Hindernisse auf dem Weg zur Integration

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Joker
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon Joker » Di 2. Feb 2016, 19:58

Spielt bei einer Mehrheit eh keine rolle in welcher Sprache der Antrag vorliegt.
Den zwei Dritteln der jungen Syrer, die nach internationalen Bildungsstandards als funktionale Analphabeten gelten müssen, wird zumeist die nötige Ausbildungsreife für die hiesigen Betriebe fehlen.

http://www.zeit.de/2015/47/integration-fluechtlinge-schule-bildung-herausforderung

Als funktionaler Analphabetismus oder Illettrismus wird die Unfähigkeit bezeichnet, die Schrift im Alltag so zu gebrauchen, wie es im sozialen Kontext als selbstverständlich angesehen wird. Funktionale Analphabeten sind Menschen, die zwar Buchstaben erkennen und durchaus in der Lage sind, ihren Namen und ein paar Wörter zu schreiben, die jedoch den Sinn eines etwas längeren Textes entweder gar nicht verstehen oder nicht schnell und mühelos genug verstehen, um praktischen Nutzen davon zu haben. Eine feste Grenze zwischen „verstehen“ und „nicht verstehen“ existiert dabei nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Analphabetismus
pikant
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon pikant » Di 2. Feb 2016, 20:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Feb 2016, 15:17)

Das macht man ja auch nicht. Gibt es in anderen EU-Ländern Anträge in Deutsch? In Portugal zum Beispiel?


ja,
Luxembourg jeder Antrag in 4 Sprachen plus Portugiesisch und jetzt ueberlegt man auch auf arabisch, da es mit der Fluechtlingsproblematik grosse Nacchfrage gibt.
Oesterreich ist jeder Antrag in Deutsch - solltest Du aber wissen, da dort Deutsch die Umgangssprache ist.
Frankreich uebrigens auch und Belgien - in Frankreich habe ich sogar meine Antrag auf Wohnsitz auf einem deutschen Formular verfassen duerfen - Service pur :thumbup:
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon pikant » Di 2. Feb 2016, 20:52

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Feb 2016, 14:39)

Die Amtssprache in Deutschland ist Deutsch.


was hat das mit dem Anspruch auf Hartz4 zu tun? - nichts.
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon pikant » Di 2. Feb 2016, 20:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(02 Feb 2016, 13:54)

Den Kindergeldantrag gibt es ja passenderweise auch direkt auf Arabisch. Eine deutsche Idiotie sondergleichen


was ist daran idiotisch Migranten auf ihre Rechte und Pflichten aufmerksam zu machen?
diese Idiotie sieht nicht mal die AfD, geschweige denn die im Bundestag vertretenen Parteien
wir haben leider in der Vergangenehit viel zu wenig auf arabisch ueber Pflichten ( GG, Umgang mit Frauen, Gesetzeslage) und fast gar nicht ueber die Rechte informiert
Idiotie?- nein, Notwendigkeit fuer Integration
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon Demolit » Mi 3. Feb 2016, 07:35

...na ja..wenn dein Verständnis davon auf das Runterfahren von Standards ist...dann hast du pikanter weise recht. Muss aber nicht jeder mitmachen, den Abstieg..

oder ?
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon Keoma » Mi 3. Feb 2016, 07:45

pikant hat geschrieben:(02 Feb 2016, 20:44)

ja,
Luxembourg jeder Antrag in 4 Sprachen plus Portugiesisch und jetzt ueberlegt man auch auf arabisch, da es mit der Fluechtlingsproblematik grosse Nacchfrage gibt.
Oesterreich ist jeder Antrag in Deutsch - solltest Du aber wissen, da dort Deutsch die Umgangssprache ist.
Frankreich uebrigens auch und Belgien - in Frankreich habe ich sogar meine Antrag auf Wohnsitz auf einem deutschen Formular verfassen duerfen - Service pur :thumbup:


In Österreich gibt es alle möglichen Formulare und Anträge in mehreren Sprachen.
Man will ja niemanden zwingen, Deutsch zu lernen.
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon Antonius » Sa 13. Feb 2016, 13:21

Keoma hat geschrieben:(03 Feb 2016, 07:45)

In Österreich gibt es alle möglichen Formulare und Anträge in mehreren Sprachen.
Man will ja niemanden zwingen, Deutsch zu lernen.
Wirklich?
Aber Östereichisch lernen wird doch sicherlich verlangt? ;)
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon Demolit » Do 17. Mär 2016, 18:51

Einfach so..weil interessant und eigentlich alles bereichert.....

Einstellung 1:

Als sich das Viertel nach dem Strukturwandel wirtschaftlich langsam wieder zu erholen begann, kam die nächste große Veränderungswelle. Mit der Aufnahme Bulgariens und Rumäniens in die EU im Jahr 2007 kamen Armutseinwanderer nach Dortmund, viele von ihnen Roma, die in ihrer Heimat am Rande der Gesellschaft lebten.

Findige Geschäftsleute übernahmen die leerstehenden Häuser in der Nordstadt und vermieteten die Wohnungen matratzenweise. Die Menschenhändler organisierten Reise, Unterbringung und die Anträge bei den Sozialämtern. Viele Frauen verdienten Geld auf dem Straßenstrich. Mit der Prostitution kam die Kriminalität. Diebstähle und Einbrüche stiegen.

Um der Abwärtsspirale zu entkommen, identifizierte die Stadt 144 „Problemhäuser“, 107 davon in der Nordstadt, und ging mit allen Mitteln gegen die Verwahrlosung vor. Die Mitarbeiter vom Ordnungsamt führen Kontrollen durch und dokumentieren die Mängel, vor allem die Eigentümer sollen in die Pflicht genommen werden.

Einstellung 2

http://www.faz.net/aktuell/politik/staa ... 19272.html

Einstellung 3

Passend ....wenn man die Entwicklung sieht, derer vorläufiger Höhepunkt die Abiturienten in Köln gerade zeigten......

Und selbst unter ihren Stammgästen, mit ihrem linksalternativen Äußeren eigentlich über jeden Verdacht eines Law-and-Order-Denkens erhaben, wünscht sich der eine oder andere etwas mehr strenges Durchgreifen. „Die Leute haben einfach keinen Respekt mehr“, sagt einer.

echt :?: ;)
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon Umetarek » Do 17. Mär 2016, 19:01

Pit Potter hat geschrieben:(02 Feb 2016, 13:40)

Nochmal: die Amtssprache in Deutschland ist deutsch - also sind sämtliche Anliegen im Zusammenhang mit Behörden auf Deutsch zu stellen.

Die Übersetzung von Anträgen in andere Sprachen sind vielleicht lieb gemeint, aber im Sinne der Integration (siehe Thema) absolut schädlich. Warum sollte jemand, der dauerhaft in Deutschland lebt nicht zumindest einen Antrag auf All-In Versorgung in deutscher Sprache verfassen?

Entschuldige, aber Behördendeutsch ist selbst für Deutsche unverständlich, für Ausländer eindeutig nicht zu meistern.
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon HugoBettauer » Mi 23. Mär 2016, 19:53

Pit Potter hat geschrieben:(02 Feb 2016, 13:40)

Nochmal: die Amtssprache in Deutschland ist deutsch

Das ist doch wurscht. Versteht sowieso keine Sau diese Formulare.
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon Xandru » Sa 23. Jul 2016, 23:39

Pit Potter hat geschrieben:(28 Nov 2015, 20:15)

Deswegen heißt es auch "danach laßt uns alle streben" - der soll-Zustand ist noch lange nicht erreicht ;)


Ok, bin beruhigt, denn ab diesem Beitrag hab ich dich nicht mehr für ganz voll genommen :) ;)

Pit Potter hat geschrieben:(02 Feb 2016, 13:40)

Nochmal: die Amtssprache in Deutschland ist deutsch - also sind sämtliche Anliegen im Zusammenhang mit Behörden auf Deutsch zu stellen.

Die Übersetzung von Anträgen in andere Sprachen sind vielleicht lieb gemeint, aber im Sinne der Integration (siehe Thema) absolut schädlich. Warum sollte jemand, der dauerhaft in Deutschland lebt nicht zumindest einen Antrag auf All-In Versorgung in deutscher Sprache verfassen?


Setz dich doch mal mit einem Flüchtling hin und geh so einen Antrag durch. Undzwar so, dass er es auch wirklich versteht. Sprachliche Grenzen sind dabei nichtmal das größte Problem. Vielmehr geht es um die Definition bestimmter Begriffe, wie z.B. "Freiheit" oder "Freibetrag" oder sowas. Wenn man Glück hat, gibt es in der jeweiligen Sprache eine annähernd adäquate Übersetzung. Und dann geht es noch um die reine Bedeutung des Begriffs. So kann der Freheitsbegriff in einem afghanischen Dorf ein anderer sein, als in Zentraleuropa.

Das ist so herrlich naiv, wie sich manche Leute vorstellen, dass Flüchtlinge einfach mal so Deutsch lernen können :dead: :D

Ich teile allerdings sehr wohl den Wunsch, dass Einwanderer Deutsch lernen - bitte nicht falsch verstehen. Is halt nich so easy going...
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon Teeernte » So 24. Jul 2016, 00:47

Xandru hat geschrieben:(24 Jul 2016, 00:39)

Ok, bin beruhigt, denn ab diesem Beitrag hab ich dich nicht mehr für ganz voll genommen :) ;)



Setz dich doch mal mit einem Flüchtling hin und geh so einen Antrag durch. Undzwar so, dass er es auch wirklich versteht. Sprachliche Grenzen sind dabei nichtmal das größte Problem. Vielmehr geht es um die Definition bestimmter Begriffe, wie z.B. "Freiheit" oder "Freibetrag" oder sowas. Wenn man Glück hat, gibt es in der jeweiligen Sprache eine annähernd adäquate Übersetzung. Und dann geht es noch um die reine Bedeutung des Begriffs. So kann der Freheitsbegriff in einem afghanischen Dorf ein anderer sein, als in Zentraleuropa.

Das ist so herrlich naiv, wie sich manche Leute vorstellen, dass Flüchtlinge einfach mal so Deutsch lernen können :dead: :D

Ich teile allerdings sehr wohl den Wunsch, dass Einwanderer Deutsch lernen - bitte nicht falsch verstehen. Is halt nich so easy going...


Gegenargument...

„Eskimos haben, wie einfallslose Mitmenschen an dieser Stelle gern in die Konversation einwerfen, unzählige Wörter für Schnee. Vermutlich soll damit auf die abgestumpfte Naturwahrnehmung des Stadtbewohners hingewiesen werden. Ich habe keine Geduld mit den Nachbetern dieser banalen Behauptung. Die Eskimosprachen sind polysynthetisch, was bedeutet, dass selbst selten gebrauchte Wendungen wie „Schnee, der auf ein rotes T-Shirt fällt“ in einem einzigen Wort zusammengefasst werden. Es ist so ermüdend, das immer wieder erklären zu müssen.“
:D :D :D

Es geht nicht um das WORTVERSTÄNDNIS......

Haben Deutsche Probleme mit Japanern ? (Chinesen...Vietnamesen... ? ) Die brauchen nicht mal Deutsch zu lernen....die haben eigene Kindergärten in Japanisch...eigene Schulen, eigene Läden - Ausgezeichnet in Japanisch - und die können meistens KEIN Deutsch - auch die Chinesen nicht (zumindest ...gaaanz selten) - mit denen ich zusammengearbeitet habe..... Die arbeiten in ihrer chinesischen Firma, haben von der ein Wohnheim und bekommen da zu essen.
Mist bauen DIE auch - ....

...und deutlich erkennbar sind DIE auch.... (viel Geld haben "Die" auch nicht)

Gibt es mit "denen" Stress ? - Chinesenkinder strengen sich in der Schule an, Eltern hören auf den Lehrer - "Hochgebildete - Schulen" sind zu einem drittel mit Chinesen/Vietnamesenkindern bevölkert, KEINER REGT SICH DA AUF !

Wohnen Chinesen auf Kosten des Deutschen Steuerzahlers hier ? GAAAAAAANZ selten. (Machen DIE Lärm ? Fordern Die "IRGEND ETWAS" ?)

.......und jetzt komm nicht damit - dass "uns" Deutschen das "Chinesische ESSEN" sooooooo guuuut schmeckt.

Mäkeln DIE rum, dass sie keine Arbeit haben ? ....DIE HABEN WELCHE !

Ich möchte Dir nicht zu nahe treten...

Wenn Du nun einen "Kurs" brauchst - um sich in "D" zu integrieren.... versuch es wie Chinesen, Vietnamesen.....Koreaner ....von mir aus - Japaner....

Leise, zuvorkommend, arbeitssam, nicht Gewalttätig, - die bauen keine Müllberge, die kann man in JEDE Wohnung einziehen lassen - da gibt es keine reibereien mit den Mitmietern, sauber....

Ich hab keinen ärger - wenn ich an eine Chinesin ...ähmmm .... näher trete - die haben keinen Ärger - wenn sie an ein deutsches Mädel "herantreten" -
kunstvoll Gedichte vortragen, das Leuchten des Mondes im Auge des Mädels (mit ERFOLG) loben....

....und nun ein paar Eingewanderte - mit nem Zettel - ficki ficki ablesend stammelnd. Mit NICHTS - ausser einem Handy unbekannten Eigentums - und AUSSICHT auf .....ähmmm - "Ziegenhirt" ohne Herde. (ich bin doch schöööön indirekt geblieben ? - ohne Zuweisung auf eine BESTIMMTE Bevölkerungsgruppe - würd ich ja immer abstreiten... )

Jeder zieht sich "die" Jacke an - die ihm passt. :D :D :D
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Re: Hindernisse auf dem Weg zur Integration

Beitragvon Xandru » So 24. Jul 2016, 22:44

Sind halt keine asiatischen Flüchtlinge, sondern Afghanen, Syrer, im Allgemeinen Araber und Afrikaner. ;)

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