klar sein und Verstöße dagegen auch wirklich weh tun. Meinetwegen vom EuGH verhängt, damit "Politik" außen vor bleibt. Herrschaft des Rechts!
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon frems » Do 21. Jun 2018, 10:11

sünnerklaas hat geschrieben:(21 Jun 2018, 10:44)

Die Folge: sämtliche Verträge müssten einzeln ausgehandelt und beschlossen werden. Dauer von Verhandlungsbeginn bis Ratifizierung: 5 bis 10 Jahre.

Naja, die EU ist, was der Vorredner bis heute nicht weiß, sowohl mit intergouvernementalen als auch supranationalen Institutionen ausgestattet. Ein Abkommen zwischen nationalen Staats- und Regierungschefs in Bereichen, wo die Zuständigkeit vertraglich bei den Nationalstaaten liegt, ist nicht sonderlich ungewöhnlich. Das ist so als wenn sich unsere 16 Kultusminister in Berlin treffen, sich für ein Zentralabi in ganz Deutschland aussprechen und irgendein Reichsbürger dann jubelnd herumschreit, dass damit die Bundesrepublik zerfällt und rückgebaut wird -- obwohl die Hoheit übers Bildungswesen seit jeher bei den Ländern liegt und der Bund keinerlei Zuständigkeit verloren hat. Muss man nicht überbewerten. Die größten Europagegner zeichnen sich meist eh damit aus, dass sie sehr wenig Wissen über die EU und ihre Strukturen haben. Das sieht man ja schon beim Eingangsbeitrag, wo irgendwelche nationalen Streitigkeiten monokausal auf Kompetenzen der EU zurückgeführt werden, aber man keinerlei Fakten vorfinden wird, sondern nur eine schwache Argumentation mit vielen Behauptungen.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon sünnerklaas » Do 21. Jun 2018, 10:15

H2O hat geschrieben:(21 Jun 2018, 11:00)

Ich glaube schon, daß sehr schnell die Einsicht reifen wird, es mit dem Chauvinismus zu weit getrieben zu haben. Natürlich sollen alle einsichtigen Partner mitmachen, was denn sonst? Aber die Bedingungen müssen klar sein und Verstöße dagegen auch wirklich weh tun. Meinetwegen vom EuGH verhängt, damit "Politik" außen vor bleibt. Herrschaft des Rechts!


Da werden die aktuellen osteuropäischen Regierungen nicht mit machen.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon sünnerklaas » Do 21. Jun 2018, 10:18

frems hat geschrieben:(21 Jun 2018, 11:11)

Die größten Europagegner zeichnen sich meist eh damit aus, dass sie sehr wenig Wissen über die EU und ihre Strukturen haben. Das sieht man ja schon beim Eingangsbeitrag, wo irgendwelche nationalen Streitigkeiten monokausal auf Kompetenzen der EU zurückgeführt werden, aber man keinerlei Fakten vorfinden wird, sondern nur eine schwache Argumentation mit vielen Behauptungen.



Irgendworauf muss man ja schimpfen. Für Nationalisten ist die EU jedenfalls eine große Katastrophe.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon frems » Do 21. Jun 2018, 10:25

sünnerklaas hat geschrieben:(21 Jun 2018, 11:18)

Irgendworauf muss man ja schimpfen. Für Nationalisten ist die EU jedenfalls eine große Katastrophe.

Sowieso. Und in spätestens zwei Jahren geht sie auch seit Jahrzehnten unter. Sind sich Regierungen irgendwo uneins, ist das ein Zeichen dafür, dass es ohne EU besser wäre -- so als wenn dann alle Interessen der Akteuren gleich wären. Und sind sich einige einig, wie in diesem Falle, muss das auch als Untergang Europas verstanden werden. Irgendwas ist halt immer.
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