Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Mi 15. Aug 2018, 12:59

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2018, 13:09)

Die da wären...? Wieso nicht dürfen? Wer verbietet dies?
Wie konnte es denn deiner Meinung nach passieren, daß sich die Bevölkerung von Afrika nicht ähnlich entwickeln konnte wie die Europas? Ursache?


....z.B. klimatische Verhältnisse. Eine gesellschaftliche Evolution war einfach nicht notwendig, weil es keine entsprechende Entwicklung von Produktionsmitteln ( Stichwort Textilindustrie, Webstuhl, Dampfmaschine, Elektritizät usw. ) und somit von Strukturierung komplexer Gesellschaften gab.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 15. Aug 2018, 13:07

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Aug 2018, 13:59)

....z.B. klimatische Verhältnisse. Eine gesellschaftliche Evolution war einfach nicht notwendig, weil es keine entsprechende Entwicklung von Produktionsmitteln ( Stichwort Textilindustrie, Webstuhl, Dampfmaschine, Elektritizät usw. ) und somit von Strukturierung komplexer Gesellschaften gab.

Du hast da noch einige wichtige Dinge vergessen die bezüglich der Neuzeitregelung der afrikanischen Bevölkerung und dessen Entwicklung wesentlich entscheidener waren. Aber ich vermute mal wieder, daß du davon nix wissen willst.
Aber ein wichtigen Grund hast du angedeutet.
Es gab kein Wissenstransfer wie zwischen Europa und Asien und alles was dazwischen liegt.
Der erste Transfer zwischen Europa und Afrika waren Sklaven und Rohstoffe und daran hat sich nicht allzuviel geändert, nimmt man mal die traditionelle Sklavenrolle raus.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Mi 15. Aug 2018, 13:25

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:07)

Du hast da noch einige wichtige Dinge vergessen die bezüglich der Neuzeitregelung der afrikanischen Bevölkerung und dessen Entwicklung wesentlich entscheidener waren. Aber ich vermute mal wieder, daß du davon nix wissen willst.
Aber ein wichtigen Grund hast du angedeutet.
Es gab kein Wissenstransfer wie zwischen Europa und Asien und alles was dazwischen liegt.
Der erste Transfer zwischen Europa und Afrika waren Sklaven und Rohstoffe und daran hat sich nicht allzuviel geändert, nimmt man mal die traditionelle Sklavenrolle raus.

Warum?
Anstrengende, ungesunde, unattraktive und mies bezahlte Arbeitsplätze, für die sich Europäer zu fein sind, wollt ihr doch mit Migranten besetzen, oder wie beurteilst du einige deiner menschenverachtenden Posts in diesem Faden?
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Mi 15. Aug 2018, 13:26

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:07)

Du hast da noch einige wichtige Dinge vergessen die bezüglich der Neuzeitregelung der afrikanischen Bevölkerung und dessen Entwicklung wesentlich entscheidener waren. Aber ich vermute mal wieder, daß du davon nix wissen willst.
Aber ein wichtigen Grund hast du angedeutet.
Es gab kein Wissenstransfer wie zwischen Europa und Asien und alles was dazwischen liegt.
Der erste Transfer zwischen europa und Afrika waren Sklaven und Rohstoffe und daran hat sich nicht allzuviel geändert, nimmt man mal die traditionelle Sklavenrolle raus.


Sklavenhalterei gab es auch unter Afrikanern, unter Europäern sowieso. Sogar, als Schwarze aus den US zurück nach Afrika gingen und dort den Staat Liberia (!) gründeten, hielten sie sich sofort schwarze Sklaven.
Der Rassismus von Afrikanern untereinander ist ein Extra besonderer Güte. Hier kann man ein paar Infos lesen, die sich mit meinen persönlichen Erfahrungen decken.
https://www.mzungu.info/index.php/Threa ... in-Afrika/

Ansonsten ist zu konstatieren, dass von der Begegnung Afrikas mit europäischer Kultur bislang grundlegend lediglich Das übrig blieb, was auch die afrikanischen Stammesgesellschaften wirklich interessiert: bessere Waffen!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 15. Aug 2018, 13:30

unity in diversity hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:25)

Warum?
Anstrengende, ungesunde, unattraktive und mies bezahlte Arbeitsplätze, für die sich Europäer zu fein sind, wollt ihr doch mit Migranten besetzen, oder wie beurteilst du einige deiner menschenverachtenden Posts in diesem Faden?

Welche post ist denn menschenverachtend, werde mal konkret wenn du schon rumstänkern willst?
Wie kommst du eigentlich auf die Annahme, daß Arbeit in Europa menschenverachtend ist , gerade wenn man sie mal in Bezug zu den Realitäten in den Heimatländern stellt.
Wir haben btw. den Mindeslohn, der gilt natürlich auch für solche Arbeitnehmer.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Mi 15. Aug 2018, 13:38

Senexx hat geschrieben:(15 Aug 2018, 11:09)
Wir benötigen kein Einwanderungsgesetz, jedenfalls nicht um die Einwanderung zu forcieren.
Im Gegenteil, muss das Asylrecht reformiert werden, so dass es nicht mehr als Hintertür missbraucht werden kann.

Asylrecht und Einwanderungsgesetz sind zwei verschiedene Seiten derselben Medaille. Für die bereits hier anerkannten Flüchtlinge bringt eine Asylrechtsänderung in Zukunft wenig, wenn sie gemäß für sie gültigen deutschem und EU-Recht nach 5 Jahren problemlos einen Spurwechsel mit Ausbildung und festem Arbeitsplatz vollziehen können. Ein neues Einwanderungsgesetz könnte für den Spurwechsel Quoten einführen, bevor dieser 2020 massenweise nach geltendem Recht erfolgt.
Was soll denn jetzt konkret am Asylrecht für zukünftige Asylrechtsverfahren geändert werden? Im Rechtsstaat gibt es übrigens ein Rückwirkungsverbot.
Zuletzt geändert von Wähler am Mi 15. Aug 2018, 13:47, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Mi 15. Aug 2018, 13:40

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:30)

Welche post ist denn menschenverachtend, werde mal konkret wenn du schon rumstänkern willst?
Wie kommst du eigentlich auf die Annahme, daß Arbeit in Europa menschenverachtend ist , gerade wenn man sie mal in Bezug zu den Realitäten in den Heimatländern stellt.
Wir haben btw. den Mindeslohn, der gilt natürlich auch für solche Arbeitnehmer.

Seite 139 in diesem Faden und im Übrigen handelt es sich um ein globales Problem, dazu kann eine europäische Lösung nur Stückwerk bleiben, genau darum verlieren die Süd- und Osteuropäer die Lust, bei euch Wackelkandidaten nachzusitzen
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 15. Aug 2018, 13:42

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:26)

Sklavenhalterei gab es auch unter Afrikanern, unter Europäern sowieso. Sogar, als Schwarze aus den US zurück nach Afrika gingen und dort den Staat Liberia (!) gründeten, hielten sie sich sofort schwarze Sklaven.

natürlich ga b es auch in afrika welche die bei der sklavenindustrie mitgemacht un verdient haben. Ist das heutzutage wesentlich anders? Versucht Europa (nehme ich einfach auch mal Stellvertretend für andere Regionen die sowas auch Taten) dagegen bisher etwas ernsthaftes zu unternehmen?

Der Rassismus von Afrikanern untereinander ist ein Extra besonderer Güte. Hier kann man ein paar Infos lesen, die sich mit meinen persönlichen Erfahrungen decken.
Naja nenne es Rassismus, oder das was die Stammesfehden und Feindschaften unter Stämmen bis huete ausmacht.
So wie in Europa und anderswo eskalierten diese häufig in Gewalt. Da die Entwicklung nicht die von Europa ist und war und die Grenzen der Staaten gedankenlos von den Europäern gezogen wurden. Bestehen die alten ethnischen Probleme in großen Teilen immer noch. wenns dann um die knappe Ressourcenverteilung in der Bevölkerung geht, kommt das hoch was leider Gottes immer noch zu menschlich ist. Schau mal in deine nachbarschaft, selbst im ach so reichen deutschland existiert sozialneid mit all seinen miesen Fratzen. Steigere dies mal bitte bei Ländern die wesentlich ärmer sind und in denen die stammesgrenzen auch im Alltag noch allzu sichtbar sind.

Ansonsten ist zu konstatieren, dass von der Begegnung Afrikas mit europäischer Kultur bislang grundlegend lediglich Das übrig blieb, was auch die afrikanischen Stammesgesellschaften wirklich interessiert: bessere Waffen!

Du meinst das interessiert diejenigen die gerade an der Macht sind, oder diese haben wollen und natürlich den int. Rüstungsfirmen und regierungen die diesen Mächten wohlfeil diese zum Verkauf anbieten.
Den normalen "afrikanischen Michel" interessieren ganz andere Dinge.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 15. Aug 2018, 13:47

unity in diversity hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:40)

Seite 139 in diesem Faden und im Übrigen handelt es sich um ein globales Problem, dazu kann eine europäische Lösung nur Stückwerk bleiben, genau darum verlieren die Süd- und Osteuropäer die Lust, bei euch Wackelkandidaten nachzusitzen

Kannst du mir bitte erläutern was an dieser post menschenverachtend seien soll?
Natürlich ist das ein globales Problem und europa einer der wichtigsten globalen Player und dies vorallem was die Geschichte des Industriezeitalters angeht, der viele heute diskutierten Probleme zu Grunde liegt
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Mi 15. Aug 2018, 14:03

Wähler hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:38)

Im Rechtsstaat gibt es übrigens ein Rückwirkungsverbot.

Sie verwechseln Strafrecht mit Verwaltungsrecht.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 15. Aug 2018, 14:17

Edit
Zuletzt geändert von relativ am Mi 15. Aug 2018, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Mi 15. Aug 2018, 14:19

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:42)

natürlich ga b es auch in afrika welche die bei der sklavenindustrie mitgemacht un verdient haben.


Wieso "Sklavenindustrie"? Das Halten von Sklaven unter Schwarzen in Afrika war genau so normal wie das Halten von Sklaven in der so ruhmreichen Antike oder bei den Germanen.
Es fällt nur gerne unter den Tisch, weil die Realität, wie auch bei der Antike, die Legenden beschmutzt und somit politisch unbrauchbar macht.

Hier mal ein Beitrag aus einer Gegend, wo ich mal war.
https://www.welt.de/politik/article1292 ... frika.html

""Die Frauen werden in Camps verschleppt und mit Stricken an Bäume gefesselt. Die Männer tauchen ihre Gewehrläufe in Petroleum und stoßen sie den Frauen in die Genitalien, um sie zu 'reinigen', wie sie es nennen. Dann werden die Frauen stundenlang vergewaltigt, manchmal von 20 Männern hintereinander." Anschließend würden die Geschlechtsteile und inneren Organe der Frauen verstümmelt, mit Stöcken, Bajonetten und Gewehrläufen – manchmal ziehen die Männer den Abzug durch."

Ist das heutzutage wesentlich anders? Versucht Europa (nehme ich einfach auch mal Stellvertretend für andere Regionen die sowas auch Taten) dagegen bisher etwas ernsthaftes zu unternehmen?


Nein, denn das wäre ja Rassismus ...

Naja nenne es Rassismus, oder das was die Stammesfehden und Feindschaften unter Stämmen bis huete ausmacht.


Du hast eben keine Ahnung, wovon wir hier reden.

Da die Entwicklung nicht die von Europa ist und war und die Grenzen der Staaten gedankenlos von den Europäern gezogen wurden. Bestehen die alten ethnischen Probleme in großen Teilen immer noch. wenns dann um die knappe Ressourcenverteilung in der Bevölkerung geht, kommt das hoch was leider Gottes immer noch zu menschlich ist.


Richtig, genau das ist das Problem!!! Und wie kann man das lösen?? Von aussen ( siehe Strangthema !!) gar nicht ....
Die Menschen dort selbst müssen kapieren, dass sie sich über Grenzen allein einigen müssen.
Solange muss man entweder die Leute komplett in Ruhe, also sich solange umbringen lassen, bis sie selber merken, dass Frieden und Wohlstand zusammenhängen, oder es muss von Aussen bestimmt werden, wie es weitergehen muss.

Insofern muss europäische Politik aktiv in Afrika eingreifen!!
Dazu noch ein Zitat aus dem Artikel von oben:
"Untergeneralsekretär John Holmes: "Letztlich müssen wir all diese bewaffneten Rebellengruppen loswerden – durch Verhandlungen oder aber durch Gewalt."

Du meinst das interessiert diejenigen die gerade an der Macht sind, oder diese haben wollen und natürlich den int. Rüstungsfirmen und regierungen die diesen Mächten wohlfeil diese zum Verkauf anbieten.
Den normalen "afrikanischen Michel" interessieren ganz andere Dinge.


Das ist zu einfach gedacht .... Ohne den "afrikanischen Michel" ginge gar nichts ....
Zuletzt geändert von ThorsHamar am Mi 15. Aug 2018, 14:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Wähler » Mi 15. Aug 2018, 14:25

Wähler hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:38)
Asylrecht und Einwanderungsgesetz sind zwei verschiedene Seiten derselben Medaille. Für die bereits hier anerkannten Flüchtlinge bringt eine Asylrechtsänderung in Zukunft wenig, wenn sie gemäß für sie gültigen deutschem und EU-Recht nach 5 Jahren problemlos einen Spurwechsel mit Ausbildung und festem Arbeitsplatz vollziehen können. Ein neues Einwanderungsgesetz könnte für den Spurwechsel Quoten einführen, bevor dieser 2020 massenweise nach geltendem Recht erfolgt.
Was soll denn jetzt konkret am Asylrecht für zukünftige Asylrechtsverfahren geändert werden? Im Rechtsstaat gibt es übrigens ein Rückwirkungsverbot.

Senexx hat geschrieben:(15 Aug 2018, 15:03)
Sie verwechseln Strafrecht mit Verwaltungsrecht.

Im Steuerrecht gibt es auch ein Rückwirkungsverbot. Sie sollten schon etwas konkreter werden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 15. Aug 2018, 14:48

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Aug 2018, 15:19)

Wieso "Sklavenindustrie"? Das Halten von Sklaven unter Schwarzen in Afrika war genau so normal wie das Halten von Sklaven in der so ruhmreichen Antike oder bei den Germanen.
Es fällt nur gerne unter den Tisch, weil die Realität, wie auch bei der Antike, die Legenden beschmutzt und somit politisch unbrauchbar macht.

Hier mal ein Beitrag aus einer Gegend, wo ich mal war.
https://www.welt.de/politik/article1292 ... frika.html

""Die Frauen werden in Camps verschleppt und mit Stricken an Bäume gefesselt. Die Männer tauchen ihre Gewehrläufe in Petroleum und stoßen sie den Frauen in die Genitalien, um sie zu 'reinigen', wie sie es nennen. Dann werden die Frauen stundenlang vergewaltigt, manchmal von 20 Männern hintereinander." Anschließend würden die Geschlechtsteile und inneren Organe der Frauen verstümmelt, mit Stöcken, Bajonetten und Gewehrläufen – manchmal ziehen die Männer den Abzug durch."
War es keine Industrie? Das Verkaufen und halten von Sklaven und die Sklavenarbeit? Die Europäer halten zu vorgeschritteneren zeiten als die Römerzeit, dann eben nicht mehr ihre eigenen Stämme als Sklaven sondern die der Afikaner. Hat die Entwicklung bestmmt nicht beeinflusst :dead:


Nein, denn das wäre ja Rassismus ...
Wie immer du dies auch ennen willst. Ich nenne dies "menschliches" Übervorteilen dort wo es einfach möglich ist. Vor allem nicht so aufällig wie Kolonisierung, oder Sklaverrei.



Du hast eben keine Ahnung, wovon wir hier reden.
Ja warum Afrika nicht mit der Entwicklung anderer globalen Regionen mithalten konnte und dessen Gründe.
Die Gründe von Rassismus mögen ähnlich sein, oder sogar aus diesen Feindschaftsbildern herrühren. Ich glaube aber kaum, daß frühere Stammesfehden jetzt aus reinen Rassismus geführt wurden. da spielten kämpfe um Macht, Territorium und ganz entscheidend um Ressourcen die wichtigeren Rollen, so wie sie es heutzutage auch tun, da hat sich nicht allzu viel getan.



Richtig, genau das ist das Problem!!! Und wie kann man das lösen?? Von aussen ( siehe Strangthema !!) gar nicht ....
Die Menschen dort selbst müssen kapieren, dass sie sich über Grenzen allein einigen müssen.
Solange muss man die entweder in Leute komplett Ruhe, also sich solange umbringen lassen, bis sie selber merken, dass Frieden und Wohlstand zusammenhängen, oder es muss von Aussen bestimmt werden, wie es weitergehen muss.

Wie jetzt die ziehen neue Grenzen und die meisten Probleme der Wirtschaftsflucht sind erledigt? Natürlich könne wir Afrika auch komplett in Ruhe lassen, nur vermute ich diese Idee ist von der Umsetzung her gesehen, ziemlich unrealistisch.
Das Problem was ich mit zuschauen habe ist eben die nicht unerhebliche geschichtlich Mitschuld der europäer an der jetzigen Misere.

Insofern muss europäische Politik aktiv in Afrika eingreifen!!
Dazu noch ein Zitat aus dem Artikel von oben:
"Untergeneralsekretär John Holmes: "Letztlich müssen wir all diese bewaffneten Rebellengruppen loswerden – durch Verhandlungen oder aber durch Gewalt."

Wie willst du diese Brandherde alle mit Soldaten befrieden? Alle Arbeitslosen in Europa Zwangsrekrutieren?
Solange breit Angelegte Konzepte fehlen, wird man der verschiedenen Rebellengruppen nicht Herr werden können. Dazu ist Afrika zu groß.
Hilfe kann nur breit und zeitlich als Prozess angelegt werden. Wenn die Stabilisierungsphase erfolgreich ist, gehte s auch mit der entwicklung schneller vorran. Aber erst muss eine ökonomische Basis für diesen Kontinent gelegt wrerden, die ihn unabhängiger von globalen Großkonzernen und wirtschaftlichen Ausbeutungsinteressen andere Länder macht.


Das ist zu einfach gedacht .... Ohne den "afrikanischen Michel" ginge gar nichts ....

Ja natürlich gehört er auch dazu, aber so viele profitieren ja nicht davon Da die wenigen die Waffen, unter anderen auch aus dem Westen bekommen, können sie ihre Machtansprüche aufrecht erhalten. Ich dachte, dieser häufig anzutreffende elendige Kreislauf wäre dir bekannt.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Brainiac » Mi 15. Aug 2018, 21:05

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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Neandertaler » Mi 15. Aug 2018, 21:18

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2018, 14:07)
.
Der erste Transfer zwischen Europa und Afrika waren Sklaven und Rohstoffe und daran hat sich nicht allzuviel geändert, nimmt man mal die traditionelle Sklavenrolle raus.


Sklaven Transfer zwischen Afrika und Europa fand in wesentlichen nur in Richtung (Nord) Afrika statt. Opfer, mann geht von einer Million Zahl aus,waren hier die Europäer. Erst im 19 Jahrhundert gelang es denn Europäern diesen unselligen treiben ein Ende zu setzen, dank dickere Kanonen. Hinderte die Afrikaner natürlich nicht daran weiter Sklaven zu halten, nur eben keine Europäer mehr.
Dieses Kapitel der Geschichte ist allerdings wenig bekannt und aufgearbeitet, woran das wohl liegen mag...

Afrikanische Sklaven hingegen haben in Europa eigentlich keine Rolle gespielt.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Mi 15. Aug 2018, 22:30

relativ hat geschrieben:(15 Aug 2018, 15:48)

... Solange breit Angelegte Konzepte fehlen, wird man der verschiedenen Rebellengruppen nicht Herr werden können. Dazu ist Afrika zu groß.


Für breit angelegte Konzepte muss erst mal die tatsächliche Lage analysiert werden!
Und da helfen diese linken Parolen ala "die armen Afrikaner wurden ja solange durch weisse Rassisten ausgebeutet und holen sich jetzt nur den ihren zustehenden Anteil zurück" überhaupt nicht!
Fakt ist, dass ohne die Begegnung mit dem europäischen Kolonialismus Afrika noch weiter in der Geschichte der menschlichen Gesellschaften zurück geblieben wäre.
Das ist keine positive Bewertung des Konzeptes Kolonialismus, sondern eine Kenntnisnahme der Auswirkungen der Begegnung von moderner Zivilisation und Urgesellschaften.
Mittlerweile sind die meisten Staaten Afrikas seit 50 Jahren frei und somit selbst verantwortlich für ihre Existenz, beginnend mit der territorialen Frage bis zur Entwicklung eigener Konzepte für die Zukunft.
Und dabei ist zu konstatieren, dass so gut wie alle sich an die positiven Auswirkungen der Kolonialzeit erinnern müssen, denn alleine haben sie kaum was gebacken bekommen.

Hilfe kann nur breit und zeitlich als Prozess angelegt werden.


Ja , natürlich ....Aber:
JEDE dieser Hilfen hat eine Richtung, die man jederzeit rassistisch bewerten kann, denn ohne Hilfe von Europa oder China schaffen es die Länder Afrikas nicht.
Dieses " breit und zeitlich als Prozess angelegte" Konzept muss immer ein Meister - Azubi Verhältnis implizieren.
Bislang war das so: Ist der Lehrer weg, bleibt die Schule leer ...

Wenn die Stabilisierungsphase erfolgreich ist, gehte s auch mit der entwicklung schneller vorran.


Stabilisierungsphase??? Das ist der romantische Traum von Ahnungslosen ....

Aber erst muss eine ökonomische Basis für diesen Kontinent gelegt wrerden, die ihn unabhängiger von globalen Großkonzernen und wirtschaftlichen Ausbeutungsinteressen andere Länder macht.....


Dazu müssten sich zuerst mal möglichst viele Afrikaner auf einen gemeinsamen Weg einigen und wir Europäer könnten dann dabei helfen.

Die unethisch-unbürokratisch-kommunistische Alternative wird dagegen von China bereits durchgezogen.
Markt erkannt, Markt gekauft, eigene Infrastruktur errichtet und sofort durch eigenen Kräfte gesichert, Afrikaner von Schlüsselpositionen ausgeschlossen, damit die Sache funktioniert.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 15. Aug 2018, 23:20

Neandertaler hat geschrieben:(15 Aug 2018, 22:18)

Sklaven Transfer zwischen Afrika und Europa fand in wesentlichen nur in Richtung (Nord) Afrika statt. Opfer, mann geht von einer Million Zahl aus,waren hier die Europäer. Erst im 19 Jahrhundert gelang es denn Europäern diesen unselligen treiben ein Ende zu setzen, dank dickere Kanonen. Hinderte die Afrikaner natürlich nicht daran weiter Sklaven zu halten, nur eben keine Europäer mehr.
Dieses Kapitel der Geschichte ist allerdings wenig bekannt und aufgearbeitet, woran das wohl liegen mag...

Afrikanische Sklaven hingegen haben in Europa eigentlich keine Rolle gespielt.


Quelle?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 15. Aug 2018, 23:37

ThorsHamar hat geschrieben:(15 Aug 2018, 23:30)

Für breit angelegte Konzepte muss erst mal die tatsächliche Lage analysiert werden!
Und da helfen diese linken Parolen ala "die armen Afrikaner wurden ja solange durch weisse Rassisten ausgebeutet und holen sich jetzt nur den ihren zustehenden Anteil zurück" überhaupt nicht!
Fakt ist, dass ohne die Begegnung mit dem europäischen Kolonialismus Afrika noch weiter in der Geschichte der menschlichen Gesellschaften zurück geblieben wäre.
Das ist keine positive Bewertung des Konzeptes Kolonialismus, sondern eine Kenntnisnahme der Auswirkungen der Begegnung von moderner Zivilisation und Urgesellschaften.
Mittlerweile sind die meisten Staaten Afrikas seit 50 Jahren frei und somit selbst verantwortlich für ihre Existenz, beginnend mit der territorialen Frage bis zur Entwicklung eigener Konzepte für die Zukunft.
Und dabei ist zu konstatieren, dass so gut wie alle sich an die positiven Auswirkungen der Kolonialzeit erinnern müssen, denn alleine haben sie kaum was gebacken bekommen.
Sorry das ist relativ gut analysiert worden und keine Parolen, die geschichtlichen Fakten sind ziemlich klar und eindeutig. Es gibt natürlich immer mehrere Faktoren , aber natürlich haben diese geschichtlichen Fakten weniger bis nix mit deiner Theorie zu tun das Afrikaner dumm sind und deshalb auch nix gebacken bekommen. Ich habe dir Gründe dafür genannt , hechel du nur weiter deiner einen Theorie hinterher.


Ja , natürlich ....Aber:
JEDE dieser Hilfen hat eine Richtung, die man jederzeit rassistisch bewerten kann, denn ohne Hilfe von Europa oder China schaffen es die Länder Afrikas nicht.
Dieses " breit und zeitlich als Prozess angelegte" Konzept muss immer ein Meister - Azubi Verhältnis implizieren.
Bislang war das so: Ist der Lehrer weg, bleibt die Schule leer ...
Quatsch kein Blödsinn Hilfe ist nicht Rasssitisch das sind nur die Menschen.
Zwischen Meister und Kolonialherren gibt es einen himmelweiten Unterschied.



Stabilisierungsphase??? Das ist der romantische Traum von Ahnungslosen ....
Ach du meinst es ist gar nicht möglich. Warum willst du dann wieder Kolonien einrichten?



Dazu müssten sich zuerst mal möglichst viele Afrikaner auf einen gemeinsamen Weg einigen und wir Europäer könnten dann dabei helfen.
Ja natürlich und das es möglich zeigen die Europäer. Aber ich vergaß, die Afrikaner sind ja wahrscheinlich zu dumm dafür , oder die muessen evtl. erstmal 2 große Kriege untereinander austragen damit das funktionieren kann :?:
Die unethisch-unbürokratisch-kommunistische Alternative wird dagegen von China bereits durchgezogen.
Markt erkannt, Markt gekauft, eigene Infrastruktur errichtet und sofort durch eigenen Kräfte gesichert, Afrikaner von Schlüsselpositionen ausgeschlossen, damit die Sache funktioniert.
So läuft die Entwicklung ohne gutmenschliche europäische Asyl-und Flüchtlingspolitik!
Sorry aber so war es in China auch und in anderen ehemaligen Entwicklungsländern in denen westlichen Unternehmen investiert haben.
Ob die Stabilität ausreicht um in allen afrikanischen Ländern eine Zeitenwende einzuläuten ist unwahrscheinlich, aber die guten Beispiele könnten Schule machen und Vorbild sein.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon unity in diversity » Do 16. Aug 2018, 01:37

@relativ
Lies mal zur Abwechslung einen vernünftigen Beitrag:
https://www.nzz.ch/international/die-ar ... ld.1410537

Vielleicht siehst du jetzt ein, warum es falsch ist, ein globales Problem zu regionalisieren.
Merkel hat Fehler gemacht und sollte soviel Charakter haben, diese Fehler zuzugeben.
Alle reichen Länder gehören an einen Tisch, in diesem Sinne sollte Merkel wirksam werden. Der Weg führt nach New York, in ein hohes Gebäude am East-River.
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