Die "neue" EU? Chance in der Krise?

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schokoschendrezki
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 21. Mär 2017, 13:13

H2O hat geschrieben:(20 Mar 2017, 16:12)

Darum geht es doch gar nicht; in Polen investieren deutsche Unternehmen in einem Maße, daß Herr Kaczyński deshalb auch schon ziemlich unrund lief. Es geht schon um den guten Willen und das Bemühen "dabei zu sein". Diese Investitionen würden mit Sicherheit auch fortgesetzt, wenn die Wirtschaft Polens durch "grenzenlose Währung" einen weiteren Aufschwung nimmt. Die Balten sind ja auch durchgestartet.

Das ist eben die Frage. Ökonomen wie Paul Krugman argumentieren seit Jahren - auch und gerade mit Blick auf Osteuropa - gegen eine Gemeinschaftswährung. Allerdings aus völlig rationalen und rein finanzökonomischen Erwägungen heraus. Ohne irgendwelche Dazugehörigkeitserzählungen. Und bislang jedenfalls leuchten mir solche Argumente ein. Ich weiß nicht, ob der Vergleich vielleicht ein wenig hinkt: Aber eine Modellbahnanlage, wo ich für sämtliche Weichen einen einzigen Knopf zum gemeinsamen Umschalten habe wird ganz sicher nicht so gut funktionieren wie eine, bei der ich jede Weiche separat stellen kann. In der Programmierung gab es im Laufe der Dekaden Paradigmenwechsel von der algorithmischen über die hierarchische hin zur objektorientierten Programmierung. In der Wirtschaftsorganisation von den vertikalen Hierarchien hin zu flachen Strukturen. In allen Fällen erweisen sich autonom funktionierende Teilstrukturen als die bessere Variante. Indem an die Stelle von Steuerflüssen Informationsflüsse treten. Bezogen auf die europäische Gemeinschaft würde das bedeuten: Offene aber autonom entscheidende Teilgemeinschaften. Ich sehe gegenwärtig in keinem Teil Europas eine Mehrheit der Bevölkerung für Zentrale oder Einheitliche Strukturen. Auch (oder schon gar nicht) in Frankreich oder Deutschland. Nur wird diese Abneigung gegen Zentralismus von populistischen Politikern in neo-nationalistische Kanäle gelenkt. Darin sehe ich das Problem. Man müsste diesen Willen anstelle dessen in das Projekt eines gemeinschaftlichen aber dezentral funktionierenden Europas "von unten" lenken.
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H2O
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Di 21. Mär 2017, 13:47

Gottlob ist Herr Krugmann mit seinen Wirtschaftstheorien ziemlich umstritten. Außerdem vertritt er US-amerikanische Interessen. Warum zerlegt er denn nicht die USA? Dazu sollten Sie aber unseren Teilnehmer Adam Smith fragen; der hat Herrn Krugmann "gefressen"! :)

Wollte man Ihre Logik ganz hartnäckig durchziehen, dann wären die kleinsten Gemeinschaften die erfolgreichsten. Und dennoch geben Riesenreiche wie die USA und China in der Weltwirtschaft den Ton an, und die EU muß sich auch nicht verschämt zur Seite bewegen. Je geringer die Hindernisse für die Entfaltung der Wirtschaft sind, desto besser. Eine gemeinsame Währung und offene Grenzen und ordentliche Verkehrswege sind die halbe Miete; danach kommen harmonisierte Sozialleistungen und Steuersätze. Da geht's lang!
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Kardux
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Kardux » Di 21. Mär 2017, 14:12

Welfenprinz hat geschrieben:Tja,eine Frage der Rhetorik. Ist Cem Özdemir eine “Machtübernahme“? Wenn jemand auf dem Boden der FDGO steht und handelt ist es egal,ob er Mustafa oder Peter heisst.
Es erfolgt auch ein Bewusstseinswandel. Ich finde wir sollten da auf die Überzeugungskraft unserer Lebensweise setzen.
Niemand,egal mit welcher Hautfarbe,will wirklich wieder so leben wie unsere Urgrosseltern. Mit Frau am Herd und Dorfpfarrer als höchster Instanz. Und das gilt für das bayerische Bergdorf genauso wie für das anatolische.


Im Kern stimme ich Ihnen zu, aber die Realität sieht doch anders aus. Cem Özdemir, dessen Wertevorstellungen ich zu 100 % unterstütze, ist ein Ausnahmebeispiel. Ich würde ihn nicht als einen repräsentativen Deutschen mit türkischen Migrationshintergrund bezeichnen. Seine liberalen Vorstellungen in allen Bereichen stehen im krassen Kontrast zur türkischen Community (der Mehrheit!) in Deutschland. Und die derzeitige Tendenz sieht nicht so aus, als ob in naher Zukunft ein Bewusstseinswandelt eintreten würde.

Man betrachte sich doch hier ganz spezifisch die Deutschtürken dritter Generation mit Hochschulbildung. Wie sieht es aus mit Themen wie dem Armeniergenozid, der Kurdenfrage, der Meinungspluralität, der Homophobie, der Genderfrage, dem ausgeprägtem Nationalismus, den nostalgischen Weltmachtsphantasien, dem Hang zu Verschwörungstheorien, der Religionsfreiheit, dem Führerkult um Erdogan, und dem Verständnis das in der Türkei die Gewaltenteilung gewahrt werden muss? Bei der letzten Wahl im November 2015 wählten zumindest 60 % aller türkischen Wähler in Deutschland für die AKP. 7,5 % für die rechtsextremistische MHP. Die HDP erhielt 16 % und die CHP 15 %. Die Wähler der HDP sind für gewöhnlich Kurden und Mitglieder anderer Minderheiten. Das zeigt sich nämlich am Wahlerfolg der HDP in bestimmten Ländern außerhalb der Türkei - der Schweiz beispielsweise. Die Schweiz, welche die PKK nicht als Terrororganisation betrachtet, gilt als eine Hochburg für Kurden aus der Türkei, speziell all jenen mit einer Affinität zur PKK und dem kurdischen Widerstand. Daher muss man davon ausgehen das die AKP unter den Türkei-Türken in Deutschland prozentuell noch stärker vertreten ist.

Die CHP-Wähler in Deutschland, denen ich bei den oben angeführten Themen zwar auch keine allgemein-demokratische Haltung zutraue, sind demzufolge eine extrem kleine Minderheit. Die westlich-orientierten Deutschlandtürken die für Laizismus einstehen, Gewaltenteilung, und einer progressiven Haltung in der Geschlechterthematik und der sexuellen Orientierung, sind somit nicht repräsentativ innerhalb der türkischen Community in Deutschland. Die Cem Özdemirs sind eine Seltenheit und der Ausgang des Referendums (speziell was die Wählerschaft in Deutschland betrifft) wird ein weiterer Beweis für diese Annahme sein.

Wer als Deutschlandtürke mit "Ja" stimmt beweist aber auch, dass er/sie nichts aus der Geschichte der Wahlheimat gelernt hat. Wer sein eigenes Parlament abwählt und die Gewaltenteilung auf legale Weise auflöst ist mitschuldig am weiteren Schicksal des Landes. Wenn die demokratischen Verhältnisse in Deutschland schon kein Beispiel für türkische Wahlberechtigte sind an dem man sich richtet, ist sowieso jede Hoffnung für eine demokratische Türkei verloren.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Wähler » Mi 22. Mär 2017, 07:10

Interessante Dokumentation auf Arte zum Thema Brexit und Überleben der EU
http://www.arte.tv/guide/de/069878-000- ... -um-europa
Fazit:
Um die Transfugalkräfte im Zaum zu halten, muss die EU stabilisiert werden.
Gemeinsame Terrorismusbekämpfung, koordinierte Steuerung der Migration, Schaffung einer europäische Verteidigungsunion tragen dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerungen Rechnung.
Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und Stabilisierung des Euro durch Wirtschaftsentwicklung in den Südländern erhalten die Vorteile des gemeinsamen Binnenmarktes.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo ... el_id=1232 (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Mi 22. Mär 2017, 07:21

Wähler hat geschrieben:(22 Mar 2017, 07:10)

Interessante Dokumentation auf Arte zum Thema Brexit und Überleben der EU
http://www.arte.tv/guide/de/069878-000- ... -um-europa
Fazit:
Um die Transfugalkräfte im Zaum zu halten, muss die EU stabilisiert werden.
Gemeinsame Terrorismusbekämpfung, koordinierte Steuerung der Migration, Schaffung einer europäische Verteidigungsunion tragen dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerungen Rechnung.
Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und Stabilisierung des Euro durch Wirtschaftsentwicklung in den Südländern erhalten die Vorteile des gemeinsamen Binnenmarktes.


Das setzt aber den Willen zu schmerzhaften Reformen in den Nationen voraus. Abgabe genannter Kompetenzen. Sonst bleibt es wieder bei einer Transferunion.Das muss vorher festgelegt werden. Da sind dann auch ganz andere Summen für wirksame Veränderungen einzuplanen.Nicht das solche Milliarden in den nationalen gesamthaushalten versickern. Da ist die E.U von Anfang an als Garant zu sehen.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 22. Mär 2017, 08:20

Ger9374 hat geschrieben:(22 Mar 2017, 07:21)

Das setzt aber den Willen zu schmerzhaften Reformen in den Nationen voraus. Abgabe genannter Kompetenzen. Sonst bleibt es wieder bei einer Transferunion.Das muss vorher festgelegt werden. Da sind dann auch ganz andere Summen für wirksame Veränderungen einzuplanen.Nicht das solche Milliarden in den nationalen gesamthaushalten versickern. Da ist die E.U von Anfang an als Garant zu sehen.


Ich habe nichts gegen eine Transferunion, wenn die europäische Gemeinschaft sich eine gemeinsame Finanz- und Wirtschaftsregierung zulegt, die ein verbrieftes Durchgriffsrecht in die Gestaltung der nationalen Haushalte hat. Man kann sich nämlich vorstellen, daß man Haushalte und Steuererhebung so gestalten kann, daß man ein Höchstmaß an Transfers erhält und so gut wie nichts in die gemeinsame Kasse einzahlt. Wobei "so gut wie nichts" auf den Gesamthaushalt des betreffenden "Gestalters" bezogen ist. Solches Fehlverhalten muß von vorn herein verhindert werden... sonst sind wir sehr schnell wieder bei feindseligen Zurechtweisungen und Zurückweisungen nach dem Muster Griechenland oder gelegentlich auch Italien. So etwas macht keine Freude!

Damit erhielte das EU-Parlament der Euro-Gruppe eine erhebliche Aufwertung und einen erheblichen Machtzuwachs. Denn selbstverständlich muß das EU-Parlament die gemeinsame Regierung für Wirtschaft und Finanzen ernennen und kontrollieren.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 22. Mär 2017, 09:14

H2O hat geschrieben:(21 Mar 2017, 13:47)

Gottlob ist Herr Krugmann mit seinen Wirtschaftstheorien ziemlich umstritten. Außerdem vertritt er US-amerikanische Interessen. Warum zerlegt er denn nicht die USA? Dazu sollten Sie aber unseren Teilnehmer Adam Smith fragen; der hat Herrn Krugmann "gefressen"! :)

Wollte man Ihre Logik ganz hartnäckig durchziehen, dann wären die kleinsten Gemeinschaften die erfolgreichsten. Und dennoch geben Riesenreiche wie die USA und China in der Weltwirtschaft den Ton an, und die EU muß sich auch nicht verschämt zur Seite bewegen. Je geringer die Hindernisse für die Entfaltung der Wirtschaft sind, desto besser. Eine gemeinsame Währung und offene Grenzen und ordentliche Verkehrswege sind die halbe Miete; danach kommen harmonisierte Sozialleistungen und Steuersätze. Da geht's lang!


Es geht nicht einfach um "klein" ... es geht, nochmal, um das modernere objektorientierte Paradigma "Informationsflüsse anstelle von Steuerflüssen" im Vergleich zu hergebrachtem Zentralismus, Hierarchie und Einheitlichkeit. Und es geht, ganz einfach gesagt, um eine neue EU von unten statt von oben.

Unabhängig davon und zur aktuellen Entwicklung: Sowohl Polen als auch die Slowakei haben sich jüngst ganz ausdrücklich und vehement gegen ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten ausgesprochen. Und das aus ziemlich unterschiedlichen politischen Lagern. (Polen/Kaczynski rechtskonservativ, Slowakei/Fico sozialdemokratisch). Dazu gestern in Deutschlandfunk/Europa Heute ein diesem Thema gewidmeter Beitrag: "Gegen eine EU der zwei Geschwindigkeiten" (http://www.deutschlandfunk.de/slowakei-gegen-eine-eu-der-zwei-geschwindigkeiten.795.de.html?dram:article_id=381813). Und darin der slowakische Regierungschef Fico wörtlich:
Die Slowakei will und muss im Kern der EU-Integration bleiben. Wir wollen überall dabei sein. Die EU ist für uns ein lebenswichtiges Projekt.


Man sollte sich von den tatsächlich massiven Differenzen, die es zwischen den Regierungen der V4-Staaten auf der einen und den Regierungen der "Alt"-EU-Staaten auf der anderen Seite gibt, nicht täuschen lassen: Die eigentliche, populäre, "hochprozentige" und in der Bevälkerung verankerte EU-Euphorie ist in den letzten Jahren von West nach Ost gewandert. Zumindest was die Chance auf eine wirklich von Massen mitgetragene EU "von unten" anbelangt.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 22. Mär 2017, 10:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(22 Mar 2017, 09:14)

Es geht nicht einfach um "klein" ... es geht, nochmal, um das modernere objektorientierte Paradigma "Informationsflüsse anstelle von Steuerflüssen" im Vergleich zu hergebrachtem Zentralismus, Hierarchie und Einheitlichkeit. Und es geht, ganz einfach gesagt, um eine neue EU von unten statt von oben.

Unabhängig davon und zur aktuellen Entwicklung: Sowohl Polen als auch die Slowakei haben sich jüngst ganz ausdrücklich und vehement gegen ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten ausgesprochen. Und das aus ziemlich unterschiedlichen politischen Lagern. (Polen/Kaczynski rechtskonservativ, Slowakei/Fico sozialdemokratisch). Dazu gestern in Deutschlandfunk/Europa Heute ein diesem Thema gewidmeter Beitrag: "Gegen eine EU der zwei Geschwindigkeiten" (http://www.deutschlandfunk.de/slowakei-gegen-eine-eu-der-zwei-geschwindigkeiten.795.de.html?dram:article_id=381813). Und darin der slowakische Regierungschef Fico wörtlich:


Man sollte sich von den tatsächlich massiven Differenzen, die es zwischen den Regierungen der V4-Staaten auf der einen und den Regierungen der "Alt"-EU-Staaten auf der anderen Seite gibt, nicht täuschen lassen: Die eigentliche, populäre, "hochprozentige" und in der Bevälkerung verankerte EU-Euphorie ist in den letzten Jahren von West nach Ost gewandert. Zumindest was die Chance auf eine wirklich von Massen mitgetragene EU "von unten" anbelangt.


Das glaube ich so wieder nicht. Natürlich habe ich die Vorstellungen von Herrn Fico gelesen. Der sieht eben die greifbaren Vorteile der EU für sein Land: Der Beitritt zur EU hat sämtliche slowakischen Erwartungen durch den EU-Beitritt erfüllt! Und nun droht erstmals die Abkopplung von dieser Quelle weiteren Wohlstands. Da würde ich mich auch aufregen. Und das alles nur deshalb, weil die Slowakei keine moslemischen Flüchtlinge aufnehmen will. Im Rest will Herr Fico nämlich die Gemeinschaft, die Slowakei aber bitte ethnisch rein. Tja, es gibt Sachen, die gehen mir wirklich hinten vorbei.

Die EU ist eine Vielvölker-Gemeinschaft auf freiwilliger Grundlage. Wer die nicht will, kann ja eine eigene Gemeinschaft nach eigenem Geschmack aufbauen. Niemand hindert diese Sonderlinge daran... siehe BREXIT. Nur bezahlen möchte ich nicht dafür. Am Ende werden wir Europäer noch Naziverbrecher genannt, weil wir unsere Vorstellungen von einem künftigen Miteinander in einer Wertegemeinschaft verfolgen.

Niemand hat die Visegradskis zum Beitritt in die EU auf der Grundlage des Vertrags von Lissabon genötigt. Das war deren unabhängige Entscheidung, auch hinsichtlich der Gemeinschaftswährung. In diesen Verträgen steht klipp und klar, daß den Mitgliedern frei gestellt ist, miteinander weitergehende Verbindungen bis hin zum Zusammenschluß in einem Staat ein zu gehen. Da muß niemand um Erlaubnis gefragt werden... ob sich nun 2 oder 20 Mitglieder dazu entschließen. Selbstverständlich müssen die unmittelbar betroffenen Menschen einer staatlichen Vereinigung zustimmen... aus meiner Sicht mit 2/3-Mehrheit. Da steht auch nicht, daß irgendwelche Sonderlinge ein Recht haben, diese Bewegung zu verbieten. Das hatten die BREXITeers erkannt, und das war ihnen ein Graus

Eine EU "von unten" wird nie zu Stande kommen. Die wird immer ein Projekt der geistigen Eliten sein. Das betrifft die Gründung der EU vor 60 Jahren ebenso wie ihre Weiterentwicklung bis heute. Die "da unten" meckern über krumme Gurken oder Energiesparlampen; den Vorteil von Handelsnormen und Industrienormen erkennen nur die damit Befaßten. Die machen sich auch die Arbeit damit.

Im Augenblick ärgere ich mich über den Verbraucher täuschende Verpackungsgrößen:

Butter Polen 200 und 300 gr, Deutschland 250 gr.
Marmelade Polen 390 gr., Deutschland 450 gr.

Das wäre meiner Meinung nach ein Grund für die EU, hier ein zu greifen. Polnische Marmelade ist nämlich ausgezeichnet und könnte in der Verpackung so in unseren deutschen Regalen stehen.
Über die Butter liege ich mit meiner Frau im Streit: Der Geschmack ist geringfügig unterschiedlich, die Inhaltsangaben stimmen aber überein... wobei die polnische Verpackung eine sehr übersichtliche Tabelle zeigt, und die deutsche Verpackung die Angaben nach Gefühl und Wellenschlag über die Packung verteilt.

So sieht ein Europa von unten aus, und das bei offenen Grenzen und Zollfreiheit.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 22. Mär 2017, 10:33

H2O hat geschrieben:(22 Mar 2017, 10:04)
Das glaube ich so wieder nicht. Natürlich habe ich die Vorstellungen von Herrn Fico gelesen. Der sieht eben die greifbaren Vorteile der EU für sein Land: Der Beitritt zur EU hat sämtliche slowakischen Erwartungen durch den EU-Beitritt erfüllt! Und nun droht erstmals die Abkopplung von dieser Quelle weiteren Wohlstands. Da würde ich mich auch aufregen. Und das alles nur deshalb, weil die Slowakei keine moslemischen Flüchtlinge aufnehmen will. Im Rest will Herr Fico nämlich die Gemeinschaft, die Slowakei aber bitte ethnisch rein. Tja, es gibt Sachen, die gehen mir wirklich hinten vorbei.

Im letzten Punkt gehe ich völlig konform ... Zwei Dinge nur zum Sonstigen: Das Interesse und der Gewinn durch Investorentätigkeit (insbesondere der westeuropäischen Autoindustrie) in Ländern wie Slowakei oder Ungarn ist exakt die eine Hälfte der Medaille. Die andere Hälfte ist der Reinerlös der Investoren. Kein Unternehmen investiert einfach so aus "Slowakensympathie" ... das sind knallharte Umsatzinteressen. Sonst nix.
Die EU ist eine Vielvölker-Gemeinschaft auf freiwilliger Grundlage. Wer die nicht will, kann ja eine eigene Gemeinschaft nach eigenem Geschmack aufbauen. Niemand hindert diese Sonderlinge daran... siehe BREXIT. Nur bezahlen möchte ich nicht dafür. Am Ende werden wir Europäer noch Naziverbrecher genannt, weil wir unsere Vorstellungen von einem künftigen Miteinander in einer Wertegemeinschaft verfolgen.

Niemand hat die Visegradskis zum Beitritt in die EU auf der Grundlage des Vertrags von Lissabon genötigt. Das war deren unabhängige Entscheidung, auch hinsichtlich der Gemeinschaftswährung. In diesen Verträgen steht klipp und klar, daß den Mitgliedern frei gestellt ist, miteinander weitergehende Verbindungen bis hin zum Zusammenschluß in einem Staat ein zu gehen. Da muß niemand um Erlaubnis gefragt werden... ob sich nun 2 oder 20 Mitglieder dazu entschließen. Selbstverständlich müssen die unmittelbar betroffenen Menschen einer staatlichen Vereinigung zustimmen... aus meiner Sicht mit 2/3-Mehrheit. Da steht auch nicht, daß irgendwelche Sonderlinge ein Recht haben, diese Bewegung zu verbieten. Das hatten die BREXITeers erkannt, und das war ihnen ein Graus

Eine EU "von unten" wird nie zu Stande kommen. Die wird immer ein Projekt der geistigen Eliten sein. Das betrifft die Gründung der EU vor 60 Jahren ebenso wie ihre Weiterentwicklung bis heute. Die "da unten" meckern über krumme Gurken oder Energiesparlampen; den Vorteil von Handelsnormen und Industrienormen erkennen nur die damit Befaßten. Die machen sich auch die Arbeit damit.

Nur: Genau das ist der Kritik-Punkt der stetig wachsenden Schar von EU-Skeptikern. Es mag ja realistisch gedacht sein, das unumwunden so zuzugeben ... das Projekt EU wird dies - solange Demokratie herrscht - aber gewiss nicht retten.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Mi 22. Mär 2017, 11:48

Natürlich kann sich kein Unternehmen leisten, aus reiner Menschenfreundlichkeit oder "Slowakenfreundlichkeit" in der Slowakei oder sonstwo zu investieren. Wenn dabei Aufwand und Gewinn nicht zu eineinander passen wollen, dann ist da Schluß mit lustig. Aber die Investoren stehen auch nur deshalb Schlange, weil die Slowakei einen guten Zugang zum großen gemeinsamen Markt hat und eben händeringend Arbeit für ihre Menschen sucht. Hinzu kommen Fördermittel aus der EU-Kasse für Infrastruktur (Straßen, Energieversorgung, Wasserversorgung). Diese Dinge sollte Herr Fico wirklich gut abwägen, ehe er so kraftvoll auf den Pudding haut.

Das gilt aber in gleicher Weise für Herrn Kaczyński. Die Polen wissen das recht gut, wie ich im Deutschlandfunk hören konnte.

Ich meine schon, daß zur Zeit ein Sinneswandel zu Gunsten des europäischen Projekts einsetzt, weil fast allen mit Verstand begabten Leuten in den alten EU-Staaten klar wird, wovon sie sich verabschieden würden, wenn sie sehenden Auges die EU gegen die Wand fahren ließen. Inzwischen nehmen Politiker ohne Zögern Partei für die Weiterentwicklung des europäischen Projekts... siehe Macron und zuvor Rutte und demnächst, so vermute ich., Mutti oder Gurken-Martin. Nicht zuletzt auch das öffentliche Bürgerengagement für das europäische Projekt. Wann gab es das zuletzt... vielleicht Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre? Auf die sogenannten EU-Skeptiker muß niemand Rücksicht nehmen: Von dort kommt nur Zerstörung, im Kleinen wie im Großen.
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Sicherheitsfragen von Erdogan aufgeworfen

Beitragvon King Kong 2006 » Do 23. Mär 2017, 16:31

Wie können sich Europäer denn schützen?

Erdogan warnt Europäer: Sie werden nicht mehr sicher sein

In einer erneuten Verbalattacke hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Europäer gewarnt, sie seien künftig nicht mehr sicher. "Wenn Sie sich weiterhin so verhalten, dann wird morgen weltweit kein Europäer, kein Bürger des Westens in Sicherheit und Frieden die Straßen betreten können", sagte Erdogan am Mittwoch bei einer Rede in der türkischen Hauptstadt Ankara.

Der Präsident sagte nicht, wie seine Warnung konkret zu verstehen sei.

https://www.welt.de/newsticker/news1/ar ... -sein.html


Sollte Europa (EU?) besser das tun, was Erdogan will?
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Sicherheitsfragen von Erdogan aufgeworfen

Beitragvon H2O » Do 23. Mär 2017, 20:22

King Kong 2006 hat geschrieben:(23 Mar 2017, 16:31)

Wie können sich Europäer denn schützen?



Sollte Europa (EU?) besser das tun, was Erdogan will?


Nein; aber angemessen auf angedrohte Taten reagieren. Das sollte Teil eines vorbeugenden und umfassenden Sicherheitskonzepts sein. Einen wohlwollenden Partner dürfen wir Deutschen und Europäer in der augenblicklichen Lage dort sicher nicht mehr erwarten. 5. Kolonne beobachten.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Hyde » Do 23. Mär 2017, 22:23

Die EU ist bei den Deutschen so beliebt wie lange nicht

Trotz des Erstarkens populistischer und euroskeptischer Parteien ist in Deutschland die Zustimmung für Europa so groß wie seit mindestens 25 Jahren nicht mehr. Denn 45 Prozent der Deutschen seien der Meinung, Deutschland profitiere von seiner EU-Mitgliedschaft, teilte der Bankenverband BdB am Donnerstag zur Umfrage unter etwa 1000 Menschen mit.
Seit 2010 habe sich dieser Wert fast verdoppelt und sei auf den höchsten Stand seit Umfrage-Beginn 1992 geklettert. „In Deutschland wächst die Zustimmung zur Europäischen Union", sagte BdB-Präsident Hans-Walter Peters. „Aller Krisenstimmung zum Trotz zweifeln die Bundesbürger nicht am Nutzen Europas."

Etwa 14 Prozent fürchten eher Nachteile – und damit nur noch etwa halb so viel wie 2010. Bei einem Referendum würden laut Umfrage der GfK-Marktforscher 75 Prozent für einen EU-Verbleib stimmen, nur zehn Prozent für einen Austritt.
https://www.derwesten.de/politik/die-eu-ist-bei-den-deutschen-so-beliebt-wie-lange-nicht-id210028869.html

Die Popularität der EU erreicht historische Rekordwerte.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Fr 24. Mär 2017, 08:44

Hyde hat geschrieben:(23 Mar 2017, 22:23)

https://www.derwesten.de/politik/die-eu ... 28869.html

Die Popularität der EU erreicht historische Rekordwerte.


Ist doch verrückt: Auf Staatenebene droht die EU auseinander zu brechen. Jetzt werden die Bürger wach, weil ihnen doch bewußt ist, was sie dadurch verlieren könnten. Das ist nicht nur in Deutschland so. Ein Grund zur Hoffnung und Freude für Europäer.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Moses » Fr 24. Mär 2017, 08:50

H2O hat geschrieben:(24 Mar 2017, 08:44)

Ist doch verrückt: Auf Staatenebene droht die EU auseinander zu brechen. Jetzt werden die Bürger wach, weil ihnen doch bewußt ist, was sie dadurch verlieren könnten. Das ist nicht nur in Deutschland so. Ein Grund zur Hoffnung und Freude für Europäer.


Da bin ich nicht ganz bei Dir.

Ich freue mich ohne jeden Zweifel, dass an der Basis endlich das Bewusstsein reift, was wir verlieren wenn die EU untergeht - das stimmt.

Ei Grund zur Hoffnung und Freude wäre es, wenn sich besagte Gruppen hörbar gezielt artikulieren würden, so dass von der Basis aus - demkratisch - ein Umbau, ein Neuanfang, wie auch immer - in der EU beginnen könnte.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Fr 24. Mär 2017, 09:02

Moses hat geschrieben:(24 Mar 2017, 08:50)

Da bin ich nicht ganz bei Dir.

Ich freue mich ohne jeden Zweifel, dass an der Basis endlich das Bewusstsein reift, was wir verlieren wenn die EU untergeht - das stimmt.

Ei Grund zur Hoffnung und Freude wäre es, wenn sich besagte Gruppen hörbar gezielt artikulieren würden, so dass von der Basis aus - demkratisch - ein Umbau, ein Neuanfang, wie auch immer - in der EU beginnen könnte.


Das dürfte ein unlösbares Problem sein; bislang scheinen die Freunde Europas ohne Bindung an politische Parteien für Europa das Wort zu ergreifen. Politisches Wirken setzt aber doch Zugehörigkeit zu einer Partei voraus. Dann wollen Freunde Europas in Partei A gegen Freunde Europas in Partei B gewinnen.

Deshalb finde ich es doch ganz gut, daß hier eine wenig formale Bewegung für Europa antritt, die sich dann auch wieder auflösen kann, wenn die Karre endlich wieder gut läuft. Zu einem Gemeinwesen gehört ja mehr als das Gefühl, daß wir alle Europäer sind. Das Gefühl sollte aber wirksam bleiben.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Moses » Fr 24. Mär 2017, 09:05

H2O hat geschrieben:(24 Mar 2017, 09:02)

Das dürfte ein unlösbares Problem sein; bislang scheinen die Freunde Europas ohne Bindung an politische Parteien für Europa das Wort zu ergreifen. Politisches Wirken setzt aber doch Zugehörigkeit zu einer Partei voraus. Dann wollen Freunde Europas in Partei A gegen Freunde Europas in Partei B gewinnen.

Deshalb finde ich es doch ganz gut, daß hier eine wenig formale Bewegung für Europa antritt, die sich dann auch wieder auflösen kann, wenn die Karre endlich wieder gut läuft. Zu einem Gemeinwesen gehört ja mehr als das Gefühl, daß wir alle Europäer sind. Das Gefühl sollte aber wirksam bleiben.

Völlig richtig - darum hab ich ja auch bewusst meine Freude an den Anfang gestellt - - - meine Befürchtung ist eben nur, dass Durch die Vielzahl der Stimmen keine echte Botschaft ankommt - das kann sehr schnell ins Gegenteil umschlagen und genau diese engagierten Bürger verprellen, weil sie sich nicht gehört und/oder nicht verstanden fühlen.
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 24. Mär 2017, 09:53

Die letzten Jahre war ich eher EU-skeptisch. Und auch heute sehe ich die EU nicht kritiklos, aber wenn man sich die regionalen und globalen Bewegungen und Veränderungen besieht, gilt auch für die USA, dann ist es cleverer sich in einem Schwarm zu organisieren oder einem Organismus, der sich dem besser anpasst und größere Überlebenschancen und Einfluß garantiert. Es ist aber Vorsicht geboten, daß was die Briten gemacht haben, ist gefühlt nachzuvollziehen. Das darf jetzt nicht dazu führen, daß noch mehr Kompetenzen an Brüssel abgegeben werden. Primär sollte der Nationalstaat der Souverän sein. Das hat nicht nur mit etwas gefühltem oder Nationalstolz zu tun. Denn wenn es da bröckelt, dann hält das Haus EU auch kein Stück.

Der Nationalstaat ist der Kern der EU. Wenn der unterversorgt wird und dann anfängt krank zu werden und zu faulen, dann geht der Organismus auch kaputt.

Ich bin der EU im Moment weitaus positiver eingestellt, als noch vor einem Jahr.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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H2O
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon H2O » Fr 24. Mär 2017, 09:57

Moses hat geschrieben:(24 Mar 2017, 09:05)

Völlig richtig - darum hab ich ja auch bewusst meine Freude an den Anfang gestellt - - - meine Befürchtung ist eben nur, dass Durch die Vielzahl der Stimmen keine echte Botschaft ankommt - das kann sehr schnell ins Gegenteil umschlagen und genau diese engagierten Bürger verprellen, weil sie sich nicht gehört und/oder nicht verstanden fühlen.


Diese letztere Furcht teile ich nicht; ich meine schon, daß diese Bewegung in die politischen Parteien hinein wirkt, eben weil sie nicht Partei ist. Hoffentlich behalte ich damit Recht, schon verstanden!
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Ger9374
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Re: Die "neue" EU? Chance in der Krise?

Beitragvon Ger9374 » Fr 24. Mär 2017, 22:01

Ring 1 reiner Handelsblock E.U
Ring 2 beinhaltet Ring 1 und Reisefreiheit , kleine politische Zuständigkeiten für Brüssel.
Ring 3 €uro als Währung,Ring 1+2
Ring 4 volle Souveräne Vertretung durch Brüssel
+Ring 1,2,3
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:

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