strafen oder negieren

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Re: strafen oder negieren

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 17. Dez 2016, 19:37

Uffhausen hat geschrieben:(17 Dec 2016, 19:03)

Also wenn der/die Beleidigte/n öffentlich Gnade vor Recht ergehen ließen, indem von einer möglichen Anzeige abgesehen wird, weil Wilders Fremdenfeindlichkeit für jedermensch durchschaubar ist und nicht erst durch Gerichte festgestellt/bestätigt werden muss. Vielleicht noch als i-Tüpfelchen der provokante, aber nicht leugbare Verweis auf damit gesparte Steuergelder... :p Mit sowas argumentieren Leute wie Wilders doch immer gern.

von einer anzeige absehen wird interpretiert als »huch, sie hatten keine chance falls sie es versuchen wolten. laß sie es mal probieren«.

schlimm und schlau ist daß wilders kommentare nur einsilbig sind. im besten fall einzeilig. er verweigert immer diskussionen. auch im parlament sieht man das. er behauptet etwas. dagegen kommt dann kommentar und er schweigt dazu. hat ja schön gesagt was er lancieren wollte. DAS wird man sich erinnern.

wir haben einen ausdruck»so schlüpfrig wie ein aal in einer eimer mit schnodder«. das gilt für wilders.
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon H2O » Sa 17. Dez 2016, 21:06

Nomen Nescio hat geschrieben:(17 Dec 2016, 19:37)

von einer anzeige absehen wird interpretiert als »huch, sie hatten keine chance falls sie es versuchen wolten. laß sie es mal probieren«.

schlimm und schlau ist daß wilders kommentare nur einsilbig sind. im besten fall einzeilig. er verweigert immer diskussionen. auch im parlament sieht man das. er behauptet etwas. dagegen kommt dann kommentar und er schweigt dazu. hat ja schön gesagt was er lancieren wollte. DAS wird man sich erinnern.

wir haben einen ausdruck»so schlüpfrig wie ein aal in einer eimer mit schnodder«. das gilt für wilders.


Einfache Sache: Wenn Straftat, dann Strafe nach Strafgesetzbuch. Wo ist das Problem?
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon Nomen Nescio » So 18. Dez 2016, 00:13

H2O hat geschrieben:(17 Dec 2016, 21:06)

Einfache Sache: Wenn Straftat, dann Strafe nach Strafgesetzbuch. Wo ist das Problem?

finde ich auch. frag das mal an juristen. die kommen mit einwände die wir nie folgen können.
ein konkretes beispiel »die ausländer« versus «diese ausländer« versus »mehrere ausländer«. fühlst du den unterschied? obwohl ganz gut dasselbe gemeint sein kann oder so verstanden wird.

ich bin ziemlich gut ins entdecken von zweideutigkeiten. die masse aber nicht. et le voilà ==> ich habe es nicht gesagt (wohl aber gemeint) ==> nicht schuldig.
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon H2O » So 18. Dez 2016, 21:42

Nomen Nescio hat geschrieben:(18 Dec 2016, 00:13)

finde ich auch. frag das mal an juristen. die kommen mit einwände die wir nie folgen können.
ein konkretes beispiel »die ausländer« versus «diese ausländer« versus »mehrere ausländer«. fühlst du den unterschied? obwohl ganz gut dasselbe gemeint sein kann oder so verstanden wird.

ich bin ziemlich gut ins entdecken von zweideutigkeiten. die masse aber nicht. et le voilà ==> ich habe es nicht gesagt (wohl aber gemeint) ==> nicht schuldig.


Nun ja, solche Haarspaltereien sind ein beliebtes Spiel; das Gesagte gilt, und das Umfeld, in dem es gesagt wurde, läßt sich auch nachvollziehen.

Da gibt es den guten alten Judenwitz (bei Salcia Landmann nach zu lesen):

Der Beklagte soll seine Behauptung widerrufen, daß der Kläger ein Ganove sei.
Also stellt der Beklagte sich hin und sagt: Du bist kein Ganove? Du bist kein Ganove?
Der Richter wird ärgerlich... worauf ihm der Beklagte sagt: Ich habe gesagt, wozu Sie mich aufgefordert haben. Die Satzbetonung hatten sie aber nicht vorgeschrieben.

Ein Richter sollte in der Lage sein, solche Spiele zu durchschauen und ein begründetes Urteil fällen. Wenn er das nicht kann, sollte er einen anderen Beruf ausüben.
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon Nomen Nescio » So 18. Dez 2016, 22:52

H2O hat geschrieben:(18 Dec 2016, 21:42)

Ein Richter sollte in der Lage sein, solche Spiele zu durchschauen und ein begründetes Urteil fällen. Wenn er das nicht kann, sollte er einen anderen Beruf ausüben.

ich habe vier - zwar zivile - prozessen mit erlebt die dauerten von 1988 bis 2003. weiß also einiges über wie richter denken.
auch hat mein deutscher cousin (ehemals oberstaatsanwalt) diese prozessen mierlebt. er hat sogar noch eine erklärung abgegeben, weil er irgendwann irgendwo dabei war.

auch er hat sich gewundert wie schlau menschen es manchmal anstellen können. wenn sie dabei noch lügen »aber so habe ich es doch nie gemeint«, dann wird es sehr schwer zu beweisen daß sie es so meinten. oft gilt dabei »der ton macht die musik«. und keiner kann dann beweisen daß er es auf einen bestimmten ton sagte. :mad2:
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon H2O » So 18. Dez 2016, 23:16

Nomen Nescio hat geschrieben:(18 Dec 2016, 22:52)

ich habe vier - zwar zivile - prozessen mit erlebt die dauerten von 1988 bis 2003. weiß also einiges über wie richter denken.
auch hat mein deutscher cousin (ehemals oberstaatsanwalt) diese prozessen mierlebt. er hat sogar noch eine erklärung abgegeben, weil er irgendwann irgendwo dabei war.

auch er hat sich gewundert wie schlau menschen es manchmal anstellen können. wenn sie dabei noch lügen »aber so habe ich es doch nie gemeint«, dann wird es sehr schwer zu beweisen daß sie es so meinten. oft gilt dabei »der ton macht die musik«. und keiner kann dann beweisen daß er es auf einen bestimmten ton sagte. :mad2:


Das war sicher der Hintergrund meines ausgegrabenen Judenwitzes. Aber da darf ein Richter sich nicht drücken!
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 19. Dez 2016, 00:13

H2O hat geschrieben:(18 Dec 2016, 23:16)

Das war sicher der Hintergrund meines ausgegrabenen Judenwitzes. Aber da darf ein Richter sich nicht drücken!

das dumme ist, daß wir merkten »erst im nachhinein werden wir schlau. wissen wir was zu tun«.

staat, justiz, polizei haben immer n rückstand. vergiß nicht »erst wenn das kind in den brunnen gefallen ist, deckt man ihn zu«, also sie REagieren. das agieren aber tun anderen.
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon Uffhausen » Mo 19. Dez 2016, 00:27

Nomen Nescio hat geschrieben:(18 Dec 2016, 22:52)
auch er hat sich gewundert wie schlau menschen es manchmal anstellen können.

Schlau? Meistens ist es doch ganz einfach, weil durchschaubar. Du brauchst bspw. als Straftäter nur eine versaute Kindheit/gescheiterte Ehe/Drogenvergangenheit o. a. gehabt zuhaben, dir "Folgeschäden/-beeinträchtigungen" durch ein psychologisches Gutachten bestätigen zulassen und schon kannst du den Prozess zu deinen Gunsten verlaufen lassen, weil Tat und Vita nun miteinander in Verbindung gebracht werden müssen. Und schlußendlich bestimmt dein Lebensweg die Strafe, nicht mehr die Straftat, wegen welcher du eigentlich verurteilt werden müsstest.

Ich weiß freilich nicht, ob es tatsächlich "so simpel" abläuft - aber es ist mein verfestigter Eindruck, wenn ich immer und immer wieder lese oder höre, der oder die Richter verurteilten den oder die Täter in Rücksichtnahme auf dessen oder deren Kindheit/Lebensweg zu so und so viel Jahren (ggf. frei auf Bewährung), obgleich ein weitaus höheres Strafmass gezogen werden müsste (ohne Einfluß der Vita des/der Täter/s). Müssen sich Richter eigentlich für die Persönlichkeit der Straftäter interessieren, muss das in die Verurteilung einfließen? Ein Gericht/Richter sollte Täter verurteilen, nicht nach Erklärungen/Entschuldigungen beim Täter suchen. Das oder die Opfer sind oft hinterher nur Opfer "2. Klasse".

Mein persönlicher Eindruck ist auch, dass eben darumhalber die Respektlosigkeit/Gewaltbereitschaft u. a. gegenüber der Polizei zunimmt - weil die Leute durchschaut haben, dass mehr Macht und Einfluß haben (können), als Justiz und Staat lieb ist. Einfach auf die Tränendrüse drücken. :rolleyes:

Der Ex-Freund einer ehem. Berufsschulkameradin ist unverhohlen rechtsextrem und aufgrund einer Schlägerei mit Ausländern, bei welcher ein ein Opfer krankenhausreif schlug, vor Gericht gelandet. Er wurde auf Bewährung frei gesprochen, weil er in einem rechtsextremen Elternhaus aufgewachsen ist - sein Vater (Vorsitzender der örtlichen Republikaner und Gemeinderat) trat diesbezüglich sogar als Zeuge vor Gericht auf und machte sich hinterher im Internet (zurecht!) über die deutsche Justiz lustig. Übersetzt lautet das Urteil in einem solchen Fall also, dass man sich als Ausländer von einer solchen Sorte Mensch Gewalt gefallen lassen muss (bzw., dass bei einer solchen Sorte Mensch Gewaltbereitschaft normal ist) - der Täter weiß es nicht besser, kann also nichts dafür, ist demnach auch nur ein Opfer! :mad2:
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon H2O » Mo 19. Dez 2016, 00:53

Uffhausen hat geschrieben:(19 Dec 2016, 00:27)

Schlau? Meistens ist es doch ganz einfach, weil durchschaubar. Du brauchst bspw. als Straftäter nur eine versaute Kindheit/gescheiterte Ehe/Drogenvergangenheit o. a. gehabt zuhaben, dir "Folgeschäden/-beeinträchtigungen" durch ein psychologisches Gutachten bestätigen zulassen und schon kannst du den Prozess zu deinen Gunsten verlaufen lassen, weil Tat und Vita nun miteinander in Verbindung gebracht werden müssen. Und schlußendlich bestimmt dein Lebensweg die Strafe, nicht mehr die Straftat, wegen welcher du eigentlich verurteilt werden müsstest.

Ich weiß freilich nicht, ob es tatsächlich "so simpel" abläuft - aber es ist mein verfestigter Eindruck, wenn ich immer und immer wieder lese oder höre, der oder die Richter verurteilten den oder die Täter in Rücksichtnahme auf dessen oder deren Kindheit/Lebensweg zu so und so viel Jahren (ggf. frei auf Bewährung), obgleich ein weitaus höheres Strafmass gezogen werden müsste (ohne Einfluß der Vita des/der Täter/s). Müssen sich Richter eigentlich für die Persönlichkeit der Straftäter interessieren, muss das in die Verurteilung einfließen? Ein Gericht/Richter sollte Täter verurteilen, nicht nach Erklärungen/Entschuldigungen beim Täter suchen. Das oder die Opfer sind oft hinterher nur Opfer "2. Klasse".

Mein persönlicher Eindruck ist auch, dass eben darumhalber die Respektlosigkeit/Gewaltbereitschaft u. a. gegenüber der Polizei zunimmt - weil die Leute durchschaut haben, dass mehr Macht und Einfluß haben (können), als Justiz und Staat lieb ist. Einfach auf die Tränendrüse drücken. :rolleyes:

Der Ex-Freund einer ehem. Berufsschulkameradin ist unverhohlen rechtsextrem und aufgrund einer Schlägerei mit Ausländern, bei welcher ein ein Opfer krankenhausreif schlug, vor Gericht gelandet. Er wurde auf Bewährung frei gesprochen, weil er in einem rechtsextremen Elternhaus aufgewachsen ist - sein Vater (Vorsitzender der örtlichen Republikaner und Gemeinderat) trat diesbezüglich sogar als Zeuge vor Gericht auf und machte sich hinterher im Internet (zurecht!) über die deutsche Justiz lustig. Übersetzt lautet das Urteil in einem solchen Fall also, dass man sich als Ausländer von einer solchen Sorte Mensch Gewalt gefallen lassen muss (bzw., dass bei einer solchen Sorte Mensch Gewaltbereitschaft normal ist) - der Täter weiß es nicht besser, kann also nichts dafür, ist demnach auch nur ein Opfer! :mad2:


Vielleicht liegt es in der Natur der Sache, daß ein Richter sich stärker mit einem Straftäter befassen muß als mit den Interessen des Opfers der Straftaten. Anstelle des Opfers wird ein Gerüst von Gesetzen und Strafgesetzen aufgefahren, die nun alle den Interessen des Täters schaden, und der Richter und alle Anwälte sehen diesen bedauernswerten Täter, dem sie nun Nachteile zufügen müssen, oder diese Nachteile nach allen Regeln der Kunst mindern müssen. Die Interessen des Täters überwiegen... an dem Opfer einer Gewalttat läßt sich ja nichts mehr abmildern... darüber hatte der Täter befunden. Zur Seite des Täters hin menschelt es, zur anderen Seite stehen die Buchstaben der Gesetze unserer Gesellschaft.
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 19. Dez 2016, 09:02

Uffhausen hat geschrieben:(19 Dec 2016, 00:27)

Schlau? Meistens ist es doch ganz einfach, weil durchschaubar. Du brauchst bspw. als Straftäter nur eine versaute Kindheit/gescheiterte Ehe/Drogenvergangenheit o. a.

genau dasselbe erfuhr ich auch. schlimm ist, daß du fast nicht beweisen kannst daß da gelogen wird.
das schlimmste aber ist, daß gelogen wird; meineide werden gepflegt. nichts wird dagegen unternommen. keine anklage wegen meineid wird eingereicht.

jedenfalls habe ich die genugtuung daß in berufung letztlich ein urteil kam, worin zwischen den zeilen sehr deutlich zu lesen stand »ihr seid betrüger«. und daß ein teuerer anwalt sagte daß sie keine chance bei revision hatten wegen jenes soliden urteils.
das hat ihnen mindestens 500-1000 euro zuasätzlich gekostet. :D
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon Uffhausen » Mo 19. Dez 2016, 18:54

Nomen Nescio hat geschrieben:(19 Dec 2016, 09:02)

genau dasselbe erfuhr ich auch. schlimm ist, daß du fast nicht beweisen kannst daß da gelogen wird.
das schlimmste aber ist, daß gelogen wird; meineide werden gepflegt. nichts wird dagegen unternommen. keine anklage wegen meineid wird eingereicht.


Lüge/Meineid ist eine Sache. Beweisen ist da wirklich schwierig, weil bspw. auch ohne gewalttätige Eltern kann man eine unschöne, lieblose Kindheit gehabt haben. Damit sollten sich Gerichte auch nicht beschäftigen müssen.

Es geht mir persönlich eher ums Prinzip - wenn bspw. ein Gewalttäter mit seiner von Gewalt geprägten Kindheit "argumentiert", bzw. seine Tat damit zu rechtfertigen versucht, warum stellt der Richter nicht folgende Fragen: Sie haben in ihrer Kindheit also unter körperlicher Gewalt gelitten? - Ja - Haben ihnen die Schläge ihrer Eltern körperlichen/seelischen Schmerz beigefügt? - Ja - Fanden sie das Verhalten ihrer Eltern falsch? Finden sie, dass ihre Eltern dafür bestraft hätten werden müssen? - Ja - Sind sie überzeugt davon, dass Gewalt keine Umgangsform darstellt? - Ja - Warum haben sie dann selbst davon Gebrauch gemacht, warum stehen sie jetzt vor mir? In Anbetracht ihrer eben getätigten Bestätigungen meiner Fragen hinsichtlich ihrer Vergangenheit und ihren Lehren daraus, müssen sie eigentlich selbst zugeben, dass sie bestraft werden müssen! - Öööööhm...Eigentor! :p

Oder Umkehrfragen anwenden: Würden sie den Vergewaltiger ihrer Tochter entschuldigen, weil er eine gescheiterte Ehe hinter sich hat und anschließend den Drogen verfallen ist? - Nein - Wieso soll ihre Vergewaltigung einer Tochter nunmehr mit ihrem Ehescheitern und ihrer Drogensucht entschuldigt werden? - Upps...peinlich!

Vielleicht stelle ich mir das auch zu einfach vor. Aber irgendwie muss diese gesetzlich erlaubte Trickserei doch bewältigt werden können. Und wenn eben schon nicht auf dem gesetzlichen Wege, dann eben mit den natürlichen Gesetzen der Logik. Diese sind nämlich nicht anfechtbar. Dafür braucht man auch keine zentnerschweren Gesetzbücher, sondern nur seinen eigenen Kopf.
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Re: strafen oder negieren

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 19. Dez 2016, 20:49

Uffhausen hat geschrieben:(19 Dec 2016, 18:54)

Vielleicht stelle ich mir das auch zu einfach vor. Aber irgendwie muss diese gesetzlich erlaubte Trickserei doch bewältigt werden können. Und wenn eben schon nicht auf dem gesetzlichen Wege, dann eben mit den natürlichen Gesetzen der Logik. Diese sind nämlich nicht anfechtbar. Dafür braucht man auch keine zentnerschweren Gesetzbücher, sondern nur seinen eigenen Kopf.

logik ist aber nicht beweis. logik ist »mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen«. richter denken aber nicht so.

sieben oder acht man von hells angels mußten bei uns freisgesprochen werden, weil ihre verein nicht kriminell war, sie aber dennoch ein ex-mitglied ermordeten. es geschah in ihrem vereinsgebäude und damals waren mehrere mitglieder anwesend.
die omerta aber... deshalb konnte nichts bewiesen werden und mußten sie freigesprochen werden.
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