Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

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Ebiker
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Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon Ebiker » Sa 17. Jun 2017, 15:39

Es hätte ein machtvolles Zeichen aller Muslime in Deutschland sein können. Für Frieden, gegen islamistischen Terror. Der Zentralrat der Muslime unterstützte die Demo, DITIB riet davon ab. 10 000 wurden erwartet. Unter 500 sind gekommen. Sehr enttäuschend. Wie kann oder soll man das interpretieren? Ist den Muslimen der Terror der in ihrem Namen begangen wird egal ? Leider wird es das Bild der Muslime in D nicht grad verbessern.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon Keoma » Sa 17. Jun 2017, 15:41

Ein paar geeignete Zeichnungen und es wären viel mehr gewesen.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon Quatschki » Sa 17. Jun 2017, 15:57

In dem Fall bin ich mal auf Seiten der Muslime
Massenkundgebungen zum "Bekenntnis zeigen" oder "Geschlossenheit demonstrieren" sind Merkmale totalitärer Staaten, besonders wenn die Teilnahme durch sozialen Druck erzwungen werden soll.
Im normalen gelebten Leben
sollen sie denen entgegen treten, die Verschleierung einfordern oder sogar Schulkinder zum religiösen Fasten zwingen. Damit würden sie zeigen, dass sie was begriffen haben. Nicht durch Teilnahme an irgendwelchen"Zeichen setzen"-Demos.
Was menschlicher Wahn erschuf, kann durch menschliche Einsicht überwunden werden.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon frems » Sa 17. Jun 2017, 16:02

Ebiker hat geschrieben:(17 Jun 2017, 16:39)

Es hätte ein machtvolles Zeichen aller Muslime in Deutschland sein können. Für Frieden, gegen islamistischen Terror. Der Zentralrat der Muslime unterstützte die Demo, DITIB riet davon ab. 10 000 wurden erwartet. Unter 500 sind gekommen. Sehr enttäuschend. Wie kann oder soll man das interpretieren? Ist den Muslimen der Terror der in ihrem Namen begangen wird egal ? Leider wird es das Bild der Muslime in D nicht grad verbessern.

Für den kleinen Zentralrat sicherlich ein Flop. Aber sonst so? Find es recht albern, von einer Bevölkerungsgruppe zu erwarten, dass sie sich bei jeder Gelegenheit distanzieren oder gleich gemeinsam demonstrieren solle. Wenn das jemand von mir erwarten würde, würde ich ihm den Vogel zeigen.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon gödelchen » Sa 17. Jun 2017, 16:06

Quatschki hat geschrieben:(17 Jun 2017, 16:57)

In dem Fall bin ich mal auf Seiten der Muslime
Massenkundgebungen zum "Bekenntnis zeigen" oder "Geschlossenheit demonstrieren" sind Merkmale totalitärer Staaten, besonders wenn die Teilnahme durch sozialen Druck erzwungen werden soll.
Im normalen gelebten Leben
sollen sie denen entgegen treten, die Verschleierung einfordern oder sogar Schulkinder zum religiösen Fasten zwingen. Damit würden sie zeigen, dass sie was begriffen haben. Nicht durch Teilnahme an irgendwelchen"Zeichen setzen"-Demos.


Nun ja, da liegst du etwas neben dem, was Demokraten als Wesensmerkmal einer gelebten Demokratie verstehen. Demonstrieren kommt von demonstrare....etwas darlegen, beweisen. Nach unserer Auffassung ist jedem freigestellt etwas zu zeigen, etwas darzulegen mit persönlichen Einsatz. Es soll viele Menschen in der BRD geben, die diesen persönlichen Einsatz zeigen.

Die muslimische Community hat noch nie in erwähnenswerter Anzahl von dem Recht dieser Beteiligung am gesellschaftlichen/politischen Leben in der freien demokratischen Gesellschaft Gebrauch gemacht ( außer wenn es um innertürkischen Schrott geht) .

Klappt nicht so mit dem Bildungsauftrag hin zu einem demokratischen, freiheitlichen Weltbild in einer freien, liberalen Gesellschaft.
Zuletzt geändert von gödelchen am Sa 17. Jun 2017, 16:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon schelm » Sa 17. Jun 2017, 16:09

frems hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:02)

Für den kleinen Zentralrat sicherlich ein Flop. Aber sonst so? Find es recht albern, von einer Bevölkerungsgruppe zu erwarten, dass sie sich bei jeder Gelegenheit distanzieren oder gleich gemeinsam demonstrieren solle. Wenn das jemand von mir erwarten würde, würde ich ihm den Vogel zeigen.

Niemand verlangt sich persönlich zu distanzieren, sondern innerhalb der Umma ein Pendant zum " Kampf gegen Rechts " zu führen. Ist hingegen schon etwas merkwürdig, wenn es nicht zu stören scheint im Namen der eignen Agenda selber in die Luft gesprengt zu werden.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon jack000 » Sa 17. Jun 2017, 16:11

Hier ist das ganze Live:
https://www.youtube.com/watch?v=PxtfsHWbjlY

Auch die Sprecher sind enttäuscht. Aber während des Ramadans war es keine gute Idee so eine Demo zu machen. Es wären zu einer anderen Zeit sicherlich mehr Teilnehmer gekommen.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon gödelchen » Sa 17. Jun 2017, 16:11

frems hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:02)

Für den kleinen Zentralrat sicherlich ein Flop. Aber sonst so? Find es recht albern, von einer Bevölkerungsgruppe zu erwarten, dass sie sich bei jeder Gelegenheit distanzieren oder gleich gemeinsam demonstrieren solle. Wenn das jemand von mir erwarten würde, würde ich ihm den Vogel zeigen.


Nun das ist letztlich falsch. Weil die Konsequenz nicht im Distanzieren liegt, wenn so ein Zeichen gesetzt werden kann, sondern das Zeichen wird in die Richtung der Menschen gesetzt, die den Terror aus muslimischen verdrehten Gedankenmist entsetzlich finden und diesen satt haben. Es geht um das Schaffen eines gemeinsamen Gedanken in unserer Gesellschaft. So wie die Menschen vielfältig und in großer Zahl gegen einen Krieg für Öl demonstriert haben z.B.

Aber....????
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon Sozialdemokrat » Sa 17. Jun 2017, 16:13

Würde es aktuell Terror im Namen des Christentums geben, wurde ich an einer Demo gegen Christianismus teilnehmen, wenn sie in der Nähe stattfinden würde....."Muslime" ticken anscheinend anders.
Die Balkanroute ist nicht ganz dicht.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon frems » Sa 17. Jun 2017, 16:13

gödelchen hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:06)
Die muslimische Community hat noch nie in erwähnenswerter Anzahl von dem Recht dieser Beteiligung am gesellschaftlichen/politischen Leben in der freien demokratischen Gesellschaft Gebrauch gemacht.

Klappt nicht so mit dem Bildungsauftrag hin zu einem demokratischen, freiheitlichen Weltbild in einer freien, liberalen Gesellschaft.

Das ist ein ziemlich unsinniges Argument. Ein geschlossener, homogener Demonstrationsblock nimmt automatisch mehr am gesellschaftlichen Leben teil als eine Person, die nicht mitmarschiert. Ebenso sollte man nicht annehmen, dass Zugehörige dieser "Community" nicht auch politisch aktiv sind. Ein muslimischer Arbeiter, dessen Werk geschlossen werden soll, geht genau so mit seinen nicht-muslimischen Kollegen demonstrieren, wenn sie sich davon was versprechen. Der sog. Zentralrat, der hier wohl stellvertretend für die "Community" sein soll, hat max. 20.000 Mitglieder, wenn man alle über 20 Mitgliedsorganisationen zusammenzählt.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon frems » Sa 17. Jun 2017, 16:16

gödelchen hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:11)

Nun das ist letztlich falsch. Weil die Konsequenz nicht im Distanzieren liegt, wenn so ein Zeichen gesetzt werden kann, sondern das Zeichen wird in die Richtung der Menschen gesetzt, die den Terror aus muslimischen verdrehten Gedankenmist entsetzlich finden und diesen satt haben. Es geht um das Schaffen eines gemeinsamen Gedanken in unserer Gesellschaft. So wie die Menschen vielfältig und in großer Zahl gegen einen Krieg für Öl demonstriert haben z.B.

Aber....????

Du scheinst mich falsch verstanden zu haben. Ich gehe auch davon aus, dass es dem Ansehen der Religionsgruppe gut getan hätte, wenn sie in großer Anzahl ein "Zeichen" setzen. Ich erwarte es nur von niemanden und will auch nicht, dass man es von mir erwartet. Stell Dir doch mal vor, der NSU mordet fröhlich herum und überall hieße es nur "Ihr Deutschen wieder", "Geh dagegen demonstrieren", "Distanzier Dich" usw. Habe ich nie gemacht und werde es auch nicht tun. Wenn ich demonstriere, dann nur, wenn ich es für richtig halte und nicht, wenn es irgendwer von mir aufgrund irgendeines Merkmals erwartet.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon gödelchen » Sa 17. Jun 2017, 16:17

frems hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:13)

Das ist ein ziemlich unsinniges Argument. Ein geschlossener, homogener Demonstrationsblock nimmt automatisch mehr am gesellschaftlichen Leben teil als eine Person, die nicht mitmarschiert. Ebenso sollte man nicht annehmen, dass Zugehörige dieser "Community" nicht auch politisch aktiv sind. Ein muslimischer Arbeiter, dessen Werk geschlossen werden soll, geht genau so mit seinen nicht-muslimischen Kollegen demonstrieren, wenn sie sich davon was versprechen. Der sog. Zentralrat, der hier wohl stellvertretend für die "Community" sein soll, hat max. 20.000 Mitglieder, wenn man alle über 20 Mitgliedsorganisationen zusammenzählt.


falsch, weil in deinem Beispiel es um PERSÖNLICHE Belange geht, nicht um das, was eine gelebte Demokratie ausmacht. Daher ist dein Argument nicht stichhaltig. Außerdem muss einer das organisieren,. Wenn der Organisator integer ist, dann ist es letztlich egal im Sinne der gesellschaftspolitischen Zielsetzung, wer das organisiert, dann folgt man dem Gedanken, nicht dem Organisator.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon gödelchen » Sa 17. Jun 2017, 16:20

frems hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:16)

Du scheinst mich falsch verstanden zu haben. Ich gehe auch davon aus, dass es dem Ansehen der Religionsgruppe gut getan hätte, wenn sie in großer Anzahl ein "Zeichen" setzen. Ich erwarte es nur von niemanden und will auch nicht, dass man es von mir erwartet. Stell Dir doch mal vor, der NSU mordet fröhlich herum und überall hieße es nur "Ihr Deutschen wieder", "Geh dagegen demonstrieren", "Distanzier Dich" usw. Habe ich nie gemacht und werde es auch nicht tun. Wenn ich demonstriere, dann nur, wenn ich es für richtig halte und nicht, wenn es irgendwer von mir aufgrund irgendeines Merkmals erwartet.


So ist richtig. Erwähnt sei nur, wir setzen wir unserem GESAMTEN gesellschaftlichen Diskurs ein Zeichen gegen die Machenschaften der Mörderbande NSU.......... wie der Diskurs um die Anschläge in den Gesellschaften unter dem grünen Buch geführt wird, ist mir nicht ganz klar.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon frems » Sa 17. Jun 2017, 16:23

gödelchen hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:17)

falsch, weil in deinem Beispiel es um PERSÖNLICHE Belange geht, nicht um das, was eine gelebte Demokratie ausmacht. Daher ist dein Argument nicht stichhaltig. Außerdem muss einer das organisieren,. Wenn der Organisator integer ist, dann ist es letztlich egal im Sinne der gesellschaftspolitischen Zielsetzung, wer das organisiert, dann folgt man dem Gedanken, nicht dem Organisator.

Das hat mit Aufklärung einfach nichts zu tun. Schade. Es ist eben falsch, eine Schublade zu erstellen und dann anhand einer Teilnehmerzahl auf Individuen zurückzuschließen. Für mich ist ein Muslim, der gegen den Irakkrieg, Stuttgart 21 oder sonstwas mit anderen Bürgern demonstriert, erst einmal besser integriert als jemand, der sich nur für "religiöse Belange" auf die Straße treiben lässt. Du gehst davon aus, dass die es nie tun würden und deshalb kein Teil des gesellschaftlichen Lebens wären. Und das ist eben Unsinn. Das ist kein politisch homogener Block mit einer Dachorganisation.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon watisdatdenn? » Sa 17. Jun 2017, 16:33

Ich seh das positiv. Immerhin haben sich 500 klar von Terror distanziert, obwohl sie es aus meiner Sicht gar nicht mussten.
Die sind ja auch durchaus ein Risiko eingegangen, wenn die Radikalen sich mal später anschauen, wer alles auf der Demo war.

Dass ditib nicht mitmachen will sollte nicht überraschen:
Der türkische Staat unterstützt ja insgeheim al nusra und andere Islamisten mit Waffen.
Ditib ist dem türkischen Staat unterstellt.
Für mich jetzt nicht überraschend, dass sie sich nicht klar vom Islamisten Terror distanzierten wollen, sondern durchaus logisch.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon gödelchen » Sa 17. Jun 2017, 16:54

frems hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:23)

Das hat mit Aufklärung einfach nichts zu tun. Schade. Es ist eben falsch, eine Schublade zu erstellen und dann anhand einer Teilnehmerzahl auf Individuen zurückzuschließen.
Für mich ist ein Muslim, der gegen den Irakkrieg, Stuttgart 21 oder sonstwas mit anderen Bürgern demonstriert, erst einmal besser integriert als jemand, der sich nur für "religiöse Belange" auf die Straße treiben lässt. Du gehst davon aus, dass die es nie tun würden und deshalb kein Teil des gesellschaftlichen Lebens wären. Und das ist eben Unsinn. Das ist kein politisch homogener Block mit einer Dachorganisation.


habe ich so nicht geschrieben und auch nicht so ausgedrückt, ist also nicht meine Meinung

Ich habe geschrieben, dass es ein Zeichen wäre, wenn es viele Individuen nötig befunden hätten sich in dem Sinne demonstrativ aufzustellen. Wer sich von anderen Gesichtspunkten/Abhängigkeiten leiten lässt, hat das Recht dies hier mit sich geschehen zu lassen.
Wer sich hier ins Geschehen sinnvoll mit einbringen will, dass es allen gut rüberkommt, der beteiligt sich halt, weil es seinem Umfeld bei den Dingen, die aufzuzeigen waren, gut rüberkommt.

Das Demonstrieren in Sachen, die dem Kulturkreis gut rüberkommen, können sie doch, wie es bei den entsprechenden Demos gezeigt wird.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon frems » Sa 17. Jun 2017, 17:07

gödelchen hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:54)

habe ich so nicht geschrieben und auch nicht so ausgedrückt, ist also nicht meine Meinung

Ich habe geschrieben, dass es ein Zeichen wäre, wenn es viele Individuen nötig befunden hätten sich in dem Sinne demonstrativ aufzustellen. Wer sich von anderen Gesichtspunkten/Abhängigkeiten leiten lässt, hat das Recht dies hier mit sich geschehen zu lassen.
Wer sich hier ins Geschehen sinnvoll mit einbringen will, dass es allen gut rüberkommt, der beteiligt sich halt, weil es seinem Umfeld bei den Dingen, die aufzuzeigen waren, gut rüberkommt.

Das Demonstrieren in Sachen, die dem Kulturkreis gut rüberkommen, können sie doch, wie es bei den entsprechenden Demos gezeigt wird.

Nee, Du hast über die muslimische Community geurteilt und damit über alle Muslime in Deutschland:
gödelchen hat geschrieben:(17 Jun 2017, 17:06)
Die muslimische Community hat noch nie in erwähnenswerter Anzahl von dem Recht dieser Beteiligung am gesellschaftlichen/politischen Leben in der freien demokratischen Gesellschaft Gebrauch gemacht ( außer wenn es um innertürkischen Schrott geht) .

Klappt nicht so mit dem Bildungsauftrag hin zu einem demokratischen, freiheitlichen Weltbild in einer freien, liberalen Gesellschaft.

Die Aussage ist halt auf mehreren Ebenen falsch. Einerseits ist es eine falsche Prämisse, wenn man annimmt, Teilhabe ginge nur über Demonstrationen. Und selbst wenn wir diese unlogische, unbelegbare Prämisse einfach hinnehmen: die Konklusion ist zudem unschlüssig, wonach jemand nie demonstrieren ginge, wenn er's in diesem Falle nicht tut, und folglich kein Teil des gesellschaftlichen Lebens ist. So klappt das mit dem Bildungsauftrag wirklich nicht.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon Katenberg » Sa 17. Jun 2017, 17:17

Ebiker hat geschrieben:(17 Jun 2017, 16:39)

Es hätte ein machtvolles Zeichen aller Muslime in Deutschland sein können. Für Frieden, gegen islamistischen Terror. Der Zentralrat der Muslime unterstützte die Demo, DITIB riet davon ab. 10 000 wurden erwartet. Unter 500 sind gekommen. Sehr enttäuschend. Wie kann oder soll man das interpretieren? Ist den Muslimen der Terror der in ihrem Namen begangen wird egal ? Leider wird es das Bild der Muslime in D nicht grad verbessern.


Es ist schon erstaunlich, wenn man das mit den Teilnehmerzahlen von Kundgebungen wie Pro-Erdogan, Al-Kudz-Tag ("Internationaler Tag der Antisemiten) und der Kölner Silvesternacht vergleicht. In jedem Fall zeigt sich der Schluss, dass die Verbände a) nicht mobilisieren können und b) niemanden repräsentieren. Wenn der liebe Mazyek sich weiterhin zum Gotterwählten aufspielt, ist das nur noch mehr unglaubwürdig, die Konsequenz wäre ein Rücktritt.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon Katenberg » Sa 17. Jun 2017, 17:21

Quatschki hat geschrieben:(17 Jun 2017, 16:57)

In dem Fall bin ich mal auf Seiten der Muslime
Massenkundgebungen zum "Bekenntnis zeigen" oder "Geschlossenheit demonstrieren" sind Merkmale totalitärer Staaten, besonders wenn die Teilnahme durch sozialen Druck erzwungen werden soll.
Im normalen gelebten Leben
sollen sie denen entgegen treten, die Verschleierung einfordern oder sogar Schulkinder zum religiösen Fasten zwingen. Damit würden sie zeigen, dass sie was begriffen haben. Nicht durch Teilnahme an irgendwelchen"Zeichen setzen"-Demos.


Da stimme ich wiederum zu. Aber diese Demonstration zeigt doch klar auf, wie wenige sich dem anschließen würden und der geringe Anteil an KopftuchträgerInnen und dem generellen eher säkularen Auftreten der Beteiligten zeigt doch, welchen Stellenwert sogenannte westliche Einstellungen haben. Es wäre richtig, wenn diese Menschen, wie du es beschreibst, derartiger Islamisierung entgegen treten und ich will nicht in Abrede stellen, dass dies bestimmt auch viele in ihrem Bereich tun, aber sie werden von der Masse doch schon als halbe Abtrünnige betrachtet.
Die Verbände hätten bei aller Verblendung wissen müssen, dass ihre Mobilisierungskapazität verschwindend gering ist und dass diese Demonstration eine riesige Blamage wird.
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Re: Anti- Terror Demo in Köln, wieder mal ein Flop

Beitragvon gödelchen » Sa 17. Jun 2017, 17:25

frems hat geschrieben:(17 Jun 2017, 18:07)

Nee, Du hast über die muslimische Community geurteilt und damit über alle Muslime in Deutschland:
Die Aussage ist halt auf mehreren Ebenen falsch. Einerseits ist es eine falsche Prämisse, wenn man annimmt, Teilhabe ginge nur über Demonstrationen. Und selbst wenn wir diese unlogische, unbelegbare Prämisse einfach hinnehmen: die Konklusion ist zudem unschlüssig, wonach jemand nie demonstrieren ginge, wenn er's in diesem Falle nicht tut, und folglich kein Teil des gesellschaftlichen Lebens ist. So klappt das mit dem Bildungsauftrag wirklich nicht.

Ach frems, jetzt kommst du mir aber schräg rüber. Möchtest du den Vierschiebebahnhof eröffnen in Richtung Diskriminierung...lass stecken. Macht deine Ansicht nur noch haltloser.

Meine Aussage steht bzgl der Teilhabe, wertfrei und aus persönlicher Erfahrung gespeist:

"Die muslimische Community hat noch nie in erwähnenswerter Anzahl von dem Recht dieser Beteiligung am gesellschaftlichen/politischen Leben in der freien demokratischen Gesellschaft Gebrauch gemacht ( außer wenn es um innertürkischen Schrott geht) ."

Wenn ich meinen Klarnamen in Internet eingeben erscheinen zig Teilnahmen meinerseits an Demonstrationen und öffentlichen Versammlungen, weil mich oft lokale Journalisten mal da was fragen, warum und wieso..:-). Bei diesen gut besuchten Veranstaltungen für schulisch, verkehrstechnische Belange, Bebauungsplan betreffende, politisch aufgestellte Veranstaltungen habe ich weder mehr als eine Handvoll Menschen aus dem Kulturkreis , der sich muslimisch nennt , gesehen noch eine Beteiligung von Funktionären aus diesem Gesichtskreis.

Da es keine zuverlässigen Studien zu dem Verhalten von Mitbürgern verschiedener Kulturkreise an Demos gibt, verbleibe ich bei meinem gut gegründeten Erfahrungsschatz.

Den Rest kannst dir schenken.

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