Die "neue" EU? Chance in der Krise?

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H2O
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mo 29. Mai 2017, 08:00

Ger9374 hat geschrieben:(29 May 2017, 08:42)

Ich vermute das humelix33 viele gesammelte
landläufige Vorurteile a la Stammtisch gegen
eine weitere Vertiefung der E.U wiedergibt.
Wen wundert es, Bild und andere arbeiten damit
seit ewig.In diesem Forum wird er mit Fakten
konfrontiert, ich denke da wird er schnell merken
das mehr hinter der E.U steckt als viele Bürger
eigentlich wissen.


Darin sehe ich den Vorteil dieses Forums: Nämlich, daß man von Teilnehmern etwas dazu lernen kann, was unsereinem im Alltag nicht ohne Veranlassung zufällt.
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Ger9374
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Mo 29. Mai 2017, 08:15

H2O hat geschrieben:(29 May 2017, 09:00)

Darin sehe ich den Vorteil dieses Forums: Nämlich, daß man von Teilnehmern etwas dazu lernen kann, was unsereinem im Alltag nicht ohne Veranlassung zufällt.


So ist es, auch ich habe mir vieles neues hier annehmen können.Es war nur wenig was sich als
Schwachsinn herausstellte . Aber dafür haben wir
ja unser kleines oberstübchen;-);-)
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon CaptainJack » Mo 29. Mai 2017, 18:00

http://www.mmnews.de/index.php/wirtscha ... chland-aus
Und ich habe immer gedacht, wir profitieren von der EU? :?:
"Im Namen der Toleranz lässt man zu, dass die Intoleranten ihre Infrastruktur aufbauen."
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Schnitter » Mo 29. Mai 2017, 18:21

CaptainJack hat geschrieben:(29 May 2017, 19:00)

http://www.mmnews.de/index.php/wirtscha ... chland-aus
Und ich habe immer gedacht, wir profitieren von der EU? :?:


Eine hochseriöse Webseite:

https://www.psiram.com/de/index.php/Michael_Mross

Wenn schon Fake News, dann bitte mit Geist :D
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon CaptainJack » Mo 29. Mai 2017, 18:26

Schnitter hat geschrieben:(29 May 2017, 19:21)

Eine hochseriöse Webseite:

https://www.psiram.com/de/index.php/Michael_Mross

Wenn schon Fake News, dann bitte mit Geist :D
Psiram, habe ich gelesen, ist das anrüchigste überhaupt! Eine Seite, die man anscheinend nur mit der Kneifzange anfassen kann https://netzfrauen.org/2015/04/21/wie-p ... iffamiert/
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Schnitter » Mo 29. Mai 2017, 18:35

CaptainJack hat geschrieben:(29 May 2017, 19:26)

Psiram, habe ich gelesen, ist das anrüchigste überhaupt!


Ja genau.

Überführt Wunderheiler, Esotheriker, Pillendreher, Verschwörungsidioten und Neonazis die Fake News verbreiten. Alles unter Angaben von Quellen.

Furchtbar diese Seite.....

....für erwähnte Gruppen :D
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon CaptainJack » Mo 29. Mai 2017, 18:38

Schnitter hat geschrieben:(29 May 2017, 19:35)

Ja genau.

Überführt Wunderheiler, Esotheriker, Pillendreher, Verschwörungsidioten und Neonazis die Fake News verbreiten. Alles unter Angaben von Quellen.

Furchtbar diese Seite.....

....für erwähnte Gruppen :D
Wie man auf so eine Seite kommen kann, ist mir ein Rätsel. Aber es wundert einen nicht mehr!? :rolleyes:
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Schnitter » Mo 29. Mai 2017, 18:54

CaptainJack hat geschrieben:(29 May 2017, 19:38)

Wie man auf so eine Seite kommen kann, ist mir ein Rätsel.


Angesichts der ganzen Aluhüte, Impfgegner und rechten Spackos die sich im Internet rumtreiben um ihre Märchen zu erzählen liegt eine solche Webseite die gnadenlos aufklärt total nahe.
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Fluchtpunkt EU? Deutsch-Französische Führung?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 2. Jun 2017, 20:23

Nach Europa fliehen viele Menschen. Früher suchten viele Europäer ihr Heil in den USA. Macron bietet jetzt sich erkenntlich zu zeigen.

In einer Fernsehansprache sagte der französische Präsident, Trump habe einen „Fehler für die Zukunft unseres Planeten“ begangen. „Ich sage Ihnen heute Abend mit viel Kraft: Wir werden keinen weniger ehrgeizigen Vertrag neu verhandeln. In keinem Fall … Beim Klima gibt es keinen Plan B, weil es keinen Planeten B gibt“, sagte Macron. Deshalb, ja, wir werden weitermachen.“

Macron: „Make our planet great again“

Macron lud amerikanische Wissenschaftler und Unternehmer ein, die von Trumps Entscheidung enttäuscht sind, nach Frankreich zu kommen, um gemeinsam an Lösungen für das Klima zu arbeiten. „Sie werden in Frankreich ein zweites Vaterland finden“, sagte er.

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... bsage.html


In der Tat sind die Aktionen Trumps verheerender (z.B. Kündigung des Klimaschutzes) als selbst Aktionen von Superschurken wie Kim´s unterirdische Atomversuche.

Frankreichs neuer Präsident setzt gegen Brexit, Trump und Erdogan vor allem auf eine Verbündete: Angela Merkel

derstandard.at/2000058554650/Macron-will-den-Grossen-nichts-durchgehen-lassen


Duo mit Merkel Macron weiß aber auch, dass sein Land mit den Großmächten nicht mithalten kann. Auch deshalb setzt der Proeuropäer voll auf die Karte EU – und zwar unter deutsch-französischer Führung.

derstandard.at/2000058554650/Macron-will-den-Grossen-nichts-durchgehen-lassen


Die beiden Staatsführer könnten gut harmonieren. Merkel ist eher die ruhigere, obwohl sie jüngst im Kontext des TV-Star Trumps auch mal durchblicken hat, daß sie sich zusammenreissen muß. Der junge Macron liebt theatralische, pathetische Auftritte. Merkel lässt das sicher durchgehen. So passen sie gut zusammen. Zumal Macron ja ältere Frauen durchaus zu schätzen weiß.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Humelix33 » So 4. Jun 2017, 10:38

Ger9374 hat geschrieben:(29 May 2017, 08:42)

Ich vermute das humelix33 viele gesammelte
landläufige Vorurteile a la Stammtisch gegen
eine weitere Vertiefung der E.U wiedergibt.
Wen wundert es, Bild und andere arbeiten damit
seit ewig.In diesem Forum wird er mit Fakten
konfrontiert, ich denke da wird er schnell merken
das mehr hinter der E.U steckt als viele Bürger
eigentlich wissen.


Genau solche Aussagen sind hocharrogant, und verunglimpfen andere Meinungen. Selbst, wenn ein "Stammtisch" gewisse Aussagen tätigt, muss man sich diese Aussagen anhören, vor allem, wenn immer wieder neue Aussagen dazukommen. Man muss abwägen, sind es Vorurteile, oder ist im entferntesten vielleicht etwas dran, was zwar als Problem richtig erkannt wird, aber die Ursache nicht stimmig ist.

Wir dürfen nie vergessen, ein Politiker macht Politik für diese Menschen, und wenn diese Menschen eben anderer Meinung sind, dann muss sich der Politiker überlegen inwieweit er der Mehrheit entgegenkommen kann, ohne, aufgrund seiner vorherigen Positionen, unglaubwürdig zu werden.

Insbesondere, was die EU betrifft, hat keiner die Weisheit mit dem Löffel gefressen, und die EU ist natürlich noch lange nicht am Ende, ABER, wenn nicht die Warnschüsse vor den letzten Wahlen ernst genommen werden, dann wird die EU scheitern.

Und die "Fakten", die du als solche verkaufst, sind teilweise auf Institute zurückzuführen, die von der EU bezahlt werden, wenn ich einen Bayern München Fan frage, wie er den FC Bayern München findet, bekommen ich eine qualitativ genau so aussagekräftige Meinung.

Man soll die EU nicht schlechtreden, aber reine Lobeshymnen, sind aufgrund der letzten 3-4 Jahre, auch völlig unrealistisch und unglaubwürdig.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon frems » So 4. Jun 2017, 16:16

H2O hat geschrieben:(29 May 2017, 06:58)
Vielleicht meint der Teilnehmer mit "Zentralisierung" den Übergang von Zuständigkeiten auf die EU-Kommission, das EU-Parlament oder den EU-Ministerrat?

Dachte ich zunächst auch, aber an anderer Stelle sprach der User von Zentralstaat und Abschaffung von Nationalstaaten, was halt sehr paranoid wirkt, da das nirgends angestrebt wird. "Ger9374" hat es ganz gut getroffen: der User sammelt nur aufgeschnappte Vorurteile und antieuropäische Parolen, aber hat sich nie näher damit beschäftigt, denn sonst würde er keine Phantomdebatte führen.
Labskaus!

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Machtprobe USA vs EU-Interessen

Beitragvon King Kong 2006 » Do 15. Jun 2017, 18:29

Gabriel wirft den USA Gefährdung europäischer Gasversorgung vor

Der US-Senat will die Sanktionen gegen Russland ausweiten. Außenminister Gabriel und Österreichs Kanzler Kern vermuten reines Eigeninteresse dahinter - und verbitten sich die Einmischung in europäische Angelegenheiten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 52321.html


Ähnliches drückten die USA gegenüber der EU, insbesondere Frankreich im Kontext Irans durch. Nur, damals waren die USA "stärker" und die Europäer "williger". Jetzt kann man argumentieren, daß Russland und der Iran keine Vorzeigedemokratien sind. Gut, das sind Saudi-Arabien, Qatar und China aber auch nicht. Handelspartner sind sie aber schon, gerade erstere in Sachen Energieversorgung.

Somit bleibt durchaus die Möglichkeit, das es sich hier um US-Interessen handeln, die auf Kosten der EU gehen. Seinerzeit regte sich der frz. Premier Jospin darüber ebenfalls auf. Französische Interessen werden nicht in Washington diktiert und generiert. Man sehen, ob sich die Machtverhältnisse inzwischen so verändert haben, daß die EU ihre Interessen gegenüber den USA behaupten können, bzw. ob die USA immer noch stark genug sind US-Interessen der EU aufzudrücken.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Machtprobe USA vs EU-Interessen

Beitragvon H2O » Do 15. Jun 2017, 19:49

King Kong 2006 hat geschrieben:(15 Jun 2017, 19:29)

Ähnliches drückten die USA gegenüber der EU, insbesondere Frankreich im Kontext Irans durch. Nur, damals waren die USA "stärker" und die Europäer "williger". Jetzt kann man argumentieren, daß Russland und der Iran keine Vorzeigedemokratien sind. Gut, das sind Saudi-Arabien, Qatar und China aber auch nicht. Handelspartner sind sie aber schon, gerade erstere in Sachen Energieversorgung.

Somit bleibt durchaus die Möglichkeit, das es sich hier um US-Interessen handeln, die auf Kosten der EU gehen. Seinerzeit regte sich der frz. Premier Jospin darüber ebenfalls auf. Französische Interessen werden nicht in Washington diktiert und generiert. Man sehen, ob sich die Machtverhältnisse inzwischen so verändert haben, daß die EU ihre Interessen gegenüber den USA behaupten können, bzw. ob die USA immer noch stark genug sind US-Interessen der EU aufzudrücken.


Geht so etwas nicht auch ein wenig leiser? Wenn Präsident Trump trumpelt, dann muß doch unser deutscher Außenminister nicht auch noch laut werden! Wozu gibt es dann noch Diplomatie und geheime Verhandlungen? Außenminister Gabriel braucht einen Schalldämpfer. Vor allem aber eine Abstimmung mit seinen EU-Kollegen im EU-Ministerrat!
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Fr 16. Jun 2017, 06:01

Die E.U braucht keine USA die sich in ihre Energiepolitik einmischt. Eigene Interessen
der E.U haben Vorrang. E.U First.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Fr 16. Jun 2017, 06:39

Ger9374 hat geschrieben:(16 Jun 2017, 07:01)

Die E.U braucht keine USA die sich in ihre Energiepolitik einmischt. Eigene Interessen
der E.U haben Vorrang. E.U First.


Aber doch bitte stillschweigend, selbstsicher und mit Blick auf unsere Zukunft in der multipolaren Welt. Einen polternden Außenminister braucht kein Mensch. Hoffentlich richtet Herr Gabriel nicht noch vor den Wahlen zum Bundestag große außenpolitische Schäden an!
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Wandelnde Verhältnisse - Wandelndes Bewußtsein

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 16. Jun 2017, 07:39

H2O hat geschrieben:(15 Jun 2017, 20:49)

Geht so etwas nicht auch ein wenig leiser? Wenn Präsident Trump trumpelt, dann muß doch unser deutscher Außenminister nicht auch noch laut werden! Wozu gibt es dann noch Diplomatie und geheime Verhandlungen? Außenminister Gabriel braucht einen Schalldämpfer. Vor allem aber eine Abstimmung mit seinen EU-Kollegen im EU-Ministerrat!


Sicher hast du auf der einen Seite nicht Unrecht. Auf der anderen Seite könnte es auch dazu dienen den Europäern Mut zuzusprechen oder auf die Problematik hinzuweisen, die eine ähnliche Auffassung haben. Sprich US-Interessen sind nicht gleich europäische Interessen. Ganz im Gegenteil! Sprich, das ist ein Thema, das Europäer durchaus angeht. Es ist immer noch eher ein Schmuddelthema oder nicht en vogue. Man kommt schnell in die Ecke von Linksextremisten, Rechtsextremisten oder Verschwörungsexperten. Vielleicht wird es Zeit auf größerer Breite dafür ein Bewußtsein zu bekommen. Nicht auf Kriegsfuß mit den USA zu stehen, sondern für seine eigenen Interessen einzustehen. Denn die USA machen das schon seit vielen Jahrzehnten. Auch auf Kosten der Europäer. Nicht immer für Europäer und US-Amerikanern.

Die gewandelten Verhältnisse (USA als Führungsmacht, ade?) bedürfen auch einer offiziellen Haltung. Allerdings ist Gabriel für mich auch nicht ein Sympathieträger.
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Re: Wandelnde Verhältnisse - Wandelndes Bewußtsein

Beitragvon H2O » Fr 16. Jun 2017, 08:04

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Jun 2017, 08:39)

Sicher hast du auf der einen Seite nicht Unrecht. Auf der anderen Seite könnte es auch dazu dienen den Europäern Mut zuzusprechen oder auf die Problematik hinzuweisen, die eine ähnliche Auffassung haben. Sprich US-Interessen sind nicht gleich europäische Interessen. Ganz im Gegenteil! Sprich, das ist ein Thema, das Europäer durchaus angeht. Es ist immer noch eher ein Schmuddelthema oder nicht en vogue. Man kommt schnell in die Ecke von Linksextremisten, Rechtsextremisten oder Verschwörungsexperten. Vielleicht wird es Zeit auf größerer Breite dafür ein Bewußtsein zu bekommen. Nicht auf Kriegsfuß mit den USA zu stehen, sondern für seine eigenen Interessen einzustehen. Denn die USA machen das schon seit vielen Jahrzehnten. Auch auf Kosten der Europäer. Nicht immer für Europäer und US-Amerikanern.

Die gewandelten Verhältnisse (USA als Führungsmacht, ade?) bedürfen auch einer offiziellen Haltung. Allerdings ist Gabriel für mich auch nicht ein Sympathieträger.


Auf persönliche Vorlieben für Politiker lasse ich mich nur ungern ein; dazu kennt man diese Leute nicht gut genug! Aber ich finde es nur noch dumm, lauthals aus zu posaunen, was irgendwie zu Verdruß Anlaß gibt. Solche Dinge erledigt ein Diplomat geräuschlos. Ein Außenminister ist immerhin unser "Oberdiplomat".
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Re: Wandelnde Verhältnisse - Wandelndes Bewußtsein

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 16. Jun 2017, 08:35

H2O hat geschrieben:(16 Jun 2017, 09:04)

Auf persönliche Vorlieben für Politiker lasse ich mich nur ungern ein; dazu kennt man diese Leute nicht gut genug! Aber ich finde es nur noch dumm, lauthals aus zu posaunen, was irgendwie zu Verdruß Anlaß gibt. Solche Dinge erledigt ein Diplomat geräuschlos. Ein Außenminister ist immerhin unser "Oberdiplomat".


Ein Politiker ist auch ein Volksvertreter. Mich interessiert die Haltung derer. Diese geheim zu halten ist so eine Sache. Ich erwarte auch mal klare Haltungen. Transparenz. Ich muss wissen, für was sie stehen und wofür nicht. Und was, nach deren Meinung, los ist. Natürlich macht der Ton die Musik. Ich muss nicht alles wissen, ich muss auch nicht überall mit am Tisch sitzen. Aber der Wähler, der Bürger, hat ein Recht auch mal klare Ansagen zu hören. Und der Politiker darf das auch. Ich rede nicht von solchen Knallern wie Trump. Auch ich will von den verantwortlichen Politikern wissen, was sie davon halten und demnach, was sie vorhaben.
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Re: Wandelnde Verhältnisse - Wandelndes Bewußtsein

Beitragvon H2O » Fr 16. Jun 2017, 08:51

King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Jun 2017, 09:35)

Ein Politiker ist auch ein Volksvertreter. Mich interessiert die Haltung derer. Diese geheim zu halten ist so eine Sache. Ich erwarte auch mal klare Haltungen. Transparenz. Ich muss wissen, für was sie stehen und wofür nicht. Und was, nach deren Meinung, los ist. Natürlich macht der Ton die Musik. Ich muss nicht alles wissen, ich muss auch nicht überall mit am Tisch sitzen. Aber der Wähler, der Bürger, hat ein Recht auch mal klare Ansagen zu hören. Und der Politiker darf das auch. Ich rede nicht von solchen Knallern wie Trump. Auch ich will von den verantwortlichen Politikern wissen, was sie davon halten und demnach, was sie vorhaben.


Das geht erst einmal in Ordnung so. Dazu muß man aber keinen Lautsprecher mit Reichweite bis Washington in Stellung bringen. Man könnte auch einer interessierten Öffentlichkeit an Einzelheiten ganz sachlich erläutern, was an bestimmten Ansinnen unerträglich ist. Herr Gabriel kann das auch; um so mehr ärgert mich diese Megaphon-Diplomatie!
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Der Lautsprecher ist eine Folge, nicht der Beginn

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 16. Jun 2017, 15:14

H2O hat geschrieben:(16 Jun 2017, 09:51)

Das geht erst einmal in Ordnung so. Dazu muß man aber keinen Lautsprecher mit Reichweite bis Washington in Stellung bringen. Man könnte auch einer interessierten Öffentlichkeit an Einzelheiten ganz sachlich erläutern, was an bestimmten Ansinnen unerträglich ist. Herr Gabriel kann das auch; um so mehr ärgert mich diese Megaphon-Diplomatie!


Die eigentlich "sachliche" Kanzlerin kommt dazu.

Kampf ums Gas

Kanzlerin und Außenminister vereint gegen Washington: Merkel und Gabriel warnen vor neuen Russland-Sanktionen, die der US-Senat beschlossen hat. Auf dem Spiel stehen die deutschen Energie-Interessen.

Mancher dachte, es handele sich mal wieder um einen typischen Gabriel-Vorstoß. Spontan, eigenmächtig, etwas überdreht. Doch seine jüngste Erklärung, in der er gemeinsam mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Kern die Entscheidung des US-Senats über neue Russland-Sanktionen scharf kritisierte, stellte sich weniger als 24 Stunden später als Position der Bundesregierung heraus. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) teilt die Kritik.

"Es ist, vorsichtig gesagt, ein eigenwilliges Vorgehen des US-Senats", sagte am Freitag Regierungssprecher Steffen Seibert. Es sei "befremdlich", dass bei der Sanktionierung russischen Verhaltens die europäische Wirtschaft ins Visier gerate. Wirtschaftliche Interessen und Sanktionsfragen dürften nicht miteinander vermischt werden. Es ist ein Satz, den er wortwörtlich von Gabriel und Kern übernommen hat.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 52441.html


Das sind ernste Themen. Und die kann man auch offiziell thematisieren. Das sind dt. bzw. europäische Interessen. Und so etwas zu verschweigen ist genauso "falsch". Zumal in einem Rechtsstaat mit einem Parlament, einer Öffentlichkeit und Presse so etwas ohnehin thematisiert wird.

Es ist davon auszugehen, das es im Vorfeld bereits diplomatische Verhandlungen, danach folgende diplomatisches Gerangel und Streit gegeben hat. Das hier ist eine Folge davon, das sogar die sonst "besonnene" Kanzlerin jetzt "befremdet". Wenn am Anfang gleich trompetet und Panik geschoben werden würde, dann wäre das wohl nicht angebracht. Erstmal darüber diskutieren. Das ist wohl schon längst geschehen. Solche Entwicklungen sind ja keine 24h Geschichten. Jetzt wird ein Punkt im Disput erreicht sein, wo es nicht mehr zu deckeln und "geheimzuhalten" ist.

Das ist ein beachtliches Selbstbewußtsein. Das gabs früher in der Form nicht. "Neue EU"?
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