BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

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BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 17. Okt 2017, 09:03

http://www.rp-online.de/wirtschaft/ba-d ... -1.7142881

Detlef Scheele, Oberchef aller Arbeitsämter, sagt, es sei mehr Zuwanderung von Fachkräften von außerhalb der EU vonnöten.
Für An- und Ungelernte sei zudem eine nachholende Ausbildung geboten, damit sie dem Arbeitsmarkt besser zur Verfügung stehen mögen. Auch bei der Suche nach Kita-Plätzen will das Amt Arbeitslose unterstützen, damit Beschäftigungshindernisse beseitigt werden. Der Chef sieht in seiner Behörde viele Aufgaben und Defizite anzugehen.

Die Zuwanderung aus EU-Staaten von derzeit 200.000 pro Jahr werde wohl abnehmen, daher müsse Zuwanderung aus Nicht-EU das kompensieren. Dazu sollen im Ausland auch Außenstellen gegründet werden. Auf den Philippinen werden schon heute Pflegekräfte für Deutschland rekrutiert. Abschlüsse sollen schon vor der Einreise auf Anerkennung geprüft werden. Mindestens 300.000 zusätzliche Kräfte pro Jahr sollten eingeworben werden, um die Zahl der Erwerbstätigen wenigstens gleich zu halten, während die Zahl der Pensionäre stark zunimmt. Schon jetzt müssen Unternehmen sich nach b- und c-Bewerbern orientieren, um ihren Nachwuchsbedarf zu decken, vor allem bei Ausbildungsplätzen ist außerhalb einiger Trendberufe oft viel Leerstand.

Die Arbeitslosenversicherung bildet derzeit Rücklagen, die allerdings negativ verzinst sind. Nach Erreichen einer gewissen Rücklage wird es um Beitragssenkungen gehen.

http://www.rp-online.de/wirtschaft/ba-d ... -1.7142881

Denkt ihr, dass der BA-Chef Recht hat und wir uns aktiver um Fachkräfte bemühen müssen? Die berühmte Greencard von Schröder wurde nie voll ausgereizt, es kamen einfach zu wenige Interessenten.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Senexx » Di 17. Okt 2017, 09:08

Da kämpft wohl einer um die zukünftige Bedeutung seiner Behörde. Ihm zu folgen, hieße den Bock zum Gärtner zu machen.

Seit wann dürfen sich neuerdings Leiter von nachgeordneten Behörden politisch äußern?
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relativ
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 09:13

Senexx hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:08)

Da kämpft wohl einer um die zukünftige Bedeutung seiner Behörde. Ihm zu folgen, hieße den Bock zum Gärtner zu machen.

Seit wann dürfen sich neuerdings Leiter von nachgeordneten Behörden politisch äußern?

Er hat bestimmt einen ganz schlechten Überblick über die Arbeitsmarktlage :thumbup:
Er sollte sich lieber um die deutschen Kulturbereicherer kümmern, die haben es seit der Wende so schwer und nagen am Hungertuch, von "ihrer" verlorengegangeen Kultur mal ganz zu schweigen. :D
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 09:17

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:03)

http://www.rp-online.de/wirtschaft/ba-d ... -1.7142881

Detlef Scheele, Oberchef aller Arbeitsämter, sagt, es sei mehr Zuwanderung von Fachkräften von außerhalb der EU vonnöten.
Für An- und Ungelernte sei zudem eine nachholende Ausbildung geboten, damit sie dem Arbeitsmarkt besser zur Verfügung stehen mögen. Auch bei der Suche nach Kita-Plätzen will das Amt Arbeitslose unterstützen, damit Beschäftigungshindernisse beseitigt werden. Der Chef sieht in seiner Behörde viele Aufgaben und Defizite anzugehen.

Die Zuwanderung aus EU-Staaten von derzeit 200.000 pro Jahr werde wohl abnehmen, daher müsse Zuwanderung aus Nicht-EU das kompensieren. Dazu sollen im Ausland auch Außenstellen gegründet werden. Auf den Philippinen werden schon heute Pflegekräfte für Deutschland rekrutiert. Abschlüsse sollen schon vor der Einreise auf Anerkennung geprüft werden. Mindestens 300.000 zusätzliche Kräfte pro Jahr sollten eingeworben werden, um die Zahl der Erwerbstätigen wenigstens gleich zu halten, während die Zahl der Pensionäre stark zunimmt. Schon jetzt müssen Unternehmen sich nach b- und c-Bewerbern orientieren, um ihren Nachwuchsbedarf zu decken, vor allem bei Ausbildungsplätzen ist außerhalb einiger Trendberufe oft viel Leerstand.

Die Arbeitslosenversicherung bildet derzeit Rücklagen, die allerdings negativ verzinst sind. Nach Erreichen einer gewissen Rücklage wird es um Beitragssenkungen gehen.

http://www.rp-online.de/wirtschaft/ba-d ... -1.7142881

Denkt ihr, dass der BA-Chef Recht hat und wir uns aktiver um Fachkräfte bemühen müssen? Die berühmte Greencard von Schröder wurde nie voll ausgereizt, es kamen einfach zu wenige Interessenten.

Ganz erhrlich, ich habe die Arbeitsplätze lieber im eigenen Land und fülle die Fehlstellen mit ausländischen Arbeitnehmern auf, statt das diese Arbeitsplätze, mehr als sonst schon, ins Ausland wandern.
Dazu kommt noch der positive Effekt, daß wenn man ausländische Arbeitnehmer noch zusätzlich ausbildet und/oder zusätzlich qualifiziert, es auch ein positiven Effekt auf die Heimatländer haben kann, wenn diese Menschen in ihre Heimatländer zurückkehren wollen und oder muessen.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 17. Okt 2017, 09:20

relativ hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:17)

Ganz erhrlich, ich habe die Arbeitsplätze lieber im eigenen Land und fülle die Fehlstellen mit ausländischen Arbeitnehmern auf, statt das diese Arbeitsplätze, mehr als sonst schon, ins Ausland wandern.
Dazu kommt noch der positive Effekt, daß wenn man ausländische Arbeitnehmer noch zusätzlich ausbildet und/oder zusätzlich qualifiziert, es auch ein positiven Effekt auf die Heimatländer haben kann, wenn diese Menschen in ihre Heimatländer zurückkehren wollen und oder muessen.

Nicht nur das, oft fließt auch Geld zu den Verwandten und es hebt das Image Deutschlands im Ausland sehr an.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 09:24

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:20)

Nicht nur das, oft fließt auch Geld zu den Verwandten und es hebt das Image Deutschlands im Ausland sehr an.

Genau dieses positives Image, welchen der deutschen Wirtschaft immer gute Dienste geleistet hat und welches die Rechtsknaller in Deutschland zerstören wollen.
Zuletzt geändert von relativ am Di 17. Okt 2017, 09:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Der Neandertaler » Di 17. Okt 2017, 09:33

Hallo Sole.survivor@web.de.
Sole.survivor@web.de hat geschrieben:... mehr Zuwanderung von Fachkräften von außerhalb der EU vonnöten.
Denkt ihr, dass der BA-Chef Recht hat und wir uns aktiver um Fachkräfte bemühen müssen?
Zur Zeit haben doch die, die hier (lediglich) arbeiten wollen, oder die, die hier gebraucht werden, nur eine Möglichkeit:
    sie müssen Asyl beantragen!
Der Nachteil ist, daß dabei (lediglich) die Asylgründe beurteilt werden. Bei diesen Asylsuchenden können nun sehrwohl Fachkräfte sein, die wir hier dringend benötigen ... oder zukünftig vermehrt suchen werden, ... dies wird, kann und darf bei einer Asylantragsentscheidung aber nicht berücksichtigt werden.

Also sollten wir schon ein (echtes) Zuwanderungsgesetz bekommen. Eines, das die Bezeichnug auch verdient. Eines, das uns ermöglicht, uns die (Fach-) Kräte auszusuchen, die wir (zukünftig) benötigen. Und dieses aus mehrfacher Hinsicht. Ersten dürfte dann das Heer der Asylsuchenden etwas kleiner werden - um die, die dann per Zuwanderungsgesetz hierhin kommen. Zweitens: wir behalten inetwa den Überblick, wer hierhin kommt?!?
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 09:40

Der Neandertaler hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:33)

Hallo Sole.survivor@web.de.Zur Zeit haben doch die, die hier (lediglich) arbeiten wollen, oder die, die hier gebraucht werden, nur eine Möglichkeit:
    sie müssen Asyl beantragen!
Der Nachteil ist, daß dabei (lediglich) die Asylgründe beurteilt werden. Bei diesen Asylsuchenden können nun sehrwohl Fachkräfte sein, die wir hier dringend benötigen ... oder zukünftig vermehrt suchen werden, ... dies wird, kann und darf bei einer Asylantragsentscheidung aber nicht berücksichtigt werden.

Also sollten wir schon ein (echtes) Zuwanderungsgesetz bekommen. Eines, das die Bezeichnug auch verdient. Eines, das uns ermöglicht, uns die (Fach-) Kräte auszusuchen, die wir (zukünftig) benötigen. Und dieses aus mehrfacher Hinsicht. Ersten dürfte dann das Heer der Asylsuchenden etwas kleiner werden - um die, die dann per Zuwanderungsgesetz hierhin kommen. Zweitens: wir behalten inetwa den Überblick, wer hierhin kommt?!?

Absolut richtig. :thumbup:
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Alpha Centauri » Di 17. Okt 2017, 09:40

relativ hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:13)

Er hat bestimmt einen ganz schlechten Überblick über die Arbeitsmarktlage :thumbup:
Er sollte sich lieber um die deutschen Kulturbereicherer kümmern, die haben es seit der Wende so schwer und nagen am Hungertuch, von "ihrer" verlorengegangeen Kultur mal ganz zu schweigen. :D



Ja klar FKK und Stasi, ist das höchste an Kultur was ist schon Paris oder Rom. dagegen, nicht wahr, :D
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 17. Okt 2017, 09:47

Der Neandertaler hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:33)

Hallo Sole.survivor@web.de.Zur Zeit haben doch die, die hier (lediglich) arbeiten wollen, oder die, die hier gebraucht werden, nur eine Möglichkeit:
    sie müssen Asyl beantragen!
Der Nachteil ist, daß dabei (lediglich) die Asylgründe beurteilt werden. Bei diesen Asylsuchenden können nun sehrwohl Fachkräfte sein, die wir hier dringend benötigen ... oder zukünftig vermehrt suchen werden, ... dies wird, kann und darf bei einer Asylantragsentscheidung aber nicht berücksichtigt werden.

Ausgerechnet derzeit ist das nicht so. Die Behörden können durchaus eine sogenannte "EU Blue Card" ausstellen.
In der Praxis betrifft das aber eher Spitzenkräfte, Diplom/Master aufwärts.

Also sollten wir schon ein (echtes) Zuwanderungsgesetz bekommen. Eines, das die Bezeichnug auch verdient. Eines, das uns ermöglicht, uns die (Fach-) Kräte auszusuchen, die wir (zukünftig) benötigen. Und dieses aus mehrfacher Hinsicht. Ersten dürfte dann das Heer der Asylsuchenden etwas kleiner werden - um die, die dann per Zuwanderungsgesetz hierhin kommen. Zweitens: wir behalten inetwa den Überblick, wer hierhin kommt?!?

Ich denke, der Aspekt des Aussuchens ist etwas überbewertet. Es sollte Ausschlußkriterien geben, die nur mit politischer Erlaubnis übergangen werden können - etwa relevante Vorstrafen. Daneben sehe ich keinen Grund, jemandem, der einen auskömmlichen Beruf vorzuweisen hat, die Einreise zu verweigern und einen befristeten, verlängerbaren Aufenthalt zu erlauben. Daran schließt sich eine Ausreisepflicht an, wenn derjenige seine Arbeit verliert und in angemessener Zeit keine auskömmliche Stelle wiedererlangt - sofern er inzwischen nicht einen anderen Aufenthaltsstatus erlangt hat, etwa durch Heirat, durch Einbürgerung, durch Schaffung zusätzlicher Aufenthaltsgründe.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 09:59

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:47)

Ausgerechnet derzeit ist das nicht so. Die Behörden können durchaus eine sogenannte "EU Blue Card" ausstellen.
In der Praxis betrifft das aber eher Spitzenkräfte, Diplom/Master aufwärts.
Weil sie genau nur für diese Fachleute gedacht ist.

Ich denke, der Aspekt des Aussuchens ist etwas überbewertet. Es sollte Ausschlußkriterien geben, die nur mit politischer Erlaubnis übergangen werden können - etwa relevante Vorstrafen. Daneben sehe ich keinen Grund, jemandem, der einen auskömmlichen Beruf vorzuweisen hat, die Einreise zu verweigern und einen befristeten, verlängerbaren Aufenthalt zu erlauben. Daran schließt sich eine Ausreisepflicht an, wenn derjenige seine Arbeit verliert und in angemessener Zeit keine auskömmliche Stelle wiedererlangt - sofern er inzwischen nicht einen anderen Aufenthaltsstatus erlangt hat, etwa durch Heirat, durch Einbürgerung, durch Schaffung zusätzlicher Aufenthaltsgründe.

Nun über Details kann man ja streiten, nur wenn es dann zu einen einigenden Kompromiss kommt, kann es nur klare Kante geben, sodass sowohl der Mensch der zu uns kommt, als auch unsere Bevölkerung die klaren Spielregeln auch sehen können.
M.M. ist z.B. daß nur eine erfolgreiche Einbürgerung einen Aufenthaltsstatus verändern kann.
Es gibt keinen Grund als Gast in unserem Land z.B. schwer Straffällig zu werden und dann noch zu erwarten, daß er bleiben kann. Wenn wir dort Politisch und Gesetzlich klare Kante zeigen, können wir helfen und gleichzeitig die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Hilfe steigern. Nur es sollte auch so klar kommuniziert werden, daß da erst gar keine Missverständnissse aufkommen können.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 17. Okt 2017, 10:05

relativ hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:59)

Weil sie genau nur für diese Fachleute gedacht ist.

Nun über Details kann man ja streiten, nur wenn es dann zu einen einigenden Kompromiss kommt, kann es nur klare Kante geben, sodass sowohl der Mensch der zu uns kommt, als auch unsere Bevölkerung die klaren Spielregeln auch sehen können.

Man muss ja nicht so tun, als gäbe es das nicht schon heute. Wer zum Arbeiten vorübergehend herkommt, muss nicht mal unbedingt die Sprache können. Wenn er ohne zurechtkommt bei der Arbeit und im Verkehr mit Behörden und Mitmenschen, soll es mir recht sein. Und wenn nicht, wird er bald die Arbeit nicht mehr haben und sich anders orientieren müssen. An Gesetze muss man sich auch überall halten. Hier sollte man aber nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Unser Recht gilt, die populäre Forderung, dass man wegen jeder Verurteilung gleich aus dem Land müsse, ist mehr für den Bauch als für den Kopf. Mir fallen da genug Strafbarkeiten ein, wegen denen ich niemanden des Landes verwiesen sehen will.

Wenn wir dort Politisch und Gesetzlich klare Kante zeigen, können wir helfen und gleichzeitig die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Hilfe steigern.

Die Akzeptanz bei den Teilen der Bevölkerung, die ohnehin gegen jede Zuwanderung sind, ist mir persönlich nicht so wichtig. Man muss da den Vorteil und den Willen der Mehrheit im Blick behalten, die ganz klar lieber Wohlstand als Purismus will.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 10:14

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(17 Oct 2017, 11:05)

Man muss ja nicht so tun, als gäbe es das nicht schon heute. Wer zum Arbeiten vorübergehend herkommt, muss nicht mal unbedingt die Sprache können. Wenn er ohne zurechtkommt bei der Arbeit und im Verkehr mit Behörden und Mitmenschen, soll es mir recht sein. Und wenn nicht, wird er bald die Arbeit nicht mehr haben und sich anders orientieren müssen. An Gesetze muss man sich auch überall halten. Hier sollte man aber nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Unser Recht gilt, die populäre Forderung, dass man wegen jeder Verurteilung gleich aus dem Land müsse, ist mehr für den Bauch als für den Kopf. Mir fallen da genug Strafbarkeiten ein, wegen denen ich niemanden des Landes verwiesen sehen will.

Richtig auch bei Starftaten kann man klare Grenzen ziehen, sind diese Überschritten hilft auch kein berechtigter Asylanspruch mehr. Entweder Ausreise, oder Festsetzung bis zur möglichen Ausreise. Sich von Kriminellen auf den Kopf herumtanzen zu lassen, nur weil sie in ihrem Land verfolgt werden , geht nunmal m.M. nicht. Es ist ja nicht so, daß ich dneen keien Chance geben will, aber dazu muessen sie auch den Anstnad haben sich hier so zu benehmen, wie es Gäste überlicherweise auch tun.


Die Akzeptanz bei den Teilen der Bevölkerung, die ohnehin gegen jede Zuwanderung sind, ist mir persönlich nicht so wichtig. Man muss da den Vorteil und den Willen der Mehrheit im Blick behalten, die ganz klar lieber Wohlstand als Purismus will.

Es geht mir auch nicht um diejenigen, die eh Xenophob sind, die wird man auch damit nicht Xenophil machen, sondern um diejenigen, die unsere jetzige Vorgehensweise nicht mehr verstehen können, da sie politisch und gesetzlich häufig genug nicht stimmig genug ist.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 17. Okt 2017, 10:19

relativ hat geschrieben:(17 Oct 2017, 11:14)

Richtig auch bei Starftaten kann man klare Grenzen ziehen, sind diese Überschritten hilft auch kein berechtigter Asylanspruch mehr. Entweder Ausreise, oder Festsetzung bis zur möglichen Ausreise. Sich von Kriminellen auf den Kopf herumtanzen zu lassen, nur weil sie in ihrem Land verfolgt werden , geht nunmal m.M. nicht. Es ist ja nicht so, daß ich dneen keien Chance geben will, aber dazu muessen sie auch den Anstnad haben sich hier so zu benehmen, wie es Gäste überlicherweise auch tun.

Die Rede von "Gästen" bei Leuten, die möglicherweise fünf Jahre oder länger, mit offenem Ausgang, zum Arbeiten hier sind, ist vielleicht etwas antiquiert. Natürlich muss man sich an die Gesetze halten. Aber wegen schwarz fahren oder Drogenbesitz sollte doch heute keiner seine Existenz verlieren.


Es geht mir auch nicht um diejenigen, die eh Xenophob sind, die wird man auch damit nicht Xenophil machen, sondern um diejenigen, die unsere jetzige Vorgehensweise nicht mehr verstehen können, da sie politisch und gesetzlich häufig genug nicht stimmig genug ist.

Da ist viel Aufklärung zu leisten. Es gibt auch einiges in den Gesetzen aufzuräumen. Vieles stammt noch aus der Zeit, als höchstens entwurzelte Deutsche nach Deutschland wollten und eine regelmäßige, merkliche Zuwanderung gar nicht absehbar war.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon pikant » Di 17. Okt 2017, 10:23

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(17 Oct 2017, 10:03)

http://www.rp-online.de/wirtschaft/ba-d ... -1.7142881

Detlef Scheele, Oberchef aller Arbeitsämter, sagt, es sei mehr Zuwanderung von Fachkräften von außerhalb der EU vonnöten.
Für An- und Ungelernte sei zudem eine nachholende Ausbildung geboten, damit sie dem Arbeitsmarkt besser zur Verfügung stehen mögen. Auch bei der Suche nach Kita-Plätzen will das Amt Arbeitslose unterstützen, damit Beschäftigungshindernisse beseitigt werden. Der Chef sieht in seiner Behörde viele Aufgaben und Defizite anzugehen.

Die Zuwanderung aus EU-Staaten von derzeit 200.000 pro Jahr werde wohl abnehmen, daher müsse Zuwanderung aus Nicht-EU das kompensieren. Dazu sollen im Ausland auch Außenstellen gegründet werden. Auf den Philippinen werden schon heute Pflegekräfte für Deutschland rekrutiert. Abschlüsse sollen schon vor der Einreise auf Anerkennung geprüft werden. Mindestens 300.000 zusätzliche Kräfte pro Jahr sollten eingeworben werden, um die Zahl der Erwerbstätigen wenigstens gleich zu halten, während die Zahl der Pensionäre stark zunimmt. Schon jetzt müssen Unternehmen sich nach b- und c-Bewerbern orientieren, um ihren Nachwuchsbedarf zu decken, vor allem bei Ausbildungsplätzen ist außerhalb einiger Trendberufe oft viel Leerstand.

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wir brauchen dringend ein Einwanderungsgesetz, wo die Huerden fuer eine Beschaeftigung in Deutschland nicht zu hoch gelegt werden.
Man darf auch nicht vergressen, dass Deutschland da in Konkurrenz zu vielen anderen europaeischen Laendern steht und von daher schon gute Loehne gezahlt werden muessen, wenn man diese Kraefte zu Unternehmen in Deutschland holen will.

da erwarte ich mir von Jamaika endlich dieses Einwanderungsgesetz, das ueberfaellig ist.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 17. Okt 2017, 10:25

da erwarte ich mir von Jamaika endlich dieses Einwanderungsgesetz, das ueberfaellig ist.

Das ist etwas, das man mit der SPD und gegen die Grünen nie politisch durchbekommen hätte.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 11:08

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(17 Oct 2017, 11:25)

Das ist etwas, das man mit der SPD und gegen die Grünen nie politisch durchbekommen hätte.

Wie soll ich das verstehen? SPD und Grüne waren diesbezüglich nie Bremsklotz
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 11:10

pikant hat geschrieben:(17 Oct 2017, 11:23)

wir brauchen dringend ein Einwanderungsgesetz, wo die Huerden fuer eine Beschaeftigung in Deutschland nicht zu hoch gelegt werden.
Man darf auch nicht vergressen, dass Deutschland da in Konkurrenz zu vielen anderen europaeischen Laendern steht und von daher schon gute Loehne gezahlt werden muessen, wenn man diese Kraefte zu Unternehmen in Deutschland holen will.

da erwarte ich mir von Jamaika endlich dieses Einwanderungsgesetz, das ueberfaellig ist.

Desweitern muessen wir den Dienstleistungssektor wieder in die Tarifgemeinschaft integrieren.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 17. Okt 2017, 11:12

relativ hat geschrieben:(17 Oct 2017, 12:08)

Wie soll ich das verstehen?

Einfach aufgrund der Antagonismen des Parteisystems, die Parteien oft dazu bringen, bestimmte Teile ihres Programmes nicht auszuagieren.
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Re: BA-Chef: Mehr Zuwanderung nötig

Beitragvon relativ » Di 17. Okt 2017, 11:16

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(17 Oct 2017, 12:12)

Einfach aufgrund der Antagonismen des Parteisystems, die Parteien oft dazu bringen, bestimmte Teile ihres Programmes nicht auszuagieren.

Oder vereinfacht erklärt, daß es, seit ich denken kann, immer Koalitionen gab.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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