EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Orbiter1
Beiträge: 1709
Registriert: Fr 23. Feb 2018, 13:25

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Orbiter1 » Mo 16. Apr 2018, 13:24

Eiskalt hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:41)

What a stinky piece of shit...

Europa muss gar nichts, ein weiterer Grund die Briten über die Klinge springen zu lassen, ekelhaft.

Scheinbar weiss der Dummkopf nicht das Deutschland nicht die EU ist.
Und die Briten haben sicher noch mehr zu verlieren, darum lasst sie richtig fett auf die Fresse fallen...

Interessantes Interview. Die Briten können einfach nicht glauben dass die EU mit dem Beharren auf den 4 Freiheiten im Rahmen des Brexit der EU-Wirtschaft de facto Schaden zufügt und auf der EU-Seite deswegen niemand einen Aufstand macht.

David Owen:
"... Doch die starre Verhandlungsstrategie der EU-Kommission führt nicht weiter. Das Bestehen auf den untrennbaren vier Freiheiten des Binnenmarktes etwa: freie Bewegung von Kapital, Waren, Dienstleitungen und Personen. Warum kann es nicht drei Freiheiten ohne Personenfreizügigkeit geben? Ich kann verstehen, dass die EU-Regierungen die Kommission die Verhandlungen führen lassen wollen, die von ihren Prinzipien nicht abweicht. Die entscheidende Frage ist aber: Ist Europa da zu einem Kompromiss bereit oder werden die britischen Forderungen als Rosinenpickerei zurückgewiesen? Wenn sie eine Lösung wollen, müssen sich die Führungspersönlichkeiten der EU-Regierungen aktiv und pragmatisch in die Verhandlungen einschalten und dürfen das nicht den Bürokraten überlassen."

Da kann er noch so stark appellieren. Auch die Führungspersönlichkeiten der EU-Regierungen werden den Briten keine Extrawürste braten.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 5629
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Mo 16. Apr 2018, 13:32

Sie werden.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Benutzeravatar
Misterfritz
Moderator
Beiträge: 3954
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Mo 16. Apr 2018, 13:47

Senexx hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:32)

Sie werden.
Warum sollten sie? Sie würden sich auch erheblichen Ärger mit Schweiz und Norwegen einhandeln, wenn sie das täten.
Ausserdem könnten Länder wie Polen, Ungarn und so plötzlich auf die Idee kommen, die andere Art der Freizügigkeit auch für sich zu fordern oder eben andere Extrawürste.
Benutzeravatar
Senexx
Beiträge: 5629
Registriert: Di 25. Apr 2017, 08:21
Benutzertitel: Catalunya nou Estat d'Europa

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Senexx » Mo 16. Apr 2018, 13:49

Misterfritz hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:47)

Warum sollten sie? Sie würden sich auch erheblichen Ärger mit Schweiz und Norwegen einhandeln, wenn sie das täten.
Ausserdem könnten Länder wie Polen, Ungarn und so plötzlich auf die Idee kommen, die andere Art der Freizügigkeit auch für sich zu fordern oder eben andere Extrawürste.

UK ist nicht CH oder N oder PL. Sondern Nuklearmacht, UNO-Sicherheitsratsmitglied und wirtschaftlich wichtig. Besonders für die Deutschen. Und wenn die Rezession kommt, scheißt man sich in die Hosen.

Die Verlängerung des Schwebezustands war bereits ein erstes Signal.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Benutzeravatar
Misterfritz
Moderator
Beiträge: 3954
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » Mo 16. Apr 2018, 14:20

Senexx hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:49)

UK ist nicht CH oder N oder PL. Sondern Nuklearmacht, UNO-Sicherheitsratsmitglied und wirtschaftlich wichtig. Besonders für die Deutschen. Und wenn die Rezession kommt, scheißt man sich in die Hosen.

Die Verlängerung des Schwebezustands war bereits ein erstes Signal.
Aha, Nuklearmacht, und? Sie sind in der NATO, wie fast alle EU-Staaten auch.
Ausserdem kann ich mir eine Atombombe nicht wirklich als wirtschaftspolitisches Instrument vorstellen.
Und die Wichtigkeit der UK-Wirtschaft für die EU wird sich noch erweisen - ich denke, das wird überschätzt.
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 10083
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mo 16. Apr 2018, 14:28

Senexx hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:32)

Sie werden.


Sie werden nicht. Da gibt es genügend viele die querschiessen.
Eine solcher Vertrag müsste Einstimmig beschlossen werden.
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 10083
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mo 16. Apr 2018, 14:30

Senexx hat geschrieben:(16 Apr 2018, 14:49)
Die Verlängerung des Schwebezustands war bereits ein erstes Signal.


Nein war es nicht, denn sie werden auch im Schwebezustand auf die 4 Grundfreiheiten pochen. Meinetwegen könnte der Schwebezustand die nächsten 50 Jahre so weitergehen. :D
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 10083
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mo 16. Apr 2018, 14:38

Eiskalt hat geschrieben:(16 Apr 2018, 13:41)
Scheinbar weiss der Dummkopf nicht das Deutschland nicht die EU ist.


Korrekt aber er wusste das vorallem Deutsche das Interview lesen werden, deshalb sprach er Deutschland direkt an.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43738
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon frems » Mo 16. Apr 2018, 21:51

Großbritanniens neuer Traum vom Empire

Die britische Regierung sieht in den Ex-Kolonien des Commonwealth die goldene Zukunft nach dem EU-Ausstieg. Doch viele Länder haben wirtschaftlich wenig Bedeutung. Mancher Beobachter rauft sich angesichts der neuimperialen Pläne die Haare.

An einem Wintertag im Jahr 2002 schrieb ein Kolumnist des „Daily Telegraph“ seine Gedanken zum Commonwealth nieder, jener Gemeinschaft aus 53 Staaten, die im Zuge der Unabhängigkeit von Großbritannien ein loses Bündnis geschlossen hatten. „Es heißt, sogar die Queen mag mittlerweile das Commonwealth. Auch deshalb, weil es sie regelmäßig mit jubelnden und Fähnchen schwenkenden Massen kleiner Negerkinder versorgt“, schrieb seinerzeit ein Autor namens Boris Johnson. Heute ist er höchster Diplomat des Königreichs und wird als selbiger Spalier stehen, wenn 52 Staats- und Regierungschefs diese Woche im Buckingham Palace zum Staatsbankett aufschlagen. [...]

Noch schwerer wiegt ein anderer Aspekt: „Wenn Großbritannien einen Handelsvertrag mit Indien will, dann wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als beim Thema Immigration Flexibilität zu zeigen“, warnt die Handelsexpertin Geethanjali Nataraj von der Brookings Institution. Spürbare Visaerleichterungen für indische Staatsbürger stünden für Neu-Delhi unzweifelhaft ganz oben auf der Agenda. Damit aber wäre das Gegenteil von dem Versprechen erreicht, mit dem Johnson und Freunde die knappe Brexit-Mehrheit von 52 Prozent gewannen: dem Rückgang der Einwanderungszahlen.

Indiens Botschafter in London warnte bereits, der Prozess für einen Freihandelsvertrag werde „sehr zäh. Es gilt, Millionen kleiner Fragen auszuhandeln, das wird eine lange Zeit dauern“, sagte Dinesh Patnaik vor Beginn des Commonwealth-Treffens im Gespräch mit der „Times“ und zeigte sich offen verärgert, dass chinesische Studenten derzeit wesentlich leichter eine Einreisegenehmigung bekommen als indische. [...]

Mancher Beobachter auf der Insel rauft sich angesichts der neuimperialen Träume in Westminster die Haare. „Diese ganze Sache mit dem Commonwealth ist einfach beschämend. Indien verspricht eventuell noch etwas. Aber wenn die Brexiter vom Commonwealth sprechen, meinen sie Australien, Kanada und Neuseeland. Neuseelands Wirtschaft ist kleiner als die Griechenlands“, sagte der bekannte Wirtschaftsexperte Jim O’Neill im Gespräch mit WELT, in dem er auch Londons mangelndes Interesse an besseren Beziehungen mit Peking kritisierte. „Wenn Sie sich Chinas reales Wachstum in US-Dollar anschauen, schafft das Land in diesem Jahr eine Volkswirtschaft der Größe Australiens. Und viermal Neuseeland.“

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... rexit.html

Rosige Aussichten. Aber immerhin gehört Johnson ja zur Elite und das muss automatisch gut sein. :|
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18663
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 17. Apr 2018, 08:41

frems hat geschrieben:(16 Apr 2018, 22:51)

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... rexit.html

Rosige Aussichten. Aber immerhin gehört Johnson ja zur Elite und das muss automatisch gut sein. :|


Tja, siehe auch hier: viewtopic.php?f=23&p=4182774#p4182774

Der Gedanke einer sehr engen Verbindung des UKs mit dem Commonwealth liegt doch sehr nahe... und erweist sich bei näherem Hinsehen als eine Luftnummer. Am Ende zählen überall nur die blanken Talerchen.
Benutzeravatar
Eiskalt
Beiträge: 1861
Registriert: Mi 2. Dez 2009, 11:05
Benutzertitel: Der Staat bin ich

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Di 17. Apr 2018, 10:11

Die britische Regierung sieht in den Ex-Kolonien des Commonwealth die goldene Zukunft nach dem EU-Ausstieg. Doch viele Länder haben wirtschaftlich wenig Bedeutung. Mancher Beobachter rauft sich angesichts der neuimperialen Pläne die Haare.

Interessanter Artikel:

https://www.welt.de/politik/ausland/article175465954/Commonwealth-Grossbritanniens-neuer-Traum-vom-Empire-nach-dem-Brexit.html

:)
Memento mori
-Römisches Sprichwort
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18663
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Di 17. Apr 2018, 10:29

Die überraschende Erkenntnis: Die wirtschaftlich bedeutenden Mitglieder des Britischen Commonwealths hatten sich gegen den BREXIT gestellt. Für sie ist /war GB die Brücke in den großen EU Binnenmarkt. Je nach Gang der Geschäfte werden sie sich wohl anders aufstellen. Die Verträge dieser Mitglieder mit der EU bleiben ja weiterhin gültig und wesentliche Kontaktadressen bleiben unverändert.

Ich vermute einmal, daß sie GB nicht unbedingt als Sprecher ihrer Geschäftsleitungen eingesetzt hatten, sondern eher als Sitz ihrer Europaabteilungen.

Ende 2020 wissen wir mehr!
van Kessel
Beiträge: 651
Registriert: Mi 24. Jul 2013, 12:22

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon van Kessel » Di 17. Apr 2018, 12:38

Die Briten - zumindest die, welche sich als solche fühlen - hatten Angst vor dem Rattenkönig EU. Und wenn man sich die 'Organisation' eines solchen 'Königs' anschaut, so wird man feststellen, dass sich manche Mitglieder lieber den Schwanz abbeißen, als weiterhin durch andere 'Schwänze' untrennbar verbunden zu sein.

Wenn die Verwicklungen auch darin resultieren, dass man z.B. das als alternativlos bezeichnet, was als EU-Gesetze mehrfach beschlossen wurde (no-bail-out), ist die Antwort auf einen EU-Rattenkönig eben der, dass man sich lieber den Schwanz abbeißt, als einer 'fesselnden' Gemeinschaft weiter anzuhängen; ein Naturgesetz halt.

So sind die Verfechter der EU gleichzeitig deren Totengräber, wenn sie keine 'Beinfreiheit' mehr gewährleisten wollen. Die Aufhebung der Nationalstaatlichkeit (welche bei einigen Ländern Jahrhundert währte), kann nicht mit einem Federstrich von Kaufleuten beendet werden.

Hanse, lateinische Münzunion, welche weitaus weniger staatlich waren, sind letztlich gescheitert. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass der Mensch mehr 'sapiens' geworden wäre seit diesen Zeiten. Nicht ohne Grund haben sich überschaubare Verbände im Laufe der Geschichte gebildet. Ob ein Alex d.Große oder ein Napoleon dies ändern wollte; stets gab es einen Rückfall in kleine Einheiten. Es ist kein Grund - weil man globalen Handel führen möchte - Nationalstaatlichkeit aufzugeben, da der Handel nur ein Teilaspekt der Wirklichkeit ist.

Zu meinen, dass die EU ein Gegengewicht zu China oder den USA sein könnte, ist ein Fantomglaube. Die EU lebt nur aufgrund ihrer Vielfältigkeit und des nationalen Strebens besser zu sein als der Nachbar, nicht ob ihrer Einheitlichkeit. Daher versuchen z.B. die USA durch 'fesselnde' Verträge (TTIP) die Europäer an die Kandare zu nehmen, weil es eben auch noch europäische Länder und Menschen gibt, welche des Pudels Kern erkennen und aufdecken.

Splendid isolation?, nö: Familienbande statt Fiskalunion.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18663
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 18. Apr 2018, 06:55

van Kessel hat geschrieben:(17 Apr 2018, 13:38)

Die Briten - zumindest die, welche sich als solche fühlen - hatten Angst vor dem Rattenkönig EU. Und wenn man sich die 'Organisation' eines solchen 'Königs' anschaut, so wird man feststellen, dass sich manche Mitglieder lieber den Schwanz abbeißen, als weiterhin durch andere 'Schwänze' untrennbar verbunden zu sein.

Wenn die Verwicklungen auch darin resultieren, dass man z.B. das als alternativlos bezeichnet, was als EU-Gesetze mehrfach beschlossen wurde (no-bail-out), ist die Antwort auf einen EU-Rattenkönig eben der, dass man sich lieber den Schwanz abbeißt, als einer 'fesselnden' Gemeinschaft weiter anzuhängen; ein Naturgesetz halt.

So sind die Verfechter der EU gleichzeitig deren Totengräber, wenn sie keine 'Beinfreiheit' mehr gewährleisten wollen. Die Aufhebung der Nationalstaatlichkeit (welche bei einigen Ländern Jahrhundert währte), kann nicht mit einem Federstrich von Kaufleuten beendet werden.

Hanse, lateinische Münzunion, welche weitaus weniger staatlich waren, sind letztlich gescheitert. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass der Mensch mehr 'sapiens' geworden wäre seit diesen Zeiten. Nicht ohne Grund haben sich überschaubare Verbände im Laufe der Geschichte gebildet. Ob ein Alex d.Große oder ein Napoleon dies ändern wollte; stets gab es einen Rückfall in kleine Einheiten. Es ist kein Grund - weil man globalen Handel führen möchte - Nationalstaatlichkeit aufzugeben, da der Handel nur ein Teilaspekt der Wirklichkeit ist.

Zu meinen, dass die EU ein Gegengewicht zu China oder den USA sein könnte, ist ein Fantomglaube. Die EU lebt nur aufgrund ihrer Vielfältigkeit und des nationalen Strebens besser zu sein als der Nachbar, nicht ob ihrer Einheitlichkeit. Daher versuchen z.B. die USA durch 'fesselnde' Verträge (TTIP) die Europäer an die Kandare zu nehmen, weil es eben auch noch europäische Länder und Menschen gibt, welche des Pudels Kern erkennen und aufdecken.

Splendid isolation?, nö: Familienbande statt Fiskalunion.


Ziemlich genau mein Standpunkt: Wer sich in der EU beengt fühlt, der sollte sich eine eigene Gemeinschaft aufbauen. Als Kristallisationspunkt könnte man die Visegrad-Gruppe nennen, die auf größeren nationalen Spielräumen besteht und mutwillig EU-Verträge bricht, eingegangene Verpflichtungen nicht erfüllt.

Nur eins geht gar nicht: Nationale Spielräume ohne klare Begrenzung und Finanzierung aus den Mitteln, die andere Staaten erarbeitet haben. Innerhalb der Gruppe, der eines Tages Deutschland angehören sollte, muß und soll es Ausgleichszahlungen zur gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung, der inneren und äußeren Sicherheit und der Sicherung ihrer Außengrenzen geben. Wenn das geklärt ist, dann ist die europäische Welt aus meiner Sicht wieder in Ordnung.
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 10083
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mi 18. Apr 2018, 08:39

frems hat geschrieben:(16 Apr 2018, 22:51)

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... rexit.html

Rosige Aussichten. Aber immerhin gehört Johnson ja zur Elite und das muss automatisch gut sein. :|


Ich könnte mir durchaus eine Commonwealth union vorstellen, nur wie im Artikel erwähnt gibt es auch diese nicht zum Nulltarif.

z.b. verlangen die Inder Visaerleichterungen. Eine Commonwealth Union wäre keine Union unter Führung Londons, dort hätten die Inder das sagen.
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 10083
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mi 18. Apr 2018, 08:42

H2O hat geschrieben:(17 Apr 2018, 09:41)

Tja, siehe auch hier: viewtopic.php?f=23&p=4182774#p4182774

Der Gedanke einer sehr engen Verbindung des UKs mit dem Commonwealth liegt doch sehr nahe... und erweist sich bei näherem Hinsehen als eine Luftnummer. Am Ende zählen überall nur die blanken Talerchen.


Die Gespräche über eine Enge Bindung ASEANS und der EU laufen auch ständig weiter. Irgendwann bleibt für UK nicht mehr viel vom Kuchen.
Benutzeravatar
garfield336
Beiträge: 10083
Registriert: Mo 25. Mär 2013, 21:05

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon garfield336 » Mi 18. Apr 2018, 08:44

van Kessel hat geschrieben:(17 Apr 2018, 13:38)
Daher versuchen z.B. die USA durch 'fesselnde' Verträge (TTIP) die Europäer an die Kandare zu nehmen, weil es eben auch noch europäische Länder und Menschen gibt, welche des Pudels Kern erkennen und aufdecken.
.


Auf der anderen Seite des grossen Teichs sitzt ein Präsident der an TTIP kein Interesse hat.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 18663
Registriert: So 13. Sep 2015, 12:49

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Mi 18. Apr 2018, 08:48

garfield336 hat geschrieben:(18 Apr 2018, 09:44)

Auf der anderen Seite des grossen Teichs sitzt ein Präsident der an TTIP kein Interesse hat.


Manche Nachrichten brauchen eben etwas länger, bis sie in ein Gedankengebäude eindringen. Isso!
van Kessel
Beiträge: 651
Registriert: Mi 24. Jul 2013, 12:22

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon van Kessel » Mi 18. Apr 2018, 09:24

"garfield336"
Auf der anderen Seite des grossen Teichs sitzt ein Präsident der an TTIP kein Interesse hat.
stimmt, weil er seine Präferenz momentan auf eine erhöhte NATO-Beteiligung der EU-Länder (min 2% vom BIP für Verteidigung) legt. D.h. er sieht dadurch wohl eine Menge Aufträge für die US-Rüstungsindustrie für sein Land.

Ich sehe TTIP aber noch nicht beerdigt, wenn die US-Konzerne sich vom Trump Schock ('make america great again')erholt erhaben; wenn es wieder darum geht, den US-Multis, Banken und Anwaltskanzleien, fette Klagen gegen widerspenstige Europäer zu verschaffen, wenn Umweltauflagen eine 'Produktion' drosseln oder verhindern.

Durch die vermehrte NATO-Ausrüstung fallen nicht nur Aufträge für die USA an, sondern belasten europäische Länder mit zusätzlichen Aufgaben, für welche der Hegemon sonst belastet würde. Will sagen eine französische oder britische Rakete gen Syrien kostet den Donald keinen Cent. Schlimm genug, dass die Jerrys keine US-Panzer kaufen, weil sie meinen, ihr Leo würde den Abrams in allen Belangen übertreffen.
Benutzeravatar
Eiskalt
Beiträge: 1861
Registriert: Mi 2. Dez 2009, 11:05
Benutzertitel: Der Staat bin ich

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Mi 18. Apr 2018, 10:01

H2O hat geschrieben:(18 Apr 2018, 07:55)

Ziemlich genau mein Standpunkt: Wer sich in der EU beengt fühlt, der sollte sich eine eigene Gemeinschaft aufbauen. Als Kristallisationspunkt könnte man die Visegrad-Gruppe nennen, die auf größeren nationalen Spielräumen besteht und mutwillig EU-Verträge bricht, eingegangene Verpflichtungen nicht erfüllt.

Nur eins geht gar nicht: Nationale Spielräume ohne klare Begrenzung und Finanzierung aus den Mitteln, die andere Staaten erarbeitet haben. Innerhalb der Gruppe, der eines Tages Deutschland angehören sollte, muß und soll es Ausgleichszahlungen zur gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung, der inneren und äußeren Sicherheit und der Sicherung ihrer Außengrenzen geben. Wenn das geklärt ist, dann ist die europäische Welt aus meiner Sicht wieder in Ordnung.


Ach es wurden ja nun Beitrittsverhandlungen mit Albanien und einem weiteren Land empfohlen.....
Ich würde die Erweiterung einfach mal sein lassen und das was man hat besser ausbauen.
Es gab sowieso zu schnell zu viele Mitglieder
Memento mori
-Römisches Sprichwort

Zurück zu „31. EU - EFTA“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste