Islamischer Fundamentalismus unter Türkeistämmigen weit verbreitet

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Laertes
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Islamischer Fundamentalismus unter Türkeistämmigen weit verbreitet

Beitragvon Laertes » Do 16. Jun 2016, 18:47

So jedenfalls zitiert die evangeliche Nachrichtenagentur idea aus einer Studie des Exzellenzclusters Religion und Politik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster:

http://www.idea.de/gesellschaft/detail/ ... 97223.html hat geschrieben:islamischer Fundamentalismus ist unter Türkeistämmigen in Deutschland weit verbreitet. Das geht aus einer Studie des Exzellenzclusters Religion und Politik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hervor, die am 16. Juni in Berlin vorgestellt wurde. Für die von TNS Emnid durchgeführte Umfrage wurden 1.200 Zuwanderer aus der Türkei repräsentativ befragt. Danach gab fast jeder Zweite (47 Prozent) an, dass die Befolgung der Gebote des Islams wichtiger sei als die Gesetze des Staates. 32 Prozent der Befragten sind der Meinung, Muslime sollten die Rückkehr zu einer Gesellschaftsordnung wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds anstreben. 50 Prozent stimmten der Aussage zu, dass es nur eine wahre Religion gebe. 73 Prozent bejahten, dass man Bücher und Filme, die religiöse Gefühle verletzen, gesetzlich verbieten solle. 36 Prozent sagten, dass nur der Islam in der Lage sei, aktuelle Probleme zu lösen. Jeder Fünfte äußerte, die Bedrohung des Islams durch die westliche Welt rechtfertige es, dass Muslime Gewalt anwenden. Zudem vertraten sieben Prozent die Ansicht, dass Gewalt gerechtfertigt sei, wenn es um die Durchsetzung des Islams gehe.
(...)
Laut der Umfrage fühlen sich zwar 90 Prozent der Türkeistämmigen in Deutschland wohl, zugleich sehen sich jedoch 51 Prozent als „Bürger zweiter Klasse“.


Auf einen Nenner gebracht: Die Hälfte einer Gesellschaftsgruppe fühlt sich von der Gesamtgesellschaft nicht akzeptiert, deren Werte im Gegenzug von der Hälfte der Gesellschaftsgruppe nicht akzeptiert werden. Ist es abwegig davon auszugehen, dass hier ein kausaler Zusammenhang besteht? Und was ist die Konsequenz? Nur wenn ich akzeptiere, was mich ablehnt werde ich akzeptiert? Letzteres gilt kurioserweise in beide Richtungen.

Edit: URL im Zitat klickbar gemacht
Zuletzt geändert von Laertes am Do 16. Jun 2016, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Islamischer Fundamentalismus unter Türkeistämmigen weit verbreitet

Beitragvon Wasteland » Do 16. Jun 2016, 19:47

Dein Link funktioniert nicht.

Stimmen in der ersten Einwanderergeneration noch 57 Prozent dem Satz "Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe" zu, teilen in der zweiten und dritten Generation nur 36 Prozent diese Ansicht.


Die Zahlen sinken also offensichtlich von Generation zu Generation.

Forscher sehen diese Entwicklung als Zeichen dafür, dass Religion zum "Identitätsmarker" geworden ist. "Möglicherweise spiegeln die Antworten auf diese Frage weniger die 'tatsächlich gelebte' Religiosität wider als vielmehr ein demonstratives Bekenntnis zur eigenen kulturellen Herkunft", sagte der Leiter der Untersuchung, der Religionssoziologe Detlef Pollack, dazu.


Auch interessant, dass hier:

54 Prozent von ihnen identifizieren sich allerdings mit der Aussage "Egal, wie sehr ich mich anstrenge, ich werde nicht als Teil der deutschen Gesellschaft anerkannt".

http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-06 ... eutschland

Da wir ja "kein Einwanderungsland sind" laut AFD und Co., haben sie damit auch Recht.
Diese Leute fängt Erdogan auf. Und dann wird sich über das "warum" gewundert.
Dabei sagt man ihnen doch genau das: Ihr sollt euch hier nicht heimisch fühlen.
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Re: Islamischer Fundamentalismus unter Türkeistämmigen weit verbreitet

Beitragvon HugoBettauer » Sa 18. Jun 2016, 08:52

Es gibt keinen Automatismus, dass diese Jugendlichen besser akzeptiert werden, wenn sie sich nur selbstvergessen anbiedern.
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Joker
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Re: Islamischer Fundamentalismus unter Türkeistämmigen weit verbreitet

Beitragvon Joker » Sa 18. Jun 2016, 13:58

Wasteland hat geschrieben:(16 Jun 2016, 20:47)

Dein Link funktioniert nicht.



Die Zahlen sinken also offensichtlich von Generation zu Generation.



Auch interessant, dass hier:

54 Prozent von ihnen identifizieren sich allerdings mit der Aussage "Egal, wie sehr ich mich anstrenge, ich werde nicht als Teil der deutschen Gesellschaft anerkannt".

http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-06 ... eutschland

Da wir ja "kein Einwanderungsland sind" laut AFD und Co., haben sie damit auch Recht.
Diese Leute fängt Erdogan auf. Und dann wird sich über das "warum" gewundert.
Dabei sagt man ihnen doch genau das: Ihr sollt euch hier nicht heimisch fühlen.

Dieser Abschnitt der Studie gehört ganz oben hin.
Wird aber mit "befremdlich" wie üblich sehr verniedlicht .
Befremdlich wirkt die hohe Zustimmung zu dem Satz, die „Bedrohung des Islams durch die westliche Welt“ rechtfertige seine Verteidigung mit Gewalt, oder Gewalt sei „gerechtfertigt, wenn es um die Verbreitung und Durchsetzung des Islams geht“.
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Re: Islamischer Fundamentalismus unter Türkeistämmigen weit verbreitet

Beitragvon Wildermuth » Sa 18. Jun 2016, 14:10

HugoBettauer hat geschrieben:(18 Jun 2016, 09:52)

Es gibt keinen Automatismus, dass diese Jugendlichen besser akzeptiert werden, wenn sie sich nur selbstvergessen anbiedern.


Nein. Rassismus lässt keine chance. NIchtmal konvertieren würde reichen.

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