EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Di 16. Jan 2018, 16:51

H2O hat geschrieben:(16 Jan 2018, 16:47)

Das ist aber eine mutwillige Ausdeutung! Wenn ich jemanden bitte, bei dem Sauwetter doch lieber zu bleiben, dann soll der vermuten, daß das Sauwetter nur deshalb nieder geht, weil er nicht bleibt? Aber in unserem Falle hier ist es wirklich besser, daß die Briten erst einmal gehen. :(


Das ist genau das was einige Briten glauben oder eben es wirkt als brauche man die Briten unbedingt dann schwächt man seine Position.
Dann machen die Briten so weiter.
Zumal wurde es zigfach angedeutet das die Briten bleiben könnten. Es ist auch einmal genug.
Aber das begreifen die Auguste in Brüssel ja nicht.

Mit einem haben die Briten und andere recht: Junker muss wirklich weg.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 16. Jan 2018, 16:59

Eiskalt hat geschrieben:(16 Jan 2018, 16:51)

Das ist genau das was einige Briten glauben oder eben es wirkt als brauche man die Briten unbedingt dann schwächt man seine Position.
Dann machen die Briten so weiter.
Zumal wurde es zigfach angedeutet das die Briten bleiben könnten. Es ist auch einmal genug.
Aber das begreifen die Auguste in Brüssel ja nicht.

Mit einem haben die Briten und andere recht: Junker muss wirklich weg.


Im kommenden Jahr wird Kommissionspräsident Juncker ja auch seine Amtszeit beenden. Und dann sind auch die Briten weg. Paßt doch... :eek:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Di 16. Jan 2018, 17:23

H2O hat geschrieben:(16 Jan 2018, 16:59)

Im kommenden Jahr wird Kommissionspräsident Juncker ja auch seine Amtszeit beenden. Und dann sind auch die Briten weg. Paßt doch... :eek:



Ein Glück. Und was kommt nach ihm?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 16. Jan 2018, 17:38

Eiskalt hat geschrieben:(16 Jan 2018, 17:23)

Ein Glück. Und was kommt nach ihm?


Herr Michel Barnier ist ziemlich sicher gesetzt: Franzose, politikerfahren, amtserfahren. Mal sehen!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Mi 17. Jan 2018, 13:46

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht die Schuld für den Brexit nicht nur in Großbritannien. Wie Premierministerin Theresa May selbst gesagt habe, "haben die Briten sich nie wohlgefühlt in der Europäischen Union", sagte Juncker.

"Und man hat ihnen auch 40 Jahre lang nicht die Gelegenheit gegeben, sich wohlfühlen zu können." Großbritanniens Austritt sei eine "Niederlage, die wir uns alle anheften müssen". Zuletzt hatte Brüssel Zeichen der Entspannung in Richtung London gesendet.


https://www.zdf.de/nachrichten/heute/eu-kommissionschef-juncker-schuld-an-brexit-auch-bei-eu-100.html

Der Mann hat offenbar tatsächlich zu tief ins Glas geschaut!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Mi 17. Jan 2018, 14:00

Eiskalt hat geschrieben:(17 Jan 2018, 13:46)

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/eu-kommissionschef-juncker-schuld-an-brexit-auch-bei-eu-100.html

Der Mann hat offenbar tatsächlich zu tief ins Glas geschaut!
Das glaube ich allerdings auch.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 17. Jan 2018, 14:19

Misterfritz hat geschrieben:(17 Jan 2018, 14:00)

Das glaube ich allerdings auch.


Der Mann will Brücken bauen! Will verstockte (meinetwegen vermeintlich verstockte!) Leute zurück gewinnen. Insofern verstehe ich den Affentanz ganz gut.

Allerdings halte ich nichts davon, solchen Leuten durch die Blume mit zu teilen, daß sie wohl nicht ganz Herr ihrer Entschlüsse sind. Denn so wird das auch nichts. Also erst einmal gehen lassen, die eigenen Angelegenheiten so gut wie irgend möglich voran bringen, zeigen was in Europa geht und wie wir Europäer unsere Lebensart und unsere Fähigkeiten entwickeln. Das können wir doch!

Und dann wird vielleicht in GB die Erkenntnis dämmern, daß der BREXIT eine schlimme Schnapsidee war, und man wird vielleicht um Aufnahme bitten... mit Euro und ohne Extrawürste. Wenn nicht, dann werden wir auch das überleben. Es gibt auch ein Leben ohne GB in der EU!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 18. Jan 2018, 09:08

Das britische Unterhaus hat mit seiner konservativen Mehrheit völlig unbeeindruckt von den freundlichen bis flehentlichen Reden der EU-Kommission ein Gesetz beschlossen, das ab Mitte März 2019 den Vorrang von EU-Gesetzen im Vereinigten Königreich beendet. Der Trick: Bestehende EU-Gesetze werden bis dahin in britisches Recht überführt.

Merkwürdig: Das machen analog zu den Briten doch alle (viele?) europäischen Partnerstaaten. Soll man nun schmunzeln oder besorgt sein? Man will auf diese Weise erreichen, daß in der EU zu einer gemeinsamen Angelegenheit mehrerlei Recht gilt. So wäre die Sache im Vereinigten Königreich dann auch weiterhin bestens im Sinne der Gemeinschaft geregelt. :)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Do 18. Jan 2018, 12:23

H2O hat geschrieben:(18 Jan 2018, 09:08)

Das britische Unterhaus hat mit seiner konservativen Mehrheit völlig unbeeindruckt von den freundlichen bis flehentlichen Reden der EU-Kommission ein Gesetz beschlossen, das ab Mitte März 2019 den Vorrang von EU-Gesetzen im Vereinigten Königreich beendet. Der Trick: Bestehende EU-Gesetze werden bis dahin in britisches Recht überführt.

Merkwürdig: Das machen analog zu den Briten doch alle (viele?) europäischen Partnerstaaten. Soll man nun schmunzeln oder besorgt sein? Man will auf diese Weise erreichen, daß in der EU zu einer gemeinsamen Angelegenheit mehrerlei Recht gilt. So wäre die Sache im Vereinigten Königreich dann auch weiterhin bestens im Sinne der Gemeinschaft geregelt. :)

ich hörte es gesternabend. da wurde zugleich auch gesagt, daß das jetzt im hoberhaus behandelt werden muß. und da hat may keine mehrheit. es könnte also, daß da noch amendiert wird.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 18. Jan 2018, 13:17

Nomen Nescio hat geschrieben:(18 Jan 2018, 12:23)

ich hörte es gesternabend. da wurde zugleich auch gesagt, daß das jetzt im hoberhaus behandelt werden muß. und da hat may keine mehrheit. es könnte also, daß da noch amendiert wird.


Das ist auch mein Kenntnisstand. Jedenfalls gibt es keine erkennbare britische Antwort auf die Bitten des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Clude Juncker und des Präsidenten des EU-Ministerrats Donald Tusk, die von einem loose-loose-Ergebnis durch den BREXIT sprachen. Die Briten treffen also ungerührt weiter ihre Vorbereitungen zum endgültigen EU-Austritt Mitte März 2019.

Das Oberhaus wird an dem Gesetz doch kaum etwas ändern. Das hieße ja, EU-Gesetze zu verändern... denn die sollen 1:1 in britisches Recht überführt werden, nachdem der Vorrang für EU-Gesetze gekippt worden ist. Danach sind britische Gesetze weg, wenn überhaupt welche da waren, und EU-Gesetze stehen im britischen Gesetzbuch. :)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Do 18. Jan 2018, 15:58

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker: Beim Brexit gibt es nur Verlierer. er hält aber die möglichkeit offen von einem rückkehr von GB. art 49 regelt die mitgliedschaft von neuen mitgliedern.

weiter wird auch geredet über farages ausruf daß er ein neues referendum befürwortet.

last but not least: Englands gemobbte EU-Bürger.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 18. Jan 2018, 16:46

Nomen Nescio hat geschrieben:(18 Jan 2018, 15:58)

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker: Beim Brexit gibt es nur Verlierer. er hält aber die möglichkeit offen von einem rückkehr von GB. art 49 regelt die mitgliedschaft von neuen mitgliedern.

weiter wird auch geredet über farages ausruf daß er ein neues referendum befürwortet.

last but not least: Englands gemobbte EU-Bürger.


So, wie die Dinge nun liegen seit der eingereichten Kündigung der britischen EU-Mitgliedschaft, unterstütze ich auch den Austritt der Briten aus der EU. Als Europäer bin ich nicht mehr bereit, unterschiedliche Mitgliedsrechte zu ertragen, die den Briten vor Jahrzehnten eingeräumt wurden. Der BREXIT ist eine gute Möglichkeit, diesen Unfug ein für alle Male zu beenden.

Als Europäer würde ich die Rückkehr der Briten in die EU begrüßen; dann aber als Gleiche unter Gleichen. Mit der Gemeinschaftswährung und allen Rechten und Verpflichtungen, die andere Mitglieder auch tragen. Zuvor sollten die Briten aber auch die Vor- und Nachteile ihres Alleoingangs erfahren, damit nicht bald nach der Rückkehr in die Gemeinschaft wieder Katzenjammer hochkocht, daß es eben Verpflichtungen in der Gemeinschaft gibt, die man ablehnt.

Herr Nigel Farage hat sich in seiner Rolle als EU-Gegner eingerichtet. Auf dessen Bekundungen würde ich gar nichts geben. Seine Partei/Bewegung vertritt unwesentliche Anteile der britischen Bevölkerung. Der größere Anteil der EU-Gegner ist offenbar mit den Konservativen verbunden. Die entscheiden derzeit, was gut für das Vereinigte Königreich ist.

Als Europäer glaube ich, daß die Konservative Partei für den BREXIT und seine Vorbereitung einen sehr hohen Preis bezahlen wird.

Den gemobbten EU-Bürgern auf der Insel empfehle ich die Rückkehr in die EU. Die wirtschaftliche Lage in den klassischen EU-Ländern ist gut; da werden sich schnell Arbeit und Brot finden lassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Do 18. Jan 2018, 18:17

H2O hat geschrieben:(18 Jan 2018, 16:46)

Als Europäer glaube ich, daß die Konservative Partei für den BREXIT und seine Vorbereitung einen sehr hohen Preis bezahlen wird.

Den gemobbten EU-Bürgern auf der Insel empfehle ich die Rückkehr in die EU. Die wirtschaftliche Lage in den klassischen EU-Ländern ist gut; da werden sich schnell Arbeit und Brot finden lassen.

das vermute ich auch. mein land kostet es aber auch viel, abgesehen von einer höheren EU-mitgliedsbeitrag.
bereits daß einstellen von neuen zollbeamten sowie die verarbeitung von dokumenten + das inspektieren der ladung wird auf fast 400 millionen euro geschätzt. und es gibt keine kompensation.
na ja, die briten werden erfahren daß das bei ihnen auch viel mehr als bis jetzt kostet.

gestern hörte ich etwas in den nachrichten das fast ein practical joke ist. einige briten in meinem land haben unsere regierung beim gericht angeklagt. sie wollen wissen was die konsequenzen des brexits für sie werden/sind. :rolleyes:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 18. Jan 2018, 19:44

Nomen Nescio hat geschrieben:(18 Jan 2018, 18:17)

das vermute ich auch. mein land kostet es aber auch viel, abgesehen von einer höheren EU-mitgliedsbeitrag.
bereits daß einstellen von neuen zollbeamten sowie die verarbeitung von dokumenten + das inspektieren der ladung wird auf fast 400 millionen euro geschätzt. und es gibt keine kompensation.
na ja, die briten werden erfahren daß das bei ihnen auch viel mehr als bis jetzt kostet.

gestern hörte ich etwas in den nachrichten das fast ein practical joke ist. einige briten in meinem land haben unsere regierung beim gericht angeklagt. sie wollen wissen was die konsequenzen des brexits für sie werden/sind. :rolleyes:


Mit der Weiterentwicklung der EU haben doch nationale Zollbeamte und Grenzpolizisten gar keine sinnvolle Beschäftigung mehr. Die müßten unverzüglich als EU-Beamte tätig werden, und die Kosten müßte die Gemeinschaft tragen. Tschechien könnte sich die Hände reiben... keine Außengrenzen... Über solche Weiterentwicklungen müssen wir Europäer uns unbedingt unsere Gedanken machen... etwa in den Bürgergesprächen, die Präsident Macron vorgeschlagen hat.

Die niederländische Regierung könnte den Briten, die in den Niederlanden leben und arbeiten, doch zusichern, daß sie bleiben können, so lange sie niederländische Gesetze einhalten und dort ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Außerdem könnte man ihnen die niederländische Staatsbürgerschaft anbieten. Was ist daran nur so schwierig? Hier nehmen viele seit langen Jahren in Deutschland lebende Briten vorsorglich die deutsche Staatsbürgerschaft an, und gut ist's. Bisher war das ja Wurst, aber das könnte sich natürlich ändern bei einem harten BREXIT.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Do 18. Jan 2018, 21:17

H2O hat geschrieben:(18 Jan 2018, 19:44)

Die niederländische Regierung könnte den Briten, die in den Niederlanden leben und arbeiten, doch zusichern, daß sie bleiben können, so lange sie niederländische Gesetze einhalten und dort ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Außerdem könnte man ihnen die niederländische Staatsbürgerschaft anbieten. Was ist daran nur so schwierig? Hier nehmen viele seit langen Jahren in Deutschland lebende Briten vorsorglich die deutsche Staatsbürgerschaft an, und gut ist's. Bisher war das ja Wurst, aber das könnte sich natürlich ändern bei einem harten BREXIT.

es geht nicht darum was unsere regierung tut. vllt gibt es regeln (denk an schengen) die vorschreiben wie zu handeln.

nein, die crux ist daß dies eine sache ist über welche im namen der EU noch unterhandelt wird. wenn also eine vorm gericht stehen müsse, dann ist es die EU-kommission.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 18. Jan 2018, 21:23

H2O hat geschrieben:(18 Jan 2018, 16:46)

So, wie die Dinge nun liegen seit der eingereichten Kündigung der britischen EU-Mitgliedschaft, unterstütze ich auch den Austritt der Briten aus der EU. Als Europäer bin ich nicht mehr bereit, unterschiedliche Mitgliedsrechte zu ertragen, die den Briten vor Jahrzehnten eingeräumt wurden. Der BREXIT ist eine gute Möglichkeit, diesen Unfug ein für alle Male zu beenden.

Als Europäer würde ich die Rückkehr der Briten in die EU begrüßen; dann aber als Gleiche unter Gleichen. Mit der Gemeinschaftswährung und allen Rechten und Verpflichtungen, die andere Mitglieder auch tragen. Zuvor sollten die Briten aber auch die Vor- und Nachteile ihres Alleoingangs erfahren, damit nicht bald nach der Rückkehr in die Gemeinschaft wieder Katzenjammer hochkocht, daß es eben Verpflichtungen in der Gemeinschaft gibt, die man ablehnt.

Herr Nigel Farage hat sich in seiner Rolle als EU-Gegner eingerichtet. Auf dessen Bekundungen würde ich gar nichts geben. Seine Partei/Bewegung vertritt unwesentliche Anteile der britischen Bevölkerung. Der größere Anteil der EU-Gegner ist offenbar mit den Konservativen verbunden. Die entscheiden derzeit, was gut für das Vereinigte Königreich ist.

Als Europäer glaube ich, daß die Konservative Partei für den BREXIT und seine Vorbereitung einen sehr hohen Preis bezahlen wird.

Den gemobbten EU-Bürgern auf der Insel empfehle ich die Rückkehr in die EU. Die wirtschaftliche Lage in den klassischen EU-Ländern ist gut; da werden sich schnell Arbeit und Brot finden lassen.


Die Briten haben jetzt schon Probleme. Es kommt fast keiner mehr um als Arzt oder in der Pflege/Krankenpflege zu arbeiten. Der Brexit ist eine echte Schnapsidee. Es verlieren alle. Aber dafür haben Johnson und Farage ihr Mütchen gekühlt. Stramme Leistung.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 18. Jan 2018, 21:37

Nomen Nescio hat geschrieben:(18 Jan 2018, 21:17)

es geht nicht darum was unsere regierung tut. vllt gibt es regeln (denk an schengen) die vorschreiben wie zu handeln.

Die Sache mit Schengen ist die eine, die anwendbar ist auf EU-Bürger praktisch als Inländer. Die Briten laufen aber Gefahr, demnächst in der EU als Ausländer zu gelten, wenn es dazu keine Vereinbarung gibt. Beim "hard BREXIT" wird dieses Ergebnis fast mit Sicherheit eintreffen. Aber es gibt doch kleinteilige Lösungen für die betroffenen Briten in den Niederlanden, wenn der niederländischen Regierung an einer solchen Lösung gelegen wäre. Warum warten die Niederlande überhaupt auf "Brüssel"?
nein, die crux ist daß dies eine sache ist über welche im namen der EU noch unterhandelt wird. wenn also eine vorm gericht stehen müsse, dann ist es die EU-kommission.

Die EU-Kommission hat doch den Briten zugesichert, daß sie auch nach dem BREXIT ihre technischen Arbeitsstellen in Diensten der EU nicht verlieren werden. Natürlich wird man keine britischen Nachrücker einstellen, sondern EU-Bürger. Das ist doch klar. Man kann der EU-Kommission und Herrn Barnier keinen Vorwurf machen, daß es mit dem Austrittsverhandlungen nicht voran geht. Bisher sind ja noch nicht einmal die Scheidungskosten anschließend vereinbart. Über das, was folgen soll, ist noch weniger bekannt und verabredet.

Ich meine, daß das "niederländische Britenproblem" spielend leicht von der niederländischen Regierung über eine Ausnahmeregelung gelöst werden kann, meinetwegen vorbehaltlich einer zu erwartenden Gemeinschaftslösung. In Deutschland scheint dieses Problem nicht zu drängen. Sollte die deutsche Regierung da einmal praktischer als die niederländische Regierung vorgegangen sein?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 18. Jan 2018, 21:42

Alter Stubentiger hat geschrieben:(18 Jan 2018, 21:23)

Die Briten haben jetzt schon Probleme. Es kommt fast keiner mehr um als Arzt oder in der Pflege/Krankenpflege zu arbeiten. Der Brexit ist eine echte Schnapsidee. Es verlieren alle. Aber dafür haben Johnson und Farage ihr Mütchen gekühlt. Stramme Leistung.


Was hilft's! Das müssen wir ohne Häme begleiten bis 15. März 2019. Dann ist GB voll selbst für sich verantwortlich.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 19. Jan 2018, 01:38

Alter Stubentiger hat geschrieben:(18 Jan 2018, 21:23)

Die Briten haben jetzt schon Probleme. Es kommt fast keiner mehr um als Arzt oder in der Pflege/Krankenpflege zu arbeiten. Der Brexit ist eine echte Schnapsidee. Es verlieren alle. Aber dafür haben Johnson und Farage ihr Mütchen gekühlt. Stramme Leistung.

ich hörte eine zahl von 40.000. fast alle aus der EU gekommen ärzte und krankenschwester und brüder sagten wieder nach dem kontinent zu gehen. die NHS wird da noch größere probleme bekommen als es die schon jetzt hat.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Fr 19. Jan 2018, 04:32

Das britische Gesundheitssystem sollte doch so grossartig von dem Brexit profitieren!
Die Brexit befürworter wollten doch sogar extra Geld in das System pumpen, aus den dann freigewordenen E.U beiträgen die sonst nach brüssel gehen würden. Ran Ran in London,
das goldene Zeitalter harret eurer genialen Lösungen.

Die ganzen Lügen der Brexit befürworter von einst
hielt ich in einer Demokratie wie britannien für nicht möglich.Da war schon vorher viel unwillen
gegen brüssel im spiel. Hoffentlich muss der
kleine durchschnitts brite nicht alleine die zeche zahlen.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!

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