Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon ThorsHamar » Mo 28. Aug 2017, 15:37

Zunder hat geschrieben:(28 Aug 2017, 15:20)

Der Anspruch auf völkerrechtliche Gleichstellung ist emanzipatorisch, nicht chauvinistisch.


Richtig.

Die jüdische Religion ist ohnehin nicht chauvinistisch.


Auch richtig.

Aber die Selbstverständlichkeit der Vertreibung der Araber, also der Ausschluss eines einzigen Gedankens der eigenen Integration der europäischen Zuwanderer war es, auf die Deine völlig korrekte Definition "chauvinistischer Ideologen; ob völkisch oder religiös begründet, ist dabei eher nebensächlich. Eine Mischung aus beidem ist besonders appetitlich." passt, und zwar 100%ig.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon ThorsHamar » Mo 28. Aug 2017, 15:40

JJazzGold hat geschrieben:(28 Aug 2017, 15:12)

Aber Orban, Kaczinsky, Erdogan, etc. hören halt nicht auf dich.


Ja, ich weiss das und positioniere mich entsprechend.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Zunder » Mo 28. Aug 2017, 16:03

ThorsHamar hat geschrieben:(28 Aug 2017, 16:37)

Richtig.



Auch richtig.

Aber die Selbstverständlichkeit der Vertreibung der Araber, also der Ausschluss eines einzigen Gedankens der eigenen Integration der europäischen Zuwanderer war es, auf die Deine völlig korrekte Definition "chauvinistischer Ideologen; ob völkisch oder religiös begründet, ist dabei eher nebensächlich. Eine Mischung aus beidem ist besonders appetitlich." passt, und zwar 100%ig.

Es gab keine "Selbstverständlichkeit der Vertreibung". Außer für Antisemiten. Die Araber haben versucht, die Juden ins Meer zu treiben, nicht umgekehrt.
Den Zionismus zum Chauvinismus umzulügen, wirkt wie der ohnmächtige Ärger, daß die Juden im Nahen Osten überlebt haben und wohl weiterhin überleben werden.
Finde dich halt einfach damit ab. Alles andere ist eh nur peinlich.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon ThorsHamar » Mo 28. Aug 2017, 16:57

Zunder hat geschrieben:(28 Aug 2017, 17:03)

Es gab keine "Selbstverständlichkeit der Vertreibung". Außer für Antisemiten. Die Araber haben versucht, die Juden ins Meer zu treiben, nicht umgekehrt.
Den Zionismus zum Chauvinismus umzulügen, wirkt wie der ohnmächtige Ärger, daß die Juden im Nahen Osten überlebt haben und wohl weiterhin überleben werden.
Finde dich halt einfach damit ab. Alles andere ist eh nur peinlich.


Es sind Europäer nach Palästina ausgewandert und das nicht, um sich dort zu integrieren. Alles Andere ist eine Folge daraus.
Da kannst Du Deinen philosemitischen Unsinn verbreiten, wie Du willst.
Such Dir einen Kalender und verfolge die Ereignisse, dazu einen Globus und dann fange mal an, vorurteilsfrei zu denken.
Interessant finde ich ja auch, wie Du sofort gemerkt hast, dass Deine berechtigte Kritik an Ideologien, die eine Kombination aus völkisch und religiös darstellen, punktgenau auf den Nahen Osten zutrifft ....das ist doch schon mal ein guter Anfang!
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Jekyll » Mo 28. Aug 2017, 18:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Aug 2017, 13:07)

Warum geht das eigentlich nur in Deutschland? Kann man nicht sein eigenes Land aufbauen?
Dort ist es gerade sehr ungemütlich bis lebensgefährlich, was offensichtlich ist. Dass das "nur" in Deutschland möglich sei, hat keiner behauptet. Stell dir mal vor, eine syrische Familie landet in einem Kaff in Thüringen oder Sachsen...sehr ungemütlich, vielleicht auch mehr.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Jekyll » Mo 28. Aug 2017, 18:22

gödelchen hat geschrieben:(28 Aug 2017, 10:38)

lol..... deine Logik fortgeführt ( also rein theoretisch, sie ist nicht meine ) war die Zustimmung zu Adölfchen 1933 eine demokratische und gegen die Staatsohnmacht. Merkst was ?
Ja, du hast eklatante Defizite in Geschichte (als Österreicher hättest du das eigentlich besser wissen müssen als ich). Die Nazis mussten sich nicht gegen irgendwelche antidemokratischen Putschisten zu Wehr setzen, dein Adölfchen war selbst der Bösewicht als bekennender Faschist und Antidemokrat (und einiges mehr).

Es kommt darauf an wem zugestimmt wird, nicht was derjenige dir sagt, dem du zustimmen sollst.
Es kommt darauf an, dein eigenes Köpfchen einzusetzen und nicht geschichtliche Ereignisse unterschiedlicher Art 1:1 aufeinander zu übertragen. Lernen du musst in Gegenwart zu leben, egal wie sehr dich deine historische Vergangenheit als Individuum belastet.

ejaaaal....:-)
Nein, ist es nicht. Resignation ist auch keine Lösung.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 28. Aug 2017, 19:02

Jekyll hat geschrieben:(28 Aug 2017, 19:09)

Dort ist es gerade sehr ungemütlich bis lebensgefährlich, was offensichtlich ist.

Im Libanon?
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Jekyll » Mo 28. Aug 2017, 19:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Aug 2017, 20:02)

Im Libanon?
Syrien, Irak, Afghanistan...diverse afrikanische Länder.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 28. Aug 2017, 19:08

Jekyll hat geschrieben:(28 Aug 2017, 20:05)

Syrien, Irak, Afghanistan...diverse afrikanische Länder.

Es ging aber um Libanesen, die sich als Syrer ausgeben, um sich in Deutschland ein lebenswerteres Leben aufzubauen. Ist es wirklich so schwierig, im Kontext zu diskutieren?
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Jekyll » Mo 28. Aug 2017, 19:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Aug 2017, 20:08)

Es ging aber um Libanesen, die sich als Syrer ausgeben, um sich in Deutschland ein lebenswerteres Leben aufzubauen. Ist es wirklich so schwierig, im Kontext zu diskutieren?
Sorry, ich wollte deine Gefühle nicht verletzen. Du hast also nichts dagegen, wenn echte Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien in Deutschland oder in einem anderen schönen, reichen europäischen Land ihr Glück versuchen und gönnst ihnen das?
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Zunder » Mo 28. Aug 2017, 19:16

ThorsHamar hat geschrieben:(28 Aug 2017, 17:57)

Es sind Europäer nach Palästina ausgewandert und das nicht, um sich dort zu integrieren. Alles Andere ist eine Folge daraus.
Da kannst Du Deinen philosemitischen Unsinn verbreiten, wie Du willst.
Such Dir einen Kalender und verfolge die Ereignisse, dazu einen Globus und dann fange mal an, vorurteilsfrei zu denken.
Interessant finde ich ja auch, wie Du sofort gemerkt hast, dass Deine berechtigte Kritik an Ideologien, die eine Kombination aus völkisch und religiös darstellen, punktgenau auf den Nahen Osten zutrifft ....das ist doch schon mal ein guter Anfang!

Die Juden sind nicht eingewandert, um sich zu integrieren, sondern um eine selbstbestimmte Existenz zu führen. Allerdings nicht auf der Basis von Vertreibung, wie die antisemitischen Geschichtsverdreher behaupten, sondern in Form einer Konföderation, um die sie sich bis zum Abbruch der Londoner Konferenz bemühten.

Daß ausgerechnet ein "antizionistischer" Geschichtsmärchenerzähler vorurteilsfreies Denken einfordert, ist wirklich ein selten blöder Witz. - Na gut, selten ist falsch.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon ThorsHamar » Mo 28. Aug 2017, 19:21

Zunder hat geschrieben:(28 Aug 2017, 20:16)

Die Juden sind nicht eingewandert, um sich zu integrieren, ....


Eben. Thema hier "Integration - Probleme und Hindernisse"
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 28. Aug 2017, 19:31

Jekyll hat geschrieben:(28 Aug 2017, 20:11)

Sorry, ich wollte deine Gefühle nicht verletzen.

Das - wie auch deine ziemlich plumpen Fangfragen - zeigt nur deinen Unwillen zur Diskussion. Echte Flüchtlinge bekommen unseren Schutz, wenn sie ihn nicht mehr brauchen, gehen sie nach Hause. Ich gönne jedem, sein Glück zu finden, er muss sich aber an die Gesetze halten.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Provokateur » Mo 28. Aug 2017, 20:34

Israel und Judentum sind hier nicht Thema.
Es geht hier um Integration. Es kann sein, dass es diesbezüglich in Israel Fragen und Gedanken gibt, aber die gehören ins Außenforum.

Exkurse einstellen.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon gödelchen » Di 29. Aug 2017, 06:42

Jekyll hat geschrieben:(28 Aug 2017, 19:22)

Ja, du hast eklatante Defizite in Geschichte (als Österreicher hättest du das eigentlich besser wissen müssen als ich). Die Nazis mussten sich nicht gegen irgendwelche antidemokratischen Putschisten zu Wehr setzen, dein Adölfchen war selbst der Bösewicht als bekennender Faschist und Antidemokrat (und einiges mehr).

Es kommt darauf an, dein eigenes Köpfchen einzusetzen und nicht geschichtliche Ereignisse unterschiedlicher Art 1:1 aufeinander zu übertragen. Lernen du musst in Gegenwart zu leben, egal wie sehr dich deine historische Vergangenheit als Individuum belastet.

Nein, ist es nicht. Resignation ist auch keine Lösung.


Bääh.......was erzählst du denn da wieder? Die bestätigst doch meine Spieltheorie bei der Verdeutlichung deiner relativierenden Haltung zum Undemokratien Erdogan. Die Erdoganisten mussten um ihrer Form der Machtausübung durchzusetzen die gleichen Schritte gehen wie die Hitleristen. Wierholungen von Wählen, Notstand kreieren, parlamentarische Regularien verbiegen, Kritiker einbuchten, Justiz gefügig machen.........

Witzlos mit dir darüber zu sprechen...deshalb das ejaal.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Julian » Do 31. Aug 2017, 16:37

Wie hat Merkel so schön gesagt hat: Nun seien sie halt da, die Flüchtlinge. Das ist zwar nicht ganz korrekt, denn erstens kommen ja immer noch welche, und zweitens kann man ja durchaus auch welche abschieben. Dennoch müssen wir uns wohl damit abfinden, dass viele von ihnen hier bleiben werden, darunter auch problematische Gestalten.

Nun sind Flüchtlinge ja auch Menschen, zwar im Schnitt mit ganz anderen Erfahrungen als der durchschnittliche Mitteleuropäer, dennoch eben Menschen, mit psychologisch erfassbaren Verhaltensmustern. Ich halte es für wichtig zu fragen, warum viele von ihnen - gerade männliche Jugendliche und junge Männer - sich so schlecht integrieren, und warum überproportional viele kriminell werden. Dazu muss man sich in diese Menschen hineinversetzen; sie einmal nicht als anonyme Gruppen und Täter, sondern als individuelle Menschen mit einer Geschichte wahrnehmen.

Sehr interessant fand ich in diesem Zusammenhang folgende Reportage über junge Afghanen und Tschetschenen in Wien:


Teil 1


Teil 2 (bis 18:06 folgt eine Zusammenfassung von Teil 1)

Ich glaube durchaus, dass sich unter diesen Menschen auch intelligente Menschen befinden, die etwas Positives zu unserer Gesellschaft beitragen könnten. Während aus Nordafrika meiner Meinung nach eine Negativauswahl von Menschen kommt, also insbesondere Kleinkriminelle aus den städtischen Slums, habe ich diesen Eindruck nicht, wenn es um Tschetschenen, Afghanen oder Syrer geht. Dennoch kultivieren viele von ihnen, gerade Tschetschenen und Afghanen, ein sehr rückständiges Weltbild, das kaum mit unserem mitteleuopäischen vereinbar ist.

Ist eine Integration dennoch möglich? Können der Islam und patriarchalische Strukturen, die im allgemeinen ein Integrationshindernis darstellen, hier ironischerweise sogar behilflich sein, indem sie den Jugendlichen moralische Regeln an die Hand geben? Oder wäre dies genau der falsche Weg?
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Uffzach » Sa 2. Sep 2017, 09:20

Julian hat geschrieben:(31 Aug 2017, 17:37)

....

Ich glaube durchaus, dass sich unter diesen Menschen auch intelligente Menschen befinden, die etwas Positives zu unserer Gesellschaft beitragen könnten. Während aus Nordafrika meiner Meinung nach eine Negativauswahl von Menschen kommt, also insbesondere Kleinkriminelle aus den städtischen Slums, habe ich diesen Eindruck nicht, wenn es um Tschetschenen, Afghanen oder Syrer geht. Dennoch kultivieren viele von ihnen, gerade Tschetschenen und Afghanen, ein sehr rückständiges Weltbild, das kaum mit unserem vereinbar ist.

Ist eine Integration dennoch möglich? Können der Islam und patriarchalische Strukturen, die im allgemeinen ein Integrationshindernis darstellen, hier ironischerweise sogar behilflich sein, indem sie den Jugendlichen moralische Regeln an die Hand geben? Oder wäre dies genau der falsche Weg?


Die Illusion die meist mit dem Begriff 'Integration' einhergeht ist die, dass die aufnehmende Gesellschaft unangemessen homogen vorgestellt wird. Betrachtet man sie jedoch näher stellt man fest, dass diese Gesellschaft selbst aus vielen nicht-integrierbaren Individuen und Subkollektiven, sog. 'Subkulturen', besteht. Dieser Umstand wird jedoch idR nicht 'Nicht-Integration' sondern anders benannt, so z.B. mit dem Begriff 'Individualismus' umschrieben.
Die Frage der 'Integration' ist also tatsächlich die Frage: Wieviel Diversifikation verträgt eine Gesellschaft, bevor sie nicht mehr als Gesamtkollektiv funktioniert?
Wenn man unsere multi-kulti Gesellschaft betrachtet lautet die Antwort: Offensichtlich sehr viel, sofern sich die 'Nicht-Integrierten' an Recht und Gesetz halten. Und so kommt man wie bei den sinnlosen Kulturdebatten hier im Forum notwendigerweise zum Schluss, dass alleine die Akzeptanz von Recht und Gesetz ein Maßstab für die sog. Integration sein können, ganz unabhängig davon welcher irrationalen Religion die Individuen folgen und wie ihr Bildungsstatus ist.

Höchsproblemtisch wird es, wenn mit dem Begriff 'Integration' individuelle Lebensentwürfe verbunden werden, wenn also versucht wird, bestimmte Zielsetzungen im Leben des Einzelnen mit dem Begriff 'Integration' zu normieren. Hier werden Integrationsbemühungen dann de facto zu einer Gehirnwäsche und zu Manipulation.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 2. Sep 2017, 10:27

Integration bedeutet für mich, dass man das aufnehmende Land und dessen Bürger kennt und achtet, geltendes Recht und Gesetz kennt und achtet, die Landessprache lernt, die Kultur des Landes kennt und achtet und sich einfügt, ohne lautstark Sonderrechte wie in der Heimat geltend zu machen, denn dann hätte man auch direkt dort bleiben können. Das gilt selbstverständlich auch für deutsche Expats, die sich in Spanien, der Türkei oder in Thailand nicht anpassen wollen und Fremdkörper in der Gesellschaft bleiben.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Billie Holiday » Sa 2. Sep 2017, 10:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Sep 2017, 11:27)

Integration bedeutet für mich, dass man das aufnehmende Land und dessen Bürger kennt und achtet, geltendes Recht und Gesetz kennt und achtet, die Landessprache lernt, die Kultur des Landes kennt und achtet und sich einfügt, ohne lautstark Sonderrechte wie in der Heimat geltend zu machen, denn dann hätte man auch direkt dort bleiben können. Das gilt selbstverständlich auch für deutsche Expats, die sich in Spanien, der Türkei oder in Thailand nicht anpassen wollen und Fremdkörper in der Gesellschaft bleiben.


Nur dass du die deutschen Auswanderer gern kritisieren darfst, weil diese sich nicht anpassen. Machst du das bei Migranten in D, ist das voll Nazi. :D

Ansonsten finde ich es nicht schlimm, sich seiner Wurzeln bewußt zu sein. Ich würde im Ausland immer Deutsche bleiben, jedoch Gesetze, Sitten und Gebräuche der Einheimischen achten und nicht für mich Sonderrechte beanspruchen.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Uffzach » Sa 2. Sep 2017, 11:33

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Sep 2017, 11:27)

Integration bedeutet für mich, dass man ... die Kultur des Landes kennt und achtet ...

Geht das schon wieder los. :D
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