EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 8. Feb 2018, 19:48

Ger9374 hat geschrieben:(08 Feb 2018, 18:19)

Habe ausschnitte britischer Zeitungen zur Groko
gelesen.
Für die Brexiter sehen die es als ungünstig an das
die SPD mit in Merkels Regierung ist.
Die Briten hofften auf weniger dynamik , durch das Merkel- Schulz tandem und macron rechnen sie eher mit mehr Dynamik.Und das sie es schwerer mit den verhandlungen haben.Insbesondere Schulz soll ja mit Johnson nicht so dicke sein.


Alle genannten Herren und Damen werden sich ganz gepflegt aus den BREXIT-Verhandlungen heraus halten. Das hat sich jetzt erst wieder gezeigt, als die 27 EU-Mitglieder geschlossen den Rahmenbedingungen während der Übergangszeit vom BREXIT in den noch unbekannten Vertragszustand nach Ende 2020 zustimmten. Ist nix mit "teile und herrsche", was PM May an mehreren Stellen versucht hat. Die BREXIT-Verhandlungen führt die EU-Kommission in Gestalt des Kommissions-Vizepräsidenten und Kommissars Michel Barnier... immer sehr höflich und korrekt, aber beinhart.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Fr 9. Feb 2018, 06:30

Gespräche über Übergangsphase
London reagiert verstimmt auf Sanktions-Fußnote aus Brüssel
Während Brüssel und Briten über die Zeit nach dem Brexit verhandeln, sorgt ein Detail in einem EU-Papier für Ärger. Strafen bei Verstößen gegen europäisches Recht? Schon die Überlegung findet London "unhöflich"

Unhöflich? Brüssel redet Tacheles, ja. Das ist aber um Meilen besser, als das Rumgeeiere, was London liefert. Es ist, m.E.n., sehr richtig, dass Brüssel klar sagt, was passiert, wenn London sich nicht an Regeln hält.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Feb 2018, 09:23

Die Briten werden sich an Vertragsklauseln die für Fälle das Bedingungen nicht eingehalten werden gewöhnen, sind in der Wirtschaft standard!
Ihr Schlingerkurs macht sie ja auch nicht gerade Glaubwürdiger!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 9. Feb 2018, 09:30

Misterfritz hat geschrieben:(09 Feb 2018, 06:30)

Gespräche über Übergangsphase
London reagiert verstimmt auf Sanktions-Fußnote aus Brüssel
Während Brüssel und Briten über die Zeit nach dem Brexit verhandeln, sorgt ein Detail in einem EU-Papier für Ärger. Strafen bei Verstößen gegen europäisches Recht? Schon die Überlegung findet London "unhöflich"

Unhöflich? Brüssel redet Tacheles, ja. Das ist aber um Meilen besser, als das Rumgeeiere, was London liefert. Es ist, m.E.n., sehr richtig, dass Brüssel klar sagt, was passiert, wenn London sich nicht an Regeln hält.


Naheliegend, daß die Briten sich ertappt fühlen. Immerhin hatte PM May ja anklingen lassen, daß in der zugestandenen Übergangszeit mit vollen Zugangsrechten zum EU-Binnenmarkt der Zuzug aus der EU nicht in ein dauerhaftes Bleiberecht übergehen darf, wie das für derzeit in GB lebende EU-Bürger gelten soll. Den Briten bleibt ja immerhin noch die Möglichkeit, auf die Übergangsregelung ganz zu verzichten. Dann hat sich dieses Thema ganz von allein erledigt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Fr 9. Feb 2018, 09:35

Zum Glück ist England eine Insel. Die Zollschranken ür UK könnte man wohl sehr schnell hochfahren. Es ist ja nicht so, dass es hunderte von möglichen Eintrittspunkten gibt. :D

Die Ware wird alle per Schiff kommen oder durch den Tunnel.

Mr. Macron walten sie ihres Amtes und stellen sie neue Douaniers ein. :)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Fr 9. Feb 2018, 12:26

Misterfritz hat geschrieben:(09 Feb 2018, 06:30)

Gespräche über Übergangsphase
London reagiert verstimmt auf Sanktions-Fußnote aus Brüssel
Während Brüssel und Briten über die Zeit nach dem Brexit verhandeln, sorgt ein Detail in einem EU-Papier für Ärger. Strafen bei Verstößen gegen europäisches Recht? Schon die Überlegung findet London "unhöflich"

Unhöflich? Brüssel redet Tacheles, ja. Das ist aber um Meilen besser, als das Rumgeeiere, was London liefert. Es ist, m.E.n., sehr richtig, dass Brüssel klar sagt, was passiert, wenn London sich nicht an Regeln hält.


David Davis beschwert sich doch ständig.

Der Brexit-Minister hat sich bei Theresa May über die EU-Kommission beschwert: Großbritannien werde durch die EU-Austrittsvorbereitungen wirtschaftlich benachteiligt.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-01/brexit-david-davis-eu-kommission-unternehmen

Peinlich ist das, bzw wenn der Sack seine Hausaufgaben machen würde wäre es ggf einfach......
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Fr 9. Feb 2018, 12:28

Eine der wichtigsten offenen Fragen an Großbritanniens EU-Austritt war immer: Wie will das Land so schnell alle Verträge mit anderen Staaten ersetzen, die für die gesamte EU ausgehandelt worden waren? Wie will die britische Regierung es schaffen, all diese Verträge zu vereinbaren und abzuschließen? Jetzt kommt die Lösung: Großbritannien bittet die anderen Staaten, den Brexit erst mal zu ignorieren.

In Brüssel wird nun über die britische Bitte gespottet. „Sie sagen der Welt, dass der Brexit nicht Brexit bedeutet“, zitiert die „Financial Times“ einen nicht genannten EU-Beamten.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/brexit-ignorieren-grossbritanniens-appell-an-die-welt-15440004.html

Purer Slapstik
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 9. Feb 2018, 16:08

Die ganze BREXIT-Geschichte wird darauf hinaus laufen, daß die Verlängerung der Teilnahme am Binnenmarkt durch eine Übergangsregelung bis Ende 2020 nicht ausreicht, um alle diese neuen Verträge mit allen Wirtschaftspartnern von Interesse zu schließen. Also wird es weitere Verlängerungsregelungen geben müssen, die den Betrieb der verbliebenen EU dann stören werden: Ein neuer Haushalt bis 2025 muß aufgestellt werden, ohne Briten als Mitglied und mit Briten im Binnenmarkt. Also eine Übergangsregelung bis 2025, bis ein neuer Haushalt 2025 bis 2030 verhandelt werden muß... usw.

Insofern bekommt die britische Bitte "Denkt jetzt einmal nicht an den BREXIT" doch ihre ganz eigenständige Bedeutung. :( Aber eins scheint doch sicher zu sein: In 2023 muß das Unterhaus Wahlen ansetzen, wenn Frau May nicht schon vorher gestürzt werden wird. Und noch eins ist sicher: Ab April 2019 endet die britische Mitgliedschaft in der EU, wenn die Briten nicht doch noch einen Salto rückwärts machen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Fr 9. Feb 2018, 18:01

Peinlicher Karnevalsverein.
Ich würde die Gespräche platzen lassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Feb 2018, 18:21

Die uhr läuft für brüssel, nur warten und abwickeln.
Die briten werben gerade unmengen fachleute im in und ausland an, die dann neue handelsvereinbarungen ausarbeiten sollen.
Skurill.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Fr 9. Feb 2018, 20:15

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2018, 16:08)

Die ganze BREXIT-Geschichte wird darauf hinaus laufen, daß die Verlängerung der Teilnahme am Binnenmarkt durch eine Übergangsregelung bis Ende 2020 nicht ausreicht, um alle diese neuen Verträge mit allen Wirtschaftspartnern von Interesse zu schließen. Also wird es weitere Verlängerungsregelungen geben müssen, die den Betrieb der verbliebenen EU dann stören werden: Ein neuer Haushalt bis 2025 muß aufgestellt werden, ohne Briten als Mitglied und mit Briten im Binnenmarkt. Also eine Übergangsregelung bis 2025, bis ein neuer Haushalt 2025 bis 2030 verhandelt werden muß... usw.

Insofern bekommt die britische Bitte "Denkt jetzt einmal nicht an den BREXIT" doch ihre ganz eigenständige Bedeutung. :( Aber eins scheint doch sicher zu sein: In 2023 muß das Unterhaus Wahlen ansetzen, wenn Frau May nicht schon vorher gestürzt werden wird. Und noch eins ist sicher: Ab April 2019 endet die britische Mitgliedschaft in der EU, wenn die Briten nicht doch noch einen Salto rückwärts machen.
Das glaube ich nicht. Ich denke eher, dass es zu einem harten Brexit kommt.
Es kann ja noch nicht mal um zukünftige Verhältniss und Verträge gehen, solange nicht auch das Irland-Problem gelöst ist. May behauptet zwar immer, es werde eine intelligente Lösung geben, aber bisher hat man noch nichts dazu gehört, schon gar nichts intelligentes. Es gibt ja im Prinzip nur drei Lösungsmöglichkeiten, von denen zwei von London nicht erwünscht sind (Nordirland geht mit der Rep. Irland zusammen oder Grenze in der irischen See) und die harte Grenze auf der irischen Insel, was May aber versprochen hatte, dass das nie passieren würde. Ich schätze, weil es nicht anders geht, wird London sein Versprechen brechen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 9. Feb 2018, 21:32

Misterfritz hat geschrieben:(09 Feb 2018, 20:15)

Das glaube ich nicht. Ich denke eher, dass es zu einem harten Brexit kommt.
Es kann ja noch nicht mal um zukünftige Verhältniss und Verträge gehen, solange nicht auch das Irland-Problem gelöst ist. May behauptet zwar immer, es werde eine intelligente Lösung geben, aber bisher hat man noch nichts dazu gehört, schon gar nichts intelligentes. Es gibt ja im Prinzip nur drei Lösungsmöglichkeiten, von denen zwei von London nicht erwünscht sind (Nordirland geht mit der Rep. Irland zusammen oder Grenze in der irischen See) und die harte Grenze auf der irischen Insel, was May aber versprochen hatte, dass das nie passieren würde. Ich schätze, weil es nicht anders geht, wird London sein Versprechen brechen.


Wenn Sie Recht behalten sollten mit dem harten BREXIT, dann verliere ich meinen Rest Vertrauen in den praktischen Verstand der Briten. Der Zusammenbruch aller Vernunft ist ja tatsächlich möglich... obwohl die Übergangsregelung doch schon verhandelt wird. Fast unvorstellbar, daß der so verlustreich hergestellte Frieden in Ulster so gedankenlos "über die Kante gekippt" werden könnte.

So lange der Zugang GBs zum Binnenmarkt noch funktioniert, kann die Zollfreiheit und auch die Reisefreiheit (keine Grenzkontrollen zwischen GB und Irland, aber kein Schengener Abkommen beider) ja aufrecht erhalten werden. Aber nach hartem Bruch ist das technisch gar nicht möglich. Dann gibt es entweder eine kontrollierte Grenze Irlands zu GB oder aber eine Zollgrenze Irlands zur EU muß eingerichtet werden, um unkontrollierte Warenströme aus aller Welt über GB in die EU zu verhindern. Ist doch klar, daß clevere Geschäftsleute solche offenen Einfallstore ganz schnell für ihre Geschäfte nutzen.

Es kann also sein, daß für die EU ein sehr ernstes Problem geschaffen wird, wenn GB und IRL sich auf weiterhin offene Grenzen verständigen, um den "Karfreitagsfrieden" zu retten. Ich bin fast sicher, daß dieser Frieden für die Iren einen höheren Stellenwert haben wird als die hinderlichen Zollkontrollen zur EU. Die meisten Waren von und nach Irland werden wohl doch über GB mit Lastwagen und Fährbetrieb zum Kontinent bewegt werden.

Nachtrag:
    Huch, natürlich könnten clevere Iren auch die offene Grenze nutzen, um am britischen Zoll vorbei europäische Waren nach GB durch zu leiten. Mir fällt da gerade kein Warentyp ein; aber cleveren Leuten fehlt es sicher auf dem Gebiet nicht an Phantasie!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Fr 9. Feb 2018, 21:37

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2018, 21:32)

Wenn Sie Recht behalten sollten mit dem harten BREXIT, dann verliere ich meinen Rest Vertrauen in den praktischen Verstand der Briten. Der Zusammenbruch aller Vernunft ist ja tatsächlich möglich... obwohl die Übergangsregelung doch schon verhandelt wird. Fast unvorstellbar, daß der so verlustreich hergestellte Frieden in Ulster so gedankenlos "über die Kante gekippt" werden könnte.

So lange der Zugang GBs zum Binnenmarkt noch funktioniert, kann die Zollfreiheit und auch die Reisefreiheit (keine Grenzkontrollen zwischen GB und Irland, aber kein Schengener Abkommen beider) ja aufrecht erhalten werden. Aber nach hartem Bruch ist das technisch gar nicht möglich. Dann gibt es entweder eine kontrollierte Grenze Irlands zu GB oder aber eine Zollgrenze Irlands zur EU muß eingerichtet werden, um unkontrollierte Warenströme aus aller Welt über GB in die EU zu verhindern. Ist doch klar, daß clevere Geschäftsleute solche offenen Einfallstore ganz schnell für ihre Geschäfte nutzen.

Es kann also sein, daß für die EU ein sehr ernstes Problem geschaffen wird, wenn GB und IRL sich auf weiterhin offene Grenzen verständigen, um den "Karfreitagsfrieden" zu retten. Ich bin fast sicher, daß dieser Frieden für die Iren einen höheren Stellenwert haben wird als die hinderlichen Zollkontrollen zur EU. Die meisten Waren von und nach Irland werden wohl doch über GB mit Lastwagen und Fährbetrieb zum Kontinent bewegt werden.
Das wird die EU aber nicht mitmachen:
Entweder ist GB aus der Zollunion und allem anderen, dann muss die Republik Irland die Grenze zu zu Nordilrland schliessen oder es gibt eine andere Lösung. Die Republik Irland kann sich schon gar nicht eine Trennung von der EU leisten.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Fr 9. Feb 2018, 21:40

Ob Irland das tut, es wird an Brüssel liegen inwieweit Gb einfluss derart auf Irland ausüben kann.Ich ziehe die harte Linie vor. Die E. U muss zeigen das sie nicht gespalten werden kann.
Dies sind Prüfsteine für die zukunft!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 9. Feb 2018, 21:44

Misterfritz hat geschrieben:(09 Feb 2018, 21:37)

Das wird die EU aber nicht mitmachen:
Entweder ist GB aus der Zollunion und allem anderen, dann muss die Republik Irland die Grenze zu zu Nordilrland schliessen oder es gibt eine andere Lösung. Die Republik Irland kann sich schon gar nicht eine Trennung von der EU leisten.


Ich bin mir nicht so sicher, wie die Iren ihre Zukunft sehen werden: Mit den Briten offene Grenzen und mit dem Karfreitagsfrieden, oder mit der EU und einem großen Markt und dem Euro. GB war für Irland immer schon ein sehr großer Absatzmarkt für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Da wird ein irisches Parlament schon mit heißen Köpfen und Taschenrechner überlegen, wie das Land besser diese unruhigen Zeiten meistern kann.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 9. Feb 2018, 21:48

Ger9374 hat geschrieben:(09 Feb 2018, 21:40)

Ob Irland das tut, es wird an Brüssel liegen inwieweit Gb einfluss derart auf Irland ausüben kann.Ich ziehe die harte Linie vor. Die E. U muss zeigen das sie nicht gespalten werden kann.
Dies sind Prüfsteine für die zukunft!


Die Zukunft könnte ja auch sein, daß GB und IRL nach herben Enttäuschungen wieder Anschluß an die EU suchen, auch wenn sie sich einmal für den harten BREXIT entschieden hatten und IRL auch noch gegen die EU... um des lieben Friedens willen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Fr 9. Feb 2018, 21:59

H2O hat geschrieben:(09 Feb 2018, 21:44)

Ich bin mir nicht so sicher, wie die Iren ihre Zukunft sehen werden: Mit den Briten offene Grenzen und mit dem Karfreitagsfrieden, oder mit der EU und einem großen Markt und dem Euro. GB war für Irland immer schon ein sehr großer Absatzmarkt für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Da wird ein irisches Parlament schon mit heißen Köpfen und Taschenrechner überlegen, wie das Land besser diese unruhigen Zeiten meistern kann.
irland mag zwar das Image von "grüner" Butter haben, aber es wächst im Finanzmarkt, internationalen Konzernen. Da ist GB dann eher uninteressant.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 9. Feb 2018, 22:11

Misterfritz hat geschrieben:(09 Feb 2018, 21:59)

irland mag zwar das Image von "grüner" Butter haben, aber es wächst im Finanzmarkt, internationalen Konzernen. Da ist GB dann eher uninteressant.


Der Finanzmarkt, so bilden sich die Briten das doch wohl ein, ist eine spezifisch britische Angelegenheit, weltweit und unabhängig. Dazu paßt doch die Finanzindustrie Irlands ganz gut. Peinlich wird es natürlich, wenn in Irland Industrieprodukte internationaler Konzerne für die EU als Zielmarkt hergestellt werden.

Auch habe ich keine rechte Vorstellung davon, wie sich die britischen Wirtschaftschancen international mit eigens abgeschlossenen Handelsverträgen entwickeln könnten, EU als einer der vielen neuen Partner eingeschlossen. Ich gehe davon aus: Ziemlich durchwachsen. Wir werden diese Geschichte miterleben. Wäre schön gewesen, wenn uns das erspart geblieben wäre!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » So 11. Feb 2018, 19:05

Die britische Regierung will bei einer Serie öffentlicher Auftritte in den kommenden Wochen mehr Details über ihren Kurs für den EU-Austritt vorlegen.

Daneben sind auch Reden von Brexit-Minister David Davis, Handelsminister Liam Fox und Kabinettsminister David Lidington geplant. Finanzminister Philip Hammond, der als größter EU-Befürworter in Mays Kabinett gilt, wird keine Rede halten.

http://app.handelsblatt.com/politik/international/eu-austritt-may-regierung-will-in-sechs-reden-details-zum-brexit-verraten/20949856.html

Klingt doch nach hartem Brexit
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » So 11. Feb 2018, 19:14

Eiskalt hat geschrieben:(11 Feb 2018, 19:05)

Die britische Regierung will bei einer Serie öffentlicher Auftritte in den kommenden Wochen mehr Details über ihren Kurs für den EU-Austritt vorlegen.

Daneben sind auch Reden von Brexit-Minister David Davis, Handelsminister Liam Fox und Kabinettsminister David Lidington geplant. Finanzminister Philip Hammond, der als größter EU-Befürworter in Mays Kabinett gilt, wird keine Rede halten.

http://app.handelsblatt.com/politik/international/eu-austritt-may-regierung-will-in-sechs-reden-details-zum-brexit-verraten/20949856.html

Klingt doch nach hartem Brexit
Gut so, dann hat das Londoner Rumgeeiere endlich ein Ende.

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