Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

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Salafisten in Deutschland, was tun?

Es ist nicht notwendig mehr zu tun.
3
9%
Die meisten Salafisten sind friedlich, aber gegen die Gewaltbereiten muss vorgegangen werden.
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17%
Es muss unbedingt mehr Prävention betrieben werden.
5
14%
Es müssen unbedingt mehr Prävention und härtere Sicherheitsmaßnahmen her.
4
11%
Es braucht vor allem die harte Hand des Staates!
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Am besten alle einsperren oder abschieben!
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Keine Meinung zum Thema
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Platon
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Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Platon » So 15. Feb 2015, 02:01

Liebe Userinnen und User

In Deutschland gibt es knapp 7000 Salafisten. Damit hat sich diese Zahl in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Grund hierfür mag die bundesweit durchgeführte Aktion „Lies!“ sein, welche sich zur Aufgabe gesetzt hat Millionen von Koranen in deutschen Haushalten zu verteilen. Wiki

Im Mai 2012 kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Salafisten und der Polizei in Solingen, dabei wurden 29 Polizisten verletzt. Daraufhin wurde die Gruppe Millatu Ibrahim verboten, und ihre Einrichtungen durchsucht und es kam auch zu mindestens einer Verurteilung. (2 Jahre 7 Monate Haft). Die restlichen Mitglieder dieser Gruppe sind mittlerweile in Syrien, allen voran er hier. Im September 2014 erklärten sich in Wuppertal einige Salafisten zur Scharia-Polizei was bundesweit ein enormes Echo hervorrief. Im Oktober 2014 kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Kurden und Salafisten in Hamburg.

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien Ende 2011 und den großen Eroberungen des IS Mitte 2014 sind insgesamt etwa 550 Deutsche nach Syrien/Irak gereist und etwa 180 kamen bisher wieder zurück. Es ist anzunehmen, dass es sich hier in erster Linie um radikalisierte Salafisten handelt. Hierdurch ist eine wie man es nennt „abstrakte“ Gefahr entstanden, die sehr hoch ist und im Grunde würde es längst niemanden mehr wundern, wenn morgen irgendwo in Deutschland ein Anschlag stattfindet. Dabei zeigt sich das Phänomen, dass nicht jeder Salafist ein Jihadist ist, aber zumindest in Deutschland jeder Jihadist ein Salafist. So gibt es eine kleine Gruppe Deutschlandweit bekannter deutscher Salafisten wie Abdul Adhim, Pierre Vogel oder Hassan Dabbagh die sich seit jeher jeder Gewaltaufrufe enthalten haben und in den letzten Jahren sogar regelmäßig im Fernsehen, in Talkshows, aufgetreten sind. Zuletzt der viel besprochene Talkshow-Besuch von Abdul Adhim bei Jauch.

Diese Entwicklung, die Geschichte von medienwirksamen „Auftritten“ der Salafisten, zumeist in Verbindung mit Gewalt, das Wachsen einer salafistischen Bewegung die für sich nicht per se gewalttätig ist, allerdings den „Pool“ an entsprechenden Gewaltbereiten stellt und mit ihrem Wachstum erweitert, haben in Deutschland – meinem Eindruck nach – zu einer Neubewertung hiesiger Salafisten geführt. Hat man sie früher eher belächelt, als Gruppe zu der sich vor allem pubertierende Migrantenkinder hingezogen fühlen, wurden sie in den letzten Jahren zu einem massiven Sicherheitsproblem mit einer dreistelligen Anzahl an Gefährdern. Dazu wird das Problem auch häufig als Integrationsproblem beschrieben, als Symptom und Ursache. (Die Geschichte mit der Sicherheit bringt aber am ehesten Fördergelder vom Staat.) Das Hauptproblem ist dabei immer, dass einerseits auch für Salafisten in Deutschland die Religionsfreiheit gilt, andererseits ihre Form des Islams aufgrund des Radikalisierungspotenzials als ein Problem für die nationale Sicherheit gesehen wird.


Liebe Userinnen und User

Was wird nun dagegen getan? Auf der einen Seite gibt es die Sicherheitsbehörden, welche die Salafisten und Rückkehrer aus Syrien, so weit es ihnen möglich ist, überwachen und gegebenenfalls auch Leute, vor allem Rückkehrer, verhaften. Auch besteht die Möglichkeit Leuten die Ausreise zu verweigern um ihre Aktionsradius einzuschränken, was aber wohl nicht sonderlich effektiv ist. Darum soll es bald möglich werden den entsprechenden Gefährdern die Pässe abzunehmen und ihnen ein spezieller Gefährder-Pass zu geben. Ohne rechtsstaatliche Kontrolle übrigens, die Entscheidung wer den Pass abgenommen bekommt fällen die Sicherheitsbehörden!(!!!) In mindestens einem Fall wurde auch jemand in die Türkei abgeschoben.

Doch es gibt nicht nur die Sicherheitsbehörden! Gerade in den letzten Monaten habe ich vermehrt von Präventionsmaßnahmen gelesen, welche versuchen die Jugendlichen zu „bekommen“ bevor sie sich radikalisieren und sich entschließen in den Jihad nach Syrien zu ziehen. Gerade durch die in den letzten Jahren stark gewachsene Anzahl der Salafisten, ein richtiger und wichtiger Ansatz. Hier gibt es einige interessante Sachen, denn einerseits muss das Phänomenen der Radikalisierung analysiert werden, was noch der einfache Teil ist, denn daraufhin muss man sich überlegen wie kann die Radikalisierungsprävention konkret aussehen. Und das ist schwierig, wenngleich man auf Erfahrungen im Umgang mit Rechtsextremen und mit Salafisten in anderen Ländern zurückgreifen kann. Dabei zeigt sich, dass dies alles natürlich auch im Kontext der deutschen Islamdebatte passiert, was nicht unbedingt immer hilfreich ist.
Zulauf für Salafisten - IMK rückt Prävention in den Fokus
Nötige Salafismus-Prävention - Radikale Islamisten werben auf Schulhöfen (<--- sehenswert)

Am prominentesten ist noch die Beratungsstelle „Hayat“ aus Berlin, bei der sich vor allem besorgte Eltern melden können und welche dann in einem langen Prozess versuchen sicherheitsrelevante Radikale zu entradikalisieren. Zu den dortigen Mitarbeiter gehört auch Ahmad Mansour der sich zuletzt auch in Islamdebatten-Talkshows eingeschaltet hat. Von ihm ist ein lesenswerter Text über Radikalisierung von Salafisten und was man dagegen tun kann:
Salafistische Radikalisierung – und was man dagegen tun kann
http://www.bpb.de/veranstaltungen/dokum ... ngsstellen
Offizielle Website: http://hayat-deutschland.de/news/

In NRW gibt es das Projekt Wegweiser, die man ebenfalls telefonisch erreichen kann. Insgesamt kann man sehen, dass diese Sachen zunehmend gefördert werden und sich dort wohl auch Leute melden.
http://www.integration-in-bonn.de/proje ... eiser.html
http://www.wegweiser-bochum.de/
http://www.wegweiser-duesseldorf.de/positionen/
Präventionsangebot "Wegweiser"Reger Beratungsbedarf beim Thema Salafismus
Salafismus-Prävention soll 2015 auch in Köln starten
Video: Prävention gegen gewaltbereiten Salafismus

In Hessen gibt es das so genannte Violence Prevention Network:
http://www.violence-prevention-network.de/
Start des Hessischen Präventionsnetzwerks gegen Salafismus

Ein ähnliches Projekt ist „ufuq“, ebenfalls aus Berlin. Hier geht es um politische Bildung von Muslimen.
http://ufuq.de/
Das Präventionsprojekt ufuq.de: Filmpaket stellt die Frage "Wie wollen wir leben?"



Liebe Userinnen und User

Wie sehen sie die Möglichkeiten dem Salafismus durch präventives Vorgehen zu begegnen? Ist das Erfolgsversprechend oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Wie groß ist die Gefahr durch diese Leute wirklich? Sind Salafisten in erster Linie ein Sicherheits- oder auch ein gesellschaftliches Präventionsproblem? Was sind eure Gedanken zu diesem Thema: "Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut."?

:?:
Zuletzt geändert von Platon am So 15. Feb 2015, 03:21, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Platon » So 15. Feb 2015, 02:13

Herausragend ist übrigens Hesham Shashaa, der in Leipzig wohnt und selbst ultra-konservativ/Salafist ist, es aber geschafft hat sich als jemand zu präsentieren, der Leute zumindest vom Jihad abbringt. Der wird zwar nicht gefördert so weit ich das sehe, aber er ist doch als Gesprächspartner akzeptiert.
http://www.zeit.de/2015/07/islamismus-dschihad-imam
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Provokateur » So 15. Feb 2015, 11:18

Es ist ja nicht das Problem, dass Salafisten ein 24/7-Mittelalter-Reenactment betreiben wolle. Das Problem ist, dass sie von anderen erwarten, das ebenso zu tun.
Die können von mir aus machen, was sie wollen. Wer aber in den heiligen Krieg zieht oder dem Terrorismus in Europa Vorschub leisten möchte, gehört mit aller Härte des Gesetzes betraft.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon holymoly » So 15. Feb 2015, 11:25

Der Islam muss sich zumindestens innerhalb Europas reformieren. Das können die Muslime nur selbst in Angriff nehmen. Sie müssen die Wurzeln des Islamismus endlich kappen. Damit sie aus ihrer Lethagie erwachen, muss ihnen ordentlich Druck gemacht werden.

Die Verantwortung der Muslime fehlt leider in deinen Antwortmöglichkeiten.
Zuletzt geändert von holymoly am So 15. Feb 2015, 11:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Hooligan » So 15. Feb 2015, 11:50

holymoly » So 15. Feb 2015, 11:25 hat geschrieben:Der Islam muss sich zumindestens innerhalb Europas reformieren.

Es gibt doch schon mehrere islamische Konfessionen. Und die Hauptströmungen Sunni und Schia, unterteilen sich wieder in verschiedene Splittergruppen. Die wenigsten von denen sind der Ansicht, dass der Jihad das ist, was Terrormilizen wie ISIS darunter verstehen.

holymoly » So 15. Feb 2015, 11:25 hat geschrieben:Das können die Muslime nur selbst in Angriff nehmen. Sie müssen die Wurzeln des Islamismus endlich kappen.

Das haben sie längst getan. Aber radikale Islamisten scheren sich nicht darum. Sie strafen die friedlichen Muslime mit Verachtung, sagen sie seien Feiglinge und schimpfen sie "Coconut Muslims".

holymoly » So 15. Feb 2015, 11:25 hat geschrieben:Damit sie aus ihrer Lethagie erwachen, muss ihnen ordentlich Druck gemacht werden.

Druck geht nach hinten los. Er würde den Islamismus nur stärken.
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Piedro » So 15. Feb 2015, 11:55

Platon » So 15. Feb 2015, 02:01 hat geschrieben:Liebe Userinnen und User

In Deutschland gibt es knapp 7000 Salafisten. Damit hat sich diese Zahl in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Grund hierfür mag die bundesweit durchgeführte Aktion „Lies!“ sein, welche sich zur Aufgabe gesetzt hat Millionen von Koranen in deutschen Haushalten zu verteilen. Wiki


Das glaube ich nicht. An Moslems braucht man keinen Koran verteilen, die haben einen. Die meisten Salafisten sind keine Konvertiten. Richtig ist wohl, daß viele Konvertiten sich dieser Ströhmung zuneigen.
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon holymoly » So 15. Feb 2015, 11:58

Hooligan » So 15. Feb 2015, 11:50 hat geschrieben:Es gibt doch schon mehrere islamische Konfessionen. Und die Hauptströmungen Sunni und Schia, unterteilen sich wieder in verschiedene Splittergruppen. Die wenigsten von denen sind der Ansicht, dass der Jihad das ist, was Terrormilizen wie ISIS darunter verstehen.


Das haben sie längst getan. Aber radikale Islamisten scheren sich nicht darum. Sie strafen die friedlichen Muslime mit Verachtung, sagen sie seien Feiglinge und schimpfen sie "Coconut Muslims".


Druck geht nach hinten los. Er würde den Islamismus nur stärken.


Der Islam hat sich mitnichten vom Islamismus getrennt. Nach wie vor ist er ein Teil von ihm und er produziert verstärkt Gotteskrieger. Mit Toleranz gegenüber dem Islam haben wir in den letzten Jahrzehnten offensichtlich wenig Erfolg gehabt. Mit über 500 IS Kämpfern und einer steigenden Zahl von Islamisten, die in unserer Gesellschaft unter dem Islam geboren werden, ist dieses wohl sehr klar zu erkennen.
Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen

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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Piedro » So 15. Feb 2015, 11:58

Seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien Ende 2011 und den großen Eroberungen des IS Mitte 2014 sind insgesamt etwa 550 Deutsche nach Syrien/Irak gereist und etwa 180 kamen bisher wieder zurück. Es ist anzunehmen, dass es sich hier in erster Linie um radikalisierte Salafisten handelt. Hierdurch ist eine wie man es nennt „abstrakte“ Gefahr entstanden, die sehr hoch ist und im Grunde würde es längst niemanden mehr wundern, wenn morgen irgendwo in Deutschland ein Anschlag stattfindet. Dabei zeigt sich das Phänomen, dass nicht jeder Salafist ein Jihadist ist, aber zumindest in Deutschland jeder Jihadist ein Salafist. So gibt es eine kleine Gruppe Deutschlandweit bekannter deutscher Salafisten wie Abdul Adhim, Pierre Vogel oder Hassan Dabbagh die sich seit jeher jeder Gewaltaufrufe enthalten haben und in den letzten Jahren sogar regelmäßig im Fernsehen, in Talkshows, aufgetreten sind. Zuletzt der viel besprochene Talkshow-Besuch von Abdul Adhim bei Jauch.


Der IS verheizt die Europäer gern an vorderster Front. Viele versuchen nach kurzer Zeit den Rückweg anzutreten und werden dafür hingerichtet. Einige schaffen es und haben vom Dschihad die Schnauze voll. Andere dürften nach wie vor auf Linie sein, und sind als gefährlich einzustufen. Ermittlungsbehörden und Justiz greifen sie auf, sie werden angeklagt und vermutlich auch verurteilt, wenn ihnen Beteiligung an Kampfhandlungen nachgewiesen werden können. Den Nachweis liefern sie gern mal selbst via Facebook und so.
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Piedro » So 15. Feb 2015, 12:00

Das Hauptproblem ist dabei immer, dass einerseits auch für Salafisten in Deutschland die Religionsfreiheit gilt, andererseits ihre Form des Islams aufgrund des Radikalisierungspotenzials als ein Problem für die nationale Sicherheit gesehen wird.


Die Religionsfreiheit ist nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem sind jene Faktoren, die vor allem junge Menschen anfällig für die Radikalisierung machen. Religionsfreiheit ist eine wichtige und unverzichtbare Errungenschaft der freiheitlichen Gesellschaft.
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Piedro » So 15. Feb 2015, 12:03

Liebe Userinnen und User

Wie sehen sie die Möglichkeiten dem Salafismus durch präventives Vorgehen zu begegnen? Ist das Erfolgsversprechend oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Wie groß ist die Gefahr durch diese Leute wirklich? Sind Salafisten in erster Linie ein Sicherheits- oder auch ein gesellschaftliches Präventionsproblem? Was sind eure Gedanken zu diesem Thema: "Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut."?


Zunächst muß man mal verstehen, warum sich junge Deutsche von dieser Strömung angezogen fühlen.

Dann sind gerade die von dir genannten Ansätze erfolgversprechend. Sie erfordert aber die Akzeptanz der friedlichen Salafisten und die Zusammenarbeit mit den Personen und Gemeinden, die ihre Menschen nicht in den Dschihat schicken wollen. Wie man hier im Forum nachlesen kann, wird aber auch dieser Ansatz - sagen wir mal: kritisiert.
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon holymoly » So 15. Feb 2015, 12:05

Piedro » So 15. Feb 2015, 11:58 hat geschrieben:
Der IS verheizt die Europäer gern an vorderster Front. Viele versuchen nach kurzer Zeit den Rückweg anzutreten und werden dafür hingerichtet. Einige schaffen es und haben vom Dschihad die Schnauze voll. Andere dürften nach wie vor auf Linie sein, und sind als gefährlich einzustufen. Ermittlungsbehörden und Justiz greifen sie auf, sie werden angeklagt und vermutlich auch verurteilt, wenn ihnen Beteiligung an Kampfhandlungen nachgewiesen werden können. Den Nachweis liefern sie gern mal selbst via Facebook und so.


Das heißt aber noch lange nicht, das sie sich von Islamismus losgesagt haben. Auch diese Typen sind nach wie vor extremst gefährlich.
Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen

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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Piedro » So 15. Feb 2015, 12:05

Hooligan » So 15. Feb 2015, 11:50 hat geschrieben:Druck geht nach hinten los. Er würde den Islamismus nur stärken.


Vollkommen richtig.
Piedro

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Piedro » So 15. Feb 2015, 12:07

holymoly » So 15. Feb 2015, 11:58 hat geschrieben:
Der Islam hat sich mitnichten vom Islamismus getrennt. Nach wie vor ist er ein Teil von ihm und er produziert verstärkt Gotteskrieger. Mit Toleranz gegenüber dem Islam haben wir in den letzten Jahrzehnten offensichtlich wenig Erfolg gehabt. Mit über 500 IS Kämpfern und einer steigenden Zahl von Islamisten, die in unserer Gesellschaft unter dem Islam geboren werden, ist dieses wohl sehr klar zu erkennen.


Weia, "der Islam" ist nun mal nicht homogen, ergo kann die Trennung, wie du sie dir anscheinend vorstellst, auch nicht realisiert werden. Aber die überwiegende Mehrheit der Moslems distanziert sich vom Islamismus, Verbände und Gemeinden engagieren sich gegen die Radikalisierung. Mehr können sie nicht tun, und mehr ist auch nicht zu erwarten.
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Kanzlerqualle » So 15. Feb 2015, 12:08

holymoly » So 15. Feb 2015, 11:25 hat geschrieben:Der Islam muss sich zumindestens innerhalb Europas reformieren. Das können die Muslime nur selbst in Angriff nehmen.
.. und schon hast du das eigentliche Problem .. wer den Koran angreift muß getötet werden .... steht im Koran .. und der Islam bezieht sich auf den Koran .. also ist der Islam keine Religion sondern eine Ideologie ..
Piedro

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Piedro » So 15. Feb 2015, 12:09

holymoly » So 15. Feb 2015, 12:05 hat geschrieben:
Das heißt aber noch lange nicht, das sie sich von Islamismus losgesagt haben. Auch diese Typen sind nach wie vor extremst gefährlich.


Da stellt sich die Frage, was du unter Islamismus verstehst. Der Traum einer islamischen Welt darf geträumt werden, damit müssen wir leben, wie auch mit anderen Träumen: der sozialistischen Revolution, der nationalen Befreiung, dem fundamentalistischen Christentum... Eine freiheitliche Gesellschaft muß auch mit sowas umgehen und das ertragen können, so lange sich die Träumerei nicht konkret gegen sie wendet.
Piedro

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Piedro » So 15. Feb 2015, 12:10

Kanzlerqualle » So 15. Feb 2015, 12:08 hat geschrieben:.. und schon hast du das eigentliche Problem .. wer den Koran angreift muß getötet werden .... steht im Koran .. und der Islam bezieht sich auf den Koran .. also ist der Islam keine Religion sondern eine Ideologie ..


Kann es sein, daß du das schon mal geschrieben hast? :D

Und jetzt dein konstruktiver Vorschlag. Hau rein.
Kanzlerqualle

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Kanzlerqualle » So 15. Feb 2015, 12:10

Piedro » So 15. Feb 2015, 12:03 hat geschrieben:
Zunächst muß man mal verstehen, warum sich junge Deutsche von dieser Strömung angezogen fühlen.

.. na schau da .. da solltest du dich mal mit PEGIDA - Anhänger unterhalten , die wissen das genau ..
Kanzlerqualle

Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon Kanzlerqualle » So 15. Feb 2015, 12:11

Piedro » So 15. Feb 2015, 12:10 hat geschrieben:
Kann es sein, daß du das schon mal geschrieben hast? :D

Und jetzt dein konstruktiver Vorschlag. Hau rein.

.. ich warte erst auf deinen Vorschlag .. :x
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon holymoly » So 15. Feb 2015, 12:11

Piedro » So 15. Feb 2015, 12:07 hat geschrieben:
Weia, "der Islam" ist nun mal nicht homogen, ergo kann die Trennung, wie du sie dir anscheinend vorstellst, auch nicht realisiert werden. Aber die überwiegende Mehrheit der Moslems distanziert sich vom Islamismus, Verbände und Gemeinden engagieren sich gegen die Radikalisierung. Mehr können sie nicht tun, und mehr ist auch nicht zu erwarten.


Ja, man distanziert sich. Das war es aber auch schon. Die Verbände und Gemeinden engagieren sich?
:D :D :D ..ja.wo und wie denn??
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Re: Deutsche Salafisten und was man gegen sie tut.

Beitragvon holymoly » So 15. Feb 2015, 12:15

Piedro » So 15. Feb 2015, 12:09 hat geschrieben:
Da stellt sich die Frage, was du unter Islamismus verstehst. Der Traum einer islamischen Welt darf geträumt werden, damit müssen wir leben, wie auch mit anderen Träumen: der sozialistischen Revolution, der nationalen Befreiung, dem fundamentalistischen Christentum... Eine freiheitliche Gesellschaft muß auch mit sowas umgehen und das ertragen können, so lange sich die Träumerei nicht konkret gegen sie wendet.

Der Islmismus ist ein Traum mit einem ganz klaren Ziel. Ein Islamist begnügt sich nicht mit einer Traumvorstellung, er arbeitet aktiv daran mit allen Mitteln die er hat. Das endet häufig in der final Edition, dem Gotteskrieger.
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