Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

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Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Multiethnische Gesellschaft
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Deutsche Gesellschaft
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JJazzGold
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon JJazzGold » So 30. Aug 2015, 16:54

Wasteland » So 30. Aug 2015, 16:58 hat geschrieben:
Nein, das ist einfach eine Feststellung.
Ich weiss auch nicht warum die Konflikte weniger werden sollten. Es wird sich nichts ändern, Konflikte wird es immer geben.
Die Welt wächst aufgrund zunehmender Vernetzung und Mobilität immer weiter zusammen.
Das Zeitalter der Nationalstaaten geht dem Ende entgegen und dem sollten wir mMn. Rechnung tragen.
Die Uhren zurückzudrehen hat noch nirgendwo funktioniert.


So ist es, überspitzt formuliert finden User heute schon ihre Heimat im Internet, gebührenfrei. Wenn Du. Verstehst, was ich versuche damit auszudrücken.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 30. Aug 2015, 17:03

JJazzGold » So 30. Aug 2015, 17:54 hat geschrieben:
So ist es, überspitzt formuliert finden User heute schon ihre Heimat im Internet, gebührenfrei. Wenn Du. Verstehst, was ich versuche damit auszudrücken.


Ja, alleine das Internet verwischt schon einige Ländergrenzen in den Köpfen. Und es wird nicht weniger werden.
Ob das nun gut ist oder nicht weiss ich nicht, es ist einfach.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon JFK » So 30. Aug 2015, 17:14

Nicht nur in Deutschland, überall auf der Welt muss dieser Volksgedanken auf dem Müllhaufen der Geschichte, viel wichtiger ist es doch, seiner Familie und Verwanten/Bekannten nahezustehen, und sich gegebenenfalls mit einer Ortschaft zu identifizieren, da ist mir der Bayer, Syrier oder Eritreer, der sich mit der Ortschaft genauso identifizieren kann, weniger fremd wie einer, der auf der anderen Seite des Landes wohnt, denn ich wahrscheinlich nie zu Gesicht bekomme, weniger oder mehr Gefahr geht von dem eingewanderten auch nicht aus, das sind blöß Lügen minderbemittelten Xenophoben und Alibi Kulturbewahrer.

Ich bin weder für das eine noch für das andere, die Hautfarbe und Ethie oder Kultur muss in Zukunft weniger interessant sein, als die anzahl der Pickel am Arsch, wenn keiner nach der Hekunft fragt, gibt's auch kein Grund Kriminelle zu kritisieren weil sie Ausländer sind sondern bloß weil sie Kriminelle sind.

Zum Glück steuert die Welt darauf zu, und zurecht werden da die rechten in die Schranken gewiesen.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 30. Aug 2015, 17:17

JFK » So 30. Aug 2015, 18:14 hat geschrieben:
Zum Glück steuert die Welt darauf zu, und zurecht werden da die rechten in die Schranken gewiesen.


Deswegen toben die ja auch überall. Die Felle schwimmen weg.

Einer meiner besten Freunde ist Grieche, mit mir in Berlin aufgewachsen und wohnt nun seit 10 Jahren wieder in Thessaloniki.
Er steht mir trotzdem näher als irgendein Deutscher den ich nicht kenne.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Letzter-Mohikaner » So 30. Aug 2015, 17:23

JFK » So 30. Aug 2015, 18:14 hat geschrieben:Nicht nur in Deutschland, überall auf der Welt muss dieser Volksgedanken auf dem Müllhaufen der Geschichte, viel wichtiger ist es doch, seiner Familie und Verwanten/Bekannten nahezustehen, und sich gegebenenfalls mit einer Ortschaft zu identifizieren, da ist mir der Bayer, Syrier oder Eritreer, der sich mit der Ortschaft genauso identifizieren kann, weniger fremd wie einer, der auf der anderen Seite des Landes wohnt, denn ich wahrscheinlich nie zu Gesicht bekomme, weniger oder mehr Gefahr geht von dem eingewanderten auch nicht aus, das sind blöß Lügen minderbemittelten Xenophoben und Alibi Kulturbewahrer.

Ich bin weder für das eine noch für das andere, die Hautfarbe und Ethie oder Kultur muss in Zukunft weniger interessant sein, als die anzahl der Pickel am Arsch, wenn keiner nach der Hekunft fragt, gibt's auch kein Grund Kriminelle zu kritisieren weil sie Ausländer sind sondern bloß weil sie Kriminelle sind.

Zum Glück steuert die Welt darauf zu, und zurecht werden da die rechten in die Schranken gewiesen.


Anscheinend haben die Zugewanderten selbst die größten Probleme den "Volksgedanken" über Bord zu schmeißen...

In einer perfekten Welt hätten wir uns alle lieb. Das ist jedoch nur Wunschdenken...
"Je stärker wir sind, desto unwahrscheinlicher ist der Krieg." Otto von Bismarck

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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 30. Aug 2015, 17:24

Letzter-Mohikaner » So 30. Aug 2015, 18:23 hat geschrieben:
Anscheinend haben die Zugewanderten selbst die größten Probleme den "Volksgedanken" über Bord zu schmeißen...


Aber dann müssten sie dir ideologisch doch eigentlich nahe stehen...?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Letzter-Mohikaner » So 30. Aug 2015, 17:30

Wasteland » So 30. Aug 2015, 18:24 hat geschrieben:
Aber dann müssten sie dir ideologisch doch eigentlich nahe stehen...?


Ist das alles an Argumenten?! Klassisch!

Von Deutschen fordern den "Volksgedanken" aufzugeben aber es feiern wenn zugewanderte ihre Kultur und Eigenheiten ausleben.

Tatsache bleibt, das bei vielen Zuwanderern der "völkische" Gedanke ( oft auch durch Religion bestimmt) vielfach stärker ausgeprägt ist, als bei Deutschen.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 30. Aug 2015, 17:35

Letzter-Mohikaner » So 30. Aug 2015, 18:30 hat geschrieben:
Ist das alles an Argumenten?! Klassisch!

Von Deutschen fordern den "Volksgedanken" aufzugeben aber es feiern wenn zugewanderte ihre Kultur und Eigenheiten ausleben.

Tatsache bleibt, das bei vielen Zuwanderern der "völkische" Gedanke ( oft auch durch Religion bestimmt) vielfach stärker ausgeprägt ist, als bei Deutschen.


Nein, du hast einfach nicht verstanden worum es ging. In einer multiethnischen Gesellschaft kann jeder seine Eigenheiten ausleben wie er will.
Und ich verstehe auch bis heute nicht was mich daran stören sollte wenn es ein anderer tut. Warum soll mich das stören solange sich jemand an die Gesetze hält? Es geht mich schlicht nichts an.
Es muss nur einen gesetzlichen und verfassungstechnischen Rahmen geben, innerhalb dessen kann man sich frei bewegen.
Aber auch das überfordert ja offensichtlich schon einige.
Der Volksgedanke der gemeint ist beinhaltet eine aggressive Form der Bevormundung, nämlich dadurch das er sich daran stört das ein anderer etwas anderes auslebt und das Andersartiges einem überflüssigen Anpassungsdruck ausgesetzt wird.
Und solche Denke hat mMn. keine Existenzberechtigung. Weder hier noch anderswo.

Und ich verstehe auch nach wie vor nicht warum du Zuwanderern vorwirfst genau so zu denken wie du. Das macht keinen Sinn.
Zuletzt geändert von Wasteland am So 30. Aug 2015, 17:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon JJazzGold » So 30. Aug 2015, 17:36

Wasteland » So 30. Aug 2015, 18:03 hat geschrieben:
Ja, alleine das Internet verwischt schon einige Ländergrenzen in den Köpfen. Und es wird nicht weniger werden.
Ob das nun gut ist oder nicht weiss ich nicht, es ist einfach.


Mit einem Tablet zu schreiben, muss ich definitiv noch üben. ;)
Wenn ich die Auswirkungen betrachte, die das Internet weltweit politisch und gesellschaftlich bewirkt, finde ich das unter dem Strich gut.
Nimm als Beispiel den Expat, der nach St. Petersburg geht. Der nimmt ein Stück Deutschland mit und schickt seinen Freunden ein Stück Russland. ;)
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » So 30. Aug 2015, 17:42

JJazzGold » So 30. Aug 2015, 18:36 hat geschrieben:
Mit einem Tablet zu schreiben, muss ich definitiv noch üben. ;)
Wenn ich die Auswirkungen betrachte, die das Internet weltweit politisch und gesellschaftlich bewirkt, finde ich das unter dem Strich gut.
Nimm als Beispiel den Expat, der nach St. Petersburg geht. Der nimmt ein Stück Deutschland mit und schickt seinen Freunden ein Stück Russland. ;)


Als ich eines hatte, habe ich mir eine Tastatur zugelegt, dann klappte das. ;)

Ansonsten stimme ich dir zu. Bei allen negativen Folgen des Internets überwiegt unter dem Strich das gute.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Helmuth_123 » So 30. Aug 2015, 18:24

Ich möchte, dass die Gesellschaft in der Bundesrepublik auch weiterhin eine deutsche Gesellschaft bleibt und ich finde auch die Politik und die bestimmenden Politiker in diesem Land sollten dieses Ziel haben. Ebenso sollte die Bundesrepublik weiterhin ein Nationalstaat bleiben und sich auf das Deutsche Volk gründen. Daraus folgt, dass sich auch die Politik bzw. die politisch Bestimmenden meiner Meinung nach sich danach richten sollten. Das heißt wie brauchen eine Politik in den Bereichen Gesellschaft, Familie, Bildung, Einwanderung, Integration, Kultur, etc. die das Ziel hat, die Deutsche Gesellschaft zu erhalten und zu fördern.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Der Neandertaler » So 30. Aug 2015, 18:29

Hallo Letzter-Mohikaner.
Letzter-Mohikaner hat geschrieben:Also es besteht ja wohl noch ein qualitativer unterschied zwischen einer fundierten deutschen Ausbildung und was man so im Ausland darunter versteht.

Außerdem glaube ich nicht an das Märchen, dass die meisten der 800.000 Fachkräfte sind.
Ich weiß ja nicht, bei welchem Märchenerzähler Du in die Schule gegangen bist - wenn überhaupt, aber laß Dir gesagt sein, Deutschland hat in den letzten Jahren immer nur eine Netto-Zuwanderung von etwa 50-60 Prozent der gesamten Einwanderer gehabt.
Letzter-Mohikaner hat geschrieben:Die sind ja auch nicht das Problem. Legale Einwanderung von wirklichen Fachkräften ist zu begrüßen. Die Flut von hunderttausenden Asylanten ist das Problem.
Nein, das Problem scheint zu sein, daß Du hier und jetzt Flüchtlinge mit Wirtschaftsflüchtlingen interpretierst und mit Asylsuchenden gleichsetzt.
Letzter-Mohikaner hat geschrieben:Ich schüttele nur noch den Kopf...
Nichtsdestotrotz, es macht nur einen kleinen Teil meiner Beweggründe aus... Es macht es mir leichter weil es weniger gibt, das ich vermissen würde. Hauptgrund ist nach wie vor der Job.
Aaah ja.
Letzter-Mohikaner hat geschrieben:Ich habe kein Problem mit anderen Lebensentwürfen, habe schwule und lesbische Freunde/Bekannte...
Allerdings scheint es eine größere Intoleranz gegenüber"klassischen" Lebensentwürfen zu geben.
Aber der Genderwahnsinn geht mir zu weit.

Deutschland hat zuwenig Kinder... Antwort der Politik: wir brauchen Zuwanderung. Warum nicht mehr Kinder?!
... mehr Kinder??? Wie denn, wenn man nur "schwule und lesbische Freunde/Bekannte" hat?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon JFK » So 30. Aug 2015, 18:35

Helmuth_123 » So 30. Aug 2015, 19:24 hat geschrieben:Ich möchte, dass die Gesellschaft in der Bundesrepublik auch weiterhin eine deutsche Gesellschaft bleibt und ich finde auch die Politik und die bestimmenden Politiker in diesem Land sollten dieses Ziel haben. Ebenso sollte die Bundesrepublik weiterhin ein Nationalstaat bleiben und sich auf das Deutsche Volk gründen. Daraus folgt, dass sich auch die Politik bzw. die politisch Bestimmenden meiner Meinung nach sich danach richten sollten. Das heißt wie brauchen eine Politik in den Bereichen Gesellschaft, Familie, Bildung, Einwanderung, Integration, Kultur, etc. die das Ziel hat, die Deutsche Gesellschaft zu erhalten und zu fördern.


Ja, aber wenn nützt das? Was hat es für ein Mehrwert für die Gesellschaft?
Und fördert es nicht die Spaltung und somit die Herabsetzung, anderer Ethien und Glaubensgemeinschaften?
Welche Hebel müssen getätigt werden, moderne Menschen dazu zu bewegen, mehr Kinder zu bekommen und auf Konsum zu verzichten?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Helmuth_123 » So 30. Aug 2015, 18:43

JFK » So 30. Aug 2015, 19:35 hat geschrieben:
Ja, aber wenn nützt das? Was hat es für ein Mehrwert für die Gesellschaft?
Und fördert es nicht die Spaltung und somit die Herabsetzung, anderer Ethien und Glaubensgemeinschaften?
Welche Hebel müssen getätigt werden, moderne Menschen dazu zu bewegen, mehr Kinder zu bekommen und auf Konsum zu verzichten?


Gute Frage, auf die ich keine Antwort habe. Ich glaube allerdings, dass es viele sind.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon palulu » So 30. Aug 2015, 18:50

Helmuth_123 » So 30. Aug 2015, 13:28 hat geschrieben:Angeregt durch den heutigen Presseclub (30.08.15) möchte ich einen Strang zum Thema aufmachen, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Im Presseclub hat einer der anwesenden Journalisten den Wunsch geäußert, dass die deutsche Gesellschaft in eine multiethnische Gesellschaft, nach Vorbild der USA transformiert werden soll. Dementsprechend würde aus dem bisherigen zumindest de jure Nationalstaat, ein Staat werden, der seine Grundlage nicht mehr in der Nation sieht. Welche Meinung habt ihr dazu. Soll aus der deutschen Gesellschaft eine multiethnische Gesellschaft werden und welche Vorteile und Nachteile können sich aus der einen oder anderen Alternative ergeben. Und wenn man sich für eine Option entschieden hat, welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Gesellschafts- und Kulturpolitik.


De jure soll Deutschland aufhören als Nationalstaat zu existieren, wenn die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung stärker variiert? Wer erzählt dir so einen Blödsinn? Die USA sind auch ein Nationalstaat, Indien auch, China auch, Brasilien auch, Russland auch etc.

Eine Nation ist nichts Statisches. Wann versteht ihr endlich, dass dieses Gebilde eine Konstruktion der Menschen ist, dessen Grenzen völlig willkürlich gezogen sind? Während in den USA die weiße Hautfarbe als Kriterium unter Nationalisten herangezogen wird, ist es in Deutschland - im Herzen Europas, Durchzugsgebiet für zig Völker, Kriegsschauplatz und Migrationsziel seit Jahrhunderten - die vermeintlich ethnisch deutsche Abstammung, die es so gar nicht gibt.

Deutschland, die gesamtdeutsche Identität, ist gerade einmal 200 Jahre alt. Der Nationalstaat ist weder gottgegeben noch unveränderbar oder sehr alt. Nur Menschen wie Du, die anscheinend nicht viel Ahnung von Geschichte haben, glauben, dass mit dem Ende des Nationalstaates die Welt zusammenbricht. Dass Du überhaupt Nationalstaat mit homogener Bevölkerung gleichsetzt, ist absurd und zeigt, dass Du dir über die Dinge, die Du diskutieren möchtest, definitorisch gar nicht im Klaren bist.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Teamchef » So 30. Aug 2015, 18:51

http://www1.wdr.de/daserste/presseclub/sendungen/fluechtlingsstrom100.html - VIDEO


Deutschland wird dieses Jahr zum Einwanderungsland Nummer eins werden - noch vor den USA.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Helmuth_123 » So 30. Aug 2015, 18:59

palulu » So 30. Aug 2015, 19:50 hat geschrieben:
De jure soll Deutschland aufhören als Nationalstaat zu existieren, wenn die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung stärker variiert? Wer erzählt dir so einen Blödsinn? Die USA sind auch ein Nationalstaat, Indien auch, China auch, Brasilien auch, Russland auch etc.

Eine Nation ist nichts Statisches. Wann versteht ihr endlich, dass dieses Gebilde eine Konstruktion der Menschen ist, dessen Grenzen völlig willkürlich gezogen sind? Während in den USA die weiße Hautfarbe als Kriterium unter Nationalisten herangezogen wird, ist es in Deutschland - im Herzen Europas, Durchzugsgebiet für zig Völker, Kriegsschauplatz und Migrationsziel seit Jahrhunderten - die vermeintlich ethnisch deutsche Abstammung, die es so gar nicht gibt.

Deutschland, die gesamtdeutsche Identität, ist gerade einmal 200 Jahre alt. Der Nationalstaat ist weder gottgegeben noch unveränderbar oder sehr alt. Nur Menschen wie Du, die anscheinend nicht viel Ahnung von Geschichte haben, glauben, dass mit dem Ende des Nationalstaates die Welt zusammenbricht. Dass Du überhaupt Nationalstaat mit homogener Bevölkerung gleichsetzt, ist absurd und zeigt, dass Du dir über die Dinge, die Du diskutieren möchtest, definitorisch gar nicht im Klaren bist.


Ob die USA, Brasilien, Russland oder als historisches Beispiel Österreich-Ungarn Nationalstaaten Nationalstaaten sind, hängt von der Definition von Nation ab. Wenn ich von Nation spreche meine ich damit in der Regel die Kulturnation.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Marie-Luise » So 30. Aug 2015, 19:02

Teamchef » So 30. Aug 2015, 19:51 hat geschrieben:http://www1.wdr.de/daserste/presseclub/sendungen/fluechtlingsstrom100.html - VIDEO


Deutschland wird dieses Jahr zum Einwanderungsland Nummer eins werden - noch vor den USA.


Deutschland ist kein Land, in dem wenige Menschen leben.

Jetzt ist es definitiv an der Zeit zu sagen: STOP! Genug ist genug.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Olifant » So 30. Aug 2015, 19:04

Marie-Luise » So 30. Aug 2015, 20:02 hat geschrieben:
Deutschland ist kein Land, in dem wenige Menschen leben.

Jetzt ist es definitiv an der Zeit zu sagen: STOP! Genug ist genug.

Und Du erfreust Dich dann daran, dass der Rest verreckt?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon palulu » So 30. Aug 2015, 19:06

Helmuth_123 » So 30. Aug 2015, 19:59 hat geschrieben:
Ob die USA, Brasilien, Russland oder als historisches Beispiel Österreich-Ungarn Nationalstaaten Nationalstaaten sind, hängt von der Definition von Nation ab. Wenn ich von Nation spreche meine ich damit in der Regel die Kulturnation.


Eine Kulturnation braucht für ihre Existenz keinen Nationalstaat. Wie bringst Du deine Ablehnung gegenüber Migranten mit deinem Verständnis von Kulturnation überhaupt zusammen? Gerade weil die Kulturnation explizit nicht als alleiniges Kriterium die ethnische Abstammung heranzieht.

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