Warum ich Flüchtlingen helfe

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Flat
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Flat » Do 28. Jan 2016, 09:26

Boraiel hat geschrieben:(27 Jan 2016, 23:26)
Zum zweiten kann man die Zahl der Polizisten erhöhen.


Moin,

weil da so gern als Lösungsansatz auch von AfD und Pegida kommt:

Ausbildungszeit: 3 Jahre, und geeignete Bewerber dabei vorausgesetzt

Oder woher willst du die Polizisten so kurzfristig nehmen? Aus anderen Bereichen abziehen? Aus welchen? Wird doch schon jetzt bis zum Maximum gemacht, so dass bestimmte Bereiche mit Polizisten völlig unterversorgt sind.
_______
wer Rechtsradikales sagt und tut, ist rechtsradikal. Das hat nichts mit Nazikeule zu tun.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/inte ... 62231.html
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Joker
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Joker » Do 28. Jan 2016, 09:40

Platon hat geschrieben:(27 Jan 2016, 23:15)

Wie gesagt, wie stellst du dir das vor? Nächste Woche kommen 10 000 Menschen. Die lehnen mehrere Hundert Grenzpolizisten ab. Was passiert dann mit 10 000 an der Grenze. Nach einer Woche sind 5000 davon illegal in der Nacht nach Deutschland eingereist. Eine Woche später sind es 15000 Menschen die einreisen wollen, 5000 davon stehen schon eine Woche auf der Straße und frieren und hungern vor laufenden Kameras. Was nun?


10.000 pro Woche ist erst mal eine eher sehr unwahrscheinliche Prognose ,bei jetzt winterlichen Verhältnissen kommen immer noch 2.500 pro Tag.
Das sind jetzt schon wieder knapp eine Million für 2016 falls es bei diesen Zahlen bleibt


Im Januar bislang knapp 2500 Flüchtlinge pro Tag nach Deutschland
Dienstag, 12. Januar 2016, 13:00 Uh
r

http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEKCN0UQ1FK20160112

Stoppen wir das nicht haben wir dein Szenario mitten in Deutschland und dann ganz sicher auch in absehbarer Zeit einen Punkt erreicht wo eine absolute Mehrheit der Deutschen sagt ,es reicht.
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon NMA » Do 28. Jan 2016, 10:19

Voerst nur mal zwecks Klarstellung: Ich reibe mich nicht ehrenamtlich auf, sondern verdiene zunächst einmal daran. Ich gehe nur weit über den eigentlichen Arbeitsauftrag hinaus, da das für mich – wie ich eben bemerkt habe – nicht einfach nur ein Job ist, sondern ich die Dankbarkeit, die mir entgegengebracht wird, sehr genieße und das eben auch zum Ausdruck bringe, auf unterschiedliche Art und Weise. Ich verstehe mich auch sehr weit als Botschafter meines Landes und freue mich, wenn ich feststelle, dass "meine" Flüchtlinge das ihrerseits auch so sehen und umsetzen.

@Cobra9: Das ist mir schon alles klar. Aber es hilft ja nichts.

Und, wenn hier jemand die Aktivitäten der Pegida für notwendig hält, bauche ich gar nicht weiterlesen. Kritik und AfD ist das eine; Nazidreck skandieren, hetzen und Heime anzünden ist was ganz anderes.
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Peddargh » Do 28. Jan 2016, 10:25

Wenn ich einem am Boden liegendem die Hand reiche,
um ihm auf die Beine zu helfen, so ist das eine Beide
glücklich machende Aktion.

Wenn mir dabei der Ring vom Finger gezogen wird,
ist das eine sehr hässliche Reaktion.

Aber eine verständliche, wenn dieser Ring der
Schlagring war, der mein Gegenüber zu Boden schickte.
I learned long ago, never to wrestle with a pig. You get dirty, and besides, the pig likes it.
(der George Bernard Shaw (?))
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 28. Jan 2016, 10:30

Boraiel hat geschrieben:(27 Jan 2016, 23:29)

Man könnte auch jeglichen staatlichen Leistungen an ein durch die Bundespolizei ausgestelltes Dokument der genehmigten Einreise koppeln.


Du willst keinen mehr einreisen lassen. Wofür also der Aufwand?
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon odiug » Do 28. Jan 2016, 10:39

Boraiel hat geschrieben:(27 Jan 2016, 23:12)

Entschuldige, aber [diverse Personen] bilden auch zu einem Großteil die Bundesregierung, glauben muss man diesen aber noch lange nicht. Wir haben die Möglichkeit, wie wir die Möglichkeit auch in der Vergangenheit hatten, die nationalen Grenzen zu kontrollieren und unerwünschte Personen draußen zu halten. Es muss nur getan werden. Mit dem Ausland bzw. Ausländern muss man da, wenn man nicht will, überhaupt keine Kompromisse eingehen.

Ja ... ich frage mich, was Herr Gauland Frau Petri oder der unsaegliche Hoecke machen, wenn die Vertreter von BMW, Mercedes Benz, Siemens, BASF oder Aldi ihnen die Tuere einrennen und ihm die Kosten der Grenzkontrollen im Schengenraum vor die Fuesse schmeissen wenn die ganzen Lieferketten zusammen brechen ... :?:
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Tom Bombadil » Do 28. Jan 2016, 10:45

Da fragt man sich, wie die Wirtschaft vor Schengen überhaupt funktionieren konnte...
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon odiug » Do 28. Jan 2016, 10:50

NMA hat geschrieben:(28 Jan 2016, 10:19)
...

@Cobra9: Das ist mir schon alles klar. Aber es hilft ja nichts.

Und, wenn hier jemand die Aktivitäten der Pegida für notwendig hält, bauche ich gar nicht weiterlesen. Kritik und AfD ist das eine; Nazidreck skandieren, hetzen und Heime anzünden ist was ganz anderes.

Na ja ... da empfehle ich mal das Buch "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch, gerade auch im Hinblick auf die gestrige Maischbergersendung und den SVP Vertreter Roger Köppel und Frau Petri.
Natuerlich kann man mit dem armen Biedermann Mitleid haben, wenn ihm das Haus abbrennt.
Aber er hat die Brandstifter auch eingeladen.
Zuletzt geändert von odiug am Do 28. Jan 2016, 10:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon odiug » Do 28. Jan 2016, 10:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(28 Jan 2016, 10:45)

Da fragt man sich, wie die Wirtschaft vor Schengen überhaupt funktionieren konnte...

Mit erheblich mehr Kosten!
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Tom Bombadil » Do 28. Jan 2016, 10:57

odiug hat geschrieben:(28 Jan 2016, 10:51)

Mit erheblich mehr Kosten!

Und? Die vielen "Flüchtlinge" (in "" um sie von den tatsächlichen Flüchtlingen abzugrenzen) kosten noch viel mehr Geld. Aber ok, das ist ja nur das Geld des dummen Steuerzahlers und nicht das der Wirtschaft, dann ist das egal. Jedoch ist es schon interessant zu sehen, wie Linke plötzlich ihr Herz für deutsche Konzerne entdecken :D
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Boraiel » Do 28. Jan 2016, 11:03

NMA hat geschrieben:(28 Jan 2016, 10:19)

Voerst nur mal zwecks Klarstellung: Ich reibe mich nicht ehrenamtlich auf, sondern verdiene zunächst einmal daran. Ich gehe nur weit über den eigentlichen Arbeitsauftrag hinaus, da das für mich – wie ich eben bemerkt habe – nicht einfach nur ein Job ist, sondern ich die Dankbarkeit, die mir entgegengebracht wird, sehr genieße und das eben auch zum Ausdruck bringe, auf unterschiedliche Art und Weise. Ich verstehe mich auch sehr weit als Botschafter meines Landes und freue mich, wenn ich feststelle, dass "meine" Flüchtlinge das ihrerseits auch so sehen und umsetzen.

@Cobra9: Das ist mir schon alles klar. Aber es hilft ja nichts.

Und, wenn hier jemand die Aktivitäten der Pegida für notwendig hält, bauche ich gar nicht weiterlesen. Kritik und AfD ist das eine; Nazidreck skandieren, hetzen und Heime anzünden ist was ganz anderes.

Es ist vollkommen egal, wer da, mit welcher Vorgeschichte protestiert, dem Handeln der Regierung fehlt es aktuell massiv an Legitimität und das ist nicht akzeptabel. Nur weil man einmal gewählt wurde, kann man nicht tun und lassen, was man will. Wenn 90% mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin unzufrieden sind, ist das ein schlechtes Zeichen. Eine der wichtigsten Verpflichtungen der Regierung ist es für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. Wir haben schon gesehen, dass diese nicht immer gegeben ist und ich sehe auch nicht, was sich verbessern sollte, wenn immer größere Anteile der Polizei mit Flüchtlingen beschäftigt sind. Wir wissen doch auch gar nicht, wer da momentan zu uns kommt, Deutschland war schon vor 9/11 Unterschlupf internationaler Terroristen und jetzt haben wir wieder einen der Mörder von Paris beherbergt als Asylbewerber. Auch unter anderen Blickwinkeln könnte man noch nach der Rechtfertigung des Regierungshandeln fragen, aber ich lass das an dieser Stelle mal sein.
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Boraiel » Do 28. Jan 2016, 11:10

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(28 Jan 2016, 10:30)

Du willst keinen mehr einreisen lassen. Wofür also der Aufwand?

Genau, erstmal keinen ohne Visum, wobei ich jetzt nicht überall mit Grenzkontrollen anfangen würde, sondern vorallem an der deutsch-österreichischen Grenze. Wenn man Dokumente der genehmigten Einreise verlangt, können die, die illegal hier einreisen, auf keine staatliche Unterstützung hoffen. Es fallen Gründe weg, die einen zur Weiterreise aus Österreich, Griechenland oder der Türkei animieren.
Zuletzt geändert von Boraiel am Do 28. Jan 2016, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon pikant » Do 28. Jan 2016, 11:13

odiug hat geschrieben:(28 Jan 2016, 10:51)

Mit erheblich mehr Kosten!


ich habe gestern den Buergermeister von Schengen im Interview gesehen - der fuerchtet bei Grenzkontrollen, dass Luxembourg zusammenbricht, denn 2/3 der AN dort reisen taeglich ein und bei Grenzkontrollen wuerden die Unternehmen 2-4 Stunden auf Arbeitskraefte verzichten muessen, oder der AN wuerde fuer die Anreise und Abreise 4 Stunden mehr in Anspruch nehmen muessen - ein Ding der Unmoeglichkeit und voellig familienfeindlich

wir hatten hier vor einiger Zeit ueber eine Woche Grenzkontrollen zu Thionville und das war eine Katastrofe - die Leute kamen 2-3 Stunden zu spaet zur Arbeit und nach massiven Protesten der Wirtschaft hat dann der frans. Staat diese Grenzkontrollen wieder eingestellt und jetzt laueft es wieder gut :)
Besonders die Grenzkontrollen in den vollen Zuegen warf den Fahrplan komplett um und es kam zu Handgreiflichkeiten...
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Joker » Do 28. Jan 2016, 11:19

odiug hat geschrieben:(28 Jan 2016, 10:51)

Mit erheblich mehr Kosten!

Schengen muss nicht wegfallen.
Muss nur endlich mal umgesetzt werden.
Das heißt die Außengrenzen des schengen raumes müssen gesichert werden denn die Reisefreiheit dieser Union gilt nur für Mitglieder dieser Union.
An den Flughäfen gibt es ja auch getrennte Abfertigungen für Flüge aus den Schengen-Mitgliedstaaten und aus Drittstaaten .
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Cobra9 » Do 28. Jan 2016, 11:40

NMA hat geschrieben:(28 Jan 2016, 10:19)

Voerst nur mal zwecks Klarstellung: Ich reibe mich nicht ehrenamtlich auf, sondern verdiene zunächst einmal daran. Ich gehe nur weit über den eigentlichen Arbeitsauftrag hinaus, da das für mich – wie ich eben bemerkt habe – nicht einfach nur ein Job ist, sondern ich die Dankbarkeit, die mir entgegengebracht wird, sehr genieße und das eben auch zum Ausdruck bringe, auf unterschiedliche Art und Weise. Ich verstehe mich auch sehr weit als Botschafter meines Landes und freue mich, wenn ich feststelle, dass "meine" Flüchtlinge das ihrerseits auch so sehen und umsetzen.

@Cobra9: Das ist mir schon alles klar. Aber es hilft ja nichts.

Und, wenn hier jemand die Aktivitäten der Pegida für notwendig hält, bauche ich gar nicht weiterlesen. Kritik und AfD ist das eine; Nazidreck skandieren, hetzen und Heime anzünden ist was ganz anderes.



Was jetzt in Stuttgart so langsam passiert ist das man die Vereine, Helfer usw. wirklich kordiniert. Das finde ich mal erwähnenswert. So verpufft keine Hilfe ohne Sinn und man kann relativ effektiv die Hlfe jeglicher Art steuern. Allerdings macht es die Politik den freiwilligen Helfern echt ohne Not sehr schwer in Teilen
Anton Tschechow

Keine Literatur kann in puncto Zynismus das wirkliche Leben übertreffen.
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon odiug » Do 28. Jan 2016, 15:14

Joker hat geschrieben:(28 Jan 2016, 11:19)

Schengen muss nicht wegfallen.
Muss nur endlich mal umgesetzt werden.
Das heißt die Außengrenzen des schengen raumes müssen gesichert werden denn die Reisefreiheit dieser Union gilt nur für Mitglieder dieser Union.
An den Flughäfen gibt es ja auch getrennte Abfertigungen für Flüge aus den Schengen-Mitgliedstaaten und aus Drittstaaten .

Fluhaefen sind Aussengrenzen.
Und ja, die EU Aussengrenzen muessen besser ueberwacht werden.
Nur wuerde das im Gegenzug bedeuten, dass die EU nationale Kompetenzen der Staaten uebernimmt.
Jetzt frag mal die Anhaenger der AfD, wie sie dazu stehen, wenn nationale, deutsche Kopetenzen an Bruessel abgegeben werden.
Die Antwort ist absehbar!
Und uebrigens, der Verweiss auf Dublin III, den man auch immer wieder gerne hoert, verschiebt nur das Problem, loest es nicht.
Denn einmal anerkannt, geniessen auch Asylanten die gleichen Rechte wie EU Buerger, sie kommen halt ein paar Monate spaeter nach Deutschland.
Und dann stellt sich auch noch die Frage, ob wir in Deutschland die EU Asylverfahren wirklich solchen Typpen, wie griechenlands Verteidigungsinister Kammenos ueberlassen wollen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/g ... 22450.html :eek:
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon bakunicus » Do 28. Jan 2016, 17:13

Platon hat geschrieben:(27 Jan 2016, 23:15)

Wie gesagt, wie stellst du dir das vor? Nächste Woche kommen 10 000 Menschen. Die lehnen mehrere Hundert Grenzpolizisten ab. Was passiert dann mit 10 000 an der Grenze. Nach einer Woche sind 5000 davon illegal in der Nacht nach Deutschland eingereist. Eine Woche später sind es 15000 Menschen die einreisen wollen, 5000 davon stehen schon eine Woche auf der Straße und frieren und hungern vor laufenden Kameras. Was nun?

genau so ist es, und man kann das gar nicht oft genug wiederholen und betonen ...
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Fadamo » Do 28. Jan 2016, 17:19

NMA hat geschrieben:(27 Jan 2016, 20:46)

Warum? Ich bin der Ansicht, dass eine Gerechtigkeitsdebatte völlig deplatziert ist und wir uns so etwas nicht leisten können.
Widerstand wie von den Pegida-Arschlöchern ist Zeit- und Energieverschwendung. Wir müssen die Leute mit aller Macht unterstützen. Nicht weil wir heilige Gutmenschen sind, sondern weil wir eine hinreichende Integration der anstehenden Massen nur erreichen, wenn wir ohne Wenn und Aber in diese Menschen "reinpumpen" was geht. An die Hand nehmen, die Sprache vermitteln und Perspektiven bieten. Abgesehen davon, dass die Zuwanderung begrenzt werden muss, und irgendwie, siehe Balkan, selektiert werden muss (allein wegen der schieren Masse an Menschen), muss auch jenen, die (einige Jahre oder dauerhaft) hierbleiben, es so leicht wie möglich gemacht werden, hier ihren Platz zu finden und produktiv zu werden. Wir müssen ihnen einen erheblichen Vertrauensvorschuss geben. Wir müssen ihnen Respekt, Akzeptanz und Vertrauen entgegenbringen und wir müssen sie beschäftigen. Ein Lagerkoller bringt diese sehr oft jungen Leute in ihrer frustrieren Extremsituation genauso auf dumme Gedanken, wie wir dort selbst auch auf dumme Gedanken kommen würden. Wer diese Menschen respektiert, erntet dafür sehr viel Dankbarkeit.

Nicht wegen irgendeiner moralischen Verpflichtung – inwieweit eine solche besteht oder nicht will ich gar nicht thematisieren – , vielmehr weil wir nicht nur davon profitieren, wenn das klappt, sondern auch ein großes Problem bekommen, wenn das nicht klappt; wenn wir die Masse derjenigen Menschen, die hier keine Perspektive haben, durch Zeitverschendung und Widerstandskultur stark erhöhen.

Und weil ich bei sehr vielen dieser Menschen ihre Angst, ihre Mühe, ihre Nöte und ihre Trauer in ihren Augen sehe. Und ich sehe, dass sie produktiv werden wollen, wenn sie schon nicht nach Hause zurück können.


Ich würde auch gerne helfen, mir fehlt aber die Zeit dazu.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon jack000 » Do 28. Jan 2016, 20:35

NMA hat geschrieben:(27 Jan 2016, 20:46)Nicht wegen irgendeiner moralischen Verpflichtung – inwieweit eine solche besteht oder nicht will ich gar nicht thematisieren – , vielmehr weil wir nicht nur davon profitieren, wenn das klappt, sondern auch ein großes Problem bekommen, wenn das nicht klappt; wenn wir die Masse derjenigen Menschen, die hier keine Perspektive haben, durch Zeitverschendung und Widerstandskultur stark erhöhen.

Das ist hoch anzurechnen das du dich privat für Flüchtlinge engagierst (Auch wenn ein paar Kröten wegen Ehrenamt zu verdienen sind, die aber nicht ansatzweise den Aufwand wiederspiegeln).

Es wird hier im Forum immer wieder auf das GG hingewiesen das eine Verpflichtung nach sich zieht Flüchtlinge aufzunehmen. Ich halte das Argument für Quatsch, da es völlig egal ist was in diesem Zusammenhang dort steht, denn es ist generell eine moralische Verpflichtung Menschen eine Unterkunft und Verpflegung zu geben. Wie soll ein jemand mit einem Gewissen noch schlafen können wenn er einen Menschen in die Obdachlosigkeit, Hunger, Verfolgung, Krieg oder sonstigen Repressalien schickt?

Kritiklos sollte die derzeitige Situation dennoch nicht hingenommen werden, denn es gibt diverse Widersprüche, Ungereimtheiten und Probleme:
- Nicht alle Flüchtlinge fliehen vor Verfolgung oder Krieg
- Es kommen Immense Kosten im 2-stelligen Mrd.-Bereich (€) auf die Steuerzahler zu
- Recht und Gesetzt scheinen keine Rolle mehr zu spielen da so ziemlich alles was vereinbart wurde/Gesetz ist im großen Maßstab gebrochen wird
- Es findet eine Propaganda seitens der Flüchtlingsbefürworter- und Gegner statt so dass für den Otto-Normalbürger nicht mehr nachvollziehbar ist was überhaupt wahr ist und was nicht
- Es werden kriminelle Aktivitäten, die von einigen Flüchtlingen ausgehen relativiert, verschwiegen oder gar nicht erst verfolgt um die Statistiken zu frisieren
- Sämtliche positiven Prognosen:
=> "Die bezahlen mal unsere Rente"
=> "Die sind genauso kriminell wie die Einheimischen hier"
=> "Das sind zu einem großen Teil Hochqualifizierte (z.B. Computeringenieure)"
=> "Wenn bei 80 Personen 1 Person hinzukommt ist nichts überfüllt"
=> "Die werden ein Wirtschaftswunder auslösen"

Sind nun ad acta gelegt worden. Dazu kommen noch:
- Belästigungen von Frauen
- Eine hohe Kriminalitätsrate (Die allerdings nur von einer Minderheit ausgeht)
- Ein geringer Bildungsstand, die meisten werden keine Arbeit finden und langfristig auf Sozialleistungen angewiesen sein

Weitere Probleme:
- Die EU ist zerstritten, es werden wieder Grenzen aufgebaut
- Es kommen Menschen nach Deutschland über die man nichts weiß
- Diverse Regeln und Gesetze haben keinerlei Wirkung mehr
- Es gibt Anweisungen an die bestimmte Kriminalitätsdelikte nicht mehr zu verfolgen
- Die "Pro-Flüchtlingspropaganda" erzeugt Intensivdummdeppen die mit Schildern "Refugees welcome" an Bahnhöfen stehen und so youtube-Videos erzeugen die Menschen eine sinnlose und risikobehaftete Reise antreten lassen die nichts bringt und eher zum Schaden dieser sich auswirken die dann inzwischen in messbarer Höhe Deutschland enttäuscht wieder verlassen

=> Daher sollte man immer vorsichtig damit sein was man mit gewissen Aktionen auslöst!
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...
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Re: Warum ich Flüchtlingen helfe

Beitragvon Brainiac » Do 28. Jan 2016, 22:15

jack000 hat geschrieben:(28 Jan 2016, 20:35)
- Die "Pro-Flüchtlingspropaganda" erzeugt Intensivdummdeppen die mit Schildern "Refugees welcome" an Bahnhöfen stehen und so youtube-Videos erzeugen die Menschen eine sinnlose und risikobehaftete Reise antreten lassen die nichts bringt und eher zum Schaden dieser sich auswirken die dann inzwischen in messbarer Höhe Deutschland enttäuscht wieder verlassen

Werter Kollege. :) Das hast du nun schon ziemlich oft geschrieben. Wir hatten das auch schon mal diskutiert.

Ich sehe das so: Den Menschen am Bahnhof mache ich keinen Vorwurf. Diese Schilder wurden aus der emotionalen Wahrnehmeung der Situation heraus gemalt, in der es darum ging, in Europa herumirrenden Menschen eine Zuflucht (Deutschland) zu bieten. Ich finde es falsch, das herabzuwürdigen. Das wäre wie: Jeder der Menschen Hilfe anbietet und diese willkommen heißt, ist bescheuert.

Du kannst aber dich gern echauffieren über alle Politiker und Medienleute, die aus populistischen Gründen auf diesen Zug draufgesprungen sind. Incl. Frau Merkel. Da wäre ich dabei.

Deal?
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