EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Misterfritz
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Di 9. Jan 2018, 18:16

Eiskalt hat geschrieben:(09 Jan 2018, 17:35)

Auch lustig:



http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-01/brexit-david-davis-eu-kommission-unternehmen

Verstehe ich nicht. Ich dachte Großbritannien würde nach einem harten Brexit aufblühen?? :cool:
Sicherlich,
blühende Landschaften auf Industirebrachen ;)

Ich bin immer wieder verwundert darüber, was aus London kommt. Ist man dort so dumm oder aber arrogant?
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Europa2050
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Europa2050 » Di 9. Jan 2018, 18:29

Misterfritz hat geschrieben:(09 Jan 2018, 18:16)

Sicherlich,
blühende Landschaften auf Industirebrachen ;)

Ich bin immer wieder verwundert darüber, was aus London kommt. Ist man dort so dumm oder aber arrogant?


Dummheit und Arroganz paart sich gerne.
Gibt‘s in Deutschland auch, ist aber nicht mehrheitsfähig.

Und in GB steht man nun vor dem Problem, das schon so viele andere hatten - und meistens das Falsche gemacht haben:

Zugeben, dass man einen Fehler gemacht hat und sich blamieren/lächerlich machen

Oder

Durchziehen bis zum bitteren Ende und sich ruinieren.
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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H2O
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 9. Jan 2018, 18:48

Europa2050 hat geschrieben:(09 Jan 2018, 18:29)
...

Zugeben, dass man einen Fehler gemacht hat und sich blamieren/lächerlich machen
Oder
Durchziehen bis zum bitteren Ende und sich ruinieren.


Als Europäer würde ich eine Umkehr aus Einsicht eher für eine Verstandesleistung halten als für das Eingeständnis einer leichtfertigen Entscheidung mit Wut im Bauch.

Aber ich meine auch, daß diese Umkehr in eine ganz gewöhnliche Mitgliedschaft über gehen muß, ohne erneute Sonderrechte und mit der Einführung des Euros als Landeswährung. Wenn das so nicht zu machen ist, dann heißt es eben geduldig abwarten, bis diese Einsicht gewachsen ist. Meinetwegen 20 Jahre. Eine Fast-Mitgliedschaft wie Norwegen wäre ja auch nicht schlecht während dieser Bedenkzeit.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Alpha Centauri » Di 9. Jan 2018, 19:06

Misterfritz hat geschrieben:(09 Jan 2018, 18:16)

Sicherlich,
blühende Landschaften auf Industirebrachen ;)

Ich bin immer wieder verwundert darüber, was aus London kommt. Ist man dort so dumm oder aber arrogant?


Womöglich beides?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Di 9. Jan 2018, 21:37

, dass Großbritannien nicht einerseits aus der Union austreten könne, andererseits aber alle Vorteile einer Mitgliedschaft genießen könne. „Die Prioritäten der EU sind aber nicht unvereinbar mit den unsrigen: einer tiefen und besonderen Partnerschaft mit unseren engsten Handelspartnern und Verbündeten“, so Hammond und Davis.

Bei der Neugestaltung der Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Kontinent gehe es darum, „phantasievoll und erfinderisch“ zu sein und sich nicht auf anderswo praktizierte Rezepte zu verlassen.


http://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/brexit-verhandlungen-hammond-und-davis-wollen-fuer-uebergangsperiode-kaempfen-15383107.html

Phantasievoll und erfinderisch.....
Sie geben nicht auf. Das passiert wenn man jemanden zuviele Sonderwünsche in der Vergangenheit gewährt hat.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Di 9. Jan 2018, 21:48

Eiskalt hat geschrieben:(09 Jan 2018, 21:37)

http://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/brexit-verhandlungen-hammond-und-davis-wollen-fuer-uebergangsperiode-kaempfen-15383107.html

Phantasievoll und erfinderisch.....
Sie geben nicht auf. Das passiert wenn man jemanden zuviele Sonderwünsche in der Vergangenheit gewährt hat.



Na ja da scheint es doch noch Leute mit Ideen zu geben, dann muss einen um GB ja nicht bang sein.
Die Briten haben in der Tat nicht die konsequenzen ihres brexit voll durchdacht.
Warscheinlich hat Frau May neben einem Bild von Königin Elizabeth gleich noch als zeichen ihres Regierungsstils die drei Affen aufgestellt.
Sie sieht nicht die folgen ihres handelns,
sie spricht nicht darüber, sie hört nicht auf ihre Ratgeber!?
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 9. Jan 2018, 21:57

Ger9374 hat geschrieben:(09 Jan 2018, 21:48)

Na ja da scheint es doch noch Leute mit Ideen zu geben, dann muss einen um GB ja nicht bang sein.
Die Briten haben in der Tat nicht die konsequenzen ihres brexit voll durchdacht.
Warscheinlich hat Frau May neben einem Bild von Königin Elizabeth gleich noch als zeichen ihres Regierungsstils die drei Affen aufgestellt.
Sie sieht nicht die folgen ihres handelns,
sie spricht nicht darüber, sie hört nicht auf ihre Ratgeber!?


Auf PM May stürmen doch gleichzeitig ganze Chöre an Ratgebergesängen ein. Wenn die Frau nicht die Nervenstärke aufbringt, endlich ihrem eigenen Plan zu folgen, dann kommt sie noch ins Irrenhaus! Für das Ergebnis ist sie am Ende doch immer verantwortlich. Dann taucht ein Boris Johnson ganz elegant ab, oder ein Tony Blair.

Ansonsten hat Frau Sturgeon/Schottland die richtigen Worte gefunden: Die Unterhändler können nicht gelegentlich von "hard BREXIT" schwadronieren und zugleich erwarten, daß die EU sich nicht auch darauf einstellt. So eine Gemeinheit aber auch!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Di 9. Jan 2018, 22:05

Eiskalt hat geschrieben:(09 Jan 2018, 21:37)

http://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/brexit-verhandlungen-hammond-und-davis-wollen-fuer-uebergangsperiode-kaempfen-15383107.html

Phantasievoll und erfinderisch.....
Sie geben nicht auf. Das passiert wenn man jemanden zuviele Sonderwünsche in der Vergangenheit gewährt hat.

Du meinst, sie wollen ihren alten EU-Schnuller behalten? Aber irgendwann muss man sich vom Schnuller lösen können :D
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 9. Jan 2018, 22:22

Misterfritz hat geschrieben:(09 Jan 2018, 22:05)

Du meinst, sie wollen ihren alten EU-Schnuller behalten? Aber irgendwann muss man sich vom Schnuller lösen können :D


Die beiden hatten den Eindruck, daß man ihnen die versprochene Übergangszeit nicht gewähren wollte, weil eben EU-Papiere bei Unternehmen auf den "hard BREXIT" abhoben... den die beiden auch gelegentlich im Munde führten. Die Menschen sind ja so etwas von gemein! :(
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Charles » Di 9. Jan 2018, 22:50

Der Brexit könnte die EU jährlich bis zu 13 Milliarden kosten – so viel zahlen die Briten in den EU-Haushalt ein. Haushaltskommissar Günther Oettinger will die Lücke rasch schließen. Sein Plan: Die EU soll in vielen Bereichen sparen, etwa bei der Landwirtschafts- und der Regionalförderung. Aber die Mitgliedsländer sollen auch mehr zahlen – das könnte besonders für Deutschland teuer werden.


http://www.waz-online.de/Nachrichten/Wi ... r-Bruessel

Die deutsche Melk-Kuh wird es schon richten.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ove Haithabu » Di 9. Jan 2018, 23:24

Eiskalt hat geschrieben:(09 Jan 2018, 21:37)

http://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/brexit-verhandlungen-hammond-und-davis-wollen-fuer-uebergangsperiode-kaempfen-15383107.html

Phantasievoll und erfinderisch.....
Sie geben nicht auf. Das passiert wenn man jemanden zuviele Sonderwünsche in der Vergangenheit gewährt hat.

Es ist ja nicht falsch, phantasievoll und erfinderisch zu sein. Es gab schon den ein oder anderen Punkt, wo die EU ein wenig flexibler sein könnte.

Zum Beispiel war es den Briten sehr wichtig, den zukünftigen Handelsstatus verhandeln zu dürfen während andere Dinge wie austehende Zahlungen geregelt werden und nicht erst hinterher. Da hätte man schon auf die Briten zugehen können anstatt zu sagen "ist halt so". Die Briten hätten das zuhause als Erfolg verkaufen können und es hätte die Angelegenheit ein wenig entspannt. Auch dass die Briten nicht während der Gespräche auch mit anderen Staaten verhandeln dürfen ist nicht wirklich gerechtfertigt und trägt nur dazu bei, dass die Briten die EU als "Gegner" sehen und damit ist niemanden geholfen. Austritt oder nicht, Handelsabkommen oder nicht, die Briten sind nach wie vor unsere Freunde und Verbündete und man soll sie auch als solche behandeln.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 10. Jan 2018, 00:52

Eiskalt hat geschrieben:(09 Jan 2018, 21:37)

http://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/brexit-verhandlungen-hammond-und-davis-wollen-fuer-uebergangsperiode-kaempfen-15383107.html

Phantasievoll und erfinderisch.....
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das war doch schon einige zeit bekannt. 2 jahre übergangszeit munkelt man.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 10. Jan 2018, 01:00

Ove Haithabu hat geschrieben:(09 Jan 2018, 23:24)

Es ist ja nicht falsch, phantasievoll und erfinderisch zu sein. Es gab schon den ein oder anderen Punkt, wo die EU ein wenig flexibler sein könnte.

Zum Beispiel war es den Briten sehr wichtig, den zukünftigen Handelsstatus verhandeln zu dürfen während andere Dinge wie austehende Zahlungen geregelt werden und nicht erst hinterher. Da hätte man schon auf die Briten zugehen können anstatt zu sagen "ist halt so".

du machst einen großen fehler. die briten brechen die verbindung, nicht die EU. die briten kommen jetzt als bittsteller, nicht die EU.
daraufhin beharrt die EU bei »zuerst müssen die konsequenzen geregelt sein, bevor über vergünstigung geredet wird«. denn mit bereitwilligkeit von GB hat die EU keine gute erfahrungen.

außerdem, ein »quid pro quo« für ein land das einseitig sagt »ade«? ja, wir sollen es noch belohnen! und wer bezahlt die zeche? die EU, i.c. wir.
ich verstehe deine denkweise nicht.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ove Haithabu » Mi 10. Jan 2018, 02:32

Nomen Nescio hat geschrieben:(10 Jan 2018, 01:00)

du machst einen großen fehler. die briten brechen die verbindung, nicht die EU. die briten kommen jetzt als bittsteller, nicht die EU.
daraufhin beharrt die EU bei »zuerst müssen die konsequenzen geregelt sein, bevor über vergünstigung geredet wird«. denn mit bereitwilligkeit von GB hat die EU keine gute erfahrungen.

Konsequenzen und Vergünstigungen gehören zusammen wenn man überlegen will ob das Abgebot gut ist oder nicht. Wenn ich ein Auto kaufe so darf ich mir auch die Ausstattung aussuchen bevor ich mich zur Zahlung des Preises verpflichte. Es wäre von der EU eine große Geste gewesen und Frau May hätte das Luft zuhause verschafft. Es hätte die Verhandlungen entspannt und von Entspannung hätten beide Seiten profitiert. So hat man Zeit vergeudet und jetzt wundert man sich warum die Zeit knapp wird. Als nächstes schiebt man sich gegenseitig die Schuld zu warum so viel Zeit ohne Fortschritte vergeudet wurde. Damit steigen die Chancen auf einen "hard Brexit" und das macht beide Seiten zu Verlierern.

Nomen Nescio hat geschrieben:(10 Jan 2018, 01:00)
außerdem, ein »quid pro quo« für ein land das einseitig sagt »ade«? ja, wir sollen es noch belohnen! und wer bezahlt die zeche? die EU, i.c. wir.
ich verstehe deine denkweise nicht.

Die Denkweise ist, dass Großbritannien kein "Feind" ist. Warum sollte man denen verbieten mit andern Staaten ein Handelspakt für "danach" auszuhandeln ? Wenn ich einen neuen Job möchte kann mir der Arbeitgeber auch nicht die Suche während meiner Kündigungszeit verbieten und sagen ich darf erst nach meinem letzten Arbeitstag einen neuen Job suchen. Für Großbritannien ist es wirtschaftlich schlecht, ohne ein Abkommen dazustehen. Es geht Europa aber nicht besser dadurch dass es Großbritannien schlechter geht. Mich ärgert es auch dass die Briten gehen aber man hat nichts davon, noch einmal nachzutreten. Im Gegenteil, wenn man als einziges Argument "so sind halt die Regeln" hat, so spielt man den Brexiteers in die Karten die die EU als unflexibles Monster darstellen. Und es erschwert denjenigen, die die EU befürworten, die Argumentation daheim. Dabei ist die EU genau auf diese angewiesen wenn man eine Lösung mit GB im Binnenmarkt anstrebt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ove Haithabu » Mi 10. Jan 2018, 02:57

Ove Haithabu hat geschrieben:(10 Jan 2018, 02:32)
Warum sollte man denen verbieten mit andern Staaten ein Handelspakt für "danach" auszuhandeln ?

Und davon mal ganz abgesehen könnten die Briten sich so Handelsangebote von allen Staaten der Welt einholen und dann gegeneinander abwiegen. Dann wird denen ganz schnell klar dass kein Abkommen der Welt so profitabel ist wie die Mitgliedschaft im europäischen Binnenmarkt. Nun spekulieren die wie toll es doch als Mitglied im NAFTA oder im TPP oder im Afrikanischen Erdnußrat sein wird. Aber verspekuliert haben die sich schon als die für den Austritt gestimmt haben "Toll, dann haben wir ja alle Vorteile der EU ohne dafür zahlen zu müssen. Let's go.".

Was den Briten leider fehlt ist der Sinn für Realität. Man sollte die ruhig international verhandeln lassen; dann sehen die schon dass auch andere Staaten nichts zu verschenken haben.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mi 10. Jan 2018, 08:37

Ove Haithabu hat geschrieben:(10 Jan 2018, 02:32)
Damit steigen die Chancen auf einen "hard Brexit" und das macht beide Seiten zu Verlierern.
.


Herr Juncker hat Frau May ja bereits zu dem Thema geantwortet als sie sagte, Lets make Brexit a success.

Er sagte, dabei kann es keinen Gewinner geben, und auhc kein success, für niemanden.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 10. Jan 2018, 10:16

Ove Haithabu hat geschrieben:(10 Jan 2018, 02:32)

Konsequenzen und Vergünstigungen gehören zusammen wenn man überlegen will ob das Abgebot gut ist oder nicht. Wenn ich ein Auto kaufe so darf ich mir auch die Ausstattung aussuchen bevor ich mich zur Zahlung des Preises verpflichte. Es wäre von der EU eine große Geste gewesen und Frau May hätte das Luft zuhause verschafft. Es hätte die Verhandlungen entspannt und von Entspannung hätten beide Seiten profitiert. So hat man Zeit vergeudet und jetzt wundert man sich warum die Zeit knapp wird. Als nächstes schiebt man sich gegenseitig die Schuld zu warum so viel Zeit ohne Fortschritte vergeudet wurde. Damit steigen die Chancen auf einen "hard Brexit" und das macht beide Seiten zu Verlierern.


Die Denkweise ist, dass Großbritannien kein "Feind" ist. Warum sollte man denen verbieten mit andern Staaten ein Handelspakt für "danach" auszuhandeln ? Wenn ich einen neuen Job möchte kann mir der Arbeitgeber auch nicht die Suche während meiner Kündigungszeit verbieten und sagen ich darf erst nach meinem letzten Arbeitstag einen neuen Job suchen. Für Großbritannien ist es wirtschaftlich schlecht, ohne ein Abkommen dazustehen. Es geht Europa aber nicht besser dadurch dass es Großbritannien schlechter geht. Mich ärgert es auch dass die Briten gehen aber man hat nichts davon, noch einmal nachzutreten. Im Gegenteil, wenn man als einziges Argument "so sind halt die Regeln" hat, so spielt man den Brexiteers in die Karten die die EU als unflexibles Monster darstellen. Und es erschwert denjenigen, die die EU befürworten, die Argumentation daheim. Dabei ist die EU genau auf diese angewiesen wenn man eine Lösung mit GB im Binnenmarkt anstrebt.


Die EU muß ihren Regeln folgen. Und die besagen eben, daß es Kosten für eingegangene Verpflichtungen des ausscheidenden Mitglieds gibt. Ist doch klar, daß nur ein Esel zukünftige Bedingungen verhandelt, während er die Vergangenheit abwickeln muß.

Das Vorgehen der EU ist ganz in Ordnung. Wenn die Briten dieses Vorgehen nicht hinnehmen wollen, dann könnten sie den Verhandlungen fern bleiben. Ende des Jahres fällt der Hammer, weil die Briten ihre Mitgliedschaft Mitte 2016 gekündigt haben. Und wenn sie umgänglich bleiben, dann gibt es eine Übergangszeit bis Ende 2019, weil von da an ein neuer EU-Haushalt geführt wird. Das alles ist bekannt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 10. Jan 2018, 10:19

Ove Haithabu hat geschrieben:(10 Jan 2018, 02:32)

Konsequenzen und Vergünstigungen gehören zusammen wenn man überlegen will ob das Abgebot gut ist oder nicht. Wenn ich ein Auto kaufe so darf ich mir auch die Ausstattung aussuchen bevor ich mich zur Zahlung des Preises verpflichte. Es wäre von der EU eine große Geste gewesen und Frau May hätte das Luft zuhause verschafft. Es hätte die Verhandlungen entspannt und von Entspannung hätten beide Seiten profitiert. So hat man Zeit vergeudet und jetzt wundert man sich warum die Zeit knapp wird. Als nächstes schiebt man sich gegenseitig die Schuld zu warum so viel Zeit ohne Fortschritte vergeudet wurde. Damit steigen die Chancen auf einen "hard Brexit" und das macht beide Seiten zu Verlierern.

du machst noch immer denselben fehler. wenn die EU zugeständnisse machen würde, müßte das ohne gewähr sein. und das ist politisch, weder in GB noch in der EU, zu verkaufen.
um beim beispiel von auto zu bleiben: du kannst aussuchen und feilschen was du willst, aber bevor der kauf entschieden wird muß erst festgestellt sein was der endgültige preis ist.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Mi 10. Jan 2018, 10:29

Misterfritz hat geschrieben:(09 Jan 2018, 22:05)

Du meinst, sie wollen ihren alten EU-Schnuller behalten? Aber irgendwann muss man sich vom Schnuller lösen können :D


Die Bauern sprechen selber vom harten Brexit.
Wollen aber eine Übergangsphase und ja ein Freihandelsabkommen (auf UK zugeschnitten natürlich).
Man will also den harten Brexit und alles positive behalten, ohne aber etwas dafür zu bieten.

Rosinenpicken deluxe.
Die sind total irre sage es schon lange und ich sage es wieder.
Einfach fallenlassen, sich auf den harten Brexit vorbereiten und die Briten richtig hart über die Klinge springen lassen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Mi 10. Jan 2018, 13:33

Ove Haithabu hat geschrieben:(10 Jan 2018, 02:32)

Konsequenzen und Vergünstigungen gehören zusammen wenn man überlegen will ob das Abgebot gut ist oder nicht. Wenn ich ein Auto kaufe so darf ich mir auch die Ausstattung aussuchen bevor ich mich zur Zahlung des Preises verpflichte.
Das ist aber falsch,
die Briten haben das Auto längst gekauft (Mitgliedschaft) und müssen die Zahlungen bedienen, zu denen sie sich schon vor längerem vertraglich verpflichtet haben.
Wenn sie jetzt ein neues Auto (Kooperation mit der EU) kaufen wollen, können sich ja die möglichen Varianten ansehen und entscheiden, was sie denn wollen. Je nach dem fällt dann der Preis für ihr neues Auto aus ;)

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