Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

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JJazzGold
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon JJazzGold » Sa 4. Jul 2015, 07:24

Córdoba » Sa 4. Jul 2015, 06:10 hat geschrieben:Struktur ist wichtig.

Man kann sagen, daß praktisch alle problematischen Staaten dieser Erde unter Strukturproblemen leiden.
->korrupte Verwaltung, Vetternwirtschaft, mangelhafte Infrastruktur.
Das reicht dann weit in praktische Fragen hinein, tägliche Stromausfälle, unsauberes Trinkwasser, innere Sicherheit Mangelhaft, mangelhaftes Kataster.
Analphabetismus, kein Bildungssystem, oder eines, daß sich keiner leisten kann.

In Kabul funktioniert bis heute noch nicht mal die Postzustellung richtig, da eine durchnummerierung der Häuser, und Zuordnung mit Postadressen, noch nicht vollzogen wurde.

Hauptgrund für das Elend dieser Welt sind Strukturprobleme.......



Richtig, aber machen Sie das mal dem griechischen Wähler klar, der seit Jahrzehnten an solche Umstände gewöhnt ist und diese als Normalszustand betrachtet. Der fragt, ob wir Deutschen irre sind, mit unserer funktionalen Bürokratie, unserem Sozialsystem und unserer Sparpolitik.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Blickwinkel » Sa 4. Jul 2015, 07:26

Wähler » Sa 4. Jul 2015, 07:49 hat geschrieben:Diese Strukturprobleme sollte Griechenland beherzter angehen, mit tatkräftiger Unterstützung der EWU- beziehungsweise EU-Länder. Das letzte Angebot an die Regierung Tsipras beinhaltete auch eine Umschuldung, die ebenfalls unterstützend wirken könnte. An erster Stelle stehen aber die Strukturreformen. Die Währungsfrage spielt auch eine wichtige Rolle, aber nicht die entscheidende. Aber ohne den Willen und die Hoffnung der griechischen Bevölkerung wird es nicht funktionieren.


Glaubst du noch an Wunder? Selbst die derzeitigen Linken, die lieb gerne Reiche besteuern, haben die Reichenbesteuerung nicht durchgezogen. Das will schon was heißen...
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Blickwinkel » Sa 4. Jul 2015, 07:28

prime-pippo » Fr 3. Jul 2015, 21:06 hat geschrieben:Wenn man progressiven und pro-europäischen Linken wie Podemos und Syriza nicht entgegenkommt, wird man vielleicht noch erleben, was linksradikale Parteien sind.....
Die könnten dann nämlich folgen...


Eben, wobei Podemos auf Distanz zu Syrizia gegangen ist. Ist aber auch egal, GR soll ruhig aus dem Euro austreten und dann müssen sie sowieso noch härtere Einschnitte hinnehmen als jetzt, weil ihnen immer noch niemand Geld geben will.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Kibuka » Sa 4. Jul 2015, 08:06

Blickwinkel » Sa 4. Jul 2015, 07:28 hat geschrieben:
Eben, wobei Podemos auf Distanz zu Syrizia gegangen ist. Ist aber auch egal, GR soll ruhig aus dem Euro austreten und dann müssen sie sowieso noch härtere Einschnitte hinnehmen als jetzt, weil ihnen immer noch niemand Geld geben will.


Naja, nicht unbedingt. Griechenland war zuletzt nahe an einem Primärüberschuss. Das bedeutet, dass ohne Zinszahlungen für Schulden Einnahmen und Ausgaben sich fast die Waage halten. Dann kam Anfang 2015 Syriza und die Steuereinnahmen brachen weg.

Für Griechenland besteht natürlich ein großes Interesse, die Schulden anderen aufzuhalsen.

Das ist wie bei einem anderen beliebigen Schuldner. Er versucht die Schulden loszuwerden, mit allen Mitteln! Würdest du gerne 40 Jahre lang 500.000 Euro abbezahlen?

Klar ist lediglich, dass Syriza die ganzen Phantastereien mit weiterhin hohen Renten, vielen neuen Beamten usw. nicht einhalten wird können. Zumindest nicht im Euro. Wenn sie selbst wieder Geld drucken, können sie natürlich ihr wertloses Papiergeld unter die Leute bringen.

Griechenland hat zuletzt massive Korrekturprozesse erfahren, das BIP ist um 26% gesunken. Die Löhne sind aber noch nicht ganz wettbewerbsfähig, wenn man als Vergleich den Nachbarn Türkei heranzieht. Aber das wird auch noch automatisch erfolgen. Ob die Griechen das nun wollen oder nicht. Das ist keine Frage, über die man an der Wahlurne entscheidet, genauswenig, wie man wählen geht, wie morgen das Wetter werden soll. :cool:
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Blickwinkel » Sa 4. Jul 2015, 09:32

Kibuka » Sa 4. Jul 2015, 09:06 hat geschrieben:
Naja, nicht unbedingt. Griechenland war zuletzt nahe an einem Primärüberschuss. Das bedeutet, dass ohne Zinszahlungen für Schulden Einnahmen und Ausgaben sich fast die Waage halten. Dann kam Anfang 2015 Syriza und die Steuereinnahmen brachen weg.


Das reicht nur nicht und im Endeffekt müssen sie ab sofort mit ihrem Geld auskommen, sobald der Grexit vollzogen ist. Mal gespannt, wie sie das machen wollen.

Für Griechenland besteht natürlich ein großes Interesse, die Schulden anderen aufzuhalsen.


Natürlich, das ist das Ziel der Übung. Echte Strukturreformen gab es in den letzten Jahren nicht und wird es auch nie geben, solange die Machthaber (Oligarchen) und die Gesellschaft selbst das blockieren.

Klar ist lediglich, dass Syriza die ganzen Phantastereien mit weiterhin hohen Renten, vielen neuen Beamten usw. nicht einhalten wird können. Zumindest nicht im Euro.


Was machen dann nur die Freunde von Tsipras und Varoufakis, wenn sie nicht die versprochenen Beamtenposten kriegen? Richtig, auf die Troika und die EU schimpfen. :)

Wenn sie selbst wieder Geld drucken, können sie natürlich ihr wertloses Papiergeld unter die Leute bringen.

Griechenland hat zuletzt massive Korrekturprozesse erfahren, das BIP ist um 26% gesunken. Die Löhne sind aber noch nicht ganz wettbewerbsfähig, wenn man als Vergleich den Nachbarn Türkei heranzieht. Aber das wird auch noch automatisch erfolgen. Ob die Griechen das nun wollen oder nicht. Das ist keine Frage, über die man an der Wahlurne entscheidet, genauswenig, wie man wählen geht, wie morgen das Wetter werden soll. :cool:


Eben, die härtesten Reformen und Einschnitte blühen GR wenn sie den Grexit vollziehen und dafür stehen die Chancen laut Bild-Zeitung bei 89%, dass er kommt. :D
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Wähler » Sa 4. Jul 2015, 09:33

Blickwinkel » Sa 4. Jul 2015, 07:28 hat geschrieben:Eben, wobei Podemos auf Distanz zu Syrizia gegangen ist. Ist aber auch egal, GR soll ruhig aus dem Euro austreten und dann müssen sie sowieso noch härtere Einschnitte hinnehmen als jetzt, weil ihnen immer noch niemand Geld geben will.

Kibuka » Sa 4. Jul 2015, 08:06 hat geschrieben:Griechenland hat zuletzt massive Korrekturprozesse erfahren, das BIP ist um 26% gesunken. Die Löhne sind aber noch nicht ganz wettbewerbsfähig, wenn man als Vergleich den Nachbarn Türkei heranzieht. Aber das wird auch noch automatisch erfolgen. Ob die Griechen das nun wollen oder nicht. Das ist keine Frage, über die man an der Wahlurne entscheidet, genauswenig, wie man wählen geht, wie morgen das Wetter werden soll. :cool:

Die Korrekturprozesse und Strukturreformen in der griechischen Wirtschaft sollten aber von einer sinnvollen Finanz- Wirtschafts- und Sozialpolitik begleitet werden. Der Markt allein wird es nicht richten. Irgendeine nationale oder EU-Institution muss sich auch um die Armen und Kranken kümmern.
Zuletzt geändert von Wähler am Sa 4. Jul 2015, 09:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon zollagent » Sa 4. Jul 2015, 09:38

bakunicus » Fr 3. Jul 2015, 18:44 hat geschrieben:seehofer, schäuble, jörg asmussen, monti, greenspan und hans-werner sinn würden jedenfalls tobsuchtsanfälle kriegen ...

Die würden grinsen. Denn es gibt niemanden, der solchen Unfug als Währung annehmen würde. Der alte Verlierertraum vom Verbessern der Stellung in der Gesellschaftpyramide durch eine Änderung eines Geldsystems wird nicht funktionieren.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Blickwinkel » Sa 4. Jul 2015, 09:42

Wähler » Sa 4. Jul 2015, 10:33 hat geschrieben:
Die Korrekturprozesse und Strukturreformen in der griechischen Wirtschaft sollten aber von einer sinnvollen Finanz- Wirtschafts- und Sozialpolitik begleitet werden. Der Markt allein wird es nicht richten. Irgendeine nationale oder EU-Institution muss sich auch um die Armen und Kranken kümmern.


Wie geschrieben, Struktureformen sind in den letzten Jahren kaum erfolgt, warum sollte das jetzt was werden? GR ist übrigens schon zig-mal pleite gegangen und hat daraus (scheinbar) nichts gelernt.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon zollagent » Sa 4. Jul 2015, 09:42

Córdoba » Sa 4. Jul 2015, 05:10 hat geschrieben:Struktur ist wichtig.

Man kann sagen, daß praktisch alle problematischen Staaten dieser Erde unter Strukturproblemen leiden.
->korrupte Verwaltung, Vetternwirtschaft, mangelhafte Infrastruktur.
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Die einzige Lösung ist das Beheben der Strukturprobleme und nicht das Bewahren von vermeintlichen Besitzständen auf Kosten Dritter.
Zuletzt geändert von zollagent am Sa 4. Jul 2015, 09:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Wähler » Sa 4. Jul 2015, 09:46

Wähler » Sa 4. Jul 2015, 10:33 hat geschrieben:Die Korrekturprozesse und Strukturreformen in der griechischen Wirtschaft sollten aber von einer sinnvollen Finanz- Wirtschafts- und Sozialpolitik begleitet werden. Der Markt allein wird es nicht richten. Irgendeine nationale oder EU-Institution muss sich auch um die Armen und Kranken kümmern.

Blickwinkel » Sa 4. Jul 2015, 09:42 hat geschrieben:Wie geschrieben, Struktureformen sind in den letzten Jahren kaum erfolgt, warum sollte das jetzt was werden? GR ist übrigens schon zig-mal pleite gegangen und hat daraus (scheinbar) nichts gelernt.

Vielleicht schaffen sie es ja in Kooperation mit den anderen EU-Ländern. Ich bin da nicht so pessemistisch.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Blickwinkel » Sa 4. Jul 2015, 09:47

Wähler » Sa 4. Jul 2015, 10:46 hat geschrieben:
Vielleicht schaffen sie es ja in Kooperation mit den anderen EU-Ländern. Ich bin da nicht so pessemistisch.


Ich schon, weil die Griechen das als Einmischung oder Okkupation ihres Landes ansehen werden. Es wird nicht funktionieren.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon JJazzGold » Sa 4. Jul 2015, 10:25

Wähler » Sa 4. Jul 2015, 10:33 hat geschrieben:
Die Korrekturprozesse und Strukturreformen in der griechischen Wirtschaft sollten aber von einer sinnvollen Finanz- Wirtschafts- und Sozialpolitik begleitet werden. Der Markt allein wird es nicht richten. Irgendeine nationale oder EU-Institution muss sich auch um die Armen und Kranken kümmern.


Ich gehe davon aus, dass es dafür Hilfspakete geben wird, wenn ich mir auch die Verteilung der Gelder und deren sachgerechte Anwendung zurzeit noch nicht so richtig vorstellen kann. Das lässt sich sich aber sicher einrichten.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon unity in diversity » Sa 4. Jul 2015, 15:46

JJazzGold » Sa 4. Jul 2015, 10:25 hat geschrieben:
Ich gehe davon aus, dass es dafür Hilfspakete geben wird, wenn ich mir auch die Verteilung der Gelder und deren sachgerechte Anwendung zurzeit noch nicht so richtig vorstellen kann. Das lässt sich sich aber sicher einrichten.

Nach EU-Verständnis sind die Griechen Falschwähler gewesen, weil sie sich Syriza vor die Türe geworfen haben.
Das muß und wird geahndet werden.
Wenn sie morgen mit Nein stimmen, werden alle Münzen und Scheine mit der Eule und anderen griechischen Symbolen drauf, von der EZB verrufen.
Danach können die Griechen ihre Matratzen zu den Banken schleppen und es heißt lapidar, legen sie es auf die Waage, wir zahlen Materialwert.
Stimmen sie mit Ja, müssen sie ihr Geld umgehend wieder in die allerheiligsten Geldkathedralen einzahlen, damit darauf Zwangsabgaben erhoben werden können.
Die Einschläge kommen näher.
Es winken allen Deutschen, der Ukraine- und der Griechen-Cent.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon zollagent » Sa 4. Jul 2015, 15:50

unity in diversity » Sa 4. Jul 2015, 15:46 hat geschrieben:Nach EU-Verständnis sind die Griechen Falschwähler gewesen, weil sie sich Syriza vor die Türe geworfen haben.
Das muß und wird geahndet werden.
Wenn sie morgen mit Nein stimmen, werden alle Münzen und Scheine mit der Eule und anderen griechischen Symbolen drauf, von der EZB verrufen.
Danach können die Griechen ihre Matratzen zu den Banken schleppen und es heißt lapidar, legen sie es auf die Waage, wir zahlen Materialwert.
Stimmen sie mit Ja, müssen sie ihr Geld umgehend wieder in die allerheiligsten Geldkathedralen einzahlen, damit darauf Zwangsabgaben erhoben werden können.
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Würde die EZB den Vorstellungen Tsipras folgen dann würde uns ein Griechenland-Euro winken, nicht nur ein Cent.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon unity in diversity » Sa 4. Jul 2015, 15:58

zollagent » Sa 4. Jul 2015, 15:50 hat geschrieben:Würde die EZB den Vorstellungen Tsipras folgen dann würde uns ein Griechenland-Euro winken, nicht nur ein Cent.

Onkel Sam hat aus geostrategischen Gründen Einspruch gegen die EU-"Rettungspolitik" erhoben.
:)
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon zollagent » Sa 4. Jul 2015, 16:22

unity in diversity » Sa 4. Jul 2015, 15:58 hat geschrieben:Onkel Sam hat aus geostrategischen Gründen Einspruch gegen die EU-"Rettungspolitik" erhoben.
:)

Der kann Einspruch erheben, wie er will. Wer mitbestimmen will, muß mitbezahlen.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon unity in diversity » Sa 4. Jul 2015, 16:58

zollagent » Sa 4. Jul 2015, 16:22 hat geschrieben:Der kann Einspruch erheben, wie er will. Wer mitbestimmen will, muß mitbezahlen.

Diese Forderung hat das Zeug, dich nach Guantanamo zu verbringen.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 4. Jul 2015, 17:46

happySchland » Fr 3. Jul 2015, 21:03 hat geschrieben:Syriza ist den Gläubigern sehr weit entgegengekommen... .


Da kann man nur von Wahrnehmungsverzerrung reden. Griechenland leiht sich Geld, kann seine Schulden nicht bezahlen. Die Folgen: Schuldenschnitt, Umschuldung, Aussetzung von Tilgungen, günstige Refinanzierung, neue Kredite. In Relation die Staatsschuld ist die Zinslast, die Griechenland heute trägt niedriger als die der BRD.

Aber Syriza kommt den Gläubigern entgegen :-))) Mit was bitte? Damit, dass sie ihre Schulden nicht zahlen?
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon zollagent » Sa 4. Jul 2015, 17:48

unity in diversity » Sa 4. Jul 2015, 16:58 hat geschrieben:Diese Forderung hat das Zeug, dich nach Guantanamo zu verbringen.

Tatsächlich? Wer fordert, muß den Geldbeutel aufmachen. Eigentlich etwas, was unseren Linken doch gefallen müßte.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon unity in diversity » Sa 4. Jul 2015, 17:50

zollagent » Sa 4. Jul 2015, 17:48 hat geschrieben:Tatsächlich? Wer fordert, muß den Geldbeutel aufmachen. Eigentlich etwas, was unseren Linken doch gefallen müßte.

Die USA fordern aus geostrategischen Gründen eine Abkehr von den neoliberalen Lebenslügen.
Das hat es noch nie gegeben.
:D

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