EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 18. Apr 2018, 12:07

Eiskalt hat geschrieben:(18 Apr 2018, 11:01)

Ach es wurden ja nun Beitrittsverhandlungen mit Albanien und einem weiteren Land empfohlen.....
Ich würde die Erweiterung einfach mal sein lassen und das was man hat besser ausbauen.
Es gab sowieso zu schnell zu viele Mitglieder


Nein, diese Enttäuschung würde ich den Albaniern und Mazedoniern nicht antun wollen. Aber klare Worte sind notwendig. Nämlich, daß die EU eine Wertegemeinschaft sein will, in der Rechtsstaaten mit unabhängiger Justiz, Ächtung von Körperstrafen und Korruption vorausgesetzt werden. Und daß ein Beitritt erst nach gesicherter Ankunft in dieser Gesellschaftsordnung möglich ist. Das Urteil darüber sollte international von z. B. amnesty international und transparency international ermittelt werden... da sollte die EU ganz 'raus sein, damit das Gequengle nach Art der Türkei gar nicht erst los geht. Vorher kann man selbstverständlich zusammen arbeiten, um dieses Ziel schneller zu erreichen, etwa mit der Venedig Kommission für Verfassungs- und Rechtsstaats-Fragen, oder mit der EZB in Fragen der Finanzordnung und des Bankwesens.

Das Ziel gilt als erreicht, wenn das Land 2 Jahre hintereinander bestimmte Schwellwerte für Korruption und Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte klar unterschritten hat... etwa die von Finnland oder Schweden oder der Niederlande als Vorlage. Diese Botschaft hätte Präsident Erdogan schon längst übermittelt werden müssen... und allen EU-Mitgliedern, die noch in den Kreis der vollberechtigten Mitglieder aufgenommen werden wollen. Stimmrechte, Schengen, Ausgleichszahlungen... alle planmäßigen Wohltaten müssen davon abhängen.

Das Schöne ist dann, daß die EU gar nichts zu entscheiden hat, außer einmal diese international erarbeiteten Bewertungen fest zu legen.

Nie mehr so einen Blödsinn wie Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Zypern mit Rückenwind und abstehenden Ohren durchwinken... und danach 15 Jahre Stillstand und Empfang von Wohltaten. Geforderte Bedingung erfüllt ja / nein. Ja: wird Mitglied, nein: bleibt Anwärter.

Die EU-Mitgliedschaft würde ich auch von diesen Rahmenbedingungen abhängig machen: Wer zweimal hintereinander einen internationalen Schwellwert reißt, verliert sein Stimmrecht, die EU Grundfreiheiten und die Mitgliedschaft in der Schengenzone. Auch da gibt es nichts zu quengeln und zu verhandeln: Bedingungen wieder erfüllen, und gut ist's.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Mi 18. Apr 2018, 20:50

van Kessel
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon van Kessel » Do 19. Apr 2018, 00:12

"H2O"
Nein, diese Enttäuschung würde ich den Albaniern und Mazedoniern nicht antun wollen. Aber klare Worte sind notwendig. Nämlich, daß die EU eine Wertegemeinschaft sein will, in der Rechtsstaaten mit unabhängiger Justiz, Ächtung von Körperstrafen und Korruption vorausgesetzt werden.
seit wann ist die EU eine Wertegemeinschaft und was sollen diese Werte sein?
Und daß ein Beitritt erst nach gesicherter Ankunft in dieser Gesellschaftsordnung möglich ist. Das Urteil darüber sollte international von z. B. amnesty international und transparency international ermittelt werden... da sollte die EU ganz 'raus sein, damit das Gequengle nach Art der Türkei gar nicht erst los geht.
müssten dann nicht erst die Verträge von Maastricht & Lissabon geändert werden? Müssten dann nicht auch die Regeln von Verstöße gegen die EU-Statuten geregelt werden, oder der Unsinn, dass jedes Land nur eine Stimme hat (Malta hat genau so wie Deutschland nur eine Stimme, obwohl D die Lok und Malta lediglich den gut gepolsterten 1.-Klasse-Waggon darstellt)?
Vorher kann man selbstverständlich zusammen arbeiten, um dieses Ziel schneller zu erreichen, etwa mit der Venedig Kommission für Verfassungs- und Rechtsstaats-Fragen, oder mit der EZB in Fragen der Finanzordnung und des Bankwesens.
dies muss in den von mir erwähnten EU-Verträgen längst verankert sein.
Das Ziel gilt als erreicht, wenn das Land 2 Jahre hintereinander bestimmte Schwellwerte für Korruption und Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte klar unterschritten hat... etwa die von Finnland oder Schweden oder der Niederlande als Vorlage. Diese Botschaft hätte Präsident Erdogan schon längst übermittelt werden müssen... und allen EU-Mitgliedern, die noch in den Kreis der vollberechtigten Mitglieder aufgenommen werden wollen. Stimmrechte, Schengen, Ausgleichszahlungen... alle planmäßigen Wohltaten müssen davon abhängen.
Verträge für Viele werden nicht für oder gegen andere geschlossen.
Das Schöne ist dann, daß die EU gar nichts zu entscheiden hat, außer einmal diese international erarbeiteten Bewertungen fest zu legen.
es ist bereits festgelegt doch wenn sich 'Mitglieder' aus den Verträgen ausklinken, weil sie glauben es zu können, bleibt die EU ein zahnloser Tiger.
Nie mehr so einen Blödsinn wie Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Zypern mit Rückenwind und abstehenden Ohren durchwinken... und danach 15 Jahre Stillstand und Empfang von Wohltaten. Geforderte Bedingung erfüllt ja / nein. Ja: wird Mitglied, nein: bleibt Anwärter.
die EU ist ein Verein von Pfeffersäcken und keine Vision eines De Gaulle oder Adenauer. Dies kann man beschwören, bis einem die Schwurhand abfällt.
Die EU-Mitgliedschaft würde ich auch von diesen Rahmenbedingungen abhängig machen: Wer zweimal hintereinander einen internationalen Schwellwert reißt, verliert sein Stimmrecht, die EU Grundfreiheiten und die Mitgliedschaft in der Schengenzone. Auch da gibt es nichts zu quengeln und zu verhandeln: Bedingungen wieder erfüllen, und gut ist's.
m.W. ist der Schengenvertrag kein Bestandteil der EU-Verträge; aber da bin ich mir nicht sicher. Und wer sollte Deutschland bestrafen wollen, die 'Lok', welche die EU-Verträge genau so missachtet hat wie es die sogen. Visegrad-Länder tun?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Do 19. Apr 2018, 05:59

van Kessel hat geschrieben:(19 Apr 2018, 01:12)

seit wann ist die EU eine Wertegemeinschaft und was sollen diese Werte sein?

Die EU ist von Anbeginn eine Wertegemeinschaft und die Werte stehen in Artikel 2 des EU-Vertrages.

„Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.“

Jedes EU-Mitglied verpflichtet sich bei der Aufnahme in die EU zu diesen Werten.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Do 19. Apr 2018, 08:51

Für May gab es mal wieder eine Niederlage im Oberhaus.

"Die britische Premierministerin Theresa May hat bei einer Brexit-Abstimmung im Oberhaus eine Niederlage erlitten. Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich für einen Änderungsantrag zum EU-Austrittsgesetz der Opposition. Damit könnte Großbritannien nach dem Austritt aus der EU vielleicht doch in der Zollunion bleiben. ... Die Handelspolitik ist einer der wichtigsten Streitpunkte in der Brexit-Debatte. Während die oppositionelle Labour-Partei eine neue Zollunion mit der EU fordert, lehnt Handelsminister Liam Fox dies ab, weil das Königreich dann keine Handelsabkommen mit anderen Staaten schließen könnte. Ein Verbleib in der Zollunion könnte aber im Streit über Nordirland eine Lösung bringen, weil damit Grenzkontrollen zwischen der britischen Provinz und dem EU-Mitglied Irland vermieden werden könnten." Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2018 ... -zollunion

Gut möglich dass es am Schluß auch so kommt. Dann dürfen die Briten zahlen, müssen die Bedingungen der EU akzeptieren, dürfen bei den EU-Entscheidungen aber nicht mitreden.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon van Kessel » Do 19. Apr 2018, 10:22

"Orbiter1"
Die EU ist von Anbeginn eine Wertegemeinschaft und die Werte stehen in Artikel 2 des EU-Vertrages....
Jedes EU-Mitglied verpflichtet sich bei der Aufnahme in die EU zu diesen Werten.
die 10 Gebote stellen auch Werte vor; doch wer hält sich daran?
Formal hast du natürlich recht (und ich hätte diesen Satz auch nicht geschrieben, wenn ich nicht auf Theorie und Praxis dieser Verträge abzielen würde).
Faktisch ist es so, dass auf Werte weniger Wert gelegt wird als auf nationale Egoismen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 19. Apr 2018, 12:42

van Kessel hat geschrieben:(19 Apr 2018, 11:22)

"Orbiter1"
die 10 Gebote stellen auch Werte vor; doch wer hält sich daran?
Formal hast du natürlich recht (und ich hätte diesen Satz auch nicht geschrieben, wenn ich nicht auf Theorie und Praxis dieser Verträge abzielen würde).
Faktisch ist es so, dass auf Werte weniger Wert gelegt wird als auf nationale Egoismen.


"Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!" Über diesen Vorschlag darf jeder gründlich nachdenken, wenn das Streben nach Vorteilen bewertet wird.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Do 19. Apr 2018, 21:28

Orbiter1 hat geschrieben:(19 Apr 2018, 09:51)

Für May gab es mal wieder eine Niederlage im Oberhaus.

"Die britische Premierministerin Theresa May hat bei einer Brexit-Abstimmung im Oberhaus eine Niederlage erlitten. Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich für einen Änderungsantrag zum EU-Austrittsgesetz der Opposition. Damit könnte Großbritannien nach dem Austritt aus der EU vielleicht doch in der Zollunion bleiben. ... Die Handelspolitik ist einer der wichtigsten Streitpunkte in der Brexit-Debatte. Während die oppositionelle Labour-Partei eine neue Zollunion mit der EU fordert, lehnt Handelsminister Liam Fox dies ab, weil das Königreich dann keine Handelsabkommen mit anderen Staaten schließen könnte. Ein Verbleib in der Zollunion könnte aber im Streit über Nordirland eine Lösung bringen, weil damit Grenzkontrollen zwischen der britischen Provinz und dem EU-Mitglied Irland vermieden werden könnten." Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2018 ... -zollunion

Gut möglich dass es am Schluß auch so kommt. Dann dürfen die Briten zahlen, müssen die Bedingungen der EU akzeptieren, dürfen bei den EU-Entscheidungen aber nicht mitreden.
Das wäre ein echter Schuss ins Knie :D
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Do 19. Apr 2018, 23:44

Orbiter1 hat geschrieben:(19 Apr 2018, 09:51)

Für May gab es mal wieder eine Niederlage im Oberhaus.

"Die britische Premierministerin Theresa May hat bei einer Brexit-Abstimmung im Oberhaus eine Niederlage erlitten. Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich für einen Änderungsantrag zum EU-Austrittsgesetz der Opposition. Damit könnte Großbritannien nach dem Austritt aus der EU vielleicht doch in der Zollunion bleiben. ... Die Handelspolitik ist einer der wichtigsten Streitpunkte in der Brexit-Debatte. Während die oppositionelle Labour-Partei eine neue Zollunion mit der EU fordert, lehnt Handelsminister Liam Fox dies ab, weil das Königreich dann keine Handelsabkommen mit anderen Staaten schließen könnte. Ein Verbleib in der Zollunion könnte aber im Streit über Nordirland eine Lösung bringen, weil damit Grenzkontrollen zwischen der britischen Provinz und dem EU-Mitglied Irland vermieden werden könnten." Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2018 ... -zollunion

Gut möglich dass es am Schluß auch so kommt. Dann dürfen die Briten zahlen, müssen die Bedingungen der EU akzeptieren, dürfen bei den EU-Entscheidungen aber nicht mitreden.


Ist die Bezeichnung "Zollunion" nicht identisch mit dem "Binnenmarkt"? Wäre deshalb der Status GBs nicht genau der von Norwegen mit allen Nebenbedingungen, die Norwegen auch erfüllt? Vermutlich versteht darunter die britische Seite etwas anderes... also Sonderbedingungen für GB.

Na gut, erst einmal laufen lassen, was da jetzt läuft; das ist ohnehin innerbritisch! Aber gewarnt sein sollten wir schon, daß da ein Mißverständnis aufgepäppelt werden könnte.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Apr 2018, 14:08

Das war wirklich eine schlechte Woche für die britische Seite. Erst die Abstimmungsniederlage im Oberhaus für May und dann auch noch miese Verhandlungen in Brüssel. Keine Veränderungen bei den Extrawürsten. Die kommen nicht und kommen nicht und kommen nicht. Irgendwann müssen die doch kommen! Und dann wurden auch noch sämtliche Vorschläge zur Grenze Irland/Nordirland von der EU zurückgewiesen.

"There are always difficulties, and risks of a failure,” said Barnier. Some in Britain want “what the English call cherry picking”, he said, adding that the reply to that was: “No way.” A No 10 spokesman said on Friday the UK did not recognise claims that its plans for the Irish border had been subjected to a “systematic and forensic annihilation” by EU officials at a meeting this week with Britain’s lead negotiator, Olly Robbins. The Daily Telegraph quoted unnamed EU diplomatic sources as saying that the Brussels officials delivered “a detailed and forensic rebuttal”, making clear that “none of the UK customs options will work - none of them” Quelle: https://www.theguardian.com/politics/20 ... still-fail

Mal sehen wie lange die Briten Michel Barnier noch als Verhandlungspartner akzeptieren. Der geht ihnen langsam auf die Nerven.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 20. Apr 2018, 16:21

Orbiter1 hat geschrieben:(20 Apr 2018, 15:08)

Das war wirklich eine schlechte Woche für die britische Seite. Erst die Abstimmungsniederlage im Oberhaus für May und dann auch noch miese Verhandlungen in Brüssel. Keine Veränderungen bei den Extrawürsten. Die kommen nicht und kommen nicht und kommen nicht. Irgendwann müssen die doch kommen! Und dann wurden auch noch sämtliche Vorschläge zur Grenze Irland/Nordirland von der EU zurückgewiesen.

"There are always difficulties, and risks of a failure,” said Barnier. Some in Britain want “what the English call cherry picking”, he said, adding that the reply to that was: “No way.” A No 10 spokesman said on Friday the UK did not recognise claims that its plans for the Irish border had been subjected to a “systematic and forensic annihilation” by EU officials at a meeting this week with Britain’s lead negotiator, Olly Robbins. The Daily Telegraph quoted unnamed EU diplomatic sources as saying that the Brussels officials delivered “a detailed and forensic rebuttal”, making clear that “none of the UK customs options will work - none of them” Quelle: https://www.theguardian.com/politics/20 ... still-fail

Mal sehen wie lange die Briten Michel Barnier noch als Verhandlungspartner akzeptieren. Der geht ihnen langsam auf die Nerven.


Man könnte seitens der EU natürlich einfließen lassen, daß Herr Barnier nur das tut, was dem Verständnis der EU entspricht... daß es also bis zum Abschluß der Verhandlungen keinen anderen BREXIT-Verhandlungspartner geben wird. Nicht die EU will den BREXIT, sondern die britische Regierung. Die weiß ja auch, was BREXIT bedeutet... hat sie gesagt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Mo 23. Apr 2018, 12:53

Jetzt mischt sich der Kloppo auch noch ein und gibt den Briten einen guten Rat. Recht hat er.

"Jürgen Klopp, the manager of Liverpool, has told the Guardian that Brexit “makes no sense at all” and that he believes British people should have the chance to vote again on their future either in or outside the European Union." Quelle: https://www.theguardian.com/football/20 ... rgen-klopp
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon van Kessel » Mo 23. Apr 2018, 14:54

solange abstimmen bis es allen passt, kann auch nur von Deutschland (oder einem Deutschen) kommen. Selbsz kurz nach dem gewonnenen Krieg habe die Engländer ihren Chuchill abgewählt, weil wählen eben auch abwählen bedeutet.

Mut wählt und erträgt das Ergebnis, Hasenfüsse wählen so lange, bis der oberste Hasenfuß wieder sein Hasenfußleben fortsetzen kann.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mo 23. Apr 2018, 21:30

van Kessel hat geschrieben:(23 Apr 2018, 15:54)

solange abstimmen bis es allen passt, kann auch nur von Deutschland (oder einem Deutschen) kommen. Selbsz kurz nach dem gewonnenen Krieg habe die Engländer ihren Chuchill abgewählt, weil wählen eben auch abwählen bedeutet.

Mut wählt und erträgt das Ergebnis, Hasenfüsse wählen so lange, bis der oberste Hasenfuß wieder sein Hasenfußleben fortsetzen kann.


Aus meiner Sicht ist der BREXIT ein gute Gelegenheit, die festgefahrene EU wieder auf Kurs zu bringen. Insofern sollte man diese Karre laufen lassen bis Ende 2020 der Hammer endgültig fällt. Vielleicht hat sich die EU bis dahin auch berappelt, so daß man deren Ziele wieder klar erkennen kann.

Dennoch hat Herr Klopp wohl grundsätzlich Recht. Eine auf demagogischen Lügen gründende Volksbefragung hätte die britische Regierung überhaupt nicht als Grundlage eines BREXITs anerkennen müssen. Zu spät. Der Antrag ist gestellt, und nun läuft das Verfahren. Nach 2020 wissen wir mehr... von der EU und auch von der weiteren Zusammenarbeit mit GB.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Cat with a whip » Mo 23. Apr 2018, 22:31

Orbiter1 hat geschrieben:(23 Apr 2018, 13:53)

Jetzt mischt sich der Kloppo auch noch ein und gibt den Briten einen guten Rat. Recht hat er.

"Jürgen Klopp, the manager of Liverpool, has told the Guardian that Brexit “makes no sense at all” and that he believes British people should have the chance to vote again on their future either in or outside the European Union." Quelle: https://www.theguardian.com/football/20 ... rgen-klopp


Dem Brexit sollte ein Gruselmahnmal erstellt werden zur steten Erinnerung wie unvereinbar direkte Demokratie ist mit nicht aufgeklärten und desinformierten/ nationalistisch verhetzten Bürgern.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Di 24. Apr 2018, 08:13

H2O hat geschrieben:(23 Apr 2018, 22:30)
Dennoch hat Herr Klopp wohl grundsätzlich Recht. Eine auf demagogischen Lügen gründende Volksbefragung hätte die britische Regierung überhaupt nicht als Grundlage eines BREXITs anerkennen müssen. Zu spät. Der Antrag ist gestellt, und nun läuft das Verfahren. Nach 2020 wissen wir mehr... von der EU und auch von der weiteren Zusammenarbeit mit GB.



Villeicht hat Klopp auch einfach nur Angst dass seine Aufenthaltgenehmigung auf der Insel 2020 ausläuft.

Der Brexit wird auch Auswirkungen auf die PremierLeague haben. Es wird für die Klubs schwieriger werden Spieler zu rekrutieren aus dem Ausland.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Di 24. Apr 2018, 08:22

Cat with a whip hat geschrieben:(23 Apr 2018, 23:31)

Dem Brexit sollte ein Gruselmahnmal erstellt werden zur steten Erinnerung wie unvereinbar direkte Demokratie ist mit nicht aufgeklärten und desinformierten/ nationalistisch verhetzten Bürgern.
:thumbup:
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 24. Apr 2018, 09:18

garfield336 hat geschrieben:(24 Apr 2018, 09:13)

Villeicht hat Klopp auch einfach nur Angst dass seine Aufenthaltgenehmigung auf der Insel 2020 ausläuft.

Der Brexit wird auch Auswirkungen auf die PremierLeague haben. Es wird für die Klubs schwieriger werden Spieler zu rekrutieren aus dem Ausland.


Ich glaube schon, daß Herr Klopp es nicht nur gut mit sich allein meint. Ansonsten kümmert mich der Fußball ungefähr so viel wie der Zirkus Sarrasani.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Di 24. Apr 2018, 09:25

H2O hat geschrieben:(24 Apr 2018, 10:18)

Ich glaube schon, daß Herr Klopp es nicht nur gut mit sich allein meint. Ansonsten kümmert mich der Fußball ungefähr so viel wie der Zirkus Sarrasani.


Herr H2O Es geht ja hier nicht um Fussball sondern ums Geschäft. Und das ist genauso ein Business wie andere Dinge auch, aber es ist auch ein Business mit überproportional vielen ausländischen Angestellten. Und die haben per se zu fürchten, dass sie in Schwierigkeiten geraten.

Leute mit Millionengehälter wie Klopp brauchen natürlich wenig zu befürchten. Aber die meisten scheffelen keine Millionen und kommen mit viel weniger Geld nach Hause. :(
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 24. Apr 2018, 09:43

garfield336 hat geschrieben:(24 Apr 2018, 10:25)

Herr H2O Es geht ja hier nicht um Fussball sondern ums Geschäft. Und das ist genauso ein Business wie andere Dinge auch, aber es ist auch ein Business mit überproportional vielen ausländischen Angestellten. Und die haben per se zu fürchten, dass sie in Schwierigkeiten geraten.

Leute mit Millionengehälter wie Klopp brauchen natürlich wenig zu befürchten. Aber die meisten scheffelen keine Millionen und kommen mit viel weniger Geld nach Hause. :(


Das ist natürlich traurig; wenn die Leute sich waschen, zum Friseur gehen und sich sauber und ordentlich anziehen, dann bekommen sie aber auch eine sinnvolle Arbeit. Muß ja nicht unbedingt bei Sarrasani sein. ;)

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