Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

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Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Umfrage endete am So 7. Mai 2017, 06:52

Emmanuel Macron (En Marche!)
31
69%
Marine Le Pen (Front National)
14
31%
 
Abstimmungen insgesamt: 45
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garfield336
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon garfield336 » Di 9. Mai 2017, 08:20

Kibuka hat geschrieben:(09 May 2017, 00:34)

Wenn ein Hollande rausposaunt, dass für Frankreich die Defizitkriterien nicht gelten, weil Frankreich ein wichtiges Euroland ist, dann ist das ein Problem.



Es gibt nur ein Land das diese Regeln immer eingehalten hat. :)
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Senexx
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon Senexx » Di 9. Mai 2017, 09:50

Widerstand gegen Macrons Europa-Pläne außerhalb Frankreichs formiert sich.

Vor der Bundestagswahl muss den Wählern reiner Wein eingeschenkt werden und die künftige Bundesregierung darauf festgelegt werden, Macrons Vorstellungen zu vereiteln.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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garfield336
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon garfield336 » Di 9. Mai 2017, 10:35

Bei den anstehenden Legislativen Wahlen sehen Umfragen die Partei von Macron auch als Gewinner.
Genaue Prognosen über die Sitzverteilung sind in Frankreich aber schwierig wegen das Mehrheitswahlrecht.

Im ersten Durchgang kommt auch der erst platzierte kaum über 25%.

Das er eine absolute Mehrheit erhält ist sehr fraglich. Er bräuchte dann eine Koalition. Aber mit wem ?
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon Wasteland » Di 9. Mai 2017, 10:49

Mehr Europa. :thumbup:
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 11:06

Senexx hat geschrieben:(09 May 2017, 10:50)

Widerstand gegen Macrons Europa-Pläne außerhalb Frankreichs formiert sich.

Vor der Bundestagswahl muss den Wählern reiner Wein eingeschenkt werden und die künftige Bundesregierung darauf festgelegt werden, Macrons Vorstellungen zu vereiteln.


Aus meiner Sicht wäre eine "Anti-Haltung" so ziemlich das Dümmste, was eine Europa-Politik anstellen könnte. Für viel vernünftiger halte ich die gemeinschaftliche Beschäftigung mit den Vorschlägen Macrons, die Entwicklung von Gegenvorschlägen, die auf Macrons Vorschläge eingehen und sie gemeinschafts-tauglicher machen.

Natürlich kann niemand, auch ein Präsident Macron nicht, unter der Überschrift "Europa" mit Erfolg eine rein französische Interessenpolitik betreiben. Das wird schon ein Geben und Nehmen werden müssen, wobei ich auch wieder meine, daß wir nach Kräften versuchen sollten, Frankreich aus seiner wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erstarrung heraus zu pauken... damit eben in absehbarer Zeit eine gemeinschafts-taugliche Politik mit D&F als Kraftquell möglich wird.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 11:08

Wasteland hat geschrieben:(09 May 2017, 11:49)

Mehr Europa. :thumbup:


Selbstverständlich! Aber wir sollten schon zum Ausdruck bringen, wie wir uns mehr Europa vorstellen. Sonst machen "die da oben" nämlich das, was ihnen gerade dazu einfällt!
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon Wasteland » Di 9. Mai 2017, 11:10

H2O hat geschrieben:(09 May 2017, 12:08)

Selbstverständlich! Aber wir sollten schon zum Ausdruck bringen, wie wir uns mehr Europa vorstellen. Sonst machen "die da oben" nämlich das, was ihnen gerade dazu einfällt!


Das stimmt. Es sollte nicht nur aus Deregulation und Neoliberalismus bestehen.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon H2O » Di 9. Mai 2017, 11:17

Wasteland hat geschrieben:(09 May 2017, 12:10)

Das stimmt. Es sollte nicht nur aus Deregulation und Neoliberalismus bestehen.

Oh, das sind reichlich theoretische Vorgaben! Ich hatte mehr an die praktische Organisationsform
von "mehr Europa" gedacht, um dem Weißbuch der EU-Kommission greifbare Inhalte zu geben.
Noch genauer ging es mir um die Bürgerbeteiligung an der europäischen Politik, und um die demokratische Kontrolle der Politik für 400 Mio Menschen. Dazu gehören dann auch "Deregulation und Neoliberalismus" als Gegenstände der europäischen Politik.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon harry52 » Di 9. Mai 2017, 21:58

Kibuka hat geschrieben:Naja. Ein Grund dürfte in dem Import geringqualifizierter Problemmigranten liegen. Frankreich steuert seit 15 Jahren auf Rekordwerte bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund aus Afrika zu.

Das ist doch nicht der Grund für die Deindustrialisierung in F.
Warum bauen die Franzosen keine Smartphones und Fernseher, die man weltweit gut verkaufen könnte? Oder warum ist der Stahl aus Frankreich so teuer, dass ihn niemand kauft. Und warum geben über 50% aller Startups in Frankreich im ersten Jahr auf?

Wegen der Migranten?????????????

Nein Kibuka, das kannst Du besser.
Du bist doch nicht so ungebildet, dass du solche simplen Thesen unterstützt. Frankreich ist da ja auch nicht der einzige Problemfall. Nimm mal Spanien, Italien, Portugal, oder Griechenland. Deutschland, Schweden und Österreich haben viel mehr Migranten aufgenommen und sind wirtschaftlich viel erfolgreicher.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon Kibuka » Di 9. Mai 2017, 22:05

harry52 hat geschrieben:(09 May 2017, 22:58)

Das ist doch nicht der Grund für die Deindustrialisierung in F.
Warum bauen die Franzosen keine Smartphones und Fernseher, die man weltweit gut verkaufen könnte? Oder warum ist der Stahl aus Frankreich so teuer, dass ihn niemand kauft. Und warum geben über 50% aller Startups in Frankreich im ersten Jahr auf?

Wegen der Migranten?????????????


Es werden in Frankreich aus demselben Grund keine Smartphones gebaut, wie in Deutschland.

Startups gehen nicht im ersten Jahr pleite wegen Migranten, sondern weil die Geschäftsidee für den Arsch war.

Nein Kibuka, das kannst Du besser.
Du bist doch nicht so ungebildet, dass du solche simplen Thesen unterstützt. Frankreich ist da ja auch nicht der einzige Problemfall. Nimm mal Spanien, Italien, Portugal, oder Griechenland. Deutschland, Schweden und Österreich haben viel mehr Migranten aufgenommen und sind wirtschaftlich viel erfolgreicher.


Nein. Pro Kopf haben die nicht mehr Migranten aufgenommen. Außerdem verfügt jedes Land über andere Rahmenbedingungen. Die Integrationskapazitäten von Österreich sind andere, als die von Portugal.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon Senexx » Di 9. Mai 2017, 22:07

harry52 hat geschrieben:(09 May 2017, 22:58)

Das ist doch nicht der Grund für die Deindustrialisierung in F.
Warum bauen die Franzosen keine Smartphones und Fernseher, die man weltweit gut verkaufen könnte? Oder warum ist der Stahl aus Frankreich so teuer, dass ihn niemand kauft. Und warum geben über 50% aller Startups in Frankreich im ersten Jahr auf?

Wegen der Migranten?????????????

Nein Kibuka, das kannst Du besser.
Du bist doch nicht so ungebildet, dass du solche simplen Thesen unterstützt. Frankreich ist da ja auch nicht der einzige Problemfall. Nimm mal Spanien, Italien, Portugal, oder Griechenland. Deutschland, Schweden und Österreich haben viel mehr Migranten aufgenommen und sind wirtschaftlich viel erfolgreicher.

Die De-Industrialisierung Entwicklung war politisch gewollt, gerade in Frankreich. Die Fourastié-Gläubigkeit war ursächlich.

Gesteuert von denjenigen, zu denen Macron gehört.

Mit Beelzebub den Teufel austreiben, das bedeutet Macron. Frankreich geht schweren Zeiten entgegen.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon ebi80 » Di 9. Mai 2017, 22:12

harry52 hat geschrieben:(09 May 2017, 22:58)

Das ist doch nicht der Grund für die Deindustrialisierung in F.
Warum bauen die Franzosen keine Smartphones und Fernseher, die man weltweit gut verkaufen könnte? Oder warum ist der Stahl aus Frankreich so teuer, dass ihn niemand kauft. Und warum geben über 50% aller Startups in Frankreich im ersten Jahr auf?

Wegen der Migranten?????????????

Nein Kibuka, das kannst Du besser.
Du bist doch nicht so ungebildet, dass du solche simplen Thesen unterstützt. Frankreich ist da ja auch nicht der einzige Problemfall. Nimm mal Spanien, Italien, Portugal, oder Griechenland. Deutschland, Schweden und Österreich haben viel mehr Migranten aufgenommen und sind wirtschaftlich viel erfolgreicher.


Tun Sie doch: http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tipps-Handy-EM-Smartphones-Die-beliebtesten-Handys-aus-Frankreich-15744447.html
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Und Mikranten sind bei Kibuka auch für das schlechte Wetter schuld...... Gähn
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon Kibuka » Di 9. Mai 2017, 22:15

ebi80 hat geschrieben:(09 May 2017, 23:12)


Und Mikranten sind bei Kibuka auch für das schlechte Wetter schuld...... Gähn


Dumme Sprüche ändern leider an den Fakten nichts.

In Frankreich sind große Teile der Jugend mit Migrationshintergrund arbeitlos und belasten dauerhaft die französischen Sozialsysteme. In den offiziell als "sensible urbane Zonen" betitelten Banlieues liegt die Jugendarbeitslosigkeit sogar bei 42 Prozent. Das nimmt den Spielraum für wichtige Investitionen in Infrastruktur und die Wirtschaft.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon ebi80 » Di 9. Mai 2017, 22:41

Kibuka hat geschrieben:(09 May 2017, 23:15)

Dumme Sprüche ändern leider an den Fakten nichts.

In Frankreich sind große Teile der Jugend mit Migrationshintergrund arbeitlos und belasten dauerhaft die französischen Sozialsysteme. In den offiziell als "sensible urbane Zonen" betitelten Banlieues liegt die Jugendarbeitslosigkeit sogar bei 42 Prozent. Das nimmt den Spielraum für wichtige Investitionen in Infrastruktur und die Wirtschaft.

Das liegt an der Misswirtschaft der Regierung. Erst Gastarbeiter in Massen ins Land holen und dann ins Ghetto stecken wenn es mal nicht gut läuft. Hätten sie mal ein paar Reformen durchgesetzt und sich nicht heorisch dagegen dagegen gewährt, stünde Frankreich heute nicht so da.
Aber schuld hat natürlich immer der Mikrant, dessen Eltern vor über 40 Jahren ins Land geholt wurden. Es sind Franzosen. Sie sind die, die am meisten im Stich gelassen. Aber das wirst du eh nie verstehen. Hauptsache die Welt ist weiß.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon Kibuka » Di 9. Mai 2017, 23:04

ebi80 hat geschrieben:(09 May 2017, 23:41)

Das liegt an der Misswirtschaft der Regierung. Erst Gastarbeiter in Massen ins Land holen und dann ins Ghetto stecken wenn es mal nicht gut läuft.


Die haben sich selbst ins Ghetto gesteckt.

Außerdem ist sonnenklar, dass man nicht massenhaft Leute aus der 3. Welt importieren kann ohne selbst Schaden zu erleiden. Das Geld oder die Wohnung für diese Leute wächst nämlich nicht auf den Bäumen.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon Wasteland » Di 9. Mai 2017, 23:27

xxx

Frankreich, nicht Deutschland.
Zuletzt geändert von Wasteland am Mi 10. Mai 2017, 01:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon ebi80 » Mi 10. Mai 2017, 00:20

Kibuka hat geschrieben:(10 May 2017, 00:04)

Die haben sich selbst ins Ghetto gesteckt.

Außerdem ist sonnenklar, dass man nicht massenhaft Leute aus der 3. Welt importieren kann ohne selbst Schaden zu erleiden. Das Geld oder die Wohnung für diese Leute wächst nämlich nicht auf den Bäumen.

Nein, die Vororte wurden von den Franzosen gebaut, anfangs als Arbeiterviertel gebaut. Nachdem man sie nicht mehr brauchte. Hat man sie allein gelassen.
Integration sieht anders aus.
Ich nenne das Sklaverei.
Fast alle arbeitslos und warum haben die wissen Arbeitslosen dann auch kein Job. Die Regierungen und die Gesellschaft haben gehörig mist gebaut.
Das muss Frankreich in den Griff bekommen und das geht nicht mit Hass und Ausgrenzung.
Warum ist Brooklyn NY heute ein Glanzlicht? Weil die Menschen dort es kapiert haben. Daher ist es heute einer der sichersten Stadtteile NY's mit Menschen aller Farben. Sogar weiße fühlen sich da sicher. So geht das!
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon harry52 » Mi 10. Mai 2017, 15:31

Das liegt an der Misswirtschaft der Regierung. ....Hätten sie mal ein paar Reformen durchgesetzt und sich nicht heorisch dagegen dagegen gewährt, stünde Frankreich heute nicht so da.

Gegen Reformen wird aber auch brutal gestreikt
und die Franzosen sind stolz darauf, nicht neoliberal zu sein und einen riesigen Staat zu haben. Die Antwort auf preiswerte Produkte aus Asien war doch immer, noch fauler und noch teurer zu werden. Reiche Investoren kann man auch nicht leiden und der teure Staat macht den Renault auch nicht billiger und besser.

Den Politikern immer die Schuld zu geben, ist zwar einfach
und populär, aber nicht klug und schon gar nicht hilfreich. Die da oben sind ja alle so blöd, aber wer hat sie gewählt? Wer erzählt uns immer, dass weniger arbeiten, früher in die Rente und eine Reichensteuer die Arbeitslosigkeit senkt? Wer hat diese linken Blödsinn denn gewählt?

Es gibt ja auch kluge, wirtschaftsfreundliche Politiker in Frankreich, die hätte man ja auch mal wählen können.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon aleph » Mi 10. Mai 2017, 16:26

Senexx hat geschrieben:(09 May 2017, 10:50)

Widerstand gegen Macrons Europa-Pläne außerhalb Frankreichs formiert sich.

Vor der Bundestagswahl muss den Wählern reiner Wein eingeschenkt werden und die künftige Bundesregierung darauf festgelegt werden, Macrons Vorstellungen zu vereiteln.


Naja, Macrons Vorstellungen sind schon konsequent. Die EU ist ja letztendlich Ausgleichsverein, in dem die starken Länder netto einzahlen und die schwachen Länder netto was bekommen. Im Gegenzug haben die starken Länder bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen (sie können ihre Produkte in dem Verein leichter verkaufen). Natürlich ist auch ein wenig Ideologie dabei. Derzeit haben wir ja die Situation, dass die EZB eine Geldpolitik betreibt, die schwachen Ländern das Schuldenmachen erleichtert und ihre Wirtschaft stärkt. Ist aber eigentlich nicht die Aufgabe der EZB. Sie soll nur die Währung stabil halten.

Ich denke, wenn die schwachen Länder nicht mehr eigenständig Geld ausgeben, sondern sich die Erlaubnis es EU-Wirtschaftsministers holen muss, die starken Länder also mit steuern können,dann kann man das schon versuchen mit den Ideen Macrons. Allerdings: Arbeitsplätze schaffen seine Ideen auch nicht.
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Re: Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich (Stichwahl)

Beitragvon H2O » Mi 10. Mai 2017, 19:42

aleph hat geschrieben:(10 May 2017, 17:26)
...

Ich denke, wenn die schwachen Länder nicht mehr eigenständig Geld ausgeben, sondern sich die Erlaubnis es EU-Wirtschaftsministers holen muss, die starken Länder also mit steuern können,dann kann man das schon versuchen mit den Ideen Macrons. Allerdings: Arbeitsplätze schaffen seine Ideen auch nicht.


Aus meiner Sicht geht völlig unter, wie diese politische Macht "EU-Wirtschafts- und Finanzminister" demokratisch eingehegt werden soll. Werden wir Europäer diese Politiker in freien und geheimen Wahlen bestimmen? Welche Möglichkeit gibt es, sich eines Versagers zu entledigen? Wie wird die Riege der Bewerber ausgewählt und wie bekannt gemacht?

Ich meine, daß die "starken Länder" nicht befugt sind, diese zentrale Führungsriege allein zu bestimmen oder gar zu ernennen. Daran ändert die Tatsache nichts, daß zu verteilende Gelder nur von dort kommen werden. Bei Nationalwahlen sind Sozialhilfeempfänger genau so wahlberechtigt wie Milliardäre.

Das Charmante an der Konstruktion ist jedoch, daß sie sich auf die Euro-Gruppe beschränkt, in der gerade einmal die Slowakei auf nationalstaatlichem Kurs beharren will. Da sind Konflikte vorgezeichnet, was die übergeordnete Funktion "Wirtschafts- und Finanzminister" betrifft.

Andere Mitglieder der Euro-Gruppe werden nun wohl Farbe bekennen müssen. Ich stimme der Einrichtung dieser übergeordneten Finanz- und Wirtschaftsführung zu, wenn sie von den davon betroffenen Bürgern der EU demokratisch gewählt und kontrolliert werden kann. Eine Kungellösung innerhalb des Ministerrats sollte gar nicht erst in Betracht gezogen werden. Mit einem demokratisch gewählten Euro-Parlament könnte ich mich anfreunden, wenn aus ihm dieser Überbau hervor gehen soll und sein Funktionieren auch überwacht werden soll. Daraus kann im Laufe der Zeit auch mehr werden... Traumvorstellung am Ende dieser Entwicklung das frei gewählte EU-Parlament als Quelle der politischen Macht der den Nationalstaaten übergeordneten Organisation; praktisch: Die EU-Regierung.

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