Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

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Provokateur
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Provokateur » Di 11. Okt 2016, 08:03

Was hat eigentlich die Ethnie mit Kultur zu tun?

Attila Hildmann ist z.B. ein ehemaliges Waisenkind mit türkischen Eltern. Der ist genau so Deutsch wie ich.

Fragen wir doch mal einen Flüchtling:

Was findest du schrecklich an der deutschen Kultur?
Ich finde, diese Kultur ist die beste überhaupt. Ich mag wirklich alles an der deutschen Kultur. Sogar Schweinefleisch. Schweinefleisch ist das beste Fleisch. Gerade bereite ich mich auf den Karneval vor. Ich habe eine Woche frei genommen, um am 11.11. Party zu machen. Ich gehe als Pikachu. Alle meine Freunde gehen als Pokémons. Wir haben Bälle und dann spielen wir Pokémon-Fangen. Wenn ich eine Frau habe, soll das eine Deutsche sein. Und wenn ich Kinder habe, sollen die auch Deutsche sein.


Unsere Kultur, unsere FDGO - das sind unsere Stärken, weil es sich um Pull-Faktoren handelt. Das sollten wir nicht unterschätzen, sondern darauf können wir vertrauen. Zwar nicht nur, aber auch. Vor allem die Aktion der Syrer in Chemnitz, die ihren Landsmann gefesselt haben und auch gegen Geld nicht freiließen, zeigt doch, dass die tatsächlichen Flüchtlinge wirklich dankbar sind, hier zu sein.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » Di 11. Okt 2016, 08:20

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Oct 2016, 08:39)

Das sozial weitaus gravierendere Problem ist nicht die Verhinderung von gewünschten Heiraten durch Familienangehörige sondern die erzwungene Verheiratung mit unerwünschten Ehemännern (vorwiegend von minderjährigen Mädchen) durch Familienangehörige. Das mal nur nebenbei. Die Welt ist alles andere als in Ordnung. Nur wird sie nicht besser, wenn Probleme dieser Art irgendwo in der Osttürkei oder in Afghanistan stattfinden statt in Neukölln oder Offenbach.

Ja, danke für die Belehrung. Was macht den Namus sozial verträglicher, wenn er in Offenbach oder Neukölln praktiziert wird ? Abgesehen von den direkt betroffenen Personen ist Gesellschaft mehr als ein Nebeneinander, bei dem der Minimalkonsens darin besteht sich nicht an die Gurgel zu gehen, wie Laertes so treffend anmerkte.

Welchen bereichernden Sinn meiner Lebensqualität verfolgt die massenweise Ansiedlung von Personen, von denen ein relevanter Anteil mental irgendwo in der Steinzeit lebt ? Soll das die Gesellschaft sein, die ihr Kosmopoliten bspw. Ungarn aufzwingen wollt ? Warum ?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » Di 11. Okt 2016, 08:35

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Oct 2016, 08:55)

Völlig richtig. Die Dominanz eines vorgegebenen Lebensmodells und einer nationalen Leitkultur ist im Kern eine Bedrohung gegen in Jahrhunderten erkämpfte Freiheiten. Das musste auch aktuell die polnische PiS einsehen. Sie hat Gesetzesinitiativen für ein totales Abtreibungsverbot zurückgezogen. Die Menschen wollen selbst entscheiden.

Pest durch Cholera zu ersetzen, was soll das für einen Sinn machen ?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Occham » Di 11. Okt 2016, 08:42

schelm hat geschrieben:(11 Oct 2016, 09:35)

Pest durch Cholera zu ersetzen, was soll das für einen Sinn machen ?

der teufel liegt im Detail, an dem einen verreckt man, von dem anderen erholt man sich ganz langsam :D
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schokoschendrezki » Di 11. Okt 2016, 08:46

schelm hat geschrieben:(11 Oct 2016, 09:20)

Ja, danke für die Belehrung. Was macht den Namus sozial verträglicher, wenn er in Offenbach oder Neukölln praktiziert wird ? Abgesehen von den direkt betroffenen Personen ist Gesellschaft mehr als ein Nebeneinander, bei dem der Minimalkonsens darin besteht sich nicht an die Gurgel zu gehen, wie Laertes so treffend anmerkte.

Welchen bereichernden Sinn meiner Lebensqualität verfolgt die massenweise Ansiedlung von Personen, von denen ein relevanter Anteil mental irgendwo in der Steinzeit lebt ? Soll das die Gesellschaft sein, die ihr Kosmopoliten bspw. Ungarn aufzwingen wollt ? Warum ?


Diese Personen werden nicht von irgendwem "angesiedelt" sondern entschließen sich aufgrund existenzieller Probleme selbst zur Flucht aus ihrer Heimatregion. Es ist ein ganz grundsätzlich politisch anderer Standpunkt, wenn man die Entwicklungen in der Welt so sieht wie sie sind und nicht von irgendwelchen angezettelten Umvolkungs-Thesen ausgeht. Und noch mal deutlich: Ich bin kein Multikulturalist, weil ich überhaupt gar kein Kulturalist bin. Kultur ist Privatangelegenheit. Dass es in den Privatsphären - völlig unabhängig von der Herkunft - reichlich unangenehme Dinge gibt, keine Frage.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Occham » Di 11. Okt 2016, 08:53

schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Oct 2016, 13:54)

Da hast jetzt möglicherweise den ironischen Unterton nicht rausgehört. Sowohl Multikulturalismus als auch sein Gegenstück Leitkulturalismus sind Formen von Kulturalismus: Gedankensysteme, die überhaupt die Rolle von Kultur (in allgemeiner Form, also auch Religion, Sprache, Ethnie usw.) außerhalb des rein individuellen Bereichs völlig überschätzen und insofern (Pseudo)probleme überhaupt erst herbeidiskutieren.

Die sozialen Probleme, die es in bestimmten Stadtvierteln oder auch im Bildungssystem zweifellos gibt, haben einfach mit den Migrationsbewegungen selbst, mit der Verschiebung großer Anzahlen von Menschen über große Distanzen sowie den in der Regel in den Ursprungsländern herrschenden Mißständen wie Krieg und/oder Armut zu tun.

dann ist das Problem ja erkannt... und die Lösung kann schneller herbeigeführt werden... ist das Problem nicht erkannt, wird es stück für stück, aufeinander aufbauend wuchern, sich fortpflanzen was auch immer, bis zu dem Zeitpunkt, an dem man es endlich erkennt, und Probleme die man nicht erkennt können sich schon äusserst unschön aufbauen und diskutieren hilft eben enorm um etwas zu erkennen, deswegen finde ich es fraglich warum du in dem Zusammenhang das Wort "herbeidiskutieren" verwendest.
schokoschendrezki hat geschrieben:(10 Oct 2016, 13:54)
und insofern (Pseudo)probleme überhaupt erst herbeidiskutieren.

also ein bisschen Blabla hat noch niemanden geschadet
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » Di 11. Okt 2016, 08:53

Occham hat geschrieben:(11 Oct 2016, 09:42)

der teufel liegt im Detail, an dem einen verreckt man, von dem anderen erholt man sich ganz langsam :D

Aber mit welchem Recht wird ein Land zum Versuchslabor benutzt ? Soll das jetzt die Zukunft sein ? Nie mehr unbeschwert zu einer Großveranstaltung, nur mit massivem Polizeiaufgebot ? Sich an Anschläge oder Versuche und Fahndung nach Verdächtigen gewöhnen ? Unberechenbare Jugendliche, die man besser nicht anspricht ? Zunehmende - sichtbare - Religiösität, zunehmend auch bei Minderjährigen ? Ein Heer von Minderqualifizierten als Konkurrenz im Niedriglohnsektor ? Neue oder alte ausgebaute soziale Brennpunkte ? Zunehmende innere Spaltung zwischen Optimisten / Visionären und besorgten Bürgern ? In ganz Europa.

Was gibt es dafür auf der Haben - Seite, dass das aufwiegt ?
Zuletzt geändert von schelm am Di 11. Okt 2016, 08:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Occham » Di 11. Okt 2016, 08:58

schelm hat geschrieben:(11 Oct 2016, 09:53)

Aber mit welchem Recht wird ein Land zum Versuchslabor benutzt ? Soll das jetzt die Zukunft sein ? Nie mehr unbeschwert zu einer Großveranstaltung, nur mit massivem Polizeiaufgebot ? Sich an Anschläge oder Versuche und Fahndung nach Verdächtigen gewöhnen ? Unberechenbare Jugendliche, die man besser nicht anspricht ? Zunehmende - sichtbare - Religiösität, zunehmend auch bei Minderjährigen ? Ein Heer von Minderqualifizierten als Konkurrenz im Niedriglohnsektor ? Neue oder alte ausgebaute soziale Brennpunkte ?

Was gibt es dafür auf der Haben - Seite, dass das aufwiegt ?

ich gehör nicht zur reichenschicht, folglich bin ich anpassungsfähig, weil das leben mich bereits dazu aufgefordert hat, umdenken zu müssen... ich hab mich nicht beschwert und das beste draus gemacht, du solltest auch weise wählen, zwischen pest und Cholera, an dem einen verreckt man, von dem anderen erholt man sich ganz langsam, für was du dich entscheidest... ist mir schnuppe.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schokoschendrezki » Di 11. Okt 2016, 09:08

schelm hat geschrieben:(11 Oct 2016, 09:53)

Aber mit welchem Recht wird ein Land zum Versuchslabor benutzt ? Soll das jetzt die Zukunft sein ? Nie mehr unbeschwert zu einer Großveranstaltung, nur mit massivem Polizeiaufgebot ? Sich an Anschläge oder Versuche und Fahndung nach Verdächtigen gewöhnen ? Unberechenbare Jugendliche, die man besser nicht anspricht ? Zunehmende - sichtbare - Religiösität, zunehmend auch bei Minderjährigen ? Ein Heer von Minderqualifizierten als Konkurrenz im Niedriglohnsektor ? Neue oder alte ausgebaute soziale Brennpunkte ? Zunehmende innere Spaltung zwischen Optimisten / Visionären und besorgten Bürgern ? In ganz Europa.

Was gibt es dafür auf der Haben - Seite, dass das aufwiegt ?

Es gibt weder in der Politik noch sonst irgendwo irgendein Gremium, das irgendwann mal beschlossen hat, Deutschland zum multiethnischen Versuchslabor zu machen. Es gibt alle möglichen gravierenden Probleme in der Welt mit allen möglichen gravierenden Folgen. Unter anderem einer stark angestiegenen Zahl von Zuwanderern. Und es gibt verschiedene Ansätze, damit umzugehen. Weiter nix.

Mir ist auch ehrlich gesagt völlig unklar, wie ein solcher sozialer Leidensdruck entstehen kann. Ich lebe selbst mitten in einem Gebiet mit allen nur denkbaren sozialen Problemen, die aus Zuwanderung entstehen. Was hat das mit meinem persönlichen Glück zu tun? Bin ich gezwungen, mich denen anzuschließen, die in meinem Umfeld leben? Muss ich irgendwo "dazugehören"? Es wäre anders, wenn die Wahrscheinlichkeit, Opfer irgendeiner kriminellen Handlung zu werden, nennenswert steigen würde. Tut sie aber nicht. Oder nur medial und "gefühlt".
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » Di 11. Okt 2016, 09:17

schokoschendrezki hat geschrieben:(11 Oct 2016, 09:46)

Diese Personen werden nicht von irgendwem "angesiedelt" sondern entschließen sich aufgrund existenzieller Probleme selbst zur Flucht aus ihrer Heimatregion. Es ist ein ganz grundsätzlich politisch anderer Standpunkt, wenn man die Entwicklungen in der Welt so sieht wie sie sind und nicht von irgendwelchen angezettelten Umvolkungs-Thesen ausgeht. Und noch mal deutlich: Ich bin kein Multikulturalist, weil ich überhaupt gar kein Kulturalist bin. Kultur ist Privatangelegenheit. Dass es in den Privatsphären - völlig unabhängig von der Herkunft - reichlich unangenehme Dinge gibt, keine Frage.

Es bedarf keiner Umvolkungsthese. Wenn die Flüchtlingsströme nicht unter dauerhafte Kontrolle gebracht werden, in Kombi mit der Alterung unserer Gesellschaft, ergibt sich das von selbst.

Kultur ist mehr als Privatangelegenheit. Kultur konstituiert eine Gesellschaft, über Generationen, Wissen wird weiter gegeben, am Komfort des Lebens gebastelt. Das funktioniert nicht per App, sondern nur mit dem Wissen, wo man hin will. Der Weg dabei ist nicht die Route, die ins gelobte Land führt(e), nicht der Anspruch auf Teilhabe am Pott, der Weg ist der Wille und die Fähigkeit den Pott mit füllen zu können.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schokoschendrezki » Di 11. Okt 2016, 09:53

schelm hat geschrieben:(11 Oct 2016, 10:17)

Es bedarf keiner Umvolkungsthese. Wenn die Flüchtlingsströme nicht unter dauerhafte Kontrolle gebracht werden, in Kombi mit der Alterung unserer Gesellschaft, ergibt sich das von selbst.

Kultur ist mehr als Privatangelegenheit. Kultur konstituiert eine Gesellschaft, über Generationen, Wissen wird weiter gegeben, am Komfort des Lebens gebastelt. Das funktioniert nicht per App, sondern nur mit dem Wissen, wo man hin will. Der Weg dabei ist nicht die Route, die ins gelobte Land führt(e), nicht der Anspruch auf Teilhabe am Pott, der Weg ist der Wille und die Fähigkeit den Pott mit füllen zu können.

Nicht (nur) Privatangelegenheit bedeutet keineswegs automatisch Staatsangelegenheit. Wie in mehreren Beiträgen in diesem Thread geschrieben wurde. Es gibt zig zahllose Organisationsformen jenseits von Staat und Regierung.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Letzter-Mohikaner » Di 11. Okt 2016, 10:27

Provokateur hat geschrieben:(11 Oct 2016, 09:03)

Was hat eigentlich die Ethnie mit Kultur zu tun?

Attila Hildmann ist z.B. ein ehemaliges Waisenkind mit türkischen Eltern. Der ist genau so Deutsch wie ich.

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Hört sich mir nach Assimilation an, aber die ist ja verpönt...
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Alexyessin » Di 11. Okt 2016, 11:05

schelm hat geschrieben:(10 Oct 2016, 16:10)

Paul und Aische. Kannst statt Aische aber auch die Namen derer einsetzen, die um der " Ehre " wegen abgemurkst worden sind.


Also KEIN konkretes Beispiel. Warum wundert mich das bei dir jetzt nicht wirklich.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Alexyessin » Di 11. Okt 2016, 11:06

schelm hat geschrieben:(10 Oct 2016, 15:52)

Da, wo es funktioniert, ist es keine orientalische Namus - Kultur, sondern die Übernahme westlicher Freiheit, also ein Anschluss an die Monokultur prinzipiell gleicher Wertvorstellungen. Da, wo es nicht funktioniert, wirkt die orientalische Kultur, soll ich dir dafür ernsthaft Belege bringen ?


Nein, du solltest deine These belegen. Die steht sozialwissenschaftlich auf ganz ganz dünnen Hühnerbeinen.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schelm » Di 11. Okt 2016, 11:09

Alexyessin hat geschrieben:(11 Oct 2016, 12:05)

Also KEIN konkretes Beispiel. Warum wundert mich das bei dir jetzt nicht wirklich.

Weil deine Stöckchen nicht funktionieren ?
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Occham » Di 11. Okt 2016, 12:13

Letzter-Mohikaner hat geschrieben:(11 Oct 2016, 11:27)

Hört sich mir nach Assimilation an, aber die ist ja verpönt...

Assimilation hat das gleiche Ende, wie wenn Altes gleich verschwindet… altes verschwindet… bei Assimilation passiert das, was ohnehin passiert, aber in einen völlig anderen Rahmen. Stell dir vor ein Pilz zerfrisst dich, bis nur noch eine Staubwolke übrig ist. Ungefähr so, wie gegen Windmühlen zu kämpfen.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Alexyessin » Di 11. Okt 2016, 12:31

schelm hat geschrieben:(11 Oct 2016, 12:09)

Weil deine Stöckchen nicht funktionieren ?


Es gibt keine Stöckchen. Das sind halt nur Ausreden von dir, damit du nicht liefern musst. Ist bekannt.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Tom Bombadil » Di 11. Okt 2016, 14:22

Fremde Einflüsse sind imho für eine Gesellschaft das Salz in der Suppe, nur von Deutschen umgeben zu sein fände ich öde, immer nur deutsches Essen zu essen wäre öde, immer nur deutsche Musik zu hören wäre öde etc. pp. Wenn der Küchenchef aber zu viel Salz nimmt, dann schmeckt die beste Suppe nicht mehr und alle machen komische Gesichter, es hagelt Beschwerden, manche werden auch richtig böse und schimpfen oder werfen mit Tellern, andere hauen einfach ab und kommen nicht mehr wieder, irgendwann ist das Restaurant dann pleite. Wir brauchen eine Regierung, die wie ein Spitzenkoch das richtige Maß findet.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon Alexyessin » Di 11. Okt 2016, 14:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Oct 2016, 15:22)
Wir brauchen eine Regierung, die wie ein Spitzenkoch das richtige Maß findet.


Nein, wir brauchen keine Regierung die ein Maß findet, wir brauchen Menschen die Demokraten sein wollen.
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Re: Multiethnische Gesellschaft vs. Deutsche Gesellschaft

Beitragvon schokoschendrezki » Di 11. Okt 2016, 14:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(11 Oct 2016, 15:22)

Fremde Einflüsse sind imho für eine Gesellschaft das Salz in der Suppe, nur von Deutschen umgeben zu sein fände ich öde, immer nur deutsches Essen zu essen wäre öde, immer nur deutsche Musik zu hören wäre öde etc. pp. Wenn der Küchenchef aber zu viel Salz nimmt, dann schmeckt die beste Suppe nicht mehr und alle machen komische Gesichter, es hagelt Beschwerden, manche werden auch richtig böse und schimpfen oder werfen mit Tellern, andere hauen einfach ab und kommen nicht mehr wieder, irgendwann ist das Restaurant dann pleite. Wir brauchen eine Regierung, die wie ein Spitzenkoch das richtige Maß findet.

Schon wieder diese Sicht auf eine Regierung, die sich eine Bevölkerungszusammensetzung nach Gutdünken zusammenstellt und der Stammbevölkerung vorsetzt. In dieser Frage agieren die europäischen Regierungen nicht sondern reagieren bzw. suchen nach Wegen, eine Krise zu managen.

Dass sie in den verschiedenen flüchtlingsstromverursachenden Krisenregionen teilweise durchaus auch agieren steht auf einem ganz anderen Blattt.
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