Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 13. Mär 2017, 13:27

H2O hat geschrieben:(13 Mar 2017, 13:12)

Mir liegt schon sehr daran, daß unser Land endlich seine Sicherheit seinen gegebenen Möglichkeiten anpaßt. Das kann wohl kein Fehler sein. Dann kann es auch in der NATO für sich und die EU tatkräftiger auftreten. Mal sehen, was gemeinsam mit Italienern, Spaniern und Franzosen im Rahmen der EU entsteht.

Das Tatkräftige besteht darin, das multinationale Kontingent in Litauen anzuführen. An der Ostflanke machen das sonst nur Amerikaner, Kanadier und Briten.

Es geht wohl auch weniger darum, wer mehr tun darf als vielmehr darum, die Lasten gerecht zu verteilen. Kaum jemand belastet gern seinen Haushalt, wenn es doch auch andere übernehmen. Wenn sich also jemand freiwillig nach vorne drängen will, ist ihm der Applaus der Partner sicher. Man kann diese Tür auch "Einfluß" nennen, sie steht jedenfalls weit offen.

Bislang sind es gut 130 deutsche Soldaten, etwa 100 belgische und 17 aus den Niederlanden. Der Verband soll nun wachsen und im Juni voll einsatzbereit sein. Dann sollen hier insgesamt mehr als 1000 Soldaten zeitweise stationiert sein, von denen die Bundeswehr etwa 450 stellen wird.
http://www.sueddeutsche.de/politik/nato ... andingpage

130 oder 450 Bundeswehrsoldaten, das ist jetzt auch nicht gerade so gigantisch, wird aber von den Freunden begeistert aufgenommen. Wichtige Verbündete kann das natürlich nicht ersetzen.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon H2O » Mo 13. Mär 2017, 13:58

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Mar 2017, 13:27)

Das Tatkräftige besteht darin, das multinationale Kontingent in Litauen anzuführen. An der Ostflanke machen das sonst nur Amerikaner, Kanadier und Briten.

Es geht wohl auch weniger darum, wer mehr tun darf als vielmehr darum, die Lasten gerecht zu verteilen. Kaum jemand belastet gern seinen Haushalt, wenn es doch auch andere übernehmen. Wenn sich also jemand freiwillig nach vorne drängen will, ist ihm der Applaus der Partner sicher. Man kann diese Tür auch "Einfluß" nennen, sie steht jedenfalls weit offen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/nato ... andingpage

130 oder 450 Bundeswehrsoldaten, das ist jetzt auch nicht gerade so gigantisch, wird aber von den Freunden begeistert aufgenommen. Wichtige Verbündete kann das natürlich nicht ersetzen.


Erst einmal geht es darum, eine unserer Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl entsprechende Verteidigungsbereitschaft her zu stellen. Wenn dieses Ziel erreicht wurde, dann sehen wir weiter mit Frankreich, Italien und Spanien, etwa wie mehr Schwung in die gemeinsame Verteidigung gebracht werden kann. Das ist doch der erkennbare Plan der Bundesregierung.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 13. Mär 2017, 14:19

H2O hat geschrieben:(13 Mar 2017, 13:58)

Erst einmal geht es darum, eine unserer Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl entsprechende Verteidigungsbereitschaft her zu stellen. Wenn dieses Ziel erreicht wurde, dann sehen wir weiter mit Frankreich, Italien und Spanien, etwa wie mehr Schwung in die gemeinsame Verteidigung gebracht werden kann. Das ist doch der erkennbare Plan der Bundesregierung.

Die Bundesregierung steht fest und unverbrüchlich zum Bündnis.

Man ist sich mit den Amerikanern einig darin, dass die internationale Sicherheit nicht kostenlos zu haben ist. Die Bundesregierung stellt allerdings auch Ausgaben für Entwicklungshilfe als Ausgaben für Sicherheit in Rechnung.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon H2O » Mo 13. Mär 2017, 19:35

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Mar 2017, 14:19)

Die Bundesregierung steht fest und unverbrüchlich zum Bündnis.

Man ist sich mit den Amerikanern einig darin, dass die internationale Sicherheit nicht kostenlos zu haben ist. Die Bundesregierung stellt allerdings auch Ausgaben für Entwicklungshilfe als Ausgaben für Sicherheit in Rechnung.


Das ist die Meinung des deutschen Außenministers. Das Ergebnis deutscher Entwicklungshilfe könnte der Außenminister einmal ausbreiten, damit dieser Mittelabfluß auch in Deutschland Freude macht. Eine der herbsten Enttäuschungen unseres Guten Willens, die mir bewußt sind.

Ich meine, daß man unsere Sicherheit nur durch angemessene europäische Abwehrbereitschaft gewährleisten kann. Das ist seit dem Kriegsgeschehen in der Ukraine überfällig. Man sieht ja, wie die NATO sich zerlegt und welche Gefahren da herauf ziehen. Da helfen keine Redensarten von gestern. Leider!
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 13. Mär 2017, 19:46

H2O hat geschrieben:(13 Mar 2017, 19:35)

Das ist die Meinung des deutschen Außenministers. Das Ergebnis deutscher Entwicklungshilfe könnte der Außenminister einmal ausbreiten, damit dieser Mittelabfluß auch in Deutschland Freude macht. Eine der herbsten Enttäuschungen unseres Guten Willens, die mir bewußt sind.

Ich meine, daß man unsere Sicherheit nur durch angemessene europäische Abwehrbereitschaft gewährleisten kann. Das ist seit dem Kriegsgeschehen in der Ukraine überfällig. Man sieht ja, wie die NATO sich zerlegt und welche Gefahren da herauf ziehen. Da helfen keine Redensarten von gestern. Leider!

Das sieht auch die Kanzlerin so.

Wo zerlegt sich die NATO ?

Es kommt halt drauf an, was man eigentlich will. Möchte man mehr Leute und Material in Litauen aufstellen, regelmässige Manöver mit größerer Selbstbeteiligung, das Kriegsgeschehen in der Ukraine beeinflussen, robuste Anti-Terror-Operationen oder an der Südflanke für Stabilisierung sorgen oder einen neuen Leo entwickeln ?
Wohin mit den 2 % des BIP ?
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon H2O » Mo 13. Mär 2017, 20:29

DarkLightbringer hat geschrieben:(13 Mar 2017, 19:46)

Das sieht auch die Kanzlerin so.

Wo zerlegt sich die NATO ?

Es kommt halt drauf an, was man eigentlich will. Möchte man mehr Leute und Material in Litauen aufstellen, regelmässige Manöver mit größerer Selbstbeteiligung, das Kriegsgeschehen in der Ukraine beeinflussen, robuste Anti-Terror-Operationen oder an der Südflanke für Stabilisierung sorgen oder einen neuen Leo entwickeln ?
Wohin mit den 2 % des BIP ?


Die Kanzlerin sieht da erst einmal gar nichts, weil sie eine GroKo führen muß. Aber ich sehe, daß unser Land seit 50 Jahren zig Milliarden ohne die erhoffte Wirkung als Entwicklungshilfe vergeben hat. Wenn Politiker daraus keine Schlüsse ziehen, dann muß man dem eben nachhelfen. Wir gehen auf einen Wahlkampf zu. Da braucht man Themen. Eins davon wäre also dieses.

Die NATO zerlegt sich, wenn deutsche Politiker in einem NATO-Land gehindert werden, dort stationierte Soldaten zu besuchen. Die NATO zerlegt sich, wenn der Präsident der USA feststellt, daß sie ausgedient hat. Mich überrascht Ihre Frage einigermaßen.

Über die Aufgaben und Ausstattung der deutschen Streitkräfte müssen schon Fachleute und Politiker entscheiden; deren Ansichten sind von allgemeinem Interesse. Auch mit Blick auf den begonnenen Wahlkampf.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon Edmund » Mo 13. Mär 2017, 20:51

Die NATO ist der falsche Weg und bringt uns in Europa nur unfrieden. Wir brauchen kein gegen Rußland gerichtetes, transatlantisches Verteidigungsbündnis, sondern ein europäisches Verteidigungsbündnis unter Einbindung Rußlands. Nur dadurch kann der Frieden in Europa erhalten und gesichert werden.

Daß die Bundeswehr irgendwo in der Weltgeschichte herumturnt und dort angeblich Deutschland verteidigt, muß endlich aufhören. Deutschland wurde niemals am Hindukusch verteidigt. Deutschland wird an seinen Grenzen verteidigt. Und Europa wird an den europäischen Grenzen verteidigt.

Die von Frau Merkel und Co. initiierte Masseneinwanderung angeblicher "Flüchtlinge" aus dem Orient hat Deutschland und Europa enorm destabilisiert und viel mehr Bürgern hierzulande Gesundheit und Leben gekostet als alle angeblichen "Gefahren", die von der Bundeswehr irgendwo am anderen Ende der Welt "bekämpft" werden.

Wir brauchen unsere Festung Europa, eine konsequent geschlossene und geschützte europäische Außengrenze und eine Konzentration aller Asylanten Europas auf einer europäischen Mittelmeerinsel, wo sie dann vorübergehend versorgt und schrittweise in ihre Heimatländer zurückgeführt werden. Das wäre ein echtes europäisches Projekt, das unsere Sicherheit in ganz Europa enorm erhöhen würde.

Es müssen auch endlich die Waffenexporte an Länder wie Saudi-Arabien und die Türkei aufhören. Es macht keinen Sinn Waffen an Islamisten zu liefern, die unser christliches Abendland verabscheuen und bei nächster Gelegenheit nicht scheuen würden unsere eigenen Waffen gegen uns einzusetzen. Schluß damit!

Eine europäische Armee ist allerdings Unsinn. Wir brauchen Kooperation, nicht Gleichschaltung.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon H2O » Mo 13. Mär 2017, 21:56

Edmund hat geschrieben:(13 Mar 2017, 20:51)

Die NATO ist der falsche Weg und bringt uns in Europa nur unfrieden. Wir brauchen kein gegen Rußland gerichtetes, transatlantisches Verteidigungsbündnis, sondern ein europäisches Verteidigungsbündnis unter Einbindung Rußlands. Nur dadurch kann der Frieden in Europa erhalten und gesichert werden.

Daß die Bundeswehr irgendwo in der Weltgeschichte herumturnt und dort angeblich Deutschland verteidigt, muß endlich aufhören. Deutschland wurde niemals am Hindukusch verteidigt. Deutschland wird an seinen Grenzen verteidigt. Und Europa wird an den europäischen Grenzen verteidigt.

Die von Frau Merkel und Co. initiierte Masseneinwanderung angeblicher "Flüchtlinge" aus dem Orient hat Deutschland und Europa enorm destabilisiert und viel mehr Bürgern hierzulande Gesundheit und Leben gekostet als alle angeblichen "Gefahren", die von der Bundeswehr irgendwo am anderen Ende der Welt "bekämpft" werden.

Wir brauchen unsere Festung Europa, eine konsequent geschlossene und geschützte europäische Außengrenze und eine Konzentration aller Asylanten Europas auf einer europäischen Mittelmeerinsel, wo sie dann vorübergehend versorgt und schrittweise in ihre Heimatländer zurückgeführt werden. Das wäre ein echtes europäisches Projekt, das unsere Sicherheit in ganz Europa enorm erhöhen würde.

Es müssen auch endlich die Waffenexporte an Länder wie Saudi-Arabien und die Türkei aufhören. Es macht keinen Sinn Waffen an Islamisten zu liefern, die unser christliches Abendland verabscheuen und bei nächster Gelegenheit nicht scheuen würden unsere eigenen Waffen gegen uns einzusetzen. Schluß damit!

Eine europäische Armee ist allerdings Unsinn. Wir brauchen Kooperation, nicht Gleichschaltung.


Was sagt denn die AfD dazu? :)
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon Bobo » Do 16. Mär 2017, 10:25

Kael hat geschrieben:(29 Oct 2015, 14:29)

Ist mal etwas - was uns auf kurz oder lang wohl betreffen wird. Das letzte mal kam ja von den Amerikanern und Briten ein großes Kontra. Allerdings werden wir früher oder später doch genau solch eine Armee brauchen. Wie siehts da aus? Gibt es dazu Informationen (Außer diverse Korpse) das so in naher Zukunft in Erscheinung tritt?


Und wozu brauchen wir, die europäischen Staaten, die? Wozu brauchen die europäischen Staaten die NATO noch? Der Warschauer Packt existiert nicht mehr. Ist deshalb irgendwer über Russland hergefallen? Die militärischen Blöcke waren eine Folge zweier kurz aufeinander gefolgter Kriege von ungeahntem Ausmaß. Heute, nach mehr als sieben Jahrzehnten, sollte jedem klar sein, dass die BRD keinerlei Gefahr für Nachbarstaaten darstellt. Auch die anderen europäischen Staaten verfolgen offenkundig keine kriegslüsternen Ziele. Es existieren deutsch-französische Kampfverbände, die meiner Ansicht nach reichen, um zumindest Deutschland und Frankreich vor Übergriffe aus Drittstaaten, obwohl weit und breit kein Kandidat infrage käme, zu schützen. Die Kriegslüsternheit der einen existiert in den meisten Fällen nur im Kopf der anderen. Also Köpfe frei machen, Angst ablegen, schon wird es friedlicher. Im Zeitalter hochtechnologischer Aufklärung ist es kaum mehr möglich, einen einigermaßen gut ausgerüsteten Staat vergleichbar militärisch zu überraschen, wie zu Zeiten des zweiten Weltkrieges. Die allgemeine Wehrpflicht war der beste Weg zur friedlichen Sicherung. Jeder am Geist und Körper gesunde Mann sollte seinen Teil in der Not beitragen können. Die Gründung der Berufsarme war ein Fehler und zielte auf Einsätze, an die Wehrpflichtige nicht hätten teilnehmen dürfen. Die Wehrpflicht wieder einführen, einen Vorrat aktueller Waffen vorhalten, der uns im V-Fall genügend Zeit gibt, die Rüstung- und Kriegsmaschinerie in Absprache mit Alliierten hochzufahren, und schon ist der Drops gelutscht. Bis dahin den militärischen Ball flachhalten und kein deutscher Soldat in sogenannte Pflichtkriegseinsätze, weil Verbündete es auch tun. Neben Zivilisten haben auch Soldaten nur ein Leben.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon H2O » Do 16. Mär 2017, 11:02

    Die Kriegslüsternheit der einen existiert in den meisten Fällen nur im Kopf der anderen. Also Köpfe frei machen, Angst ablegen, schon wird es friedlicher. Im Zeitalter hochtechnologischer Aufklärung ist es kaum mehr möglich, einen einigermaßen gut ausgerüsteten Staat vergleichbar militärisch zu überraschen, wie zu Zeiten des zweiten Weltkrieges.

Irgendwie reden Sie ziemlich neben der Spur daher! Für Sie gibt es offenbar keine Annektionen und schwelenden Kriege im Osten, keine Belästigungen zur Luft und zu Wasser um Europa und in der Ostsee, keinen Bürgerkrieg im Nahen Osten und keine gewaltsame Zuwanderung aus Afrika. Das alles spielt sich nicht in unserem Kopf ab, sondern vor unseren Augen und rückt näher...

Es wird höchste Zeit, daß zumindest Deutschland, wenn nicht gemeinsam mit unseren Partnern, dann eben ohne sie, unsere Verteidigungsbereitschaft auf zeitgemäßen Stand bringt, der Größe und den Fähigkeiten unseres Landes angemessen... und vor allem an die Bedrohungslage angepaßt. Ich stimme Ihnen zu, daß die Wehrpflicht nach israelischem Muster wieder eingeführt werden sollte, allerdings als eine alle jungen Leute erfassende Beteiligung an der Sicherheit im Lande, zivil und / oder bewaffnet. Auch da gibt es derzeit keinerlei Struktur, die im Ausmaß den Notwendigkeiten unserer Gesellschaft entspricht. Die alten Römer wußten es schon: Wer Frieden will, der sollte auf Krieg vorbereitet sein.

Ich meine weiterhin, daß die sehr enge Verzahnung deutscher Streitkräfte mit den Streitkräften unserer EU-Partner weitere Sicherheit schafft, zu deutlich geringeren Kosten. Diesen Vorteil der europäischen Einigung sollten wir nutzen; zumindest mit jenen Partnern, die auf Teile ihrer Hoheitsrechte zugunsten der Gemeinschaft verzichten wollen. Auch durch diese Gemeinsamkeit wird der innere Zusammenhalt der Europäer zunehmen. Der ist bitter notwendig angesichts der rasch fortschreitenden Globalisierung, die durch neuzeitliche Kommunikation und Verkehrsmittel befeuert wird. In absehbarer Zeit wird Europa 4% der Weltbevölkerung stellen. Dadurch enstehen auch Sicherheitsprobleme, nicht nur Wirtschaftschancen und Wirtschaftsprobleme.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon frems » Do 25. Mai 2017, 16:05

Scheint etwas untergegangen zu sein. Die schrittweise Integration der europäischen Streitkräfte schreitet voran:

Warum die Bundeswehr so stark auf Kooperation mit anderen setzt
Rumänien und die Tschechische Republik binden bald Teile ihres Heeres in die Bundeswehr ein. Auch Deutschland und die Niederlande kooperieren bereits intensiv. Das bringt Vorteile für alle.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 70173.html
Labskaus!

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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon H2O » Do 25. Mai 2017, 18:47

frems hat geschrieben:(25 May 2017, 17:05)

Scheint etwas untergegangen zu sein. Die schrittweise Integration der europäischen Streitkräfte schreitet voran:

Warum die Bundeswehr so stark auf Kooperation mit anderen setzt
Rumänien und die Tschechische Republik binden bald Teile ihres Heeres in die Bundeswehr ein. Auch Deutschland und die Niederlande kooperieren bereits intensiv. Das bringt Vorteile für alle.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 70173.html


Durch diese Formen der Zusammenarbeit entsteht irgendwann das Problem, funktionsfähige nationale Einheiten in Marsch setzen zun können... oder ein gemeinsames Kommando auf zu bauen, das diese Kräfte ohne Ansehen der Herkunft einsetzen kann. Ist mir da etwa entgangen, daß es dieses gemeinsame Kommando auf EU-Ebene schon gibt? Wie ist das dann mit den "Parlamentsarmeen"? Stimmen dann zig Parlamente ab, oder ein EU-Parlament? Sehr bald nach den gut gemeinten Gemeinsamkeiten kommen doch Verfassungsrechts- und Regelfragen auf!
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 25. Mai 2017, 19:40

Man wird froh sein, wenn man die Amerikaner in der NATO halten kann. Alles andere wären Notlösungen zu Lasten der Sicherheit.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon Ger9374 » Do 25. Mai 2017, 21:15

DarkLightbringer hat geschrieben:(25 May 2017, 20:40)

Man wird froh sein, wenn man die Amerikaner in der NATO halten kann. Alles andere wären Notlösungen zu Lasten der Sicherheit.



Die USA werden auf Dauer andere Prioritäten entwickeln. Die Europäer sind jetzt gefragt etwas zum Tag x zu entwickeln an dem sie nur noch die bedingte Unterstützung der USA haben.Mehr Geld,mehr KOMMANDOSTRUKTUR, das was ich als Europäische Armee bezeichnen würde.
Dazu gehören auch Atomwaffen.
An sich Selbstverständlichkeiten unter Verbündeten. Was wäre denn wenn Europa mal die USA/Kanada unterstützen müssten . Ein Trauerspiel wäre das.Jahrzehntelang ruht sich Europa unberechtigt zu Lasten der USA aus.
Das muss aufhören.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 25. Mai 2017, 21:35

Ger9374 hat geschrieben:(25 May 2017, 22:15)

Die USA werden auf Dauer andere Prioritäten entwickeln. Die Europäer sind jetzt gefragt etwas zum Tag x zu entwickeln an dem sie nur noch die bedingte Unterstützung der USA haben.Mehr Geld,mehr KOMMANDOSTRUKTUR, das was ich als Europäische Armee bezeichnen würde.
Dazu gehören auch Atomwaffen.
An sich Selbstverständlichkeiten unter Verbündeten. Was wäre denn wenn Europa mal die USA/Kanada unterstützen müssten . Ein Trauerspiel wäre das.Jahrzehntelang ruht sich Europa unberechtigt zu Lasten der USA aus.
Das muss aufhören.

Man ist ja gerade dabei, sich zu einigen. Als Ausdruck des guten Willens ist die NATO der Anti-IS-Koalition beigetreten. Konkrete Aufträge sind allerdings nicht bekannt. Dafür ist der Verteidigungsetat Deutschlands seit 2014 um 13 Prozent gestiegen.

Die Europäer scheinen insgesamt etwas zögerlich in der Anforderung der Terrorismusbekämpfung zu sein, eine Nuklear-Ausrüstung jenseits von Frankreich und Großbritannien dürfte auch stark unwahrscheinlich sein. Das Umschrauben von Schildern - "mehr Kommandostruktur" - wäre indes sehr europäisch, gewissermaßen. Beeindrucken würde das aber nur wenige, jedenfalls kaum auf Seiten des wichtigsten Verbündeten oder auf Seiten der potentiellen oder tatsächlichen Feinde.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon Senexx » Fr 26. Mai 2017, 00:10

Edmund hat geschrieben:(13 Mar 2017, 20:51)

Die NATO ist der falsche Weg und bringt uns in Europa nur unfrieden. Wir brauchen kein gegen Rußland gerichtetes, transatlantisches Verteidigungsbündnis, sondern ein europäisches Verteidigungsbündnis unter Einbindung Rußlands. Nur dadurch kann der Frieden in Europa erhalten und gesichert werden.

Russland gehört nicht zu Europa.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Mai 2017, 01:43

Edmund hat geschrieben:(13 Mar 2017, 20:51)

Die NATO ist der falsche Weg und bringt uns in Europa nur unfrieden. Wir brauchen kein gegen Rußland gerichtetes, transatlantisches Verteidigungsbündnis, sondern ein europäisches Verteidigungsbündnis unter Einbindung Rußlands. Nur dadurch kann der Frieden in Europa erhalten und gesichert werden.
(...)

Die Eurasische Union (anderer Name: Putin) führt eigens Krieg, um den Ukrainern das Recht zu verwehren, Europäer sein zu dürfen.
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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon Ger9374 » Fr 26. Mai 2017, 04:07

DarkLightbringer hat geschrieben:(26 May 2017, 02:43)

Die Eurasische Union (anderer Name: Putin) führt eigens Krieg, um den Ukrainern das Recht zu verwehren, Europäer sein zu dürfen.
Zuletzt geändert von Ger9374 am Fr 26. Mai 2017, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon Ger9374 » Fr 26. Mai 2017, 04:08

Ger9374 hat geschrieben:(26 May 2017, 05:07)

Russland hat sich selbst als Agressor gegen
Andere enttarnt! Frieden nur wenn es Putin passt.
Krieg ebenso. Vertragsbrüchig. Völlig inakzeptabel als Partner.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: Zusammenschluss aller Streitkräfte zur europäischen Armee?

Beitragvon H2O » Fr 26. Mai 2017, 06:30

Ger9374 hat geschrieben:(25 May 2017, 22:15)

Die USA werden auf Dauer andere Prioritäten entwickeln. Die Europäer sind jetzt gefragt etwas zum Tag x zu entwickeln an dem sie nur noch die bedingte Unterstützung der USA haben.Mehr Geld,mehr KOMMANDOSTRUKTUR, das was ich als Europäische Armee bezeichnen würde.
Dazu gehören auch Atomwaffen.
An sich Selbstverständlichkeiten unter Verbündeten. Was wäre denn wenn Europa mal die USA/Kanada unterstützen müssten . Ein Trauerspiel wäre das.Jahrzehntelang ruht sich Europa unberechtigt zu Lasten der USA aus.
Das muss aufhören.


Die weltpolitische Lage hat sich verändert. Nun stehen sich nicht mehr 2 wetteifernde Weltmächte gegenüber, sondern mindestens 4 oder 5, die ihrerseits keine Neigung verspüren, sich gegenseitig aus zu rotten. Um Europa herum haben sich Bedrohungen entwickelt, die aus meiner Sicht die vereinigte EU auch ohne die USA in Schach halten könnte. Die USA sichern ihre Welt an anderer Stelle ab, wo die EU schon geopolitisch gar nichts leisten könnte.

Deshalb ist es richtig, daß Deutschland sich so rüstet, wie das einem Land seiner Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft entspricht. Am allerbesten aber wäre es, wenn die EU-Europäer zugleich auf nationale Eifersüchteleien verzichteten und sich gemeinsam so weit abwehrbereit machten, daß Rußland oder irgendwann auch die Türkei keine besondere Lust verspüren, ihre Vorstellungen von einer Weltordnung in Europa mit Gewalt durch zu setzen.

Diese magischen 2% der Wirtschaftsleistung für die Verteidigung ein zu setzen, das kann nicht das Maß der Dinge sein, sondern die sachlich festgestellte klare Abwehrbereitschaft um Europa herum. Das kann weniger oder mehr Mittelaufwand bedeuten. Europa wird auch durch den BREXIT geschwächt; wir können uns nicht darauf verlassen, daß die Briten etwa im Fall eines Konflikts mit der Türkei die EU unterstützen würden... außer durch schneidige Presseartikel. Wir EU-Europäer müssen uns darauf einstellen, daß die USA ihre Kräfte an anderer Stelle zusammen ziehen und wir weitgehend ohne eigenen Schutz da stehen. Das sollte einem Land wie Deutschland nicht gleichgültig sein; denn wir haben viel zu verlieren!

Die Frage bleibt also, wie wir EU-Europäer uns möglichst schnell berappeln und uns abwehrbereit machen können, ohne uns auf einen anglo-amerikanischen Schirm zu verlassen..

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