Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon H2O » Mi 26. Jul 2017, 08:34

Nomen Nescio hat geschrieben:(25 Jul 2017, 22:25)

ich hörte soeben eine stunde lang einen interview mit einem mann, der sowohl in afrika als südamerika als griechenland gearbeitet hat. u.a. auch für die weltbank.

eine sehr deutliche aussprache von ihm war »es kann in G immer noch schlechter. wenn man es vergleicht mit afrika...«.
darauf erzählte er wie er für das transportbetrieb von athene in brüssels eine lobbykampagne begann. das betrieb hatte 8.500 arbeitnehmer und die EU + IWF forderten eine kürzung von 10%. also 850 menschen drohte entlassung.
er kam mit einer alternative lösung. das IWF ging als erste um. die euroländer war schwieriger, aber schlußendlich stimmten auch sie zu. als er sein plan realisiert hatte, betrugen die kosten 20% weniger und waren keine menschen entlassen.

dennoch, so sagte er, ohne eine schuldverminderung wird griechenland NIE aus der misère kommen.
und ja, die kredite der EU haben absolut geholfen. er hatte große einwände dagegen, aber gibt zu »die EU hat gut auf die verwendung von geldern aufgepaßt und G tut es sehr gut. ohne minderung der schuld bleibt es aber trümmer aufräumen. kann nichts bleibendes gemacht werden«.

meine konklusion: offensichtlich kann in G hier und da einiges »gestreamlined« werden. dennoch muß auch finanziell echte hilfe geleistet werden.


Immerhin bemerkenswert, daß in diesem Fall Griechenlands Wirtschaftsbetrieb nur unter strenger ausländischer Aufsicht auf einen Grünen Zweig kommen konnte. Ich würde vereinfacht daraus schließen, daß dieses Land sich aus eigener Kraft nicht erhalten kann. So gesehen bräuchte das Land eine Art Insolvenzverwaltung, damit es weiter als Staat funktionieren kann. Das wäre doch eine ziemlich niederschmetternde Erkenntnis! Ein Land als Kindergarten!
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Ger9374 » Mi 26. Jul 2017, 08:48

Die Fähigkeit alleine nur den Staat effizient zu führen müsste Griechenland ja auch erst unter dem Schuldendebakel selbst lernen. Die oft so als hart angesehene E.U und IWF Verhandlungsführung müsste ja wegen der teils unfähigen und ineffizienten Griechischen Verwaltung so sein. Griechenland wird noch etwas länger die Hilfe der Profis aus Europa und dem IWF brauchen um nicht gleich wieder abzustürzen.
Darum ein verfrühter Schuldenerlass kann wieder zum Chaos und Leichtsinn führen. Die Zügel müssen noch länger bleiben.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon H2O » Mi 26. Jul 2017, 12:50

Vielleicht hätte ich richtiger sagen sollen, daß Griechenland sich noch nicht mit unseren industrialisierten und durchorganisierten Staatswesen mit vielfachen Kontrollen anfreunden konnte? Insofern wäre der künftige Finanzminister der Eurogruppe gefordert, auf entsprechend neuzeitlicher Organisation der Einnahmen und Ausgabenkontrolle zu bestehen.

In der EU sehen wir ja nicht nur unsere Hellenen in Nöten. Wie wäre es denn, wenn man Tandems bildete, in denen ein ausgewiesen erfolgreicher Partner sich mit einem Partner in Schwierigkeiten zusammen tut, um in kürzerer Zeit das Ziel zuverlässiger Haushaltsführung und sinnvoller Investitionen zu erreichen? Ich stelle mir vor, daß dann ohne ständigen Streit und hämische Bemerkungen mit der EU-Kommission solche Entwicklungen geräuschlos und im Einvernehmen abgearbeitet werden.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Misterfritz » So 4. Feb 2018, 19:29

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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon H2O » So 4. Feb 2018, 19:40



Wenn gar nichts mehr klappen will, dann funktioniert immer noch der Nationalismus. Niemand hat den Griechen vermittelt, daß die EU als Staatenbund und vielleicht eines Tages als Föderation die bitteren Grenzziehungen bedeutungslos machen will. Vielleicht wollen die Griechen eine solche Entwicklung aber auch gar nicht. Dann stellen sich ganz andere Fragen für die EU.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Nomen Nescio » So 4. Feb 2018, 21:15


offensichtlich müssen sie ihren stolz doch auf irgendeine weise abblasen können.
nathan über mich: »er ist der unlinkste Nicht-Rechte den ich je kennengelernt habe. Ein Phänomen!«
blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 3. Mär 2018, 16:36

Die Summe der fälligen aber nicht bezahlten Steuern und Abgaben an den griechischen Staat hat letzten November die 100 Mrd € Grenze überschritten und seit mehreren Jahren kommt jedes Monat ca. 1 Mrd. € dazu. http://greece.greekreporter.com/2018/01 ... -e100-bln/ Der gesamte Jahreshaushalt des griechischen Staats lag 2017 bei ca 90 Mrd. €, die Gesamtverschuldung bei ca 320 Mrd €. Sieht irgendwie aber nicht danach aus als ob der Staat die 100 Mrd € noch mit Nachdruck eintreiben will. Nicht so schlimm, borgt man sich halt noch etwas bei den 3 bekannten Großgläubigern oder ab August (da läuft das aktuelle Hilfsprogramm aus) an den Finanzmärkten.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Orbiter1 » So 4. Mär 2018, 17:28

Der griechische Ministerpräsident Tsipras lässt nichts anbrennen und hat bereits kurz nach der Bekanntgabe der SPD-Abstimmung zur Groko mit dem designierten Finanzminister Olaf Scholz telefoniert. Hier sein Tweet.

„I called Olaf Scholz earlier to congratulate and wish him every success in his new role. Although this was a difficult decision for SPD’s members, we hope that it will prove decisive in reshaping German policy in Europe to the direction of inclusive growth as opposed to austerity.“

Schluß mit der Austerität, Griechenland möchte wieder Schulden machen. Sollte auch kein Problem sein wenn man sich vorher noch auf einen Schuldenschnitt einigen kann. Vielleicht in der Größenordnung des „freiwilligen“ Schuldenschnitts von 2012. Damals wurden Griechenland von den privaten Gläubigern 107 Mrd. € erlassen. Wenn man diese Summe auf die nichtgriechischen Steuerzahler der Euro-Zone umlegt ist dass ja nur eine sehr bescheidene Summe pro Person. Und man hat dann wieder 5 oder 6 Jahre Ruhe bis zum nächsten Schuldenschnitt.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon H2O » Mo 5. Mär 2018, 09:48

Auf welcher Grundlage will man denn in Griechenland Besserung erreichen? Gemäß Transparency International ist die Korruption in Griechenland weit verbreitet: Platz 67 in der Rangliste der beobachteten Korruption, weit hinter Rumänien (Platz 57), dem Sorgenkind der EU!
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Apr 2018, 06:15

Die FAZ fällt ein vernichtendes Urteil über die anstehende Phase Griechenlands ohne Aufsicht der Gläubiger.

„Ende März wurden noch einmal 6,7 Milliarden Euro nach Athen überwiesen. Im August endet das dritte Hilfspaket, das im Sommer 2015 nach nervenaufreibenden Verhandlungen beschlossen wurde. ... Doch warum sollten Anleger in Griechenland investieren? Weil sie Mutproben lieben? Weil sie mehr an die langfristige Lösung der griechischen Probleme glauben und weniger an schnelle Gewinne? Welches Unternehmen will in Griechenland investieren, wenn es an Planungs- und Rechtssicherheit fehlt, wenn der staatliche Verwaltungsapparat ineffizient und bestechlich ist? Wenn Ausschreibungen Jahre dauern, lang geplante Bauvorhaben plötzlich gekippt und Auflagen verschärft werden, weil irgendjemand über Nacht Bedenken anmeldet? ...

Stillstand herrscht auch bei der Modernisierung des Landes, und das seit Jahrzehnten. Während man sich in Europa mit den Herausforderungen der Digitalisierung befasst und über die Zukunft der Arbeitswelt und der Industrie diskutiert, drehte sich in Griechenland vor der Krise alles um Konsum. ... Auch das Bildungssystem ist schwach, der Forschung fehlt das Umfeld aus Hightech-Start-ups und Universitäten. Trotz mancher Erfolge bei den Reformen und der Konsolidierung der Staatsfinanzen ändert sich nichts an den tief in der Geschichte Griechenlands wurzelnden Problemen: an Korruption, Vetternwirtschaft, Klientelismus und den damit verbundenen Verhältnissen im Staatsapparat, die keine Troika jemals durchleuchten kann. ....

Kafkaesk auch das traditionsreiche, von allen Regierungsparteien gepflegte System der Metakliti. Ein Metaklitos ist ein Staatsangestellter, der jeweils der Regierungspartei nahesteht und von ihr per Gesetz aus seiner derzeitigen Position auf eine neue Stelle versetzt wird, unabhängig von seiner Qualifikation. Metakliti sind ein altbewährtes Instrument jeder Regierungspartei. Sie sind im griechischen Parteienstaat das Bindeglied zwischen Regierung, Staat und Volk. So wird aus einem Englischlehrer der Vorsitzende eines Transportunternehmens, aus einem Feuerwehrmann der Generalsekretär der Rentenkasse für Rechtsanwälte und aus einem Vulkaniseur auf der Insel Santorin der Leiter eines Krankenhauses. ...

Wie keine Partei vor ihr hat Syriza eine regelrechte Industrie der Metakliti errichtet. Am laufenden Band werden per Gesetz neue Komitees eingerichtet. In einem einzigen Jahr waren es 549, alle mit Metakliti besetzt, drei je Komitee. Ein Komitee für Kinderbibliotheken, eins für die Kontrolle des Krankenhauses auf Santorin und eines für die Evaluierung der Beschwerden von Staatsangestellten, die mit ihrer Evaluierung nicht einverstanden sind. ...

Niemand wird zur Verantwortung gezogen, niemand muss Rechenschaft ablegen. Nicht die Schmuggler, die unbehelligt Benzin und Tabak verkaufen. Nicht die Unternehmen, Freiberufler und Dienstleister, die das Steueramt umschiffen und die Schattenwirtschaft laut Internationalem Währungsfonds auf 27 Prozent des Bruttosozialprodukts haben anwachsen lassen. Schon gar nicht die Reichen, die auf der Liste stehen, die schon 2010 die damalige französische Finanzministerin Christine Lagarde ihrem griechischen Amtskollegen aushändigte. ...

Um aus der Krise zu kommen, sich nicht länger selbst im Wege zu stehen, braucht Griechenland in erster Linie eins: den neuen Menschen. Doch auch er wird nicht kommen. Nur eines kommt sicher – das Zurückdrehen möglichst vieler mit der Troika vereinbarter Gesetze und Verordnungen. Und zwar durch die Hintertür, leise und still.“

Quelle: http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/ele ... 5.amp.html

So ein Land hat in der EU nichts verloren. Die EU will aber unbedingt 6 ähnlich gestrickte Länder, die Westbalkanstaaten, aufnehmen. Warum lernt die EU nicht aus ihren Fehlern? Griechenland ist inzwischen 30 Jahre dabei und hat eine unglaublich tiefe Krise durchlebt, geändert hat sich aber nichts.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Senexx » Fr 20. Apr 2018, 06:23

Warum die EU nichts gelernt hat?

Die EU hat gelernt. Zumindest die Brüsseler Bürokratie. Sie will mehr korrupte Staaten. Mehr Staaten, die an der Leine liegen, beschleunigen ihren Machtzuwachs. Mehr Korruption, mehr Undurchsichtigkeit, schwächt Kontrollnormen, macht es der Brüsseler Bürokratie einfacher, ihre absurd hohen Gehälter zu verteidigen. Die Brüsseler Bürokratie ist alleine um ihr Wohlergehen, ihr Florieren besorgt. Deshalb treibt sie den Expansion der EU voran.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 27. Apr 2018, 10:56

Orbiter1 hat geschrieben:(04 Mar 2018, 17:28)

Schluß mit der Austerität, Griechenland möchte wieder Schulden machen. Sollte auch kein Problem sein wenn man sich vorher noch auf einen Schuldenschnitt einigen kann. Vielleicht in der Größenordnung des „freiwilligen“ Schuldenschnitts von 2012. Damals wurden Griechenland von den privaten Gläubigern 107 Mrd. € erlassen.
Da bin ich ja mit meiner Einschätzung hinsichtlich der Größenordnung richtig gelegen. Der IWF schlägt für Griechenland einen Schuldenerlaß von 100 Mrd € vor. Das ist auch fast genau die Summe der fälligen, aber nicht bezahlten Steuern der griechischen Unternehmen und Bürger. Nachdem das Eintreiben von Steuern aber so mühselig ist werden wohl die trotteligen Steuerzahler der Euro-Zone die 100 Mrd. € bezahlen müssen. Griechenland hat auch schon Pläne was mit der neu gewonnenen fianziellen Freiheit gemacht wird. Es steht der Kauf von 2 französischen Fregatten zum Stückpreis von 1 Mrd. € an. ´

"Es geht um rund 100 von den 300 Milliarden griechischer Staatsschulden, die auf Verlangen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hier zur Debatte stehen. Dieser hatte seine Teilnahme am griechischen Rettungspaket davon abhängig gemacht, dass am Ende ein so kräftiger Schuldenerlass stehen müsse, dass das Land wirtschaftlich ohne weitere Hilfen lebensfähig wird. Es geht dem IWF darum, das wieder angesprungene Wachstum nicht durch die Lasten aus dem Schuldendienst zu ersticken, so die Begründung. ....
Politisch aber ist der Fregattenkauf derzeit eine heiße Kartoffel. Wie kann die Bundesregierung dem deutschen Steuerzahler erklären, dass Griechenland einen Schuldennachlass erhält, um mit dem gesparten Geld französische Kriegsschiffe zu kaufen? Angela Merkel und Olaf Scholz werden sich an diesem Punkt etwas einfallen lassen müssen." Quelle: http://www.dw.com/de/griechenland-schul ... a-43548948

Das ist doch nun wirklich kein Problem sich da was einfallen zu lassen. Griechenland bekommt den Schuldenschnitt von 100 Mrd. €, aber nur wenn sie nicht mehr Mitglied der Euro-Zone sind und auch nie mehr den Antrag auf Mitgliedschaft in der Euro-Zone stellen dürfen.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon H2O » Sa 28. Apr 2018, 08:07

@ Orbiter1:

Kann man nicht mit dieser Griechenland-Geschichte schöpferischer umgehen? Frankreich will die beiden Fregatten gegen EU-Geld los werden. Meine Vermutung: Die wurden für Rußland gebaut, aber die Lieferung nicht vollzogen, weil das nach der Besetzung der Krim etwas komisch gewirkt hätte.

Also bezahlen wir die Fregatten aus dem Bundeshaushalt mitsamt Infrastruktur. Dann hat Frankreich Geld, das es offenbar braucht. Anschließend schlagen wir vor, die Bundesmarine und die Marine Nationale zu einer gemeinsamen Marine zusammen zu fassen. Dieser Marine können sich andere EU-Marinen mit Mann und Maus anschließen. Über Einsätze entscheidet der EU-Ministerrat der beteiligten Verteidigungsminister mit Mehrheit, die Führung der Marine wechselt zyklisch zwischen den beteiligten Ländern, und im Einsatzfall wird dieser Wechsel angehalten. Das gemeinsame Marinehauptquartier und Materialamt sitzt dann in Brest/Bretagne. Die Finanzierung der gemeinsamen Marine wird über einen gemeinsamen Marinehaushalt der beteiligten Länder bestritten.

Damit wäre Griechenland außen vor; kann sich an der gemeinsamen Marine beteiligen mit eigenem Personal und Material, die gemeinsame Marine ist 2 Fregatten stärker geworden, und griechische Marinesoldaten können darauf Dienst leisten mit französischen, deutschen und ...?... Kameraden.

Und Griechenland muß keine Schuldzinsen mehr bezahlen, so lange es nicht irgendwo und irgendwie neue Kredite aufnimmt. Die aufgenötigte griechische Schwarze Null also!

Die EU tickt ja wohl nicht sauber!
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon KarlRanseier » Sa 28. Apr 2018, 08:23

Orbiter1 hat geschrieben:(27 Apr 2018, 11:56)

Da bin ich ja mit meiner Einschätzung hinsichtlich der Größenordnung richtig gelegen. Der IWF schlägt für Griechenland einen Schuldenerlaß von 100 Mrd € vor. Das ist auch fast genau die Summe der fälligen, aber nicht bezahlten Steuern der griechischen Unternehmen und Bürger. Nachdem das Eintreiben von Steuern aber so mühselig ist werden wohl die trotteligen Steuerzahler der Euro-Zone die 100 Mrd. € bezahlen müssen. Griechenland hat auch schon Pläne was mit der neu gewonnenen fianziellen Freiheit gemacht wird. Es steht der Kauf von 2 französischen Fregatten zum Stückpreis von 1 Mrd. € an. ´

"Es geht um rund 100 von den 300 Milliarden griechischer Staatsschulden, die auf Verlangen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hier zur Debatte stehen. Dieser hatte seine Teilnahme am griechischen Rettungspaket davon abhängig gemacht, dass am Ende ein so kräftiger Schuldenerlass stehen müsse, dass das Land wirtschaftlich ohne weitere Hilfen lebensfähig wird. Es geht dem IWF darum, das wieder angesprungene Wachstum nicht durch die Lasten aus dem Schuldendienst zu ersticken, so die Begründung. ....
Politisch aber ist der Fregattenkauf derzeit eine heiße Kartoffel. Wie kann die Bundesregierung dem deutschen Steuerzahler erklären, dass Griechenland einen Schuldennachlass erhält, um mit dem gesparten Geld französische Kriegsschiffe zu kaufen? Angela Merkel und Olaf Scholz werden sich an diesem Punkt etwas einfallen lassen müssen." Quelle: http://www.dw.com/de/griechenland-schul ... a-43548948

Das ist doch nun wirklich kein Problem sich da was einfallen zu lassen. Griechenland bekommt den Schuldenschnitt von 100 Mrd. €, aber nur wenn sie nicht mehr Mitglied der Euro-Zone sind und auch nie mehr den Antrag auf Mitgliedschaft in der Euro-Zone stellen dürfen.



Früher war es immer Bedingung für weitere Kredite, dass Griechenland deutsche Waffen kauft. Merkel verlangte, dass Griechenland spart [...]. Gewinnbringende Infrastruktur wie Flughäfen hatte der Staat an deutsche "Investoren" zu verschleudern und deutsche Waffen zu kaufen. Denn wenn's um "Arbeitsplätze" in der Rüstungsindustrie geht, versteht der Deutsche traditionell keinen Spaß.

Das Geld von griechischen Steuerbetrügern, das in anderen Ländern, insbesondere natürlich in der Schweiz, gebunkert ist, bleibt selbstverständlich unangetastet und sicher. Schließlich ist nur systemunrelevanter Pöbel zu schröpfen, nicht die Wohlhabenden. Dieses Prinzip gilt ja auch bei uns.
Zuletzt geändert von Brainiac am Sa 28. Apr 2018, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: [MOD] diffamierende Unterstellungen
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 28. Apr 2018, 10:07

KarlRanseier hat geschrieben:(28 Apr 2018, 09:23)

Früher war es immer Bedingung für weitere Kredite, dass Griechenland deutsche Waffen kauft. Merkel verlangte, dass Griechenland spart [...]. Gewinnbringende Infrastruktur wie Flughäfen hatte der Staat an deutsche "Investoren" zu verschleudern und deutsche Waffen zu kaufen. Denn wenn's um "Arbeitsplätze" in der Rüstungsindustrie geht, versteht der Deutsche traditionell keinen Spaß.
Schwachsinn.
Das Geld von griechischen Steuerbetrügern, das in anderen Ländern, insbesondere natürlich in der Schweiz, gebunkert ist, bleibt selbstverständlich unangetastet und sicher. Schließlich ist nur systemunrelevanter Pöbel zu schröpfen, nicht die Wohlhabenden. Dieses Prinzip gilt ja auch bei uns.
Erzählen sie hier keine Märchen. Alle Regierungen Griechenlands, von ziemlich weit links bis ziemlich weit rechts, haben die kostenlos zur Verfügung gestellte Lagardère-CD mit den griechischen Steuerhinterziehern mehr oder weniger in der Versenkung verschwinden lassen, hier in Deutschland gibt der Fiskus Millionen für den Ankauf von CD´s mit Steuerhinterziehern aus, und im Anschluss daran kommt es auch zu massenhaft Selbstanzeigen und Nachzahlungen in Mrd-Höhe.
Zuletzt geändert von Brainiac am Sa 28. Apr 2018, 11:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: [MOD] Zitat editiert
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon KarlRanseier » Sa 28. Apr 2018, 10:28

Orbiter1 hat geschrieben:(28 Apr 2018, 11:07)

Schwachsinn.
Erzählen sie hier keine Märchen. Alle Regierungen Griechenlands, von ziemlich weit links bis ziemlich weit rechts, haben die kostenlos zur Verfügung gestellte Lagardère-CD mit den griechischen Steuerhinterziehern mehr oder weniger in der Versenkung verschwinden lassen, hier in Deutschland gibt der Fiskus Millionen für den Ankauf von CD´s mit Steuerhinterziehern aus, und im Anschluss daran kommt es auch zu massenhaft Selbstanzeigen und Nachzahlungen in Mrd-Höhe.




Das ist kein Schwachsinn, sondern den Mainstreammedien entnommen. Gurgeln sollte man allerdings können... :rolleyes:

In Bayern wurden Finanzbeamte, die großen Steuerbetrügern auf die Füße getreten sind, in die Klapsmühle gesteckt, weil sich soetwas nicht gehört. Finanzbeamte sind weisungsgebunden.
Auch das ist bekannt und ebenfalls den Mainstreammedien zu entnehmen.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 28. Apr 2018, 10:51

KarlRanseier hat geschrieben:(28 Apr 2018, 11:28)

In Bayern wurden Finanzbeamte, die großen Steuerbetrügern auf die Füße getreten sind, in die Klapsmühle gesteckt, weil sich soetwas nicht gehört.
In die Klapsmühle gehören vorr allem Leute die nicht in der Lage sind zwischen der weit verbreiteten Korruption in Griechenland und der um Welten geringeren Korruption in Deutschland und den entsprechenden Bemühungen der jeweiligen Regierungen zu unterscheiden.
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Re: Neuwahlen in Griechenland - kommt die Eurokrise zurück?

Beitragvon H2O » So 29. Apr 2018, 12:23

Die Korruption in Griechenland war doch so zu sagen ein Weltthema unter der Überschrift "fakelakis", was wohl neugriechisch Briefumschlag / φάκελος heißt. Für jede Dienstleistung eines Amtes, eines Arztes... was weiß ich, war / ist eine kleine Spende gefällig.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon frems » Do 21. Jun 2018, 09:22

H2O hat geschrieben:(27 Feb 2018, 22:09)
Na ja, deutsche Politiker sind sicher nicht ständig in Geberlaune.;)

Stimmt. Nehmen ist da beliebter ;) -> http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 14134.html
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
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Re: Rückbau der EU

Beitragvon H2O » Do 21. Jun 2018, 10:06

frems hat geschrieben:(21 Jun 2018, 10:22)

Stimmt. Nehmen ist da beliebter ;) -> http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 14134.html


Man hätte die griechischen Anleihen gar nicht kaufen sollen; dann wäre das immer wieder auflebende Gerede über einen Schuldenerlaß auch nicht so unterhaltsam. Zinsen sind Ausdruck eines Risikos, das mit einer Anleihe verbunden ist. Verschenken ist nicht; schon gar nicht auf Dauer! Wozu, warum, weshalb?

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