Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

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Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Multiethnische Gesellschaft
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Deutsche Gesellschaft
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Wasteland
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » Mo 10. Okt 2016, 17:10

BingoBurner hat geschrieben:(10 Oct 2016, 18:07)

Entschuldigung, aber das ist Gleichgültigkeit.


Erkläre mir mal warum ich dir deine Weltanschauung oder Wertvorstellungen vorschreiben sollte.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon BingoBurner » Mo 10. Okt 2016, 17:51

Wasteland hat geschrieben:(10 Oct 2016, 18:10)

Erkläre mir mal warum ich dir deine Weltanschauung oder Wertvorstellungen vorschreiben sollte.


Hör auf zu rauchen. Dafür gibt es Gründe.
Benutze Sonnencreme wenn du lange in der Sonne bist.
Benutz ein Kondom.

Mit Weltanschauung hat das nichts zu tun.
Würde ich aber deine Argumente zu Ende denken.......müsste ich die Klappe halten.

Oder was meinst du jetzt ? Oder ist sowas im GG geregelt ?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » Mo 10. Okt 2016, 18:10

BingoBurner hat geschrieben:(10 Oct 2016, 18:51)

Hör auf zu rauchen. Dafür gibt es Gründe.
Benutze Sonnencreme wenn du lange in der Sonne bist.
Benutz ein Kondom.

Mit Weltanschauung hat das nichts zu tun.
Würde ich aber deine Argumente zu Ende denken.......müsste ich die Klappe halten.

Oder was meinst du jetzt ? Oder ist sowas im GG geregelt ?


Ich bezog mich auf die Aussage von schelm:

...also ein Anschluss an die Monokultur prinzipiell gleicher Wertvorstellungen.

Wir können völlig unterschiedliche Wertvorstellungen haben und trotzdem koexistieren (natürlich ist dem ein Rahmen gesetzt, Menschen die alle Grundregeln des friedlichen Zusammenlebens sabotieren oder die freiheitliche Demokratie ablehnen passen da nicht rein). Den Anschluss an eine Monokultur, also die Assimilation aller Menschen in eine gleichgeschaltete Mainstreamkultur ist absolut nicht nötig und in meinen Augen sogar ein ziemlich abstoßendes, antifreiheitliches Konzept.
Und bei dieser Vorstellung geht es ja nicht um grundlegende Dinge (wie Demokratie, Pressefreiheit etc.), sondern den Menschen soll bis in ihre individuellen Wertvorstellungen und kulturellen Handlungen hineinreglementiert werden.
Und das ist überflüssig wie ein Kropf, aber natürlich fester Bestandteil identitärer Ideologie.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » Mo 10. Okt 2016, 18:45

Wasteland hat geschrieben:(10 Oct 2016, 17:44)

Genau das ist eben überhaupt nicht nötig. In einem Staat wie Deutschland können auch unterschiedliche Wertvorstellungen, solange sie einen gewissen Rahmen nicht sprengen (ist wohl klar was ich damit meine), wunderbar nebeneinander existieren, ohne das es Probleme gibt.

Nein, eigentlich nicht. Wer sich selbst, nur sich selbst, irgendwie kasteit oder beschränkt; sein Problem ! Traditionen, die die Rechte Dritter beschränken, bspw. durch das Namus - Prinzip, die sind überhaupt nicht durch einen einschränkenden rechtlichen Rahmen fassbar, die Gruppendynamik funktioniert, da interessiert es wenig, was auf dem Papier steht. Die Tradierung funktioniert. Siehe ZDF Zoom Sendung..... Und am Ende spielen alle " freiwillig " mit.
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon BingoBurner » Mo 10. Okt 2016, 18:56

Wasteland hat geschrieben:(10 Oct 2016, 19:10)

Ich bezog mich auf die Aussage von schelm:

...also ein Anschluss an die Monokultur prinzipiell gleicher Wertvorstellungen.

Menschen die alle Grundregeln des friedlichen Zusammenlebens sabotieren oder die freiheitliche Demokratie ablehnen passen da nicht rein .


Und genau das ist der Punkt.
Aber und ich denke da sollte man sich nichts vormachen. Die sind hier.
Ich meine nicht nur den "Islam".

Wegzaubern kann man das nicht. Aber streiten......und das ist nötig ! Was den sonst ?
Man kann sich aber nicht immer auf GG zurück ziehen.
Das ist zu einfach.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » Mo 10. Okt 2016, 19:02

schelm hat geschrieben:(10 Oct 2016, 19:45)

Nein, eigentlich nicht. Wer sich selbst, nur sich selbst, irgendwie kasteit oder beschränkt; sein Problem ! Traditionen, die die Rechte Dritter beschränken, bspw. durch das Namus - Prinzip, die sind überhaupt nicht durch einen einschränkenden rechtlichen Rahmen fassbar, die Gruppendynamik funktioniert, da interessiert es wenig, was auf dem Papier steht. Die Tradierung funktioniert. Siehe ZDF Zoom Sendung..... Und am Ende spielen alle " freiwillig " mit.


Ehrenmorde, Zwangsheirat, Vielehe, Menschenopfer etc., halt alles was gegen das Gesetz verstößt. Das bestimmte Dinge nicht greifbar sind ist klar, das lässt sich aber in keinem Staat der Erde verhindern, durch kein Gesetz der Welt.
Eltern erziehen Kinder halt in ihrem Sinne und vermitteln ihnen die Werte die sie für richtig halten.
Wenn nun die Eltern die Tochter enterben und verstoßen, weil sie einen Türken heiratet (kenne so einen Fall) oder umgekehrt die Tochter verstoßen weil sie einen Deutschen heiratet, dann kannst du dagegen nichts tun. Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen und helfen auch keine Gesetze.
Auch die Zwangsindoktrination von Kindheit an, mit einer detaillierten Leitkultur (du weisst schon, die die nach deiner Vorstellung die Kohäsion schaffen soll), so wie es dir vorschwebt (du nennst das "auf das Grundgesetz einschwören", aber dann ist dir eigentlich bei jeder Gelegenheit das Grundgesetz nicht konkret genug) kann solche Dinge nicht verhindern, im Gegenteil, befördert oft obrigkeitshörige, totalitäre Denke.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » Mo 10. Okt 2016, 19:08

BingoBurner hat geschrieben:(10 Oct 2016, 19:56)

Und genau das ist der Punkt.
Aber und ich denke da sollte man sich nichts vormachen. Die sind hier.
Ich meine nicht nur den "Islam".

Wegzaubern kann man das nicht. Aber streiten......und das ist nötig ! Was den sonst ?
Man kann sich aber nicht immer auf GG zurück ziehen.
Das ist zu einfach.

Natürlich gibts die, das ist ganz klar. Wir haben die auch in den eigenen Reihen. Und ganz sicher haben viele Menschen aus anderen Regionen der Welt viele ihnen noch gar nicht bewusste Probleme mit einer Gesellschaft wie sie in Deutschland existiert.
Feinde der freiheitlichen Demokratie gehören selbstverständlich mit allen Mitteln bekämpft, um diese zu schützen.
Aber ich sehe nicht wie irgendein Ottonormal-Muslim oder Jude oder Yezide oder Chinese oder Kenyaner oder Brasilianer diese bedroht, weil er innerhalb der gültigen Spielregeln andere Wertvorstellungen hat.
Halal-Fleisch oder zuhause chinesisch sprechen oder bis zur Ehe mit dem Geschlechtsverkehr warten oder nur in der eigenen Religion zu heiraten bedrohen in diesem Land absolut nichts.
Das kann man alles komisch finden oder nicht mögen, aber das ist völlig legitim. Auch den Ausländer von nebenan muss man nicht mögen. Aber man hat sich in Ruhe zu lassen.
Wenn es um Salafisten, Nazis, Kommunisten oder irgendwelche anderen Terroristen und totalitären Freaks geht, dann ist das ein ganz anderes Kapitel. Da muss man durchgreifen das es nur so qualmt.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » Mo 10. Okt 2016, 19:34

Wasteland hat geschrieben:(10 Oct 2016, 20:02)

Auch die Zwangsindoktrination von Kindheit an, mit einer detaillierten Leitkultur (du weisst schon, die die nach deiner Vorstellung die Kohäsion schaffen soll), so wie es dir vorschwebt (du nennst das "auf das Grundgesetz einschwören", aber dann ist dir eigentlich bei jeder Gelegenheit das Grundgesetz nicht konkret genug) kann solche Dinge nicht verhindern, im Gegenteil, befördert oft obrigkeitshörige, totalitäre Denke.

Sorry, aber mir erscheint das nicht plausibel. Ständig wird betont, das Grundgesetz sei der Rahmen. Ein " zu viel " an Grundgesetz befördert also eine " totalitäre Denke " ? Wie darf ich das verstehen ? Wollt ihr die totale Achtung eurer Menschen- und bürgerlichen Rechte ? Jaaaa ! Schlimm so was, schlimm, schlimm...

Wo liegen denn die Nachteile der Erziehung im Sinne der im GG kodifizierten Wertvorstellungen ? Keine Zwangsheiraten, keine " Ehrenmorde ", keine Polygamie, keine Überwachung der Schwestern....

Zu langweilig, so eine Gesellschaft ? Nicht bunt genug ?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Laertes » Mo 10. Okt 2016, 19:41

Wasteland hat geschrieben:(10 Oct 2016, 17:44)

Genau das ist eben überhaupt nicht nötig. In einem Staat wie Deutschland können auch unterschiedliche Wertvorstellungen, solange sie einen gewissen Rahmen nicht sprengen (ist wohl klar was ich damit meine), wunderbar nebeneinander existieren, ohne das es Probleme gibt.


Bereits den Sachverhalt des Nebeneinander statt Miteinander könnte man als existenzielles Problem interpretieren. Gesellschaft ist mehr als eine Ansammlung von beziehungslos nebeneinanderher existierenden Individuen, deren größte gemeinsame Leistung darin besteht sich nicht gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Aber dafür ist primär natürlich nicht Multi-Kulti verantwortlich zu machen. Mir scheint es eher so zu sein, dass in einer bereits beziehungslos und entfremdet gewordenen Gesellschaft (betrifft hauptsächlich die Städte) die kulturelle Selbstaufgabe und Selbstrelativierung auch schon keinen Unterschied mehr macht.
FAIRNESS, FÜRSORGE und FREIHEIT sind gemeinsame moralische Werte von Linken und Konservativen.
LOYALITÄT, AUTORITÄT und SAKRALITÄT sind aber für Rechts-Konservative genauso wichtig (Jonathan Haidt)
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » Mo 10. Okt 2016, 19:44

schelm hat geschrieben:(10 Oct 2016, 20:34)

Sorry, aber mir erscheint das nicht plausibel. Ständig wird betont, das Grundgesetz sei der Rahmen. Ein " zu viel " an Grundgesetz befördert also eine " totalitäre Denke " ? Wie darf ich das verstehen ? Wollt ihr die totale Achtung eurer Menschen- und bürgerlichen Rechte ? Jaaaa ! Schlimm so was, schlimm, schlimm...

Wo liegen denn die Nachteile der Erziehung im Sinne der im GG kodifizierten Wertvorstellungen ? Keine Zwangsheiraten, keine " Ehrenmorde ", keine Polygamie, keine Überwachung der Schwestern....

Zu langweilig, so eine Gesellschaft ? Nicht bunt genug ?


Die Freiheit ist immer noch eines der wichtigsten Prinzipien. Auf das Grundgesetz einschwören heißt eben nicht das was du klammheimlich damit verbinden willst, nämlich eine Leitkultur im Sinne der Identitären durchzupressen. Es ist aber nicht Aufgabe des Staates die Menschen zu erziehen, das hatten wir in der DDR und ist krachend gescheitert.
Wenn eine Muslima ein Kopftuch tragen und nur einen Muslim heiraten will, dann ist das eben so. Verstößt gegen kein Gesetz.
Machen gläubige Orthodoxe oder häufig auch Asiaten machen das auch nicht anders, wie ich aus dem Bekanntenkreis weiß. Muss mir nicht gefallen, ist aber deren Recht und geht dich rein gar nichts an.
Wenn die Eltern ihre Kinder mit ihren Werten und ihrer Kultur erziehen wollen, dann ist das so, mit nichts im Grundgesetz lässt sich das verbieten und es gibt dafür auch keinen Anlass.
Dein Geschmack oder die Vorliebe für zwangsverordneten Einheitsbrei hat eben keinen Verfassungsrang.
Aber dir schwebt ja auch etwas anderes dabei vor dem inneren Auge. Ich bin weder für "bunt", noch dagegen. Ich bin dafür das man den Menschen ein Individuum sein lässt und jeden das glauben und leben lässt was er will, solange es nicht.....usw.

Es ist dir eben zu bunt, wenn jeder nach seiner Facon selig wird.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » Mo 10. Okt 2016, 19:46

Laertes hat geschrieben:(10 Oct 2016, 20:41)

Bereits den Sachverhalt des Nebeneinander statt Miteinander könnte man als existenzielles Problem interpretieren.


Könnte man, das ist aber eine Frage der Vorliebe und nicht der Fakten.

Die beiden nordamerikanischen Staaten funktionieren ziemlich lange schon ziemlich gut auf genau dieser Basis. Deutschland hat da natürlich eine andere Tradition, daher stößt das hier auch so oft auf Unverständnis.

Und ja, in den Städten ist das längst Realität seit langer Zeit.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » Mo 10. Okt 2016, 19:53

Wasteland hat geschrieben:(10 Oct 2016, 20:44)

Die Freiheit ist immer noch eines der wichtigsten Prinzipien. Auf das Grundgesetz einschwören heißt eben nicht das was du klammheimlich damit verbinden willst, nämlich eine Leitkultur im Sinne der Identitären durchzupressen. Es ist aber nicht Aufgabe des Staates die Menschen zu erziehen, das hatten wir in der DDR und ist krachend gescheitert.
Wenn eine Muslima ein Kopftuch tragen und nur einen Muslim heiraten will, dann ist das eben so. Verstößt gegen kein Gesetz.
Machen gläubige Orthodoxe oder häufig auch Asiaten machen das auch nicht anders, wie ich aus dem Bekanntenkreis weiß. Muss mir nicht gefallen, ist aber deren Recht und geht dich rein gar nichts an.
Wenn die Eltern ihre Kinder mit ihren Werten und ihrer Kultur erziehen wollen, dann ist das so, mit nichts im Grundgesetz lässt sich das verbieten und es gibt dafür auch keinen Anlass.
Dein Geschmack oder die Vorliebe für zwangsverordneten Einheitsbrei hat eben keinen Verfassungsrang.
Aber dir schwebt ja auch etwas anderes dabei vor dem inneren Auge. Ich bin weder für "bunt", noch dagegen. Ich bin dafür das man den Menschen ein Individuum sein lässt und jeden das glauben und leben lässt was er will, solange es nicht.....usw.

Es ist dir eben zu bunt, wenn jeder nach seiner Facon selig wird.

Was für einen Einheitsbrei meinst du eigentlich ? Der Einheitsbrei der Segregation entsteht durch die innerliche Distanz zum GG. Ohne diese Distanz gäbe es Vielfalt. Nach den üblichen Kriterien der Partnerwahl, nicht wegen Herkunft und Religion. Für die wenigsten der GG'ler wäre dies ein Kriterium, wenn es für die andere Seite keines wäre.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » Mo 10. Okt 2016, 20:06

schelm hat geschrieben:(10 Oct 2016, 20:53)

Was für einen Einheitsbrei meinst du eigentlich ? Der Einheitsbrei der Segregation entsteht durch die innerliche Distanz zum GG. Ohne diese Distanz gäbe es Vielfalt. Nach den üblichen Kriterien der Partnerwahl, nicht wegen Herkunft und Religion. Für die wenigsten der GG'ler wäre dies ein Kriterium, wenn es für die andere Seite keines wäre.


Mit Einheitsbrei meine ich was du unter dem Stichtwort der Kohäsion für unerlässlich hältst und daher für dieses Land verwirklicht sehen willst.
Das Grundgesetz ist nicht umsonst ziemlich allgemein gehalten, mit der Absicht das sich darunter ziemlich Vieles und Unterschiedliches subsummieren kann, davon auch explizit vieles was dir sicherlich nicht gefällt.

Ignoranz ist da leider nicht geregelt, wenn Deutsche Familien ihre Kinder verstoßen weil einen Muslim heiraten oder weil muslimische Familien dasselbe tun nur umgekehrt.
Mit keinem Reglement der Welt lässt sich Ignoranz abschaffen.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon BingoBurner » Mo 10. Okt 2016, 20:37

Wasteland hat geschrieben:(10 Oct 2016, 20:08)


Aber ich sehe nicht wie irgendein Ottonormal-Muslim oder Jude oder Yezide oder Chinese oder Kenyaner oder Brasilianer diese bedroht, weil er innerhalb der gültigen Spielregeln andere Wertvorstellungen hat.


Wir Beide fahren auf der selben Spur aber ich muss das jetzt mal deutlich sagen. Diese Vorstellung ist naiv.
Nenne mich im Gegenzug, zu ängstlich.

Ich halte Religionen für gefährlich.
Und wenn ich mir die politischen Debatten anschaue taucht da immer mehr der Tenor der Religionen auf.
Wenn Ali XYZ seinen Ramadan macht habe ich natürlich nichts dagegen.
Wenn sein Kumpel aber auf einmal auf einen Gebets-Raum klagt während der Schulzeit werde ich hellhörig.

Weil ich A. : Es diesen Jungen nicht abnehme.
und B. : ich eine andere Motivation dahinter sehe als religöse Pflicht.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Wasteland » Mo 10. Okt 2016, 20:46

BingoBurner hat geschrieben:(10 Oct 2016, 21:37)

Wir Beide fahren auf der selben Spur aber ich muss das jetzt mal deutlich sagen. Diese Vorstellung ist naiv.
Nenne mich im Gegenzug, zu ängstlich.

Ich halte Religionen für gefährlich.
Und wenn ich mir die politischen Debatten anschaue taucht da immer mehr der Tenor der Religionen auf.
Wenn Ali XYZ seinen Ramadan macht habe ich natürlich nichts dagegen.
Wenn sein Kumpel aber auf einmal auf einen Gebets-Raum klagt während der Schulzeit werde ich hellhörig.

Weil ich A. : Es diesen Jungen nicht abnehme.
und B. : ich eine andere Motivation dahinter sehe als religöse Pflicht.


Wenn er juristisch gesehen das Recht hat darauf zu klagen, dann ist das sein Recht. Gewähren wollte ich sowas auch nicht, denn ich bin für strengen Laizismus. Religion ist Privatsache, fertig. Aber da soll sie frei sein. Ich will auch keine Kreuze, Buddhas oder Davidsterne in Schulen und der Politik sehen.
Ich halte persönlich gesehen Religionen für ziemlich überflüssig. Aber aus gutem Grund hat jeder das Recht das anders zu sehen.
Denn nicht die Religion ist per se das Problem, sondern die Vorstellung man müsse andere mit seiner Überzeugung "zwangsbeglücken" egal ob es um Religion geht oder verordneten Atheismus.
Aus historischen Erfahrungen heraus haben wir die Religionsfreiheit im GG verankert. Das sollte auch so bleiben wenn es durchgeknallte Spinner gibt, denn man kann denen nicht die Hoheit über die Verhandlung von freiheitlichen Grundrechten lassen. Dann müssten wir uns so sehr einschränken, das von Demokratie nichts übrig bleibt.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon BingoBurner » Mo 10. Okt 2016, 21:59

Wasteland hat geschrieben:(10 Oct 2016, 21:46)

Gewähren wollte ich sowas auch nicht, denn ich bin für strengen Laizismus. Religion ist Privatsache, fertig.


Und genau das praktiziert Frankreich. Ergebnis ?
Das ist leider nicht die Lösung, mmn.

Ich wünschte ich könnte jetzt schreiben.....Punkt 1......Punkt 2.......abhacken und das führt zum Ziel. Kann ich aber nicht.
Den einzigen Ansatz den ich sehe ist Streit. Dazu musst du nur in die europäische Geschichte schauen. Reformation etc.
Doch das dauert. Siehe auch Beitrag von Relativ.

Die Richtung stimmt. Da bin ich bei dir.
Nur wie ? Und genau das Fragezeichen macht vielen Angst. Auch mir.

Streitkultur https://de.wikipedia.org/wiki/Streitkultur


Dieser ganze WischiWaschi Kram nervt einfach.
Mohammed vor 1500 Jahren auf ein geflügelten weißen Pferd.........come on.
Und das hat nichts mit Atheismus zu tun.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Jekyll » Mo 10. Okt 2016, 22:23

BingoBurner hat geschrieben:(10 Oct 2016, 02:24)

Das ist ein falsches Verständnis von Evolution bzw. Leben.
Kooperation, Milde, Hilfe, Fürsorge, Mitgefühl, Sinn für Gemeinschaft........sind keine "menschlichen", geistig erdachte Konstrukte.

Sie sind evolutionär entwickelt. Wie Krallen, Fingernägel, Zähne, was weiß ich.
Sicher ist das so, aber solche evolutionären Errungenschaften sind kein Selbstzweck, sondern dienen der Selbst- und Arterhaltung. D. h. diese Konzepte funktionieren gut, solange sie diesen Primärzielen nicht in die Quere kommen. Ansonsten ist nichts mit "Kooperation, Milde, Mitgefühl" etc. Die Geschichte hat dies immer wieder unter Beweis gestellt, nach dem Motto "erst kommt das Fressen, dann die Moral". Das gilt halt auch für das "friedliche Miteinander", welches auch nur ein Mittel zum Zweck ist und kein Selbstzweck.

Kennst du "genetischen Unterschied" zwischen mir und dir ?
Nein, kenne ich nicht.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon BingoBurner » Mo 10. Okt 2016, 22:42

Jekyll hat geschrieben:(10 Oct 2016, 23:23)
Nein, kenne ich nicht.


Google ist dein Freund.........es geht fast gegen Null. Wir sind praktisch Brüder. Falls du männlich bist.

Zu dem anderen, du redest um dem Kampf um Ressourcen.....da liegst du nicht falsch.

Eine attraktive Frau und fünf Kerle. Der Kampf ist eröffnet.
Das gilt übrigens auch andersherum :)
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schokoschendrezki » Di 11. Okt 2016, 07:39

schelm hat geschrieben:(10 Oct 2016, 15:41)

Ja, danke für den Hinweis. Gesellschaftliche Emulgatoren halten den Schein einer Emulsion aufrecht. Tatsächlich interagieren die in meinem Beispiel benannten gegensätzlichen Konzepte nicht miteinander. Recht, Gesetz und Ordnungsmächte helfen Paul auch nicht weiter, wenn er auf Aische scharf ist, sie nicht abgeneigt wäre, aber deren Brüder ihre Unberührtheit bewachen und sie sich aus Angst vor Konsequenzen dem Anbändelversuch entzieht.

Klar, für die PC bleibt die Welt in Ordnung. Schließlich hat sie doch freiwillig verzichtet, nicht wahr ? Andernfalls wären Recht, Gesetz und Ordnungsmächte doch eingeschritten. :rolleyes:

Das sozial weitaus gravierendere Problem ist nicht die Verhinderung von gewünschten Heiraten durch Familienangehörige sondern die erzwungene Verheiratung mit unerwünschten Ehemännern (vorwiegend von minderjährigen Mädchen) durch Familienangehörige. Das mal nur nebenbei. Die Welt ist alles andere als in Ordnung. Nur wird sie nicht besser, wenn Probleme dieser Art irgendwo in der Osttürkei oder in Afghanistan stattfinden statt in Neukölln oder Offenbach.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schokoschendrezki » Di 11. Okt 2016, 07:55

Wasteland hat geschrieben:(10 Oct 2016, 20:44)
Die Freiheit ist immer noch eines der wichtigsten Prinzipien. Auf das Grundgesetz einschwören heißt eben nicht das was du klammheimlich damit verbinden willst, nämlich eine Leitkultur im Sinne der Identitären durchzupressen. Es ist aber nicht Aufgabe des Staates die Menschen zu erziehen, das hatten wir in der DDR und ist krachend gescheitert.

Völlig richtig. Die Dominanz eines vorgegebenen Lebensmodells und einer nationalen Leitkultur ist im Kern eine Bedrohung gegen in Jahrhunderten erkämpfte Freiheiten. Das musste auch aktuell die polnische PiS einsehen. Sie hat Gesetzesinitiativen für ein totales Abtreibungsverbot zurückgezogen. Die Menschen wollen selbst entscheiden.
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