Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

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Billie Holiday
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Billie Holiday » Mi 18. Okt 2017, 16:39

odiug hat geschrieben:(18 Oct 2017, 17:07)

Selbst wenn es ein Türke mit deutschem Pass ist, wo ist da dein Problem ?
Selbst Franken und ihre Bratwurst werden als Bayern akzeptiert ... zumindest in Baden Württemberg :p


Ich habe überhaupt kein Problem. Du?
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon think twice » Mi 18. Okt 2017, 16:42

odiug hat geschrieben:(18 Oct 2017, 17:38)

Haben Türken in Deutschland die gleiche Lebensweise ?
Ich frag ja nur ... weil wenn dem so wäre, wozu dann die ach so viel gescholtenen Ehrenmorde :?:

Türken begehen keine Ehrenmorde. Bring hier bitte nicht auch noch Gerüchte in Umlauf. :(
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Ringelspatz » Mi 18. Okt 2017, 16:45

odiug hat geschrieben:(18 Oct 2017, 17:38)

Haben Türken in Deutschland die gleiche Lebensweise ?
Ich frag ja nur ... weil wenn dem so wäre, wozu dann die ach so viel gescholtenen Ehrenmorde :?:


Die Frage stellt sich nicht. Die Lebensweise der türkischen Community ( Paralellgesellschaft) unterscheidet sich wesentlich von der ihrer Umgebung hier. Welchen Mist eine Community in ihr selber macht, anderen nichts an der Unterscheidung in den verschiedenen Ebene. Kultur und Lebensweise.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Keoma » Mi 18. Okt 2017, 17:03

Es gibt ja auch Deppen im Forum, die alle verschieden blöd sind.
Da sollte man auch nicht verallgemeinern.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Dark Angel » Mi 18. Okt 2017, 17:36

odiug hat geschrieben:(18 Oct 2017, 17:07)

Selbst wenn es ein Türke mit deutschem Pass ist, wo ist da dein Problem ?
Selbst Franken und ihre Bratwurst werden als Bayern akzeptiert ... zumindest in Baden Württemberg :p

Sag das aber ja nicht zu einem Franken! :D
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 18. Okt 2017, 18:24

Keoma hat geschrieben:(18 Oct 2017, 15:26)

Von Anfang an nicht.
Siehe Rotationsprinzip.

Wie gesagt, es kamen Menschen. Und keine Maschinen, die man bei Bedarf durch eine neue ersetzen kann.

Mag ja sein, das man da Wunschvorstellungen hatte. Aber so ist es nun mal im Leben. Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung. :cool:
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Eritrea Ede » Mi 18. Okt 2017, 18:31

Ringelspatz hat geschrieben:(18 Oct 2017, 17:26)
Sie hat keine gleiche Lebensweise.


Soso, und wir Deutsche, die wir die deutsche Kultur verinnerlicht haben, teilen alle die gleiche Lebensweise? Also wenn ich die gleiche Lebensweise wie AfD-und Pegida-Dumpfbacken haben muss, um ein Deutscher zu sein, will ich kein Deutscher mehr sein. Zum Glück sind wir aber alle sehr heterogen, auch unsere Lebensweisen. Es ist auch gut, dass sich die Gesellschaft für alternative Lebensentwürfe öffnet, solange diese niemanden aufgezwungen werden. Aber das passiert nicht erst seit gestern, sondern mit der Rationalisierung und Formalisierung durch den okzidentalen Rationalismus (Max Weber) und der damit einhergehenden Ablösung traditioneller Wertesphären und Vergemeinschaftungsformen spätestens seit der Industrialisierung. Deine deutsche Kultur kannste Dir in den Arsch stecken. Wenn es die je gegeben hat, gibt es die schon lange nicht mehr. Stattdessen gibt es eine Vielzahl von Lebensmodellen-und weisen. Und was "deutsche Kultur" ausmacht kann mir sicher niemand beantworten, der so sehr darauf beharrt.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Eritrea Ede » Mi 18. Okt 2017, 18:37

Dampflok94 hat geschrieben:(18 Oct 2017, 19:24)
Mag ja sein, das man da Wunschvorstellungen hatte. Aber so ist es nun mal im Leben. Nicht jeder Wunsch geht in Erfüllung. :cool:


Solche Ansichten verstören mich. Es ist doch eine tolle Sache, dass die Menschen geblieben und jetzt ein Teil unseres Landes sind.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Ringelspatz » Mi 18. Okt 2017, 18:44

Eritrea Ede hat geschrieben:(18 Oct 2017, 19:31)

Soso, und wir Deutsche, die wir die deutsche Kultur verinnerlicht haben, teilen alle die gleiche Lebensweise? Also wenn ich die gleiche Lebensweise wie AfD-und Pegida-Dumpfbacken haben muss, um ein Deutscher zu sein, will ich kein Deutscher mehr sein. Zum Glück sind wir aber alle sehr heterogen, auch unsere Lebensweisen. Es ist auch gut, dass sich die Gesellschaft für alternative Lebensentwürfe öffnet, solange diese niemanden aufgezwungen werden. Aber das passiert nicht erst seit gestern, sondern mit der Rationalisierung und Formalisierung durch den okzidentalen Rationalismus (Max Weber) und der damit einhergehenden Ablösung traditioneller Wertesphären und Vergemeinschaftungsformen spätestens seit der Industrialisierung. Deine deutsche Kultur kannste Dir in den Arsch stecken. Wenn es die je gegeben hat, gibt es die schon lange nicht mehr. Stattdessen gibt es eine Vielzahl von Lebensmodellen-und weisen. Und was "deutsche Kultur" ausmacht kann mir sicher niemand beantworten, der so sehr darauf beharrt.


Dummer Post. Da werden nur Knallwörter ohne Verstand raus gehauen. Werte sind nie in Wertsphären, sondern in sich selbst gebunden. Daurch werthaltig. Etc etc etc.....Weiter Antwort eh überflüssig
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Eritrea Ede » Mi 18. Okt 2017, 18:57

Ringelspatz hat geschrieben:(18 Oct 2017, 19:44)

Dummer Post. Da werden nur Knallwörter ohne Verstand raus gehauen. Werte sind nie in Wertsphären, sondern in sich selbst gebunden. Daurch werthaltig. Etc etc etc.....Weiter Antwort eh überflüssig


Ich habe mich auf Max Weber bezogen, der in seiner Religionssoziologie auch den Blick auf den Westen richtete und die Frage stellte, was der okzidentale Rationalismus - wie er das nannte - mit den traditionellen Vergemeinschaftungsformen machte. Dazu gehört unter anderem die Religion, die durch eine Vielzahl religionshybrider Vergemeinschaftungsformen abgelöst wurde, die man auch Lebensstile (oder Lebensweisen) nennen kann. Daran knüpft eine ganze Lebensstilforschung an. Ja, sowas macht eine pluralistische Gesellschaft aus, in der wir leben. Und Deine Identität teile ich nicht, will ich nicht teilen. Ich will mit den deutschtümelnden AfD-Vollpfosten (ja, ich verachte und hasse diese Partei) auch keine Identität teilen.

Vielleicht definierst Du einfach mal, was die von Dir so viel beschworene deutsche Kultur ausmacht. Welche Werte sollte jemand verinnerlichen, den Du als Deutsch betrachtest? Was ist deutsche Kultur also verdammtnochmal?
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon odiug » Mi 18. Okt 2017, 19:23

Ringelspatz hat geschrieben:(18 Oct 2017, 17:45)

Die Frage stellt sich nicht. Die Lebensweise der türkischen Community ( Paralellgesellschaft) unterscheidet sich wesentlich von der ihrer Umgebung hier. Welchen Mist eine Community in ihr selber macht, anderen nichts an der Unterscheidung in den verschiedenen Ebene. Kultur und Lebensweise.

Ich habe nichts gegen Paralellgesellschaften.
Im Gegenteil, ich halte diese für nützlich.
Die Frage ist auch nicht, ob wir Paralellgeselschaften verhindern oder gar unterdrücken sollen, sondern die Frage ist, welche Schnittmengen innerhalb der Paralellgesellschaften bestehen denn ?
Denn es gibt viele Paralellgesellschaften, nicht nur türkische, muslimische.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon odiug » Mi 18. Okt 2017, 19:40

think twice hat geschrieben:(18 Oct 2017, 17:42)

Türken begehen keine Ehrenmorde. Bring hier bitte nicht auch noch Gerüchte in Umlauf. :(

Es gab Ehrenmorde in Deutschland, auch unter türkischen Familien.
Das ist dokumentiert, also macht es auch keinen Sinn, das in Abrede zu stellen.
Die Frage ist viel eher, wozu es diese denn braucht, wenn angeblich alle Türken in Deutschland sich der Integration verweigern ?
Wären ja nicht nötig, wenn die Töchter alle brav ihrem Pascha sich unterwerfen, weil der deutsche Spießer glaubt, das ist so üblich unter Türken.
Die eigentliche Frage ist doch, welche Wertvorstellungen, ganz unabhängig ihrer Herkunft und Ursprungs, sind integrierbar oder zumindest tolerierbar und welche eben nicht.
Und wir müssen auch mal die Frage stellen, welche alt hergebrachten "Traditionen" überhaupt vertretbar sind, ganz unabhängig von der Frage nach Integration.
Verbrecherclans oder Ehrenmorde sind weder im Libanon noch in der Türkei legal oder werden dort akzeptiert.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon schelm » Mi 18. Okt 2017, 23:57

odiug hat geschrieben:(18 Oct 2017, 17:02)

Sei du mal froh, daß politische Ansichten, Nationalismen und Identitäten eben nicht wirklich familär tradiert werden,
Sonst müsstest du ja noch in Blauhemd mit rotem Halstuch rum laufen ... oder gar schlimmer noch, im braunen Hemd mit schwarzen Halstuch :eek:

Ach was, bist du etwa ein Rassist ? Wenn der türkische Nationalismus NICHT tradiert wird, wie vererbt er sich dann ? Genetisch ? :D
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon schelm » Do 19. Okt 2017, 00:05

Eritrea Ede hat geschrieben:(18 Oct 2017, 19:31)
Und was "deutsche Kultur" ausmacht kann mir sicher niemand beantworten, der so sehr darauf beharrt.

Doch, aber wozu ? Deine Frage will keine Antwort, sie will etwas in Abrede stellen, um ideologisch Platz zu machen für eine andere Kultur.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Ringelspatz » Do 19. Okt 2017, 05:53

Eritrea Ede hat geschrieben:(18 Oct 2017, 19:57)

Ich habe mich auf Max Weber bezogen, der in seiner Religionssoziologie auch den Blick auf den Westen richtete und die Frage stellte, was der okzidentale Rationalismus - wie er das nannte - mit den traditionellen Vergemeinschaftungsformen machte. Dazu gehört unter anderem die Religion, die durch eine Vielzahl religionshybrider Vergemeinschaftungsformen abgelöst wurde, die man auch Lebensstile (oder Lebensweisen) nennen kann. Daran knüpft eine ganze Lebensstilforschung an. Ja, sowas macht eine pluralistische Gesellschaft aus, in der wir leben. Und Deine Identität teile ich nicht, will ich nicht teilen. Ich will mit den deutschtümelnden AfD-Vollpfosten (ja, ich verachte und hasse diese Partei) auch keine Identität teilen.

Vielleicht definierst Du einfach mal, was die von Dir so viel beschworene deutsche Kultur ausmacht. Welche Werte sollte jemand verinnerlichen, den Du als Deutsch betrachtest? Was ist deutsche Kultur also verdammtnochmal?


Zusamengestoppelter Wirrwarr in der Sache. Reicht für das eigene zusammengeschustert Weltbild. Nicht für eine Diskussion. Antwort eh zwecklos.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Eritrea Ede » Do 19. Okt 2017, 06:21

schelm hat geschrieben:(19 Oct 2017, 01:05)
Doch, aber wozu ? Deine Frage will keine Antwort, sie will etwas in Abrede stellen, um ideologisch Platz zu machen für eine andere Kultur.


Nö, nicht wirklich. Ich will nur wissen, was die deutsche Kultur denn ausmacht. Mir geht es nicht darum, die deutsche Kultur "abzuschaffen" und zu ersetzen.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon think twice » Do 19. Okt 2017, 06:50

Ich habe gestern ein aelteres Interview mit dem Dortmunder Fussballer Leonardo Dede gelesen. Der sagt:

" Ich war ein kleiner Junge aus Brasilien, als ich hierher kam. Jetzt bin ich deutscher Staatsbürger und ein echter Borusse. Und wenn mich heute jemand danach fragt, sage ich immer, ich habe drei: Brasilien, Deutschland und den BVB. Und auf alle drei bin ich stolz."

So ist es richtig und so ist es gut. Ueberkandidelte Nationalromantiker werden das allerdings nie akzeptieren.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Keoma » Do 19. Okt 2017, 06:54

think twice hat geschrieben:(19 Oct 2017, 07:50)

Ich habe gestern ein aelteres Interview mit dem Dortmunder Fussballer Leonardo Dede gelesen. Der sagt:

" Ich war ein kleiner Junge aus Brasilien, als ich hierher kam. Jetzt bin ich deutscher Staatsbürger und ein echter Borusse. Und wenn mich heute jemand danach fragt, sage ich immer, ich habe drei: Brasilien, Deutschland und den BVB. Und auf alle drei bin ich stolz."

So ist es richtig und so ist es gut. Ueberkandidelte Nationalromantiker werden das allerdings nie akzeptieren.


Es ist nur zu befürchten, wenn genug Brasilianer einwandern, dass Sambatanzen Pflicht wird.
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon Billie Holiday » Do 19. Okt 2017, 07:02

think twice hat geschrieben:(19 Oct 2017, 07:50)

Ich habe gestern ein aelteres Interview mit dem Dortmunder Fussballer Leonardo Dede gelesen. Der sagt:

" Ich war ein kleiner Junge aus Brasilien, als ich hierher kam. Jetzt bin ich deutscher Staatsbürger und ein echter Borusse. Und wenn mich heute jemand danach fragt, sage ich immer, ich habe drei: Brasilien, Deutschland und den BVB. Und auf alle drei bin ich stolz."

So ist es richtig und so ist es gut. Ueberkandidelte Nationalromantiker werden das allerdings nie akzeptieren.


Da fließen Tränen der Rührung, gell?

Meine Freundin hat den deutschen Pass, sieht sich selbst aber ausschließlich als Russin und nicht als Deutsche. Da sie sich an alle Gesetze hält, die deutsche Sprache besser beherrscht als so mancher Deutscher und dem deutschen Staat aufgrund Bildungs- und Arbeitswillen schon Unmengen an Steuergeldern hat zukommen lassen und daher keine Zeit hat, sich als diskriminiertes Opfer zu sehen, ist mir das völlig egal. :x
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Re: Was ist eigentlich ein "Deutscher"?

Beitragvon think twice » Do 19. Okt 2017, 07:12

Billie Holiday hat geschrieben:(19 Oct 2017, 08:02)

Da fließen Tränen der Rührung, gell?

Meine Freundin hat den deutschen Pass, sieht sich selbst aber ausschließlich als Russin und nicht als Deutsche. Da sie sich an alle Gesetze hält, die deutsche Sprache besser beherrscht als so mancher Deutscher und dem deutschen Staat aufgrund Bildungs- und Arbeitswillen schon Unmengen an Steuergeldern hat zukommen lassen und daher keine Zeit hat, sich als diskriminiertes Opfer zu sehen, ist mir das völlig egal. :x

Schönes Beispiel von Doppelmoral. Bei Russinnen ist es OK, bei männlichen Muslimen nicht. Die müssen deutsch sprechen, deutsch denken und der deutschen Kultur frönen, damit sie akzeptiert werden als Deutsche.
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?

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