EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Orbiter1
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » So 12. Aug 2018, 13:57

Und was heißt das jetzt? Dass nicht mehr 3/4 sondern nur noch 2/3 der Wahlkreise den Brexit wollen?
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Misterfritz
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » So 12. Aug 2018, 14:05

Orbiter1 hat geschrieben:(12 Aug 2018, 14:57)

Und was heißt das jetzt? Dass nicht mehr 3/4 sondern nur noch 2/3 der Wahlkreise den Brexit wollen?
341 von 632 Wahlkreisen würden heute für den Verbleib in der EU stimmen. Ich weiss nicht, wie Du auf Deine Zahlen kommst ;)
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Orbiter1
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » So 12. Aug 2018, 14:15

Misterfritz hat geschrieben:(12 Aug 2018, 15:05)

341 von 632 Wahlkreisen würden heute für den Verbleib in der EU stimmen.
Danke für die Info. Jetzt kann ich dein Posting über den Stimmungswechsel in 112 Wahlkreisen auch einordnen.
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garfield336
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mo 13. Aug 2018, 07:56

Ich gebe nicht viel auf diese Umfragen. Mich interessiert mehr was die britische Regierung vor hat.

Allerdings könnte solche schlechten Umfragen aber auch dafür führen dass das Chaos und die Konzeptlosigkeit der britischen Regierung nur noch grösser wird,
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Julian
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Mo 13. Aug 2018, 08:24



Zunächst einmal: Die Entscheidung zum Brexit war äußerst knapp. Es braucht also nur wenige Stimmen, um die Entscheidung von damals in Umfragen zu kippen. Auch 2016 hätte das Referendum jederzeit anders ausgehen können, wenn kleine Details ein bisschen anders gewesen wären.

Es gibt eine aktuelle repräsentative Umfrage von YouGov, die zeigt, dass derzeit 42% die Entscheidung zum Brexit nach wie vor als richtig empfinden, 45% dagegen als falsch, und dass 13% unentschieden sind.
https://d25d2506sfb94s.cloudfront.net/c ... kers_w.pdf

Da wir nicht wissen, wie sich die Unentschiedenen in der Wahlkabine verhalten würden, würde ich mir hier kein Urteil über den Ausgang eines neuen Referendums zutrauen. Manche Umfrageinstitute tun dies dennoch und errechnen aufgrund von Vorhersagemodellen eine Mehrheit von 53% für das Remain-Lager und 47% für das Brexit-Lager. Damit wäre das Land aber nach wie vor gespalten.

Was ich nicht verstehe, ist, warum man dies auf 632 Wahlkreise herunterbrechen muss, denn das Referendum fand ja nicht auf Wahlkreisebene, sondern auf nationaler Ebene statt, und inwiefern das wissenschaftlich bei nur 16.000 Befragten überhaupt möglich ist. Da der Auftraggeber der Umfrage eine klare Anti-Brexit-Haltung hat, denke ich, dass es darum geht, ein erwünschtes Ergebnis zu erhalten und Druck auf die Parlamentarier auszuüben. Das ist sicher legitim, aber man sollte nicht glauben, dass es sich um eine objektive Umfrage handelt.

Dass über solche Umfragen in Deutschland natürlich stark berichtet wird, ist klar. Die meisten deutschen Medien würden sich darüber freuen, wenn die Briten ihre Entscheidung von damals bereuen und um Milde bei der EU und letztlich um ein Abblasen des Brexit bitten würden. So einfach ist die Welt aber nicht, denn nach wie vor ist das Vereinigte Königreich in fast zwei gleich große Lager gespalten.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Mo 13. Aug 2018, 09:48

Julian hat geschrieben:(13 Aug 2018, 09:24)

Was ich nicht verstehe, ist, warum man dies auf 632 Wahlkreise herunterbrechen muss, denn das Referendum fand ja nicht auf Wahlkreisebene, sondern auf nationaler Ebene statt, und inwiefern das wissenschaftlich bei nur 16.000 Befragten überhaupt möglich ist. Da der Auftraggeber der Umfrage eine klare Anti-Brexit-Haltung hat, denke ich, dass es darum geht, ein erwünschtes Ergebnis zu erhalten und Druck auf die Parlamentarier auszuüben. Das ist sicher legitim, aber man sollte nicht glauben, dass es sich um eine objektive Umfrage handelt. .

Um ein landesweit repräsentatives Ergebnis zu erhalten, hätten auch 1000 Befragte genügt.

16000 waren wohl nötig, um repräsentativ auf Wahlkreisebene zu sein.

Wahlkreisebene wohl deshalb, damit die Wahlkreisabgeordneten die Glocken läuten hören.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Mo 13. Aug 2018, 09:57

Senexx hat geschrieben:(13 Aug 2018, 10:48)

Um ein landesweit repräsentatives Ergebnis zu erhalten, hätten auch 1000 Befragte genügt.

16000 waren wohl nötig, um repräsentativ auf Wahlkreisebene zu sein.

Wahlkreisebene wohl deshalb, damit die Wahlkreisabgeordneten die Glocken läuten hören.


Klar, auf nationaler Ebene hätten ca. 1.000 Befragte gereicht, um ein halbwegs repräsentatives Ergebnis zu bekommen. Was ich bezweifle, ist, dass 16.000 ausreichen, um ein repräsentatives Ergebnis auf Wahlkreisebene zu bekommen, bei über 600 Wahlkreisen. Wir reden dann größenordnungsmäßig von 20, 30 Befragten in einem Wahlkreis.

Ja, ich denke, dass die Motivation war, Druck auf die Wahlkreisabgeordneten auszuüben.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mo 13. Aug 2018, 10:04

Julian hat geschrieben:(13 Aug 2018, 09:24)

Was ich nicht verstehe, ist, warum man dies auf 632 Wahlkreise herunterbrechen muss, denn das Referendum fand ja nicht auf Wahlkreisebene, sondern auf nationaler Ebene statt, und inwiefern das wissenschaftlich bei nur 16.000 Befragten überhaupt möglich ist. Da der Auftraggeber der Umfrage eine klare Anti-Brexit-Haltung hat, denke ich, dass es darum geht, ein erwünschtes Ergebnis zu erhalten und Druck auf die Parlamentarier auszuüben. Das ist sicher legitim, aber man sollte nicht glauben, dass es sich um eine objektive Umfrage handelt.



Für das Referendum war die Wahlkreise natürlich unwichtig.

Sie sind aber wichtig um über den Ausgang der nächsten Parlamentswahl zu spekulieren. Vermutlich haben harte Brexiteers ein Problem mit der Wiederwahl.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mo 13. Aug 2018, 10:06

Julian hat geschrieben:(13 Aug 2018, 10:57)

Klar, auf nationaler Ebene hätten ca. 1.000 Befragte gereicht, um ein halbwegs repräsentatives Ergebnis zu bekommen. Was ich bezweifle, ist, dass 16.000 ausreichen, um ein repräsentatives Ergebnis auf Wahlkreisebene zu bekommen, bei über 600 Wahlkreisen. Wir reden dann größenordnungsmäßig von 20, 30 Befragten in einem Wahlkreis.

Ja, ich denke, dass die Motivation war, Druck auf die Wahlkreisabgeordneten auszuüben.


Es gibt ja auch genügend Wahlkreise die was die Bevölkerungszusammensetzen angeht vergleichbar sind.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 13. Aug 2018, 10:28

Julian hat geschrieben:(13 Aug 2018, 10:57)

Klar, auf nationaler Ebene hätten ca. 1.000 Befragte gereicht, um ein halbwegs repräsentatives Ergebnis zu bekommen. Was ich bezweifle, ist, dass 16.000 ausreichen, um ein repräsentatives Ergebnis auf Wahlkreisebene zu bekommen, bei über 600 Wahlkreisen. Wir reden dann größenordnungsmäßig von 20, 30 Befragten in einem Wahlkreis.

Ja, ich denke, dass die Motivation war, Druck auf die Wahlkreisabgeordneten auszuüben.


Wirrere Argumentation ist nicht zu uebertreffen.

So nach dem Motto es darf nicht sein was ist weil es mir nicht in meinem ideologischen Kram passt
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Mo 13. Aug 2018, 10:33

Julian hat geschrieben:(13 Aug 2018, 10:57)

Klar, auf nationaler Ebene hätten ca. 1.000 Befragte gereicht, um ein halbwegs repräsentatives Ergebnis zu bekommen. Was ich bezweifle, ist, dass 16.000 ausreichen, um ein repräsentatives Ergebnis auf Wahlkreisebene zu bekommen, bei über 600 Wahlkreisen. Wir reden dann größenordnungsmäßig von 20, 30 Befragten in einem Wahlkreis.

Ja, ich denke, dass die Motivation war, Druck auf die Wahlkreisabgeordneten auszuüben.

Mit einer gewissen Fehlerwahrscheinlichkeit dürften im Schnitt 25 Befragte ausreichen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mo 13. Aug 2018, 10:41

garfield336 hat geschrieben:(13 Aug 2018, 11:06)

Es gibt ja auch genügend Wahlkreise die was die Bevölkerungszusammensetzen angeht vergleichbar sind.


Das stoert eingefleischten Anti Europaer und Nationalisten nicht wie man aus den letzten Beitraegen ersieht
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Mo 13. Aug 2018, 11:28

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Aug 2018, 11:28)

Wirrere Argumentation ist nicht zu uebertreffen.

So nach dem Motto es darf nicht sein was ist weil es mir nicht in meinem ideologischen Kram passt


TheManFromDownUnder hat geschrieben:(13 Aug 2018, 11:41)

Das stoert eingefleischten Anti Europaer und Nationalisten nicht wie man aus den letzten Beitraegen ersieht


Ich glaube, dass du nicht einmal annähernd verstanden hast, worum es geht. Dass es Leute gibt, die zwischen Fakten und Meinungen unterscheiden, mag für dich schwierig zu fassen sein.

Die Frage ist, wie repräsentativ diese Befragung auf Wahlkreisebene ist. Es wurden insgesamt 15.000 Leute befragt. Bei 632 Wahlkreisen bedeutet das, dass im Schnitt 24 Personen pro Wahlkreis befragt wurden. Außerdem handelt es sich um eine Analyse, die Ergebnisse mindestens zweier verschiedener Umfragen einfließen ließ.

Researchers at the Focaldata consumer analytics company compiled the breakdown by modelling two YouGov polls of more than 15,000 people in total, conducted before and after Theresa May published her proposed Brexit deal on 6 July.

It combined the polling with detailed census information and data from the Office for National Statistics. The study was jointly commissioned by Best for Britain, which is campaigning against Brexit, and the anti-racist Hope Not Hate group.
[...]
Data scientists compiling the study used a technique known as multi-level regression and post-stratification, similar to that used by YouGov in its pre-election model, which proved far more accurate than conventional opinion polls. However, the polling sample used by YouGov for its election model was much bigger, covering some 50,000 people.

https://www.theguardian.com/politics/20 ... -to-remain

Man kann gerne darüber diskutieren, inwiefern das hier verwendete Modell repräsentativ ist. Vielleicht ist es das ja; dennoch bleibt es eine Tatsache, dass hier nur 15.000 statt wie bei dem letzten Modell 50.000 Personen befragt wurden. Möglicherweise kann die kleinere Stichprobe dadurch aufgewogen werden, dass man nach dem BREXIT-Votum nun genauere Zahlen hat.

Ich finde es auf jeden Fall bedenklich, wenn man hier schon beim Äußern geringster Zweifel angemacht wird, nur weil man nicht auf Linie liegt und in den allgemeinen Chor einstimmt.

Zu deinem Erstaunen kann ich auch noch anfügen, dass ich gegen den BREXIT war und bin, und dass ich dafür gute Gründe anführen kann.

Sowohl für Großbritannien als auch für Deutschland hätte es kurz- und mittelfristig Vorteile gehabt, wenn Großbritannien in der EU verblieben wäre. Was langfristige Folgen angeht, finde ich es sehr schwer, zu einem Urteil zu kommen. Letztlich geht es für die Briten auch darum abzuwägen, ob ihnen wirtschaftliche oder politische Fragen wichtiger sind. Viel hängt auch davon ab, wie sich die Europäische Union entwickeln wird; hier sind ja auch alle möglichen Szenarien denkbar.

Nun ist das Votum aber da; und man wird sich ihm nicht so einfach widersetzen können, so sehr manche auch dafür trommeln. Das Grundproblem sehe ich darin, dass die Frage zu simpel gestellt war. Man hätte vor dem Referendum alternative Ziele genauer definieren und einen Fahrplan entwickeln müssen. Es gibt ja einen himmelweiten Unterschied zwischen den Modellen Norwegen (EEA), Schweiz (bilateraler Zugang zum Markt) und einem harten Brexit (ohne Markt).
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mo 13. Aug 2018, 17:41

Nach den erlebten Stänkereien im EU-Parlament und natürlich auch auf der Insel zum offenen Fenster hinaus würde ich eine Umkehr von BREXIT zu BREMAIN nur noch unterstützen, wenn wenigstens 2/3 aller Wahlbürger in GB diesen Wunsch nachweislich äußerten. Was ist uns Europäern damit gedient, wenn kurz nach Rücknahme und Zustimmung zur Rücknahme das alte Gezänk wieder mit voller Kraft beginnt? Bei einer 2/3 Mehrheit kann unsereiner dann wenigstens sagen: Ihr wolltet die Sache doch unbedingt so haben! Nun lebt damit!

Ich bin der Meinung, daß auch die Mehrheit von 52% zu 48% nicht ausreichte, den politischen Willen der Briten aus zu drücken, jedenfalls nicht in dieser lange in eine Zukunft wirkenden Entscheidung. Nicht ohne Grund sieht unser Grundgesetz für solche tiefgreifenden Änderungen eine 2/3-Mehrheit vor!

Aber jetzt ist es gut so, wie es ist. Genug ist genug!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 13. Aug 2018, 17:44

H2O hat geschrieben:(13 Aug 2018, 18:41)

Nach den erlebten Stänkereien im EU-Parlament und natürlich auch auf der Insel zum offenen Fenster hinaus würde ich eine Umkehr von BREXIT zu BREMAIN nur noch unterstützen, wenn wenigstens 2/3 aller Wahlbürger in GB diesen Wunsch nachweislich äußerten. Was ist uns Europäern damit gedient, wenn kurz nach Rücknahme und Zustimmung zur Rücknahme das alte Gezänk wieder mit voller Kraft beginnt? Bei einer 2/3 Mehrheit kann unsereiner dann wenigstens sagen: Ihr wolltet die Sache doch unbedingt so haben! Nun lebt damit!

Ich bin der Meinung, daß auch die Mehrheit von 52% zu 48% nicht ausreichte, den politischen Willen der Briten aus zu drücken, jedenfalls nicht in dieser lange in eine Zukunft wirkenden Entscheidung. Nicht ohne Grund sieht unser Grundgesetz für solche tiefgreifenden Änderungen eine 2/3-Mehrheit vor!

Aber jetzt ist es gut so, wie es ist. Genug ist genug!

Die Insulaner (Engländer) tendierten stets zu den USA oder auch zu Canada. Europa war ihnen oft genug egal.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mo 13. Aug 2018, 17:56

Fuerst_48 hat geschrieben:(13 Aug 2018, 18:44)

Die Insulaner (Engländer) tendierten stets zu den USA oder auch zu Canada. Europa war ihnen oft genug egal.


Das war in der längeren Vergangenheit sicher so. Sozusagen anglophone Weltmächte unter sich. Diese "Norm" hat sich in den letzten 40 Jahren EU-Mitgliedschaft der Briten aber geändert. So heißt es, daß die ältere Generation 50+ den BREXIT unterstützte, während die jüngere Generation 30- mit großer Mehrheit der EU anhängt. Nur waren diese jungen Leute zu faul und zu gleichgültig und zu sicher, daß es keinen BREXIT geben werde, um sich am Stichtag zum Wahllokal in Marsch zu setzen. Tja, dumm gelaufen!

Jetzt sollten wir erst einmal 20 Jahre ins Land gehen lassen, ehe GB in der EU wieder aufleben sollte. Und, wie gesagt: 2/3 Mehrheit in den Bewerberstaaten grundsätzlich auch für den Beitritt neuer Mitglieder, nicht nur der Briten. Das lehrt uns das unsägliche Verhalten der Visegrad-Gruppe.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 13. Aug 2018, 18:04

H2O hat geschrieben:(13 Aug 2018, 18:56)

Das war in der längeren Vergangenheit sicher so. Sozusagen anglophone Weltmächte unter sich. Diese "Norm" hat sich in den letzten 40 Jahren EU-Mitgliedschaft der Briten aber geändert. So heißt es, daß die ältere Generation 50+ den BREXIT unterstützte, während die jüngere Generation 30- mit großer Mehrheit der EU anhängt. Nur waren diese jungen Leute zu faul und zu gleichgültig und zu sicher, daß es keinen BREXIT geben werde, um sich am Stichtag zum Wahllokal in Marsch zu setzen. Tja, dumm gelaufen!

Jetzt sollten wir erst einmal 20 Jahre ins Land gehen lassen, ehe GB in der EU wieder aufleben sollte. Und, wie gesagt: 2/3 Mehrheit in den Bewerberstaaten grundsätzlich auch für den Beitritt neuer Mitglieder, nicht nur der Briten. Das lehrt uns das unsägliche Verhalten der Visegrad-Gruppe.

Schwer vorstellbar, dass dort ein Schwenk sichtbar wird. Nicht mal Schottland kann sich vom Verband Britanien lösen und isoliert um EU-Mitgliedschaft ansuchen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mo 13. Aug 2018, 18:10

Fuerst_48 hat geschrieben:(13 Aug 2018, 19:04)

Schwer vorstellbar, dass dort ein Schwenk sichtbar wird. Nicht mal Schottland kann sich vom Verband Britanien lösen und isoliert um EU-Mitgliedschaft ansuchen.


Als Europäer wäre ich auch alles andere als froh darüber, wenn über den BREXIT auch noch das Königreich zerfiele. Aber das wird man ab zu warten haben; die durch die EU-Mitgliedschaft gelösten Probleme um Nord-Irland werden die Briten dann vermutlich auch wieder einholen. Nur für eingeschworene Gegner der Briten ist das ein Grund zu guter Laune.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fuerst_48 » Mo 13. Aug 2018, 18:14

H2O hat geschrieben:(13 Aug 2018, 19:10)

Als Europäer wäre ich auch alles andere als froh darüber, wenn über den BREXIT auch noch das Königreich zerfiele. Aber das wird man ab zu warten haben; die durch die EU-Mitgliedschaft gelösten Probleme um Nord-Irland werden die Briten dann vermutlich auch wieder einholen. Nur für eingeschworene Gegner der Briten ist das ein Grund zu guter Laune.

Und für die Briten selbst? Auch kein Grund zu feixen. In Belfast lagen noch vor 2 Jahren die Sandsäcke neben den Stellungen, wo die Geschütze und Gewehre in Richtung der katholischen Stadzteile zeigten!!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Mo 13. Aug 2018, 20:22

Es kann in niemandes Interesse sein ein destabilisiertes GB vorzufinden.
Wohlstand und Frieden sollte auch in Zukunft
den Briten vergönnt sein, halt auf ihrem Wunsch hin ohne Mitgliedschaft in der E.U.
Für die nächsten Jahre sind die Würfel gefallen.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!

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