Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

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unity in diversity
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon unity in diversity » So 11. Sep 2016, 07:47

Diese Einschätzung ist von Anfang März:
http://www.focus.de/finanzen/videos/ifo ... 27945.html
Hat sich seitdem was geändert, oder schreibt H.W. Sinn neuerdings Unsinn?
Und wie soll man den Raffelhüschen einordnen?
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
Den Falschen und den Unsrigen."
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon William » So 11. Sep 2016, 08:38

Kibuka hat geschrieben:(11 Sep 2016, 09:02)

Dummheit liegt im Trend?


Ein klein wenig schon. Realitätsverweigerung, Aushöhlung des Sozialstaats, Unterwanderung der Rechtsstaatlichkeit und Verunglimpfung (In-die-rechte-Ecke-Schieberei) trifft es aber eher.
Der allgemeine Trend ist zu weit links um es einfach zu sagen.
Das hat natürlich Folgen, die sich nicht nur in mehr Stimmen für die AfD äußern.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Marmelada » So 11. Sep 2016, 09:14

Wasteland hat geschrieben:(10 Sep 2016, 17:42)

Was soll daran nicht klar sein? Glaubt jemand das die zurückkehren oder zu Atheisten oder Christen werden?
Kann ich mir kaum vorstellen. ...
Ich glaube, wenn man sie nicht ständig als Fremdkörper behandelte und ausgrenzte, wie es bei den Gastarbeitertürken der Fall war (oder sogar noch schlimmer), würden sie in einigen Generationen zu Freizeitmoslems werden wie die meisten Deutschen Freizeitchristen sind (wenn überhaupt). So aber wird sich die gegenteilige negative Wirkung einstellen. Und genau die Ausgrenzer werden triumphieren und überhaupt nicht raffen, dass sie Teil des Problems sind und keine Wahrsager.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » So 11. Sep 2016, 09:17

William hat geschrieben:(11 Sep 2016, 08:38)

Es hat nichts mit Realitätsverweigerung zu tun, dir nicht zuhören zu wollen. Es gibt lediglich Menschen, die sich für deine Bedürfnisse, Gedanken und/oder Werdegang nicht interessieren. Ebenso für Deinesgleichen, weil sie sich mit deren Lebenseinstellung und Glauben nicht identifizieren können.
Du versuchst zu missionieren, das können Manche nicht ab. Sie wollen ihr eigenes Leben leben, haben ihre Prioritäten ganz anders gesetzt als du.
So ist ihnen z.B. besagte türkische Community gänzlich egal, weil sie prima ohne Kopftuch, Gebetsteppich und Beschneidungsrituale auskommen.
Sie befürworten u.U. auch nicht, dass du in einer groß angelegten Schleuserindustrie mitwirkst. In meinen Augen ist die derzeitige Massenmigration nämlich nichts anderes.
Nein, ich muss, genauso wie jeder andere, dir nicht zuhören. Du hast deine Meinung, dein eigenes Leben und jeder andere seine(s). Keiner muss sich nach dir richten, so er denn nicht will.
Du hast keine Fakten mit denen du überzeugen kannst, sondern nur eine gewisse Einstellung zum Leben, zum sozialen Miteinander, vorrangig dem unter Leuten mit Migrationshintergrund. Das stattet dich jedoch nicht mit weiterführenden Rechten aus oder macht dich zu einem besseren Menschen.
Du bist lediglich ein Individuum unter vielen Millionen anderen hier im Land, deswegen muss sich aber niemand nach deiner Realität richten.

Ja genau, und weil euch diese Menschen so garnicht interessieren, kotzt ihr seid Jahr und Tag eure Vorurteile und Diffamierungen in irgendwelche Foren, so dass man sich tatsächlich fragt, ob ihr keine anderen Hobbies in eurem Leben habt.

Und nach meinem Statement geht es ja auch gleich lustig weiter, so dass meine Kritik gleich mal bestätigt wird:

-Missionierungsversuch
-Mitwirkung in der Schleuserindustrie
-Faktenlosigkeit
-Kleinkindliches Verhalten
-Dummheit
-Realitätsverweigerung
-Aushöhlung des Sozialstaates
-Unterwanderung des Rechtsstaates
-Verunglimpfung

(Mal die letzten 3 Beiträge zu meinem Statement kurz zusammengefasst :D )

Danke schön! :)
Euer Nonsens ist kein Konsens: https://www.youtube.com/watch?v=m3U38xBdw8k
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon schelm » So 11. Sep 2016, 09:19

think twice hat geschrieben:(11 Sep 2016, 07:40)

Mit dieser Frage bestätigst du selbst, dass man Muslime und Islam nicht trennen kann. Wer meint, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, wendet sich also automatisch auch gegen Muslime und sollte zumindest den Arsch in der Hose haben, das auch zuzugeben.
Oder vielleicht könnte einer der zahlreichen "Muslim-ja-Islam-Nein"-Vertreter ja mal ein Beispiel nennen, was konkret er ausschließen möchte, was aber den Moslem an sich nicht tangieren müsste.

Die Nichttrennung von Islam und Muslim bedeutet lediglich der Islam gehört zu Muslimen. Der Kommunismus gehört auch zu Kommunisten. Trotzdem gehört der Kommunismus nicht (mehr ) zu Deutschland. Wenn ein paar Kommunisten sich finden und eine Kommune gründen, freiwillig und dabei gegen kein Gesetz verstoßen, so gehören sie in ihrer Eigenschaft als Mini - Kommunismus nur zu sich selbst, in ihrer Eigenschaft als Staatsbürger zu D. Das Prinzip bleibt gleich, egal ob 10 Bürger diese Separation veranstalten oder 4 Mio. Eine Parallelgesellschaft bleibt eine Parallelgesellschaft, so lange sie nicht inhaltlich auf ihre Umwelt befruchtend, inspirierend und ergänzend wirkt, so lange die Gesellschaft nichts inhaltliches übernimmt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » So 11. Sep 2016, 09:21

Marmelada hat geschrieben:(11 Sep 2016, 10:14)

Ich glaube, wenn man sie nicht ständig als Fremdkörper behandelte und ausgrenzte, wie es bei den Gastarbeitertürken der Fall war (oder sogar noch schlimmer), würden sie in einigen Generationen zu Freizeitmoslems werden wie die meisten Deutschen Freizeitchristen sind (wenn überhaupt). So aber wird sich die gegenteilige negative Wirkung einstellen. Und genau die Ausgrenzer werden triumphieren und überhaupt nicht raffen, dass sie Teil des Problems sind und keine Wahrsager.

Die Türken in Deutschland waren auf einem guten Weg, fühlten sich integriert und akzeptiert, bis Sarrazin mit seiner Türkenhetze kam und die Deutschen im Kollektiv "Sarrazin hat recht!" kreischten. Das hat vielen Türken die Augen geöffnet.
Euer Nonsens ist kein Konsens: https://www.youtube.com/watch?v=m3U38xBdw8k
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Cobra9 » So 11. Sep 2016, 09:23

think twice hat geschrieben:(11 Sep 2016, 10:21)

Die Türken in Deutschland waren auf einem guten Weg, fühlten sich integriert und akzeptiert, bis Sarrazin mit seiner Türkenhetze kam und die Deutschen im Kollektiv "Sarrazin hat recht!" kreischten. Das hat vielen Türken die Augen geöffnet.


Falsch. Ja die Mehrheit der Türken halten sich an unsere Regeln, sind aber noch eher in der Türkei verwurzelt. Sie Arbeiten, leben hier ohne große Probleme in der Mehrzahl. Aber viele fühlen sich als Türken, nicht als Deutsche. Die Integration muss aber mehr leisten.
Anton Tschechow

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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » So 11. Sep 2016, 09:34

Cobra9 hat geschrieben:(11 Sep 2016, 10:23)

Falsch. Ja die Mehrheit der Türken halten sich an unsere Regeln, sind aber noch eher in der Türkei verwurzelt. Sie Arbeiten, leben hier ohne große Probleme in der Mehrzahl. Aber viele fühlen sich als Türken, nicht als Deutsche. Die Integration muss aber mehr leisten.

Kein Türke, der hier geboren und aufgewachsen ist, der besser deutsch als türkisch spricht, sich dem FC Bayern München eher verbunden fühlt als Galatasaray Istanbul und einmal im Jahr für zwei Wochen Urlaub in Alanya macht, ist eher in der Türkei verwurzelt als in Deutschland. Wie denn auch?
Aber Sarrazin und seine Fans haben es immerhin geschafft, dass sie sich wieder mehr als Türken fühlen als als Deutsche. Wahrscheinlich ist das sogar erwünscht. Denn wie geht der Spruch: "Ein Schaf, das im Kuhstall geboren wird, wird niemals eine Kuh" oder so ähnlich. :rolleyes:
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon CaptainJack » So 11. Sep 2016, 09:39

Cobra9 hat geschrieben:(11 Sep 2016, 10:23)

Falsch. Ja die Mehrheit der Türken halten sich an unsere Regeln, sind aber noch eher in der Türkei verwurzelt. Sie Arbeiten, leben hier ohne große Probleme in der Mehrzahl. Aber viele fühlen sich als Türken, nicht als Deutsche. Die Integration muss aber mehr leisten.
Und zwar, seit E., immer mehr! Die Integration, die eh im Innern dieser Leute nicht besonders prickelnd war, wurde nach und nach "rückabgewickelt"! Leider schlägt sich E. auch in immer zunehmender Religiosität nieder!
Sarrazin hier zu nennen, ist der Witz des Jahres! :D Gerade der (recht unbedeutende) Sarrazin wurde von offizieller Seite geradezu verteufelt und quasi zur Unperson des Jahres erklärt. Das hätte ja zur Folge haben müssen, dass auch nicht integrierte Türken vor lauter Rührung die Integration als oberstes Ziel hätten betrachten müssen! :)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon William » So 11. Sep 2016, 09:45

think twice hat geschrieben:(11 Sep 2016, 10:17)

Danke schön! :)


Bitteschön!

Weil dich lediglich die eigenen Belange und die Deinesgleichen interessierten, ist es nur legitim dass ich das selbe für mich einfordere.
So werden wir gemeinsam, jeder auf seine eigene Art und Weise, die Entsolidarisierung vorantreiben und den Sozialstaat schlussendlich begraben.
Das mag zwar nicht in deinem Sinne sein, ist aber die logische Konsequenz daraus, weil sich niemand gern auf der Nase herumtanzen und ständig ausnehmen lassen möchte. So folgt bei Zeit ein unabwendbarer Cut, nach dem Viele vermehrt auf sich selbst gestellt sein werden.
Nun weiß ich ja nicht wie du das siehst und wie es dir dann ergehen wird, ich für meinen Teil habe relativ wenig Probleme damit, weder in finanzieller noch sozialer Hinsicht. Großartige Einschränkungen habe ich somit nicht zu befürchten, weil ich nicht am Tropf des Sozialstaats hänge.
Entscheidet sich die Politik samt deren Nutznießer nicht irgendwann dazu wieder Vernunft anzunehmen und es möglichst allen Beteiligten recht zu machen, dann werde ich im Rahmen meiner eigenen Möglichkeiten alles dafür tun diesen Sozialstaat in der jetzigen Form zu schwächen.
Ich spiele nämlich nicht gern den Hampelmann für eine parasitäre Minderheit, welche absichtlich das bestehende Gefüge zerrüttet. Was Leute wie du und Merkel vorhaben ist nämlich auf Dauer nicht finanzierbar und läuft auf das Teile-und-herrsche-Prinzip hinaus. Es ist asozial und antidemokratsich.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon schelm » So 11. Sep 2016, 09:46

think twice hat geschrieben:(11 Sep 2016, 10:21)

Die Türken in Deutschland waren auf einem guten Weg, fühlten sich integriert und akzeptiert, bis Sarrazin mit seiner Türkenhetze kam und die Deutschen im Kollektiv "Sarrazin hat recht!" kreischten. Das hat vielen Türken die Augen geöffnet.

Die Krux ist doch eine ganz andere. Ohne die Daten aus dem Mikrozensus, die eklatante Defizite bei der Integration belegen, und ohne die offensichtliche Erfolglosigkeit der Gesellschaft diese Probleme strukturell zu lösen, hätte es keinen Hype um Sarrazin gegeben. Wenn man mit bestimmten Fakten nicht klar kommt und daraus die Sf zieht sich beleidigt ins Schneckenhaus zu verkriechen, dann bestätigt das die Integrationsprobleme eher als sie zu entkräften.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Kibuka » So 11. Sep 2016, 10:00

Cobra9 hat geschrieben:(11 Sep 2016, 10:23)

Falsch. Ja die Mehrheit der Türken halten sich an unsere Regeln, sind aber noch eher in der Türkei verwurzelt. Sie Arbeiten, leben hier ohne große Probleme in der Mehrzahl. Aber viele fühlen sich als Türken, nicht als Deutsche. Die Integration muss aber mehr leisten.


Gerade die Türken werden sich nie zu Deutschland als Deutsche bekennen. Ich selbst kenne zahlreiche Türken. Das sind in der Regel nette Leute, die ihrer Arbeit und ihren kulturellen Interessen nachgehen. Aber diese Leute bleiben, wie kaum eine andere ausländische Gruppe unter sich. Sehr selten sehe ich, dass Personen aus anderen Ländern zu Besuch kommen oder gar geheiratet werden.

Diese Leute sind selbst in der 3. Generation noch Türken und fühlen sich der Türkei mehr verbunden als Deutschland.

Insbesondere der Umstand, dass sie unter sich bleiben, trägt dazu bei, dass diese Leute sich nie integrieren werden. Sie bringen de facto die Türkei nach Deutschland und leben, wie in einer Kolonie. Das kann man jetzt akzeptieren oder nicht. Dagegen tun kann man wenig, außer den Zuzug zu begrenzen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon William » So 11. Sep 2016, 10:00

think twice hat geschrieben:(11 Sep 2016, 10:34)

Kein Türke, der hier geboren und aufgewachsen ist, der besser deutsch als türkisch spricht, sich dem FC Bayern München eher verbunden fühlt als Galatasaray Istanbul und einmal im Jahr für zwei Wochen Urlaub in Alanya macht, ist eher in der Türkei verwurzelt als in Deutschland. Wie denn auch?
Aber Sarrazin und seine Fans haben es immerhin geschafft, dass sie sich wieder mehr als Türken fühlen als als Deutsche. Wahrscheinlich ist das sogar erwünscht. Denn wie geht der Spruch: "Ein Schaf, das im Kuhstall geboren wird, wird niemals eine Kuh" oder so ähnlich. :rolleyes:


Eine Vielzahl der Türken steht zwischen den Stühlen. Sie fühlen sich weder als Deutsche noch als Türken, Einige picken sich auch nur die Rosinen zwischen beiden Kulturen aus oder kommen nicht ganz davon los (Islamreligion ist dabei das beste Beispiel).
Daran trägt Sarrazin keine Schuld.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Cobra9 » So 11. Sep 2016, 10:04

Kibuka hat geschrieben:(11 Sep 2016, 11:00)

Gerade die Türken werden sich nie zu Deutschland als Deutsche bekennen. Ich selbst kenne zahlreiche Türken. Das sind in der Regel nette Leute, die ihrer Arbeit und ihren kulturellen Interessen nachgehen. Aber diese Leute bleiben, wie kaum eine andere ausländische Gruppe unter sich. Sehr selten sehe ich, dass Personen aus anderen Ländern zu Besuch kommen oder gar geheiratet werden.

Diese Leute sind selbst in der 3. Generation noch Türken und fühlen sich der Türkei mehr verbunden als Deutschland.

Insbesondere der Umstand, dass sie unter sich bleiben, trägt dazu bei, dass diese Leute sich nie integrieren werden. Sie bringen de facto die Türkei nach Deutschland und leben, wie in einer Kolonie. Das kann man jetzt akzeptieren oder nicht. Dagegen tun kann man wenig, außer den Zuzug zu begrenzen.



Das sehe Ich etwas anders. Kenne von der Arbeit und Nachbarschaft usw. auch viele Türken. Würde sagen 50/50 was alleine die Orentierung in die Türkei angeht. Das Problem ist eher der Einfluss der Türkei via Religion usw.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Kibuka » So 11. Sep 2016, 10:07

Cobra9 hat geschrieben:(11 Sep 2016, 11:04)

Das sehe Ich etwas anders. Kenne von der Arbeit und Nachbarschaft usw. auch viele Türken. Würde sagen 50/50 was alleine die Orentierung in die Türkei angeht. Das Problem ist eher der Einfluss der Türkei via Religion usw.


Naja, ob du das anders siehst, ist wenig relevant. Ich kann meine subjektiven Erfahrungen auch mit objektiven Studien untermauern.

Türken sind die Sorgenkinder der Integration

Was ist eigentlich mit den Türken los? Unter den fünf größten in Deutschland lebenden Ausländergruppen tun sie sich mit der Integration in die deutsche Gesellschaft und den hiesigen Arbeitsmarkt am schwersten. Mit Polen, Griechen, Italienern und – mit einigen Abstrichen – auch mit den Migranten aus dem früheren Jugoslawien klappt hingegen das Zusammenleben mit den Deutschen in aller Regel reibungslos. Dies zeigt eine alle Lebensbereiche umfassende Studie, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Auftrag des Bundesinnenministeriums erarbeitet hat und die der „Welt am Sonntag“ vorliegt.

[...]

Türken bleiben lieber unter sich

Auch die Neigung, unter sich zu bleiben, ist bei den Türken weitaus stärker ausgeprägt. Während Italiener und Jugoslawen bevorzugt in Wohngegenden ziehen, in denen überwiegend Deutsche leben, gilt dies für viele Türken nicht. Auch schauen weitaus mehr von ihnen türkisches Fernsehen und lesen aus ihrem Herkunftsland stammende Zeitungen. Die Forscher sehen hier einen Zusammenhang zu den mangelhaften Deutschkenntnissen, die jeder fünfte Türke beklagt, aber nur jeder 17 Italiener oder jeder zehnte Pole. Hinzu kommt: Die Hälfte der Türken pflegt keine häufigen Kontakte zur einheimischen Bevölkerung. Der Großteil der Italiener und Ex-Jugoslawien haben hingegen mehrheitlich freundschaftliche Bande zu Deutschen geknüpft.

https://beta.welt.de/politik/deutschlan ... irect=true
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Teeernte » So 11. Sep 2016, 10:07

Kibuka hat geschrieben:(11 Sep 2016, 11:00)

Gerade die Türken werden sich nie zu Deutschland als Deutsche bekennen. Ich selbst kenne zahlreiche Türken. Das sind in der Regel nette Leute, die ihrer Arbeit und ihren kulturellen Interessen nachgehen. Aber diese Leute bleiben, wie kaum eine andere ausländische Gruppe unter sich. Sehr selten sehe ich, dass Personen aus anderen Ländern zu Besuch kommen oder gar geheiratet werden.

Diese Leute sind selbst in der 3. Generation noch Türken und fühlen sich der Türkei mehr verbunden als Deutschland.

Insbesondere der Umstand, dass sie unter sich bleiben, trägt dazu bei, dass diese Leute sich nie integrieren werden. Sie bringen de facto die Türkei nach Deutschland und leben, wie in einer Kolonie. Das kann man jetzt akzeptieren oder nicht. Dagegen tun kann man wenig, außer den Zuzug zu begrenzen.



....fällt das bei den Japanern auf ? Brauchen die einen Doppelpass ? ....eine "Extra"Wurst ?

Greifen die Japaner (Insbesondere die Regierung) über ihre Religion direkt in den Deutschen Staat ein - um Vorteile/genehmes Verhalten des Deutschen Staates gegenüber Japan zu erzeugen ????
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Teeernte » So 11. Sep 2016, 10:16

Kibuka hat geschrieben:(11 Sep 2016, 11:07)

Naja, ob du das anders siehst, ist wenig relevant. Ich kann meine subjektiven Erfahrungen auch mit objektiven Studien untermauern.


Deutschland - Erfüllungsgehilfe der Türkischen Diktatur...

Zehn Menschen türkischer Herkunft sitzen in Deutschland in Haft, weil sie eine Terrororganisation in ihrer Heimat unterstützt haben sollen. Eine der Betroffenen glaubt an einen Racheakt von Präsident Erdogan. Besuch im Hochsicherheitstrakt von Stadelheim.


Büyükavci soll eine Organisation mit Spendengeldern unterstützt haben, die nach Ansicht der Bundesregierung womöglich eine Terrororganisation ist. Es geht um die 1972 gegründete Kommunistische Partei der Türkei/Marxistisch-Leninistisch, kurz: TKP/ML. Das Bundesjustizministerium hat die Bundesanwaltschaft ermächtigt, gegen Anhänger dieser Gruppe in Deutschland zu ermitteln; hier soll sie 1300 Mitglieder haben.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 05210.html

Das hätte zwar vom einer vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärten Partei oder
einer Partei, von der das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat, daß sie Ersatzorganisation einer verbotenen Partei ist,.... geschehen müssen -

Aber hier werden deutsche Gesetze gebrochen......

Deutschland macht auch gern das "Ersatz" Sozialamt der Türkei.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Jekyll » So 11. Sep 2016, 10:21

think twice hat geschrieben:(11 Sep 2016, 10:21)

Die Türken in Deutschland waren auf einem guten Weg, fühlten sich integriert und akzeptiert, bis Sarrazin mit seiner Türkenhetze kam und die Deutschen im Kollektiv "Sarrazin hat recht!" kreischten. Das hat vielen Türken die Augen geöffnet.
Passt so ziemlich exakt zu meinem Werdegang als Immer-noch-Türke. Jahre vor Sarrazin gab es mal eine Zeit, wo ich ernsthaft an eine deutsche Staatsbürgerschaft gedacht hatte. Nicht dass ich mich als Deutscher gefühlt hätte, aber als Türke fühlte ich mich ja auch nicht (mehr) wirklich. Meinte, dass es an der Zeit wäre, diesem indifferenten Zustand ein Ende zu setzen und sich klar für eine Seite zu entscheiden. Die Sarrazin-Debatte hat mir da tatsächlich die Augen geöffnet, anders kann man das wirklich nicht bezeichnen. Mir wurde mit einem Schlag klar, wie fremd mir dieses Land und seine Bürger doch geblieben sind. Und seit dem ist es auch nicht besser geworden, eher schlimmer. Ja, wenn ich es mir irgendwie leisten könnte, würde ich sofort abhauen. Lieber heute als morgen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Keoma » Mo 12. Sep 2016, 09:06

Jekyll hat geschrieben:(11 Sep 2016, 11:21)

Passt so ziemlich exakt zu meinem Werdegang als Immer-noch-Türke. Jahre vor Sarrazin gab es mal eine Zeit, wo ich ernsthaft an eine deutsche Staatsbürgerschaft gedacht hatte. Nicht dass ich mich als Deutscher gefühlt hätte, aber als Türke fühlte ich mich ja auch nicht (mehr) wirklich. Meinte, dass es an der Zeit wäre, diesem indifferenten Zustand ein Ende zu setzen und sich klar für eine Seite zu entscheiden. Die Sarrazin-Debatte hat mir da tatsächlich die Augen geöffnet, anders kann man das wirklich nicht bezeichnen. Mir wurde mit einem Schlag klar, wie fremd mir dieses Land und seine Bürger doch geblieben sind. Und seit dem ist es auch nicht besser geworden, eher schlimmer. Ja, wenn ich es mir irgendwie leisten könnte, würde ich sofort abhauen. Lieber heute als morgen.


Na, dann hat der olle Sarrazin ja doch noch was Positives bewirkt. :D
Aber im Ernst: Ist es wirklich so, dass die Sarrazin-Debatte den Türken "die Augen geöffnet hat"?
Ich würde sagen, das ist eine billige Ausrede, um die Integrationsverweigerung wieder einmal den Anderen in die Schuhe zu schieben, die geschlossenen türkischen Communities gibt's ja nicht erst seit Sarrazin.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mo 12. Sep 2016, 10:11

Keoma hat geschrieben:(12 Sep 2016, 10:06)

Na, dann hat der olle Sarrazin ja doch noch was Positives bewirkt. :D
Aber im Ernst: Ist es wirklich so, dass die Sarrazin-Debatte den Türken "die Augen geöffnet hat"?
Ich würde sagen, das ist eine billige Ausrede, um die Integrationsverweigerung wieder einmal den Anderen in die Schuhe zu schieben, die geschlossenen türkischen Communities gibt's ja nicht erst seit Sarrazin.

Ich würde dies nicht als billige Ausrede bezeichnen, denn neben Sarrazin kommen ja noch ganz vile alltägliche Dinge dazu, dies kann bei dem einen oder anderen Deutsch-Türken zu solchen Überlegungen führen. Mit ein wenig Emphatie kann man sowas auch nachvollziehen. Es kommt eben drauf an in welcher Umgebung man sich aufhält und wie erfolgreich man in dieser gesellschaft ist , bzw. werden kann.
Die Sarrazin debatte und alles was danach kam, hat vielen Bürgern mit Migrationshintergrund und Islamhintergrund, die Augen geöffnet wie es um ihren gesellschaftlichen Status in Deutschland bestellt ist. Da fängt man eben an sich unwohl zu fühlen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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