Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Tom Bombadil
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » So 15. Jul 2018, 21:21

Okay, das hatte ich anders verstanden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Nightrain » So 15. Jul 2018, 21:25

H2O hat geschrieben:(15 Jul 2018, 09:17)
Die Kosten des Verfahrens sollte allerdings die Gemeinschaft aus ihrem Haushalt begleichen, und wenigstens auch die Aufenthaltsbedingungen vereinheitlichen, so daß der Wanderungsdruck auf Partner mit höheren Sozialleistungen entfällt.

Wie soll das gehen? Die wirtschaftliche Lage in den EU Staaten ist dafür viel zu unterschiedlich. Die Sozialhilfe in Ungarn liegt bei unter 80€ im Monat. Das ist weniger als das Taschengeld, das Deutschland Flüchtlingen bezahlt.

H2O hat geschrieben:(15 Jul 2018, 22:15)
Die offenen Grenzen innerhalb des Schengenraums sind nur möglich, wenn die gemeinsame Außengrenze gesichert ist vor unerwünschter äußerer Zuwanderung. Gründliche Kontrollen an den Bundesgrenzen zerstören den Schengenraum, weil der bisher ungehinderte Strom von EU-Bürgern und EU-Waren damit sehr zeitaufwendig behindert wird. Dafür fischt man dann sicher einige unerwünschte Zuwanderer ab. Aber die grüne Bundesgrenze ist einige 1000 km lang! Dieses Grenzregime haben wir vor 15 oder 20 Jahren ganz abgeschafft!


Ein Flüchtling kann überhaupt kein Interesse haben heimlich über die grüne Grenze zu schleichen. Das machen nur Kriminelle. Es reicht also auch an den Grenzübergängen die Personalien aufzunehmen. Wer erst weit im Inhalt zufällig aufgegriffen wird, gehört sowieso erst mal in Haft.
Zuletzt geändert von Nightrain am So 15. Jul 2018, 21:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon DarkLightbringer » So 15. Jul 2018, 21:29

H2O hat geschrieben:(15 Jul 2018, 19:02)

Wir leben in einem Staat, der sich "über alles gesehen" den Vorstellungen der Mehrheit seiner Bürger gemäß entwickelt hat. Wenn Herr Domröse meint, eine andere Verteidigungspolitik und Außenpolitik als unser gewähltes Parlament und unsere demokratisch legitimierte Bundesregirung betreiben zu sollen: Bitteschön, da gibt es politische Parteien, in denen er seine Gedanken als Politikvorschlag ins Spiel bringen kann.

Der Weg zur politischen Entscheidung führt nun einmal über politische Mehrheiten, die errungen werden wollen. Meine Zustimmung bekommt Herr Domröse jedenfalls nicht dafür, ohne unmittelbaren Angriff auf unseren Staat und unsere Gesellschaft in Drittstaaten Gewalt ein zu setzen.

Ich unterstütze jedes Opfer dafür, daß wir zu Hause ordentliche Verhältnisse herstellen; daß wir Streitkräfte aufbauen und ausrüsten, die einen gewalttätigen Angreifer einen hohen Preis für seinen Wahnsinn auferlegen. Wir sollten versuchen, für diese Streitkräfte unter unseren Nachbarn möglichst viele treue europäische Verbündete zu finden.

Der General hat lediglich eine persönliche Meinung geäußert, gegenüber der Presse und sehr zurückhaltend. Im Grunde ist es nur eine Andeutung.
Der Feuerring um Europa herum sei gefährlich und Menschen bliebe nur noch die Flucht, meinte er 2015.
Außerdem deutete er an, dass die Feuerwalze näher an Europa heran rücke.

Und vor allem, man hat ja auch Feuerchen ausgetappt seither. Nur nicht alle.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » So 15. Jul 2018, 21:40

DarkLightbringer hat geschrieben:(15 Jul 2018, 22:29)

Der General hat lediglich eine persönliche Meinung geäußert, gegenüber der Presse und sehr zurückhaltend. Im Grunde ist es nur eine Andeutung.
Der Feuerring um Europa herum sei gefährlich und Menschen bliebe nur noch die Flucht, meinte er 2015.
Außerdem deutete er an, dass die Feuerwalze näher an Europa heran rücke.

Und vor allem, man hat ja auch Feuerchen ausgetappt seither. Nur nicht alle.

Genau die Feuerchen, die in Europa Menschenleben kosteten. Was auch ganz meiner Überlegung entspricht: Nichts Präventives mit europäischen Streitkräften, keine Einmischung in Bürgerkriege. Natürlich entsprechend der Bedrohungslage auf Kampfeinsätze vorbereitet sein; alles andere wäre nur dumm!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Mo 16. Jul 2018, 05:19

Senexx hat geschrieben:(15 Jul 2018, 17:57)

Merkel provoziert weiter. Schon wieder sollen 50 illegale Immigranten aufgenommen werden. Was ist mit Schweden, UK, Luxemburg?
Jetzt sind erst einmal die Visegradstaaten dran, die werden ihren Freund Salvini doch nicht alleine lassen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Mo 16. Jul 2018, 06:03

Orbiter1 hat geschrieben:(07 Jul 2018, 17:59)

Aus meiner Sicht lässt sich Europa aktuell eine Jahrhundertchance entgehen.
Entwicklungsminister Müller sieht das genauso und fordert einen EU-Kommissar für Afrika.

„Entwicklungsminister Gerd Müller hat sich für die Schaffung eines Afrika-Kommissars der Europäischen Union ausgesprochen. Bei ihm sollten „alle Fäden einer in sich stimmigen Afrika-Politik zusammenlaufen“, sagte der CSU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Montag). Der EU-Haushalt müsse neue Prioritäten setzen, statt an den Vorstellungen der 80er Jahre festzuhalten. Von 2021 bis 2027 wolle die EU für Afrika 39 Milliarden Euro ausgeben. „Das ist ein Zehntel dessen, was für die Agrarpolitik vorgesehen ist und ein Beleg dafür, wie wenig wir Afrika als Chancenkontinent wahrnehmen“, kritisierte Müller.“ Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 93093.html

Na hoffentlich klappt das mit dem EU-Kommissar für Afrika. Es wird allerhöchste Zeit das Bild von Afrika in Europa zurechtzurücken und die Geschäftschancen endlich zu nutzen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Mo 16. Jul 2018, 06:07

Orbiter1 hat geschrieben:(16 Jul 2018, 06:19)

Jetzt sind erst einmal die Visegradstaaten dran, die werden ihren Freund Salvini doch nicht alleine lassen.

Wieso sollten Sie? Sie haben sich von Anfang an gegen Islamisierung ersuche gewandt. Sie schicken auch keine Schlepperschiffe.
Hinweis aus gegebenen Anlass: Ich verwende niemals "copy paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 16. Jul 2018, 06:53

H2O hat geschrieben:(15 Jul 2018, 22:40)

Genau die Feuerchen, die in Europa Menschenleben kosteten. Was auch ganz meiner Überlegung entspricht: Nichts Präventives mit europäischen Streitkräften, keine Einmischung in Bürgerkriege. Natürlich entsprechend der Bedrohungslage auf Kampfeinsätze vorbereitet sein; alles andere wäre nur dumm!

Mit Prävention hat das nichts zu tun, eher mit der Frage, wo man die Verteidigungslinie haben will.
Die Operationsfähigkeit des IS hatte Europa erreicht, jetzt ist sie doch stark eingeschränkt.
Und die ungehinderte Operationsfähigkeit aufsteigender Terroristen wie AQIM, Ansar Dine und Boko Haram zwischen Atlantikküste und Libyen hätte ganz Nordwestafrika destabilisieren können.

Die "realistische Denkschule" ist bei uns nach wie vor verpönt und das ist ein Erbe der Gewohnheit, auf dem Trittbrett einer Schutzmacht zu fahren. Diese Kurzsichtigkeit, der fast vollständige Verzicht auf strategisches Denken, steht pikanterweise in einem eklatanten Widerspruch zu dem häufig geäußerten Wunsch nach europäischer Selbständigkeit.

Es ist die nahezu ironische Komponente in der hiesigen Flüchtlingsdebatte, dass beide Hauptfraktionen - die Abschotter wie auch die Girlandenschmücker - nicht das Feuer selbst betrachten, sondern nur die Botschafter der Not, nicht die Ursache, sondern die Auswirkung. Die Vorstellung ist, die kontinentale und globale Strategie manifestiere sich erst in Bamberg. Dort könne man dann entweder abschotten oder Girlanden aufhängen, sonst gibt es nichts zu tun.
Und sicher, wenn man die Weltprobleme in Bamberg haben will, dann kommen sie auch nach Bamberg. Das ist eben die Frage, wo genau man die Linie haben möchte.

Europa leistet sich immer noch eine erstaunliche strategische Kurzsichtigkeit
https://www.nzz.ch/meinung/europa-leist ... ld.1360684
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Klarsteller » Mo 16. Jul 2018, 06:59

Sorgenking hat geschrieben:(12 Jul 2018, 14:52)

Weil sie so den größten Nutzen für sich und vorallem die Gesellschaft darstellen! Man will sie ja schließlich nicht auf Ewig "durchfüttern".
Mit der Einstellung kommt man sicherlich weit im Leben. Man sollte zumidest versuchen etwas zu unternehmen und nicht gleich rekapitulieren.


Also doch Einwanderung über das Asylrecht. Ganz clevere Lösung.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Mo 16. Jul 2018, 07:14

DarkLightbringer hat geschrieben:(16 Jul 2018, 07:53)

Mit Prävention hat das nichts zu tun, eher mit der Frage, wo man die Verteidigungslinie haben will.
Die Operationsfähigkeit des IS hatte Europa erreicht, jetzt ist sie doch stark eingeschränkt.
Und die ungehinderte Operationsfähigkeit aufsteigender Terroristen wie AQIM, Ansar Dine und Boko Haram zwischen Atlantikküste und Libyen hätte ganz Nordwestafrika destabilisieren können.

Die "realistische Denkschule" ist bei uns nach wie vor verpönt und das ist ein Erbe der Gewohnheit, auf dem Trittbrett einer Schutzmacht zu fahren. Diese Kurzsichtigkeit, der fast vollständige Verzicht auf strategisches Denken, steht pikanterweise in einem eklatanten Widerspruch zu dem häufig geäußerten Wunsch nach europäischer Selbständigkeit.

Es ist die nahezu ironische Komponente in der hiesigen Flüchtlingsdebatte, dass beide Hauptfraktionen - die Abschotter wie auch die Girlandenschmücker - nicht das Feuer selbst betrachten, sondern nur die Botschafter der Not, nicht die Ursache, sondern die Auswirkung. Die Vorstellung ist, die kontinentale und globale Strategie manifestiere sich erst in Bamberg. Dort könne man dann entweder abschotten oder Girlanden aufhängen, sonst gibt es nichts zu tun.
Und sicher, wenn man die Weltprobleme in Bamberg haben will, dann kommen sie auch nach Bamberg. Das ist eben die Frage, wo genau man die Linie haben möchte.

https://www.nzz.ch/meinung/europa-leist ... ld.1360684


Nichts da; die Rote Linie ist auf jedem Atlas zu erkennen! Wer sich davon mit Gewalthandlungen fern hält, der hat keine europäische Gewalt zu fürchten. Schön klar und einfach.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Orbiter1 » Mo 16. Jul 2018, 09:08

Senexx hat geschrieben:(16 Jul 2018, 07:07)

Wieso sollten Sie? Sie haben sich von Anfang an gegen Islamisierung ersuche gewandt. Sie schicken auch keine Schlepperschiffe.
Die Visegradstaaten können sich noch so blind und taub stellen und sich so exzessiv egoistisch verhalten wie sie wollen. Als Mitglieder der EU müssen sie sich de facto dem Thema Migrationsdruck auf Europa stellen und aktiv an den Lösungen mitarbeiten. Und das Problem vollständig anderen EU-Staaten aufzuhalsen ist keine Lösung. Wenn sie damit nichts zu tun haben wollen müssen sie raus aus der EU. Dann gibts an deren Grenzen wieder Einzelkontrollen und in die EU kommt man als Pole, Tscheche, Slowake oder Ungar nur mit einem gültigen Visum.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon DarkLightbringer » Mo 16. Jul 2018, 09:09

H2O hat geschrieben:(16 Jul 2018, 08:14)

Nichts da; die Rote Linie ist auf jedem Atlas zu erkennen! Wer sich davon mit Gewalthandlungen fern hält, der hat keine europäische Gewalt zu fürchten. Schön klar und einfach.

Haben Sie sich mal überlegt, weshalb Israel eigentlich mit 150.000 Raketen und 80.000 Terroristen in der Region unzufrieden ist ? Wahrscheinlich nicht.

Bamberg ist mit jedem Navi zu finden, das ist klar und übersichtlich.

Für außereuropäische Herausforderungen bräuchte es eine Restaufmerksamkeit und die ist derzeit von anderen Themen überschattet - namentlich Brexit, Terrorabwehr, Populismus, Staatsverschuldungen und Flüchtlingskrise.

Öffentliche Debatten sind jedoch noch immer gekennzeichnet von Moralismus, Provinzialismus und einer erstaunlichen strategischen Kurzsichtigkeit.
https://www.nzz.ch/meinung/europa-leist ... ld.1360684

Staunen wir also weiter.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mo 16. Jul 2018, 09:36

Immer und immer wieder kann man auch hier wieder lesen, daß die Opfer weiter zum Opfer gemacht werden, in so einer Art informellen Zusammenarbeit zwischen Despoten und Egoisten. Ich kann nicht umhin, Max Liebermann wieder zu Ehren kommen zu lassen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Mo 16. Jul 2018, 09:58

Orbiter1 hat geschrieben:(16 Jul 2018, 10:08)

Die Visegradstaaten können sich noch so blind und taub stellen und sich so exzessiv egoistisch verhalten wie sie wollen. Als Mitglieder der EU müssen sie sich de facto dem Thema Migrationsdruck auf Europa stellen und aktiv an den Lösungen mitarbeiten. Und das Problem vollständig anderen EU-Staaten aufzuhalsen ist keine Lösung. Wenn sie damit nichts zu tun haben wollen müssen sie raus aus der EU. Dann gibts an deren Grenzen wieder Einzelkontrollen und in die EU kommt man als Pole, Tscheche, Slowake oder Ungar nur mit einem gültigen Visum.

Die EU hat das Migratiosproblem ignoriert und ist de Wg des geringsten Widerstandes gegangen: Reinlassen. Mit dem Widersetzen der Visegrad-staaten geht das nicht mehr.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mo 16. Jul 2018, 10:08

Senexx hat geschrieben:(16 Jul 2018, 10:58)

Die EU hat das Migratiosproblem ignoriert und ist de Wg des geringsten Widerstandes gegangen: Reinlassen. Mit dem Widersetzen der Visegrad-staaten geht das nicht mehr.

Doch, das geht sehr wohl. Mit dem "Nichtreinlassen" haben sich die Visegradstaaten vom humanistischen Grundkonsens der EU distanziert. Es geht auch ohne sie. Ob sie aber ohne die EU könnten? Sie würden sich wieder an den vormaligen großen Bruder prostituieren oder "Handelsverträge" mit "America first" abschließen müssen. Und wie die aussehen würden, kann sich jeder ausrechnen, der dem blonden Hünen mal ein bißchen zuhört.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Klarsteller » Mo 16. Jul 2018, 10:24

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Jul 2018, 11:31)

Niemand versenkt die. Ein Schiff der Grenzschutzagentur Frontex hat 176 Migranten und ein Schiff der italienischen Finanz- und Zollpolizei hat 266 Menschen übernommen. Acht Frauen und Kinder sind aufgrund ihres Gesundheitszustands von der Küstenwache nach Lampedusa gebracht worden. Werden wir ja schon bald sehen ob Frontex oder zumindest die italienische Finanz- und Zollpolizei einen italienischen Hafen anlaufen dürfen. Und wir werden auch bald sehen ob das eher ein Einzelfall war oder ob die Schlepper in Libyen jetzt auf seetüchtige Boote umsteigen.


Wenn das Schiff oder Boot seetüchtig ist, warum dann überhaupt die angebliche Seenotrettung, welche doch nur Migrationshilfe ist?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Klarsteller » Mo 16. Jul 2018, 10:27

DarkLightbringer hat geschrieben:(15 Jul 2018, 11:19)

Der Überfall auf die Ukraine ist nicht Schuld der Ukraine, sondern des Aggressors. Man vergleiche mal mit der Orangenen Revolution, da gab es auch eine Entsowjetisierung, aber dennoch keinen Krieg.
Die Ukraine verteidigt im Grunde Europa, auch die europäische Idee. Es hat wohl seine Gründe, weshalb nicht nur weitere Osteuropäer besorgt sind, sondern auch die NATO.



Was hat das mit dem Thema zu tun? Oder wird im Wege der sinnfreien Propaganda hier alles mögliche reingeworfen?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mo 16. Jul 2018, 10:29

Klarsteller hat geschrieben:(16 Jul 2018, 11:24)

Wenn das Schiff oder Boot seetüchtig ist, warum dann überhaupt die angebliche Seenotrettung, welche doch nur Migrationshilfe ist?

Meinst du im Ernst, die Flüchtlinge, die auf so ein Boot gepfercht werden, können beurteilen, ob es den Weg übers Mittelmeer schafft?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Klarsteller » Mo 16. Jul 2018, 10:30

H2O hat geschrieben:(15 Jul 2018, 18:25)

Mein Anliegen wäre schon, daß die Gemeinschaft insgesamt Verantwortung für diese Zuwanderungsbewegung übernimmt. Das Schwarze Peter-Spiel muß innerhalb der Gemeinschaft beendet werden.


Was hat die EU damit überhaupt zu tun? Also für was sollte Verantwortung übernommen werden? Wenn manche Länder bzw. deren Regierungen die Außengrenzen nicht mehr geschützt sehen wollen und auch ansonsten jeden aufnehmen wollen, der hier schreit, kann das kaum ein Problem der gesamten EU sein, zumal die Hereinkommenden doch sowieso nur bestimmte Länder sich aussuchen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon zollagent » Mo 16. Jul 2018, 10:32

Klarsteller hat geschrieben:(16 Jul 2018, 11:30)

Was hat die EU damit überhaupt zu tun? Also für was sollte Verantwortung übernommen werden? Wenn manche Länder bzw. deren Regierungen die Außengrenzen nicht mehr geschützt sehen wollen und auch ansonsten jeden aufnehmen wollen, der hier schreit, kann das kaum ein Problem der gesamten EU sein, zumal die Hereinkommenden doch sowieso nur bestimmte Länder sich aussuchen.

Das dürfte am ehesten daran liegen, daß den Flüchtlingen nicht alle Länder der EU bekannt genug sind. Festungsbauer brauchen wir nicht. Und was dein "Jeder" angeht, da dürfte unsere Rechtsauffassung wohl doch sein, daß JEDER zumindest einen Anspruch darauf hat, daß sein Anliegen geprüft wird. Und dazu muß er es erst mal äußern können.
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