Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Quatschki » Sa 7. Apr 2018, 22:25

Es gibt das Beispiel deutscher Auswanderer und deren Nachfahren, der Auslandsdeutschen,
die sich da teils völlig assimiliert haben, teils als geschlossene Siedlungsgruppe Parallelgesellschaften gebildet haben, weil die Gesellschaften, die sie vorfanden, sich zu sehr von ihren eigenen Vorstellungen unterschieden.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon imp » So 8. Apr 2018, 07:30


Ja, warum auch nicht? Frau Merkel ist sehr beliebt.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon imp » So 8. Apr 2018, 07:30

Quatschki hat geschrieben:(07 Apr 2018, 23:25)

Es gibt das Beispiel deutscher Auswanderer und deren Nachfahren, der Auslandsdeutschen,
die sich da teils völlig assimiliert haben, teils als geschlossene Siedlungsgruppe Parallelgesellschaften gebildet haben, weil die Gesellschaften, die sie vorfanden, sich zu sehr von ihren eigenen Vorstellungen unterschieden.

Colonia Dignidad?
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon H2O » So 8. Apr 2018, 08:02

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 Apr 2018, 08:30)

Colonia Dignidad?


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Die würden aber auch hier zu Lande in einer Parallelgesellschaft leben... wenn sie das nicht schon tun. Immerhin fordern diese frommen Leute unserer Erde nichts ab, was sie auf lange Sicht zerstören würde. Forderungen an den Staat kennen diese Menschen auch nicht. Die leben mit dem, was die von ihnen bewohnte Erde hergibt. Jede ihrer Siedlungen ist ein friedlicher Staat für sich.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Orbiter1 » So 8. Apr 2018, 08:05

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(08 Apr 2018, 08:30)

Ja, warum auch nicht? Frau Merkel ist sehr beliebt.

Zitat aus dem verlinkten Artikel. „Teilnehmer der Befragung waren allerdings nur Migranten, die sich für den deutschen Pass entschieden hatten.„ Bei Leuten die sich bewusst für den deutschen Pass entschieden haben hätte ich mit einem erheblich größeren Vorsprung von Merkel gegenüber Erdogan gerechnet.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Fuerst_48 » So 8. Apr 2018, 09:04

Gibt es eigentlich schon viele Regionen, wo sie nicht mehr Minderheiten sondern Mehrheiten darstellen?
Bei uns in manchen Pflichtschulen ist das der Fall. Um die 90% mit nichtdeutscher Muttersprache. Ich spreche von Städten wie Wien und Graz...
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon H2O » So 8. Apr 2018, 10:47

Nun ja, natürlich gibt es in Berlin oder im alten Industrierevier (Kohle, Stahl) Bezirke, die überwiegend türkische oder deutsch-türkische Bewohner haben. Aber diese Mitbürger mit Migrationshintergrund werden ihrerseits eingefaßt in arabische und nordafrikanische Zuwanderer der letzten 10 bis 15 Jahre. So "richtig türkisch" ist das wohl doch sehr selten geblieben, auch weil es gesellschaftliche Aufsteiger gibt, die diese Bezirke dann verlassen und in der Mehrheitsbevölkerung aufgehen.

Man muß diese Menschen wohl vergleichen mit den Zuwanderern aus ehemals preußischen Gebieten Polens, die vor und nach dem 1. Weltkrieg in deutsche (preußische) Industriegebiete einströmten, um dort ihr Brot zu verdienen. Die sind inzwischen so weit in unsere deutsche Gesellschaft eingewachsen, daß sie als ansprechbare Gruppe kaum noch zu erkennen sind. Und so geht es nun auch mit den polnischen Zuwanderern unserer Tage, die nach Deutschland kommen, um hier etwas besser leben zu können als in der alten Heimat. Nach 4 Generationen ebnen sich die Unterschiede ein... wir haben uns verändert, und die eben auch.

Otto Reutter irrte: Nicht in 50 Jahren ist alles vorbei, aber wohl in 100 Jahren.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Quatschki » So 8. Apr 2018, 12:50

H2O hat geschrieben:(08 Apr 2018, 11:47)

Man muß diese Menschen wohl vergleichen mit den Zuwanderern aus ehemals preußischen Gebieten Polens, die vor und nach dem 1. Weltkrieg in deutsche (preußische) Industriegebiete einströmten, um dort ihr Brot zu verdienen. Die sind inzwischen so weit in unsere deutsche Gesellschaft eingewachsen, daß sie als ansprechbare Gruppe kaum noch zu erkennen sind.

Der Vergleich hinkt insofern, als es zwischen Polen und Deutschen immer engste wirtschaftliche, kulturelle und sonstige Kontakte gegeben hat. Berlin, Königsberg, Danzig und Warschau standen sich jahrhundertelang näher als Berlin und das Rheinland.

Außerdem zeigen Länder wie Syrien oder Irak, dass es diesen Schmelztiegel nicht zwangsläufig gibt, wo Menschen zusammen leben,
dass Schiiten und Sunniten, Aleviten, Jesiden, Kurden, Christen und Juden trotz engsten räumlichen Nebeneinanders nicht im Laufe der Jahrhunderte ineinander aufgegangen oder wenigstens über familiäre Bande miteinander verwoben sind.
Oder Indien?!
Da weiß man als Außenstehender meist nur, dass es ziemlich kompliziert sein soll mit den Volksgruppen, Kasten und Religionen. Und bei weitem nicht jeder Mob, der da durchdreht, ein harmloser Flashmob ist.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon H2O » So 8. Apr 2018, 19:08

Quatschki hat geschrieben:(08 Apr 2018, 13:50)

Der Vergleich hinkt insofern, als es zwischen Polen und Deutschen immer engste wirtschaftliche, kulturelle und sonstige Kontakte gegeben hat. Berlin, Königsberg, Danzig und Warschau standen sich jahrhundertelang näher als Berlin und das Rheinland.

Außerdem zeigen Länder wie Syrien oder Irak, dass es diesen Schmelztiegel nicht zwangsläufig gibt, wo Menschen zusammen leben,
dass Schiiten und Sunniten, Aleviten, Jesiden, Kurden, Christen und Juden trotz engsten räumlichen Nebeneinanders nicht im Laufe der Jahrhunderte ineinander aufgegangen oder wenigstens über familiäre Bande miteinander verwoben sind.
Oder Indien?!
Da weiß man als Außenstehender meist nur, dass es ziemlich kompliziert sein soll mit den Volksgruppen, Kasten und Religionen. Und bei weitem nicht jeder Mob, der da durchdreht, ein harmloser Flashmob ist.


Den Durchmischungsgrad auf dem platten Lande vergleiche ich lieber nicht; ich meinte schon die Bevölkerung in Ballungsgebieten von Industriestädten. In Damaskus würde ich erst einmal einen hohen Durchmischungsgrad erwarten... auch quer durch die Bekenntnisse. Dafür sprechen auch Berichte von vergleichsweise modern lebenden und gekleideten Städtern. In Tälern des Hinterlandes bleiben die Leute unter sich. Das könnte sich jetzt ändern mit der Vertreibung und Rückkehr.

Natürlich bekommen wir Wahrheit oder Irrtum erst in 100 Jahren heraus. Da können wir uns jetzt erzählen, was wir wollen. :)
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Hyde » So 8. Apr 2018, 20:39

Quatschki hat geschrieben:(08 Apr 2018, 13:50)
Außerdem zeigen Länder wie Syrien oder Irak, dass es diesen Schmelztiegel nicht zwangsläufig gibt, wo Menschen zusammen leben,
dass Schiiten und Sunniten, Aleviten, Jesiden, Kurden, Christen und Juden trotz engsten räumlichen Nebeneinanders nicht im Laufe der Jahrhunderte ineinander aufgegangen oder wenigstens über familiäre Bande miteinander verwoben sind.


Es hat auch jahrhundertelang ein Nebeneinander oder sogar eine Feindschaft zwischen Katholiken und Protestanten in Deutschland gegeben. Vor einem Jahrhundert hätte man wohl auch nicht gedacht, dass diese konfessionellen Gräben in Deutschland je überwunden werden könnten. Und doch ist es geschehen.

Die verschiedenen Ethnien und Religionsgruppen werden auch in Zukunft in Deutschland zunehmend zusammenwachsen. Von heute auf morgen gelingt das aber nicht.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon H2O » So 8. Apr 2018, 22:30

Hyde hat geschrieben:(08 Apr 2018, 21:39)

Es hat auch jahrhundertelang ein Nebeneinander oder sogar eine Feindschaft zwischen Katholiken und Protestanten in Deutschland gegeben. Vor einem Jahrhundert hätte man wohl auch nicht gedacht, dass diese konfessionellen Gräben in Deutschland je überwunden werden könnten. Und doch ist es geschehen.

Die verschiedenen Ethnien und Religionsgruppen werden auch in Zukunft in Deutschland zunehmend zusammenwachsen. Von heute auf morgen gelingt das aber nicht.


Man darf nicht vergessen, daß die Umwälzungen durch Flucht und Vertreibung unsere alten "Religionslandschaften" ziemlich verwirbelt haben, und daß die Landflucht auch noch dazu kam.

Vergleichbare Umwälzungen haben wir jetzt erneut durch den massenhaften Zuzug von Ausländern aus der EU und den Kriegsgebieten in unsere Ballungsgebiete.

Meine Einschätzung: In 100 Jahren haben sich die heutigen Unterschiede zwischen den Wohnbevölkerungen in den Ballungsgebieten eingeebnet. Religiöse Bekenntnisse werden im Alltagsleben kaum noch eine Rolle spielen:
Taufe...Kommunion-Konfirmation...Trauung...Beerdigung. Vielleicht noch nicht einmal das mehr.

Aber das geht uns heute gar nichts mehr an; das ist Sache unserer Ur-Ur-Enkel.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon H2O » Mo 9. Apr 2018, 09:00

Roady66 hat geschrieben:(09 Apr 2018, 07:30)

Ist doch etwas komisch. Einige Menschen haben es in ihrer Gruppenbildung nicht auf die Beine gebracht. Hunderte Jahre Stagnation, Verharrung und kaum sozialer Fortschritt in ihrer Gruppe. Woran das wohl so alles liegt? Komisch, oder?


Nein, das kann man so nicht sagen. Auch in Deutschland gab es Gebiete, in denen bis 1945 die Zeit stehen geblieben war. Die Menschen sind Zeit ihres Lebens nie aus dem Dorf heraus gekommen... wozu auch: Man war weitestgehend Selbstversorger. Einmal im Monat kam ein kleiner Lastwagen mit Krims-Krams, den man so braucht. Drei Tante-Emma-Läden gab es, und ein gemeinsames Backhaus. Denn Brot stellte man auch selbst her. Kein Geld für handwerklich hergestellte Waren... oder doch: Ein Schmied (die Eisenzeit war schon ausgebrochen) und ein Stellmacher, der die hölzernen Wagen für die Bauern herstellte und reparierte. Wasser vom Brunnen in Eimern oder kleinen Tankwagen (Faß auf Bollerwagen). Nur die Männer wurden in das kaiserliche Heer eingezogen, oder in die Wehrmacht. Die hatten danach "Welterfahrung".

Das war nicht etwa im "Fernen Osten" an zu treffen, sondern im Westen nicht zu weit von der Grenze zu Lothringen. Habe ich selbst noch so kennen gelernt.

Es war einmal, lang ist's her!
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon H2O » Mo 9. Apr 2018, 14:14

Roady66 hat geschrieben:(09 Apr 2018, 12:40)

Nein....

Habe dein Szenario in der Eifel selber erlebt. As the times have been changed war in 5 Jahren alles Auf Stand. Im Kopf dauerte es was länger. Die lebende Generation hat es aber geschafft. Also ? Bleibt die Frage: brauchen wir das so noch ?


Aber diese eher wertende Frage war doch nicht unser Thema. Sondern die Bedingungen, unter denen eine Wohnbevölkerung verschmilzt. Und da sind unsere Ballungsgebiete eine treibende Grundlage, und natürlich auch unsere Verkehrsmittel und Straßen und Elektrizität und Technik, mit denen auch abgelegene Orte erreicht werden können. Damit ist auch Ihr Eifel-Dorf erreichbar geworden, sind Leute zu Pendlern geworden und sind Leute zugezogen, die dort ihren Traum vom Landleben verwirklichen. Das war vor 75 Jahren alles ganz anders... siehe oben.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon imp » Mo 9. Apr 2018, 15:27

Roady66 hat geschrieben:(09 Apr 2018, 07:35)

Warum reden wir in der dritten Generation noch von Deutsch-Türken?

Weil das so schön einfach ist. Einfacher kann man nicht sagen "aber richtige Deutsche sind das ja nicht".
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Hyde » Mo 9. Apr 2018, 18:51

Roady66 hat geschrieben:(09 Apr 2018, 07:26)

Warum das so geschehen konnte ? Denk mal drüber nach. Anfangen könntest du damit. Der Religion in Europa wurde der politische Zahn gezogen. Andere wissen noch nicht mal wo der Zahnarzt wohnt.


Ja, und da wir in Europa leben, mit europäischen Institutionen, europäischen Schulen, europäischen Medien, europäischen Gesellschaften, wird auch in Zukunft den religiösen Gegensätzen der Zahn gezogen werden. Das wird den Islam in Europa genauso treffen wie das Christentum.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon H2O » Mo 9. Apr 2018, 19:03

Roady66 hat geschrieben:(09 Apr 2018, 19:24)

Quark. Wer in dritter Generationhier zeigt, dass er Anderssein " kultiviert" , hat die A- Karte. Zurecht. Deshalb darf diesem dann etwas in deiner Richtung zu verstehen gegeben werden. Jeder ist seines Daseins Schmied.


Wieder hilft ein Rückgriff auf unsere polnischen Zuwanderer im Laufe der letzten 120 Jahre. Niemand wird einem Jens Bzdok oder Lukas Podolski vorhalten, doch kein "richtiger" Deutscher zu sein. Herr Bzdok versteht noch nicht einmal Polnisch, bei unserem Fußballer bin ich mir da nicht so sicher. Aber sei's drum, der Eintrag im Personalausweis sagt das so, er spricht mit allen Leuten um ihn herum Deutsch... und in Deutschland lebt er auch; vielleicht eines Tages als Rentner im sonnigen Süden, etwa in Spanien oder Griechenland.

Jetzt kenne ich gerade keinen Polen, der in 3. Generation fest in Deutschland lebend und mit deutscher Staatsangehörigkeit versehen standhaft mit seinen Kindern und anderen Angehörigen Polnisch spricht. Das mag es aber geben, und wenn ein solcher Mensch dann polnisch fremdelt, dann muß mit dem irgend etwas nicht ganz richtig ticken. Völlig normal ist sicher, daß diese Mitbürger mit gesteigertem Gefühl am Schicksal ihres Herkunftslandes Anteil nehmen.

Und das würde ich auch bei einem Hans Karasoglu so erwarten... und nicht etwa Aufmärsche mit der türkischen Nationalflagge beim Staatsbesuch eines türkischen Politikers. Das macht der Hans auch gar nicht...
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon H2O » Mo 9. Apr 2018, 19:12

Hyde hat geschrieben:(09 Apr 2018, 19:51)

Ja, und da wir in Europa leben, mit europäischen Institutionen, europäischen Schulen, europäischen Medien, europäischen Gesellschaften, wird auch in Zukunft den religiösen Gegensätzen der Zahn gezogen werden. Das wird den Islam in Europa genauso treffen wie das Christentum.


Das wäre dann die nächste Stufe, die ich auch mit viel Zustimmung sehe. Hoffentlich fliegt uns dieses Europa nicht unversehens auseinander... aber uns Deutschen bleibt ja immer noch unser Deutschland. :)
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon imp » Mo 9. Apr 2018, 19:56

Roady66 hat geschrieben:(09 Apr 2018, 19:24)

Quark. Wer in dritter Generationhier zeigt, dass er Anderssein " kultiviert" , hat die A- Karte. Zurecht. Deshalb darf diesem dann etwas in deiner Richtung zu verstehen gegeben werden. Jeder ist seines Daseins Schmied.

Deutschtürke ist typisch eine Fremdzuschreibung. Meist kennt der Beschreibende den Betreffenden gar nicht weiter.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Zunder » Di 10. Apr 2018, 00:42

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Apr 2018, 20:56)

Deutschtürke ist typisch eine Fremdzuschreibung. Meist kennt der Beschreibende den Betreffenden gar nicht weiter.

Aydan Özoguz: Leider hat es in jeder Gruppe hier in Deutschland und anderswo immer Nationalisten gegeben. Das ist keine Besonderheit der Deutsch-Türken, so wenig es uns gefallen kann.
https://www.saarbruecker-zeitung.de/pol ... id-1861411

In Bezug auf Deutsch-Türken ist Aydan Özoguz eine typische Fremde.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon imp » Di 10. Apr 2018, 06:32

Zunder hat geschrieben:(10 Apr 2018, 01:42)

Aydan Özoguz: Leider hat es in jeder Gruppe hier in Deutschland und anderswo immer Nationalisten gegeben. Das ist keine Besonderheit der Deutsch-Türken, so wenig es uns gefallen kann.
https://www.saarbruecker-zeitung.de/pol ... id-1861411

In Bezug auf Deutsch-Türken ist Aydan Özoguz eine typische Fremde.

Es gibt immer ein Gegenbeispiel. Ein Rundblick durch die Tagespresse zu dem Begriff zeigt, dass das nicht repräsentativ ist.
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