Gehört der Islam zu Deutschland?

Moderator: Moderatoren Forum 8

ryu1850
Beiträge: 2125
Registriert: Mi 23. Jan 2013, 03:39

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon ryu1850 » So 17. Dez 2017, 01:55

Zunder hat geschrieben:(17 Dec 2017, 01:24)

"Ich vermiete dir meine Wohnung" ist ein Angebot, kein Vertrag.
Deine dämliche Spammerei ist mir zu blöd.

Wenn es dich überfordert, den hervorgehobenen Text intellektuell zu erfassen, kann ich dir auch nicht weiterhelfen.


"Ich vermiete dir meine Wohnung" ist genau so wie "Ich leihe dir mein Auto" beides ein Vertrag.
Man kann auch beides an sich machen, aber nur wenn es "formgerecht" irgendwo aufgeschrieben wird, sonst hat der "Vertrag" keine Gültigkeit.
ryu1850
Beiträge: 2125
Registriert: Mi 23. Jan 2013, 03:39

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon ryu1850 » So 17. Dez 2017, 01:56

Zunder hat geschrieben:(17 Dec 2017, 01:48)

Und ein Zettel, auf dem steht "Ich liebe dich", ist ein Ehevertrag.


Nein weil aus Liebe nichts rechtliches ableitbar ist, aber ein Zettel auf dem steht "ich werde dich heiraten" ist rechtlich gesehen eine Verlobung.
Benutzeravatar
Zunder
Beiträge: 4887
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 14:00

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Zunder » So 17. Dez 2017, 02:02

ryu1850 hat geschrieben:(17 Dec 2017, 01:56)

Nein weil aus Liebe nichts rechtliches ableitbar ist, aber ein Zettel auf dem steht "ich werde dich heiraten" ist rechtlich gesehen eine Verlobung.

Wenn den Zettel ein Muslim geschrieben hat. Sonst eher nicht.
ryu1850
Beiträge: 2125
Registriert: Mi 23. Jan 2013, 03:39

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon ryu1850 » So 17. Dez 2017, 02:33

Zunder hat geschrieben:(17 Dec 2017, 02:02)

Wenn den Zettel ein Muslim geschrieben hat. Sonst eher nicht.


Wenn auf einem Zettel steht "ich werde dich heiraten", dann ist man gesetzlich verschwägert und muss z.B. vor Gericht nicht mehr aussagen.
krone
Beiträge: 365
Registriert: Mo 11. Sep 2017, 13:25

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon krone » So 17. Dez 2017, 08:52

[quote="ryu1850"][url=http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?p=4081192#p4081192] (17 Dec 2017, 02:33)[/url]

Wenn auf einem Zettel steht "ich werde dich heiraten", dann ist man gesetzlich verschwägert und muss z.B. vor Gericht nicht mehr aussagen.[/quote]





Mal angenommen auf einen Zettel steht das du ein unzurechnungsfähiger Idiot bist.

Dann ist das gesetzlich ?
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 9816
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon schokoschendrezki » So 17. Dez 2017, 10:22

schokoschendrezki hat geschrieben:Das bedeutet, dass der Islam zu Deutschland gehört. Die Relevanz einer Warum-Frage würde bedeuten, dass man "Deutschland" irgendwie axiomatisch definieren könnte. Und dann eine "Zugehörigkeit" ja oder nein dann als diesen Axiomen widersprechend oder nicht beweisen könnte.

ryu1850 hat geschrieben:(16 Dec 2017, 22:22)
Kann man doch, zu Deutschland (=Summe der Deutschen Gesetze deren Einhaltung innerhalb des Hoheitsgebiets überwacht wird) gehört alles was mit den Deutschen Gesetzen vereinbar ist.

Das ist schon mal eine durchaus vernünftige Ansicht. Aber ob die Einhaltung genau dieser Gesetze als "deutsch sein" bezeichnet werden kann ... ich weiß nicht. Sie bedeutet einfach, konfliktfrei auf dem geographischen Territorium Deutschlands leben zu können. Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Aber bislang war doch eher die Formulierung "Deutscher sein" oder "in Deutschland geboren zu sein" oder "zu leben" usw. üblich. Wenn dem tatsächlich so ist, würde mich interessieren, was diese (möglicherweise stattgefundene) Wendung, konkret Steinmeiers Formulierung zu bedeuten hat.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Ammianus
Beiträge: 2223
Registriert: Sa 17. Dez 2011, 22:05

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Ammianus » So 17. Dez 2017, 17:50

ryu1850 hat geschrieben:(16 Dec 2017, 23:17)

Ich habe echt keine Ahnung was du genau meinst, ich hab viele Sachen entdeckt die du meinen könntest.

Die Trennung von religösem und weltlichem Recht? Das mit Marx in diesem Zusammenhang lässt mich eher vermuten du meinst sowas wie, in westlichen Gesellschaften entwickelt das Recht die Gesellschaft weiter, und die weiterenwickelte Gesellschaft gibt sich ein neues Recht während im Okzident das religiöse abgeleitete Recht unveränderlich ist?


Versuch doch wirklich mal zu überlegen. Ich habe hier von Anfang an auf so viele konkrete Punkte verwiesen. Beginnend mit der völlig unterschiedlichen Interpretation der religiösen Quellen. Dann gab es auch Hinweise auf den Anteil der Frommen innerhalb der jeweiligen Populationen an den Beispielen Iran, Türkei, Ägypten und Algerien.
Und das wesentliche ist halt die Rechtsableitung. Recht aus islamischem Verständnis leitet sich aus Koran und Sunna ab. Im Okzident hat zwar das Christentum die Rechtsprechung beeinflusst aber bei weitem nicht in dem Umfang wie im Orient. Es gab immer eine - auch personelle - Trennung. Und als Rechtsgrundlage diente weiterhin entweder das römische Recht oder Rechtsformen die sich aus Stammestraditionen entwickelt haben. Und diese Trennung war mit ein wesentlicher Punkt der zum allmählichen und dann immer schnellerem Aufschwung christlicher Staaten führte.
Meine Randbemerkung zu Basis und Überbau ist natürlich auch nur zu verstehen, wenn man sich damit befasst. Sie bietet aber eine gute Analysemöglichkeit.
Doch ehrlich gesagt habe ich keine allzu große Lust mich zu wiederholen.
Die Realität ist wie sie ist. Ob sie dir nun gefällt oder nicht.
Benutzeravatar
Antonius
Beiträge: 3973
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 22:57
Benutzertitel: SURSUM CORDA

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Antonius » So 17. Dez 2017, 18:48

ThorsHamar hat geschrieben:(14 Dec 2017, 21:47)

"Sich in Deutschland befinden" ist in unserem Kontext hier nicht identisch mit "zu Deutschland gehören. "
Deshalb mein Satz: "Damit meine ich, dass "gehört zu" nicht einfach eine numerische Statistik von Vorhandenem ist, sondern eine politische Bewertung von Gegenwart und Zukunft."
Es gibt natürlich deutsche Kriminalität, die in genau diesem Zusammenhang natürlich zu Deutschland gehört, wie die Mafia zu Italien.
Aber man kann nicht sagen " Kriminalität gehört zu Deutschland", um damit den Staat Deutschland zu charakterisieren. Unterschied klar?
Sehr vernünftige Definition der Begriffe "Sich in Deutschland befinden" und "zu Deutschland gehören"....
Ich plädiere dafür, diese Unterscheidungen als Grundlage in der weiteren Diskussion zu verwenden.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
busse
Beiträge: 641
Registriert: Mo 23. Mai 2016, 09:34

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon busse » Mi 27. Dez 2017, 11:30

ryu1850 hat geschrieben:(17 Dec 2017, 01:55)

"Ich vermiete dir meine Wohnung" ist genau so wie "Ich leihe dir mein Auto" beides ein Vertrag.
Man kann auch beides an sich machen, aber nur wenn es "formgerecht" irgendwo aufgeschrieben wird, sonst hat der "Vertrag" keine Gültigkeit.



Tut mir leid, beides Unsinn !
Ein Mietvertrag kommt nicht durch Angebot zu Stande , sondern durch Annahme.
Das kann durch Schlüsselübergabe und zahlen der ersten Miete sein (also mündlich) oder wie fast zu 95 % in Deutschland durch Mietvertrag und Unterzeichnung.
Das ist erstes Lehrjahr für Kaufleute in der Wohnungswirtschaft (oder wie die heute heißen).
busse
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Moderator
Beiträge: 29762
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 15:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 29. Dez 2017, 20:05

Salafistische Strategie für eine Anerkennung der züchtig verhüllten Muslima als "role model":

Im Gegensatz zu den salafistischen Strömungen lehnen diese allerdings brachiale Gewalt in Europa ab, weil sie begriffen haben, dass das kontraproduktiv ist. Stattdessen setzen sie auf die "Best-Buddy-Methode": Verbände gründen, Vertrauen schaffen, Kooperationen mit bestehenden politischen Organisationen und Strukturen, Mitgliedschaften in etablierten Parteien, neue, gemeinsame Strukturen schaffen und auf dieser Basis immer weitergehende Forderungen stellen.

Mittlerweile schicken die "Best Buddys" die zweite Generation ins Rennen: Junge, hier geborene, hoch gebildete und gut ausgebildete Musliminnen und Muslime, die sich unter dem Stichwort Neue Deutsche zusammenschließen, die "neue" Vielfalt propagieren, zu der quasi naturgemäß die züchtig verhüllte Frau gehört, die von der Wiege bis zur Bahre von den religiösen Institutionen betreut werden, nach der Halal-Abiturfeier in die betreute Wohngemeinschaft zu den "Brüdern" und "Schwestern" ziehen, an der Uni Interessensgemeinschaften gründen, und später dann in die Wissenschaft, Politik, Justiz und Wirtschaft strömen.

Die - protegiert von der Bundesbeauftragten für Integration, Aydan Özoğuz - Institute gründen, die mit Preisen versehen "Expertinnen" ausbilden, die in jede Talkshow, zu jeder Partei und zu Gedenkveranstaltungen eingeladen werden und dort Allah preisen können, die, ebenfalls im Verbund mit Frau Özoğuz, Handreichungen für Journalisten zum Umgang mit dem Islam erarbeiten und Expertisen erstellen.

Eines ihrer Hauptanliegen: Die züchtig verhüllte Muslimin in allen Bereichen der Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Justiz, Politik und Medien als role model für die muslimische Frau durchzusetzen, Mädchen aus muslimischen Familien z.B. vom Schwimmunterricht zu befreien und von Klassenfahrten freizustellen. Daneben geht es darum, Raum/Räume religiös zu besetzen, wie z.B. Rückzugsorte an den Unis und religiöse Riten in den Schul-, Universitäts- und Berufsalltag zu integrieren.

https://www.heise.de/tp/features/Die-Br ... ?seite=all

Kann/darf man so etwas Islamisierung nennen, auch wenn es nicht unmittelbar die "ethnische Urbevölkerung" betrifft?
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Woppadaq
Beiträge: 2284
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Woppadaq » Fr 29. Dez 2017, 20:18

Tom Bombadil hat geschrieben:(29 Dec 2017, 20:05)

Kann/darf man so etwas Islamisierung nennen, auch wenn es nicht unmittelbar die "ethnische Urbevölkerung" betrifft?


Es ist eher die Propagierung der Islamisierung. Noch steckt ja nirgendwo Zwang für andere dahinter. Als Konkurrenzsituation ist das aber durchaus ernst zu nehmen.
Woppadaq
Beiträge: 2284
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Woppadaq » Fr 29. Dez 2017, 20:31

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Dec 2017, 10:22)

Das ist schon mal eine durchaus vernünftige Ansicht. Aber ob die Einhaltung genau dieser Gesetze als "deutsch sein" bezeichnet werden kann ... ich weiß nicht. Sie bedeutet einfach, konfliktfrei auf dem geographischen Territorium Deutschlands leben zu können. Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Aber bislang war doch eher die Formulierung "Deutscher sein" oder "in Deutschland geboren zu sein" oder "zu leben" usw. üblich. Wenn dem tatsächlich so ist, würde mich interessieren, was diese (möglicherweise stattgefundene) Wendung, konkret Steinmeiers Formulierung zu bedeuten hat.


Es heisst doch "gehört zu Deutschland", das ist nicht dasselbe wie "deutsch sein". Die Türken bei uns gehören zu Deutschland, aber selbst wenn sie hier geboren sind, werden sie von vielen nicht als Deutsche gesehen, und sie sehen sich oft selbst auch nicht so.
PeterK
Beiträge: 4023
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon PeterK » Fr 29. Dez 2017, 20:47

Woppadaq hat geschrieben:(29 Dec 2017, 20:31)
Es heisst doch "gehört zu Deutschland", das ist nicht dasselbe wie "deutsch sein". Die Türken bei uns gehören zu Deutschland, aber selbst wenn sie hier geboren sind, werden sie von vielen nicht als Deutsche gesehen, und sie sehen sich oft selbst auch nicht so.

Ist die Diskussion nicht ein wenig "off"?

Entweder gehören alle in D praktizierten Religionen "zu Deutschland" (wegen der Menschen, die sie in D praktizieren) oder aber keine (weil D ein säkularer Rechtsstaat sein sollte).

Ich plädiere eher für das Letztere.
Woppadaq
Beiträge: 2284
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Woppadaq » Fr 29. Dez 2017, 21:07

PeterK hat geschrieben:(29 Dec 2017, 20:47)

Ist die Diskussion nicht ein wenig "off"?

Entweder gehören alle in D praktizierten Religionen "zu Deutschland" (wegen der Menschen, die sie in D praktizieren) oder aber keine (weil D ein säkularer Rechtsstaat sein sollte).

Ich plädiere eher für das Letztere.


Im erweiterten Sinne kannst du den Nationalsozialismus auch als Religion betrachten. Der würde dann nicht zu Deutschland gehören, was hiesse, dass man als Nazi in der Ausübung seiner "Religion" nicht durch die Gesellschaft / dem Staat geschützt ist. Und darum gehts letztendlich: als Muslim bist du in der Ausübung deiner Religion im wesentlichen durch das GG geschützt. So wie ein Kind, das zu einer Familie gehört, durch diese geschützt ist - was nicht heisst, dass die Ausübung dieser Religion nicht ohne Kritik vonstatten gehen darf, so wie man ein Kind ja durchaus auch formen kann.

Deutschland ist für mich im übrigen mehr als nur der Staat. Im Grunde dient der Staat nur der Aufrechterhaltung des Gebildes "Deutschland".
Benutzeravatar
Watchful_Eye
Moderator
Beiträge: 2495
Registriert: Sa 7. Jun 2008, 11:13
Benutzertitel: Free Jazz & Black Metal
Kontaktdaten:

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Watchful_Eye » Fr 29. Dez 2017, 21:34

Woppadaq hat geschrieben:(29 Dec 2017, 21:07)

Im erweiterten Sinne kannst du den Nationalsozialismus auch als Religion betrachten. [...]

Das zeigt schön, wie wischiwaschi dieses "gehört zu Deutschland" einfach ist (genauer gesagt - das Verb "gehören zu"). Es hängt davon ab, wie normativ man diesen Ausdruck interpretiert. Wenn du behaupten würdest, der Nationalsozialismus "gehöre nicht zu Deutschland", könnte das auch ziemlich Höckemäßig rüberkommen. :|
"In a world where I feel so small, I can't stop thinking big." (Rush - Caravan)

Mod im Feedback- und Asienforum.
PeterK
Beiträge: 4023
Registriert: Di 31. Mai 2016, 10:06

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon PeterK » Fr 29. Dez 2017, 21:52

Woppadaq hat geschrieben:(29 Dec 2017, 21:07)
Und darum gehts letztendlich: als Muslim bist du in der Ausübung deiner Religion im Wesentlichen durch das GG geschützt.

Und das ist IMO gut und richtig so (wenn wir vom spirituellen Aspekt sprechen).

Deutschland ist für mich im übrigen mehr als nur der Staat. Im Grunde dient der Staat nur der Aufrechterhaltung des Gebildes "Deutschland".

Darüber könnte man im PF bestimmt eine interessante Diskussion führen - aber wohl eher in einem anderen Thread als diesem.
Benutzeravatar
Antonius
Beiträge: 3973
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 22:57
Benutzertitel: SURSUM CORDA

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Antonius » Sa 30. Dez 2017, 13:11

Tom Bombadil hat geschrieben:(29 Dec 2017, 20:05)
Salafistische Strategie für eine Anerkennung der züchtig verhüllten Muslima als "role model":

Im Gegensatz zu den salafistischen Strömungen lehnen diese allerdings brachiale Gewalt in Europa ab, weil sie begriffen haben, dass das kontraproduktiv ist. Stattdessen setzen sie auf die "Best-Buddy-Methode": Verbände gründen, Vertrauen schaffen, Kooperationen mit bestehenden politischen Organisationen und Strukturen, Mitgliedschaften in etablierten Parteien, neue, gemeinsame Strukturen schaffen und auf dieser Basis immer weitergehende Forderungen stellen.

Mittlerweile schicken die "Best Buddys" die zweite Generation ins Rennen: Junge, hier geborene, hoch gebildete und gut ausgebildete Musliminnen und Muslime, die sich unter dem Stichwort Neue Deutsche zusammenschließen, die "neue" Vielfalt propagieren, zu der quasi naturgemäß die züchtig verhüllte Frau gehört, die von der Wiege bis zur Bahre von den religiösen Institutionen betreut werden, nach der Halal-Abiturfeier in die betreute Wohngemeinschaft zu den "Brüdern" und "Schwestern" ziehen, an der Uni Interessensgemeinschaften gründen, und später dann in die Wissenschaft, Politik, Justiz und Wirtschaft strömen.

Die - protegiert von der Bundesbeauftragten für Integration, Aydan Özoğuz - Institute gründen, die mit Preisen versehen "Expertinnen" ausbilden, die in jede Talkshow, zu jeder Partei und zu Gedenkveranstaltungen eingeladen werden und dort Allah preisen können, die, ebenfalls im Verbund mit Frau Özoğuz, Handreichungen für Journalisten zum Umgang mit dem Islam erarbeiten und Expertisen erstellen.

Eines ihrer Hauptanliegen: Die züchtig verhüllte Muslimin in allen Bereichen der Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Justiz, Politik und Medien als role model für die muslimische Frau durchzusetzen, Mädchen aus muslimischen Familien z.B. vom Schwimmunterricht zu befreien und von Klassenfahrten freizustellen. Daneben geht es darum, Raum/Räume religiös zu besetzen, wie z.B. Rückzugsorte an den Unis und religiöse Riten in den Schul-, Universitäts- und Berufsalltag zu integrieren.

https://www.heise.de/tp/features/Die-Br ... ?seite=all

Kann/darf man so etwas Islamisierung nennen, auch wenn es nicht unmittelbar die "ethnische Urbevölkerung" betrifft?

Vielen Dank, Tom, für den Hinweis auf diese ausgezeichnete Analyse.

Wir sollten immer im Gedächnis behalten, daß der Islam (besser gesagt: der Mohammedanismus) eine Ideologie ist, die mit unseren Grundwerten unvereinbar ist.
Zuletzt geändert von Antonius am Sa 30. Dez 2017, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
Benutzeravatar
Antonius
Beiträge: 3973
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 22:57
Benutzertitel: SURSUM CORDA

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Antonius » Sa 30. Dez 2017, 13:15

PeterK hat geschrieben:(29 Dec 2017, 20:47)
Ist die Diskussion nicht ein wenig "off"?

Entweder gehören alle in D praktizierten Religionen "zu Deutschland" (wegen der Menschen, die sie in D praktizieren) oder aber keine (weil D ein säkularer Rechtsstaat sein sollte)....

Das würde nur gelten, wenn die "in D praktizierten Religionen" den gleichen philosophischen, ethischen und politischen Werten verpflichtet wären.
Das ist jedoch nicht der Fall; bei der Analyse der Religionen stellt man fest, daß sie höchst unterschiedliche Werte (und sogar Unwerte) propagieren.
Man muß also sehr differenzieren. :cool:
SAPERE AUDE - Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Immanuel Kant (1724-1804)
Benutzeravatar
Dark Angel
Moderator
Beiträge: 12676
Registriert: Fr 7. Aug 2009, 07:08
Benutzertitel: From Hell

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Dark Angel » Sa 30. Dez 2017, 14:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(29 Dec 2017, 20:05)

Salafistische Strategie für eine Anerkennung der züchtig verhüllten Muslima als "role model":

Im Gegensatz zu den salafistischen Strömungen lehnen diese allerdings brachiale Gewalt in Europa ab, weil sie begriffen haben, dass das kontraproduktiv ist. Stattdessen setzen sie auf die "Best-Buddy-Methode": Verbände gründen, Vertrauen schaffen, Kooperationen mit bestehenden politischen Organisationen und Strukturen, Mitgliedschaften in etablierten Parteien, neue, gemeinsame Strukturen schaffen und auf dieser Basis immer weitergehende Forderungen stellen.

Mittlerweile schicken die "Best Buddys" die zweite Generation ins Rennen: Junge, hier geborene, hoch gebildete und gut ausgebildete Musliminnen und Muslime, die sich unter dem Stichwort Neue Deutsche zusammenschließen, die "neue" Vielfalt propagieren, zu der quasi naturgemäß die züchtig verhüllte Frau gehört, die von der Wiege bis zur Bahre von den religiösen Institutionen betreut werden, nach der Halal-Abiturfeier in die betreute Wohngemeinschaft zu den "Brüdern" und "Schwestern" ziehen, an der Uni Interessensgemeinschaften gründen, und später dann in die Wissenschaft, Politik, Justiz und Wirtschaft strömen.

Die - protegiert von der Bundesbeauftragten für Integration, Aydan Özoğuz - Institute gründen, die mit Preisen versehen "Expertinnen" ausbilden, die in jede Talkshow, zu jeder Partei und zu Gedenkveranstaltungen eingeladen werden und dort Allah preisen können, die, ebenfalls im Verbund mit Frau Özoğuz, Handreichungen für Journalisten zum Umgang mit dem Islam erarbeiten und Expertisen erstellen.

Eines ihrer Hauptanliegen: Die züchtig verhüllte Muslimin in allen Bereichen der Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Justiz, Politik und Medien als role model für die muslimische Frau durchzusetzen, Mädchen aus muslimischen Familien z.B. vom Schwimmunterricht zu befreien und von Klassenfahrten freizustellen. Daneben geht es darum, Raum/Räume religiös zu besetzen, wie z.B. Rückzugsorte an den Unis und religiöse Riten in den Schul-, Universitäts- und Berufsalltag zu integrieren.

https://www.heise.de/tp/features/Die-Br ... ?seite=all

Kann/darf man so etwas Islamisierung nennen, auch wenn es nicht unmittelbar die "ethnische Urbevölkerung" betrifft?

Ja kann und darf man, zumal dies mit der Forderung nach Änderung des GG Art 20 (welcher der Ewigkeitsklausel unterliegt) verbunden ist. Kann und darf man auch schon, auf der Basis von Frau Özoguz (die selbst Muslimin ist) Aussage "unser Zusammeleben muss täglich neu ausgehandelt werden" - was de facto bedeutet "mich interesssiert nicht was im GG steht - ich will volle Vorteilsnahme der Muslime, unabhängig von deren Staatsbürgerschaft".
Was aber auch bedeutet Muslime können immer und überall ihr Veto einlegen, wenn ihnen irgendeine Entscheidung, Regelung und/oder Gesetzgebung nicht passt.
Im Endeffekt betrifft das die "ethnische Urbevölkerung" sehr wohl, weil es in deren Lebensweise eingreift, religiöse Regeln über staatliche Gesetzgebung stellt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
Benutzeravatar
Sextus Ironicus
Beiträge: 737
Registriert: Mo 13. Nov 2017, 14:04
Benutzertitel: Normativer Minimalismus
Wohnort: Südwest

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Beitragvon Sextus Ironicus » Sa 30. Dez 2017, 15:52

Woppadaq hat geschrieben:(29 Dec 2017, 21:07)

Im erweiterten Sinne kannst du den Nationalsozialismus auch als Religion betrachten. Der würde dann nicht zu Deutschland gehören, was hiesse, dass man als Nazi in der Ausübung seiner "Religion" nicht durch die Gesellschaft / dem Staat geschützt ist. Und darum gehts letztendlich: als Muslim bist du in der Ausübung deiner Religion im wesentlichen durch das GG geschützt. So wie ein Kind, das zu einer Familie gehört, durch diese geschützt ist - was nicht heisst, dass die Ausübung dieser Religion nicht ohne Kritik vonstatten gehen darf, so wie man ein Kind ja durchaus auch formen kann.

".


Das ist ja eine der Streitfragen: die Ausübung der Religion. Der Islam erweitert den Begriff der Ausübung weit über das hier übliche Maß hinaus, und zwar sowohl im aktiven wie im passiven Bereich. Wenn zum Beispiel jemand Schadenersatz zugesprochen bekommt, weil er nicht mit Kopftuch zum Unterrichten zugelassen wird, dann heißt das im Klartext, dass die Ausübung der Religion auch im Unterricht gestattet sein muss, da das Tragen des Kopftuches ja als Religionsausübung angesehen wird. Und auch die Nichtteilnahme am Unterricht wird als Teil der Religionsausübung reklamiert. Es wäre also zu klären, wo die Grenzen der Ausübung liegen, nicht nur beim Kopftuch. Leider hat das BVG hier in der Vergangenheit immer sehr einseitig für Religion entschieden - denn wahrscheinlich werden Atheisten auch als Mehrheit beim BVG auf taube Ohren stoßen, wenn sie im öffentlichen Raum eine Freiheit von Religion geltend machen wollen. Denn es ist kaum vorstellbar, dass man es akzeptieren würde, wenn Atheisten plötzlich mit Baseballmütze mit der Aufschrift Religion? Nein danke! zum Unterrichten erscheinen würden. Religionsfreiheit gehört darauf beschränkt, dass niemand über meine Religion bestimmen darf, aber die Ausübung hat sich auf die hierfür vorgesehenen religiösen Stätten zu beschränken.
… habe ich mich sorgsam bemüht, menschliche Tätigkeiten nicht zu verlachen, nicht zu beklagen und auch nicht zu verdammen, sondern zu begreifen. (Spinoza)

Zurück zu „80. Integration“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast