EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 19. Jan 2018, 10:12

Nomen Nescio hat geschrieben:(19 Jan 2018, 01:38)

ich hörte eine zahl von 40.000. fast alle aus der EU gekommen ärzte und krankenschwester und brüder sagten wieder nach dem kontinent zu gehen. die NHS wird da noch größere probleme bekommen als es die schon jetzt hat.


Diese Wanderungsbewegung wird man abwarten müssen. Ich glaube daran nicht so sehr. Wenn einmal die Familie mit umgezogen ist und man mit den Arbeitskollegen vertraut geworden ist, dann redet es sich leichter von Abwanderung als man sich dazu entschließen kann. Das wäre anders, wenn man am Arbeitsplatz als Fremdling gemobbt würde, oder die Kinder in der Schule oder die Ehefrau in der Nachbarschaft. Dann bräuchte ich auch keinen BREXIT, um ganz schnell eine andere Lösung meiner Probleme zu finden.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Fr 19. Jan 2018, 20:03

H2O hat geschrieben:(19 Jan 2018, 10:12)

Diese Wanderungsbewegung wird man abwarten müssen. Ich glaube daran nicht so sehr. Wenn einmal die Familie mit umgezogen ist und man mit den Arbeitskollegen vertraut geworden ist, dann redet es sich leichter von Abwanderung als man sich dazu entschließen kann. Das wäre anders, wenn man am Arbeitsplatz als Fremdling gemobbt würde, oder die Kinder in der Schule oder die Ehefrau in der Nachbarschaft. Dann bräuchte ich auch keinen BREXIT, um ganz schnell eine andere Lösung meiner Probleme zu finden.
Es kommt halt darauf an, welchen Status diese ausländischen Fachkräfte dann haben werden. Wenn man alle paar Jahre seine Aufenthaltsgenehmigung neu beantragen muss, würde ich mir das aber doch überlegen. Schliesslich weiss man ja nicht, ob man die bekommt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 19. Jan 2018, 20:16

Misterfritz hat geschrieben:(19 Jan 2018, 20:03)

Es kommt halt darauf an, welchen Status diese ausländischen Fachkräfte dann haben werden. Wenn man alle paar Jahre seine Aufenthaltsgenehmigung neu beantragen muss, würde ich mir das aber doch überlegen. Schliesslich weiss man ja nicht, ob man die bekommt.


Das sehe ich ganz genau so. Wenn man mir zu verstehen gibt, daß ich nicht etwa wertgeschätzte Fachkraft bin, sondern nur ein notwendiges Übel, das man noch eine Weile mitschleppen muß, dann gibt es auch bei mir kein Halten mehr. Dann suche ich mir in Ruhe eine Stelle, die mir mehr Sicherheit bietet.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 19. Jan 2018, 22:16

H2O hat geschrieben:(19 Jan 2018, 10:12)

Diese Wanderungsbewegung wird man abwarten müssen. Ich glaube daran nicht so sehr. Wenn einmal die Familie mit umgezogen ist und man mit den Arbeitskollegen vertraut geworden ist, dann redet es sich leichter von Abwanderung als man sich dazu entschließen kann. Das wäre anders, wenn man am Arbeitsplatz als Fremdling gemobbt würde, oder die Kinder in der Schule oder die Ehefrau in der Nachbarschaft. Dann bräuchte ich auch keinen BREXIT, um ganz schnell eine andere Lösung meiner Probleme zu finden.

es ist schon eine weile her. vllt 1-1,5 monat. unser korrespondent(iin ?) interviewte eine NL krankenschwester die halbblut (oder noch mehr) negerin war. wir haben ja noch immer banden mit unseren ehemaligen kolonien in amerika. zwei insel sind sogar reguläre gemeinden.
sie sagte das sobald ihr kontrakt abgelaufen war sie wieder nach NL zurückkehren würde. es war, ob das brexitreferendum die pandorabüchse öffnete. plötzlich hörte sie hämische bemerkungen. wurde ihr vorgeworfen nicht »weiß« zu sein. usw.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 20. Jan 2018, 09:21

Nomen Nescio hat geschrieben:(19 Jan 2018, 22:16)

es ist schon eine weile her. vllt 1-1,5 monat. unser korrespondent(iin ?) interviewte eine NL krankenschwester die halbblut (oder noch mehr) negerin war. wir haben ja noch immer banden mit unseren ehemaligen kolonien in amerika. zwei insel sind sogar reguläre gemeinden.
sie sagte das sobald ihr kontrakt abgelaufen war sie wieder nach NL zurückkehren würde. es war, ob das brexitreferendum die pandorabüchse öffnete. plötzlich hörte sie hämische bemerkungen. wurde ihr vorgeworfen nicht »weiß« zu sein. usw.


Das ist natürlich ein sehr häßliches Benehmen einzelner Briten. Wer sonst nichts zu bieten hat, der tritt eben gern auf solchen Äußerlichkeiten herum. Ich bin immer lieb und nett zu Mitmenschen, und ich erwarte mir gegenüber zumindest Höflichkeit. Mir ist es Wurst, ob mein Gegenüber nun dunkelhäutig oder schlitzäugig ist... Hauptsache nicht schlitzohrig. :)

Neueste Verlautbarung der britischen Regierung, PM May: "Wir bleiben in Europa, aber wir verlassen die EU!" Hätte mich auch gewundert, wie die britische Regierung ihre Insel einem anderen Kontinent vorlagern könnte. Schlimm genug, daß es unseren Kontinent getroffen hat! :eek:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Sa 20. Jan 2018, 09:58

Sie (May) glaube, dass Großbritannien mit der EU ein Endergebnis erzielen könne, das gut für alle sei. "Es geht nicht ums Rosinen picken."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/t ... 88924.html
Das wäre ja mal was ganz neues :p
Und ein Endergebnis, vor allem ein gutes, kann nur erzielt werden, wenn die Austrittsmodalitäten geregelt sind.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 20. Jan 2018, 12:32

Misterfritz hat geschrieben:(20 Jan 2018, 09:58)

Das wäre ja mal was ganz neues :p
Und ein Endergebnis, vor allem ein gutes, kann nur erzielt werden, wenn die Austrittsmodalitäten geregelt sind.


Das ist doch nur ein Spiel mit Worten. Es geht natürlich weiterhin um ungehinderten Zugang zum Binnenmarkt, jetzt übertüncht mit dem Platzhalter "Freimarktabkommen", ohne die Pflichten und Zahlungen eines Vollmitglieds. Man muß also sehr sorgfältig sämtliche Vorteile und Pflichten der Teilnahme am Binnenmarkt aufschreiben und dann neben diese Liste die Vorteile und Pflichten eines Freimarktteilnehmers ankreuzen. Wenn in der Liste sehr überzeugende wirtschaftliche Vorteile für Norwegen und die Schweiz zu erkennen sind, dann spricht nichts gegen ein solches Abkommen. Ansonsten Kanada-Status für GB. Da können aus meiner Sicht die Briten reden was sie wollen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Di 23. Jan 2018, 17:22

Es fallen 73 brittische Mandate weg im Parlament

Das EU Parlament soll von 751 auf 705 Sitze schrumpfen, das hat das Parlament heute beschlossen.
Die zusätzlichen 27 Sitze sollen auf die restlichen Mitgliedsstaaten verteilt werden.
Deutschland wird aber leer ausgehen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Di 23. Jan 2018, 17:23

H2O hat geschrieben:(20 Jan 2018, 12:32)

Das ist doch nur ein Spiel mit Worten. Es geht natürlich weiterhin um ungehinderten Zugang zum Binnenmarkt, jetzt übertüncht mit dem Platzhalter "Freimarktabkommen", ohne die Pflichten und Zahlungen eines Vollmitglieds. Man muß also sehr sorgfältig sämtliche Vorteile und Pflichten der Teilnahme am Binnenmarkt aufschreiben und dann neben diese Liste die Vorteile und Pflichten eines Freimarktteilnehmers ankreuzen. Wenn in der Liste sehr überzeugende wirtschaftliche Vorteile für Norwegen und die Schweiz zu erkennen sind, dann spricht nichts gegen ein solches Abkommen. Ansonsten Kanada-Status für GB. Da können aus meiner Sicht die Briten reden was sie wollen.


Kanada-Status bedurfte 10jähriger Verhandlung. :p
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 23. Jan 2018, 17:42

garfield336 hat geschrieben:(23 Jan 2018, 17:23)

Kanada-Status bedurfte 10jähriger Verhandlung. :p


Muß ja nicht in gleicher Länge ablaufen, wenn die Partner sich einig sind, daß sehr weitgehend diese Vereinbarung nur kopiert werden muß. Ansonsten dauert das Ding eben 10 Jahre. Die Vertragsjuristen der EU brauchen schließlich auch Futter... :)
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mi 24. Jan 2018, 11:00

Ich sehe jetzt zunehmend das Hauptproblem bei Ländern ausserhalb der EU. Als die EU selbst.

Wird UK den Zugang zum Binnenmarkt eingeräumt genau wie es Norwegen hat, ohne aber soviel Geld wie Norwegen überweisen zu müssen, und ohne der Personenfreizügigkeit zustimmmen zu müssen. Dann wird Norwegen dagegen protestieren.

Das ist wohl das Hauptproblem bei einem neuen Deal. Sobald er ausgehandelt ist, werden alle andern Länder ihren Deal mit der EU hinterfragen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 24. Jan 2018, 11:41

garfield336 hat geschrieben:(24 Jan 2018, 11:00)

Ich sehe jetzt zunehmend das Hauptproblem bei Ländern ausserhalb der EU. Als die EU selbst.

Wird UK den Zugang zum Binnenmarkt eingeräumt genau wie es Norwegen hat, ohne aber soviel Geld wie Norwegen überweisen zu müssen, und ohne der Personenfreizügigkeit zustimmmen zu müssen. Dann wird Norwegen dagegen protestieren.

Das ist wohl das Hauptproblem bei einem neuen Deal. Sobald er ausgehandelt ist, werden alle andern Länder ihren Deal mit der EU hinterfragen.


Das hat EU-Kommissionspräsident Juncker schon gesagt, als das BREXIT-Austrittsgesuch noch gar nicht eingereicht worden war.

Da helfen wirklich nur Härte und Klarheit: Wer die Grundfreiheiten des Binnenmarkts mit seinen Regeln und Normen nicht übernehmen möchte, der ist draußen. Kanada oder Japan haben passende Verträge geschlossen; die kann GB auch haben. Ansonsten gelten die Regeln der WTO.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon frems » Mi 24. Jan 2018, 13:13

garfield336 hat geschrieben:(23 Jan 2018, 17:23)

Kanada-Status bedurfte 10jähriger Verhandlung. :p

Schau erstmal auf die Schweiz... das dauerte Jahrzehnte und war nie richtig fertig. Und nun steht's seit ein paar Jahren auf der Kippe. Das wird die EU nicht nochmal machen, weder mit einem Ex-Mitglied, noch einem bisherigen Drittstaat.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mi 24. Jan 2018, 13:32

frems hat geschrieben:(24 Jan 2018, 13:13)

Schau erstmal auf die Schweiz... das dauerte Jahrzehnte und war nie richtig fertig. Und nun steht's seit ein paar Jahren auf der Kippe. Das wird die EU nicht nochmal machen, weder mit einem Ex-Mitglied, noch einem bisherigen Drittstaat.


Schweiz war anders. Es gab den Willen die Schweiz langsam an die EU heranzuführen.

Das ist dann ein anderer Fall als Länder die sich von der EU entfernen wollen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 24. Jan 2018, 15:35

garfield336 hat geschrieben:(24 Jan 2018, 13:32)

Schweiz war anders. Es gab den Willen die Schweiz langsam an die EU heranzuführen.

Das ist dann ein anderer Fall als Länder die sich von der EU entfernen wollen.


Sehe ich auch so; ich bin ganz sicher, daß die Schweizer gute Rechner sind... andernfalls hätte die Regierung das Ergebnis des Volksbegehrens zur Eindämmung der Zuwanderung aus der EU nicht in der tiefsten Schublade verschwinden lassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mi 24. Jan 2018, 16:22

H2O hat geschrieben:(24 Jan 2018, 15:35)

Sehe ich auch so; ich bin ganz sicher, daß die Schweizer gute Rechner sind... andernfalls hätte die Regierung das Ergebnis des Volksbegehrens zur Eindämmung der Zuwanderung aus der EU nicht in der tiefsten Schublade verschwinden lassen.


Die Schweiz tut sich auch schwer mit einer EU-Mitgliedschaft aufgrund der etwas andern politischen Systems.
Da mus man auch sehen, ob das überhaupt passen würde.


England konnte auch nicht so ohne weiteres Schengenmitglied werden, wegen des fehlenden Meldewesens und Ausweispflicht.


Es gibt auch Dinge, die einfach nicht zusammenpassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 24. Jan 2018, 16:32

garfield336 hat geschrieben:(24 Jan 2018, 16:22)

Die Schweiz tut sich auch schwer mit einer EU-Mitgliedschaft aufgrund der etwas andern politischen Systems.

Da mus man auch sehen, ob das überhaupt passen würde.

...

Es gibt auch Dinge, die einfach nicht zusammenpassen.


Dafür habe ich schon Verständnis; aber: Wo drückt dem "Schweizer System" denn der Schuh?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Do 25. Jan 2018, 09:02

H2O hat geschrieben:(24 Jan 2018, 16:32)

Dafür habe ich schon Verständnis; aber: Wo drückt dem "Schweizer System" denn der Schuh?


Nun das Hauptproblem bei den Schweizern sehe ich das EU-Direktiven dort nicht so ohne weiteres umgesetzt werden könnte,

Irgendjemand wird da immer "Referendum!" rufen.
Selbst Entscheidungen die mit qualifizierter Mehrheit im Ministerrat beschlossen würden, wären vor den Schweizern nicht sicher.

Sie müssten grundlegendes ändern damit sie Mitglied werden könnten, dazu haben die aber keine Lust.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 25. Jan 2018, 11:32

garfield336 hat geschrieben:(25 Jan 2018, 09:02)

Nun das Hauptproblem bei den Schweizern sehe ich das EU-Direktiven dort nicht so ohne weiteres umgesetzt werden könnte,

Irgendjemand wird da immer "Referendum!" rufen.
Selbst Entscheidungen die mit qualifizierter Mehrheit im Ministerrat beschlossen würden, wären vor den Schweizern nicht sicher.

Sie müssten grundlegendes ändern damit sie Mitglied werden könnten, dazu haben die aber keine Lust.


Damit wäre die Schweiz aber nicht allein! Ich meine, daß die Niederlande auch schon mit Volksbefragungen gegen einen Vertrag der EU mit der Ukraine gestimmt haben, und Belgien ließ sich doch bei CETA (oder war's TTIP?) auch auf Regionalebene (damals Wallonie) gesondert bitten.

Vielleicht muß man diese Mechanismen durch einen EU-Vertrag außer Kraft setzen. Dazu müßten aber auch Durchgriffe aller EU-Bürger in Entscheidungen großer Tragweite festgelegt werden.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Do 25. Jan 2018, 12:06

H2O hat geschrieben:(25 Jan 2018, 11:32)

Vielleicht muß man diese Mechanismen durch einen EU-Vertrag außer Kraft setzen. Dazu müßten aber auch Durchgriffe aller EU-Bürger in Entscheidungen großer Tragweite festgelegt werden.

an sich bin ich nicht so pro referendum, obwohl es evt ein gutes korrektionsinstrument sein KÖNNTE.
die wähler sind aber auch ziemlich leicht zu beeinflussen und DAS ist die gefahr. nicht daß man politiker von ihrem hobby (wie vereinigte staaten von europa) zurückpfeift. nein, daß man an sich nützliche sachen widersteht wegen sentimenten ist viel schlimmer.
dabei werden VT, fakemitteilungen bis komplette lügen nicht gescheut. und das ist wofür man aufpassen muß.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
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