EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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unity in diversity
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon unity in diversity » Sa 19. Aug 2017, 18:02

frems hat geschrieben:(19 Aug 2017, 18:56)

Man sieht die Panik der Brexiteers. So langsam scheint ihnen zu dämmern, dass man so komplexe Sachverhalte eben nicht bei einer Teerunde ausverhandelt bekommt, was ihnen schon alle vorweg sagten. Aber man grölte lieber herum, wie flexibel und schnell der Nationalstaat doch handeln könne. Die Zollunion ist da auch eine idiotische Idee, da die Unternehmen langfristige Planungssicherheit haben wollen und nicht Referenden, ständige Neuwahlen und einen unvorhersehbaren Abschluss der Austrittsverhandlungen nach zwei Jahren. Und dann kriegen sie nochmal zwei oder fünf Jahre "Zollunion", worauf sie sich spontan einstellen müssen, aber nicht wissen, was nach Ablauf dieser "Zollunion" geschieht und ob man in der Zeit überhaupt abschließende Regelungen findet. Da müssen die Briten nochmal nachliefern oder sich eben damit abfinden, dass es nach WTO-Regeln mit vielen Zöllen zu tun hat und damit auf einer Stufe mit Bangladesch liegt.

Politik muß halt eine immerwährende Erfolgsstory sein, sonst wurden die Falschen gewählt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 19. Aug 2017, 18:17

frems hat geschrieben:(19 Aug 2017, 18:56)

Man sieht die Panik der Brexiteers. So langsam scheint ihnen zu dämmern, dass man so komplexe Sachverhalte eben nicht bei einer Teerunde ausverhandelt bekommt, was ihnen schon alle vorweg sagten. Aber man grölte lieber herum, wie flexibel und schnell der Nationalstaat doch handeln könne. Die Zollunion ist da auch eine idiotische Idee, da die Unternehmen langfristige Planungssicherheit haben wollen und nicht Referenden, ständige Neuwahlen und einen unvorhersehbaren Abschluss der Austrittsverhandlungen nach zwei Jahren. Und dann kriegen sie nochmal zwei oder fünf Jahre "Zollunion", worauf sie sich spontan einstellen müssen, aber nicht wissen, was nach Ablauf dieser "Zollunion" geschieht und ob man in der Zeit überhaupt abschließende Regelungen findet. Da müssen die Briten nochmal nachliefern oder sich eben damit abfinden, dass es nach WTO-Regeln mit vielen Zöllen zu tun hat und damit auf einer Stufe mit Bangladesch liegt.


Richtig; das Erfordernis "Planungssicherheit" wird bei solchen Geistesblitzen völlig ausgeklammert. Was soll der Unternehmenplaner voraussetzen? Rabiaten Rausschmiß aus der EU, weil man sich schon nicht einigen konnte über die offenen Verpflichtungen? Zollunion noch 5 Jahre... und was dann? Modell Norwegen? Anbindung wie Türkei?

Das ist schon starker Toback für Leute, die unter solchen Bedingungen Verantwortung für fremdes Eigentum und Mitarbeiter zu tragen haben.

Die EU kann in diesem Kuddelmuddel nur ihre systematische Abarbeitung des BREXITs anbieten und sich ansonsten auf das Abwarten verlegen. Aber diese Rolle war uns ja wohl schon klar, als die Regierung May endlich die Entscheidung BREXIT getroffen hatte.

Es sieht derzeit so aus, als behielte Kommissionspräsident Juncker Unrecht. Er hatte ja seinerzeit gefürchtet, daß die Briten sich reihum an die EU-Partner wenden würden, um mit jedem (ehemaligen) Partner Sonderregeln aus zu handeln. Wenn es entsprechende Sondierungen gegeben haben sollte, dann war von Begeisterung darüber aber nichts zu spüren.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Sa 19. Aug 2017, 19:00

Anscheinend gibt der Brexit dem Ansehen der EU Auftrieb
http://www.spiegel.de/politik/ausland/b ... 63375.html
Ich schätze, man hatte in London mit einer anderen Entwicklung gerechnet, wäre doch eine bröckelnde EU zu geschwächt, um bei den Brexit-Verhandlungen hart zu bleiben.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Olympus » Sa 19. Aug 2017, 19:15

Misterfritz hat geschrieben:(19 Aug 2017, 20:00)

Anscheinend gibt der Brexit dem Ansehen der EU Auftrieb
http://www.spiegel.de/politik/ausland/b ... 63375.html
Ich schätze, man hatte in London mit einer anderen Entwicklung gerechnet, wäre doch eine bröckelnde EU zu geschwächt, um bei den Brexit-Verhandlungen hart zu bleiben.

Klar erhöht sich das Ansehen. Die Bremsen sind weg. Das "große" Königreich ist halt doch nicht der König der Welt, wie die Briten jetzt schmerzhaft zu spüren bekommen werden.
Aber ich will nicht schadenfreudig sein. :D :D :D
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unity in diversity
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon unity in diversity » Sa 19. Aug 2017, 19:27

Olympus hat geschrieben:(19 Aug 2017, 20:15)

Klar erhöht sich das Ansehen. Die Bremsen sind weg. Das "große" Königreich ist halt doch nicht der König der Welt, wie die Briten jetzt schmerzhaft zu spüren bekommen werden.
Aber ich will nicht schadenfreudig sein. :D :D :D

Die Inselamis waren der neoliberale Wächter.
Mal sehen, ob Europa ohne die City of London besser klarkommt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon frems » Sa 19. Aug 2017, 19:32

H2O hat geschrieben:(19 Aug 2017, 19:17)
Es sieht derzeit so aus, als behielte Kommissionspräsident Juncker Unrecht. Er hatte ja seinerzeit gefürchtet, daß die Briten sich reihum an die EU-Partner wenden würden, um mit jedem (ehemaligen) Partner Sonderregeln aus zu handeln. Wenn es entsprechende Sondierungen gegeben haben sollte, dann war von Begeisterung darüber aber nichts zu spüren.

In der Tat. Trotz diverser Streitthemen, ob nun bei Russlandsanktionen oder den Umgang mit Flüchtlingen, beißen sich die englischen Taktierer die Zähne an der Geschlossenheit Europas aus. Es sind eben keine Strategen (mehr). Pöbelt man gleich am Anfang und zerbricht Vertrauen, stärkt das nun einmal nicht die Kompromissbereitschaft. Die Briten müssen eben lernen, dass die EU die Interessen ihrer Mitgliedsstaaten vertritt und nicht jene von (baldigen) Drittstaaten. Etwas überrascht bin ich aber oft über die Überraschung einzelner Politiker von der Insel, die irgendwie die Vorstellung hätten, man könne sich weiterhin Rosinen herauspicken und müsste dafür an der Kasse nicht einmal zahlen. Scheint so, als wenn man da in den letzten Jahrzehnten einfach zu viel zugelassen hat.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Olympus » Sa 19. Aug 2017, 19:33

unity in diversity hat geschrieben:(19 Aug 2017, 20:27)

Die Inselamis waren der neoliberale Wächter.
Mal sehen, ob Europa ohne die City of London besser klarkommt.

Klar, ohne die Briten wäre Europa viel weiter, auch was die Sicherheit Europas anbelangt. Auch die ständigen Blockaden bei kleinsten Dingen brachten nichts.
Bonbons darf es nicht geben.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 19. Aug 2017, 20:09

frems hat geschrieben:(19 Aug 2017, 20:32)

... Etwas überrascht bin ich aber oft über die Überraschung einzelner Politiker von der Insel, die irgendwie die Vorstellung hätten, man könne sich weiterhin Rosinen herauspicken und müsste dafür an der Kasse nicht einmal zahlen. Scheint so, als wenn man da in den letzten Jahrzehnten einfach zu viel zugelassen hat.


Vielleicht ist uns etwas das Selbstbewußsein abhanden gekommen... etwa, daß man erst einmal tüchtig zulangen sollte, damit der Verhandlungspartner am Ende der Verhandlungen das Selbstverständliche als großen Sieg feiert? ;) Andere sagen Chuzpe dazu.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 19. Aug 2017, 20:52

H2O hat geschrieben:(19 Aug 2017, 21:09)

Andere sagen Chuzpe dazu.

hee, richtig jiddisch ;)
ich hörte es in den 50. jahren noch sehr regelmäßig in amsterdam. leider jetzt nicht mehr. damals nannte man amsterdam (groß-)mokum.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » So 20. Aug 2017, 00:33

Die Verhandelnden Briten müssen mühsam lernen das auch die E.U in der Lage ist ihre eigenen Interessen zu wahren. Wieso sollte Brüssel auch
altbekannte Positionen mit GB verhandeln.
GB kennt natürlich nur nachgebende Töne aus Brüssel, das ist vorerst vorbei.Das Gewicht der Briten ist zu gering für grosse Zugeständnisse!
Es wird ein Deal wie mit Norwegen wahrscheinlich.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 20. Aug 2017, 08:25

Ger9374 hat geschrieben:(20 Aug 2017, 01:33)

...
Es wird ein Deal wie mit Norwegen wahrscheinlich.


Wenn die Briten rechtzeitig zur Vernunft zurück finden. Die EU kann sich Zeit lassen, denn dieser Vertrag liegt in Schriftform vor. "Cut and paste" nennt sich das Verfahren.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » So 27. Aug 2017, 08:45

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 27. Aug 2017, 09:11

Nomen Nescio hat geschrieben:(27 Aug 2017, 09:45)

fordern ??? so so.


Nein, aber sehr klar machen, daß die Briten aus der EU austreten möchten, und nicht etwa die EU aus GB. Ohne Klarheit über die Austrittsverpflichtungen GBs durch den BREXIT gibt es keine Verhandlungen über künftige Beziehungen. Punkt!

Bisher war das der Standpunkt der EU Kommission und der EU-Verhandlungsführung um Herrn Barnier. Gibt es einen Grund, diese Ordnung um zu stoßen? Ich erkenne keinen... allenfalls die Absicht, alles mit allem zu vermischen, ob das nun zusammen gehört oder nicht.

Das war auch schon ein freundlich gemeinter Hinweis der Bundeskanzlerin, als Frau May einen ersten Antrittsbesuch in Berlin abstattete. Da war der BREXIT noch gar nicht in Brüssel eingereicht.
Bislang sind die EU-Partner minus GB ziemlich einig, wie die EU die Verhandlungen führen soll.

Die Briten können ja dafür sorgen, daß die vertraglich festgelegte Verhandlungsdauer ohne Ergebnis verstreicht. Dann wird man sehen, was die EU ab 2019 daraus machen wird. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn die EU ihre Kräfte zur Lösung ihrer inneren Probleme nutzte, als sich mit einem notorischen Quertreiber zu befassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » So 27. Aug 2017, 09:31

H2O hat geschrieben:(27 Aug 2017, 10:11)

Nein, aber sehr klar machen, daß die Briten aus der EU austreten möchten, und nicht etwa die EU aus GB. Ohne Klarheit über die Austrittsverpflichtungen GBs durch den BREXIT gibt es keine Verhandlungen über künftige Beziehungen. Punkt!

Bisher war das der Standpunkt der EU Kommission und der EU-Verhandlungsführung um Herrn Barnier. Gibt es einen Grund, diese Ordnung um zu stoßen? Ich erkenne keinen... allenfalls die Absicht, alles mit allem zu vermischen, ob das nun zusammen gehört oder nicht.

Das war auch schon ein freundlich gemeinter Hinweis der Bundeskanzlerin, als Frau May einen ersten Antrittsbesuch in Berlin abstattete. Da war der BREXIT noch gar nicht in Brüssel eingereicht.
Bislang sind die EU-Partner minus GB ziemlich einig, wie die EU die Verhandlungen führen soll.

Die Briten können ja dafür sorgen, daß die vertraglich festgelegte Verhandlungsdauer ohne Ergebnis verstreicht. Dann wird man sehen, was die EU ab 2019 daraus machen wird. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn die EU ihre Kräfte zur Lösung ihrer inneren Probleme nutzte, als sich mit einem notorischen Quertreiber zu befassen.

ich sehe schon zu was das führt. auf irgendeinen moment stürzt in GB die regierung. pond senkt unf preise steigen.
und der idiote farage?? vllt wird der mal gelyncht.

es könnte sogar passieren daß cameron wieder zurückgerufen wird.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 27. Aug 2017, 10:12

Nomen Nescio hat geschrieben:(27 Aug 2017, 10:31)

ich sehe schon zu was das führt. auf irgendeinen moment stürzt in GB die regierung. pond senkt unf preise steigen.
und der idiote farage?? vllt wird der mal gelyncht.

es könnte sogar passieren daß cameron wieder zurückgerufen wird.


Oh, das ist eine schreckliche Befürchtung! Daran glaube ich nicht, aber ich hoffe natürlich, daß in GB die Einsicht um sich greift, daß die Zustimmung zum BREXIT so ziemlich die dümmste Volksentscheidung der letzten 70 Jahre war.

Nun sollte der BREXIT aber auch formal sauber abgewickelt werden. Wenn den Briten danach der Sinn nach einer EU-Mitgliedschaft steht, dann bin ich der Erste, der auf faire und wohlwollende Bedingungen für die Rückkehr dringt. Aber Sonderregelungen darf es dann nicht mehr geben. Die machen Appetit auf mehr, und ungerecht sind sie auch. Ohne Beitritt zum Euro keine Rückkehr in die EU, eisenhart, und selbstverständlich sämtliche internen Regeln und Finanzierungen gelten auch für GB, Schengener Abkommen und ähnliche Errungenschaften dazu.

Vielleicht bringen wir Europäer bis dahin unser europäisches Projekt auch so weit voran, etwa gemeinsame Politik auf vielen Feldern (Wirtschaft, Soziales, Finanzen, Sicherheit), daß die Briten keine Bremskeile mehr in diese Entwicklung treiben können. Diese Spiele müssen üble Erinnerung bleiben.

Warum sollte Cameron wieder zurück gerufen werden? War das denn ein so überzeugender Politiker für sein Land? Ich fand den Mann windelweich, der weder mit den BEXITeers noch mit den BREMAINers kämpfen wollte. Der hätte hart kämpfen müssen gegen den Blödsinn, der von den BREXITeers verzapft wurde. Es ist doch kein Zufall, daß GB in wachsende Schwierigkeiten und einen internationalen Vertrauensverlust gerät. Diese Dinge hatten wir doch in unseren Diskussionen lange vor der anberaumten Volksbefragung bewegt, Japan hat gewarnt, daß Geschäftsgrundlagen für Investitionen mit der EU im Sinn entfallen.

Aber nun bitte erst einmal klare Verhältnisse zwischen GB und EU!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » So 27. Aug 2017, 10:43

H2O hat geschrieben:(27 Aug 2017, 11:12)

Warum sollte Cameron wieder zurück gerufen werden? War das denn ein so überzeugender Politiker für sein Land? Ich fand den Mann windelweich, der weder mit den BEXITeers noch mit den BREMAINers kämpfen wollte. Der hätte hart kämpfen müssen gegen den Blödsinn, der von den BREXITeers verzapft wurde. Es ist doch kein Zufall, daß GB in wachsende Schwierigkeiten und einen internationalen Vertrauensverlust gerät. Diese Dinge hatten wir doch in unseren Diskussionen lange vor der anberaumten Volksbefragung bewegt, Japan hat gewarnt, daß Geschäftsgrundlagen für Investitionen mit der EU im Sinn entfallen.

cameron war sehr deutlich pro-EU. darum auch trat er ab, denn das resultat der volksberatung war für ihn ein mißtrauensvotum.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » So 27. Aug 2017, 11:11

Nomen Nescio hat geschrieben:(27 Aug 2017, 11:43)

cameron war sehr deutlich pro-EU. darum auch trat er ab, denn das resultat der volksberatung war für ihn ein mißtrauensvotum.


So hatte er es auch konzipiert!
Das Ergebnis hieß klar er tritt ab.
Das geschah ja auch.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 27. Aug 2017, 12:13

Nomen Nescio hat geschrieben:(27 Aug 2017, 11:43)

cameron war sehr deutlich pro-EU. darum auch trat er ab, denn das resultat der volksberatung war für ihn ein mißtrauensvotum.


Das stimmt schon unbestritten; nur hätte ich erwartet, daß ein Premier auch um der Sache willen in den Boxring steigt und kräftig zuschlägt. Das wäre bei solchen Widerlingen wie Farange und Gefolge nicht so schwer gewesen. Auch hätte er den Wackelpudding Johnson an die Wand nageln können. Aber außer einigen Warnungen kam da nichts.

Ich habe nach wie vor den Eindruck, daß die BREXITeers durch die Frechheit ihres Auftretens den Mob hinter sich versammeln konnten. Da hätten heftige Wirkungstreffer das Blatt wenden können. Alles zu spät!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » So 27. Aug 2017, 12:51

H2O hat geschrieben:(27 Aug 2017, 13:13)

Ich habe nach wie vor den Eindruck, daß die BREXITeers durch die Frechheit ihres Auftretens den Mob hinter sich versammeln konnten. Da hätten heftige Wirkungstreffer das Blatt wenden können. Alles zu spät!

und durch die billigen lügen. sie hammerten darauf, und wenn einer ripostierte daß das falsch war, wurde es monoton wiederholt.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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