EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Senexx
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Do 22. Mär 2018, 12:30

garfield336 hat geschrieben:(22 Mar 2018, 10:24)

Die EU will nicht dass UK ausscheidet. Warum sollte sie das wollen? Das ist zum Nachteil aller. Also jede Verlängerung der "Mitgliedschaft" wird aus Seiten der EU zu begrüssen sein, aber nur unter den bekannten Bedingungen.

Allerdings kann eine solche ständige Verlängerung der übergangsfrist keine Perspektive für UK sein. Die Wirtschaft braucht Rechtssicherheit.

Möglicherweise will die EU kein Ausscheiden UKs.

Ich halte das für ein falsches Anliegen. Unter den gegebenen Umständen wäre ein schnelles Ausscheiden von klarem Vorteil. Auch unter Inkaufnahme eines heftigen Schocks. Die Beziehungen sollten pünktlich gekappt werden. Besondere Beziehungen nur, wenn UK seine Schulden bezahlt und dann die Bedingungen des Binnenmarktes akzeptiert. Ansonsten hätten sie Pech gehabt.

Die Verrückten in Westminister sehen sich auf Augenhöhe mit der EU. Man muss ihnen zeigen, wo Barthel den Most holt.
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garfield336
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Do 22. Mär 2018, 13:47

Senexx hat geschrieben:(22 Mar 2018, 12:30)

Möglicherweise will die EU kein Ausscheiden UKs.

Ich halte das für ein falsches Anliegen. Unter den gegebenen Umständen wäre ein schnelles Ausscheiden von klarem Vorteil. Auch unter Inkaufnahme eines heftigen Schocks. Die Beziehungen sollten pünktlich gekappt werden. Besondere Beziehungen nur, wenn UK seine Schulden bezahlt und dann die Bedingungen des Binnenmarktes akzeptiert. Ansonsten hätten sie Pech gehabt.

Die Verrückten in Westminister sehen sich auf Augenhöhe mit der EU. Man muss ihnen zeigen, wo Barthel den Most holt.


Die EU wollte noch nie ein Ausscheiden. Wenn sie die Bedingungen des Binnenmarktes akzeptiert gibt es aber nicht das "Ausscheiden" von dem wir sprechen.

Sie hänken seit Jahren in der gleichen Endlosschleife.
UK": "Wir wollen keine Ausländer",
EU:"Ok dann kein Binnenmarkt" ,
UK="Wir wollen Binnenmarkt".
EU="Die 4Grundfreiheiten sind nicht verhandelbar"
UK="Wir wollen keine Ausländer"......

Und das seit Jahren. :|
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Do 22. Mär 2018, 21:42

Soll noch einer sagen die Geschäfte zwischen der EU und UK würden nach dem Brexit nicht weitergehen. :D

"Die neuen blauen Reisepässe der Briten sollen nach dem Brexit ausgerechnet von einem Unternehmen in der Europäischen Union hergestellt werden. Die Regierung in London hatte die Abschaffung der burgundroten EU-Pässe im Land als Meilenstein auf dem Weg zur Selbstbestimmung nach der Trennung von Brüssel gefeiert. Jetzt sollen die neuen Pässe nach britischen Medienberichten von der französisch-niederländischen Firma Gemalto produziert werden - und nicht wie in den vergangenen Jahren üblich von einem heimischen Unternehmen. Das brachte am Donnerstag die Befürworter des EU-Ausstiegs im Parlament auf die Palme. Sie forderten Aufklärung." https://diepresse.com/home/ausland/eu/5 ... llt-werden
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Do 22. Mär 2018, 21:49

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Mar 2018, 21:42)

Soll noch einer sagen die Geschäfte zwischen der EU und UK würden nach dem Brexit nicht weitergehen. :D

"Die neuen blauen Reisepässe der Briten sollen nach dem Brexit ausgerechnet von einem Unternehmen in der Europäischen Union hergestellt werden. Die Regierung in London hatte die Abschaffung der burgundroten EU-Pässe im Land als Meilenstein auf dem Weg zur Selbstbestimmung nach der Trennung von Brüssel gefeiert. Jetzt sollen die neuen Pässe nach britischen Medienberichten von der französisch-niederländischen Firma Gemalto produziert werden - und nicht wie in den vergangenen Jahren üblich von einem heimischen Unternehmen. Das brachte am Donnerstag die Befürworter des EU-Ausstiegs im Parlament auf die Palme. Sie forderten Aufklärung." https://diepresse.com/home/ausland/eu/5 ... llt-werden

Wahrscheinlich produzieren die billiger - und sparen müssen die Briten ja jetzt :D
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Fr 23. Mär 2018, 12:56

Misterfritz hat geschrieben:(22 Mar 2018, 21:49)

Wahrscheinlich produzieren die billiger - und sparen müssen die Briten ja jetzt :D
Die Kommentare sind echt klasse :D
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 99479.html
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Mo 26. Mär 2018, 17:50

Bei den Kampagnen im Vorfeld ging es wohl nicht mit rechten Dingen zu und wer weiß wie stark die Abstimmung dadurch beeinflußt wurde. Wäre evtl auch eine elegante Methode um aus der Brexit-Schei..... rauszukommen.

"Berichten der britischen Zeitungen "Observer" und "Guardian" zufolge hat die im Skandal um unerlaubte Wahlwerbung für Donald Trump unter Druck geratene Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica auch im Brexit-Referendum eine Rolle gespielt. Cambridge Analytica (CA) ist demnach eng mit dem kanadischen Datenanalyse-Unternehmen AggregateIQ (AIQ) verbunden, das maßgeblich an der Kampagne zum EU-Austritt von Außenminister Boris Johnson, "Vote Leave", beteiligt war. ... Die Brexit-Kampagne des heutigen Außenministers Boris Johnson hatte 40 Prozent ihres Budgets in die Arbeit von AggregateIQ gesteckt. Die Beträge sind auf der Webseite der britischen Wahlkommission einsehbar. Einem ehemaligen Brexit-Wahlkämpfer zufolge soll über eine gesonderte Scheinkampagne sogar noch mehr Geld von Johnsons Wahlkampfetat nach Kanada geflossen sein. Die britische Wahlkommission ermittelt bereits, ob "Vote Leave" die gesetzliche Obergrenze für Wahlkampfausgaben überschritten habe." http://www.manager-magazin.de/politik/e ... 99938.html
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mo 26. Mär 2018, 22:29

Hilft doch alles nichts; der britische Wähler muß seinen Irrtum selbst erkennen und berichtigen. Mir erscheint es sinnlos, nun mit kriminalistischen Verfahren eine seit zwei Jahren bestätigte Volksbefragung aushebeln zu wollen. Die Verhandlung des BREXITs im Unterhaus ist außerdem noch nicht einmal formal an den Ausgang der Volksbefragung gebunden. Will sagen, daß das Unterhaus auch anders hätte entscheiden können: "Sehr knappes Ergebnis; wir veranlassen damit gar nichts!"
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Di 27. Mär 2018, 08:54

Orbiter1 hat geschrieben:(22 Mar 2018, 21:42)

Soll noch einer sagen die Geschäfte zwischen der EU und UK würden nach dem Brexit nicht weitergehen. :D

"Die neuen blauen Reisepässe der Briten sollen nach dem Brexit ausgerechnet von einem Unternehmen in der Europäischen Union hergestellt werden. Die Regierung in London hatte die Abschaffung der burgundroten EU-Pässe im Land als Meilenstein auf dem Weg zur Selbstbestimmung nach der Trennung von Brüssel gefeiert. Jetzt sollen die neuen Pässe nach britischen Medienberichten von der französisch-niederländischen Firma Gemalto produziert werden - und nicht wie in den vergangenen Jahren üblich von einem heimischen Unternehmen. Das brachte am Donnerstag die Befürworter des EU-Ausstiegs im Parlament auf die Palme. Sie forderten Aufklärung." https://diepresse.com/home/ausland/eu/5 ... llt-werden


Hurra wir haben blaue Pässe, vor allem weil man die Farbe gar nicht hätte wechseln müssen damals.....
Memento mori
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Di 27. Mär 2018, 18:33

H2O hat geschrieben:(26 Mar 2018, 23:29)

Hilft doch alles nichts; der britische Wähler muß seinen Irrtum selbst erkennen und berichtigen. Mir erscheint es sinnlos, nun mit kriminalistischen Verfahren eine seit zwei Jahren bestätigte Volksbefragung aushebeln zu wollen. Die Verhandlung des BREXITs im Unterhaus ist außerdem noch nicht einmal formal an den Ausgang der Volksbefragung gebunden. Will sagen, daß das Unterhaus auch anders hätte entscheiden können: "Sehr knappes Ergebnis; wir veranlassen damit gar nichts!"

Ändert aber nichts daran dass der Sache nachgegangen wird.

„Zur Aufarbeitung des Facebook-Datenskandals wollen europäische Grünen-Politiker Vertreter von Facebook und Cambridge Analytica zu einer Anhörung im EU-Parlament einladen. Außerdem habe man beantragt, dass der Ausschuss für konstitutionelle Fragen den Informanten Christopher Wylie anhört, teilte der deutsche Abgeordnete Sven Giegold mit. So solle der Einfluss der Datenaffäre auf das Ergebnis des Brexit-Referendums untersucht werden.

Nach Angaben Wylies habe die britische Kommunikationsfirma Cambridge Analytica eine "ausschlaggebende Rolle" beim Brexit gespielt. Ohne die Firma und ihre kanadische Schwesterfirma AggregateIQ sei das Votum der Briten für den EU-Ausstieg "niemals möglich" gewesen, sagte Wylie der französischen Zeitung Libération, der Welt und anderen europäischen Zeitungen.“ http://www.zeit.de/amp/politik/ausland/ ... -anhoerung
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 28. Mär 2018, 07:56

Orbiter1 hat geschrieben:(27 Mar 2018, 19:33)

Ändert aber nichts daran dass der Sache nachgegangen wird.

„Zur Aufarbeitung des Facebook-Datenskandals wollen europäische Grünen-Politiker Vertreter von Facebook und Cambridge Analytica zu einer Anhörung im EU-Parlament einladen. Außerdem habe man beantragt, dass der Ausschuss für konstitutionelle Fragen den Informanten Christopher Wylie anhört, teilte der deutsche Abgeordnete Sven Giegold mit. So solle der Einfluss der Datenaffäre auf das Ergebnis des Brexit-Referendums untersucht werden.

Nach Angaben Wylies habe die britische Kommunikationsfirma Cambridge Analytica eine "ausschlaggebende Rolle" beim Brexit gespielt. Ohne die Firma und ihre kanadische Schwesterfirma AggregateIQ sei das Votum der Briten für den EU-Ausstieg "niemals möglich" gewesen, sagte Wylie der französischen Zeitung Libération, der Welt und anderen europäischen Zeitungen.“ http://www.zeit.de/amp/politik/ausland/ ... -anhoerung


Das Thema bleibt aber ein britisches; die britischen Wähler müssen entscheiden, ob das Unterhaus und die Regierung das tun, wozu sie beauftragt sind. Klar kann man alles mögliche im Zusammenhang mit der Volksbefragung untersuchen. Bisher hat selbst die Erkenntnis plattester Lügen nicht ausgereicht, den BREXIT ab zu blasen. Und erneut: Das Ergebnis der Volksbefragung und die BREXIT-Verhandlung stehen in keinem zwingenden Zusammenhang.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Mi 28. Mär 2018, 08:01

Bei der Finanzierung der EU denkt man offenbar nicht nur über die Finanztransaktionssteuer nach.

"Durch den Austritt Großbritanniens verliert die Europäischen Union einen wichtigen Nettozahler in den gemeinsamen Haushalt der Mitgliedsländer. Schon lange läuft darum die Diskussion, welche Folge das haben wird. Mehrere Möglichkeiten liegen auf dem Tisch: Höhere Beiträge der verbleibenden Mitglieder, geringere Ausgaben oder eine Mischung aus beidem lauten sie. Die Mitarbeiter der EU-Kommission erwägen darüber hinaus wohl auch, eine weitere Einnahmequelle anzuzapfen – die Gewinne der Europäischen Zentralbank und der an sie angeschlossenen Notenbanken der Mitgliedsländer der Währungsunion." http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/s ... 16389.html

Diese Gewinne fließen bisher in die nationalen Haushalte und würden dort fehlen. Der Vorschlag wird ja wohl hoffentlich nicht ernst gemeint sein.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 28. Mär 2018, 09:21

Orbiter1 hat geschrieben:(28 Mar 2018, 09:01)

Bei der Finanzierung der EU denkt man offenbar nicht nur über die Finanztransaktionssteuer nach.

"Durch den Austritt Großbritanniens verliert die Europäischen Union einen wichtigen Nettozahler in den gemeinsamen Haushalt der Mitgliedsländer. Schon lange läuft darum die Diskussion, welche Folge das haben wird. Mehrere Möglichkeiten liegen auf dem Tisch: Höhere Beiträge der verbleibenden Mitglieder, geringere Ausgaben oder eine Mischung aus beidem lauten sie. Die Mitarbeiter der EU-Kommission erwägen darüber hinaus wohl auch, eine weitere Einnahmequelle anzuzapfen – die Gewinne der Europäischen Zentralbank und der an sie angeschlossenen Notenbanken der Mitgliedsländer der Währungsunion." http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/s ... 16389.html

Diese Gewinne fließen bisher in die nationalen Haushalte und würden dort fehlen. Der Vorschlag wird ja wohl hoffentlich nicht ernst gemeint sein.


Wenn es um das liebe Geld geht, dann werden Freunde zu reißenden Wölfen. Der EU-Kommission müßte schon ein sehr gut nachvollziehbarer Grund einfallen, weshalb sie eigene Einnahmen erzeugen möchte. Im Grunde will die EU Geldmittel zu ihrer Verfügung haben, über die die abgemolkenen Mitglieder nicht mehr mit entscheiden können. Na, den Finanzminister will ich sehen, der dabei mitspielt. Unser Finanzminister hat schon in Paris sehr klar gesagt, daß ein deutscher Finanzminister ein deutscher Finanzminister ist. Keine Sorge :) .

Was man sich vorstellen könnte, das wäre ein Finanzminister der Euro-Gruppe, der die Befugnis hat, den Haushaltsrahmen der Euro-Länder mit zu gestalten und deren Haushaltsgrenzen zu ziehen. Vielleicht ein Finanzdirektorium aller Finanzminister der Euro-Gruppe, das daran mitwirkt.

Überhaupt nicht vorstellbar: In die EZB möchten EU-Mitglieder mit nationalen Währungen einwirken. Das gibt einen achtzackigen Rausschmiß ganz ohne höfliche Bitten.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Mi 28. Mär 2018, 11:41

Wenn ich weniger Einnahmen habe, muss ich meine Ausgaben reduzieren. Ist doch eigentlich ganz einfach.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Mi 28. Mär 2018, 21:41

Senexx hat geschrieben:(28 Mar 2018, 12:41)

Wenn ich weniger Einnahmen habe, muss ich meine Ausgaben reduzieren. Ist doch eigentlich ganz einfach.


Wo nichts ist, kann auch nichts verteilt werden!
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GB-EU : die übergangszeit

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 28. Mär 2018, 22:57

die epoche der übergangsregelung überstrahlt jetzt alles. denn PM may hatte eine menge behauptungen und forderungen (evt wird es einen hard brexit).
so wollte sie z.b. daß EU bürger die in der übergang nach GB ziehen andere rechte haben als diejenigen, die schon da sind.
so bleiben die EU-gerichte der höchste instanz.
EU-regeln bleiben minimal noch 2 jahr gelten. kommen da neue dazu, dann muß GB sie einführen aber darf nicht am entscheidungstisch sitzen.

es gibt noch genügend probleme die gelöst werden müssen. z.b. nordirland. may sitzt da klemm, denn einerseits gibt es die akkorde, die unter blair damals geschlossen wurden und die freiheit von personen und verkehr in der insel irland festlegte. anderseits will GB unmöglich machen daß menschen via die irlandroute so GB betreten können.



das fremdste ist, daß der brexit noch immer das land verteilt: fifty - fifty. nur sind die fronten verhärtet.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: GB-EU : die übergangszeit

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Do 29. Mär 2018, 00:58

Nomen Nescio hat geschrieben:(28 Mar 2018, 23:57)

die epoche der übergangsregelung überstrahlt jetzt alles. denn PM may hatte eine menge behauptungen und forderungen (evt wird es einen hard brexit).
so wollte sie z.b. daß EU bürger die in der übergang nach GB ziehen andere rechte haben als diejenigen, die schon da sind.
so bleiben die EU-gerichte der höchste instanz.
EU-regeln bleiben minimal noch 2 jahr gelten. kommen da neue dazu, dann muß GB sie einführen aber darf nicht am entscheidungstisch sitzen.

es gibt noch genügend probleme die gelöst werden müssen. z.b. nordirland. may sitzt da klemm, denn einerseits gibt es die akkorde, die unter blair damals geschlossen wurden und die freiheit von personen und verkehr in der insel irland festlegte. anderseits will GB unmöglich machen daß menschen via die irlandroute so GB betreten können.



das fremdste ist, daß der brexit noch immer das land verteilt: fifty - fifty. nur sind die fronten verhärtet.

ich hatte ja gehofft, dass GreatBritain zerschlagen und balkanisiert wird und banken und börse die flucht ins ausland ergreifen, aber leider sieht es momentan nicht danach aus.
verdient hätten es die engländer die staatlich piraterie autorisiert haben und sich mittels kanonenbootpolitik in china zum weltgrößten drogendealer aufgeschwungen haben...-! :mad2:
IT'S A LONG WAY TO THE TOP (IF YOU WANNA ROCK 'N' ROLL) - AC DC!!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Do 29. Mär 2018, 04:18

Orbiter1 hat geschrieben:(28 Mar 2018, 09:01)

Bei der Finanzierung der EU denkt man offenbar nicht nur über die Finanztransaktionssteuer nach.

"Durch den Austritt Großbritanniens verliert die Europäischen Union einen wichtigen Nettozahler in den gemeinsamen Haushalt der Mitgliedsländer. Schon lange läuft darum die Diskussion, welche Folge das haben wird. Mehrere Möglichkeiten liegen auf dem Tisch: Höhere Beiträge der verbleibenden Mitglieder, geringere Ausgaben oder eine Mischung aus beidem lauten sie. Die Mitarbeiter der EU-Kommission erwägen darüber hinaus wohl auch, eine weitere Einnahmequelle anzuzapfen – die Gewinne der Europäischen Zentralbank und der an sie angeschlossenen Notenbanken der Mitgliedsländer der Währungsunion." http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/s ... 16389.html

Diese Gewinne fließen bisher in die nationalen Haushalte und würden dort fehlen. Der Vorschlag wird ja wohl hoffentlich nicht ernst gemeint sein.

immerhin hat man sich geeinigt auf 45 milliarden (??) euro für die EU. auch wenn may, davis, johnson, farage c.s. öfter sagten »no penny«.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Do 29. Mär 2018, 05:28

Senexx hat geschrieben:(28 Mar 2018, 12:41)

Wenn ich weniger Einnahmen habe, muss ich meine Ausgaben reduzieren. Ist doch eigentlich ganz einfach.

Nein, ist es nicht. Schon alleine deswegen nicht weil noch teure Zusatzaufgaben wie z. B. der deutlich bessere Schutz der Außengrenzen dazukommen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Do 29. Mär 2018, 13:29

Halbzeit, 1 Jahr seit dem Austrittsgesuch liegt hinter uns und 1 Jahr liegt noch vor uns. Obwohl noch eine ganze Reihe sehr wichtiger Fragen ungelöst sind schwärmt Theresa May bereits von der glorreichen britischen Zukunft nach dem Brexit.

"Die britische Premierministerin Theresa May sagt ihrem Land eine glänzende Zukunft nach dem EU-Austritt voraus. Insbesondere beim Handel könne der Brexit Vorteile bringen, sagte sie am Donnerstag, genau ein Jahr vor dem geplanten Austritt. „Ich bin davon überzeugt, dass wir ein gutes Abkommen erreichen können, ohne Zölle und mit einem so reibungslosen Handel wie möglich.“ Großbritannien werde die EU-Märkte behalten und gleichzeitig weitere Märkte im Rest der Welt erschließen, sagte May in Interviews. „Der Brexit hält Chancen für uns bereit.“ http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 27818.html

Glaubt denn solchen Aussagen noch jemand? Klingt für mich ziemlich weltfremd.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Do 29. Mär 2018, 19:03

Orbiter1 hat geschrieben:(29 Mar 2018, 14:29)

Halbzeit, 1 Jahr seit dem Austrittsgesuch liegt hinter uns und 1 Jahr liegt noch vor uns. Obwohl noch eine ganze Reihe sehr wichtiger Fragen ungelöst sind schwärmt Theresa May bereits von der glorreichen britischen Zukunft nach dem Brexit.

"Die britische Premierministerin Theresa May sagt ihrem Land eine glänzende Zukunft nach dem EU-Austritt voraus. Insbesondere beim Handel könne der Brexit Vorteile bringen, sagte sie am Donnerstag, genau ein Jahr vor dem geplanten Austritt. „Ich bin davon überzeugt, dass wir ein gutes Abkommen erreichen können, ohne Zölle und mit einem so reibungslosen Handel wie möglich.“ Großbritannien werde die EU-Märkte behalten und gleichzeitig weitere Märkte im Rest der Welt erschließen, sagte May in Interviews. „Der Brexit hält Chancen für uns bereit.“ http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 27818.html

Glaubt denn solchen Aussagen noch jemand? Klingt für mich ziemlich weltfremd.
Kann sie ja haben, wenn sie der Personenfreizügigkeit zustimmt :D

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