EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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BozZzer

EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon BozZzer » Di 27. Jan 2015, 19:40

Guten Abend,

Ich habe mal ein paar Fragen zum Thema "Großbritannien Austritt aus der EU".
Mir stellt sich jedesmal, wenn ich auf dieses Thema stoße, die Frage ob ein Austritt Großbritanniens aus der EU nicht verkraftbar wäre für die Europäische Union? Wären die Defizite für den Europäischen Binnenmarkt etc. wirklich so gravierend? Hätte Großbritannien nicht viel größere Probleme bei einem Austritt (Wirtschaftlich etc.) als evtl. die Union?

Und wenn Großbritannien wirklich so davon überzeugt ist austreten zu müssen, was hält sie dann überhaupt noch in der EU?
In welchen Maße profitieren Großbritannien und die EU überhaupt voneinander?

Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen auf einmal, würde mich über ein paar Antworten freuen.
Vielen Dank schon mal im voraus.
LG BozZzer
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Theo Strabe
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Theo Strabe » Mi 4. Mär 2015, 14:18

Ich denke, der größere Schaden entsteht in Großbritannien selbst. Man kann u.a. damit rechnen, dass globale Firmen ihre europäischen Firmenzentralen verlegen werden.
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unity in diversity
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon unity in diversity » Fr 6. Mär 2015, 18:47

Ein Austritt von Großbritannien aus der EU, wäre wirksame Schadensbegrenzung.
Weil die Briten dann die City of London trockenlegen müßten, um mal wieder ehrliche Wertschöpfung zu betreiben.
BK Schröder ist seinerzeit auch auf die Verlockungen reingefallen, als er meinte, auch Deutschland müsse ein Finanzstandort werden.
Als wenn man mit Finanzjongleuren echte Wertschöpfung ersetzen könne.
Aber Frösche kann man nicht mit der Trockenlegung von Sümpfen beauftragen, deshalb wird GB bis zum bitteren Ende in der EU bleiben.
So wird es sein.
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paradoxx
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon paradoxx » Fr 6. Mär 2015, 18:51

BozZzer » Di 27. Jan 2015, 19:40 hat geschrieben:Guten Abend,

Ich habe mal ein paar Fragen zum Thema "Großbritannien Austritt aus der EU".
Mir stellt sich jedesmal, wenn ich auf dieses Thema stoße, die Frage ob ein Austritt Großbritanniens aus der EU nicht verkraftbar wäre für die Europäische Union? Wären die Defizite für den Europäischen Binnenmarkt etc. wirklich so gravierend? Hätte Großbritannien nicht viel größere Probleme bei einem Austritt (Wirtschaftlich etc.) als evtl. die Union?

Und wenn Großbritannien wirklich so davon überzeugt ist austreten zu müssen, was hält sie dann überhaupt noch in der EU?
In welchen Maße profitieren Großbritannien und die EU überhaupt voneinander?

Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen auf einmal, würde mich über ein paar Antworten freuen.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Theo Strabe » Sa 7. Mär 2015, 11:25

unity in diversity » Fr 6. Mär 2015, 18:47 hat geschrieben:Ein Austritt von Großbritannien aus der EU, wäre wirksame Schadensbegrenzung.
Weil die Briten dann die City of London trockenlegen müßten, um mal wieder ehrliche Wertschöpfung zu betreiben.
BK Schröder ist seinerzeit auch auf die Verlockungen reingefallen, als er meinte, auch Deutschland müsse ein Finanzstandort werden.
Als wenn man mit Finanzjongleuren echte Wertschöpfung ersetzen könne.
Aber Frösche kann man nicht mit der Trockenlegung von Sümpfen beauftragen, deshalb wird GB bis zum bitteren Ende in der EU bleiben.
So wird es sein.


Es geht nicht ums Trockenlegen, denn das Finanzwesen, das sich in den letzten 500 Jahren entwickelt hat, hat wesentlich zum Wohlstand beigetragen, den wir heute genießen dürfen. Das Problem der Londoner City ist das permanente Hochwasser, was die Realwirtschaft überschwemmt und schwer beschädigt. Wir brauchen Banken. Aber wir brauchen auch vernünftige Pegelstände. Das Finanzwesen darf kein Selbstzweck werden, um sich dauerhaft an den restlichen Wirtschaftbranchen zu bereichern.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Sa 7. Mär 2015, 12:16

Theo Strabe » Mi 4. Mär 2015, 14:18 hat geschrieben:Ich denke, der größere Schaden entsteht in Großbritannien selbst. Man kann u.a. damit rechnen, dass globale Firmen ihre europäischen Firmenzentralen verlegen werden.

Wurde ja schon angekündigt. Gleichzeitig wird er Zugang zum europäischen Markt erschwert, was insbesondere die Exportwirtschaft schwer beschädigen wird. Ob Zentralen und Standorte verlegt werden, wird sich dann zeigen. Zumindest dürften Investitionen auf der Insel keine Priorität mehr haben.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Gregorius I » Sa 7. Mär 2015, 15:59

BozZzer » Di 27. Jan 2015, 20:40 hat geschrieben:Guten Abend,

Ich habe mal ein paar Fragen zum Thema "Großbritannien Austritt aus der EU".
Mir stellt sich jedesmal, wenn ich auf dieses Thema stoße, die Frage ob ein Austritt Großbritanniens aus der EU nicht verkraftbar wäre für die Europäische Union? Wären die Defizite für den Europäischen Binnenmarkt etc. wirklich so gravierend? Hätte Großbritannien nicht viel größere Probleme bei einem Austritt (Wirtschaftlich etc.) als evtl. die Union?

Und wenn Großbritannien wirklich so davon überzeugt ist austreten zu müssen, was hält sie dann überhaupt noch in der EU?
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Die Frage, ob es für die EU verkraftbar wäre, wenn GB nicht mehr zu ihr gehören wollte, kann nicht allein unter wirtschaftlich-finanziellen Gesichtspunkten betrachtet werden. Die EU ist schon längere Zeit keine reine Wirtschaftsgemeinschaft mehr, sondern wird mehr und mehr eine enge politische Gemeinschaft. Ein Austritt GB.s würde diesen politischen Prozess empfindlich treffen, denn das Vereinigte Königreich ist ein so bedeutendes europäisches Staatswesen, dass es aus der europäischen Geschichte nicht weggedacht werden kann - und daher auch Teil der europäischen Staatengemeinschaft der Zukunft sein muss!
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 17:35

Gregorius I » Sa 7. Mär 2015, 15:59 hat geschrieben:
Die Frage, ob es für die EU verkraftbar wäre, wenn GB nicht mehr zu ihr gehören wollte, kann nicht allein unter wirtschaftlich-finanziellen Gesichtspunkten betrachtet werden. Die EU ist schon längere Zeit keine reine Wirtschaftsgemeinschaft mehr, sondern wird mehr und mehr eine enge politische Gemeinschaft. Ein Austritt GB.s würde diesen politischen Prozess empfindlich treffen, denn das Vereinigte Königreich ist ein so bedeutendes europäisches Staatswesen, dass es aus der europäischen Geschichte nicht weggedacht werden kann - und daher auch Teil der europäischen Staatengemeinschaft der Zukunft sein muss!


Das Vereinigte Königreich muss am Ende selbst entscheiden ob sie Mitglied einer politischen Staatengemeinschaft sein will oder ob es nicht lieber nur Teil eines Wirtschaftsbundes sein will.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Sa 7. Mär 2015, 17:53

Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 17:35 hat geschrieben:
Das Vereinigte Königreich muss am Ende selbst entscheiden ob sie Mitglied einer politischen Staatengemeinschaft sein will oder ob es nicht lieber nur Teil eines Wirtschaftsbundes sein will.

Die Option wird's bei einem möglichen Referendum nicht geben. Wer austritt, tritt aus. Eine Rosinenpickerei gibt's nicht per Naturgesetz, so im Sinne von "Wir wollen an allen Errungenschaften des gemeinsamen Binnenmarktes teilhaben und profitieren, aber nichts für dessen Entwicklung leisten".
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Blickwinkel » Sa 7. Mär 2015, 17:59

GB ist für uns ein wichtiger Handelspartner und umgekehrt. Ein Austritt wäre verkraftbar, weil F vor GB als Handelspartner für Deutschland liegt. Allerdings würde dann GB weiter an Bedeutung verlieren, was dann auch wirtschaftliche Folgen für GB hat.

Momentan hat GB hohe Schulden und will diese senken, deswegen wird auch fleißig privatisiert. Also ich glaube nicht an einen Austritt, es ist eher die gr. Masche erstmal ordentlich auf die Pauke hauen um dann möglichst viel in den Verhandlungen rauszuholen. Die Kanzlerin hat sich ja schon geäußert, dass sie auf dieses Spiel nicht eingeht und GB dann eben austreten soll. Na dann, gute Reise GB!
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 18:02

frems » Sa 7. Mär 2015, 17:53 hat geschrieben:Die Option wird's bei einem möglichen Referendum nicht geben. Wer austritt, tritt aus. Eine Rosinenpickerei gibt's nicht per Naturgesetz, so im Sinne von "Wir wollen an allen Errungenschaften des gemeinsamen Binnenmarktes teilhaben und profitieren, aber nichts für dessen Entwicklung leisten".


Das stimmt. Wobei ich mich frage warum es nicht möglich ist, für Staaten die nicht an der politischen Integration teilhaben wollen aber am gemeinsamen Wirtschaftsraum, eine Art privilegierte Partnerschaf einführt?
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Sa 7. Mär 2015, 18:04

Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 18:02 hat geschrieben:
Das stimmt. Wobei ich mich frage warum es nicht möglich ist, für Staaten die nicht an der politischen Integration teilhaben wollen aber am gemeinsamen Wirtschaftsraum, eine Art privilegierte Partnerschaf einführt?

Könnte man später theoretisch ja. Ich wollte nur sagen, daß dies nicht automatisch gegeben ist, wenn die Briten aussteigen sollten, auch wenn das Austrittsbefürworter gerne einbringen.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 18:09

frems » Sa 7. Mär 2015, 18:04 hat geschrieben:Könnte man später theoretisch ja. Ich wollte nur sagen, daß dies nicht automatisch gegeben ist, wenn die Briten aussteigen sollten, auch wenn das Austrittsbefürworter gerne einbringen.


Ja, deswegen sage ich ja am Ende muss London entscheiden was es will, dann aber auch mit den Konsequenzen leben, die aus dieser Entscheidung folgen. Einen Aspekt dem man aber beim Vereinigten Königreich noch beachten sollte, ist sein Commonwealth. Ich weiß nicht wie eng da die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist, aber vielleicht hätte in dem Bereich London Alternativen zum europäischen Wirtschaftsraum.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Gregorius I » Sa 7. Mär 2015, 18:15

Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 19:09 hat geschrieben:
Ja, deswegen sage ich ja am Ende muss London entscheiden was es will, dann aber auch mit den Konsequenzen leben, die aus dieser Entscheidung folgen. Einen Aspekt dem man aber beim Vereinigten Königreich noch beachten sollte, ist sein Commonwealth. Ich weiß nicht wie eng da die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist, aber vielleicht hätte in dem Bereich London Alternativen zum europäischen Wirtschaftsraum.


Einen solchen Alleingang im Rahmen des Commonwealth hat GB schon einmal versucht - und hat sich schon bald darum bemüht, möglichst schnell der EWG beizutreten. De Gaulle hat die Briten dann noch ein wenig zappeln lassen.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Sa 7. Mär 2015, 18:20

Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 18:09 hat geschrieben:
Ja, deswegen sage ich ja am Ende muss London entscheiden was es will, dann aber auch mit den Konsequenzen leben, die aus dieser Entscheidung folgen. Einen Aspekt dem man aber beim Vereinigten Königreich noch beachten sollte, ist sein Commonwealth. Ich weiß nicht wie eng da die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist, aber vielleicht hätte in dem Bereich London Alternativen zum europäischen Wirtschaftsraum.

Klar, Guyana und Sri Lanka werden sofort aus Nächstenliebe alle fehlenden Einnahmen kompensieren, die Großbritannien durch den Handel mit Deutschland, Frankreich usw. hätte. Liegt ja auch geographisch auf der Hand, daß dem Briten jemand aus Trinidad und Tobago näher ist als ein Ire. Vor allem glaub ich, daß die Länder des Commonwealth sehr interessiert daran sind, enger mit Großbritannien zusammenzurücken und nach Londons Pfeife zu tanzen. :|
Zuletzt geändert von frems am Sa 7. Mär 2015, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 18:36

frems » Sa 7. Mär 2015, 18:20 hat geschrieben:Klar, Guyana und Sri Lanka werden sofort aus Nächstenliebe alle fehlenden Einnahmen kompensieren, die Großbritannien durch den Handel mit Deutschland, Frankreich usw. hätte. Liegt ja auch geographisch auf der Hand, daß dem Briten jemand aus Trinidad und Tobago näher ist als ein Ire. Vor allem glaub ich, daß die Länder des Commonwealth sehr interessiert daran sind, enger mit Großbritannien zusammenzurücken und nach Londons Pfeife zu tanzen. :|


Ich denke da weniger an Guayana und Ceylon als viel mehr an Indien. Ja, die Zeiten des Empire sind wohl vorbei. :|
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Sa 7. Mär 2015, 18:42

Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 18:36 hat geschrieben:
Ich denke da weniger an Guayana und Ceylon als viel mehr an Indien. Ja, die Zeiten des Empire sind wohl vorbei. :|

Indien dürfte heutzutage primär eigene Interessen haben als sich ums Wohl Englands zu kümmern. Da kann ich mich aber natürlich auch irren. Von mir aus können die Briten auch eine Mauer um ihre Insel ziehen und sozialistisch werden. Ist deren Bier, nicht meins. In der Diskussion um "nationale Souveränität" geht's ja eh meist nur um Werte, Nostalgie und Gefühlsduselei. Daß ein Austritt wirtschaftlich und politisch einiges kosten wird, ist doch jedem klar. Manche wollen es für die Werte hinnehmen, andere lieber nicht (oder haben eben andere Werte).
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 18:53

frems » Sa 7. Mär 2015, 18:42 hat geschrieben:Indien dürfte heutzutage primär eigene Interessen haben als sich ums Wohl Englands zu kümmern. Da kann ich mich aber natürlich auch irren. Von mir aus können die Briten auch eine Mauer um ihre Insel ziehen und sozialistisch werden. Ist deren Bier, nicht meins. In der Diskussion um "nationale Souveränität" geht's ja eh meist nur um Werte, Nostalgie und Gefühlsduselei. Daß ein Austritt wirtschaftlich und politisch einiges kosten wird, ist doch jedem klar. Manche wollen es für die Werte hinnehmen, andere lieber nicht (oder haben eben andere Werte).


War London selbst Schuld seine Absatzmärkte einfach so ziehen zu lassen. Dummköpfe. :x
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon frems » Sa 7. Mär 2015, 19:56

Helmuth_123 » Sa 7. Mär 2015, 18:53 hat geschrieben:
War London selbst Schuld seine Absatzmärkte einfach so ziehen zu lassen. Dummköpfe. :x

Erstmal abwarten. Vielleicht gewinnt demnächst ja Labour und sorgt für etwas Bildung auf der Insel. Dann ist der kindische Anti-Europa-Kampf auch wieder halbwegs vergessen. Die Vorurteile, die dort auf der Insel salonfähig wurden, sind ja größtenteils den Konservativen zuzuschreiben und nicht den Europagegnern um Farages UKIP.
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Re: Großbritannien Austritt aus der EU verkraftbar?

Beitragvon DeutschlandSubjektiv » Sa 7. Mär 2015, 20:20

Die EU war für die britische Opposition doch immer ein prima "Feindbild". Allerdings hat die Griechenland-Krise die Akzeptanz in GB bestimmt auch nicht gerade erhöht...

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