Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Moderator: Moderatoren Forum 8

Salafisten in Deutschland, was tun?

Es ist nicht notwendig mehr zu tun.
3
9%
Die meisten Salafisten sind friedlich, aber gegen die Gewaltbereiten muss vorgegangen werden.
6
17%
Es muss unbedingt mehr Prävention betrieben werden.
5
14%
Es müssen unbedingt mehr Prävention und härtere Sicherheitsmaßnahmen her.
4
11%
Es braucht vor allem die harte Hand des Staates!
7
20%
Am besten alle einsperren oder abschieben!
10
29%
Keine Meinung zum Thema
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt: 35
Piedro

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Piedro » Di 17. Feb 2015, 21:37

Wasteland » Di 17. Feb 2015, 13:45 hat geschrieben:
Ich denke das ist noch etwas komplizierter, weil eben von aussen massive Propaganda nach Deutschland eindringt in Form von salafistischer Agitation, die eben das Geld und die Möglichkeiten haben eine Moschee nach der anderen zu bauen, 100.000de Korane zu drucken und zu verschenken, Prediger in alle Welt zu senden, die sozialen Medien mit ihrem Dreck zu verseuchen.
Deutschland muss endlich aufhören tatenlos zuzusehen, einfach weil man sich nicht entschliessen kann eine Position zu dem Thema zu beziehen.
Wir erlauben ja auch keinen Nazis hier Fuss zu fassen oder verbieten verfassungsfeindliche Organisationen. Salafisten gehören zu solch einer Strömung und das ist nichtmehr nur alleine die Sache der Muslime dagegen vorzugehen.


Schön wär's. Die "national befreiten Zonen" in Ostdeutschland sind Realität, die NPD war nach der "Wende" von Anfan an akiv und hat reiche Ernte eingefahren, auch, aber nicht nur parlamentarisch. Das Verbotsverfahren ist in die Hose gegangen, und das, obwohl die Partei sich ständig von "den Demokraten" abgrenzt. Beim Salafismus würde es wohl ähnlich laufen, die Verfassungsfeindlichkeit müßte juristisch per sé nachgewiesen werden, und zwar dieser ganzen Glaubensrichtung, nicht nur einzelnen Gruppen und Organisationen. Die Tatsache, daß Einzelne aus dieser "Bewegung" verfassungsfeindlich sind, reicht da nicht.

Beim Geld könnte man ansetzen, da ist Österreich weiter vorn. Dazu: http://www.tagesschau.de/ausland/islamg ... h-101.html .

Der einzig korrekte Weg ist, gegen die Personen vorzugehen, die sich deutlich gegen die Grundordnung stellen. Man kann "den Salafismus" eh nicht verbieten, da es keine einheitliche Organisation gibt. Bei den Gruppierungen, wo verfassungsfeindliche Aktivität nachweisbar ist, wird das Verbot bereits ausgesprochen.
schelm
Beiträge: 18864
Registriert: Fr 21. Aug 2009, 23:29
Benutzertitel: Je suis Köterrasse
Wohnort: Thüringen

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon schelm » Mi 18. Feb 2015, 00:00

Wasteland » Di 17. Feb 2015, 14:25 hat geschrieben:
Genau, das sind doch einige Optionen. Man könnte auch mithelfen in islamischen Gebieten in Europa, z.B. dem Balkan oder Albanien eine neue Rechtsschule zu begründen die sich mit dem Islam aus Perspektive der europäischen Muslime befasst. Mit überfälligen neuen Ansätzen zur Exegese, im Moment gehen all diese Impulse von den Radikalen aus, die in Kriegsgebieten leben, von Diktaturen staatsgelenkt oder mit Fundamentalisten durchsetzt sind. Da muss eine Gegenstimme geschaffen werden.
Das ging doch früher auch, so sind doch die Rechtsschulen entstanden.

Klar wird das Wirbel verursachen, aber man muss eben über kurz oder lang an die Wurzel des Problems gehen, nur an der Oberfläche zu kratzen bringt nichts.
Gleichzeitg sollten wir uns strengstens von destruktiven Einflüssen von aussen Abgrenzen. Salafistische Moscheen sollten dicht gemacht und ihre Vereine verboten werden. Mir ist bewusst das diese darauf mit Gewalt antworten werden, aber das kann kein Hinderungsgrund sein. Sie sind hier einfach nicht erwünscht, basta.
Moscheen in Deutschland sollte es nur mit staatlicher Lizenz geben und ihre Prediger müssen sich verantworten. Auch dem türkischen Religionsministerium sollte der Einfluss entzogen werden. Auf der anderen Seite heisst das, das der Islam hier auch stärker integriert wird, das wiederrum dürfte auch vielen auf der anderen Seite nicht schmecken.

Bist du schon mal auf die verrückte Idee gekommen, weil all das eben nicht Realität ist, was du da forderst bzw.anmahnst, " schmeckt " es der " anderen Seite " nicht ? :?:
Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
Hooligan

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Hooligan » Mi 18. Feb 2015, 05:51

Provokateur » Di 17. Feb 2015, 14:50 hat geschrieben:Das Ende des Salafismus, das zweifelsohne eines Tages kommen wird, wird garantiert nicht in Deutschland seinen Anfang finden.

Salafisten sind verwandt mit Wahhabiten, die es seit etwa dem 18. Jahrhundert gibt. Beide orientieren sich an der hanbalitischen Rechtsschule. Die entstand etwa 500 Jahre nach Mohammeds Tod. Vielleicht stirbt der Salafismus irgendwann aus, aber bis dahin geht noch viel Wasser den Bach runter.
Benutzeravatar
Provokateur
Moderator
Beiträge: 11528
Registriert: Sa 3. Jan 2015, 16:44
Benutzertitel: Alpha by choice&Liberalpatriot
Wohnort: जर्मनी

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Provokateur » Mi 18. Feb 2015, 07:02

Der einzige Unterschied zwischen Salafisten und Wahhabiten ist die Tatsache, dass letztgenannte das Haus Saud als Hüter der heiligen Stätten und Führer der Gläubigen anerkennen.
Zuletzt geändert von Provokateur am Mi 18. Feb 2015, 07:02, insgesamt 1-mal geändert.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

Echte Patrioten wählen NICHT die AfD.
Wasteland
Beiträge: 15939
Registriert: So 1. Jun 2008, 22:32
Benutzertitel: Nil admirari

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Wasteland » Sa 12. Sep 2015, 16:38

Weiss nicht ob das hier schon geposted wurde, aber hier ist eine Petition, die ein härteres Vorgehen gegen Salafisten fordert.

Wir, die Unterzeichner, fordern Sie auf:

- Nutzen Sie alle rechtlichen Möglichkeiten, um salafistische Stände und Versammlungen in Ihrer Kommune zu verhindern, zu erschweren oder ganz zu verbieten!

- Beginnen Sie mit Präventionsprogrammen, damit junge Menschen und auch ihr Umfeld gewarnt sind!

- Führen Sie Weiterbildungsveranstaltungen für die städtischen und Landesbedienstete durch, damit diese die Zeichen der Radikalisierung erkennen können!

- Zeigen Sie Gesicht gegen Hass und für unsere aufgeklärten Werte!


https://www.change.org/p/petition-salafisten-stoppen
Benutzeravatar
apartofme
Beiträge: 459
Registriert: Mo 15. Jun 2009, 18:24
Benutzertitel: Meep!
Wohnort: apart

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon apartofme » So 13. Sep 2015, 21:47

Platon » So 15. Feb 2015, 03:01 hat geschrieben:Liebe Userinnen und User

Wie sehen sie die Möglichkeiten dem Salafismus durch präventives Vorgehen zu begegnen? Ist das Erfolgsversprechend oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Wie groß ist die Gefahr durch diese Leute wirklich? Sind Salafisten in erster Linie ein Sicherheits- oder auch ein gesellschaftliches Präventionsproblem? Was sind eure Gedanken zu diesem Thema: "Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut."?
Man muss das Problem in seiner Wurzel erkennen.

Die Wurzel ist in diesem Falle nicht die Religion, sondern der strukturelle Antisemitismus.

Darüber wollte ich auch schon länger mal ein Thema eröffnen, mir fehlt ein bisschen die Zeit und Muße.

Nur soviel vielleicht mal: Struktureller Antisemitismus und Anti-Arabismus sind zwei Seiten derselben Medaille, die die ideologische Grundursache sowohl für die Probleme im Nahen Osten als auch für den westlichen islamisch motivierten Radikalismus bilden. Erst die antisemitische Verschwörungstheorie bietet die ideologische Grundlage für das Gefühl der politischen Hilflosigkeit, das für die Ausbreitung von Terrorismus essenziell ist. Gleichzeitig ist es der strukturelle Antisemitismus hier und beinahe überall auf der Welt, der die politische Emanzipation verhindert, indem er suggeriert, dass sie aufgrund einer alles beherrschenden Clique nicht möglich sei.

Steile These: Befreit man die Menschen von ihrem Antisemitismus, dann werden sie sich von terroristischen Ambitionen lossagen. Ähnliches gilt übrigens für Xenophobe in Deutschland: Der strukturelle Antisemitismus ist es hier, der ihnen suggeriert, sie seien in der Mehrheit, obwohl sie eine Minderheit sind. Der strukturelle Antisemitismus ist es auch, der ihnen folgerichtig signalisiert, dass nicht der politische Prozess, sondern nur der gewaltsame Aufstand zur Auflösung der von ihnen empfundenen Probleme führen kann.
“Unser Zeitalter ist eine einzige Frage nach der menschlichen Identität.” ― Willy Meurer
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon HugoBettauer » Mo 14. Sep 2015, 10:34

Wasteland » Sa 12. Sep 2015, 16:38 hat geschrieben:Weiss nicht ob das hier schon geposted wurde, aber hier ist eine Petition, die ein härteres Vorgehen gegen Salafisten fordert.



https://www.change.org/p/petition-salafisten-stoppen

Ich finde es nicht richtig, religiöse Stände verwaltungstechnisch schikanieren zu wollen.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Wasteland
Beiträge: 15939
Registriert: So 1. Jun 2008, 22:32
Benutzertitel: Nil admirari

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 12:43

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 11:34 hat geschrieben:Ich finde es nicht richtig, religiöse Stände verwaltungstechnisch schikanieren zu wollen.


Nun, leider schicken Salafisten Mörder und Vergewaltiger nach Syrien und sind generell darauf aus unser System abzuschaffen.

Da ist für mich die Grenze der Toleranz überschritten und das muss man unterbinden. Mit allen nötigen Mitteln
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon HugoBettauer » Mo 14. Sep 2015, 12:44

Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 12:43 hat geschrieben:
Nun, leider schicken Salafisten Mörder und Vergewaltiger nach Syrien

Möchtest du Mörder und Vergewaltiger lieber hier behalten?

Da ist für mich die Grenze der Toleranz überschritten

Ich sehe keinen Nachteil darin.

Man darf die Freiheit nicht kaputtschützen.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Wasteland
Beiträge: 15939
Registriert: So 1. Jun 2008, 22:32
Benutzertitel: Nil admirari

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 12:48

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 13:44 hat geschrieben:Möchtest du Mörder und Vergewaltiger lieber hier behalten?


Ich möchte das Rattenfänger gar nicht erst die Möglichkeit bekommen Menschen zu manipulieren und zum morden in andere Länder zu schicken.
Ähnlich wie bei Nazis. Die muss man auch verbieten und bekämpfen und ihnen jede Bühne entziehen.

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 13:44 hat geschrieben:Ich sehe keinen Nachteil darin.

Man darf die Freiheit nicht kaputtschützen.


Auch Freiheit hat immer Grenzen. Die Salafisten überschreiten diese, da sie alles was unser freies Zusammenleben in Deutschland ermöglicht abschaffen wollen.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon HugoBettauer » Mo 14. Sep 2015, 12:55

Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 12:48 hat geschrieben:
Ich möchte das Rattenfänger gar nicht erst die Möglichkeit bekommen Menschen zu manipulieren

Du möchtest gern haben, dass abweichende Meinungen keine Möglichkeit bekommen, Menschen zu überzeugen. Das entspricht nicht dem, was die Verfassung erlaubt.

Ähnlich wie bei Nazis. Die muss man auch verbieten und bekämpfen und ihnen jede Bühne entziehen.

Ähm, nein. Es ist nicht sinnvoll. Solange ein Nazi in Strukturen eingebunden ist, muss er seine dumme schlechte Meinung vertreten und diskutieren und verteidigen und muss auch die Enttäuschung seiner Sportfreunde, Verwandten und Kollegen erfahren. Es ist nicht sinnvoll, Menschen sozial fertig zu machen und ihnen die Erlebnisse zu verweigern, die ihnen helfen können ihre Meinung wieder zu ändern. Es ist nicht sinnvoll, Menschen in eine isolierte Subkultur zu schubsen und ihnen keinen Weg zu zeigen, der woanders hinführt.

Auch Freiheit hat immer Grenzen.

Dazu gibt es Gesetze. Winkeladvokatentum zum Versammlungsrecht hilft nicht, Menschen von unseren Einrichtungen zu überzeugen. Die meisten Salafisten verstoßen nicht gegen Gesetze, es gibt keinen Grund, sie zu schikanieren.

Man darf die Freiheit nicht kaputtschützen.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Wasteland
Beiträge: 15939
Registriert: So 1. Jun 2008, 22:32
Benutzertitel: Nil admirari

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 13:12

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 13:55 hat geschrieben:Du möchtest gern haben, dass abweichende Meinungen keine Möglichkeit bekommen, Menschen zu überzeugen. Das entspricht nicht dem, was die Verfassung erlaubt.


Keinesfalls. Ich möchte nicht das tolitäre und faschistoide Vereinigungen, die unsere freiheitliche Grundordnung abschaffen wollen mit Samthandschuhen angefasst werden. Nicht mehr und nicht weniger. Die sollen spüren das sowas hier nicht erwünscht ist. Demokratie muss sich wehren können.

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 13:55 hat geschrieben:Ähm, nein. Es ist nicht sinnvoll. Solange ein Nazi in Strukturen eingebunden ist, muss er seine dumme schlechte Meinung vertreten und diskutieren und verteidigen und muss auch die Enttäuschung seiner Sportfreunde, Verwandten und Kollegen erfahren. Es ist nicht sinnvoll, Menschen sozial fertig zu machen und ihnen die Erlebnisse zu verweigern, die ihnen helfen können ihre Meinung wieder zu ändern. Es ist nicht sinnvoll, Menschen in eine isolierte Subkultur zu schubsen und ihnen keinen Weg zu zeigen, der woanders hinführt.


Es gibt einen Grund warum gewisse Parteien und Vereinigungen in Deutschland verboten sind. Nehmen wir die PKK. Die Salafisten erfüllen ebenfalls alle diese Kriterien. Wer da raus will kann das immer tun. Das heisst nicht das man aktive Salafisten gewähren lassen muss oder soll.

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 13:55 hat geschrieben:Dazu gibt es Gesetze. Winkeladvokatentum zum Versammlungsrecht hilft nicht, Menschen von unseren Einrichtungen zu überzeugen. Die meisten Salafisten verstoßen nicht gegen Gesetze, es gibt keinen Grund, sie zu schikanieren.


Die meisten Salafisten sind deshalb friedlich, weil sie sich nicht strafbar machen wollen und wissen genau was sie sagen dürfen und was nicht.
Pierre Vogel hat mal singemäss gesagt: "Wir bekennen uns nicht zu ISIS, weil wir nicht wissen ob die Al-Qaida besser ist und wer von den beiden Gruppen im Recht ist, daher bekennen wir uns zu keiner."
Was das zwischen den Zeilen aussagt......

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 13:55 hat geschrieben:Man darf die Freiheit nicht kaputtschützen.


Man muss aber die Freiheit vor den Kaputten schützen.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon HugoBettauer » Mo 14. Sep 2015, 13:18

Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 13:12 hat geschrieben:
Keinesfalls. Ich möchte nicht das tolitäre und faschistoide Vereinigungen, die unsere freiheitliche Grundordnung abschaffen wollen mit Samthandschuhen angefasst werden.

Es ist nicht die Aufgabe der Behörden, Versammlungen nach Sympathie gestaffelt zu behandeln.

Die sollen spüren das sowas hier nicht erwünscht ist. Demokratie muss sich wehren können.

Die Demokratie ist durch genehmigte Versammlungen nicht gefährdet und wenn die Versammlung dir nicht gefällt, kannst du das auf den Blog schreiben oder eine Versammlung mit abweichender Meinung einberufen.

Es gibt einen Grund warum gewisse Parteien und Vereinigungen in Deutschland verboten sind.

Ja, deine Antipathie gegen sie ist es aber nicht.

Die Salafisten erfüllen ebenfalls alle diese Kriterien.

Die Salafisten ist im Gegensatz zu "Die Linke" oder "Die Rechte" keine Partei und kein eingetragener Verein. Salafismus ist zudem weder illegal noch gegen das Grundgesetz gerichtet. Im Gegensatz zum Monarchismus, der zwar auch legal ist, sich aber gegen das Grundgesetz richtet. Wann wurde zuletzt jemand, der gern den Kaiser wieder hätte, deswegen drangsaliert?

Die meisten Salafisten sind deshalb friedlich, weil sie sich nicht strafbar machen wollen

Dagegen spricht nichts. Für viele Katholiken ist es dasselbe.

Pierre Vogel hat mal singemäss gesagt: "Wir bekennen uns nicht zu ISIS, weil wir nicht wissen ob die Al-Qaida besser ist und wer von den beiden Gruppen im Recht ist, daher bekennen wir uns zu keiner."


Diese Meinung steht ihm zu.

Man muss aber die Freiheit vor den Kaputten schützen.

Es ist das Wesen der Freiheit, dass die Kaputten an ihr scheitern. Nur Dummköpfe mischen sich darin ein, indem sie die Freiheit zerstören. Nur Dummköpfe nehmen die vollkommen ausreichenden Möglichkeiten der Freiheit, sich zu positionieren, nicht wahr.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Benutzeravatar
apartofme
Beiträge: 459
Registriert: Mo 15. Jun 2009, 18:24
Benutzertitel: Meep!
Wohnort: apart

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon apartofme » Mo 14. Sep 2015, 13:39

Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 14:12 hat geschrieben:Es gibt einen Grund warum gewisse Parteien und Vereinigungen in Deutschland verboten sind. Nehmen wir die PKK. Die Salafisten erfüllen ebenfalls alle diese Kriterien. Wer da raus will kann das immer tun. Das heisst nicht das man aktive Salafisten gewähren lassen muss oder soll.
Anhand welcher Kriterien würde man denn feststellen, ob eine Person ein Salafist ist?

:)
Zuletzt geändert von apartofme am Mo 14. Sep 2015, 13:40, insgesamt 1-mal geändert.
“Unser Zeitalter ist eine einzige Frage nach der menschlichen Identität.” ― Willy Meurer
Wasteland
Beiträge: 15939
Registriert: So 1. Jun 2008, 22:32
Benutzertitel: Nil admirari

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 13:43

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 14:18 hat geschrieben:Es ist nicht die Aufgabe der Behörden, Versammlungen nach Sympathie gestaffelt zu behandeln.


Genau. Es ist ihre Aufgaben unseren Staat, unsere Gesellschaft und das GG vor terroristischen Vereinigungen zu schützen.
Dies trifft auf die Salafisten zu.

https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hp ... e=566402D8
https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hp ... e=5660837C
https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hp ... e=5663FA7C

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 14:18 hat geschrieben:Die Demokratie ist durch genehmigte Versammlungen nicht gefährdet und wenn die Versammlung dir nicht gefällt, kannst du das auf den Blog schreiben oder eine Versammlung mit abweichender Meinung einberufen.


Genau und ich bin nicht der Meinung das Salafisten Terroristen rekrutieren dürfen sollten in Deutschland. Und so wie wir es auch anderen Organisationen schon lange verbieten, gehören sie auch auf diese Liste.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_in_ ... nisationen
http://www.verfassungsschutz.de/de/arbe ... islamismus

Der islamische Staat ist in Deutschland verboten, aber seine Rekrutierer nicht? Naja....Dürftig.

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 14:18 hat geschrieben:Ja, deine Antipathie gegen sie ist es aber nicht.


Auf deiner Apathie gegen solcherlei Bestrebungen sollte man ein Urteil aber auch nicht basieren. Der IS wurde verboten mit der Begründung:

Organisation richtet sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung sowie den Gedanken der Völkerverständigung

Frag mal die Leute von "Lies" wie ihre Position dazu ist.

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 14:18 hat geschrieben:Die Salafisten ist im Gegensatz zu "Die Linke" oder "Die Rechte" keine Partei und kein eingetragener Verein. Salafismus ist zudem weder illegal noch gegen das Grundgesetz gerichtet. Im Gegensatz zum Monarchismus, der zwar auch legal ist, sich aber gegen das Grundgesetz richtet. Wann wurde zuletzt jemand, der gern den Kaiser wieder hätte, deswegen drangsaliert?


Wieviele Menschen in Deutschland hätten denn gerne noch die absolute Monarchie und keine konstitutionelle?
Du hast insofern recht, als das es schwierig ist die Salafisten angreifbar zu machen, da die Grenzen oft fliessend sind.
Ich bin dafür das sich das ändert, man die Gesetzeslage anpasst und den Salafisten in Deutschland das Leben und die Rekrutierung von Mördern und Vergewaltigern so schwer wie möglich macht.

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 14:18 hat geschrieben:Dagegen spricht nichts. Für viele Katholiken ist es dasselbe.

Damit meinte ich, das sie ihre verfassungswidrigen Aussagen nur unter sich verbreiten und juristisch unter dem Radar fliegen, ihre Absichten aber meist ganz andere sind.
Auch Katholiken die sich so verhalten, sollten alle Demokraten die ihre Freiheit lieben, frühzeitig signalisieren das sie lieber kleine Brötchen backen sollten.

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 14:18 hat geschrieben:
Diese Meinung steht ihm zu.


Genau und wir beide wissen was sie impliziert.

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 14:18 hat geschrieben:Es ist das Wesen der Freiheit, dass die Kaputten an ihr scheitern. Nur Dummköpfe mischen sich darin ein, indem sie die Freiheit zerstören. Nur Dummköpfe nehmen die vollkommen ausreichenden Möglichkeiten der Freiheit, sich zu positionieren, nicht wahr.


Freiheit und Demokratie sind keine Selbstläufer. Sie werden erkämpft und/oder verloren.
Und dazu müssen sie geschützt werden und es muss Grenzen geben. Wo meine sind habe ich klar zum Ausdruck gebracht.

So und jetzt muss ich erstmal wieder ein wenig arbeiten. :)
Zuletzt geändert von Wasteland am Mo 14. Sep 2015, 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon HugoBettauer » Mo 14. Sep 2015, 14:53

Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 13:43 hat geschrieben:
Genau. Es ist ihre Aufgaben unseren Staat, unsere Gesellschaft und das GG vor terroristischen Vereinigungen zu schützen.


Eben nur vor denen. Verbotene Organisationen melden keine Demos an. Da Privatpersonen Demos anmelden können, wirst du da nicht weit kommen.

Genau und ich bin nicht der Meinung das Salafisten Terroristen rekrutieren dürfen sollten in Deutschland.

Schreibe es auf deinen Blog.

Der islamische Staat ist in Deutschland verboten

Der islamische Staat meldet in Deutschland keine Kundgebungen an.

Wieviele Menschen in Deutschland hätten denn gerne noch die absolute Monarchie und keine konstitutionelle?

Die genaue Zahl ist unerheblich und kein Verbotsgrund.


Damit meinte ich, das sie ihre verfassungswidrigen Aussagen nur unter sich verbreiten

Sie dürften sie auch öffentlich machen. Es ist nicht verboten, mit der Verfassung nicht einverstanden zu sein.

Auch Katholiken die sich so verhalten, sollten alle Demokraten die ihre Freiheit lieben, frühzeitig signalisieren das sie lieber kleine Brötchen backen sollten.

Die Demokratien dieser Welt kommen mit religiösen Radikalen zurecht.

Freiheit und Demokratie sind keine Selbstläufer.

Sie sind Selbstläufer, solange die Menschen das wollen. Länger wäre auch sinnlos.

es muss Grenzen geben. Wo meine sind habe ich klar zum Ausdruck gebracht.

Ja, in meinen Augen wäre dein Deutschland keines, das mich zulassen würde.


Du hast insofern recht, als das es schwierig ist die Salafisten angreifbar zu machen, da die Grenzen oft fliessend sind.
Ich bin dafür das sich das ändert, man die Gesetzeslage anpasst und den Salafisten in Deutschland das Leben [..] so schwer wie möglich macht.

Deine Meinung ist nun bekannt. Die Diskussion ist damit für mich vorerst beendet. Für derartige Blickwinkel möchte ich keine Zeit aufwenden.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Benutzeravatar
Fadamo
Beiträge: 13343
Registriert: Di 7. Feb 2012, 18:19

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Fadamo » Mo 14. Sep 2015, 15:46

Piedro » So 15. Feb 2015, 12:03 hat geschrieben:
Zunächst muß man mal verstehen, warum sich junge Deutsche von dieser Strömung angezogen fühlen.




Die meisten die dieser Strömung folgen ,sind deutsche mit muslimischen Wurzeln.
Ein deutscher Pass reicht nicht aus, um Deutscher zu sein.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
Wasteland
Beiträge: 15939
Registriert: So 1. Jun 2008, 22:32
Benutzertitel: Nil admirari

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 15:51

SoleSurvivor » Mo 14. Sep 2015, 15:53 hat geschrieben: Für derartige Blickwinkel möchte ich keine Zeit aufwenden.


Dann sind wir uns ja einig, zumal du auf die Kernpunkte überhaupt nicht eingehst. Insofern ist das auch für mich Zeitverschwendung.
Wasteland
Beiträge: 15939
Registriert: So 1. Jun 2008, 22:32
Benutzertitel: Nil admirari

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 16:12

apartofme » Mo 14. Sep 2015, 14:39 hat geschrieben:Anhand welcher Kriterien würde man denn feststellen, ob eine Person ein Salafist ist?

:)


Das ist die grosse Preisfrage. Irgendwelche Vorschläge?

Man müsste das glaube ich anders angehen...
Benutzeravatar
apartofme
Beiträge: 459
Registriert: Mo 15. Jun 2009, 18:24
Benutzertitel: Meep!
Wohnort: apart

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon apartofme » Mo 14. Sep 2015, 16:35

Wasteland » Mo 14. Sep 2015, 17:12 hat geschrieben:Man müsste das glaube ich anders angehen...
Das glaube ich aber auch.

:p
Zuletzt geändert von apartofme am Mo 14. Sep 2015, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
“Unser Zeitalter ist eine einzige Frage nach der menschlichen Identität.” ― Willy Meurer

Zurück zu „80. Integration“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast