GREXIT - Das Finale

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zollagent
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon zollagent » Di 8. Sep 2015, 09:07

prime-pippo » Di 8. Sep 2015, 10:01 hat geschrieben:
Die Zahlen sind größtenteils ähnlich, Belgien und Finnland haben ebenfalls eine höhere, zu Italien gibt es auch annähernd keinen Unterschied...... Zu Österreich auch nicht.

Tja, aber die Griechische Lage hat nur Griechenland. Und die Erfolgreichen haben eine niedrigere Staatsquote. Auch wenn ich die Bestehende immer noch für zu hoch halte. Im Mittelmaß verschwinden ist jedenfalls keine Lösung. Und hast du dich schon mal den Strukturen in Griechenland befaßt? Mit dem Amigo-System, nach dem in Griechenland der öffentliche Sektor besetzt wurde? Mit der Ineffektivität, mit der dieser Staatswasserkopf "arbeitet", eigentlich nur Geld kostet und nichts leistet? Einer der Sargnägel für die griechische Wirtschaftsproblematik ist nun mal die überhöhte Staatsquote. Staatsbetriebe arbeiten nicht so effizient wie privatwirtschaftlich Betriebe. Und eben das ist es, was Griechenland fehlt: Effizienz.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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paradoxx
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon paradoxx » Mi 9. Sep 2015, 17:31

Was die Union braucht, ist ein demokratisch gewählter Präsident anstelle des Schutzpatrons der multiplen Steuerflüchtlinge
Willensbildung ist demokratisch-repräsentativ oder totalitär, eins schließt das andere aus (s. Art. 137 GG)
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Beelzebub » Do 10. Sep 2015, 11:42

paradoxx » Mi 9. Sep 2015, 17:31 hat geschrieben:Was die Union braucht, ist ein demokratisch gewählter Präsident anstelle des Schutzpatrons der multiplen Steuerflüchtlinge

Was die Demokratie braucht, ist jemand, der das durch und durch antidemokratische Völkergefängnis EU in Atome zertrümmert.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Powerwolf » Mo 12. Sep 2016, 02:37

Was schwallt der Tsipras ständig von Reparationszahlungen für WW II?

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 30518.html

Hat das auch nur 0,001% Aussicht auf Erfolg?
Dann könnten wir ja auch Reparationen von Frankreich für Napoleons Werke oder von Italien für die Römer-Angriffe auf die Germanen fordern. :rolleyes: :rolleyes:
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Atheist » Mo 12. Sep 2016, 08:58

Wenn Griechenland Reparationszahlungen unbedingt haben will, soll es sie bekommen, und zwar zusammen mit einem Rausschmiss aus der Eurozone und Beschlagnahmung von griechischem Auslandsvermögen, um die Schuldentilgung sicherzustellen.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon H2O » Mi 14. Sep 2016, 08:10

Atheist hat geschrieben:(12 Sep 2016, 09:58)

Wenn Griechenland Reparationszahlungen unbedingt haben will, soll es sie bekommen, und zwar zusammen mit einem Rausschmiss aus der Eurozone und Beschlagnahmung von griechischem Auslandsvermögen, um die Schuldentilgung sicherzustellen.


Nö! Da könnte ja jeder kommen und fordern; schließlich handelt es sich nicht um ein Taschengeld. Knappe Antwort: Griechenland steht der Rechtsweg offen. Nicht erst seit 2014.

Nach der letztinstanzlichen Entscheidung, so oder anders, sehen wir weiter.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon unity in diversity » Do 17. Nov 2016, 02:51

Atheist hat geschrieben:(12 Sep 2016, 09:58)

Wenn Griechenland Reparationszahlungen unbedingt haben will, soll es sie bekommen, und zwar zusammen mit einem Rausschmiss aus der Eurozone und Beschlagnahmung von griechischem Auslandsvermögen, um die Schuldentilgung sicherzustellen.

Ist aus strategischen Gründen vom Tisch, wie Obama gestern in Athen klargestellt hat.
Die haben Anspruch auf Schuldenschnitt usw.
Weil Griechenland die Urdemokratie ist.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Wildermuth » Do 17. Nov 2016, 03:06

Beelzebub hat geschrieben:(10 Sep 2015, 12:42)

Was die Demokratie braucht, ist jemand, der das durch und durch antidemokratische Völkergefängnis EU in Atome zertrümmert.


...kleinere gefängnisse bieten weniger komfport, dafür mehr geborgenheit.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Adam Smith » Do 17. Nov 2016, 06:12

unity in diversity hat geschrieben:(17 Nov 2016, 02:51)

Ist aus strategischen Gründen vom Tisch, wie Obama gestern in Athen klargestellt hat.
Die haben Anspruch auf Schuldenschnitt usw.
Weil Griechenland die Urdemokratie ist.

Ein Schuldenschnitt nützt nichts, wenn das Land dann in ein paar Jahren wieder an diesem Punkt ist.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon H2O » Do 17. Nov 2016, 10:32

Adam Smith hat geschrieben:(17 Nov 2016, 06:12)

Ein Schuldenschnitt nützt nichts, wenn das Land dann in ein paar Jahren wieder an diesem Punkt ist.


Ich gehe noch weiter: Die Euro-Gruppe könnte die Finanzierungskosten der griechischen Schulden übernehmen unter der Bedingung, daß Griechenland keine weiteren "Kredite" mehr aufnimmt. Das aber tut dieses Land jetzt schon, weil es ansonsten sofort zahlungsunfähig wäre.

Insofern ist die Forderung nach einem "Schuldenschnitt" nichts weiter als die Aufforderung, auf Zahlungsansprüche formal zu verzichten. Praktisch ist da ja gar nichts zu holen! Auch der Schuldenschnitt wäre möglich, wenn das Land sofort aus der Euro-Gruppe austräte und die laufenden Hilfsszahlungen eingestellt werden würden.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon unity in diversity » Fr 18. Nov 2016, 10:44

Adam Smith hat geschrieben:(17 Nov 2016, 06:12)

Ein Schuldenschnitt nützt nichts, wenn das Land dann in ein paar Jahren wieder an diesem Punkt ist.

Oder die Banken, die Griechenland seinerzeit mit frisierten Statistiken in den Euro reingemogelt haben, übernehmen die Folgekosten.
Immer nach dem Verursacher Prinzip ...
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Adam Smith » Fr 18. Nov 2016, 10:48

unity in diversity hat geschrieben:(18 Nov 2016, 10:44)

Oder die Banken, die Griechenland seinerzeit mit frisierten Statistiken in den Euro reingemogelt haben, übernehmen die Folgekosten.
Immer nach dem Verursacher Prinzip ...

Dann müsste der Staat wiederum diese Banken retten.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon unity in diversity » Fr 18. Nov 2016, 10:55

Das kommt so, oder so.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Vardarovic » Fr 18. Nov 2016, 12:26

unity in diversity hat geschrieben:(18 Nov 2016, 10:44)

Oder die Banken, die Griechenland seinerzeit mit frisierten Statistiken in den Euro reingemogelt haben, übernehmen die Folgekosten.
Immer nach dem Verursacher Prinzip ...

War es damals nicht so, dass gewisse große europäische Staaten Hellas um jeden Preis aufnehmen wollten?
Prüfe das mal nach, oder fage den einstigen Vorsitzenden der CSU, welcher sich als einziger gegen die Aufnahme aussprach.

Die EU wird Hellas nicht fallen lassen, es steht als Symbol dafür da, worum es in der EU geht und gehen soll.

Ansonsten wäre Baracks Elogie zur griechischen Lebensweise, der (polytheistischen) Demokratie, jüngst zu Athen hilfreich.
Er hat ähnliche Inhalte vorgetragen.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon H2O » So 20. Nov 2016, 00:25

Vardarovic hat geschrieben:(18 Nov 2016, 12:26)

War es damals nicht so, dass gewisse große europäische Staaten Hellas um jeden Preis aufnehmen wollten?
Prüfe das mal nach, oder fage den einstigen Vorsitzenden der CSU, welcher sich als einziger gegen die Aufnahme aussprach.

Die EU wird Hellas nicht fallen lassen, es steht als Symbol dafür da, worum es in der EU geht und gehen soll.

Ansonsten wäre Baracks Elogie zur griechischen Lebensweise, der (polytheistischen) Demokratie, jüngst zu Athen hilfreich.
Er hat ähnliche Inhalte vorgetragen.


Kommt ganz darauf an, was uns Europäer dieser Schmus auf Dauer kosten wird. Viel hatte wirklich nicht mehr gefehlt, und die Euro-Gruppe hätte die Griechen aus dem Euro heraus fallen lassen. Wenn sich trotz aller Mühen diese Lage nicht erkennbar ändern sollte, dann ist das nur eine Frage der Zeit, bis nämlich erneut über Schuldenschnitte und neue "Kredite" zu verhandeln ist. Dann liegt ein Ende mit Schrecken im Bereich des Möglichen.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Cat with a whip » Sa 13. Jan 2018, 19:43

Varoufakis hatte in seinen Verhandlungen ein Aufnahmegerät mitlaufen lassen. Nun serviert er die Quitting für die irrationalen konservativen Kaputtis die Europa in die Krise stürzten als Buch.

„Die Geldgeber wollten ihr Geld gar nicht zurück. Ihre eigene Autorität war ihnen wichtig und dass diese von einer linken Regierung infrage gestellt wurde.“

http://www.taz.de/Neues-Buch-von-Yanis- ... /!5474353/
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 13. Jan 2018, 20:18

H2O hat geschrieben:(17 Nov 2016, 10:32)

Ich gehe noch weiter: Die Euro-Gruppe könnte die Finanzierungskosten der griechischen Schulden übernehmen unter der Bedingung, daß Griechenland keine weiteren "Kredite" mehr aufnimmt. Das aber tut dieses Land jetzt schon, weil es ansonsten sofort zahlungsunfähig wäre.

wenn ich die mitteilungen von »sachverständigen« glauben darf, haben die griechen riesige fortschritte gemacht. ohne die schuldenlast gäbe es jetzt eine positive bilanz. die schulden sind das große problem.

und da kommt bei mir dann ein gefühl von wut. wut auf banken, wut auf bankbaronen. sie wußten daß da geschummelt wurde und haben wissentlich anleihen verstreckt. denn umfallen durfte das system nicht.
darum finde ich daß die banken eine sondersteuer zahlen müssen um ihre griechischen gewinne abzuschöpfen. denn sonst sind wir, bürger, wieder angeschmiert. :mad2:
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 13. Jan 2018, 20:19

Cat with a whip hat geschrieben:(13 Jan 2018, 19:43)

Varoufakis hatte in seinen Verhandlungen ein Aufnahmegerät mitlaufen lassen.

meine nicht hohe meinung über V hat jetzt das absolute nullpunkt erreicht.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon H2O » Sa 13. Jan 2018, 20:29

Nomen Nescio hat geschrieben:(13 Jan 2018, 20:18)

wenn ich die mitteilungen von »sachverständigen« glauben darf, haben die griechen riesige fortschritte gemacht. ohne die schuldenlast gäbe es jetzt eine positive bilanz. die schulden sind das große problem.

und da kommt bei mir dann ein gefühl von wut. wut auf banken, wut auf bankbaronen. sie wußten daß da geschummelt wurde und haben wissentlich anleihen verstreckt. denn umfallen durfte das system nicht.
darum finde ich daß die banken eine sondersteuer zahlen müssen um ihre griechischen gewinne abzuschöpfen. denn sonst sind wir, bürger, wieder angeschmiert. :mad2:


Unsere deutsche und europäische Bankenpolitik sehe ich mit ziemlicher Wut im Bauch. Im Verlaufe der letzten 10 Jahre sind sehr viele bösartige Lumpereien im Bereich Finanzwirtschaft aufgedeckt worden, ohne daß unsere Bundesregierung ganz grundsätzliche Veränderungen erzwungen hat.

Leider ist nicht zu erwarten, daß unsere GroKo demnächst die Samthandschuhe gegen eiserne Hamdschuhe tauscht. Unsereiner kommt doch wie von allein auf den Gedanken, daß entscheidungsbefugte Politiker in diese halbseidenen und wohl auch kriminellen Geschäfte verstrickt sein könnten.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 13. Jan 2018, 20:38

H2O hat geschrieben:(13 Jan 2018, 20:29)

Unsere deutsche und europäische Bankenpolitik sehe ich mit ziemlicher Wut im Bauch. Im Verlaufe der letzten 10 Jahre sind sehr viele bösartige Lumpereien im Bereich Finanzwirtschaft aufgedeckt worden, ohne daß unsere Bundesregierung ganz grundsätzliche Veränderungen erzwungen hat.

Leider ist nicht zu erwarten, daß unsere GroKo demnächst die Samthandschuhe gegen eiserne Hamdschuhe tauscht. Unsereiner kommt doch wie von allein auf den Gedanken, daß entscheidungsbefugte Politiker in diese halbseidenen und wohl auch kriminellen Geschäfte verstrickt sein könnten.

unser vormaliger finanzminister deysselbloem hat als vorsitzende der europäischen finanzminister jedenfalls erreicht daß falls banken drohen umzufallen an erster stelle die aktionären bluten müssen. und natürlich auch die bobos. die müssen gelegentlich mit ihrem persönlichen vermögen haften, wenn sie wußten daß rede war von unverantwortlichen handeln.
damit werden dann die wahnsinnig hohen prämien sowieso indirekt zurückgefordert. mal abgesehen von was gerichte sagen.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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