14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 14. Jun 2016, 12:05

Platon hat geschrieben:(14 Jun 2016, 12:58)

Also der Fall, dass Minderjährige einen Volljährigen Partner haben ist nichts was Muslime sich ausgedacht haben...


Das ist schon klar; aber unsere Rechtsordnung und unser Recht stehen über allen Menschen, die hier als Teil unserer Gesellschaft leben wollen. Da darf es keine Ausnahmen geben. Unser Recht hat sich nicht auf den Fall orientalischer Flüchtlinge eingerichtet Daran muß der Justizminister arbeiten und dem Gesetzgeber brauchbare Vorschläge zur Abstimmung vorlegen.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 14. Jun 2016, 12:10

Cobra9 hat geschrieben:(14 Jun 2016, 12:34)

Ja aber bsp. ob das einem Familiengericht reicht um bsp. eine 13 Jährige aus einer Ehe zu nehmen ? Ich weiss nicht. Unbekanntes Thema bisher bzw. wenig behandelt. Die Richter müssen in einer solchen Frage den sogenannten Ordre Public prüfen. Ob eine ausländische gesetzliche Regelung mit den wesentlichen Werten unserer öffentlichen Ordnung vereinbar ist. Wäre das nicht der Fall, dürfte das ausländische Recht im Inland nicht angewendet werden. Das Problem bei der juristischen Bewertung von Kinderehen ist komplex : Auch nach deutschem Recht dürfen Minderjährige ab 16 Jahren in Ausnahmefällen heiraten.


Mit dem Urteil des Oberlandesgerichts sind doch die Haken und Ösen des bisher anwendbaren Rechts deutlich zu Tage getreten. Das darf nicht so bleiben; da müssen sehr klar anwendbare Regeln erlassen werden, die nicht zu öffentlicher Empörung führen, schon weil es nicht um eine vernachlässigbare Zahl von wenigen Einzelfällen geht.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Platon » Di 14. Jun 2016, 12:14

H2O hat geschrieben:(14 Jun 2016, 13:01)

Natürlich muß man mit den Betroffenen reden. Allerdings sollten unsere Rechtsnormen schon gelten, wenn die Leute unsere Hilfe erwarten und hier längere Zeit bleiben müssen. Daran muß der Justizminister arbeiten und eine menschlich und sachlich saubere Lösung ermöglichen.

Also prinzipiell halte ich diese Argumentation für verfehlt. Weil das es beim Eherecht gemäß dem deutschen Gesetzgeber einige Möglichkeiten gibt sich nach ausländischem Recht zu richten ist ja nichts Neues sondern seit langen und auch weltweit anerkannte Praxis. Die Grenzen gibt es natürlich bei fundamentalen Rechtsgrundsätzen. Ich habe den Eindruck, dass du diese Praxis Ausländer z.B. beim Eherecht auch nach ausländischem Recht zu beurteilen prinzipiell für falsch hälst. Das ist aber in vielen Fällen nicht im Interesse der Betroffenen, weil deswegen gibt es ja überhaupt die Möglichkeit das zu machen, weil es absurde Situationen vermeiden hilft und im Interesse der Betroffenen ist. Das betrifft ja dann nicht nur Syrer und Afghanen sondern auch Chinesen, Amerikaner, Russen etc. wenn deren Rechtsregelungen im Eherecht eventuell vom deutschen Recht abweichen. Von daher machst du es dir schlichtweg zu einfach.
Es gibt auch keine Pflicht für Ausländer die hier als Flüchtlinge nach Deutschland kommen auf Teile ihrer Rechte zu verzichten, die anderen Ausländern zustehen, aus moralischer Sicht sehe ich da keine Pflicht und in rechtlicher Hinsicht wäre das sowieso höchst problematisch, weil es gegen den Gleichstellungsgrundsatz verstößt. Man kann nicht bestimmte Rechtsbereiche für bestimmte Gruppen - aufgrund ihrer Herkunft und Religionszugehörigkeit - abschaffen bzw. nicht abwenden, das geht nicht.

Der eigentliche Punkt ist meines Erachtens in welchem Rahmen ausländisches Eherecht gemäß deutschen Gesetzen anerkannt werden kann. Jetzt diese Möglichkeiten zur Anerkennung enge Schranken aufzuerlegen um in erster Linie islamische Frauen vor der Scharia zu schützen, ist zum Einen übers Ziel hinausgeschossen, weil man unter Umständen Leute befreit, die nicht wünschen befreit zu werden und weil man womöglich auch Fälle und Szenarien grundlegend ändert, bei denen das überhaupt nicht beabsichtigt ist. Weil Zwangsehen werden sowieso nicht anerkannt, weswegen es dann auch niemanden durch zusätzliche Regelungen zu befreien gibt. Und welche Probleme bei der Nicht-Anerkennung von Polygamen Ehen auftreten können, habe ich ja im entsprechenden Strang erwähnt.
Zuletzt geändert von Platon am Di 14. Jun 2016, 12:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Keoma » Di 14. Jun 2016, 12:17

Platon hat geschrieben:(14 Jun 2016, 12:02)

Wenngleich die Argumentation in dem Artikel ja die ist, dass eine Kinderehe zwangsläufig eine Zwangsehe sein muss und sie daher nicht anerkannt werden soll. Aber Zwangsehen würden m.W. ja sowieso nicht anerkannt. Von daher braucht man auch keine neue gesetzliche Grundlage. Der eigentliche Fall ist ja der, wo von beiden Ehepartnern Zustimmung für die Fortführung der Ehe besteht aber mindestens ein Ehepartner nicht das Alter der Ehemündigkeit erreicht hat. Nach geltendem Recht ist eine Anerkennung theoretisch möglich, durch Anwendung des Internationalen Privatrechts unter der Annahme, dass das eine Ehe im Alter von z.B. 15 Jahren nicht deutschen Rechtsgrundsetzen fundamental widerspricht.

Meines Erachtens will man in diesem Fall mal wieder muslimische Frauen befreien die überhaupt nicht befreit werden wollen, aufgrund des Vorurteils, dass eine Kinderehe zwangsläufig und in 100% der Fälle eine Zwangsehe sein muss.


Was soll denn eine Kinderehe sonst sein - eine Liebesheirat?
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Platon » Di 14. Jun 2016, 12:19

Keoma hat geschrieben:(14 Jun 2016, 13:17)

Was soll denn eine Kinderehe sonst sein - eine Liebesheirat?

Mir ist aus den Medien kein Fall bekannt, bei dem nicht die Bereitschaft zur Fortführung der Ehe bei beiden Ehepartnern vorhanden war. Sollte das möglicherweise nicht der Fall sein, würde das Jugendamt sowieso sofort einschreiten und es kommt gar nicht zum Rechtsstreit der Anerkennung der Heirat. Das eine Ehe zwischen einer 15jährigen und einem 19 oder 21jährigen zwangsläufig eine Zwangsheirat sein muss, sehe ich jedenfalls so nicht. :)
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Fuerst_48 » Di 14. Jun 2016, 12:20

Keoma hat geschrieben:(14 Jun 2016, 13:17)

Was soll denn eine Kinderehe sonst sein - eine Liebesheirat?

Eben KEINE Liebesheirat. Aber viele Frauen sind nicht in der Lage, sich solcher Zwangsmaßnahmen zu erwehren.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Cobra9 » Di 14. Jun 2016, 12:22

H2O hat geschrieben:(14 Jun 2016, 13:05)

Das ist schon klar; aber unsere Rechtsordnung und unser Recht stehen über allen Menschen, die hier als Teil unserer Gesellschaft leben wollen. Da darf es keine Ausnahmen geben. Unser Recht hat sich nicht auf den Fall orientalischer Flüchtlinge eingerichtet Daran muß der Justizminister arbeiten und dem Gesetzgeber brauchbare Vorschläge zur Abstimmung vorlegen.



Ähmm unsere Rechtsordnung akzeptiert aber bsp. im Ausland geschlossene Ehen durchaus, auch Kinderehen. OLG Bamberg:

http://www.bayern-depesche.de/regional/ ... rbern.html
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Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Cobra9 » Di 14. Jun 2016, 12:24

Fuerst_48 hat geschrieben:(14 Jun 2016, 13:20)

Eben KEINE Liebesheirat. Aber viele Frauen sind nicht in der Lage, sich solcher Zwangsmaßnahmen zu erwehren.


Eben es geht um Zwang, Gewalt oder ähnliche Umstände. Eine Ehe , auch Kinderehe , kann durchaus auch in Deutschland legal sein. Ich seh das als falsch an by the Way. Zwang, Missbrauch, Nötigung muss man aber bsp. nachweisen glaubhaft. Wie das in manchen Fällen gehen soll :?:
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Fuerst_48 » Di 14. Jun 2016, 12:26

Cobra9 hat geschrieben:(14 Jun 2016, 13:24)

Eben es geht um Zwang, Gewalt oder ähnliche Umstände. Eine Ehe , auch Kinderehe , kann durchaus auch in Deutschland legal sein. Ich seh das als falsch an by the Way. Zwang, Missbrauch, Nötigung muss man aber bsp. nachweisen glaubhaft. Wie das in manchen Fällen gehen soll :?:

Es geht einfach um mehr, als eine rein ausjudizierte Regelung. Persönlichkeitsrechte etwa finden da keine Beachtung. Und Mitteleuropa ist nicht Ostanatolien !!
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Platon » Di 14. Jun 2016, 12:29

Cobra9 hat geschrieben:(14 Jun 2016, 13:22)

Ähmm unsere Rechtsordnung akzeptiert aber bsp. im Ausland geschlossene Ehen durchaus, auch Kinderehen. OLG Bamberg:

http://www.bayern-depesche.de/regional/ ... rbern.html

Dieses Urteil wird ja beständig zitiert. Es wird dann demnächst in Karlsruhe über den Fall entschieden. Ich persönlich wäre ja für eine prinzipiell mögliche Anerkennung, sofern dies im Interesse der Betroffenen ist. Würde man grundsätzlich ausschließen, dass Ehen unter 16 oder 18 anerkannt werden, würde man im Einzelfall eine Handhabe verlieren im Interesse der Betroffenen zu handeln. Wenngleich ich in den meisten Fällen keinen wirklichen Nutzen für die Betroffenen sehe, der sich durch eine Anerkennung ergeben könnte. Weil sie können hierzulande auch so zusammen leben, das Jugendamt muss dann halt Aufklärung in Sachen Sexualität, Verhütung etc. leisten und bei eventuellem Zwang und Gewalt eingreifen und für das soziale Umfeld würde die Ehe trotzdem Anerkennung behalten, weswegen es keine Probleme bei Anschuldigungen wegen Unzucht etc. geben würde.
Am Ende ist es meines Erachtens ein Konflikt zwischen Frau und Jugendamt bezüglich des Umgangs mit dem Ehemann/Lebenspartner, wenn sich beide einig werden und sie verantwortungsvoll und sofern sie solches wünscht aufgeklärt mit ihrem Mann/Partner Sex hat, ist die ganze Angelegenheit völlig unproblematisch. Natürlich immer unter der Vorraussetzung, dass der Geschlechtsverkehr nicht gegen deutsches Recht verstößt, entsprechend den dort geltenden Regelungen.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Cobra9 » Di 14. Jun 2016, 12:36

Platon hat geschrieben:(14 Jun 2016, 13:29)

Dieses Urteil wird ja beständig zitiert. Es wird dann demnächst in Karlsruhe über den Fall entschieden. Ich persönlich wäre ja für eine prinzipiell mögliche Anerkennung, sofern dies im Interesse der Betroffenen ist.


Das Urteil ist ja eben da und dient als grundsätzliche Ausrichtung da Präzedenzfall , obwohl es andere Urteile gibt. Na ja der Gesetzgeber arbeitet ja an neuen Regeln/ Gesetzen. Sinnvoll fände Ich das man bei minderjährigen Frauen/ Männern unter 16 kurze Gespräche führt bsp.

Generell wäre mehr Aufklärung wünschenswert.

Würde man grundsätzlich ausschließen, dass Ehen unter 16 oder 18 anerkannt werden, würde man im Einzelfall eine Handhabe verlieren im Interesse der Betroffenen zu handeln. Wenngleich ich in den meisten Fällen keinen wirklichen Nutzen für die Betroffenen sehe, der sich durch eine Anerkennung ergeben könnte. Weil sie können hierzulande auch so zusammen leben, das Jugendamt muss dann halt Aufklärung in Sachen Sexualität, Verhütung etc. leisten und bei eventuellem Zwang und Gewalt eingreifen und für das soziale Umfeld würde die Ehe trotzdem Anerkennung behalten, weswegen es keine Probleme bei Anschuldigungen wegen Unzucht etc. geben würde.
Am Ende ist es meines Erachtens ein Konflikt zwischen Frau und Jugendamt bezüglich des Umgangs mit dem Ehemann/Lebenspartner, wenn sich beide einig werden und sie verantwortungsvoll und sofern sie solches wünscht aufgeklärt mit ihrem Mann/Partner Sex hat, ist die ganze Angelegenheit völlig unproblematisch.


Grundsatz darf nicht sein, es würde sich eine Automatik entwickeln die man nicht haben will. Die Interessen sind eben auch für die Ehe da. Schutz und Eingreifen wenn es wirklichen Bedarf gibt, ansonsten eher begleitend eine Unterstützung bis zur Volljährigkeit durch das Jugendamt bsp.

Würde auch für eine Art Überblick sorgen.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon H2O » Di 14. Jun 2016, 12:48

Platon hat geschrieben:(14 Jun 2016, 13:29)

Dieses Urteil wird ja beständig zitiert. Es wird dann demnächst in Karlsruhe über den Fall entschieden. Ich persönlich wäre ja für eine prinzipiell mögliche Anerkennung, sofern dies im Interesse der Betroffenen ist. Würde man grundsätzlich ausschließen, dass Ehen unter 16 oder 18 anerkannt werden, würde man im Einzelfall eine Handhabe verlieren im Interesse der Betroffenen zu handeln. Wenngleich ich in den meisten Fällen keinen wirklichen Nutzen für die Betroffenen sehe, der sich durch eine Anerkennung ergeben könnte. Weil sie können hierzulande auch so zusammen leben, das Jugendamt muss dann halt Aufklärung in Sachen Sexualität, Verhütung etc. leisten und bei eventuellem Zwang und Gewalt eingreifen und für das soziale Umfeld würde die Ehe trotzdem Anerkennung behalten, weswegen es keine Probleme bei Anschuldigungen wegen Unzucht etc. geben würde.
Am Ende ist es meines Erachtens ein Konflikt zwischen Frau und Jugendamt bezüglich des Umgangs mit dem Ehemann/Lebenspartner, wenn sich beide einig werden und sie verantwortungsvoll und sofern sie solches wünscht aufgeklärt mit ihrem Mann/Partner Sex hat, ist die ganze Angelegenheit völlig unproblematisch. Natürlich immer unter der Vorraussetzung, dass der Geschlechtsverkehr nicht gegen deutsches Recht verstößt, entsprechend den dort geltenden Regelungen.


Nein, Kinderehen schließen weitestgehend eine Entwicklung zu einer unabhängigen Persönlichkeit aus. Das hat mit "Einverständnis" durch Druck von Familien und Hierarchien zu tun, den wir hier so rundheraus ablehnen. Wenn Erwachsene Leute sich solche Gängelungen gefallen lassen, dann soll das so sein. Aber bei Kindern von 13, 14 Jahren kommt mir diese Sache reichlich künstlich vor.

Da gilt die Schulpflicht noch, und dann wird das Kind auch noch schwanger... was soll dieser Unfug? Ein ärgerlicher Zufall aus jugendlichem Leichtsinn ist diese Schwangerschaft sicher nicht!

Natürlich muß das Gesamtthema mit dem notwendigen Ernst von allen Seiten betrachtet werden, denn diese Fragen werden uns sicher eine oder sogar zwei Generationen lang begleiten. Und am Ende muß unsere Gesellschaft zu den erlassenen Gesetzen stehen.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon William » Mo 15. Aug 2016, 17:01

Polizeigewerkschaftschef Wendt sagt:

Tausendfacher Kindesmissbrauch vor unseren Augen − und Justizminister prüfen, ob sie tätig werden sollen. Das ist die Realität, die viele Menschen zu Recht empört. Banken können fast über Nacht gerettet werden, bei Kindern lässt man sich Zeit, das ist die Botschaft.

http://www.focus.de/politik/experten/sicherheit-bedroht-deutschland-in-gefahr-lesen-sie-hier-den-epilog-zum-buch-von-rainer-wendt_id_5819648.html
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon William » Sa 27. Aug 2016, 21:59

Kleber hat auch so seine ganz eigene Sicht auf die Dinge.

https://www.youtube.com/watch?v=J0pnOAlWOXk
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon jack000 » Sa 27. Aug 2016, 22:41

William hat geschrieben:(27 Aug 2016, 22:59)

Kleber hat auch so seine ganz eigene Sicht auf die Dinge.

https://www.youtube.com/watch?v=J0pnOAlWOXk

Das hat alles nichts mit den Flüchtlingen zu tun, das gab es schon immer, etc...
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon HugoBettauer » Mo 26. Sep 2016, 08:09

Man kann nicht 14jährigen in Abrede stellen, dass sie sich lieben.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon JJazzGold » Mo 26. Sep 2016, 09:03

HugoBettauer hat geschrieben:(26 Sep 2016, 09:09)

Man kann nicht 14jährigen in Abrede stellen, dass sie sich lieben.


Das kann man Dreijährigen im Kindergarten auch nicht, trotzdem sind nicht als ehefähig zu betrachten. Zu Ehe und Partnerschaft gehört weitaus mehr, als nur liebevolle Gefühle und Hormonschübe.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon HugoBettauer » Mo 26. Sep 2016, 09:08

JJazzGold hat geschrieben:(26 Sep 2016, 10:03)

Das kann man Dreijährigen im Kindergarten auch nicht

Welche bereits bestehende Ehe von ausländischen Dreijährigen wurde in Deutschland anerkannt?
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon JJazzGold » Mo 26. Sep 2016, 09:13

HugoBettauer hat geschrieben:(26 Sep 2016, 10:08)

Welche bereits bestehende Ehe von ausländischen Dreijährigen wurde in Deutschland anerkannt?


Keine und das muss generell für alle Ehen mit Minderjährigen gelten, selbst wenn eine solche “Ehe“ im Ausland legal geschlossen wurde.
Die Frage ist nur noch, ob eine solche Ehe in Deutschland nicht anerkannt wird, oder rechtsgültig auch über die Grenzen Deutschlands hinaus annulliert wird.
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Re: 14-jährige Ehefrauen... was macht unser Rechtsstaat?

Beitragvon Itu » Mo 26. Sep 2016, 09:16

HugoBettauer hat geschrieben:(26 Sep 2016, 09:09)

Man kann nicht 14jährigen in Abrede stellen, dass sie sich lieben.

Ehe zwischen 14jährigen gibt es nicht in Europa und darum geht es in diesen Fällen auch nicht

Das sind Minderjährige Mädchen die in arrangierten Ehen mit weitaus älteren Männern verheiratet WURDEN

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