GREXIT - Das Finale

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pikant
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon pikant » Mo 7. Sep 2015, 12:08

prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 12:05 hat geschrieben:
Der Staat ist der naheliegende, da die Staatsausgaben am leichtesten politisch steuerbar sind...


nein,
ein Staat sollte Anreize geben, damit privat mehr ausgegeben oder investiert wird.

Mehrausgaben in Buerokratie nuetzen einem Staat nichts und sind kontraproduktiv.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 12:13

pikant » Mo 7. Sep 2015, 13:08 hat geschrieben:
nein,
ein Staat sollte Anreize geben, damit privat mehr ausgegeben oder investiert wird.

Mehrausgaben in Buerokratie nuetzen einem Staat nichts und sind kontraproduktiv.


Der Staat kann diverse sinnvolle Dinge finanzieren......im Grunde genommen alles.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon pikant » Mo 7. Sep 2015, 12:16

prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 12:13 hat geschrieben:
Der Staat kann diverse sinnvolle Dinge finanzieren......im Grunde genommen alles.


es geht nicht darum, was der Staat in Griechenland kann, sondern was sinnvoll ist.
Jeder dritte Buerger dort vom Staat angestellt ist nicht sinnvoll und ja da werden Milliarden effizienzlos ausgegeben und die Folgekosten sind nicht zu schultern - das ist mit ein Problem des Landes.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 12:18

pikant » Mo 7. Sep 2015, 13:16 hat geschrieben:
es geht nicht darum, was der Staat in Griechenland kann, sondern was sinnvoll ist.
Jeder dritte Buerger dort vom Staat angestellt ist nicht sinnvoll und ja da werden Milliarden effizienzlos ausgegeben und die Folgekosten sind nicht zu schultern - das ist mit ein Problem des Landes.


Selbstverständlich kann auch die Anstellung beim Staat sinnvoll sein. Ob z.B. das Wasserwerk nun in staatlicher oder privater Hand ist, ist zunächst nicht wichtig.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon pikant » Mo 7. Sep 2015, 12:22

prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 12:18 hat geschrieben:
Selbstverständlich kann auch die Anstellung beim Staat sinnvoll sein.
Ob z.B. das Wasserwerk nun in staatlicher oder privater Hand ist, ist zunächst nicht wichtig.

das bestreitet ja niemand und ja die Pensionsansprueche beim Staaat und oder Privat sind schon fuer Folgekosten entscheidend und auch bei der Bezahlung gibt es grosse Unterschiede zwischen Staat und Privat von finanziellen Anreizen bei Erfolg ganz zu sprechen.

der staatliche Sektor ist viel zu gross in Griechenland und das ist mit ein Problem des Landes!
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 12:25

pikant » Mo 7. Sep 2015, 13:22 hat geschrieben:das bestreitet ja niemand und ja die Pensionsansprueche beim Staaat und oder Privat sind schon fuer Folgekosten entscheidend und auch bei der Bezahlung gibt es grosse Unterschiede zwischen Staat und Privat von finanziellen Anreizen bei Erfolg ganz zu sprechen.

der staatliche Sektor ist viel zu gross in Griechenland und das ist mit ein Problem des Landes!


Nein, nicht grundsätzlich.
Der staatliche Sektor darf ruhig groß sein. Unter welchen Umständen, das ist die Frage.
Griechenland wäre auch nicht wettbewerbsfähig, wäre der staatliche Sektor kleiner und die sonstigen Bedingungen gleich.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon pikant » Mo 7. Sep 2015, 12:30

prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 12:25 hat geschrieben:
Nein, nicht grundsätzlich.
Der staatliche Sektor darf ruhig groß sein. Unter welchen Umständen, das ist die Frage.
Griechenland wäre auch nicht wettbewerbsfähig, wäre der staatliche Sektor kleiner und die sonstigen Bedingungen gleich.


eine These, die fast keiner der Oekonomen teilt.
mit dem aufgeblaehten Staatsapparat wie in Griechenland wuerde Deutschland schnell in die Rezession abrutschen.
Effizient, schlank und leistungsfaehig muss ein Staat sein!
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Nathan » Mo 7. Sep 2015, 12:40

Details... ;)

Nach nunmehr 51.267 Zugriffen auf 4.526 Beiträge stelle ich das finale Hinscheiden des so herbeigesehnten Finales fest.

Deutschland ist nicht unter der Last kollabiert, der Euro hinreichen stabil. Der Dax steht hoch, die Arbeitslosigkeit niedrig und wir haben aktuell schon wieder ein neues Problem. Aber auch für dieses Problem wage ich eine Lösung zu prophezeien.

Kritisch wird es erst, wen Lin Tau Pan aus Chengdu keinen 300 SLC mehr bestellt...
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 12:41

pikant » Mo 7. Sep 2015, 13:30 hat geschrieben:
eine These, die fast keiner der Oekonomen teilt.
mit dem aufgeblaehten Staatsapparat wie in Griechenland wuerde Deutschland schnell in die Rezession abrutschen.
Effizient, schlank und leistungsfaehig muss ein Staat sein!


Effizient und leistungsfähig darf ruhig stehenbleiben, schlank nicht. Es gibt dafür keinerlei logische Begründung, auch empirisch lässt sich das nicht nachvollziehen.

Griechenlands Primärproblem ist keinesfalls die Staatsquote, die liegt niedriger als in vielen europäischen Ländern.
Zuletzt geändert von prime-pippo am Mo 7. Sep 2015, 12:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon pikant » Mo 7. Sep 2015, 12:44

Nathan » Mo 7. Sep 2015, 12:40 hat geschrieben:Details... ;)

Nach nunmehr 51.267 Zugriffen auf 4.526 Beiträge stelle ich das finale Hinscheiden des so herbeigesehnten Finales fest.

Deutschland ist nicht unter der Last kollabiert, der Euro hinreichen stabil. Der Dax steht hoch, die Arbeitslosigkeit niedrig und wir haben aktuell schon wieder ein neues Problem. Aber auch für dieses Problem wage ich eine Lösung zu prophezeien.

Kritisch wird es erst, wen Lin Tau Pan aus Chengdu keinen 300 SLC mehr bestellt...


der Euro hat es verhindert, dass Griechenland noch mehr Armut generiert.
ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro haette das Land zum Entwicklungsland gemacht und das will keiner in Europa mit Weitblick und schon gar niemand von den Verantwortlichen mit Sachverstand in Griechenland.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon pikant » Mo 7. Sep 2015, 12:46

prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 12:41 hat geschrieben:
Effizient und leistungsfähig darf ruhig stehenbleiben, schlank nicht. Es gibt dafür keinerlei logische Begründung, auch empirisch lässt sich das nicht nachvollziehen.

Griechenlands Primärproblem ist keinesfalls die Staatsquote, die liegt niedriger als in vielen europäischen Ländern.


ein Staat muss sich immer an der Kosten-Nutzenanalyse mit messen lassen.
Davon ausgenommen sind nur staatliche Aufgaben, die man gesetzlich recht eng fassen sollte, wie es in Deutschland der Fall ist.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon DeutschlandSubjektiv » Di 8. Sep 2015, 07:24

Nathan » Mo 7. Sep 2015, 13:40 hat geschrieben:Details... ;)

Nach nunmehr 51.267 Zugriffen auf 4.526 Beiträge stelle ich das finale Hinscheiden des so herbeigesehnten Finales fest.

Deutschland ist nicht unter der Last kollabiert, der Euro hinreichen stabil. Der Dax steht hoch, die Arbeitslosigkeit niedrig und wir haben aktuell schon wieder ein neues Problem. Aber auch für dieses Problem wage ich eine Lösung zu prophezeien.

Kritisch wird es erst, wen Lin Tau Pan aus Chengdu keinen 300 SLC mehr bestellt...


Man könnte deinen Beitrag unter "Ironie" verbuchen. In Griechenland hat man sich nur wieder Zeit gekauft, wird unzählige weitere Milliarden versenken, um dann am Ende festzustellen, dass es wieder nichts gebracht hat.

Derzeit wird die Debatte nur durch die Flüchtlingskrise übertüncht.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon John Galt » Di 8. Sep 2015, 07:44

Das Dritte Hilfspaket ist eine Totgeburt. Ohne Zahlungsausfall mit all seinen Folgen wird es keine Salutogenese geben.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon steve1974 » Di 8. Sep 2015, 08:19

Nathan » Mo 7. Sep 2015, 13:40 hat geschrieben:Details... ;)

Nach nunmehr 51.267 Zugriffen auf 4.526 Beiträge stelle ich das finale Hinscheiden des so herbeigesehnten Finales fest.

Deutschland ist nicht unter der Last kollabiert, der Euro hinreichen stabil. Der Dax steht hoch, die Arbeitslosigkeit niedrig und wir haben aktuell schon wieder ein neues Problem. Aber auch für dieses Problem wage ich eine Lösung zu prophezeien.

Kritisch wird es erst, wen Lin Tau Pan aus Chengdu keinen 300 SLC mehr bestellt...

-
... und damit anstatt des berüchtigten Sackes Reis
die gesamte chinesische Wirtschaft umfällt ..
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon zollagent » Di 8. Sep 2015, 08:32

prime-pippo » Mo 7. Sep 2015, 13:41 hat geschrieben:
Effizient und leistungsfähig darf ruhig stehenbleiben, schlank nicht. Es gibt dafür keinerlei logische Begründung, auch empirisch lässt sich das nicht nachvollziehen.

Griechenlands Primärproblem ist keinesfalls die Staatsquote, die liegt niedriger als in vielen europäischen Ländern.

Wenn du nur einmal wüßtest, über was du redest. :rolleyes: Griechenlands Staatsquote ist die zweithöchste in Europa!
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon zollagent » Di 8. Sep 2015, 08:33

Nathan » Mo 7. Sep 2015, 13:40 hat geschrieben:Details... ;)

Nach nunmehr 51.267 Zugriffen auf 4.526 Beiträge stelle ich das finale Hinscheiden des so herbeigesehnten Finales fest.

Deutschland ist nicht unter der Last kollabiert, der Euro hinreichen stabil. Der Dax steht hoch, die Arbeitslosigkeit niedrig und wir haben aktuell schon wieder ein neues Problem. Aber auch für dieses Problem wage ich eine Lösung zu prophezeien.

Kritisch wird es erst, wen Lin Tau Pan aus Chengdu keinen 300 SLC mehr bestellt...

Kritisch wird es dann, wenn er ihn selber bauen kann. ;)
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon prime-pippo » Di 8. Sep 2015, 08:54

zollagent » Di 8. Sep 2015, 09:32 hat geschrieben:Wenn du nur einmal wüßtest, über was du redest. :rolleyes: Griechenlands Staatsquote ist die zweithöchste in Europa!


Ich hatte hier nachgesehen:

https://www.bundesfinanzministerium.de/ ... leich.html

Auch Wiki zeigt, dass Länder wie Dänemark, Frankreich, Schweden eine höhere Staatsquote haben:
https://en.wikipedia.org/wiki/Government_spending
Zuletzt geändert von prime-pippo am Di 8. Sep 2015, 08:55, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon zollagent » Di 8. Sep 2015, 08:56

prime-pippo » Di 8. Sep 2015, 09:54 hat geschrieben:
Ich hatte hier nachgesehen:

https://www.bundesfinanzministerium.de/ ... leich.html

Auch Wiki zeigt, dass Länder wie Dänemark, Frankreich, Schweden eine höhere Staatsquote haben:
https://en.wikipedia.org/wiki/Government_spending

Dänemark, Frankreich und Schweden stehen aber denn doch "etwas besser" da als Griechenland. Übrigens ist es schon zumindest bedenklich, wenn für dich 3 Staaten von 27 "viele" sind. Wolltest du vielleicht damit etwas vorspiegeln, was schlicht nicht stimmt?
Zuletzt geändert von zollagent am Di 8. Sep 2015, 08:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon prime-pippo » Di 8. Sep 2015, 09:01

zollagent » Di 8. Sep 2015, 09:56 hat geschrieben:Dänemark, Frankreich und Schweden stehen aber denn doch "etwas besser" da als Griechenland. Übrigens ist es schon zumindest bedenklich, wenn für dich 3 Staaten von 27 "viele" sind. Wolltest du vielleicht damit etwas vorspiegeln, was schlicht nicht stimmt?


Die Zahlen sind größtenteils ähnlich, Belgien und Finnland haben ebenfalls eine höhere, zu Italien gibt es auch annähernd keinen Unterschied...... Zu Österreich auch nicht.
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Re: GREXIT - Das Finale

Beitragvon Emin » Di 8. Sep 2015, 09:06

prime-pippo » Di 8. Sep 2015, 08:54 hat geschrieben:
Ich hatte hier nachgesehen:

https://www.bundesfinanzministerium.de/ ... leich.html

Auch Wiki zeigt, dass Länder wie Dänemark, Frankreich, Schweden eine höhere Staatsquote haben:
https://en.wikipedia.org/wiki/Government_spending


Einfach so ein paar Zahlen vergleichen bringt halt wenig. Apple ist der IT-Konzern, der am wenigsten für F&E ausgibt, ist aber trotzdem einer der innovativsten. Microsoft oder Nokia geben am meisten aus, und kriegen trotzdem nichts auf die Reihe. Ein Volkswirtschaft kann 40% Staatsquote haben und wunderbar funktionieren. Andere Volkswirtschaften haben eine Staatsquote von unter 10% und da funktioniert überhaupt nichts (s. z.B. die meisten Entwicklungsländer). Man muss sich also den Einzelfall betrachten. Und bei dme Fall Griechenland sind die Probleme eindeutig, nämlich Korruption und Vetternwirtschaft auf allen Ebenen.
Zuletzt geändert von Emin am Di 8. Sep 2015, 09:07, insgesamt 1-mal geändert.
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