EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 27. Aug 2017, 13:25

Nomen Nescio hat geschrieben:(27 Aug 2017, 13:51)

und durch die billigen lügen. sie hammerten darauf, und wenn einer ripostierte daß das falsch war, wurde es monoton wiederholt.


Dann hätte man dreiste Lügen durch klare Erläuterungen lächerlich machen müssen. So hat die britische Politik durch ihre Unlust, den Kampf auf zu nehmen oder ihn überhaupt ernst zu nehmen ihrem Lande und auch Europa schweren Schaden zugefügt.

Der nächste Trick der EU Feinde ist folgender: Ja, ich will ja ein Europa, aber doch nicht dieses... :eek:
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Misterfritz
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » So 27. Aug 2017, 15:14

H2O hat geschrieben:(27 Aug 2017, 13:13)Ich habe nach wie vor den Eindruck, daß die BREXITeers durch die Frechheit ihres Auftretens den Mob hinter sich versammeln konnten. Da hätten heftige Wirkungstreffer das Blatt wenden können. Alles zu spät!
Nun ja,
mit Pro-Europa konnte man in GB bisher noch nie Wahlen gewinnen. Mal sehen, ob sich das ändert.
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Ger9374
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » So 27. Aug 2017, 15:20

Misterfritz hat geschrieben:(27 Aug 2017, 16:14)

Nun ja,
mit Pro-Europa konnte man in GB bisher noch nie Wahlen gewinnen. Mal sehen, ob sich das ändert.


Wahr ist aber auch das pro Europa in GB sehr verhalten Wahlkampf betrieb. All die Lügen über wöchentliche € Zahlungen an Brüssel im Hunderte Millionen£ Bereich. Aber vorbei, alles gelaufen!!
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Alter Stubentiger » So 27. Aug 2017, 17:21

Ger9374 hat geschrieben:(27 Aug 2017, 16:20)

Wahr ist aber auch das pro Europa in GB sehr verhalten Wahlkampf betrieb. All die Lügen über wöchentliche € Zahlungen an Brüssel im Hunderte Millionen£ Bereich. Aber vorbei, alles gelaufen!!

War ja auch zu einfach die Verantwortung für alles was falsch läuft in GB der EU zuzuschanzen. Machen ja viele Politiker in der EU so. Immer tüchtig auf die EU schimpfen aber alle Wohltaten gerne mitnehmen.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 27. Aug 2017, 21:04

Alter Stubentiger hat geschrieben:(27 Aug 2017, 18:21)

War ja auch zu einfach die Verantwortung für alles was falsch läuft in GB der EU zuzuschanzen. Machen ja viele Politiker in der EU so. Immer tüchtig auf die EU schimpfen aber alle Wohltaten gerne mitnehmen.


Dieser abgeschmackte Trick der Verteilung von Verantwortung hat sich aber allmählich herum gesprochen. Will sagen, das Vertrauen in die Aufrichtigkeit nationaler Politiker ist arg erschüttert.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Mo 28. Aug 2017, 03:57

H2O hat geschrieben:(27 Aug 2017, 22:04)

Dieser abgeschmackte Trick der Verteilung von Verantwortung hat sich aber allmählich herum gesprochen. Will sagen, das Vertrauen in die Aufrichtigkeit nationaler Politiker ist arg erschüttert.


Mir fehlen klare Worte zu Themen die den Menschen wichtig sind. Statt dessen wird
Fast jeder Mensch der Hauptberuflich Politiker ist zu einem Profi ums herumreden . Da kann sich so mancher Pastor noch Unterricht holen.
Bei vielen bleibt da auch die Glaubwürdigkeit am Ende auf der Strecke!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mo 28. Aug 2017, 07:33

Misterfritz hat geschrieben:(27 Aug 2017, 16:14)

Nun ja,
mit Pro-Europa konnte man in GB bisher noch nie Wahlen gewinnen. Mal sehen, ob sich das ändert.


Hoffen wir einmal, daß sich diese Verhältnisse ändern; etwa dahingehend, daß mit bösartiger Europa-Hetze kein Staat mehr zu machen sein wird. Denn ich bin davon überzeugt, daß die Bewohner des Inselreichs schon ein sehr eigenes Verhältnis zu ihrer Lebensweise und ihren Charaktereigenschaften haben. Da kann niemand mit Hurrah-Europa punkten. Muß ja auch gar nicht. Mir genügte schon sachlich kühle Zusammenarbeit.... Schwulst bringt uns nicht weiter.

Insofern wäre ein Angebot, zu norwegischen Bedingungen in der EU mit zu arbeiten, für beide Seiten sinnvoll. Erkennbare britische Rosinenpickerei muß unter wirklich allen Bedingungen unterbleiben. Dann lieber "kein Verhältnis".
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 28. Aug 2017, 08:15

Misterfritz hat geschrieben:(27 Aug 2017, 16:14)

Nun ja,
mit Pro-Europa konnte man in GB bisher noch nie Wahlen gewinnen. Mal sehen, ob sich das ändert.

war es nicht edward heath der gewann mit pro-europa ? es war aber keine große mehrheit.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mo 28. Aug 2017, 08:25

Nomen Nescio hat geschrieben:(28 Aug 2017, 09:15)

war es nicht edward heath der gewann mit pro-europa ? es war aber keine große mehrheit.


Na ja, Kunststück! GB hatte sich mehrfach eine (verdiente) Abfuhr geholt beim gestrengen General de Gaulle, und da fühlte man sich auf der Insel dann doch ein wenig einsam. Aber ich bin sicher, daß Herr Heath ein überzeugter Europäer war... war eben sein günstiger Zeitpunkt. Schade, Europa bräuchte mehr von diesen Briten!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 31. Aug 2017, 21:02

Die britische Verhandlungsführung läßt sich ganz offensichtlich nicht auf die geordnete Verhandlungsführung der EU ein. Wiederholt mahnen die Briten "mehr Flexibilität" an, sind nicht bereit Ansprüche der EU Punkt für Punkt zu bearbeiten, sie an zu erkennen oder zu verwerfen.

Nun wird man bis zum Dezember 2017 auf neue Stellungnahmen der Briten warten, die dann rechtlich geprüft werden müssen. Die Verhandlungen treten also auf der Stelle, es gibt nichts zu entscheiden.

Meine Vorstellung: Freundlich bleiben, die Mängel benennen und um Nachbesserung bitten. Die Zeit bis 2019 läuft, und dann wird man sehen, ob die Verhandlungen sinnvoll fortgesetzt werden können, oder ob man einig darin ist, erst einmal "die Bücher zu zu klappen".

Viel wichtiger wird in der Zwischenzeit die innere Neuaufstellung der EU sein. Der augenblickliche Schwebezustand über die Ziele der Gemeinschaft muß beendet werden. Dazu muß das Tandem D & F endlich in die Pedalen treten!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Do 31. Aug 2017, 22:08

H2O hat geschrieben:(31 Aug 2017, 22:02)

Die britische Verhandlungsführung läßt sich ganz offensichtlich nicht auf die geordnete Verhandlungsführung der EU ein. Wiederholt mahnen die Briten "mehr Flexibilität" an, sind nicht bereit Ansprüche der EU Punkt für Punkt zu bearbeiten, sie an zu erkennen oder zu verwerfen.

und die EU wirft GB starrheit vor. :x
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon frems » Fr 1. Sep 2017, 00:02

Nach China, Indien und Europa hat sich die britische Regierung nun in Japan völlig blamiert:

Beim Brexit warf Tokio die gewohnte Reserviertheit über Bord
Premier May ist nach Japan gereist, um lukrative Handelsverträge zu verhandeln. Doch aus Tokio kommen Kritik und Absagen – denn die Asiaten haben immer vor dem EU-Austritt des Königreichs gewarnt.

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... -Bord.html

Da half es auch nichts, dass die geschwächten Briten in den letzten Tagen schon in etlichen Feldern eingeknickt sind statt die Realität weiter zu ignorieren:

London will Europäischen Gerichtshof weiter respektieren
Wie geht Großbritannien nach dem Brexit mit dem EuGH um? Premierministerin May ist wohl bereit, in dieser Frage von ihrer harten Haltung abzurücken - und dem Gericht eine indirekte Rolle einzuräumen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/b ... 64226.html
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 1. Sep 2017, 03:34

frems hat geschrieben:(01 Sep 2017, 01:02)

Nach China, Indien und Europa hat sich die britische Regierung nun in Japan völlig blamiert:

Beim Brexit warf Tokio die gewohnte Reserviertheit über Bord
Premier May ist nach Japan gereist, um lukrative Handelsverträge zu verhandeln. Doch aus Tokio kommen Kritik und Absagen – denn die Asiaten haben immer vor dem EU-Austritt des Königreichs gewarnt.

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... -Bord.html

Da half es auch nichts, dass die geschwächten Briten in den letzten Tagen schon in etlichen Feldern eingeknickt sind statt die Realität weiter zu ignorieren:

London will Europäischen Gerichtshof weiter respektieren
Wie geht Großbritannien nach dem Brexit mit dem EuGH um? Premierministerin May ist wohl bereit, in dieser Frage von ihrer harten Haltung abzurücken - und dem Gericht eine indirekte Rolle einzuräumen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/b ... 64226.html


Die japanische Haltung zum BREXIT kommt wenig überraschend: Japan hatte schon vor der formalen Austrittserklärung mit sehr harten Worten darauf hingewiesen, daß japanische Investitionen in GB ganz entscheidend vom freien Zugang zum EU-Binnenmarkt getrieben worden waren. Mit dem BREXIT entfalle diese Grundlage.

Meine Vermutung: Die Japaner sehen ihre Investitionen entwertet und sind deshalb nicht nur verärgert. Mit der allmählich wachsenden Verärgerung der EU Verhandlungsführung und der damit wachsenden Aussicht eines völligen Scheiterns eines geordneten Austritts und schwindenden Aussichten auf Teilnahme am Binnenmarkt (Modell Norwegen) werden die japanischen Geschäftsleute ihr Engagement in GB zurück nehmen, um nicht weiter Zeit und Geld zu verlieren.

Damit verliert GB einen Königsweg zur Re-Industrialisierung, nachdem seinerzeit die Regierung Thatcher mit viel Schwung die industriellen Grundlagen abgebaut hatte, um der "Finanzindustrie" als künftiger Quelle von Wohlstand den Weg zu bereiten. Ein Finanzzentrum London ohne unmittelbare Anbindung an funktionierende Industrielandschaften verliert an Anziehungskraft, je mehr sich der künftige Zugang zum EU-Binnenmarkt verflüchtigt. Ist die britische Regierung wirklich so blind, daß ihr diese Zusammenhänge entgehen?

Vielleicht spekuliert GB mit einem Auseinanderbrechen der EU, weil doch etliche Mitglieder sich von den vertraglich eingegangenen Verpflichtungen zur vertieften Zusammenarbeit (Gemeinschaftswährung, Rechtsstaatlichkeit, Übertragung von nationalen Hoheitsrechten auf die Gemeinschaft) zurück ziehen. Das Tandem D & F muß hier gemeinsam mit europäisch gesonnenen Partnern für klare Verhältnisse sorgen: Vertragstreue als Grundlage der Zusammenarbeit. Das wird eine ganz andere Baustelle in der EU, aber der Einfluß dieses Streits auf die britische Haltung zum BREXIT-Verfahren ist nicht zu übersehen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 1. Sep 2017, 04:00

Nomen Nescio hat geschrieben:(31 Aug 2017, 23:08)

und die EU wirft GB starrheit vor. :x


Die nächste Steigerungsstufe könnte darin bestehen, daß die EU-Verhandlungsführung empfangene Stellungnahmen der Briten für nicht verhandlungsreif erklärt und die angesetzten Treffen verschiebt oder absagt. Die EU befindet sich nicht am Rande eines Krieges mit GB, so daß Gespräche um der Gespräche willen entbehrlich sind: Pure Zeitverschwendung! Ist doch idiotisch, die BREXIT-Scheidungsverhandlungen mit Verhandlungen über künftige Beziehungen der EU mit GB verknüpfen zu wollen. Diese Vorschläge unbearbeitet liegen lassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Sa 2. Sep 2017, 14:25

Oettinger fordert GB auf seinen Vertragsverpflichtungen im E.U Haushalt bis 2023
nachzukommen, wie von Cameron 2014 unterschrieben. GB will nach austritt 2019
nicht mehr zahlen.
Da geht der streit munter weiter!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 3. Sep 2017, 09:07

Ger9374 hat geschrieben:(02 Sep 2017, 15:25)

Oettinger fordert GB auf seinen Vertragsverpflichtungen im E.U Haushalt bis 2023
nachzukommen, wie von Cameron 2014 unterschrieben. GB will nach austritt 2019
nicht mehr zahlen.
Da geht der streit munter weiter!


Da wird es keinen Streit geben; die Verhandlungen werden ohne Ergebnis das formale Ende in 2019 erreichen. Nach dem Sturz auf WTU-Regelungen wird man weiter sehen. Die EU sollte ihr Augenmerk und ihre Anstrengungen besser auf ihre innere Neugestaltung richten. Sonst ist die EU eher Geschichte als ihre Verhandlungen um den BREXIT. :mad:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Di 5. Sep 2017, 22:59

Strategiepapier geleakt: Großbritannien will Freizügigkeit der EU - Ausländer beenden

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... enfuehrung
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 6. Sep 2017, 09:54

Senexx hat geschrieben:(05 Sep 2017, 23:59)

Strategiepapier geleakt: Großbritannien will Freizügigkeit der EU - Ausländer beenden

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017 ... enfuehrung


So lange das ein Papier bleibt, sollte uns Europäer der Inhalt des Papiers nicht bewegen. Wird daraus eine praktische Handlungsanweisung, dann wird es nach Einigung über die Austrittskosten keine Gespräche über einen Zugang GBs zum Binnenmarkt der EU geben. Das war die ziemlich klare Haltung der EU-Kommission und auch der Kanzlerin im Gespräch mit PM May.

Einen Trick dieser Art hatte die Schweiz über eine Volksabstimmung gegen die Niederlassungsfreiheit von EU-Inländern in der Schweiz versucht; das Parlament hat die Volksabstimmung nach Androhung des Ausschlusses aus dem EU-Binnenmarkt nicht umgesetzt.

So dürfte das auch mit dem "Strategiepapier" der Briten gehen, wer immer das Papier verfaßt haben sollte.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Mi 6. Sep 2017, 13:19

H2O hat geschrieben:(06 Sep 2017, 10:54)

So lange das ein Papier bleibt, sollte uns Europäer der Inhalt des Papiers nicht bewegen. Wird daraus eine praktische Handlungsanweisung, dann wird es nach Einigung über die Austrittskosten keine Gespräche über einen Zugang GBs zum Binnenmarkt der EU geben. Das war die ziemlich klare Haltung der EU-Kommission und auch der Kanzlerin im Gespräch mit PM May.

Einen Trick dieser Art hatte die Schweiz über eine Volksabstimmung gegen die Niederlassungsfreiheit von EU-Inländern in der Schweiz versucht; das Parlament hat die Volksabstimmung nach Androhung des Ausschlusses aus dem EU-Binnenmarkt nicht umgesetzt.

So dürfte das auch mit dem "Strategiepapier" der Briten gehen, wer immer das Papier verfaßt haben sollte.
Irgendwie habe ich das Gefühl, der britischen Regierung ist die realistische Wahrnehmung ihres Landes abhanden gekommen. Wer hält denn das Gesundheitswesen am Laufen, wer arbeitet in der Landwirtschaft, in der Gastronomie? Eben nicht überwiegend Briten. Na denn, viel Spass. Es werden sich sicherlich nach diesem Papier noch mehr nicht mehr erwünschte Migranten vorkommen wie Menschen 2. Wahl und das Land verlassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 6. Sep 2017, 16:17

Misterfritz hat geschrieben:(06 Sep 2017, 14:19)

Irgendwie habe ich das Gefühl, der britischen Regierung ist die realistische Wahrnehmung ihres Landes abhanden gekommen. Wer hält denn das Gesundheitswesen am Laufen, wer arbeitet in der Landwirtschaft, in der Gastronomie? Eben nicht überwiegend Briten. Na denn, viel Spass. Es werden sich sicherlich nach diesem Papier noch mehr nicht mehr erwünschte Migranten vorkommen wie Menschen 2. Wahl und das Land verlassen.


Oder diese Menschen nehmen ganz schnell die britische Staatsbürgerschaft an; denn dann sind sie mit einem Schlage etwas "Besseres". Die Zahl der "Einbürgerungen" wird sicher höher sein sein als in den letzten Jahren..

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